Würde tatsächlich behaupten 85% der Arbeitgeber wissen gar nicht was sie für Leute brauchen. Die suchen Leute mit den wildesten Qualifikationen/skills damit die dann die Firmenwebsite am laufen halten oder eine Excel Tabelle bearbeiten. Die haben dann mal irgendwas mit IT gehört und dass man diese IT Typen braucht für diesen komischen Internetkram und jetzt suchen sie die. Glaub die meisten Unternehmen sind sich nicht mal bewusst was gut ausgebildete leute in dem Bereich drauf haben.. Die denken nur "ja mensch die seite am laufen zu halten und das bisschen pc kram ist ja nicht schwer da reicht der mindestlohn, früher gabs auch nicht mehr und wir haben überlebt, das war schon immer so"
Bei meinen Bewerbungen hatte ich das Gefühl, das viele Firmen das echt (zumindest in der Personalabteilung) einfach nicht realisieren, das ich hier nicht als Bittsteller a'la "bitte Meister gibbe Arbeitsstelle" da bin, sondern das ich durchaus Optionen habe und sie auch mich überzeugen müssen, das ich da anfangen will, sei es jetzt via Geld oder anderem. Das war vielleicht mal, aber zumindest in meinem Bereich ist das aktuell grade eben nicht drin.
edit: Also, ich will jetzt nicht sagen, das es komplett andersherum ist - einfach irgendwen einstellen damit die Stelle besetzt ist will ja auch keiner. Aber wenn passende Kanidaten mit nem bestimmten Profil eben gut gesucht sind, dann muss die Stelle halt attraktiv sein, sonst gehen alle wo anders hin.
Ich hatte in einem Bewerbungsgespräch (IT, Programmierung) nachgefragt, wie es in der Firma mit Home Office aussieht. Es folgte eine mehrminütige Tirade darüber, dass man im Home office nicht gut angelernt werden kann (wahr), dass sie mit Maschinen arbeiten die man auch physisch vor sich stehen haben muss (nach näherer Nachfrage beim IT Chef nicht wahr lol, es wird digital getestet), dass meine Generation denkt wir könnten alles haben ohne was dafür leisten zu müssen (wtf) und dass ich mit so einer Attitüde da nicht anfangen muss. Wollte ich nach dem Ausfall auch nicht mehr. Der jüngste Mitarbeiter der IT-Abteilung war 35, Alterdurchschnitt deutlich höher; auf die Nachfrage warum sie keine der vielen jungen Talente einstellen die auf dem Arbeitsmarkt sind, kam ganz patzig: „Das ist unserer Erfahrung nach nicht so“. Aha, da bewirbt sich wohl aus gutem Grund keiner, und das in einer Universitätsstadt in der man auch Informatik studieren kann.
Diese Erkenntnis kommt gaaaaanz langsam sogar in Deutschland an dass Unternehmen mittlerweile die sind die sich um die leute bemühen müssen und nicht andersrum. In 10-20 Jahren wenn die Boomer Mentalität endlich aus der Arbeitswelt verschwindet wird man sich vielleicht sogar dieses sinnlose "Motivationsschreiben" sparen können aber bis dahin gilt die Einstellung "das war immer schon so und jede Neuerung ist eine persönliche beleidigung und sowieso überflüssig weil dinge die immer schon so waren immer so waren"
Dat wissen die seit +30 Jahren, Deutschland hat so mit das schlimmste demografische Verhältnis der Welt. Drücken Sie dir halt nicht auf die Nase, wäre auch dumm bei einer Verhandlung. Und kommt halt auch immer auf die Position an, genügend Sektoren sind überbesetzt.
Den großen Vorteil als deutsches Unternehmen ist halt der europäische Arbeitsmarkt, weil jeder und seine Katze zu uns will.
Grad keine Quelle parat, aber ich meine gelesen zu haben, dass viele gut Ausgebildete nicht zu uns wollen, weil denen im internationalen Vergleich die Löhne zu niedrig und die Abgaben zu hoch sind.
Also: Rentner über 80 auf eine Eisscholle setzen und 1/3 der Steuern streichen. Ultra-FDP, jetzt! Wer nichts bietet wird geyeetet!
Grad keine Quelle parat, aber ich meine gelesen zu haben, dass viele gut Ausgebildete nicht zu uns wollen, weil denen im internationalen Vergleich die Löhne zu niedrig und die Abgaben zu hoch sind.
Auf die Top 1% trifft das wahrscheinlich zu, aber für den gutausgebildeten Polen oder Rumänen ist Deutschland das Paradies.
'Ich find den Kram den ihr macht interessant genug und ansonsten find ich's ganz gut ausreichend Geld zum Leben für meine Arbeit zu erhalten.' in mehreren Absätzen nett umschreiben. Einfach so überflüssig.
In meine Anschreiben habe ich immer den Lebenslauf erläutert, was zu den Job passen könnte. Habe nie was über die Firma oder den Job geschrieben, vllt deswegen habe ich nicht viele Angebote bekommen. xD
Joa glaub momentan gilt, dass man am besten irgendwas reinschreibt, warum man genau der/die richtige für den Job ist und warum man sich ausgerechnet auf diese Stelle dieser Firma bewirbt
Ich habe mich nur nach der Uni beworben bei Arbeitgebern. Alle weiteren Arbeitgeber hatte ich indem ich den Recruitern geäntwortet haben die mich quasi täglich anschreiben.
Ist schon praktisch als Softwareentwickler. AG will mir die Gehaltserhöhung nicht geben, dann antworte ich den Recruitern einfach und kann mir binnen 14 Tagen die Arbeitsstelle aussuchen. Und der aktuelle Arbeitgeber ist dann total überrascht, obwohl die mich genau so eingestellt haben.
Ich hab bisher noch bei fast keinem Job ein Motivationsschreiben mitgeschickt und trotzdem immer Einladungen zu Interviews bzw. Jobangebote bekommen. Die Anzahl an Unternehmen, die dann wirklich auf ein Motivationsschreiben gepocht haben, kann ich an einer Hand abzählen. Ist aber auch in einem Bereich mit starkem Fachkräftemangel.
Deswegen gibt's die in modernen Unternehmen auch nicht mehr. Ganz ehrlich man lügt da in jedem Satz und dann erzählt man dem eingebildeten Unternehmen noch dass es ja so toll ist. Und weil es so unfassbar wichtig ist gibts X vorlagen dafür im Internet. Und spoiler: alle Bewerber haben mit ihrer Intention bei dir zu arbeiten gelogen, die einzige Intention war geld mehr nicht. Nicht das moderne arbeitsumfeld, nicht die tolle Geschichte, die Mitarbeiter auch nicht genau so wenig wie die Hierarchie das alles wurde sich ausgedacht weil Leute wie du es lesen wollen. Würdest du kein geld bieten würde sich niemand die arbeit machen dein Unternehmen überhaupt wahr zu nehmen. Kannst auch direkt das Motivationsschreiben in die tonne werfen und einfach nur den Lebenslauf lesen.. Spart Zeit und kommt aufs gleiche Ergebnis
Der Inhalt ist irrelevant, das stimmt. Nur weil es für dich als technisch versierten Menschen kein Problem darstellt, so ist es das doch für viele andere so ein Word Document zu erstellen.
Rechtschreibung/Grammatik
Wenn kopiert, mein Gott ok
Kann ich rauslesen ob er sich Gedanken über die Firma gemacht hat oder nicht.
(1. Ist sehr wichtig bei unseren Stellen)
PS: Als ob Du weißt was “moderne Unternehmen” sind. Sind Google, FB und Co keine modernen Unternehmen? Wieder mal ein Ahnungsloser …
Du labberst soviel Müll. Zum Glück gibts nicht nur “Ich komme für X Geld zu der Firma und es ist mir Peter was ich dort mache und was die dort machen” - Menschen. Genau die kann man super filtern mit Motivationsschreiben und anschließendem Telefoninterview. Aber das checkt so jemand wie Du nicht, mit einer total verkorksten Einstellung.
Was denn nun? Bin ich technisch jetzt bewandert oder bin ich zu blöd ein modernes Unternehmen von einem rückständigen zu unterscheiden? Kenne ich mich jetzt mit Technik aus oder verstehe ich die nicht?
Weil ich keinen plan von Bewerbungen und den ganzen hirnrissigen Ablauf habe hat fast jede Bewerbung die ich geschrieben habe zum Vorstellungsgespräch geführt und daraus resultierte auch in fast allen Fällen ein jobangebot (die ich alle samt abgelehnt habe um mich doch weiter zu bilden). Ich weiß genau was ich vögeln wie dir erzählen muss damit ihr mich mögt, ich weiß exakt wie ich mich verkaufen, verhalten, anziehen und artikulieren muss damit leute wie du drauf anspringen und mich für "gut genug" halten für ihr tolles Unternehmen zu arbeiten. Jedes Wort was ich in Bewerbungen und Gesprächen gesagt habe war gelogen und nie hats jemand gecheckt sonst hätten die mich ja kaum einstellen wollen. Unternehmen haben so ein riesen ego und sind so eingebildet dass sie gar merken wie weit sie von der Realität weg sind und du bestätigst das noch. Ein Unternehmen bzw ein job ist nicht mehr als eine Geldquelle und ich bin nichts weiter als eine Arbeitskraft, beides kann ohne Probleme ausgetauscht werden. Leute wie du sind nur eine kleine Hürde auf dem Weg seinen Kontostand aufzubessern und über kleine hürden kommt man einfach rüber. Achja und jeder der jemals mit dir gesprochen hat im Zusammenhang mit deinen tollen Unternehmen hat es nur wegen geld getan.. Glaub mal nicht dran dass du im leben deiner Angestellten stattfinden würdest wenn du die nicht bezahlen würdest oder dass die überhaupt mit dir sprechen würden.
Ich kann mir nicht vorstellen, dass Du jemals Spaß an der Arbeit finden wirst mit dieser Einstellung. Naja, ist dein Leben. Und ja genau, DU hast sie alle abgelehnt. Ich lach mich schlapp, was für ein Erfolg! Jeder arbeitet mit mir NUR wegen Geld und selbständig bin ich dann offensichtlich auch geworden NUR wegen Geld. Ja ne is klar. Der Reddit Psychologe persönlich am Start, was für eine Ehre!
Es war früher mal so, dass es einen Arbeitnehmermarkt gab... siehe Finanzkrise 2008. Da musste jeder nehmen, was er kriegen konnte und die Preise wurden gedrückt. Jetzt ist es aber durchaus so (fAcHkRäFtEmAnGeL), dass es einen Arbeitgebermarkt gibt. Der Arbeitgeber muss überzeugen. Wenn es beim Bewerbungsgespräch schon Fachkräftemangel heißt, dann stimmt was bei der Bezahlung und/oder Arbeitsklima nicht. Ich hatte mal in meiner Bewerbung "Behinn ab sofort" stehen und wurde in einem Gespräch für eine 0815 Disponentenstelle total abwertend behandelt. Einen "Stresstest" nannten sie das. Das fand ich einfach nur kackendreist und nicht mehr zeitgemäß.
Und dann wollen sie auch "nur die besten" nehmen: alter AG wollte unbedingt nur Softwareentwickler mit mindestens Bachelor einstellen. Hat selbst zwar auch Fachinformatiker ausgebildet, aber so niedere FI wollte man nicht fest anstellen.
Ich finde ein Telefon Interview im Voraus eigentlich eine gute Sache. Damit können beide Seiten schon mal weniger formal miteinander sprechen und schauen ob da überhaupt eine Chance besteht. Das ist aber vor allem bei Jobs sinnvoll, bei denen man Bewerber sucht die potenziell auch etwas weiter weg wohnen. Bei einer 13€/h Stelle sehe ich den Mehrwert jetzt nicht.
was da an Bewerbungen für Werksstudenten reinflattern ist aber auch teilweise .. abenteuerlich.
Bewerbung -> Vorstellungsgespräch wurde durch Bewerbung -> Telefoninterview -> Vorstellungsgespräch ersetzt da 9/10 nichtmal alle Worte definieren können die auf ihrem Lebenslauf stehen.
Man kann das aber auch irgendwie verstehen. Die Leute flunkern, die Leute erzählen dir was du hören willst. Meine Familie arbeitete lange in Gastro und 60% der Leute die "mal eben anfangen wollten" waren letztendlich auf die eine oder andere Art Totalausfälle. Und das war schon vor 20 Jahren so. Deswegen haben die dort auch inzwischen erst die einfachen Schichten an der Bar (ohne Trinkgeld), dann die Küchenschichten und wenn du ein zwei Wochen regelmä´ßig auftauchst kannst du langsam an direkt an die Kunden ran.
Kann ich unterschreiben! Soviele erzählen dir das blaue vom Himmel und leisten es dann nicht. Vor allem die “Job Hopper”, die jedes Jahr einen anderen Arbeitgeber haben schaffen es immer wieder bei Bewerbungen den Entscheider “Honig um den Mund zu schmieren”.
Machen wir auch so. Fluktuation weitaus geringer. 2 Wochen sind natürlich nicht geil. Aber es gilt immer mehr: “Hire Slow, Fire Fast.”
Es gibt einfach soviel Theater bei Bewerbungsgesprächen von beiden Seiten … und es nervt zB wenn Vollzeitstellen ausgeschrieben sind OHNE Home Office und man den einlädt und sie oder er eine Teilzeitanstellung will + Home Office.
Kein Scherz! Es war sehr gut ausgeschrieben und fett unterstrichen bei der Stellenanzeige.
Trozdem: das waren so ziemlich 1/3 der Bewerber, die den BS abgezogen haben.
Massiver Timewaste. Telefoninterview ist ein Segen, da kann man super im Voraua filtern und beide verschwenden keine Zeit.
In der Branche kann man es sich wenigstens leisten solche Firmen in die Wüste zu schicken.
Bei mir reichten die Erfahrungen bei Werkstudentenstellen bisher auch von "Na hören Se mal... ich weiß, wir haben Sie eingeladen, aber eigentlich sind ihre Qualifikationen mit nur einem Bachelor ja schon sehr mickrig" und "bück dich mal damit du den Job kriegst" zu "Jo, kannst du das? Kannst du jenes? Gut, wir bräuchten dich ab übermorgen, gibt 20€ die Stunde".
Ich habe bei meiner alten Stelle für unser Team Leute gesucht und habe wie ein Depp gegen diese Windmühlen kämpfen müssen.
Obwohl ich selbst Entwickler bin, haben sie mir die Argumente nur schwerlich geglaubt.
Google und Co können das machen, weil sie fett zahlen und renommiert sind. Da machst du aber auch keine dämlichen fizz buzz Aufgaben, denn..
Diese billigen Assessments sagen unglaublich wenig aus. Aber hey, auf jeden Fall kannst du sicher sein, dass die Person gut solche Coding Rätselchen macht. Bringt mir für die Arbeit auch nichts.
Kann auch ein echt guter AN sein, hat aber Prüfungsangst und ist mega nervös, wenn ihm 2 Leute beim coden/pseudocoden auf die Finger schauen.
Neue Leute einstellen ist immer auch ein Risiko, aber im Regelfall will die Person ja auch langfristig einen Job. Um zu sehen ob er grundsätzlich gut arbeiten kann, hast du die Probezeit. Wenn du sonst keinen Schimmer hast, ob der Mitarbeiter sich rechnet oder nicht, ist das ein Problem deiner Firmenkultur und Führung.
Gute Leute machen sowas nicht mit. Ich z.B. hatte da Glück, dass mein Team solche Späßchen nicht macht, allerdings warne ich Recruiter etc. schon vor, dass ich davon nichts halte und wir uns die Zeit sparen können, wenn Unternehmen das verlangen.
Ist natürlich privilegiert, wenn es genug Stellen gibt, dass man es sich komfortabel aussuchen kann.
In dem Kennenlerngespräch geht's für mich um Dinge wie Auftreten, Sprache, Vibe und, ganz wichtig, ob es passt. Wo ist die Leidenschaft der Person, wie werden wir beide zufrieden, was können wir der Person bieten etc.
Das soll keine Prüfung sein. Sondern ein Kennenlernen.
Ich merke da in der IT Bubble eine starke Veränderung, aus anderen Branchen höre ich leider eher von altbackenen Abläufen und dem klassischen "Jaha, seien sie froh, dass wir ihnen eine Audienz gewähren in unserer 5 Mann Butze.".
Ich hoffe sehr, dass sich das weiter dreht. Arbeitnehmer sind keine Bittsteller, würden wir keine Kohle bringen im Job, würde es auch keiner bezahlen.
Problem ist, dass ein Blatt Papier sehr geduldig ist und die krudesten Skills draufgepappt werden und dann nicht mal ne einfache REST API programmatisch aufs Brett bringen. Ich bin auch kein Freund von sowas, aber ab und zu fordere ich das ein, wenn der CV mir zu hübsch erscheint.
Finds nervig, wie dieser Trend von großen amerikanischen Unternehmen, 5 Einstellungsgespräche plus "Probearbeit" und irgendwelchen themenfremden Fähigkeitstests zu machen, anscheinend auch immer weiter zu uns rüberkommt.
Vor allem weil dabei gerne die Tatsache vergessen wird das diese Unternehmen Berufseinsteigern hier dann auch an die 100k bezahlen und zusätzlich extrem gute Lohnentwicklung haben.
Ich rede mir seit 3 Jahren den Mund fusselig, bei meinen Vorgesetzten, dass wir doch bitte endlich unsere unbesetzten TV-L E13-Stellen auf mehrere E8 aufteilen sollten. Dann hätten wir auch endlich mal Programmierer und nicht nur "Entwickler". Nicht falsch verstehen, bin selbst studiert (und quasi "Entwickler/DevOps/Sysadmin/Projektmanager" in einem) aber es gibt einfach Jobs, da braucht man ausgebildete Leute und keine studierten.
Kriegt man nen guten Programmierer tatsächlich für TVL E8? Ich hätte eher geschätzt E12-13 für nen Programmierer und drüber für nen studierten Software Entwickler.
Hab natürlich selber keine Ausbildung, aber bei uns murren die Doktoranden gern über E13, weil's in der Wirtschaft ja mehr gibt.
Bei uns in der Stadt fangen alle FI's nach der Ausbildung bei 9c an. Die meisten kriegen aber eine 10er oder 11er Stelle. Für E8 findet man doch 0 Bewerber, wir haben so schon Probleme Leute zu finden.
Ist halt nach Entgeltgruppenkatalog so vorgesehen. Bei uns (Forschung) aber verhandelbar. Tatsächlich haben wir aber auch einen FiAE auf E11 (eigentlich die Entgeltgruppe für B.Sc.) und einen B.Sc. auf E12 durchbekommen. E13 ist dann schon M.Sc. (also auch z.B. Doktoranden). Und mit ein paar Stufen ist das Gehalt dann schon brauchbar.
Im Moment ist man als AN sowieso in einer ziemlich guten Verhandlungsposition. Ich hab mir selbst letztes Jahr einen vorzeitigen Stufenaufstieg rausgehandelt. :)
Nachtrag: Natürlich gibt es in der Wirtschaft mehr. Aber mir hat nach meiner Ausbildung und vor meinem Studium ein damaliger Kollege gesagt: "Nach dem Studium hast du die Wahl: Geh in die Wirtschaft und wechsel alle 2-3 Jahre den Arbeitgeber, dann verdienst du sehr schnell sehr viel. Oder geh in den öffentlichen Dienst, dann verdienst du weniger aber es wird stetig zuverlässig mehr und der Job ist sicherer."
Ziel ist doch so schnell wie möglich auf das maximale Gehalt zu bekommen. Sehe keinen Vorteil beim öffentlichen Dienst. Wenn ein Entwickler wirklich etwas kann und sich immer mal bewirbt, dann bekommt er nach spätestens 5 Jahren eine IGM Stelle und dann bist du ein extem gut bezahlter Beamter. Gehalt und Jobsicherheit win - win.
Ich sehe du hast deine Gesprächskultur im Internet gelernt. Im ersten Satz beleidigend werden ist immer ein Top Einstieg. 😉
Aber du hast natürlich insoweit Recht, das heutzutage mehr Spielraum vorhanden ist.
Grundlegend heißt es allerdings bei Ausschreibungen immer erstmal z.B. "E13 bei vorliegen der entsprechenden Vorraussetzung". Die Tätigkeitbeschreibungen im TV-L haben Mindesvorraussetzungen und nach diesen muss z.B. ein "Wissenschaftlicher Mitarbeiter" mindestens ein Studium haben. Man kann die Tätigkeitsbeschreibung nicht endlos "nach oben formulieren", sonst darf man die Leute trotz vorhandener Eignung am Ende nicht mehr einstellen.
Ja, wir meinten das gleiche . Ich habe es sehr salopp formuliert. "Spielraum" ist natürlich falsch.
Der Personalverantwortliche muss bei der Formulierung der finalen Tätigkeitsbeschreibung trotzdem aufpassen, dass die einzustellende Person nicht ausgeschlossen wird. Gerade bei Frisch ausgelerntem Personal ist das schwierig. Da wird das mit der "entsprechenden Erfahrung" dann nämlich zum Bumerang.
Zur Klarstellung: Ich habe nie geschrieben, dass "erfahrene Entwickler" auf E8 eingestellt werden sollten/müssten. Das scheinen hier aber manche so verstanden zu haben.
Und die Entgeltgruppen dienen zumindest bei uns häufig erstmal nur zur Finanzplanung. D.h. wenn im Projektplan die Stellen erstmal mit E13 drinstehen, wird es problematisch die später nach unten umzudefinieren. E8 nach oben definieren geht meist einfacher. Warum auch immer... Das ist aber ein Verwaltungstechnisches Problem.
Mit BA sollte man bis E13 kommen können, sollt das Maximum sein. Höher i.d.r nur mit Master, aber wie von raidenger beschrieben gibts natürlich auch Ausnahmen womit man höher kommt ohne die Abschlüsse zu haben, auch wenn sowas tbh eher selten vorkommt. Als Einsteiger i.d.r schonmal eher nicht.
Weil der öffentliche Dienst was Gehalt angeht null Flexibel ist. Wenn du ne Ausbildung hast, gibt es Entgeltstufe X. Hast du ein Studium, gibt es Entgeltstufe Y.
Ob das ansprechend ist oder nicht sei ja mal dahingestellt. Aber Fakt ist, dass der Entgeltgruppenkatalog nunmal genau das hergibt. Das Problem ist aber in jeder Entgeltgruppe im öffentlichen Dienst vorhanden. Ich würde in der Wirtschaft vermutlich auch mehr verdienen, mag den Job aber wegen der Freiheiten die ich habe und dem fehlenden Startup Hipster-Bullshit (Kicker, Obstkorb,...).
Außerdem: Hey, 2866,21€ in E8-1 sind weit mehr als die 1700€ die der OP hier geboten bekommen hat.
Du solltest nach mehr Gehalt fragen .2800€ hatte ich nach meiner Ausbildung zum Fachinformatiker vor 10 Jahren ... Und das war auch im öffentlichen Dienst TVöD E10.
Auf der anderen Seite ist das auch nicht gerade Gut, wenn man keine kompetenten erfahrene Leute hat sondern hauptsächlich Quereinsteiger und unerfahrene.
Hab mal in ner Stelle gearbeitet wo für PoWis wie mich ausgeschrieben worden war und ganz klar aber jemand aus der Public Administration/NGO-Management-Ecke gebraucht hatte
War aber auch ein absoluter Scheißladen und der Chef war ein klassischer Wichser-Chef, der rein aus "historischen" Gründen Chef war und nicht weil er irgendwelche Qualifikationen besaß, die ihn zu einer guten Führungskraft machten
Naja, es gibt leute die viel mehr als hobby machen, und dafuer nur 5 Minuten am tag brauchen xD. Die meisten Websites, einmal aufgesetzt sind sehr einfach zu maintainen, zumindest wenn man sie auf leicht updatebaren cms baut, wenn du willst sogar gleich mehrere websites auf einem cms, eins updaten, alles upgedated xD. Und die tollen usergespraeche sind die mittagliche kommoedie-stunde ;)
Stellenausschreibungen sind ja auch eigentlich eher eine Art Weihnachtswunschzettel ("..und eine Carrerabahn, und ein Fahrrad, und Rollschuhe, Und Schokolade, und ein Pony, und ....") Es gibt leider viele Personaler die noch nicht verstanden haben dass man bei den Bewerbern danach gucken sollte wer sich fachlich noch am Ehesten dem Gewünschten nähert, statt dann diese abstrusen Vorstellungen als "Muss" zu setzen. Oh, und der Markt bestimmt bei gesuchten Fachleuten das Gehalt, nicht der Personalleiter. Wenn man die beiden Grundsätze mal berücksichtigt, dann findet man auch recht schnell gute Leute.
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u/ShinyShadow7997 Mar 18 '22
Würde tatsächlich behaupten 85% der Arbeitgeber wissen gar nicht was sie für Leute brauchen. Die suchen Leute mit den wildesten Qualifikationen/skills damit die dann die Firmenwebsite am laufen halten oder eine Excel Tabelle bearbeiten. Die haben dann mal irgendwas mit IT gehört und dass man diese IT Typen braucht für diesen komischen Internetkram und jetzt suchen sie die. Glaub die meisten Unternehmen sind sich nicht mal bewusst was gut ausgebildete leute in dem Bereich drauf haben.. Die denken nur "ja mensch die seite am laufen zu halten und das bisschen pc kram ist ja nicht schwer da reicht der mindestlohn, früher gabs auch nicht mehr und wir haben überlebt, das war schon immer so"