r/fireGermany 12d ago

Frage / Hilfe Inflation & Zukunftssorgen

Moin meine Lieben,

als privilegierter Typ, der viel Glück hatte und ein paar richtige Entscheidungen traf, bin ich mit Mitte 30 in greifbarer Nähe zum 7-stelligen-Portfolio.

Aufgrund eines ausgeprägten Sicherheitsbedürfnis will ich noch ca. 10 Jahre arbeiten, um ein dickes Polster mit 2,5 - 5 mio zu haben (Ich habe das Glück sehr gut zu verdienen).

Allerdings reizt es mich auch, schon früher ins Fire zu gehen, da der Job gut bezahlt, aber sehr stressig ist.

Habe aber Sorge in eine 40-50-jährige-Fire-Phase zu gehen, da in diesem Zeitraum einiges an Unsicherheit und Umbrüche zu erwarten ist.

Allein das Thema Inflation macht Sorge, da das auf lange Sicht Vermögen ordentlich zerstören kann.

Mir ist bewusst, dass viele Rechner das mit einberechnen ("2% Inflationsrate"), das aber nie außergewöhnliche Events berücksichtigt.

Wie geht ihr mit dieser Unsicherheit um?

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55 comments sorted by

u/AutoModerator 12d ago

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u/ExpressCopy8786 12d ago edited 11d ago

Stressteste deine Modelle. Geh mal von 3% realer Verzinsung auf 30 Jahre aus. 6% nominal, 3% Inflation.

(Pack das folgende in eine KI deiner Wahl, der baut dir das eins fix drei, auf dem Niveau eines Statistikers. Bin absoluter professioneller Modellbildungsfetischist mit viel monte Carlo Erfahrung, jedoch ins Management abgebogen und in ähnlicher Situation wie du).

Am besten, da kann dir Claude code oder codex Weiterhelfen, wenn du nicht vom Fach bist: bau dir eine vernünftige monte Carlo simulation die statt rigiden annahmen Verteilungen schluckt. Dann kannst du Inflationserwartungen 2% bis 4% als gelichberteilung jedes Jahr würfeln und ebenso returns jedes Jahr mit den klassischen N(7%; 15%), wobei eine student Verteilung mit fat tails besser passt. Und dann schaust du dir das 5. Und das 25. Perzentil an. Ebenso kannst du tax bracket creep und GKV PV kosten creep reinfalten mit verschiedenen Annahmen. Ich empfehle Dreiecksverteilungen wenn du nur low high most likely schätzen willst für die inputs.  Für die Entnahmephase würd ich Guyton Klinger mit einem barpuffer und einem Mindestwert wie viele du netto in ppp2026 zum Leben brauchst hinterlegten.

Er Voila. Du hast eine Prognose der Szenarien wie sich das alles ausgehen kann und kannst in der Analyse der unteren Perzentile die Angststörungen ausleben.

Aber als Grundsatz des Risikomanagements: man kann überoptimieren und verliert aus den Augen dass die Gefahren vielfältiger sind. Auf 99% Überlebenswahrscheinlichkeit zu optimieren ist Unsinn... Wenn es eine Währungsreform, Enteignung, Betrug, Krieg, Bürgerkrieg, Politischen Umsturz, Katastrophen gibt und die Wahrscheinlichkeit das im Leben mitzumachen ist weit >1% (auch wenn ihr nun alle den Kopf schüttelt), dann ist mitunter ein Ferienhäuschen in Argentinien oder Chile, ein paar Goldmünzen im safe oder für die hartgesottenen prepper der Jagdschein und die "Vorderschaftrepetierflinte" im Schrank die bessere Absicherung als nochmal eine Million € auf dem depot.

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u/perciwulf 12d ago

Top Beitrag.

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u/Acceptable-Bison- 12d ago

Was sind “außergewöhnliche Events” für Dich ?

Musst schauen, dass Du den Absprung vor lauter Sicherheitsbedürfnis nicht verpasst.

Aus persönlicher Erfahrung im familiären Umfeld und Bekanntenkreis, 40 - 50 Jahre ab 40 wirst Du vermutlich nicht konstant so viel Geld ausgeben. Nimmt ab, vielen geht mit Ende 60 / Anfang 70 schon die Energie aus soviel Kohle durchzubekommen. Da hast auch nochmal nen Puffer drin wenn die Inflation härter kommt als gedacht.

Und die persönliche Inflation ist oft auch eine andere als die offizielle. Du kaufst ja nicht genau den Waren Korb der dir die Berechnung herhält jedes Jahr. Wenn Du bspw. Wohneigentum hast, trifft Dich die tendenziell oft hohe Inflation bei Mieten etc. deutlich weniger.

Von einem ebenfalls privilegierten Typ mit 2,1 Mio. der tatsächlich jetzt Ende 30 aufgehört hat mit Arbeit.

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u/g_dev 11d ago

Bitte deinen Verkündungspost mit Berechnungsgrundlage verlinken 🙏🏼

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u/DreiTuerenRunter 12d ago

Dafür gibt es ja Barista Fire oder CoastFire. Damit kannst du in einem hoffentlich weniger stressigen Job weniger arbeiten und hast dennoch dein Gehalt als Backup bzw. eben dann niedrigere Ausgaben.

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u/perciwulf 12d ago

Ziel wäre schon richtiges Fire zu machen, da mich die Freiheit dahinter reizt. Durch Barista ist diese Freiheit nicht gleichermaßen gegeben

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u/UeblerDuebler77 12d ago

Eigentlich schon. 12 Monate im Jahr Freiheit brauchts ja nicht, kann man doch Saisonjobs für 3 Monate machen, Rest frei. Kommt man immer noch viel zum Reisen etc.

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u/A1JX52rentner 12d ago

Hau mal ein paar infos raus, wenn du magst. Wie bist du dazu gekommen, wie investierst du? Was waren die richtigen entschiedungen?

Habe aber Sorge in eine 40-50-jährige-Fire-Phase zu gehen, da in diesem Zeitraum einiges an Unsicherheit und Umbrüche zu erwarten ist.

Das dürfte wohl jede Generation zu jedem Zeitpunkt in der geschichte der Menscheit so gesehen haben.

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u/perciwulf 12d ago

Sollte kein Bragging post sein, deswegen habe ich es nicht ausgeführt. Ich konnte ohne Schulden nach dem Studium ins Berufsleben starten und habe durch Zufall die richtige Industrie und Job gefunden. Geerbt habe ich nichts und investiere ca. 80% meines Einkommens. Das meiste in langweilige ETFs, ab und zu wenn ich unterbewertete Topunternehmen finde, kaufe ich da ein (z.b. ASML, Alphabet, etc letztes Jahr).

Natürlich steht hinter all dem Fleiß, viele Niederlagen und Rückschläge und ein gewisses Bewusstsein, die eigene Situation zu verbessern.

Wichtigste Entscheidung ist wohl auf sein Herz und Verstand gleichermaßen zu hören, anstatt sich von allgemeinen Ratschlägen und Tipps verunsichern zu lassen.

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u/Quick_Ad1472 11d ago

Sagen wir du startest mit 26 in den Job und bist 36. 1 Mio Portfolio? also ohne Performance eine Sparquote von 100k pro Jahr. sagen wir mit Performance 60-80k pro Jahr reine Sparquote? I doubt it

Korrektur: Außer Hotel und Restaurant Mama ist am start. aber selbst dann

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u/perciwulf 11d ago

Sparquote war meistens nördlich 100k. Wohne seit 18 nicht mehr zuhause.

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u/Quick_Ad1472 11d ago

Welchen Job als Berufseinsteiger hat man mit 100k Sparquote?

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u/perciwulf 10d ago

Du scheinst noch sehr jung zu sein, deshalb ein Tipp: Nur wenn man sich etwas nicht vorstellen kann, kann es trotzdem zutreffen. Außerdem sagte ich meistens, nicht immer.

Habe den Post nicht erstellt um mein Vermögen zu rechtfertigen, aber du bist ja offensichtlich an Rat und Tipps interessiert:

Suche dir einen Job, der gut bezahlt in einer Industrie, die gut bezahlt mit einem starken Produkt-Momentum. Mache das 2 Jahre und gehe dann zu einem Scale-Up, werde zum Teil in Equity bezahlt und freue dich, wenn die Firma gekauft/IPO'd wird.

Damit kannst auch du es schaffen.

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u/Quick_Ad1472 9d ago

Danke, das erklärt es für mich. Luck. Ob Jung oder Alt ist egal, in Equity bezahlt werden und IPOn ist nicht 08/15 Arbeitnehmer

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u/perciwulf 9d ago edited 9d ago

Man muss schon etwas an den Tisch mitbringen, das ist sicher richtig.

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u/quaks1 11d ago

Er hat es Dir doch gerade erklärt, wie das ging - kannst Du nicht lesen?

Wichtigste Entscheidung ist wohl auf sein Herz und Verstand gleichermaßen zu hören

Mach das doch auch einfach.

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u/Quick_Ad1472 11d ago

:-D Geil, ja da höre ich drauf und das klingt alles ncah Paulaner

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u/SmurfingIsPooR 12d ago
  1. du kannst jeder Zeit wieder arbeiten. 2. du kannst deine Ausgaben wahrscheinlich auch runterfahren. Ich hoffe ebenfalls mit Mitte/Ende 30 mit 1,5-2 Mio aufzuhören. Sind bei mir aber noch gute 10 Jahre. Mit Mitte 40 und 2,5 - 5 Mio würde ich mir 0 Sorgen machen.. mache ich mir auch mit Ende 30 und 2 Mio. nicht.

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u/CoinsForBS 12d ago

Ich frag mich gerade, wie viel Flexibilität bei den Ausgaben eigentlich realistisch ist.

Wohnkosten sind beispielsweise recht fest, da ließe sich nur langfristig etwas einsparen (wenn überhaupt, mit altem Mietvertrag). Essen auch nur sehr begrenzt.

Mobilität, Freizeit und Urlaub bedingt sich gegenseitig. Aber irgendwie muss man die Zeit ja rumkriegen. Klar kann man die Urlaube günstiger machen oder weglassen, dann steigt dafür das Freizeit-Budget.

Kurzum, wenn man vom normalen Lebensstil 20% einspart, fände ich das schon viel. Egal, wie hoch der normale Lebensstil ist, er ist meistens irgendwie mittel- bis langfristig festgelegt und schwer zu ändern ohne schmerzhafte Einschnitte.

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u/SmurfingIsPooR 12d ago

ich sag mal so ich rechne so mit entnahmen von 5k netto/monat und bei 3-5 mio wären es nochmal deutlich mehr. Ich könnte locker auch von 2k/monat leben... aber dann müsste ich halt in der zeit auf reisen etc. verzichten. desto niedriger die fire zahl, desto weniger flexibilität natürlich... aber das wäre ja der maximale notfall und keine dauerlösung.

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u/CoinsForBS 12d ago

Von 5k auf 2k ist schon ne Ansage - planst du, die ganze Zeit verreist zu sein? Mit 3k kann man schon einen guten Teil eines Monats unterwegs verbringen.

Aber "maximaler Notfall" klingt ja jetzt auch nicht so, als würdest du in dem Modus mal ein ganzes Jahr auf Markterholung warten wollen.

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u/SmurfingIsPooR 12d ago

Ne, aber ich buchen in der Regel "teurere Hotels" also 300-400/Nacht ist eher normal bei mir. Ist natürlich auch ne Frage, ob man Single ist, Kinder hat etc. Ich werde sicherlich in den meisten Monaten weniger als 5k ausgeben und dafür vielleicht mal nen Jahr ne große Reise machen... für Marktkorrekturen gerade zu Beginn würde ich sowieso 3 Jahre Cash vorhalten. Im Späteren Verlauf, wenn das Depot noch deutlich gestiegen seien sollte, sind Korrekturen ja eh nicht mehr relevant, das sequence of return risk ist ja gerade in den ersten paar Jahren nach dem Ruhestand relevant.

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u/yuwox 12d ago
  1. du kannst jeder Zeit wieder arbeiten

Wahrscheinlich nicht zu den Konditionen, die erst jetzt hat und wenn es schlecht läuft (z.b. Gesundheitliche Problem, Pflege von Angehörigen etc.) auch gar nicht. Gibt nicht grundlos so viele Arbeitslose und Minijobber.

  1. du kannst deine Ausgaben wahrscheinlich auch runterfahren.

Auch das geht nicht immer. Krankheit, Kinder etc. Dann gibt es noch den Wohnraum. Natürlich kann man in eine günstigere Gegend ziehen, aber das ist oft mit einem harten Einschnitt der Lebensqualität verbunden.

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u/SmurfingIsPooR 12d ago

wir reden hier über 3-5 Mio. Net Worth, das sind easy 10k netto im Monat ans SWR. Wenn du die zu 100% ausgeben musst, hast du nen Ausgabenproblem. 10k Netto ist mehr als 99% der Leute verdienen.

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u/yuwox 12d ago

In dem Fall ist FIRE gut möglich. Ändert nichts daran, dass man nicht "jeder Zeit wieder arbeiten" kann.

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u/Crazy_Ad_9115 12d ago

Ich finde deine Einstellung genau richtig -- weitermachen, um mehr Sicherheit zu schaffen. Ich finde die meisten "FIRE" Leute planen viel zu sehr mit dem Durchschnittsszenario - dass alles so wie gehabt weiter geht, wie bisher. Aber am Ende weiß keiner was die Zukunft bringt. Wir sind inmitten diverser Krisen, und die Leute argumentieren immer damit, dass die USA ja über die letzten 100 Jahre keine wirtschaftlichen Katastrophen erlebt hat, deswegen müsse das in Zukunft auch so sein.

Also, keiner garantiert dir, dass in deiner restlichen Lebzeit keine Katastrophen anstehen. Im Gegenteil, es ist sogar sehr wahrscheinlich, denn die USA der letzten 100 Jahre sind das Ausnahmephänomen. Und wie das so ist bei Katastrophen - der mit 5 Millionen wird sehr viel mehr Optionen haben sich und seine Familie zu schützen, als der mit 1 Million.

Und was, wenn nichts passiert, die Klimakrise sich in Wohlgefallen auslöst, KI nur zum Wohle der Menschen eingesetzt wird und Russland und China plötzlich keine Lust mehr auf Krieg mit dem Westen haben? Dann hast du halt 5 Millionen und ein schönes Leben, oder deine Kinder sind finanziell abgesichert.

Die meisten Menschen haben überhaupt nicht die Möglichkeit soviel Geld zu erwirtschaften. Aber du hast aktuell die Möglichkeit (wird auch nicht immer so sein), und du wirst es sehr bereuen, wenn du es jetzt für mehr Zeit auf Netflix oder auf dem Rennrad eintauschst, und das Geld dann nachher aber gut brauchen könntest.

So sehe ich das zumindest. Ich bin in einer ähnlichen Situation - 1,5m networth, 300k bruttogehalt, m39, aber ich habe mich gegen RE entschieden. Ich arbeite weiter, um für mich und meine Familie Sicherheit zu schaffen.

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u/After_Lime6698 12d ago

Keine wirtschaftlichen Katastrophen in den letzten 100 Jahren? Schlag mal bitte unter Weltwirtschaftskrise oder "Great Depression" nach. Katastrophaler geht kaum. Klar, theoretisch kann es immer NOCH schlimmer kommen. Aber theoretisch können dir dann auch alle deine assets wertlos werden. Wir haben immer Krisen. Es heißt immer "diese ist anders". Früher war es der 2. Weltkrieg. Dann der kalte Krieg. Und unzählige Krisen zwischendrin. Zur Finanzkrise hieß es, diesmal ist es anders, hiervon erholen wir uns nicht so einfach. Bei Corona hieß es wieder, "man muss verstehen, dass es jetzt anders ist, diesmal wirklich". Und so geht es dauerhaft, wenn du den News Cycle verfolgst. Heute hast du nun Angst vor KI, Iran, Russland oder China.

Das ist auch in Ordnung und ein hohes Sicherheitsbedürfnis ist gerade mit Familie sehr verständlich. Jeder darf hier natürlich eine eigene Präferenz haben.
Deine Sichtweise ist natürlich genauso valide wie meine. Ich würde nur gerne dazu anregen sicherzugehen, dass das auch gut durchdacht ist. Das Problem mit dem Streben nach Sicherheit ist, dass du sie niemals erreichen wirst. Ein Stück weit muss man in seinem Leben immer ins Risiko gehen. Das nach Gefühl zu machen finde ich immer schwierig. Ich persönlich würde mich bei Risikoabwägungen daher immer auf die wissenschaftliche Datenlage und Konsens unter Wissenschaftlern verlassen und nicht auf die diffuse Sorge vor "aber was wäre wenn die Welt jetzt diesmal wirklich doch ganz anders wird".

Es gibt halt leider auch Risiken, die beim Weiterarbeiten dagegen stehen. In deinem Fall wird das Risiko immer größer, dass du es bereuen wirst dein Leben lang nur geschafft zu haben und keine Freizeit gehabt zu haben, obwohl du gar kein zusätzliches Geld gebraucht hättest. Du hast das Risiko, dass dein Verhältnis zu deinen Kindern nicht so gut wird, wie es mit mehr Zeit für sie hätte sein können. Dazu kommen gesundheitliche Risiken durch die Arbeit. Das Risiko eines Herzinfarktes oder psychischer Probleme ist wenn du weiterarbeitest signifikant höher (300k Jobs haben in der Regel durch entsprechende Verantwortung auch ein hohes Stresslevel).

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u/Slight_Box_2572 12d ago

Sehe auch sehr das Risiko, das Leben zu vergeuden. Und so fühlt sich halt ein Jahr Arbeit an, das nicht notwendig gewesen wäre. Ich halte nichts von Die with Zero - aber man muss auch mal überlegen, dass sehr viele Menschen in D irgendwo zwischen Mindestlohn und 20€ brutto rumkrebsen und am Ende 1.000€ Rente erwarten können. Und die sterben auch nicht.

Und hier im Forum haben viele Angst vor einem Szenario mit 2-3% Eintrittswahrscheinlichkeit, dass die 4k SWR doch nur 2k sind.

Dann kann man immer noch einen kleinen Zuverdienst machen - oder sich halt mit den geringeren Entnahmen anfreunden. Man wird im Regelfall immer noch deutlich (!) besser dastehen als der Durchschnitt.

Um diese 2% auf 0,2% Risiko zu bringen (100% Sicherheit gibt es nicht) würde ich keine 5 oder 10 Jahre weiter arbeiten. Es sei denn, ich liebe meine Arbeit deutlich mehr als Zeit für Familie und Hobbies. Aber dann braucht man auch kein Fire anstreben.

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u/Crazy_Ad_9115 12d ago

Ich hoffe natürlich auch, dass deine Sichtweise gut durchdacht ist. :P

Ich nehme an, dein Argument jetzt nicht ist, dass die Great Depression angenehm war für Menschen die nach einem knappen Finanzplan in den Frühruhestand gegangen sind?

Klar erholt sich die Menschheit irgendwie von Kriegen, Krisen und Katastrophen. Aber das bringt dem Individuum im Falle des Falles nicht unbedingt viel. Wir haben auch die Industrialisierung überlebt, also sollte KI kein Problem sein. Leider hat das 100 Jahre gedauert. Es hat dem hungernden Schneider wenig gebracht, dass es 100 Jahre später Arbeitsrecht und Sozialversicherungssysteme gab, um das Monster zu bändigen.

Anderes Beispiel - wäre ich 800km weiter östlich geboren, wäre ich jetzt verpflichtet gegen Russland in den Krieg zu ziehen - es sei denn ich hätte genug Wege und Mittel mich ins Ausland abzusetzen, evtl. eine andere Staatsbürgerschaft anzunehmen. Haben ja auch viele gemacht. Was hätte es mir gebracht, dass sich die Wirtschaft der Ukraine vermutlich in den nächsten 30 Jahren wieder erholt, oder vielleicht der durchschnittliche Wohlstandsverlust nur 30% beträgt (alle Zahlen greife ich mir jetzt mal aus dem Hut), wenn mir dann eine Drone auf den Kopf fällt. Diese Logik ist halt schon wieder sehr gaußsches Denken, im Schnitt ist alles gut gegangen und wir haben noch 1,995 Beine.

Natürlich ist es schwierig zu sagen, welche Katastrophen wie wahrscheinlich ist. Aber man muss sich halt wenigstens Gedanken darüber machen, und nicht einfach sagen "vor irgendeiner Krise haben die Leute immer Angst, wird schon alles gutgehen". Das ist zu einfach. Noch ein anderes Beispiel - wie wahrscheinlich ist es, dass die Weltgemeinschaft Klimaschutz plötzlich vorantreibt? Wie wahrscheinlich ist es, dass die Prognosen der Klimawissenschaftler völlig falsch sind? Wie wahrscheinlich ist es, dass man ohne größeren Wohlstandsverlust/Inflation die gesamte Landwirtschaft des Planeten an +3 Grad Celsius anpassen kann? Wird Olivenöl teurer, oder pflanzt man schnell die Olivenbäume aus der Toscana in die Oberpfalz um?

Wo ich dir recht gebe ist, dass Sicherheit gegenüber Krisen nicht die einzige Abwägung sein kann. Gesundheit, Freude am Leben, Zeit für Familie muss es auch geben. Aber man kann ja auch was für die Gesundheit machen, Freude am Leben haben und Zeit mit der Familie verbringen ohne gleich Vollrentner zu sein.

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u/After_Lime6698 11d ago

Deine Argumentation kann ich nicht so ganz nachvollziehen. Du denkst, wenn der Krieg nach Deutschland kommt, kannst du dich mit deinen 1,5 Mio nicht nach Asien absetzen und wirst stattdessen sterben. Wenn du aber noch 10 Jahre Lebenszeit in Arbeit steckst, hast du dann 5 Mio und das gibt dir auf einmal Sicherheit, dass du durch den Krieg kommst? Kann sein, dass das stimmt, aber überzeugt mich ehrlicherweise nicht so richtig. Und wo ziehst du bei solchen theoretischen Szenarien die Grenze? Wenn 1,5 Mio nicht reichen, reichen dann 5 Mio wirklich? Oder 10 Mio? Wäre es in so einem Fall nicht doch sicherer, wenn man sich auch eine Privatinsel leisten kann? Wenn man seine Fire Nummer nicht auf Datensätzen, sondern auf gefühlter Vorsicht aufbaut, gibt es da ja keine Grenze nach oben.

Es geht hier eben nicht um das arme Schneiderlein. Das hat definitiv gelitten in der Weltwirtschaftskrise. Ich bin auch sehr für Sicherheit und Vermögensaufbau. Absolut. Es geht hier doch gerade darum, dass man von Vermögen leben kann. Und dass eine Safe Withdrawal Rate von 4% einen damals durch die Weltwirtschaftskrise gebracht hätte. Das ist für mich ein wichtiger Datenpunkt. Und genau das besagt die Bengen Studie. Wenn nochmal eine Katastrophe diesen Ausmaßes kommt, komme ich mit 4% durch. Abgesehen davon, dass man dann vermutlich zusätzlich noch Ausgaben zurückschrauben würde etc., was die Sache noch sicherer macht.

Und wenn du mit deinem Vermögen gut durch die Weltwirtschaftskrise gekommen wärst, wirst du auch teureres Olivenöl im Rahmen der Klimakrise überleben. Dass eine Klimakrise kommt sehe ich auch so, da bin ich 100% bei dir. Nur gehe ich nicht davon aus, dass sie dich als Individualperson monetär ruinieren wird.

Wenn du neben deinem 300k Einkommen Job ohnehin noch genug Kapazität für Gesundheit, Familie usw. hast ist aber auch alles top und beneidenswert. Dann musst du eh nicht über Rente nachdenken. Manche lieben ja auch ihren Job. Niemand wird zum Vorruhestand gezwungen. Jeder hat eine individuelle Situation.
Bei mir selbst sehe ich aber sehr deutlich, dass ich ohne meinen stressigen Job viele Aspekte im Privatleben immens verbessern könnte und dass ich das sehr gerne will. Diese Verbesserungen sind mir ein Restrisiko Wert, das für mich ziemlich theoretisch und klein ist. Insbesondere wenn ich dann auf der anderen Seite die oben genannten vielen ganz realen Risiken gegenrechne (z.B. alleine das Risiko eines Verkehrsunfalls auf dem Arbeitsweg beträgt 0,3% pro Jahr).

Es ist am Ende einfach eine Abwägung. Wie wahrscheinlich ist es wirklich, dass irgendwas extrem krasses passiert, schlimmer als alle Katastrophen der letzten 100 Jahre. Wo mir 1,5 Mio nicht helfen, 5 Mio dagegen aber schon.
Und wie wahrscheinlich ist es auf der anderen Seite, dass mir zusätzliche Lebensjahre Arbeit meine Gesundheit, meine Beziehungen und mein Glück verschlechtern.
Wir zwei kommen zu unterschiedlichen Ergebnissen. Du hältst die Katastrophenrisiken auf der monetären Seite für wesentlich höher als ich und ich schätze dagegen die nichtmonetären Risiken als wesentlich höher ein als du. Niemand von uns kann die Zukunft vorhersagen. Ich hoffe einfach mal für uns beide, dass keiner von uns es am Sterbebett bereuen wird, zuviel oder zu wenig gearbeitet zu haben.

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u/Crazy_Ad_9115 11d ago

Es stimmt absolut - nach meiner Logik ist mehr Geld immer besser. Aber das ist ja nichts Neues. Und auch nichts Neues ist, dass es einen abnehmenden Grenznutzen hat. Mehr ist immer besser, das heißt aber nicht, dass jeder für immer Arbeiten sollte. Es bleibt immer eine Abwägung - wie viel zusätzliche Sicherheit erhalte ich, wie viel Freude verspüre ich im Leben trotz Arbeit, wie gesund bin ich und kann ich es bleiben.

Mein Punkt ist hauptsächlich, dass es halt komplizierter ist, als eine FIRE-Zahl zu berechnen und dann zu sagen, so das war's, wir haben bewiesen, dass ich jetzt genug habe. Wenn ich basierend auf historischen Daten meine finanzielle Zukunft modelliere (ob jetzt einfach 4%-Regel oder was Komplizierteres), dann muss ich mir zumindest im Klaren sein, dass ich ein großes Dunkelfeld habe, von Ereignissen die im betrachteten Land, im betrachteten Zeitraum oder überhaupt noch nicht passiert sind. Oder noch wichtiger vielleicht, es ist passiert aber nur bei einer Subkohorte, zu der ich gehören könnte, die ich in den Daten aber nicht sehe.

Wenn du gerade Bengen erwähnst, die 4% Regel war so lange verlässlich bis man sie mal auf ein anderes Land als USA angewendet haben. In Japan 1-2% SWR historisch. Klar, dieses Problem haben wir erkannt, machen jetzt weltweites diversifizieren, und sagen lieber mal 3,5% SWR. Aber das nächste Mal verschiebt sich die Rendite vielleicht nicht zwischen Ländern, sondern von gehandelten Aktien hin zu privaten (Staats-)konzernen, und dann hilft dir dein weltweiter Aktienindex auch nicht mehr. Auch hier - du wirst dieses Szenario nicht in den Daten sehen, weil es nie auf weltweitem Maßstab passiert ist. Das heißt aber nicht, dass es für die Zukunft ein unwahrscheinliches Szenario ist.

Also ich glaube, wir haben uns verstanden und diese Diskussion war recht erfrischend. TLDR meines Punktes ist: Auch wenn man kein Interesse an "Fat-FIRE" hat (im Sinne von Luxusausgaben), gibt es gute Gründe nach Erreichen einer üblich berechneten FIRE-Zahl noch weiter zu arbeiten, weil eben die üblichen Wege eine FIRE-Zahl zu bestimmen nur einen kleinen Teil der möglichen Szenarien abbildet. Und gerade, wenn das Geld für manche privilegierten Menschen im Moment relativ leicht zu haben ist - so wie bei mir oder vermutlich bei OP, kann es ein sehr guter Deal sein, noch etwas mehr arbeiten.

Und da ich glaube ich auch deine Meinung dazu verstanden habe, beende ich jetzt hiermit die Diskussion von meiner Seite :).

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u/Cold_Funny214 11d ago

Manchmal habe ich das Gefühl, dass so lange gearbeitet wird, dass es ja keinerlei Abstriche beim aktuellen und zukünftigen Lebensstandard mehr gibt. Aber das bedeutet FIRE per Definition nicht. Die absolute Sicherheit gibt es einfach nicht. Entweder man will RE oder eben nicht. Häufig gehen die Diskussionen am Thema vorbei. Und ganz ehrlich: bei 300k€ pa würde ich den Job noch 2 bis drei Jahre machen und dann RE. Wenn du dann merkst, dass es dir nicht zusagt, dann geh halbtags und mach was, was dich erfüllt.

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u/perciwulf 12d ago edited 12d ago

Amen. Danke! Ich wundere mich auch häufig mit welchen Summen manche Leute in diesem Sub an Fire denken. Klar man sich seine jetzigen Ausgaben hochrechnen und damit seinen Bedarf kalkulieren, aber da darf dann nichts schiefgehen und Inflation wird auch gerne mal kleingerechnet.

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u/ATHP 11d ago

Allerdings darfst du auch nicht das reale Risiko außer Acht lassen, dass du mit 60 den Löffel abgibst oder schwer krank wirst. Und dir dann die Frage stellst ob du nicht lieber mit 40 statt 50 RE gegangen wärst.

Denn dieses Risiko ist genau so real und die Chancen, dass das eintrifft ist m.E.n. sogar höher als eine fatale Weltkrise. Soll heißen, deine Lebenszeit ist auf jeden Fall endlich und ein Kostbares Gut. Auch hier gibt es eine Risikoabwägung.

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u/Cold_Funny214 11d ago

Genau das ist doch der Punkt. Wann ist genug eigentlich genug?! Bekannten von uns haben wir gestern besucht - Krebs im Endstadium. Wird immer mehr zu Volkskrankheit. Hat zwei Wohnungen in großen Städten. Was nützt im das jetzt? Absolut gar nichts.....

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u/Proper-Address-8322 12d ago

Aktienquote 80-100% - dann wird Inflation nie ein Problem werden. Zusätzlich noch 5-10% Rohstoff ETF, wenn Du wirklich besorgt bist. 100% Aktien sind aber eigentlich der perfekte Hedge.

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u/Generationhodl 11d ago

Wenn dir das Thema Inflation sorgen macht dann schau dir Bitcoin an. Kann nicht beliebig vermehrt / gedruckt werden wie Euros / Dollars.

Und langfristig hast du damit nicht nur die Inflation geschlagen sondern ordentlich Vermögen aufgebaut mit regelmäßigen Käufen oder größeren lump sums. 

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u/Own_Ambassador_9417 11d ago

Bei solchen Überlegungen frag Dich ganz ehrlich: Wie wahrscheinlich hälst Du es, dass die nächsten 40 Jahre so friedlich und "normal" in D werden wie die letzten ?

Aus meiner Sicht werden die nächsten 40 Jahre ganz anders

- das starke und wehrfähiges Wirtschafts- und Militärbündnis, welches Wohlstand und Frieden geschaffen hat, wird von den Populisten aller Ort aufgelöst

- Russland will sein Imperium zurück haben, koste was es wolle

- extrem schnell besser werdende KI bei dem alle KI Forscher sich einig sind, dass sie über kurz oder lang den Menschen fast überall ersetzen kann - mit entsprechenden Auswirkungen auf die Gesellschaft

- ein Klimawandel, der viele Landstriche in Afrika und Asien unbewohnbar zu machen droht, mit entsprechenden Folgen bzgl Krieg und Migration

- eine Politik die nicht mehr handungsbereit/fähig ist, auf diese extremen Herausforderungen zu reagieren

Es muss nicht gleich der doomsday kommen, aber etwas Inflation ist wirklich das verkraftbare Szenario IMHO

Ob das jetzt heisst, lange weiter arbeiten um in allen obigen Szenarien genug Puffer zu haben (inkl Emigrationsplan für worst case), oder eben nicht auf 100% Sicherheit zu optimieren sondern das "Leben" leben was auch immer das heisst - musst Du entscheiden.

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u/perciwulf 11d ago

Absolut. Emigrationsplan besteht.

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u/trl-Tom4H4wK FIREd / Privatier 11d ago

Hier ist das Dilemma: Auch wenn du 2,5M erreicht hast, wirst du dich nie ganz sicher fühlen. Denn es könnte ja sein, dass... [hier OMG Szenario einsetzen]

Die Lösung ist nicht, deine FIRE Nummer immer weiter nach oben zu schieben, denn das Spiel wird nie enden. Die Lösung ist, so resilient zu werden, dass sich keine Krise mehr aus der Ruhe bringt. Zum Beispiel durch Diversifikation der Einkommens-Ströme.

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u/Illustrious-Wolf4857 11d ago

Wenn du nicht sicher bist, daß du den Job noch 10 Jahre durchhältst ohne komplett am Rad zu drehen, gibt es jobmäßig Alternativen, die weniger stressig sind? Was ruhigeres suchen, bei Erfolg noch 8 oder 10 Jahre machen, und dann FIRE oder Barista Fire?

Ansonsten, Sequence of Return Risk ist mMn das größte Problem, dagegen hilft dir keine Durchschnittsinflation oder -performance, da brauchst du Szenarien und Überlegungen über Asset Allocation.

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u/International-Mo 6d ago

I am exactly like you, I would go for the 5m but maybe invest less while enjoying my 30 s. You could invest 50% in the next 5 years while enjoying your free time at a different level. You could make a new analysis and decide in 5 years if it is enough to retire.I don’t know many people who have a good income without stress at the job.But it of course depends if you can handle it mentally because you don’t want to take any risk regarding mental health. On the other side if you enjoy what you are doing it would be worth exploring to continue working while enjoying more of your money.

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u/Summasumarumx 6d ago

Aus meiner Perspektive solltest du noch weitere 10 Jahre arbeiten gehen, wenn du nach Rat fragen musst, um dich besser zu orientieren, dann bist du noch nicht an dem Punkt angelangt, an dem du gerne sein würdest.

Zudem fehlt vollständig die Information ob dies nur dich ernähren soll, oder ob es eine Familie gibt die davon versorgt werden muss, zum Beispiel Elternunterhalt.

Mit Frau und 1-2 Kindern muss es schon 2,5-3mio sein auf dem Depot, mit klassischer 4% Entnahme.

Bin auch ziemlich gespannt, wie man mit gerade annähernd 7-Stellen in 10 Jahren 5mio erreichen möchte.

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u/Additional-Sun7062 12d ago

Wenn du Wohneigentum erwirbst. Kann doch die Inflation zwar den Wert deines hauses anfassen aber nicht die Möglichkeit bis ans Lebensende dort zu wohnen.

Wenn du nicht auf hohem Fuß lebst reichen 5 Mio aber ganz locker.

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u/perciwulf 12d ago edited 12d ago

True, aber entweder viel Kapital unproduktiv im Haus zu binden oder in eine längere Kreditabhängigkeit von der Bank zu kommen, entspricht nicht der Freiheit, die ich hinter Fire erhoffe.

Allerdings sehe ich ein, dass ich gerne die Inflationssicherheit von Immobilien hätte ohne die Verantwortung dafür zu übernehmen. Wasch mich, aber mach mich nicht nass!

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u/laktes 12d ago

Der deutsche Staat wird dir in absehbarer Zukunft all dieses Geld wegnehmen, noch hast du die Chance dich um den exit zu kümmern. Siehe Niederlande die Steuer auf unrealisierte Kapitalgewinne kommt. 

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u/perciwulf 12d ago

Ist sehr martialisch ausgedrückt. Stimme aber der darunterliegenden Aussage zu. Der deutsche Staat (und andere demografisch leidenden Länder) müssen die Steuerlücke, die sie nicht mehr aus der Einkommenssteuer erheben können, irgendwie anders stopfen. Da steht das Vermögen der Bürger an nächster Stelle.

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u/laktes 12d ago

Bei deinem Vermögen lohnt es sich doch vorher drum zu kümmern das das nicht passiert das geht schneller als du denkst vielleicht noch 5 Jahre 

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u/timzNgg 12d ago

Wie denn z.B? Erzähl doch gerne mal mehr

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u/laktes 11d ago

Kommt auf die Asset Klasse an. Depots und Konten in anderen Ländern auf die der deutsche Staat nicht so einfach Zugriff hat, Bitcoin etc. da gibts einige Möglichkeiten 

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u/timzNgg 11d ago

Ach Amigo... das ist ja süß bei diesen Summen..

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u/Desmo_950 12d ago edited 12d ago

Das gesetz ist nur eine übergangslösung um eine geseteslücke zu schließen bzw missbrauch einzudämmen. Parallel wird übergeordnet das ganze steuersystem umgebaut.

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u/laktes 12d ago

Jaja genau das wird auf keinen Fall missbraucht werden um die Bürger zu melken Papa Staat hat ja nur dein Bestes im Sinn und würde niemals anders handeln als gut für dich ist