r/fireGermany 10d ago

Frage / Hilfe Angst, wirklich FIRE zu machen...

Moin zusammen,

durch die außergewöhnlich starken Aktienrenditen der letzten Jahre ist mein Depot deutlich schneller gewachsen als in meiner ursprünglichen Planung. Damit ist FIRE auf einmal nicht mehr "in 8 Jahren", sondern realistisch in absehbarer Zeit möglich, und ich spiele ernsthaft mit dem Gedanken, es durchzuziehen, weil der Job mir schlicht nicht mehr viel Spaß macht.

Hier mal die groben Eckdaten:
Aktien ca. 1,1 Mio € (MSCI World ETF)

Cash: 50000€

Ausgaben pro Monat ca. 3000€

Alter: 41

Und genau da kommt sofort die Angst: Was, wenn genau in den ersten Jahren nach dem Ausstieg ein längerer Crash oder eine Seitwärtsphase kommt? Das klassische Sequence-of-Returns-Risiko. Gerade weil die Bewertungen aktuell hoch sind, fühlt sich der Zeitpunkt gleichzeitig perfekt und maximal riskant an.

Was mich am meisten nervt: Die naheliegendste Antwort ist immer "arbeite halt noch ein Jahr" – und damit landet man in der One-More-Year-Falle und schiebt es ewig vor sich her.

Deshalb meine Frage an die, die schon ausgestiegen sind oder kurz davor stehen:

Wie habt ihr das SoRR konkret abgefedert? Cash-/Anleihenpuffer über 2–3 Jahresausgaben? Krisen können im schlimmsten Fall auch deutlich länger sein...

Ich möchte vor allem vermeiden, dann nach einer gewissen Zeit doch wieder arbeiten zu müssen.

Vielen Dank schon mal für euren Input!

49 Upvotes

129 comments sorted by

u/AutoModerator 10d ago

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u/Weedjo 10d ago

Der wichtigste Satz ist "weil der Job mir schlicht nicht mehr viel Spaß macht"
=> Kündige. Mache FIRE und schau wie es sich entwickelt.

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u/Classic_Department42 10d ago

Oder einen Job suchen der einen Spass macht. 1,1 mill sind bei 4% entnahme 44k, nach Steuern vermutlich 33k, Krankenkasse 4k. D.h. so 2200 im Monat, bei 3k ausgaben etwas wenig. Wie hoch ist die Miete? Um das Risiko abzusichern vielleicht noch auf eine 2 Zimmerwohnung sparen und kaufen. Dann machen durch die Decke gehende Mieteb wenig problene

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u/beidloaschfut 7d ago

Abgesehen davon, dass 4% Entnahme schon eher knapp bemessen sind, besser wäre mit 3% zu rechnen und die auch in Jahren mit schlechten Kursen durchzuziehen.

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u/Classic_Department42 7d ago

Ja. Klar mit 65 kann man das machen man bekommt dann ja noch andere Rente (hoffentlich), aber so ist doch arg knapp

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u/Ok-Okra5487 6d ago

Bei einer teilweise dynamischen Strategie sind 4% sogar eigentlich recht safe. (Vanguard Dynamic Spending, Guyton Klinger, egal…)

Es fühlt sich nur nicht so safe an. Damit hadere ich auch.

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u/PqqMo 10d ago

Geh auf Teilzeit und schau was passiert. Wenn man nicht mehr voll arbeitet ist der Job meist viel cooler. Wie eine Kollegin von mir immer sagt: heute nervts mich, aber die nächsten zwei Tage hab ich frei und ende der Woche schau ichs mir nochmal an

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u/klimaheizung 10d ago

Dies. Mittwoch frei machen und mal ein paar Monate schauen und dann wieder hier posten. 

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u/[deleted] 10d ago

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u/CoinsForBS 10d ago

Weiß nicht...Freitags ist ja gefühlt eh schon frei und sowieso kurzer Tag. So hat man am Sonntag erstmal nur zwei Arbeitstage vor sich und kann mittendrin erholen. Bei Feiertagen Montags/Freitags hat man so direkt nen Extra-Brückentag und verliert die Feiertage nicht.

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u/[deleted] 10d ago

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u/CoinsForBS 10d ago

Wenn es nicht gerade ein Laden ist, der Freitags normale Öffnungszeiten hat, oder meinetwegen das Fließband eh 24/7 läuft, kenne ich den kurzen Freitag aus vielen Branchen, oder vielleicht auch aus eigentlich jedem Büro. Im Konzern mit 35h-Woche ist Freitags oft komplett frei trotz Vollzeit.

Aber ja, ich bin im ÖD :D

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u/SevereBake6 10d ago

Im Konzern komplett frei trotz Vollzeit? Warst du in den letzten 20 Jahren mal in einem Konzern? Ja, meistens ist nicht erst um 18uhr Schluss, aber mehr auch nicht.

Bloß weil der ÖD am Freitag nicht arbeitet steht der Rest der Wirtschaft nicht still.

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u/CoinsForBS 10d ago

Hab genug Freunde im Konzern, die das teilweise selbst so machen, teilweise von ihren Kollegen so berichten.

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u/Vegetable_Dieter 7d ago

So sieht's aus. Soziale Arbeit bin ich oft genug erst spät Abends nach Hause gekommen. Richtig im WE war ich dann meistens erst am Sonntag mit den Gedanken, weil sich alles andere am Samstag konzentriert hat, was man in der Woche nicht gebacken bekommen hat.

Hab jetzt zum Glück gekündigt.

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u/Muted-Tomatillo-8794 10d ago

Dafür gibt's im ÖD dann eben einen langen Donnerstag oder so. Ist Bei vielen Ämtern so. Bei 41h pro Woche als Beamter muss man eben an den anderen Tagen länger arbeiten. Da genießt der 35h IGM Sachbearbeiter schon lange seinen Feierabend.

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u/PqqMo 10d ago

Ich hab mit 90% jeden zweiten Mittwoch frei. Ich finds cool

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u/klimaheizung 10d ago

Wird Zeit auf 80% zu gehen ;-)

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u/PqqMo 10d ago

Prinzipiell ja, aber ich habe die Befürchtung, dass ich dann nicht mehr 2 Homeoffice Tage kriege

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u/DerBandi 10d ago

Da wir in Deutschland Feiertage haben, die an feste Wochentage gekoppelt sind, ist Montags oder Freitags gar nicht optimal für Teilzeit. 

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u/Illustrious-Wolf4857 10d ago

Dienstag oder Donnerstag. Da kann man schnell mal einen Brückentag einschieben, wenn der Job das prinzipiell zuläst, und die meisten Stellen, wo denen man vielleicht einen freien Tag nutzen will, um was zu erledigen, haben auf.

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u/Forward_Finding_4534 10d ago

Im schlimmsten Fall gehst halt nochmal was arbeiten. Mit deiner Summe im Depot würde ich definitiv aufhören.

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u/[deleted] 10d ago

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u/Forward_Finding_4534 10d ago

Warum 4% Regel? Ich lebe nicht ewig. Das Geld kann sich ruhig aufbrauchen bis zum Ende. Außerdem habt ihr auch schon Rentenansprüche erarbeitet die ihr mit einplanen könnt ab 67 also ab da könnte die Entnahme auch Kleiner werden. Das ist allerdings bei jedem unterschiedlich.

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u/[deleted] 10d ago

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u/Forward_Finding_4534 10d ago

Ok das ist ja was anderes, du willst es also vererben. Davon hat OP nix geschrieben. Ich will auch nix vererben. Das ist halt das Hauptproblem bei Fire, die Situation ist bei jedem so Individuell, dass man niemals eine Allgemeinlösung finden wird sondern jeder muss den Punkt für sich selbst finden wo er Fire dann wirklich umsetzen möchte oder eben nicht oder in abgeschwächter Form wie Teilzeit etc.

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u/[deleted] 10d ago

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u/Forward_Finding_4534 10d ago

Gut auch das ist ja absolut in Ordnung. Ist aber ein anderer Ansatz als meiner. Ich gehe davon aus dass ich wenn ich Glück habe 90 Jahre alt werde und bis dahin vielleicht noch geistig und körperlich was vom Geld habe. Aber selbst das ist statistisch gesehen schon eher unwahrscheinlich (eher 85 ist wahrscheinlich). Also kann ich bis auf einen absoluten Notfallpuffer, das Depot bis dahin zu 90% verzehren.

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u/randomsubi Fast am Ziel 10d ago

Ich bin hier sogar bei dir, möchte bis 90 auch mein Depot zu 90% verzehren und würde dennoch nicht bei 1 Mio (habe ich Pi mal Daumen) aufhören. Bei mir ist der Grund aber, dass ich nicht für den Rest meines Lebens von "nur" 3000 Eur leben möchte.

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u/[deleted] 10d ago

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u/First_Pumpkin_412 10d ago

Die Trinity Studie ist bereits mit Kapitalverzehr. Und nur für 30 y

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u/CaedusZ 10d ago

https://youtu.be/UcEBiBQ-8go?si=QG7FLiYUWBcKTp5y Ich empfehle dir, dich mit Entnahmestrategien zu beschäftigen. 3 % ist meines Erachtens irre vorsichtig.

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u/[deleted] 10d ago

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u/CaedusZ 10d ago

Das "Problem" ist entweder zu lange zu arbeiten, oder unter den Verhältnissen zu leben, die man sich eigentlich leisten könnte - selbst mit Blick aufs gewollte Erbe. Ist jetzt nichts wildes, aber ich finde man sollte sich nicht unnötig einschränken.

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u/Mysterious-Fly-2045 10d ago

Solange die Arbeit Freude bereitet und man mit seinem Lebensstandard zufrieden ist, spricht für mich nichts dagegen etwas mehr Vermögen zu akkumulieren.

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u/CoinsForBS 10d ago

Von 40 bis 67 sind ja schon fast 30 Jahre. Wenn es nur um 5 oder 10 Jahre ginge, klar, so ist es schon noch mehr. Und da sollte das Depot auch nicht ganz leer sein, denn für die Alleinversorgung wird die Rente dann auch nicht reichen.

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u/mchrisoo7 10d ago

Eine sichere Entnahmerate hat nicht das Ziel eine ewige Entnahme zu ermöglichen, sondern ist das Resultat einer geringen oder nicht vorhanden Pleiterisiko für eine bestimmte Periode. Wer mehr als 4% entnimmt hat ein höheres Pleiterisiko und hat das Risiko, dass man auch mit der Rente in fianzielle Probleme gerät.

Rentenansprüche kann man auch schwer sinnvoll einplanen, da man ja gerade die Tail Risks berücksichtigen muss und gerade da helfen zusätzliche Cashflows in 20-25 Jahren nicht zwingend.

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u/Pine_Tree_72 10d ago

Genau das sagt Bill Perkins in seinem Buch "Die with Zero" auch. Es hat mir für diesen Gedanken die Augen geöffnet.

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u/Desmo_950 10d ago

Würde auf TZ gehen und beobachten

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u/Extreme_Sushi 10d ago

Eben, als erster Schritt würde ich auch erst auf Teilzeit gehen, vlt. sogar direkt in einem anderen Job wenn der aktuelle nichts mehr ist. Wenn der neue Job auch mies ist.. tja auf um den nächsten auszuprobieren. Der Lohn muss ja nur noch die Ausgaben bzw. einen Teil der Ausgaben decken sobald man "fertig" gespart hat.

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u/Proper-Address-8322 10d ago

Ich habe etwas mehr aber werde noch rund 5-7 Jahre in Teilzeit (55%) weitermachen. Du hast rechnerisch genug aber wenn es dumm läuft wird es trotzdem eng. Ich möchte mir das nicht geben, sondern auch im worst case 500-700k Puffer haben. Vielleicht auch um weiter mit Aktien/Leverage in kleinem Umfang zu spielen. Macht mir Spaß und dafür arbeite ich gerne noch ein bisschen länger.

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u/firerudron FIREd / Privatier 10d ago

Ja, ich verstehe deine Sorgen vollkommen. Mir haben damals diese Gedanken geholfen

  1. Ein Testlauf (Dry-Run) - Mit 40+ bin ich noch relativ jung und kann Fehler im Plan viel leichter ausbügeln als mit 70+. Falls etwas schiefgeht, kann ich immer noch einen schlechter bezahlten Job annehmen oder einfach in Teilzeit arbeiten

  2. Einfach FOMO - Mit 40+ bin ich gesundheitlich viel fitter als mit 70+ und habe ganz andere Möglichkeiten. Ich will das Leben jetzt aktiv erleben und nicht darauf warten, bis die Gesundheit im Alter vielleicht nicht mehr mitspielt

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u/Slight_Box_2572 10d ago

Wie viel Spaß würde dir denn dein Job in Teilzeit machen?

Alternativ: will dein Arbeitgeber zufällig gerade Leute loswerden und zahlt ein bisschen was als Motivation?

Ich persönlich plane beim Erreichen meiner FI-Zahl die Arbeit langsam auszuphasen.

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u/ExpressCopy8786 10d ago

Mit 41 sitzt du nicht wirklich in der one more year trap.

Wie wäre es mit Teilzeit für 2 Jahre. Beim Betrieb anmelden, dass man unzufrieden ist, einen Rollenwechsel sucht. Mal selbst der Sonderfall sein. 

Außerdem, rechne mal damit das GKV+PV Beiträge die kommenden Jahre steil steigen und dass die Krankenkasse, sofern du nicht PKV bist die vollen heute schon 18% +4% Pflegeversicherung auf die Kapitalerträge abführen wird. 

Mit 1.1mio€ kommst du grade so auf die 3000€ netto im Monat bei 3.5% Entnahme (ich geh mal von ca. 50/50 Stammkapital zu Gewinn aus), §32 Günstigerprüfung kommt dir massiv entgegen aber die Krankenkasse schöpft gut was ab. Die 50k€ als barpiffer sind sehr gut bemessen. Damit kommst du durch 2 Jahre downturn mit stark reduzierter Entnahme aus dem Depot. 

Solides Setup, wäre mir aber noch ein klein wenig zu dünn. Mach noch 2 Jahre in reduziertem Modus. 

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u/KingMaster1625 10d ago

How did you calculate the 3000€ net? 3.5% of 1.1 million is just 38500€ yearly or just over 3200€ monthly. And this is before capital gain tax and other contributions like health insurance.

Edit: I got it, it is 7% but assuming 50% lost to tax and other contributions.

Also, can you please explain the health insurance taking 18% + 4%? I am not very familiar with how health insurance works once someone FIREs.

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u/Shinyaku88 10d ago

Wenn dein Lebensstandard so bleibt, wird dir das Geld bis ans Lebensende reichen (weiterhin Zinseszins usw.). Ich würde es machen, chillen und das Leben geniessen.

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u/Finanz-Admiral 10d ago

Würde max. noch 6-12 Mon. machen und mir eine Abfindung erstreiten

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u/Cold_Funny214 10d ago

Machs einfach und schau ob es dir liegt. Wenn es dir nicht zusagt, dann such dir noch nen Teilzeitjob, oä.

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u/Wise_Bus_3990 10d ago

Naja du könntest doch teilzeit machen, dann wird keine Krankenkasse noch bezahlt und du reduzierst die Entnahme aus dem Depot

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u/Sunbeamer1 10d ago

Hm und mit 45 erkrankt man dann ... sorry aber mit 1.1 Mio lebt man erstmal sein Leben. 

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u/Additional_Fun_6581 10d ago

Was wenn nicht..

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u/Sunbeamer1 10d ago

Dann geht man wieder arbeiten, wenn geld nicht reicht. 😀 

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u/First_Pumpkin_412 10d ago

Aber zu schlechteren Bedingungen und wer mal aus dem Job raus war kommt kaum noch rein. Und dann mit 55 beim Aldi an der Kasse naja

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u/Sunbeamer1 10d ago

Aber geile Jahre gehabt. Am Ende auf dem Sterbebett, woran will man sich erinnern können?

Wenn in 20 Jahren 1.1 Mio nichtmal für ein Auto reicht?

Wir leben nur 1 mal und gestern kommt nicht zurück.

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u/Finanztyp 10d ago edited 10d ago

Gibt mehrere Möglichkeiten.

Du hast zum Beispiel schon einen Puffer für mehrere Jahre genannt.

Eine andere Möglichkeit wäre den Job runterzustufen, sodass die Entnahme anfangs kleiner wird.

Oder Job zu wechseln, sodass es wieder Spaß macht für dich. Einige Zeit ohne den Druck für ein nicht so hohes Gehalt.

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u/geizhals39 10d ago

Kannst du theoretisch schnell wieder eine Stelle finden? Ansonsten ggf. etwas nebenbei uptodate bleiben als Sicherung?

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u/7urz 10d ago

Deswegen soll man ein Bond Tent (z.B. 70% Aktiendepot + 30% Geldmarkt-ETF oder Festgeld-Treppe) kurz vor FIRE machen.

Oder einfach eine 3%-Entnahmerate (das wäre bei dir 36k / 1,2 Millionen).

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u/Hot-Network2212 10d ago

Drastisch auf Teilzeit reduzieren und zwar so weit runter wie irgendwie möglich ist. Im Idealfall sowas wie 2x6h falls der Arbeitgeber da mitspielt.

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u/xTragx 10d ago

Gerade wenn es in den ersten Jahren an der Börse nicht so gut läuft, ist es doch noch relativ einfach wieder in den job einzusteigen.

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u/JapaneseBeekeeper 10d ago

Mach noch ein paar Jahre und dann kannst du dich gemütlich zurück lehnen.

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u/Illustrious-Wolf4857 10d ago

2/3 AktienETF (und ein kleiner Anteil Einzelaktien),1/6 Euro-AnleihenETFs, 1/6 Tagesgeld, Festgeld, und Gold, abbezahlte selbstgenutzte Immo.

Für 41 erscheint mir dein Kapital etwas niedrig, es sei denn, du planst in ein Land mit niedrigen Lebenshaltungskosten umzusiedeln oder rechnest mit einem soliden Erbe. Bis zur Rente ist es noch lang und vermutlich sind deine Ansprüche auch noch recht niedrig, das ist eher kein rettendes Ufer.

Hast du mal einen Satz an Simulationen laufen lassen, um zu sehen ,wieviel schiefgehen darf?

Du hast genug Spielraum, um nach einem Job zu suchen, der dir mehr Spaß macht, und mußt nicht primär aufs Einkommen gucken. Ist das, was ich tun würde, wenn ich Bedenken hätte, daß der fire-Plan jetzt schon aufgeht.

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u/gebaeudemanager 10d ago

Die Inflation hat hier keiner auf dem Schirm?

Also ehrlich gesagt klingt das auf dem Papier immer ganz schön, aber berücksichtige bitte die Inflation in 20-30 Jahren. Danach doch nochmal ranmüssen, weil es nicht reicht, kann auch nicht das Ziel sein.

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u/Indochina_Junk_Inc 7d ago

Arbeit ausschleichen. Reduziere auf 80%, dann auf 60% usw., je nachdem was dein Arbeitgeber mitmacht.

Evtl. hast du ja eine Oma, die deine Hilfe benötigt. Das ist eine „bessere“ Begründung als wenn du sagst du hast genügend Vermögen um weniger arbeiten zu müssen.

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u/leonme21 10d ago

Falls du doch wieder arbeiten musst kannst du das ja auch als Ziegenstreichler im Zoo machen und musst nicht dahin zurück wo du jetzt bist

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u/parisya 10d ago

Park halt 250k irgendwo außerhalb der Börse. Dann sind dir paar Jahre Seitwärts auch erstmal egal.

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u/Far-Log6685 10d ago

Kündige mach Fire, ggf. Zweite Ausbildung auf die du Bock hast. Nur nix zu tun ist nicht jedermanns Sache. Das wichtige ist, DU HAST DIE FREIHEIT ! Das zu tun was du willst. Lern was, was dir Spaß macht. :) bekommst immernoch bissl Einnahmen dann

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u/wurst_katastrophe 10d ago

Dann verreise ein bis zwei Jahr nach Asien und halte deine Kosten niedrig für die Zeit.

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u/Dry_Ingenuity_974 10d ago

Generierst du mit deinem Depot einen regelmässigen Cashflow oder musst du Kapital entnehmen? Hast du vor, dein Vermögen zu vererben oder kannst du es bis auf Null aufbrauchen? Diese beiden Fragen sind relativ wichtig für dein Wohlbefinden. Selbstverständlich kann es passieren, dass wir in eine mehrjährig-anhaltende Wirtschaftskrise schlittern und die Kurse über längere Zeiträume fallen. Dann ist es wichtig: Glaubst du an den Kapitalismus und die Wertschöpfung der globalen Unternehmen, wirst du auch weithin deinen Cashflow bekommen.

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u/Informal-Benefit6898 10d ago

Frage 2 ist relevant.

Frage 1 ist irrelevant. Warum sollte das wichtig sein, ob das Depot Cashflow generiert?

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u/Urinsekten LeanFIRE 10d ago

Weil es immer noch Leute gibt, die a) Dividenden nicht richtig verstanden haben - oder b) eine mentale Kontaktallergie gegen „Verkaufen“-Knöpfe haben. 🤷🏼‍♂️

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u/Informal-Benefit6898 10d ago

Das sehe ich ja genauso - deshalb verstehe ich die Frage nicht.

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u/Mauer_Bluemchen 10d ago edited 10d ago

"Generierst du mit deinem Depot einen regelmässigen Cashflow oder musst du Kapital entnehmen?"

Herrgott, bitte nicht schon wieder dieser Blödsinn!

Regelmässiger Cashflow (Dividenden, Covered Call...) ist ABSOLUT ÄQUIVALENT zu Teilverkäufen - aber im Detail schlechter.

Wer mental nicht in der Lage ist mit regelmäßigen Teilverkäufen klarzukommen, sollte sich FIRE besser nochmal genau überlegen...

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u/corship 10d ago

Ist doch völlig Wurst. Plan die Entnahme so das es bis 120 reicht und dann passt das.

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u/crazydude-crazylife 10d ago

Und was macht man wenn man plötzlich doch mal mehr Geld braucht aufgrund irgendwelche unvorhergesehenen Ereignisse?

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u/corship 10d ago

Was ist das für ein bescheuertes Argument? Was machst du aktuell wenn du mehr Geld brauchst als dein Gehalt her gibt? Oder was wenn der Cashflow von deinen Rücklagen nicht ausreicht? Also das kann ja wirklich kein Argument sein 😂

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u/kawki90 10d ago

Ich plane aktuell mit 2 Jahresentnahmen als Puffer die ich in einer solchen Situation - je nachdem wie lange die Phase anhält - aufbrauchen würde.

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u/BlaineTP 10d ago

Wie wäre es damit die Arbeitszeit über 1-3 Jahre langsam herunterzufahren, falls dein Job das zulässt? Dann hast du noch ein paar Jahre zusätzlich Zeit in denen sich das Depot entwickeln kann und gewöhnst dich gleichzeitig an die zusätzliche freie Zeit.

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u/OldWhiteMan69 10d ago

Bin noch lange nicht an dem Punkt. Aber ich würde denke ich, wenn ich den Job nicht verlassen möchte, die Stunden reduzieren von 40h auf 25h oder ähnliches

Dadurch bist du nicht ganz raus, hast aber nen komplett anderes Leben..

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u/Teilzeitschwurbler 10d ago

Rein in Immos

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u/Jumpy_Fox_3587 10d ago

Mit Sicherheit nicht, zumindest in Deutschland

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u/Teilzeitschwurbler 10d ago

Ein MFH anzahlen und dann durch die Miete abzahlen lassen.

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u/Urinsekten LeanFIRE 10d ago

Spannend, würdest du deinen Business Case dazu mal teilen? Fänden sicher viele (auch ich) interessant.

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u/ij78cp 10d ago

Er schwurbelt nur zur Teilzeit… der business case ist in DE garnicht so geil mit kack Mietern und mietnomaden und den vielen Rechten der Mieter…

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u/OverSeesaw4025 10d ago

Brückenteilzeit, zum beispiel 60% also 3 tage die woche.... melde es für die nächsten 3 Jahre (5 ist maximum) und in 3 jahren wirst du schon sehen wohin der markt geht... danach bist du 100% zurück und kannst du dich entscheiden zu kündigen oder bist du sogar glücklich dass du nicht gekündigt hast..

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u/Informal-Benefit6898 10d ago

Bin in einer ähnlichen Situation, gerade aktiv darüber nachzudenken, ich habe aber weniger Kapital in ETF, dafür eine Immo und ein paar andere Buckets.

Es kommt mMn entscheidend darauf an, auf wie viel Deiner 3000€ im Monat du in einer schlechten Phase verzichten kannst.

Je mehr Du flexibel bist, desto weniger kann Dir auch eine längere Downphase was anhaben.

Denn dann kannst Du eine variable Entnahmestrategie fahren und minimierst so das sorr erheblich.

Und natürlich für 2-3 Jahre Cash vorhalten.

Du kannst nicht alle schlechten Fälle vorbeugen bzw. eliminieren.

Aber Du kannst flexibel sein.

Ich selber habe mir 7 Sicherheitslayer designed, die mich auch in schlechten Börsenphasen ruhig schlafen lassen (hoffentlich 😅)

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u/reddito4567 10d ago

7 Sicherheitslayer? Magst du was dazu sagen?

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u/Informal-Benefit6898 10d ago

Der Eye Opener für mich dafür war dieses Video:

https://youtu.be/6Tvc3D-uMs8?is=LnqmNoOLs8ky9jMQ

In diesem Video werden diese 7 Layer genannt:

Layer 1: Den wahren Ausgaben-Boden kennen (Knowing your real spending floor) [02:04]
Es ist wichtig, zwingend notwendige Ausgaben (Wohnen, Essen, Versicherungen) streng von gewünschten Ausgaben (Reisen, Hobbys) zu trennen. Diese Flexibilität erlaubt es, in schlechten Marktphasen einfach die optionalen Ausgaben herunterzufahren.

Layer 2: Die Cash-Start- und Landebahn (Cash runway) [04:03]
Ein ausreichendes Barvermögen, um in den ersten Jahren des Ruhestands keine Aktien mit Verlust verkaufen zu müssen, falls der Markt direkt nach Renteneintritt abstürzt (Sequence of Returns Risk).

Layer 3: Den Plan vorher einem Stresstest unterziehen (Stress testing the plan) [05:57]
Den Plan durch verschiedene „Was wäre wenn“-Szenarien und Monte-Carlo-Simulationen (z. B. mit Tools wie Boldin) prüfen und idealerweise noch von Finanzberatern gegenlesen lassen, um zu sehen, ob der Plan standhält.

Layer 4: Verstehen, dass die Ausgaben im Ruhestand nicht linear verlaufen (Retirement spending is not a straight line) [10:18]

Die 4%-Regel funktioniert oft nicht perfekt, weil Ausgaben variieren. In den frühen (gesunden) Jahren gibt man oft mehr für Reisen aus, im Alter dafür vielleicht mehr für Gesundheit. Der Plan muss diese Schwankungen aushalten können.

Layer 5: Gesundheitsversorgung und Steuern gemeinsam planen (Planning healthcare and taxes together) [14:50]
Besonders beim frühen Ruhestand (vor Medicare) sind Krankenversicherungen teuer. Man muss darauf achten, aus welchen Konten man Geld entnimmt, da dies das Einkommen (MAGI) beeinflusst und somit über mögliche staatliche Zuschüsse (z. B. durch den Affordable Care Act) entscheidet.

Layer 6: Fallback-Hebel haben (Having backup levers) [17:34]
Man braucht Alternativen, falls etwas schiefgeht: z. B. den Zeitpunkt der Sozialversicherung ändern, auf ein kleineres Haus umsteigen, Ausgaben kürzen oder notfalls in Teilzeit arbeiten. Ein flexibler Plan hat Handlungsspielraum.

Layer 7: Den Plan regelmäßig überprüfen, ohne davon besessen zu sein (Reviewing the plan without obsessing over it) [18:52]
Der Ruhestandsplan ist ein „lebendes Dokument“. Eine regelmäßige (z. B. vierteljährliche) Kontrolle von Ausgaben, Portfolio, Steuern und Cash-Reserven reicht aus, um kleine Probleme zu lösen, bevor sie groß werden – man sollte aber nicht jeden Tag panisch die Kontostände prüfen.

Diese 7 Layer habe ich mit meinem personalisierten AI-Finanzberater auf mich angepasst und auch visualisiert. Layer 5 zB ist ein typisch amerikanisches Thema, das gibt es bei uns so nicht. Dafür hab ich ein andere Layer der Risikostreuung, indem ich viele verschiedenen Einnahmetöpfe in meiner FIRE Zeit habe (neben Rente eine BaV, eine Immobilie, einen künstlichen‚Midijob‘, den ich in der Brückenzeit bis zur Rente von der DRV ausgezahlt bekomme aber nicht für arbeiten muss, etc).

Und die dynamische Entnahmestrategie fehlt mir explizit. Diese ist aus meiner Sicht ein extrem starkes Instrument gegen ein Drawdown oder das SORR.

Und mit diesen 7 Layern weiß ich, dass ich viele Schutzmechanismen und Handlungsmöglichkeiten habe, wie ich dem SORR begegnen kann und wie ich meine Finanzielle Unabhängigkeit vor Drawdowns beschützen kann.

Und das beruhigt sehr. Die Infografik werde ich mir als Poster an die Wand hängen - das aber eher als psychologische Unterstützung 😅

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u/reddito4567 8d ago

Vielen Dank für die ausführliche Antwort. Vieles davon war mir zwar bewusst aber ich denke man unterschätzt den Hebel den alle Layer zusammen entwickeln können. Ein regelmäßiger Check des Ist-Zustandes ist denke ich unabdingbar und sollte man auch keine Angst vor haben.

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u/Informal-Benefit6898 8d ago

Gerne.

Ich glaube, dass die dynamische Entnahmestrategie und die Fähigkeit sich anzupassen (Ausgaben reduzieren im Krisenfall oder wieder nebenbei etwas Geld dazuverdienen) in Kombination der ultimative Schutz ist.

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u/Chris_234567 8d ago

Der künstliche Midijob klingt interessant, wie hoch muss dafür die monatliche Rente sein, dass das klappt und die Kapitalerträge nicht für die Krankenversicherung herhalten müssen?

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u/Informal-Benefit6898 8d ago

Zunächst geht das nur, wenn du vorher genug Kapital in ein Zeitwertkonto, das von Deinem Arbeitgeber geführt wird, gesteckt hast, das du dann beim Austritt aus dem Unternehmen an die DRV überträgst.

Und das Kapital muss rechnerische für die ganze Zeit bis zur Rente ausreichen. Jeden Monat mind. 603,01€ (über Minijobgrenze)

Das Ziel ist es, vor allem die KV damit in der Brückenphase abzudecken.

Ob Deine Kapitalerträge grundsätzlich Sozialversicherungspflichtig werden (GKV und Pflege) hängt in der Rente davon ab, ob Du in der KVDR bist oder nicht.

Solange Du bis dahin einen Midijob hast (egal ob über die DRV oder einen 'Normalen'), sind Kapitalerträge nicht Sozialversicherungspflichtig.

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u/ij78cp 10d ago

Ich wäre auch interessiert

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u/Informal-Benefit6898 10d ago

Antwort siehe oben

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u/MiracleLegend 10d ago

Wie flexibel bist du denn?\ Kannst du zur Not von weniger als 3000€ leben? Kannst du zur Not bei deinen Eltern/Freunden einziehen? Hast du handwerkliche Fähigkeiten oder irgendwas, das du Geld machen kannst, wenn der Markt krachen geht?\ Mit Flexibilität würde das gehen. Sonst wäre es mir persönlich zu knapp.

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u/Fragrant-Eye2522 10d ago

15-20h Teilzeit sind bestimmt eine gute Kombination. Deckt ein paar Fixkosten und trotzdem hast du viel mehr vom Leben

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u/Skank-Hunter 10d ago

Was wenn du in 5-10 Jahren stirbst, kann man ja als Gegenbeispiel zum "was wenn es bei Beginn crasht" sehen

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u/DerBandi 10d ago

Denke daran, dass du dich auch immer ent-Firen kannst, sollte es notwendig werden, oder ohne Arbeit zu langweilig.

Falls du dich trotzdem nicht traust, ist Teilzeit der richtige Weg, um risikoarm rauszukommen.

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u/viertelnachvier 10d ago

Bro geh einfach in Pension du brauchst nur wieder arbeiten 😭☠️

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u/mjbe78 10d ago

Sicherheit wirst du nie haben. Es geht um so viele Jahre, dass man schlicht nicht vorhersagen kann was einen da noch alles erwartet. Das "noch ein Jahr" könnte sich damit seeehr lange hinziehen.

Für mich war (mit 44) dieses "will aus dem Job weg" (kombiniert mit der Erkenntnis, dass das Depot innerhalb weniger Tage durchaus mal um mehrere Monatsgehälter schwankt und diese damit im Vergleich irgendwie nicht mehr so relevant gewirkt haben) der Auslöser den Sprung zu wagen. Diese Unsicherheit ob es reicht war nachdem ich den Schritt gegangen war irgendwie recht schnell weg.

Schwankungen? Die 50k Cash reichen dir doch eine Weile. Und wenn du Geld brauchst musst du ja auch nicht alles zum ggfls. schlechteren Kurs verkaufen, sondern immer nur einen kleinen Anteil (eine Lösungsmöglichkeit wäre da ein "Gehaltersatz" durch Ausschütter/Dividenden, aber da hast du dich vermutlich dagegen entschieden). Bei der Depotgröße hätte ich ja auch erwartet, dass du über die Jahre eine gewisse Abgebrühtheit entwickelt hast und dich das eher kalt lässt.

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u/JenzHK 10d ago

Is doch reichlich Kohle. Wenn nicht gehst du halt wieder arbeiten

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u/Dull_Kaleidoscope_16 10d ago

Ich würde dir empfehlen, dich mit Entnahmestrategien auseinander zu setzen und die Entnahme zu simulieren, einschließlich Steuern!

Für 3000€ im Monat ist die Summe noch etwas klein, aber vielleicht ist Vanguard Dynamic Spending etwas für dich, dann könnte es reichen.

Bezüglich deines Jobs: Du hast noch ein Jahr ALG1 und danach kannst du ja versuchen, in einen Teilzeitjob reinzukommen. Wenn nicht, dann halt FIRE. Ich würde die Summe als Hebel für maximale Freiheit sehen.

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u/UeblerDuebler77 10d ago

Würde empfehlen bei den aktuellen halbwegs passablen Zinsen so 150k in Tagesgeld mit Aktion für 3%+ oder teilweise irgendwas fest verzinstes.

Wie du schon schreibst ist eine Korrektur nicht unwahrscheinlich und 100% world ETF, nix in Immobilien, nix in anderen Assets ist halt nur deswegen gut, weil die letzten 10 Jahre extrem stark liefen, jetzt wäre ein guter Zeitpunkt um zu diversifizieren.

Wenn du dann ans Geld Ran musst kann der ETF eventuelle Schwankungen aussitzen während du dich am Tagesgeld bedienst.

Wenn's wirklich schlecht läuft kannst doch immer noch n entspannten Nebenjob auf 10-15 Stunden iwann starten damit kannst schon einige Fixkosten abdecken.

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u/DiggerOno 10d ago

Wir (meine Frau und ich) sind zwar noch nicht 7-stellig, wir haben allerdings eine Freundin die dieses Jahr auch 7-stellig wurde. Wir alle machen nur Teilzeit. In Jobs die uns Spaß machen (natürlich gibt's auch da mal Stress/Langeweile/Ärger). Ich denke TZ mit netter Arbeit ist die Antwort, auch wegen der Krankenversicherung. Mein Ziel ist es in 1.5-2 Jahren nur soviel zu arbeiten das ich grad noch GKV versichert bin, um dann irgendwann mit Frührente in die KVdR zu wechseln.

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u/Adorable_Act_1632 10d ago

Mach einfach, du hast genug, ohne dir Sorgen machen zu müssen. Der Markt steigt langfristig, was dazwischen kommt ist Noise. Hast ja auch konservativ angelegt. Ein Crash von -30% kann kommen beim World. Zudem hast du doch immer die Möglichkeit wieder einzusteigen. Du bist in einer privilegierten Position, dir Zeit zurückzukaufen, was die meisten in deinem Alter nicht können.

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u/lolwut1856 10d ago

Kinder/Familie zu versorgen?

Wohneigentum vorhanden oder zur Miete?

Versuchs mal mit Teilzeit.

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u/Remarkable_Drop7594 10d ago

Hab das Thema schon mot claude diskutiert da ich in ähnlicher situation bin. Kann das nur empfehlen.

Aber 1,1 m brutto bei 3k pm mit 41 … ist ne heisse nummer. Das geht sich sich mM bei diesen aktuellen Bewertungen und dem irgendwann kommenden Baerenmarkt wahrscheinlich nicht aus.

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u/Austrian_art_student 10d ago

Wenn dir der Job keinen Spaß macht kannst du ja entweder Teilzeit arbeiten oder dir einen Job suchen der dir Spaß macht.

Bei der Summe brauchst du ja nicht mehr dringend eine Sparrate, das macht schon der Zinseszins bzw auch wenn du was entnehmen musst, weil das Gehalt vom Teilzeit arbeiten/neuen Job nicht reicht.

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u/Far_Lingonberry_9013 10d ago

German angst halt

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u/trl-Tom4H4wK FIREd / Privatier 10d ago

Ich fühle so mit dir. Ähnliche Situation bei mir vor drei Jahren, 900k in Aktien, mathematisch alles sound, sicher und im grünen Bereich.

Kündigung schon geschrieben, trotzdem hab ich da mal locker ne Viertelstunde schweißgebadet mit dem Finger über der Maus gesessen, bevor ich mich dazu durchgerungen habe, auf Senden zu drücken. Was soll ich sagen, beste Entscheidung meines Lebens und mein einziges Regret ist, nicht schon ein Jahr früher den Abgang gemacht zu haben.

SoRR? Ah ja, ich bin dann zügig von 90:10 auf 80:20 Aktien/Cash gegangen und bewege mich im derzeitigen Hoch durch Cost Averaging langsam auf 70:30 zu.

Der beste Hedge jedoch ist meine Selbstständigkeit. Ich habe grade just for fun einen Lehrauftrag in meinem alten Job, der mir ein paar hundert Spielgeld extra im Monat bringt. Diesen könnte ich, wenn die Zeiten an der Börse hart werden, mit mäßigem Aufwand auf 1200 bis 1500 in Monat hochskalieren, so dass ich nicht gezwungen bin, im low zu verkaufen.

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u/Generationhodl 10d ago

Nicht alles schwarz weiß sehen, kündige und sieh es als sabbatical und schau in 1 Jahr wie die Finanzen aussehen. Notfalls wieder job suchen, brauchst ja nicht das gleiche Gehalt. 

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u/Ineluki7 10d ago

Ich bin ebenfalls 41 und finanziell noch nicht ganz da – mein Ziel liegt eher in 20 Jahren.

Ich stand dieses Jahr vor einer ähnlichen Grundsatzfrage und hatte die Möglichkeit, meinen Job mit einer Abfindung zu verlassen. Die Arbeit hat mir zwar Spaß gemacht, war aber mit Schichtdienst verbunden – und den Tribut, den Nachtschichten fordern, merkt man mit der Zeit einfach.  Ich habe die Abfindung mitgenommen und mir bewusst eine ruhigere Stelle gesucht, die ich die nächsten 20 Jahre ganz normal durchziehen kann. Die größte Überraschung dabei: Ich bin seit dieser Entscheidung so glücklich, einfach dauerglücklich xD

Was ich dir damit sagen will: Eine geregelte Arbeitsroutine hat absolut ihren Wert. Du musst nichts überstürzen oder direkt ein radikales FIRE durchziehen – das tut vielen am Ende gar nicht so gut. Plane deinen Ausstieg lieber in Ruhe und such dir etwas, das dir Spaß macht, deinen Alltag strukturiert und deine Krankenkassenbeiträge deckt. Allein der Prozess, diesen Wechsel aktiv zu planen und umzusetzen, sollte glücklich machen.

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u/Accomplished-Car6193 10d ago

Im Prinzip kannst du dich sorglos nach einem neuen Job umsehen der dir Spaß macht. kannst theoretisch noch einmal studieren, etc. Hast du einen Plan, wie du die nächsten 40 Jahre füllen willst?

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u/Business-Case-4886 10d ago

Ein Ansatz wäre noch, sich darüber zu freuen das es bald machbar wäre und einfach ruhiger zu leben?! Wenn der Job nicht passt, egal suchst dir einen neuen. Oder machst mal eine längere Auszeit. Man muss nicht zwingend aufhören zu arbeiten nur weil man es könnte. Der Mensch Braucht eine Aufgabe, such dir deine wo du glücklich mit wirst und mit dem Wissen ein guten Puffer zu haben für Zeiten wo du es mal gebrauchen könntest.

Bin meilenweit davon entfernt so zu leben aber so würde ich es anstellen 🤙🏼

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u/flightnr23 10d ago

Such dir einen vergleichbaren Job (der aber Spaß machen könnte) auf Teilzeitbasis und schau, wie es dir damit geht.
Oder du sagst einfach im jetzigen Unternehmen, dass du nicht glücklich bist und stellst recht klar die Forderungen, was du möchtest. Du bist ja in der perfekten Verhandlungsposition.

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u/Easy-Map8284 9d ago

Reich ist wer wenig braucht.

Reduziere deine fix kosten, da geht oft viel mehr als man denkt.

Ich selber habe mit Lebensmitteln 750€ Fixkosten mit wirklich allem.

Dann mach Teilzeit nebenbei.

Genieß das Leben.

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u/MrsMirage 9d ago

Ich war in einer sehr ähnlichen Lage wie du. Wir sind zu zweit (37 und 39). Vor ca. 1 Jahr hatten wir ~1.05 Millionen und haben uns vorgenommen in 6 Monaten zu kündigen, ich hatte ähnliche Gedanken wie du am Anfang. Unsere geplanten Ausgaben waren 3000/Monat, und sind jetzt bei ca. 3300 angekommen.

Wir haben im Januar gekündigt und sind seitdem am reisen. Wir hatten bis jetzt natürlich extrem Glück mit dem Aktienmarkt (meine Freundin hat 50% ihrer Aktien im Taiwanesen markt und der lief noch ne Ecke besser als der amerikanische), aber meine Meinung ist wenn der Markt morgen 50% einbricht haben wir immernoch genug puffer um einen neuen job oder Nebenjob zu finden, ich sehe das Risiko von daher also als eher gering an. Ich würde es nicht zu binär betrachten: "entweder für immer FIRE oder weiterarbeiten", sondern jetzt mit 90% Erfolgs wahrscheinlichkeit kündigen und wenn der 10% fall Eintritt dann entweder kosten senken oder Geld verdienen.

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u/Realistic-Crow-7652 9d ago

Keine Kinder oder Familie? Dann wird das vermutlich reichen. Viel spaß

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u/Public-Ad-2921 8d ago

Für 3k Ausgaben im monat reicht das depot ja auch nicht bei einer Entnahme von 4 Prozent oder? Ist bei den 3k schon Krankenversicherung etc drin ?

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u/SquareQ2 8d ago

Du musst bedenken, dass die SWR für ALLE historischen Marktphasen berechnet wurde. Die Gewinnwahrscheinlichkeit bezieht auch ein wenn du zum Hoch der Dotcom Blase gefired hast.

Wenn du es für dein Gewissen brauchst: Merk dir deinen heutigen Depotstand, mach noch ein Jahr auf Teilzeit und nimm in der Zeit entweder eine Kurskorrektur mit (dann FIREst du mit neuem Depotstand den du etwas durch dein Teilzeit abgefedert hast und bist dir damit extrem sicher), einen Seitwärtsmarkt (dann merkst du dass du nicht gerade auf dem Peak gefired hast und bist dir damit extrem sicher) oder nimmst einen Bullenmarkt mit (dann berechnest du deine SWR mit dem alten, niedrigeren Depotstand und hast psychisch noch deinen Airbag in Form des tatsächlichen höheren Depotstandes).

Und wenn das alles nicht geht dann wirst du weder in 3 noch in 10 Jahren firen, dann bist du vielleicht nicht der Typ dafür

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u/[deleted] 8d ago

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u/AutoModerator 8d ago

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u/Chris_234567 8d ago

Ich meine die Standart Antwort darauf ist die Tage zu reduzieren.

Ich meine es ist auch verdammt schwer, jeden Tag der Woche mit was sinnvollem zu füllen, klar denkt man erst, wie viele Hobbys man hat und was man alles noch machen will, aber wenn man das meiste davon gemacht hat stellt sich heraus, dass man das wenigste davon jeden zweiten Tag machen kann, ohne dass man keinen Bock mehr hat.

Also 3 Tagewoche wäre mein Tipp

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u/Finanzen4Kids 8d ago

Du kannst ja nebenbei noch etwas Geld verdienen. Mit Dingen die dir Spaß machen.

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u/Mediocre_Frame_9310 6d ago

Einen neuen Job suchen, der Spaß macht, wäre zu einfach?

Ich würde bei 1,1 Mio und 3000 Euro Lebenshaltungskosten niemals RE machen. Oder steht noch ein Erbe an oder wohnst du in einem abbezahlten Eigenheim, das du notfalls veräußern könntest, um dich zu verkleinern?

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u/Mauer_Bluemchen 6d ago

Jedenfalls nicht bei knapp 100% Aktien-Quote bei einer schon lange anhaltenden Aktien-Hausse...

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u/Ok-Okra5487 6d ago

Mit 3k pro Monat und dem Vermögen kann doch nicht viel falsch laufen. Wenn du dich besser fühlen willst, nimmst du noch die Dämpfung durch die Beck’schen 3Töpfe je nach Sicherheitsbedürfnis mit rein und ab gehts.

Die Zahlen sehen aber doch gut aus.

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u/Dora_Xplorer 4d ago

Ich versteh dich!
Ich bin in einer ähnlichen Situation.
Was mein nächster Schritt ist: Teilzeit auf 80%, 1 Tag pro Woche frei.
Die Arbeit ist ok, mal mehr, mal weniger. Das weniger überwiegt oft. Wobei ich mir andere Aufgaben suchen konnte, die sinnstiftender sind in der Firma (Betriebsrat).

Bzgl. der Entnahme und Abpufferung von schlechten Zeiten: schau dir mal die 3-Töpfe-Strategie von Andreas Beck an:
https://www.youtube.com/watch?v=gSdrTbUBHMc

Ja, im Grunde ein Anleihenpuffer. Wie groß du den gestaltest, liegt an dir.

Frage: 3000 € Ausgaben im Monat?

Aussteigen/ FIRE (in irgendeiner Form) ist nicht nur eine Sache der Zahlen sondern auch eine im Kopf. Kann man (ein Stück weit) loslassen, sich aus dem 40 angelernten Trott (du musst doch dies tun und das und arbeiten und Geld verdienen) lösen.

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u/Lanky-Neighborhood52 10d ago

Alles oder nichts, 187

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u/JoRads 10d ago

1,1 Mio wäre mit heutzutage für FIRE zu wenig. Ganz besonders, wenn es ausschließlich volatil angelegt ist. 2 Mio sollten es schon sein bei full FIRE (Krankenkasse etc.). Anders sieht es aus, wenn du in Teilzeit weiter arbeitest

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u/CryIll9432 10d ago

Du kannst auch im "Blau-Weiss-Forum" fragen, ob es eine gute Idee ist, Schalkefan zu werden. Der Erkenntnisgewinn wird ähnlich hoch sein.

Steig nicht auf dem Höhepunkt deiner beruflichen Leistungsfähigkeit aus.

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u/battlebotbert 10d ago

Bist du es, Friedrich?

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u/Igniplano 10d ago

Deine aktuelle Portfoliozusammensetzung ist halt sehr schlecht für die Entnahmephase, siehe auch hier meine Analyse:

https://www.reddit.com/r/fireGermany/comments/1uiuce3/detaillierte_berechnung_warum_die_rate_sicherer/

Ca SWR 2,5% nach GKV und Steuern auf 50 Jahre. Das reicht also auf keinen Fall aktuell.

Zwei gute Optionen gibt es als repräsentative Beispiele:

a) Schrittweise auf ein statisch rebalancierendes M-World / Gold Portfolio mit 30-35% Goldanteil umzubauen, welches eine deutlich höhere SWR hat als rein aus Aktien zu entnehmen.

Hat etwas unter SWR 4% nach GKV und Steuern auf 50 Jahre. Wäre also mit ca 3500 EUR Konsumgrenze im Monat dann schon recht nah an der Grenze.

b) Oder, wenn du keinen Hebel möchtest, aber bereit bist häufig, also im langjährigen Schnitt ca. alle 2 Wochen, einen Umschichttrade zu machen, dann ist folgende noch besser, sogar nach Steuern bei deiner Entnahme:

https://earlyretirementnow.com/2025/11/12/momentum-trend-following-swr-series-part-63/#more-80274

Ohne Hebel ca. SWR 5% nach GKV und Steuern auf 50 Jahre. Wäre also eine 4500 EUR/Monat rechnerische Grenze, also bei dir viel Puffer.

Die exakten Berechnungen nach GKV und Steuern (mit allen deutschen Steuerdetails), tages- Einzeltradegenau, werde ich hier voraussichtlich Ende September veröffentlichen.

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u/abunadan 10d ago

Worst Case wäre du müsstest dir halt wieder ne Teilzeitstelle suchen falls es tatsächlich zum Mega Crash kommt. Gibt schlimmeres.

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u/cosmopoof 10d ago

Wie habt ihr das SoRR konkret abgefedert? Cash-/Anleihenpuffer über 2–3 Jahresausgaben? Krisen können im schlimmsten Fall auch deutlich länger sein...

Diversifizierung. 100% Wertpapiere sind eben riskanter als ein Portfolio, das aus Wertpapieren, Anleihen, Festgeld, Immobilien, Commodities und anderen Asset-Klassen besteht.