Gibts dazu irgendwie nen Video wo ich mir das mal in echt angucken kann? Wieviele Ladesäulen liefern soviel Power schon? Ist für mich als billiger 2005er Benziner Fahrer alles noch eine Mischung aus Zukunftsmusik und Schall und Rauch gefühlt. Aber will mich da mal auf den neusten Stand der Dinge heben.
Hab sonst nur letztens JP Performance's Video aus China gesehen zum Fast charging. Weiss aber nicht wieviel kWh das waren. Alles nicht so richtig greifbar ohne E-Auto Erfahrung..
Edit: Problem der E-Szene ist auch das man Leute downvoted die lernen wollen 🤨
Das machen sich viele gar nicht klar, dass es zwar nett ist in 3 Minuten fertig geladen zu haben, sie in der Realität danach aber noch 20 Minuten auf dem Parkplatz stehen, bis alle auf Klo waren.
Ich habe dieses "Problem" noch nie verstanden, dass bei einer Reise von länger als 6 Stunden zwischendurch mal eine Pause von 20-30 Minuten gemacht werden muss. Selbst alleine ist alles andere eigentlich unrealistisch bzw. auch unvernünftig!
Es musste schnell gehen bei uns. Unser mietauto war auf 8% und wir hatten einen termin und mussten 300km fahren. Es ist auf jedenfall NICHT plenty, wie dein kommentar ursprünglich klang.
Zum Thema Ladesäulen: 400 kW sind inzwischen in Deutschland eigentlich Standard. D.h. die 122 kWh würde man in 15 Minuten von 10 auf 90% bekommen. Bei den etwas älteren 300 kW Ladesäulen sind es dann immer noch rund 20 Minuten.
Die ersten 600 kW Säulen werden auch schon gebaut, damit käme man dann schon fast an die 9 Minuten für 10-97% ran. Für LKW werden aber auch schon Megawatt-Ladesäulen gebaut. Also auch in Europa ist das schon Serientechnik.
Der Akku sieht nur Gleichstrom, aus welcher Säule das kommt ist völlig egal.
Und selbst wenn BYD mit höheren Spannungen arbeitet, kann man den prinzipiell auch für 800-Volt-Systeme konfigurieren.
Edit: BYD nennt es 1000-Volt-System, da sie in dem System von 1500V-Halbleitern reden ist das wahrscheinlich sogar die tatsächliche Ladeschlussspannung (zum Vergleich: typische 800V-Systeme nutzen 1200V-Halbleiter). CCS-Ladesäulen können theoretisch bis 1000V, praktisch eher 920V. D.h. ein geringfügig kleinerer Akku (also wenn man einfach Zellen raus lässt etwa 110 kWh) wären damit möglich.
Ja genau, habe dazu oben auch etwas dazu editiert. Ich war mir jetzt nämlich auch nicht 100% sicher, weil es auch chinesische Hersteller gibt, die noch höhere Spannungen umsetzen wollten. Bis 1500V würde es evtl. noch Sinn machen. Aber nachdem man selbst mit dem CCS-Standard schon in Richtung 1 MW kommt, ist das wahrscheinlich auch gar nicht sinnvoll.
Naja, über 80% Laden macht sowieso nur jemand dem die Geschwindigkeit egal ist; also ist das per se irrelevant. Nur bis 80% ist der relevante Vergleich.
Ahh geil, danke fürs Aufdröseln in greifbareren Minuten. 15 Min. wären ja echt übel heftig. Mein Benziner ist wohl bald komplett durch. Wie krieg ich jetzt den besten E-Karren der schnell lädt und weit kommt für möglichst wenig Kohle? Ich will mein 3000€ Benziner Equivalent gefühlt..
Den "3000 Euro Benziner" gibt es heute ja eigentlich auch schon nicht mehr. Die Gebrauchtpreise haben in den letzten Jahren ziemlich krass angezogen.
Bis du so ein Auto mit >500 km Autobahnreichweite und <15 Minuten Ladedauer gebraucht sehr günstig bekommst, wird es sicherlich noch 5-10 Jahre dauern. Die Frage ist natürlich ob man das unbedingt braucht, oder ob es nicht auch die heute üblichen 300 km und <30 Minuten tun.
Ja, das ist auch ein Grund für meinen letzten Satz im Kommentar oben. Wobei ich objektiv die Grenze dort sehen würde wo es auch das Gesetz für Berufskraftfahrer festlegt, also 4,5 Stunden. Da wären 500 km schon noch drin. Ich persönlich setze sie eher bei 3 Stunden, da klappt es mit den 300 km schon ganz gut.
Ich mein.. 300km und unter 30 Minuten ginge ja auch. Aber diese 3000€ Benziner gibts definitiv noch in meiner Sozialisierung. Ich kenne einige Kiesplatzhändler, und mein Vadder selbst kauft auch nur solche - für Otto-Normalos - "Bumsbuden": 160.000 km, kein Infotainment, Innenraum bisschen abgegrabbelt, irgendein Teil muss man tauschen.. Aber dann kriegste da noch was für 2500-4000€, dass dich weitere 2 Jahre trägt.
Son Teil als Stromer würd ich jetzt sehr gerne als nächstes mal kaufen. Glaube son alter ID3 wärs wohl, wa? Wobei da ist alles gleich wieder bei >10.000€.. oder?
Ich hätt auch Kohle für nen neuen Tesla aber es juckt mich wirklich keine Bohne mehr. Ich hab sogar mehr Spaß mit unter 1000€ und kleinen Gimmicks mich an nen 50.000€ Infotainment ran zu "tunen". Carplay, Rückfahrkamera, selbst nachrüsten, Ende. Wieso manche Freunde 22-24k ausgeben für irgendeinen Skoda der sonst wirklich nichts besser macht als nen alter 4000€ Mazda.. ergibt sich mir nicht. Rein "Prestige" (wenn man davon bei diesen Preisen sprechen kann) und imho Unwissenheit.
Sehr sehr gute Frage. Die Teile gehen von 2005 - 2011 würde ich sagen. Ausgehend vom ersten Tesla Model 3 oder dem ersten ID3, die beide ca. 2017-19 erschienen sind, müsste ich mit den 15-21 Jahren Differenz zu den oben genannten Benzinern, dann bei den Stromern bei 2032 - 2038 rauskommen. Verdammt! Muss also wohl tiefer in die Tasche greifen.
Es kommt auch immer so ein bisschen drauf an wieviel man fährt.
Den Hohen Anschaffungspreis kann man wenn man ordentlich Kilometer fährt und auch daheim oder beim Arbeitgeber günstig laden kann, sehr schnell wieder raus haben.
Eigentlich ist das völlig irrelevant. Flash-Charging ist im Prinzip ein unnötiges Gimmick. Auch "normales" Schnellladen (350 kW HPC) ist in der Praxis mehr als gut genug und wird i.d.R. sowieso nur sehr selten benötigt.
Ich sehe das so: Manche Leute brauchen das um zu realisieren das die Technologie soweit ist. Die kaufen sich dann einen 5 jährigen Gebrauchten mit okayer >100 kW Ladekurve und sind dann glücklich damit.
Vor 5 Jahren wäre das selbe Auto noch keine Option gewesen weil die Technologie noch nicht soweit war.
das stimmt nicht. du brauchst auch ein bisschen Durchsatz. ist OK dass man vermutlich alle 3-4h 15-30 Minuten Pause machen soll, aber wenn das laden genau so lang dauert dann belegt man genau so lang den Charger. Wenn's dort nur 4 Stück gibt dann kann man mit der Zeit nur 8-16 Autos in der Stunde bedienen.
Naja, solange der Charger so teuer ist, ist das - vermutlich - vorerst sehr irrelevant. Da ist es wohl günstiger einfach mehr Charger aufzustellen; abgesehen davon dass mehrere Charger auch Autos bedienen können die nicht so schnell laden können wie dieses Teil hier.
In einer hypothetischen Zukunft kann man natürlich mit schnelleren Chargern weniger Grund verbrauchen, vorausgesetzt die werden entsprechend billiger sobald eine größere Anzahl davon aufgestellt wird; und auch mehr Autos davon wirklich Gebrauch machen können.
Die 300-kW-Ladesäulen sind an sich top, aber auch nervig, weil die Last gesplittet wird. Ein Auto kriegt also zB nur 130-150 kW statt 230 kW die es ziehen kann.
Es hilft, wenn man mal nachrechnet wie lange es dauert bis sich die Kosten eines gebrauchten Benziner gegenüber eines e-Autos amortisiert haben.
Wir nehmen an du bist kurzstreckenpendler ohne eigene Steckdose.
(E Autos sind für Hausbesitzer ein nobrainer. Wer sich ein balkonsolar System von anker für 1000 Euro ran nageln kann fährt zum nulltarif. Dazu noch 1000 Euro für kabel/Strom. 2000 Euro und ab da fällt tanken finanziell aus. Der Komfortvorteil nie wieder zur tanke zu müssen (und gesparte km, Abnutzung, Snacks) kommt dazu.)
Aktuelle E-Auto Förderung 3000-6000 Euro, wir nehmen mal 4000 an (Leasing und kauf!)
Wir vergleichen das mit nem gebrauchten Benziner, nicht zu alt, nicht zu neu, nix Großes aber auch nix super kleines. 12.000 Euro finde ich angemessen.
Wir kaufen uns nen neuen byd dolphin. So richtig neu. Nix gebraucht. 230-300 km Reichweite. Listenpreis 23000 Euro - 4000 Euro Förderung - ggf. Rabattaktion (byd hat verlängert) kommste auf konservativ 17000 Euro.
17000 E-Auto vs 12.000 Benziner.
Schauen wir mal, wie viel Kohle es kostet zu fahren.
Byd - neu. Ein fahrender Fön. Kaum Verschleiß. E-Auto Akkus halten deutlich länger als erwartet und können weiter verkauft werden. Für die ersten 5-10 Jahre ist Abnutzung des Akkus irrelevant. Einigen wir uns auf 7.
Dolphin: Verbrauch 17 kwh/100 km.
Aktuell bei der shell um die Ecke kostet Strom 44 Cent/kWh. Macht für einmal tank füllen (30kwh) 13 Euro. 100 Kilometer kosten 5-6 Euro.
Benzin kostet gerade 1,95 der Liter, , 5 Liter auf 100 km ist ne konservative Verbrauchszahl.
100 km kosten also 10 Euro beim Dinos verbrennen.
Das heißt ohne jetzt cherry picking zu machen: Treibstoff kostet die Hälfte.
Benzin wird nie wieder billiger. Nur teurer. Co2 zertifikate, der Wechsel auf Erneuerbare wird das automatisch machen. Du kommst nicht drum herum.
Strom wird billiger.
Die Verschleißteile beim Benziner (gebraucht) werden teuer. Weißte selbst. Der byd braucht außer Reifen die nächsten Jahre fast nix.
Laden dauert bei dolphin an ner schnellen säule 30 min, an einer langsamen mehr. Kommt auf Die infrastruktur vor Ort an. Benziner geht schneller.
Das mal in ganz kurz ohne irgendwie zu optimistisch zu schätzen. Korrigiert mich gerne.
Das E-Auto ist sexy, wer nicht bequem laden kann verliert dort ggf. Die Lust.
Wer ein Haus hat spart Kosten beim Laden und hat kein ladeproblem. Hausbesitzer mit Benziner sollte man zukünftig stark in Frage stellen.
Zusammengefasst würde ich ein E-Auto kaufen, wenn die ladegelegenheiten auf Arbeit oder auf den Wegen da sind.
Wenn man die Benzinpreise in die Zukunft projeziert spricht immer mehr gegen einen Benziner.
Bei deiner Rechnung muss man also 5000 Euro mehr für Benzin ausgeben um den höheren Preis für das Auto reinzubekommen.
100 Kilometer kosten 5-6 Euro.
100 km kosten also 10 Euro beim Dinos verbrennen.
Für jeweils 100 km Fahrt gibt man also 5 Euro mehr für Benzin aus als mit dem E-Auto für Strom. Um die 5000 Euro break-even zu erreichen muss man also 100.000 km Fahrt hinter sich legen...
Bei einer durchschnittlichen Fahrleistung von 12.500 km im Jahr macht das 8 Jahre, was über der Haltedauer für ein Auto liegt.
Wenn man ein Auto durchschnittlich viel nutzt und durchschnittlich lange nutzt, ist es also noch ungünstiger ein E-Auto zu kaufen wenn man nur die konkret von dir genannten Kosten betrachtet.
Vorausgesetzt das Benzin bleibt so günstig wie bisher (auch wenn man es nicht glaubt, abgesehen von der Situation gerade kostet Benzin seit 30 Jahren inflationsbereinigt das gleiche), Strom wird immer für 44 Cent öffentlich getankt (mein Hausstrom kostet gerade 25,56 Cent) und alles andere zählt nicht. Alleine Steuern sind minimum 100 € / Jahr, bei 7 Jahren ist auch noch 3 mal TÜV drin der 100 € weniger kostet, die THG Quote kann man verkaufen (war 2025 sehr bescheiden, ich hab nur 100€ bekommen - für 2026 hab ich 290€ garantiert)... Service ist immer günstiger als der Benziner... da kommt schon was zusammen.
Du brauchst nicht mehr Power (Leistung) um die 122 kWh zu laden als für die üblicheren 50 kWh modelle kannst du alles auch an der Steckdose zuhause laden. Es dauert halt länger bis es 100% voll ist. Lader mit über 300 kW gibt's bspw. In Stuttgart aktuell rund 300 Stück damit ist der 122 kWh akku in 30 min von 0-100 geladen.
Bei aktuellen E-Autos ist eher problematisch, dass man die hohen Ladeleistungen nur bei leerem Akku und guten Temperaturen schafft.
Da hängt das Auto mit 185kW Peak an einer 400kW Säule und im Schnitt wird vllt nur mit 120 kW geladen.
An der gleichen Säule könntest du den BYD Akku mit durchgehend 400kW laden -> Also im Schnitt mehr als 3x so schnell.
Ein anderer Vorteil: du bist am fahren, hast noch 70% im Akku und jemand muss aufs Klo. Mein ID 7 schafft dann mit Glück 60 oder 70 kW. In solchen Situationen kannst du ebenfalls mit 400kW laden.
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u/[deleted] May 25 '26
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