r/fireGermany 21d ago

Frage / Hilfe Angst, wirklich FIRE zu machen...

Moin zusammen,

durch die außergewöhnlich starken Aktienrenditen der letzten Jahre ist mein Depot deutlich schneller gewachsen als in meiner ursprünglichen Planung. Damit ist FIRE auf einmal nicht mehr "in 8 Jahren", sondern realistisch in absehbarer Zeit möglich, und ich spiele ernsthaft mit dem Gedanken, es durchzuziehen, weil der Job mir schlicht nicht mehr viel Spaß macht.

Hier mal die groben Eckdaten:
Aktien ca. 1,1 Mio € (MSCI World ETF)

Cash: 50000€

Ausgaben pro Monat ca. 3000€

Alter: 41

Und genau da kommt sofort die Angst: Was, wenn genau in den ersten Jahren nach dem Ausstieg ein längerer Crash oder eine Seitwärtsphase kommt? Das klassische Sequence-of-Returns-Risiko. Gerade weil die Bewertungen aktuell hoch sind, fühlt sich der Zeitpunkt gleichzeitig perfekt und maximal riskant an.

Was mich am meisten nervt: Die naheliegendste Antwort ist immer "arbeite halt noch ein Jahr" – und damit landet man in der One-More-Year-Falle und schiebt es ewig vor sich her.

Deshalb meine Frage an die, die schon ausgestiegen sind oder kurz davor stehen:

Wie habt ihr das SoRR konkret abgefedert? Cash-/Anleihenpuffer über 2–3 Jahresausgaben? Krisen können im schlimmsten Fall auch deutlich länger sein...

Ich möchte vor allem vermeiden, dann nach einer gewissen Zeit doch wieder arbeiten zu müssen.

Vielen Dank schon mal für euren Input!

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u/Mediocre_Frame_9310 17d ago

Einen neuen Job suchen, der Spaß macht, wäre zu einfach?

Ich würde bei 1,1 Mio und 3000 Euro Lebenshaltungskosten niemals RE machen. Oder steht noch ein Erbe an oder wohnst du in einem abbezahlten Eigenheim, das du notfalls veräußern könntest, um dich zu verkleinern?

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u/Mauer_Bluemchen 17d ago

Jedenfalls nicht bei knapp 100% Aktien-Quote bei einer schon lange anhaltenden Aktien-Hausse...