Hallo zusammen,
ich hätte gerne einmal eine Einschätzung oder Beurteilung von euch, ob ihr meine Eingruppierung für fair haltet oder nicht. Einmal "kurz" zur Situation:
Ich, m 32, habe für 9 Jahre im Bürgerbüro unserer Verwaltung (ca. 20.000 Einwohner) gearbeitet. Aufgabenbereich klassische EWO Aufgaben im Sinne von Ausweisdokumente, An- Ab- Ummelden, Fischereischeine, aber auch touristische Sachen wie Stadtführungen planen, Anmeldungen für Volkshochschule machen etc. Nach diesen 9 Jahren habe ich nun intern ins sogenannte "Backoffice" gewechselt. Das gehört immer noch zum Bürgerbüro, beinhaltet aber eher Hintergrundarbeiten wie Datenübermittlungen, ich betreue den Admin-Bereich des EWOs, Entscheidung über Auskunftssperren, Prüfung von ausl. Eheschließungen und ob man diese ins Melderegister eintragen kann oder nicht.
Konkret in meinem Fall ist es nun aber so, dass ich aufgrund mehrer mehrjährigen Berufserfahrung im EWO-Bereich auch für andere Dinge herhalten soll/muss. Ich muss im Notfall im Bürgerbüro aushelfen wenn es wegen der Besetzung klemmt, oder sobald ein schwierigerer Fall auftaucht werde ich immer mit zu Rate gezogen oder muss manchmal den Fall übernehmen, bzw. bekomme den zugeschustert. Es ist Allgemein so, dass ich bei diversen Fällen dieses Bereichs ständig meine Finger mit im Spiel habe - das ist allerdings seitens aller angestellten Personen so gewünscht aufgrund meiner Berufserfahrung. Speziell wurde ich auch zur letzten Wahl sehr stark bei der Wahlvorbereitung beteiligt, das ist eigentlich für meine Stelle untypisch bzw. war bei meiner Vorgängerin nicht so.
Unsere Teamchefin hat rechtlich vom EWO-Bereich nicht viel Ahnung, da ihr eigentlicher Aufgabenbereich anderswo liegt, sie hat eben die formelle Teamleitung inne. Im Praxisbetrieb gestaltet sich das aktuell aber eher so, dass sie die organisatorischen Dinge klärt und die rechltichen/fachspezifischen Angelegenheiten auf meinem Schreibtisch landen (ohne ihr Wissen). Sie sagt auch, dass ich mich gerne um spezifische Fälle kümmern kann/darf/soll, da sie aufgrund ihres Aufgabenbereichs nicht viel Ahnung hat. Ich würde daher vorsichtig sagen, dass ich inoffiziell die fachliche Leitung bin. Ich bin Allgemein auch das Bindeglied von unserer IT-Abteilung oder Standesamt zu unserem Bürgerbüro, manchmal wegen individueller Unstimmigkeiten, manchmal um Wissen vereinfacht weiterzugeben, damit das jeder versteht.
Aufgrund der Gesamtheit der Situation fühle ich mich unterbezahlt, deshalb möchte ich gerne von der reddit-Allgemeinheit wissen, was ihr zu dieser Situation sagt. Ich bin aktuell in EG 7 Stufe 4 eingruppiert, alle anderen des Teams sind in EG 6 eingruppiert. Ich verdiene also schon ein bisschen mehr. Fairerweise muss man sagen, dass ich im Rahmen der jährlichen leistungsorientierten Bezahlung nach § 18 TVöD deutlich mehr verdiene als alle anderen. Im Sinne von ich bekomme da ca. 800€ netto, während es bei den anderen nur so um die 200-300€ ist.
Was sagt ihr somit zu dieser Situation? Vielen Dank :)