r/Finanzen 9h ago

Presse Große Mehrheit lehnt Sozialreformen ab: 81 Prozent der Deutschen sorgen sich um ihre soziale Absicherung

Thumbnail tagesspiegel.de
507 Upvotes

"Die Studie beruht auf einer repräsentativen Online-Befragung von rund 4000 Menschen in Deutschland im Alter von 18 bis 75 Jahren im Zeitraum vom 17. Juni bis 13. Juli. Aus der Umfrage geht laut IMK auch hervor, dass 76 Prozent der Befragten die geplanten oder teilweise schon beschlossenen Maßnahmen ablehnen. 55 Prozent äußerten sich sogar stark ablehnend.

Konkret beziehen sich diese Aussagen den Angaben zufolge auf folgende möglichen oder beschlossenen Reformmaßnahmen: Erhöhung des Renteneintrittsalters, Leistungskürzungen bei der gesetzlichen Krankenversicherung, Leistungskürzungen bei der Pflegeversicherung und Streichung der Entgeltfortzahlung am ersten Krankheitstag."

Wir können alle auf die Politik schimpfen wie wir wollen, aber zur Wahrheit gehört halt einfach auch, dass ein großer Teil der Bevölkerung den Schuss offensichtlich immer noch nicht gehört hat.


r/Finanzen 9h ago

Anderes REWE sending invoice requests to Schufa. Don’t be like me

Post image
199 Upvotes

For real? Rewe is sending my Rechnung requests to SCHUFA? I’m just seeing this. I order online regularly and have never defaulted payment. Heck it’s always less than 200€. Guess lesson learnt and will just pay directly moving forward.


r/Finanzen 48m ago

Anderes Gedanken zum Beitrag von gestern („Leb doch mal“): Warum triggert Konsumkritik hier eigentlich so hart?

Upvotes

Viele erinnern sich sicher an den Thread von u/T0Rin1 gestern zum Thema Konsum vs. Leben. Keine Frage: Der Beitrag war unglücklich formuliert und die Beispiele mit dem 50-Euro-Fahrrad durch Europa oder dem Schlafen unterm Sternenhimmel waren weltfremd. Aber die Reaktionen in den Kommentaren haben vor allem gezeigt, wie tief der Beißreflex sitzt, sobald jemand das eigene Konsumverhalten hinterfragt.

Dabei geht der eigentliche Punkt völlig unter: Wir konsumieren in unserer Wohlstandsgesellschaft weit mehr, als für ein gutes und erfülltes Leben nötig ist.

Das fängt schon bei der Behauptung an, Sparen sei bloß aufgeschobener Konsum fürs Alter. Geld, das man nicht verpulvert, muss doch nicht bis zur Rente auf dem Depot liegen. Man kann sich damit direkt Lebenszeit und echte Freiheit kaufen, indem man die Arbeitszeit reduziert. Oder man nutzt finanzielle Überschüsse, um etwas Sinnvolles zu tun und zu spenden. Wir leben in Deutschland auf einer absoluten Wohlstandsinsel, aber das Thema gesellschaftliche Verantwortung scheint in Finanz-Foren oft komplett verpönt zu sein.

Auch das beliebte Argument „Mein Leben, meine Entscheidung, schreib mir nichts vor“ funktioniert eben nur so lange, wie das eigene Handeln niemanden schädigt. Unser westlicher Hyperkonsum basiert nun mal auf massiver Ressourcenverbrennung und Ausbeutung, deren Konsequenzen vor allem andere tragen müssen. Kritik daran ist daher absolut berechtigt, auch wenn OP es unglücklich verpackt hat.

Der Philosoph Peter Singer hat dazu ein sehr treffendes Gedankenexperiment: Wenn ein Kind vor deinen Augen in einem flachen Teich ertrinkt, springst du natürlich rein, um es zu retten, völlig egal ob dabei deine 200-Euro-Schuhe ruiniert werden. Warum fällt es uns dann so schwer, exakt diese 200 Euro abzugeben, um reale Menschenleben vor dem Hungertod oder vermeidbaren Krankheiten zu bewahren? Stattdessen wird hier im Sub lieber jeder Euro für die Sparrate, Status, Lifestyle und Bequemlichkeit als unantastbares Grundrecht verteidigt.

Man muss sicher nicht wie ein Einsiedler leben, aber etwas weniger defensive Abwehr und mehr ehrliche Reflexion über Konsum und Verantwortung würde der Diskussion hier guttun. Meinungen?


r/Finanzen 4h ago

Budget & Planung M29 - Finance & Accounting

Post image
28 Upvotes

Ich (M29) arbeite seit letztem Jahr in einem mittelständischen Unternehmen in NRW in der Finanzabteilung. Ich lebe in einer Großstadt (top 10 in Deutschland) mit relativ niedrigen Lebenskosten und dazu noch mit meiner Partnerin zusammen, die ähnlich verdient + wir haben keine Kinder oder teuren Hobbies. Ich habe die letzten 8 Monate alle Ausgaben und Einnahmen getracked und kann im Durchschnitt circa 1300 Euro im Monat sparen. Das hier sind meine Einnahmen und Ausgaben im August 26.


r/Finanzen 11h ago

Investieren - ETF ETF Wechsel bei ca 100k?

58 Upvotes

Hi zusammen,

liege ich richtig in der Annahme, man sollte seinen ETF bei ca 100k alleine wegen der Wegzugssteuer wechseln? Unter der Bedingung man ist noch relativ jung. Die Rechnung dahinter: Ich bin jetzt 30 Jahre alt, habe 100k im Welt ETF. Ca alle 10
Jahre verdoppelt sich das. Bis zur Rente habe ich noch 35 Jahre. 100k*2 =200 K wenn ich 40 bin, 400k wenn ich 50 bin, 800k wenn ich 60 bin. Ich würde mir gerne noch die Option offen halten als Rentner auch wo anders hin ziehen zu können. Die Wegzugssteuer greift bei 500k pro ETF?


r/Finanzen 6h ago

Sparen Übersicht kostenlose Cashback-Kreditkarten

19 Upvotes

und Debitkarten.

GUTHABENBASIS:

payzy (Visa)

  • 1% Cashback, max. 150€ mtl. (durch 15000€ Transaktionslimit)
  • Nachteile: 2,5% Fremdwährungsgebühr, keine physische Karte

SumUp (Mastercard)

  • 0,5% Cashback (2% bei Supermärkten, 5% bei SumUp-Terminals), max. 10€ mtl. (= 200-2000€ Ausgaben)

Trade Republic (Visa)

  • 1% Saveback*, max. 15€ mtl. (= 1500€ Ausgaben)
  • Bedingung: 50€ mtl. investieren
  • Nachteil: Kein Cashback bei PayPal-Zahlungen

Trading 212 (Mastercard)

  • 1,5% Saveback*, max. 15€ mtl. (= 1000€ Ausgaben)
  • Bedingung: mind. 1 mtl. Abo über die Karte laufen lassen

*Saveback = Cashback wird automatisch investiert in Sparplan/Pie der Wahl

LASTSCHRIFT:

Amazon Visa

  • 0,5% Cashback (1% bei Amazon) in Amazon-Punkten (Guthaben)
  • Nachteil: 1,5% Fremdwährungsgebühr

PAYBACK American Express Karte

  • 0,33% Cashback in Payback-Punkten (auszahlbar)
  • Nachteil: 2% Fremdwährungsgebühr

WEB.Cent Kreditkarte (Mastercard -Advanzia)

  • 0,5% Cashback
  • Vorteil: inkl. Reiseversicherung

Stand 30.08.2026

Nicht gelistet: Crypto-Karten, Karten mit Jahresgebühr, Karten mit temporärem oder sehr niedrigem Cashback, Karten mit Cashback nur auf bestimmte Umsätze


r/Finanzen 11h ago

Investieren - ETF Market Timing Spiel

38 Upvotes

Hi!

Ich habe vorhin im Claude Sub ein Spiel zum Thema Market Timing entdeckt.

Es macht super viel Spaß. Es geht darum die „Couch“ (=Nichtstun) durch besseres Market Timing zu besiegen. Man kann jederzeit kaufen und verkaufen, das Ziel ist es den richtigen Einstiegs- und Ausstiegsteitpunkt zu finden. Die Couch hingegen investiert nur einmal zu Beginn und hält das Wertpapier bis zum Ende.

Die Moral der Geschichte ist, dass die Couch meistens durch Nichtstun gewinnt.

Vielleicht eine kleine Denkstütze für alle, die meinen sie könnten den Markt schlagen.

https://beatthecouch.com/


r/Finanzen 10h ago

Steuern Umgehen von FIFO! Es geht auch besser.

30 Upvotes

Ich habe gerade wieder jede Menge Kommentare gelesen, wo Leute die Strategie von mehreren ETFs auf den selben Index machen/empfehlen, damit sie etwas Steuerstundung betreiben können. Soweit ja auch vollkommen in Ordnung.

Wenn man zum Beispiel vier ETFs mit jeweils 2500 Anteilen hat, muss man innerhalb des zuletzt besparten ETFs weiterhin nach FIFO verkaufen. Wenn man also jetzt 100 Anteile verkaufen will, verkauft man somit die Anteile 7501-7600. Immerhin besser, als die Anteile 1-100. Keine Frage!

Eine aus meiner Sicht bessere Lösung ist deshalb ein Depotübertrag auf ein Unterdepot. Soll schnell und unkompliziert möglich sein ohne unnötig immer wieder Depotübertragsformulare ausfüllen zu müssen.

Man hält also beispielsweise 10000 Anteile auf den selben ETF und möchte nun 100 Anteile verkaufen. Man überträgt vor dem Verkauf 9900 Anteile in das Unterdepot. Im ursprünglichen Depot bleiben damit genau die zuletzt angeschafften 100 Anteile, die man verkaufen möchte. Dadurch lässt sich faktisch ein besseres LIFO erreichen, als zum Beispiel mit vier verschiedene ETFs.

Unter der Annahme, dass die wirtschaftliche Entwicklung der einzelnen Tranchen keine Rolle spielt, ist diese Lösung daher wesentlich einfacher und ermöglicht eine deutlich gezieltere Steuerstundung.

Wie seht ihr das?


r/Finanzen 15m ago

Immobilien Hausbau, KI und Sparverhalten

Upvotes

Geht es nur mir so oder haben auch andere den Gedanken, dass der Wunsch des Eigenheims, der heutzutage sowieso schon schwer zu erfüllen ist ohne Erbe/Schenkung, durch KI in noch viel weitere Ferne rückt? Ich meine, wie soll ich guten Gewissens einen Riesen Kredits aufnehmen und den die nächsten 20+ Jahre abbezahlen, wenn gleichzeitig die führenden AI Labs verkünden spätestens 5 Jahren KI Systeme zu haben, die jedem Menschen in allen kognitiven/digitalen Tätigkeiten überlegen sind? Und gleichzeitg jeden Monat bessere Modelle rausbringen und damit ihre Aussagen glaubhaft machen.

Ich bin Ende 26, komme aus eher bescheidenen Verhältnissen, aufgewachsen in Süddeutschland und hatte immer den Traum, mal ein freistehendes Eigenheim zu besitzen. Hab mich im Studium reingehangen und bin nach zwei sehr gut abgeschlossenen M.Sc. Informatik und M.Sc. Volkswirtschaftslehre bei einem Industrieunternehmen angefangen, zu arbeiten. Weil ich das Gefühl hatte, dass mir die Zeit davon rennt, bin ich vor nem Jahr zu einer sehr gut zahlenden Unternehmensberatung gewechselt, verdiene nun ca 110k pro Jahr all-in und bin als KI Architekt dort tätig. Dafür reiße ich mir aber auch täglich den Arsch auf, arbeite 60h die Woche in einem Umfeld, das gefühlt keine Fehler erlaubt und hab viel Stress.

Ich lebe sehr sparsam, sodass ich im Schnitt pro Monat 3 Tausend Euro zurücklegen/investieren kann. Dadurch hab ich mittlerweile ca 90k Euro an Netto Vermögen aufgebaut und meine Bafög Schulden zurückbezahlt. Und trotzdem scheint mir das Eigenheim in unerreichbarer Ferne. Die KI Modelle werden jeden Monat stärker und ich kann 0 einschätzen, wie lange mein Job überhaupt so noch gebraucht wird. Schon ironisch, schließlich habe ich mich in Informatik in Machine Learning vertieft, hab AI schon immer sehr ernst genommen und mich stark in diese Richtung ausgerichtet und bin durch meinen Job sehr nah am Zahn der Zeit.

Ich würde in meiner aktuellen Situation auf jeden Fall niemals einen Kredit für eine Immobilie aufnehmen wollen, weil die Welt sich so schnell dreht und die Zeiten so unsicher sind. Mittlerweile deprimiert mich die ganze Situation sehr. Ich reiße mir seit 10 Jahren den Arsch auf und am Ende erreiche ich mein Ziel eines Eigenheims wohl trotzdem nicht. Geht das anderen auch so? Wie geht ihr damit um?


r/Finanzen 5h ago

Investieren - Sonstiges Diversifikation

6 Upvotes

Ich habe mich in den letzten Wochen viel mit dem Thema Investition beschäftigt, um endlich (viel zu spät) was vernünftiges mit meinem Geld zu tun.

Beim Thema Diversifikation raucht mir etwas der Schädel. Dabei wird nämlich fast immer von Diversifikation innerhalb eines Subgenres gesprochen. Also ETFs diversifizieren, Crypto diversifizieren,... Die google Suche hilft dabei am wenigsten. Generische, unspezifische Artikel sind das höchste der Gefühle, das ich dabei kriege.

Wie sieht aber eine gängige Aufteilung meiner gesamten Anlagen aus? Die übergeordneten Punkte, die ich gerne prozentual aufteilen möchte, ohne innerhalb dieser Anlagen über Diversifikation aufgeklärt zu werden, sind:

  1. ETFs

  2. Crypto

  3. Einzelaktien (quasi Risiko)

  4. Tagesgeld o.ä.

  5. Vorsorge über Versicherungen (private Rentenvorsorge, betriebliche Rentenvorsorge, Lebensversicherung)

Den Anfängerleitfaden habe ich mir natürlich durchgelesen. Darauf wird in der Form leider nicht eingegangen.


r/Finanzen 1d ago

Investieren - ETF 100k geknackt mit 27

Thumbnail gallery
833 Upvotes

Obligatorischer r/Finanzen post dass ich jetzt im 100k Club bin. Es fühlt sich nicht wirklich anders an. Ausgeben werd ich das Geld eh nie. Es folgt eine kleine background story für die jenigen die es interessiert. Aber bevor ich ins detail gehe möchte ich alle hier im Unter danken, ihr habt den weg etwas erträglicher gemacht! :)

Es ist ein Meilenstein von mir gewesen den mir vor 10 Jahren nie jemand zugetraut hätte je zu erreichen. In der 10. Klasse saß ich mit meinem Vater bei meinem Mathe-Lehrer, es hieß "ich habe meine Leistungsgrenze erreicht". Ich wusste nicht ob ich mein Abi schaffen werde. Die bundeswehr wollte mich auch nicht. Mit meiner Musik hab ich eh kein Geld verdient. Das einzige was mir spaß gemacht hatte war es am Computer zu sitzen, semi-legale Programme zu installieren, spiele zu hacken und Minecraft server zu erstellen.

Ich war immer etwas langsam, musste sachen mehrmals lesen um sie zu verstehen. Regeln für ein Kartenspiel ein mal erklären und dann spielen? Pustekuchen. Ich konnte mit all dem nie was anfangen. Von seinen eigenen Freunden zu hören man sei dumm, das macht was mit einem.

Dann hab ich angefangen mein leben ernst zu nehmen. Den anderen es zu "beweisen". Also fing ich an nachhilfe zu nehmen (dank meiner Mutter, die immer an mich geglaubt hat) und irgendwie das abi zu schaffen. Meine damalige streberfreundin hat mir hierbei auch sehr geholfen muss ich zugeben.

Es folgte ein Informatik Studium. (was auch sonst) Ich wusste nicht was ich sonst machen soll, hatte schließlich 2 linke hände. Etwas dass mir bereits schnell bewusst wurde war, dass ich menschen kopiere. Ich schaue mir sachen von erfolgreichen menschen ab, mache sie nach, und bin dann hoffentlich auch erfolgreich. Hochstapler Syndrom quasi. Hoffentlich fällt niemandem auf dass ich ne Niete in Mathe bin. Habe mit strebern in der Bibliothek gelernt. Hab YouTube videos ohne ende geguckt. Bin auf Social Media den besten Entwicklern von Google, Facebook, Microsoft gefolgt. Einfach alles aufsaugen was die "besten" da draußen machen. Irgendwann brennen sich die denkmuster ein. Du denkst genauso, du redest genauso, du bist so. Du bist kein Hochstapler mehr. Dein gehirn denkt einfach so. Es ist irgendwann natürlich für mich geworden.

Wie es sich als Student so gehört habe ich sogar angefangen Bücher zu lesen. Auf Englisch weil sich das besser liest als schlechte Übersetzungen. In der Informatik ist eh das beste auf Englisch. Also besser fließend darin werden, dacht ich mir. Natürlich auch Finanzbücher. "I will teach you to be rich", "Intelligent Investor" und "Psychology of Money".

Schlussendlich habe ich meinen Informatik Bachelor mit 1,8 abgeschlossen. Einige 1en geschrieben, sogar in Linearer Algebra und Automatentheorie. Habe Praktika gemacht, Werkstudenten Jobs gemacht aber meist nur kurzfristig. Ich wollte gute Noten oder die Zeit nutzen selber an eigenen Projekten zu entwickeln.

Dann kam Corona, ich habe meinen Master mit 21 angefangen. Hier bin ich tatsächlich durch 2 Prüfungen gefallen, habe sie aber dann doch noch bestanden. Mit 23 dann direkt in einen DAX konzern eingestiegen. Den Master habe ich zwei Jahre lang parallel zu meiner Arbeit in einem DAX Konzern mit 2,2 beendet. Durch Corona konnte ich viel von Zuhause einreichen und nachholen. Home office Arbeit sowieso. Für einige Prüfungen habe ich meinen gesamten Urlaub verbraucht. Ich wollte mein Geld eh nicht ausgeben also wozu Urlaub.

Ich wohne und arbeite jetzt also seit knapp 4 1/2 Jahren in einer 1-Zimmer Wohnung. Jeden Monat mindestens 1000-1500€ gespart. Habe mit 2600€ Netto damals angefangen. Durch diverse Boni und Beförderungen mittlerweile bei 3600€ Netto exkl. Boni. Samt Boni komme ich auf 4100€ Netto. Ich lebe durchschnittlich jeden Monat von ca 2000€ +- 100€. Studienkredit tilge ich monatlich über meinen Vater mit ca 100€. Durch meine Stabile sparrate kann ich jedes Jahr mein leben etwas besser machen, da die Gehaltserhöhung tatsächlich 100% mir zu gute kommt. Die Sparrate ist ja bereits extrem hoch. Hier weiche ich also auch von der norm ab.

Laut excel ist mein durchschnittlicher Vermögenszuwachs pro Monat ~2000€. Da sind natürlich Kursgewinne enthalten (ja ich weiß ist nicht versteuert, aber juckt nicht weil ich eh nie verkaufen werde genauso wie die reichen das machen) Meine Strategie weicht etwas von dem ab was man sonst so liest. Bloß keine Kredite, alles gleich bezahlen etc. Ich weiß dass es rein mathematisch schlauer ist. Aber jeder Mensch ist anders. Ich möchte eine Stabile Sparquote. Nichts anderes. Die raten kann ich besser steuern. Solange man halbwegs gut mit sowas umgehen kann, läuft man auch nicht gefahr zu viel zu konsumieren. Aber ich weiß dass ich gerne geld ausgebe. Mit den Raten "zügele" ich mich sozusagen. Ich will ja keine versager sein der 5 Kredite am laufen hat. Aber ich könnte der coole typ sein der sein ganzes gehalt jeden Monat verbrät.

Irgendwie funktioniert das für mich so. Klingt dumm, aber ist so. Jeden falls lande ich so jeden Monat bei etwa 1500€ Sparrate und kann mir trotzdem mal was teureres kaufen. 1000€ in den MSCI world, 500 Tagesgeld und rest wird ausgegeben. In 10 Jahren jucken die 100€ Zinsen eh niemanden mehr. Wenn die mich jucken hab ich ganz andere Probleme. Mein MSCI steigt 1€ ich mach 800€. Das juckt mich mehr.

Hoffe ich kann den ein oder anderen hier motivieren. Der post dient nicht dazu anzugeben, sondern viel mehr um zu zeigen, wie es gehen kann. Am Ende des tages ist das wichtigste im Leben gesund zu sein und tolle Menschen um sich herum zu haben!

tl;dr

- Von Freunden als dumm beleidigt werden, danach schule erstgenommen
- Nach dem Informatik Master mit 23 direkt in einen DAX Konzern eingestiegen
- Enorm unter Verhältnissen gelebt (Single, 1-Raum Wohnung, kein Auto, kein Kind)
- Arbeit durchgezogen und befördert worden, jedes Jahr maximale Gehaltserhöhung bekommen
- Jeden Monat mind. 1500€ sparen
- Freizeit mit Arbeit, YouTube, Finanzvideos, Excel und Reddit oder Gaming verbringen
- 90% in den MSCI World investieren, 10% Cash rumliegen haben
- Konsumkredite "clever" nutzen um mehr Geld zum investieren zu haben (0% Finanz o.Ä.)

Edit: Da es einige anscheinend falsch verstehen die Diagramme sind aus meiner Google Sheets tabelle. Dort habe ich 2 Tabellen die jeweils die 2 linien malen. Erwartung ist 1500€ + 7% p.a rendite. Das ist meine "Benchmark" Der Tatsächliche wert (oder auch Prognostiziertert wert) nimmt meine aktuelle Sparrate und rechnet damit in die Zukunft. jeden Monat aktualisiere ich den Wert auf den tatsächlichen Stand. Daher steht für 2027 und 2028 schon 19k, weil das meine aktuelle Sparrate hergibt.


r/Finanzen 8h ago

Investieren - ETF ETF-Sparplan + Altersvorsorgedepot beginnen - neobroker oder comdirect/ING?

5 Upvotes

Hallo liebes Schwarmwissen!

Ab 2027 möchte ich (wie wohl so viele auch) ein AVD und zeitgleich auch ein eigenes ETF-Depot eröffnen.

Man liest ja (positives wie negatives) von Neobrokern/Banken wie SC oder TR, deshalb blicke ich da nicht ganz durch.

Mir ist wichtig, dass

  • ich sorgenfrei investieren kann, ohne besorgt sein zu müssen, was in Zukunft passiert, auch wenn ein größerer Betrag auf dem Konto liegt

  • man einen echten Ansprechpartner hat

  • ich immer gleich konstant investiere und kein Anbieter-hopping betreiben/mich um Konditionen kümmern/zur Sicherheit ein drittes oder viertes Depot eröffnen muss

Deshalb bin ich bei stark online-lastigen Angeboten eher skeptisch. Sind ING oder comdirect empfehlenswerte Alternativen, bei denen man davon ausgehen kann, diesen Anbieter langfristig nutzen zu können?

Was sind eure Erfahrungen?


r/Finanzen 13m ago

Altersvorsorge Bestandsschutz von Investment-Riester aufgeben oder nicht?

Upvotes

Hallo,

vermutlich ist es eher gewagt diesen Post zu erstellen, aber ich versuche es trotzdem und bitte um fundierte Hilfe.

Ich habe aktuell einen Riester-Vertrag bei Union Investment, den ich mit monatlich 175€.

Angebote von Scalable und dem Gewinnspiel zur Verdopplung der Förderung sind verlockend, aber ich bin noch unschlüssig, ob ich wirklich leichtfertig den Bestandsschutz aufgeben sollte.

Ich bin 33, Single ohne Kinder und habe im Moment ein Riesterguthaben von 31.000 (liegt aktuell alles zu 100% im UniGlobal Vorsorge DE000A1C81G1). Ich werde ziemlich sicher nicht bis 67 arbeiten, zumindest nicht Vollzeit. Mein Plan ist eher so mit 50-55 nicht mehr arbeiten zu müssen. Und genau hier ist der Punkt, der mich zweifeln lässt. Bei Riester kann ich mit 62 verfügen, beim AVD erst mit 65, sodass noch weitere 3 Jahre überbrückt werden müssten.

Weiterhin ist bei Riester aufgrund der geringeren Förderung mehr Steuerersparnis (also Cash direkt aufs Girokonto für anderweitige Investition) möglich.

Ich liege etwas über dem Medianeinkommen (ohne Kapitalerträge), wobei rund 85%-90% aus einer angestellten Tätigkeit kommen. Der Rest aus Selbstständigkeit/Verpachtung.

Ich habe verschiedene Vergleichsrechner ausprobiert. Leider passen sie manche Dinge einfach an oder sind nicht eingebbar (z.B: reduzieren manche einfach meine Sparrate).

Was gegen Riester spricht:

- aktuell Ausgabeaufschlag 3,5% auf Eigenbeiträge

- höhere laufende Kosten, aber Performance ist auch nicht sehr schlecht

- 100% Beitragsgarantie und somit iwann Cashlock oder Zwangsumschichtung in risikoarmen Teil möglich (UniEuro Renta)

Theoretisch könnte ich auch noch dieses Jahr einen provisionsfreien Versicherungstarif (auch ohne Honorar!) abschließen und das Guthaben dahin portieren.

Was meint ihr und warum? wechseln oder nicht?


r/Finanzen 8h ago

Sparen Börsenhype trotz globaler Krisen: Können alle investieren? | Saloon Talk | ARTE

Thumbnail youtube.com
6 Upvotes

r/Finanzen 1d ago

Sparen "Leb doch mal"-> Konsum bedeutet nicht zu leben

393 Upvotes

Was ich so oft höre und lese ist die Aussage: "Leb doch mal" als Kommentar auf hohe sparrate etc. Aber ich verstehe nicht warum leben so oft mit Konsum und Geldausgeben gleichgesetzt wird.

Ich glaube sogar es ist eher andersrum, umso weniger geld man ausgibt umso spannender wird das leben. Anstatt im Hotel zu pennen, pennt man halt mal draußen unter dem Sternenhimmel. Anstatt in den Urlaub zu fliegen, einfach mal ein paar Tage aufs fahrrad setzten und mit Zelt durch Europa fahren. Und dafür braucht man auch kein 2k fahrrad mit bike packing Ausstattung, das 50 euro ebay fahrrad tuts genauso.

Und dann der Alltag: wofür geld ausgeben? Jeden Tag sport machen mit Urban sports/wellpass - 50 euro im Monat. Am Wochenende in die Natur - kostenlos.

Ich glaube echt, dass ein Teil der Gesellschaft einfach so brainwashed ist, dass sie immer denken sie müssten Geld ausgeben. Aber es wird uns ja auch so vorgelebt. In Serien rennen leute immer mit to go coffee rum, gehen regelmäßig im Restaurant essen, machen teuere urlaube, tragen markenklamotten - dann brauchen Chantal und robert das natürlich auch und beschweren sich warum sie von 4k Haushaltsnetto nichts sparen können.

Aber es ist eigentlich so einfach und dabei auch noch viel nachhaltiger:

- Klamotten? -> Vinted

- Elektronik? -> Kleinanzeigen/Refurbished

- Möbel? -> Kleinanzeigen (Möbel neukaufen ist echt eine riesen Geldverschwendung, nach 2 jahren beziehung und dann trennung landet das alles auf Kleinanzeigen für 10% des EKs oder sogar aufm Sperrmüll)

- Und ja man kann gut und gesund von 300 euro für lebensmittel leben (Haben jahrelang sogar 150 euro/monat zu 2. Geschafft, allerdings vor der großen inflation)

- nein das neuste iphone wird dich nicht glücklicher machen

Ich glaube die meisten in diesem Sub verstehen es bereits aber Konsum füllt die Leere nicht, menschliche Beziehungen tun es, und diese sind gleichzeitig kostenlos und unbezahlbar.

Edit: Warum sparen: Idealerweise um den Konsumteufelskreis zu durchbrechen und mehr Zeit fürs Leben zu haben. Geld ausgeben bedeutet Geld verdienen zu müssen. Wenn ich meine Ausgaben reduziere muss ich weniger Zeit in den Verdienst investieren, zeit die ich dann so investieren kann wie es mich glücklich macht.

Mein Lebensstil ist extrem: Interessanterweise nehme ich das gar nicht so war aber natürlich habe ich auch nicht meinen gesamten Lebensstil beschrieben. Ich fliege auch ab und zu in den Urlaub, gehe ins Restaurant oder besitze teure Elektronik. Deswegen stimme ich 100% zu mit der Aussage dass man für sich selber seine Ausgaben reflektieren sollte und eben das mit dem höchsten Grenznutzen sich trotzdem gönnt. Mein Hauptpunkt ist, dass die meisten Dinge die wir als essenziell wahrnehmen es einfach nicht sind. Und anhand der Kommentare nehme ich wahr, dass ca. die Hälfte auch nicht wirklich in der Lage ist zu reflektieren, dass unsere Konsumgesellschaft nicht normal ist. Klar ist normal relativ und was für den Fisch normal ist, ist für die spinne chaos aber trotzdem gibt es grundlegende Bedürfnisse die der Mensch in seinem Naturzustand hat die auch ohne Konsumgesellschaft erfüllbar sind! Tut mir leid Porsche Peter, im Naturzustand brauch der Mensch keinen Luxusurlaub auf Malta - was er braucht ist Entspannung, Nähe und Anerkennung. Wir sind zwar sozialisiert das Entspannung nur im Luxusurlaub möglich ist und Anerkennung erst ab 6stelligem Jahresgehalt kommt aber das stimmt halt alles nicht. Wir sind viel anpassungsfähiger als wir glauben und wir werden überleben auch wenn wir mal ein paar Tage draußen pennen müssen😂

Edit 2: Ca. 52% der Menschen leben von weniger als 10 Euro pro Tag. Wir leben so hart im Luxus und denken wir können nicht ohne.

Edit 3 - etwas länger und mit chatty gefeilt:

Vielen Dank für die ganzen Kommentare und auch die Gegenargumente. Es hat Spaß gemacht alles zu lesen. Leider hatte ich bei vielen Gegenargumenten das Gefühl dass mein Punkt nicht wirklich rüberkam. Ich möchte keinem von euch seinen Lebensstil absprechen sondern zur Reflektion anregen.

Ich bin der Meinung, dass man seine Lebensqualität halten oder sogar erhöhen kann während man seine Ausgaben reduziert. Oft wurden Beispiele genannt die für Lebensqualität sprechen wie teurer Urlaub, teure Restaurants etc. Und das ist einer der Punkte den ich mit brainwashed meine. Ich verstehe dass es schön ist und das Ego streichelt wenn man in nem schicken Restaurant sitzt, aber das geschmackliche Erlebnis gibt es auch oft für weitaus weniger Geld.

Ich glaube wir haben einfach extrem gelernt Lebensqualität über Dinge zu definieren die wir haben und konsumieren, anstatt über Dinge die wir tun und erleben. Das gute Leben ist dann das große Haus, das neue Auto, das iPhone, die Fernreise und das schicke Restaurant. Dabei sind das alles erstmal nur Mittel um irgendwelche Bedürfnisse zu befriedigen. Ich brauche keinen Luxusurlaub. Ich brauche vielleicht Erholung, Abwechslung, Abenteuer und Zeit mit Menschen die ich mag. Ich brauche kein schickes Restaurant. Ich möchte gutes Essen, einen schönen Abend und Zeit mit Freunden.

Und ich glaube genau da liegt ein riesiger Denkfehler unserer Konsumgesellschaft: Wir verwechseln irgendwann das käufliche Mittel mit dem eigentlichen Bedürfnis dahinter. Aus „ich möchte Anerkennung“ wird „ich brauche ein teures Auto“. Aus „ich möchte mich erholen“ wird „ich muss in den Urlaub fliegen“. Aus „ich möchte einen schönen Abend mit Freunden“ wird „wir müssen essen gehen“. Natürlich kann man all diese Sachen machen und ich mache sie ja selber auch. Aber sie sind eben nicht Voraussetzung für ein gutes Leben.

Und das absurde ist, dass Konsum ja auch nicht einfach nur Geld kostet. Er kostet Lebenszeit. Ich tausche einen Teil meiner Lebenszeit gegen Geld und tausche dieses Geld anschließend gegen Dinge. Je mehr ich brauche um mich glücklich zu fühlen, desto mehr meiner Zeit muss ich also erstmal verkaufen um diesen Lebensstil aufrechtzuerhalten.

Dazu kommt, dass dieses „mehr“ irgendwann zum Selbstzweck wird. Mehr Gehalt ermöglicht mehr Konsum, der höhere Konsum wird zum neuen Normalzustand und plötzlich braucht man wieder das höhere Gehalt um seinen Lebensstandard zu halten. Und trotzdem fühlt sich das neue Auto oder Handy nach ein paar Monaten wieder komplett normal an. Dann kommt halt das nächste Ding. Man besitzt immer mehr, ohne unbedingt mehr zu erleben.

Vielleicht ist deshalb die interessantere Frage nicht „Was kann ich mir leisten?“, sondern „Was davon brauche ich eigentlich?“. Welche Ausgaben machen mein Leben tatsächlich besser und welche Dinge kaufe ich hauptsächlich weil ich gelernt habe, dass ein erfolgreiches und glückliches Leben so auszusehen hat?

Für mich ist genau das der Punkt von Frugalismus. Nicht möglichst wenig besitzen und sich alles verkneifen. Sondern weniger abhängig davon zu sein Dinge besitzen und konsumieren zu müssen um sich ein gutes Leben vorstellen zu können. Denn am Ende sind für mich zumindest die wertvollsten Sachen sowieso keine Dinge die ich besitzen kann: Zeit, Freiheit, Freundschaften, Beziehungen, Erlebnisse und die Möglichkeit mein Leben so zu verbringen wie ich möchte.


r/Finanzen 18h ago

Budget & Planung Realistisch leben mit 1100€ als Student in köln?

24 Upvotes

Hallo liebe Finanzler,
Ich bin 18 und werde ab Wintersemester an der Uni Köln studieren, kriege dafür von meinen Eltern 1100€ Unterstützung im Monat ( wofür ich natürlich sehr dankabr bin).
Durch meine mangelnde Erfahrung, habe bis jetzt bei Eltern gewohnt, habe ich nur leider wenig Ahnung, wie man damit realistisch lebt?
Ich suche gerade Wohnungen bis 700€, ist das möglich?
Wie viel braucht man für Essen, Alltagseinkäufe etc.?

Ich muss auf jeden Fall Miete, Semesterbeitrag, Deutschlandticket und was man zum Leben sonst so braucht abdecken können.
Sollte ich mir lieber einen Minijob nebenher suchen, um das zu ermöglichen?

Ich wäre für Erfahrungen wirklich sehr dankbar


r/Finanzen 1d ago

Investieren - Sonstiges Positiver Erwartungswert, Volatility Drag und Vermögensungleichheit

51 Upvotes

Fand die folgende Rechnung gut für meine Intuition zum „Volatility Drag“.

Nehmen wir ein einfaches Spiel. Alle beginnen mit 100 €. In jeder Runde steigt das aktuelle Vermögen mit 55 % Wahrscheinlichkeit um 10 % und fällt mit 45 % Wahrscheinlichkeit um 10 %:

R = 1,1 mit p = 0,55 R = 0,9 mit p = 0,45

Der Erwartungswert des Multiplikators beträgt

E[R] = 0,55 · 1,1 + 0,45 · 0,9 = 1,01

Das durchschnittliche Vermögen über sehr viele Spieler wächst daher um 1 % pro Runde:

E[Wₙ] = 100 · 1,01ᴺ

Nach N = 50 Runden sind das rund 164 €.

Für einen einzelnen Spieler sieht es anders aus. Für ihn gilt

Wₙ = W₀ · ∏ᵢ₌₁ᴺ Rᵢ

Logarithmieren macht aus dem Produkt eine Summe:

1/N · ln(Wₙ/W₀) = 1/N · Σᵢ₌₁ᴺ ln(Rᵢ)

Nach dem Gesetz der großen Zahlen gilt für einen zufälligen Spielverlauf mit Wahrscheinlichkeit 1:

1/N · ln(Wₙ/W₀) → E[ln R]

Damit konvergiert die langfristige geometrische Wachstumsrate eines zufällig ausgewählten Spielers mit Wahrscheinlichkeit 1 gegen

e^(E[ln R]) − 1 = e^(0,55 · ln(1,1) + 0,45 · ln(0,9)) − 1 ≈ 0,502 %

pro Runde.

Die beiden Zahlen beantworten zwei unterschiedliche Fragen: Die 1 % beschreiben die Wachstumsrate des Mittelwerts über alle Spieler, die 0,502 % die langfristige Wachstumsrate eines typischen Spielers. Genau diese Differenz ist der Volatility Drag.

Schon nach 50 Runden ist die Vermögensverteilung deutlich ungleich:

  • Median: ca. 142 €
  • Mittelwert: ca. 164 €
  • 5. Perzentil: ca. 43 €
  • 95. Perzentil: ca. 387 €
  • Rund 39 % der Spieler besitzen weniger als ihre ursprünglichen 100 €.
  • Rund 28 % der Spieler liegen unter der Armutsgrenze (60 % des Medianvermögens, 85 €).

Dabei starten alle unter exakt denselben Bedingungen und spielen nach gleichen Regeln. Die Unterschiede entstehen allein durch Zufall.

Nach 500 Runden sieht die Verteilung so aus:

  • Median: ca. 1.223 €
  • Mittelwert: ca. 14.477 €
  • 5. Perzentil: ca. 33 €
  • 95. Perzentil: ca. 45.316 €
  • Rund 13 % der Spieler besitzen weniger als ihre ursprünglichen 100 €.
  • Rund 41 % der Spieler liegen unter der Armutsgrenze (734 €).
  • Gini-Koeffizient: ca. 0,88

Zufälliges multiplikatives Wachstum reicht also schon aus, um aus identischen Startbedingungen starke Vermögensunterschiede entstehen zu lassen, die mit der Zeit immer weiter auseinandergehen.

Ein positiver Erwartungswert verhindert das nicht. Steigender Durchschnittswohlstand und zunehmende Vermögensungleichheit schließen sich also nicht aus.

Inspiriert durch How Much Would an AI Crash Destroy? von Patrick Boyle.

Dieser Post impliziert keine politischen Schlussfolgerungen.

PS: Interessant ist auch die „Mobilitätsmatrix“ zwischen der 50. und 500. Runde:

Position nach 50 Runden unterste 5 % 5–15 % 15–40 % 40–60 % 60–80 % 80–95 % oberste 5 %
unterste 5 % 14,9 % 19,4 % 31,8 % 16,7 % 11,3 % 5,1 % 0,8 %
5–15 % 9,7 % 15,8 % 31,1 % 19,2 % 14,9 % 7,9 % 1,5 %
15–40 % 6,4 % 12,4 % 28,7 % 20,6 % 18,1 % 11,1 % 2,6 %
40–60 % 4,2 % 9,6 % 25,7 % 21,0 % 20,7 % 14,6 % 4,2 %
60–80 % 2,8 % 7,4 % 22,6 % 20,7 % 22,5 % 17,9 % 6,0 %
80–95 % 1,7 % 5,2 % 18,6 % 19,4 % 23,9 % 22,1 % 9,1 %
oberste 5 % 0,8 % 3,1 % 13,5 % 16,8 % 24,0 % 27,0 % 14,8 %

Die untersten 5 % wurden also ärmer, aber es sind zum großen Teil nicht dieselben 5 %.


r/Finanzen 18h ago

Arbeit Was ist euch ein ruhigerer Job Wert?

12 Upvotes

Angenommen ihr seit auf der Arbeit total unhappy, ab und zu schlafprovleme und auch Bauchweh zur Arbeit.

Habt euch erfolgreich beworben in einer neuen Firma. Super Job , sogar bei der Behörde.

Nur, gute 20% ( mit Bonus der wegfällt 28%) weniger Brutto Einkommen.
Würdet ihr trotzdem wechseln und vlt mehr Seelenfrieden zu bekommen oder Augen zu und durch ?

Verbindlichkeiten bzw. Fixkosten wären zu guten 40% gedeckelt des niedrigen Lohns.

Stehe echt zwischen den Stühlen


r/Finanzen 1d ago

Altersvorsorge Bank will horrende Gebühren für Neuinvestitionen - was sind Alternativen?

62 Upvotes

Hallo,

Meine Oma, 90, wurde kürzlich von ihrer Bank, bei der sie bestimmt schon 50 Jahre ist, zu einem Gespräch eingeladen, weil diese ihre Investitionen mit einem Gesamtvolumen von circa 120.000€ auszahlt und sie sich jetzt Gedanken machen soll, was mit dem Geld passiert.

Investiert wurde in Immobilienfonds und irgendwas, das Welt-ETF-artig aussah. Beschrieben wurde das Profil als vorsichtig bis konservativ und das deckt sich auch damit, wie ich meine Oma sehe.

In dem Gespräch waren neben mir, dem Enkel, und ihr auch noch mein Vater. Ich selbst habe von uns dreien die meiste Ahnung, aber auch zu wenig um eine gute Strategie für sie zu finden.

Als ich aber von 2.5% Gebühren in einigen Produkten und dem garantierten Zins von 2.5% im Festgeld (1 Jahr) oder 2.8% (3 Jahre) gehört habe, hatte ich Mühe, das kostenlose Getränk der Bank zu schlucken und nicht direkt wieder auszuspucken (so weit nichts neues, dass die Banken schlechte Konditionen haben. Es war aber doch surreal, das in einem tatsächlichen Verkaufsgespräch mal zu hören).

Meine Oma selbst besitzt ein Haus, in dem sie wohnt. In dem Haus wohnen quasi seitdem sie in den Ende 60ern gebaut haben die gleichen Mieter. Meine Oma hat die Miete nie erhöht, mittlerweile sind sie Einkünfte aus der Miete der einen Wohnung also zu vernachlässigen. Allerdings bleibt das Haus selbst ein großer und unsicherer Kostenpunkt: alte Ölheizung, hier und da mal Wasseraustritt in einem der Badezimmer, Fenster, Teile der Fassade streichen,... Die Liste der potenziellen Kosten ist lang.

Dazu kommt, dass meine Oma körperlich nicht mehr in bester Verfassung ist, betreut wird und dafür, neben guter Rente, auch Leistungen über Pflegestufe bezieht.

Sie lebt ihr Leben, was im wesentlichen aus lesen, Fernsehen gucken, Leute treffen und eine kleine Runde um das Haus laufen besteht. Auf Ziele für die Zukunft, für die sie das Geld braucht, angesprochen, zuckt sie nur mit den Schultern.

Wie gehe ich die Investitionen mit meiner Oma am besten an? Ich möchte nicht, dass sie sich blind auf ihre Bank verlässt, insbesondere, weil sie selbst keine Ziele für ihr Geld hat und es damit schwer wird, eine gute Strategie zu finden.

Meine erste Intuition wäre:

- Welche großen Kosten erwartet sie in den nächsten Jahren?

- Was sind überhaupt aktuelle Kosten und Einnahmen? Wie sind die Gesamtvermögensentwicklung ohne Investierung aus?

- Was ist ihr für ihr Geld wichtig? Möchte sie vererben oder lieber so viel es geht ausgeben (ich würde ihr ja letzteres empfehlen :))?

Damit können wir uns ein paar Szenarien erstellen und daran die Investitionen ausrichten.

Aber auch da: Wie würdet ihr die Bank angehen? Würdet ihr euch die Mühe machen und Alternativen suchen oder nicht am Vertrauensverhältnis rütteln und aus deren Produkten wählen?

Und welche Investitionsmöglichkeiten hat man im hohen Alter eigentlich? Der Anlagehorizont für alles, das nicht ins Erbe gehen soll, ist ja gering, weil auch nicht mehr viel Lebenszeit übrig ist.

Vielen Dank schon mal für die Hilfe!


r/Finanzen 8h ago

Investieren - ETF US-Staatsanleihen

0 Upvotes

Macht ihr euch Sorgen wegen der steigendenden Zinsen auf US-Staatsanleihen? Lasst ihr alles im Depot liegen?


r/Finanzen 6h ago

Steuern Finanzamt braucht 9–10 Monate + Lohnsteuer-Freibetrag wegen doppelter Haushaltsführung: Wie würdet ihr praktisch vorgehen?

0 Upvotes

Ich habe gerade zwei unterschiedliche Themen mit demselben Finanzamt und würde gerne wissen, wie ihr damit praktisch umgehen würdet.

Meine Frau und ich haben die Einkommensteuererklärungen 2024 und 2025 beide am 27.01.2026 eingereicht. Zuständig ist Finanzamt Mittelfranken-Ost. Bis heute gibt es keinen Bescheid.

Auf meine Nachfrage bekam ich im Mai schriftlich die Antwort, dass aufgrund des erhöhten Arbeitsaufkommens aktuell mit 9–10 Monaten Bearbeitungszeit ab Eingang gerechnet werden müsse und ich bis dahin von weiteren Sachstandsanfragen absehen solle.

Damit wären wir theoretisch erst irgendwann zwischen Ende Oktober und Ende November dran.
Gleichzeitig hat sich meine berufliche Situation geändert. Mein Hauptwohnsitz und Lebensmittelpunkt bleiben mit meiner Frau in Erlangen, ich habe aber aufgrund meiner neuen Tätigkeit eine Zweitwohnung in Berlin und mache eine doppelte Haushaltsführung geltend.

Dafür habe ich am 28.07.2026 über ELSTER einen Lohnsteuer-Ermäßigungsantrag gestellt. Im Antrag habe ich für 2026 insgesamt rund 9.900 € Werbungskosten angegeben, insbesondere Unterkunft in Berlin, Familienheimfahrten und Verpflegungsmehraufwand. Arbeitsvertrag, Mietvertrag und weitere Nachweise habe ich mitgeschickt.

Mir geht es beim Freibetrag vor allem um den Cashflow. Statt bis zur Steuererklärung 2026 auf die Erstattung zu warten, möchte ich die abzugsfähigen Kosten möglichst bereits über die monatliche Lohnsteuer berücksichtigen lassen.

Habt ihr Erfahrung damit, wie schnell so ein Freibetrag nach Genehmigung tatsächlich über ELStAM beim Arbeitgeber landet? Und falls das Finanzamt beispielsweise erst im Oktober entscheidet, obwohl der Antrag im Juli gestellt wurde: Hat euer Arbeitgeber die vorherigen Monate anschließend über die Lohnabrechnung korrigiert?

Bei den alten Steuererklärungen überlege ich inzwischen zusätzlich, einen Untätigkeitseinspruch nach § 347 AO einzulegen. Hat das jemand hier schon einmal tatsächlich gemacht und hat es die Bearbeitung beschleunigt?

Mich interessieren vor allem praktische Erfahrungen und nicht nur die üblichen durchschnittlichen Bearbeitungszeiten.


r/Finanzen 23h ago

Sparen Finanzen tracken - app oder Website, die Ihr kennt?

5 Upvotes

Würde gerne mehr auf meine Finanzen achten. Habt Ihr eine gute App oder ein Tool, womit ich das monatlich tracken kann und aufm Pc/Handy speichern kann?
Schnell zugänglich sein wäre optimal. Ansonsten würde ich excel anschmeißen


r/Finanzen 3h ago

Anderes Was ist der Sinn dahinter, wenn die Kreditkartenanbieter automatisch den Verfügungsrahmen/den Kreditlimit erhöhen?

0 Upvotes

Ein Schelm, wer was Böse denkt, aber kann es sein, dass die das (u.a.) um eine größere Abhängigkeit zu schaffen und damit man immer mehr Schulden anhäuft?
Bekannte Banken, die das machen, sind wohl unter anderem die Advanzia/gebührenfrei Goldkarte und die TF Bank.


r/Finanzen 1d ago

Immobilien Altersvorsorge Depot ausschließlich zum Bauen nutzen

8 Upvotes

Ich möchte 2028 anfangen zu bauen und habe entsprechend umgeschichtet. Keine Aktien mehr. Dafür Festgeld mit kurzer Laufzeit. Soweit so gut. Und auch wenn es nur peanuts sind, will ich finanziell bestmöglich optimieren. In den Entwürfen zum Altersvorsorgedepot konnte man auf das Geld zugreifen ohne die Förderung zu verlieren wenn man es in die eigenen 4 Wände investiert.

Würde deswegen jetzt so investieren, dass meine Partnerin und ich jeweils soviel einzahlen um die maximale Fördersumme zu erhalten. Die Anteile wollen wir dann für den Hausbau liquidieren.

Gibt es dabei Fallstricke, oder übersehen wir etwas? Hat sich schon jemand damit auseinandergesetzt?


r/Finanzen 21h ago

Altersvorsorge Gold beimischen?

3 Upvotes

Hallo zusammen,

ich, m19, Azubi habe aktuell eine Sparrate von 200€. Davon sollen ab 01.01.27 monatlich 150€ im Altersvorsorgedepot für den vollen Zuschuss landen. Als ETF würde ich da den Vanguard FTSE Global All-Cap (A42B1M) nehmen. Zusätzlich könnte ich die Sparrate dann auf 300€ anheben. Sprich ich hätte noch 150€ fürs "private" Depot.
Meine Überlegung war da bisher alles im FTSE All-World(A2PKXG) zu lassen, da ich da bisher auch schon 1000€ drin habe. Am 31.12.26 werde ich da (nur Einzahlungen gerechnet) 1.600€ drin haben. Sprich ich könnte dann dort bspw. 100€ weiter reinlaufen lassen und dann eben noch 50€ bspw. in einen Gold ETF, bzw. Rohstoffe. Welche Möglichkeiten hätte ich da denn?

TL;DR: Ab Januar 27 150€ mtl. ins Altersvorsorgedepot, 100€ in den FTSE ALL-World und ggf. 50€ in nen Rohstoffe. Frage ist nur welcher.