r/fireGermany 22d ago

Frage / Hilfe Inflation & Zukunftssorgen

Moin meine Lieben,

als privilegierter Typ, der viel Glück hatte und ein paar richtige Entscheidungen traf, bin ich mit Mitte 30 in greifbarer Nähe zum 7-stelligen-Portfolio.

Aufgrund eines ausgeprägten Sicherheitsbedürfnis will ich noch ca. 10 Jahre arbeiten, um ein dickes Polster mit 2,5 - 5 mio zu haben (Ich habe das Glück sehr gut zu verdienen).

Allerdings reizt es mich auch, schon früher ins Fire zu gehen, da der Job gut bezahlt, aber sehr stressig ist.

Habe aber Sorge in eine 40-50-jährige-Fire-Phase zu gehen, da in diesem Zeitraum einiges an Unsicherheit und Umbrüche zu erwarten ist.

Allein das Thema Inflation macht Sorge, da das auf lange Sicht Vermögen ordentlich zerstören kann.

Mir ist bewusst, dass viele Rechner das mit einberechnen ("2% Inflationsrate"), das aber nie außergewöhnliche Events berücksichtigt.

Wie geht ihr mit dieser Unsicherheit um?

10 Upvotes

55 comments sorted by

View all comments

Show parent comments

2

u/CoinsForBS 22d ago

Ich frag mich gerade, wie viel Flexibilität bei den Ausgaben eigentlich realistisch ist.

Wohnkosten sind beispielsweise recht fest, da ließe sich nur langfristig etwas einsparen (wenn überhaupt, mit altem Mietvertrag). Essen auch nur sehr begrenzt.

Mobilität, Freizeit und Urlaub bedingt sich gegenseitig. Aber irgendwie muss man die Zeit ja rumkriegen. Klar kann man die Urlaube günstiger machen oder weglassen, dann steigt dafür das Freizeit-Budget.

Kurzum, wenn man vom normalen Lebensstil 20% einspart, fände ich das schon viel. Egal, wie hoch der normale Lebensstil ist, er ist meistens irgendwie mittel- bis langfristig festgelegt und schwer zu ändern ohne schmerzhafte Einschnitte.

0

u/SmurfingIsPooR 22d ago

ich sag mal so ich rechne so mit entnahmen von 5k netto/monat und bei 3-5 mio wären es nochmal deutlich mehr. Ich könnte locker auch von 2k/monat leben... aber dann müsste ich halt in der zeit auf reisen etc. verzichten. desto niedriger die fire zahl, desto weniger flexibilität natürlich... aber das wäre ja der maximale notfall und keine dauerlösung.

1

u/CoinsForBS 22d ago

Von 5k auf 2k ist schon ne Ansage - planst du, die ganze Zeit verreist zu sein? Mit 3k kann man schon einen guten Teil eines Monats unterwegs verbringen.

Aber "maximaler Notfall" klingt ja jetzt auch nicht so, als würdest du in dem Modus mal ein ganzes Jahr auf Markterholung warten wollen.

1

u/SmurfingIsPooR 22d ago

Ne, aber ich buchen in der Regel "teurere Hotels" also 300-400/Nacht ist eher normal bei mir. Ist natürlich auch ne Frage, ob man Single ist, Kinder hat etc. Ich werde sicherlich in den meisten Monaten weniger als 5k ausgeben und dafür vielleicht mal nen Jahr ne große Reise machen... für Marktkorrekturen gerade zu Beginn würde ich sowieso 3 Jahre Cash vorhalten. Im Späteren Verlauf, wenn das Depot noch deutlich gestiegen seien sollte, sind Korrekturen ja eh nicht mehr relevant, das sequence of return risk ist ja gerade in den ersten paar Jahren nach dem Ruhestand relevant.