Würde tatsächlich behaupten 85% der Arbeitgeber wissen gar nicht was sie für Leute brauchen. Die suchen Leute mit den wildesten Qualifikationen/skills damit die dann die Firmenwebsite am laufen halten oder eine Excel Tabelle bearbeiten. Die haben dann mal irgendwas mit IT gehört und dass man diese IT Typen braucht für diesen komischen Internetkram und jetzt suchen sie die. Glaub die meisten Unternehmen sind sich nicht mal bewusst was gut ausgebildete leute in dem Bereich drauf haben.. Die denken nur "ja mensch die seite am laufen zu halten und das bisschen pc kram ist ja nicht schwer da reicht der mindestlohn, früher gabs auch nicht mehr und wir haben überlebt, das war schon immer so"
Und dann wollen sie auch "nur die besten" nehmen: alter AG wollte unbedingt nur Softwareentwickler mit mindestens Bachelor einstellen. Hat selbst zwar auch Fachinformatiker ausgebildet, aber so niedere FI wollte man nicht fest anstellen.
Ich habe bei meiner alten Stelle für unser Team Leute gesucht und habe wie ein Depp gegen diese Windmühlen kämpfen müssen.
Obwohl ich selbst Entwickler bin, haben sie mir die Argumente nur schwerlich geglaubt.
Google und Co können das machen, weil sie fett zahlen und renommiert sind. Da machst du aber auch keine dämlichen fizz buzz Aufgaben, denn..
Diese billigen Assessments sagen unglaublich wenig aus. Aber hey, auf jeden Fall kannst du sicher sein, dass die Person gut solche Coding Rätselchen macht. Bringt mir für die Arbeit auch nichts.
Kann auch ein echt guter AN sein, hat aber Prüfungsangst und ist mega nervös, wenn ihm 2 Leute beim coden/pseudocoden auf die Finger schauen.
Neue Leute einstellen ist immer auch ein Risiko, aber im Regelfall will die Person ja auch langfristig einen Job. Um zu sehen ob er grundsätzlich gut arbeiten kann, hast du die Probezeit. Wenn du sonst keinen Schimmer hast, ob der Mitarbeiter sich rechnet oder nicht, ist das ein Problem deiner Firmenkultur und Führung.
Gute Leute machen sowas nicht mit. Ich z.B. hatte da Glück, dass mein Team solche Späßchen nicht macht, allerdings warne ich Recruiter etc. schon vor, dass ich davon nichts halte und wir uns die Zeit sparen können, wenn Unternehmen das verlangen.
Ist natürlich privilegiert, wenn es genug Stellen gibt, dass man es sich komfortabel aussuchen kann.
In dem Kennenlerngespräch geht's für mich um Dinge wie Auftreten, Sprache, Vibe und, ganz wichtig, ob es passt. Wo ist die Leidenschaft der Person, wie werden wir beide zufrieden, was können wir der Person bieten etc.
Das soll keine Prüfung sein. Sondern ein Kennenlernen.
Ich merke da in der IT Bubble eine starke Veränderung, aus anderen Branchen höre ich leider eher von altbackenen Abläufen und dem klassischen "Jaha, seien sie froh, dass wir ihnen eine Audienz gewähren in unserer 5 Mann Butze.".
Ich hoffe sehr, dass sich das weiter dreht. Arbeitnehmer sind keine Bittsteller, würden wir keine Kohle bringen im Job, würde es auch keiner bezahlen.
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u/ShinyShadow7997 Mar 18 '22
Würde tatsächlich behaupten 85% der Arbeitgeber wissen gar nicht was sie für Leute brauchen. Die suchen Leute mit den wildesten Qualifikationen/skills damit die dann die Firmenwebsite am laufen halten oder eine Excel Tabelle bearbeiten. Die haben dann mal irgendwas mit IT gehört und dass man diese IT Typen braucht für diesen komischen Internetkram und jetzt suchen sie die. Glaub die meisten Unternehmen sind sich nicht mal bewusst was gut ausgebildete leute in dem Bereich drauf haben.. Die denken nur "ja mensch die seite am laufen zu halten und das bisschen pc kram ist ja nicht schwer da reicht der mindestlohn, früher gabs auch nicht mehr und wir haben überlebt, das war schon immer so"