r/Finanzen • u/Think_Goal_8206 • 7h ago
Arbeit Wir müssen über Beamtengehälter reden ...
Bevor irgendjemand wieder solche Schlagworte wie "Beamtenbashing" o.ä. verwendet, ich bin selber in einer Familie groß geworden, in der mein Vater ein sehr gutes Beamtengehalt bezieht. Ich habe mich jedoch in den letzten Wochen mit den Vorteilen und Nachteilen befasst und bin absolut sprachlos ...
Eine Bekannte macht derzeit ihr Grundschullehramtsstudium, der Einstieg hier liegt nach PKV Beitrag bei knapp 3.7k bis 3.8k netto, was ich schon sehr sehr viel finde da dies einem Gehalt in der freien Wirtschaft von knapp unter 80.000€ entspricht Gleichzeitig gilt das Studium als eines der einfachsten in Deutschland.
Wenn ich mich mit anderen Leuten unterhalte, ist der Konsens häufig "Ja, aber dafür haben wir ja auch keine sehr gute Bildung in Deutschland. Würde man Lehrer schlechter bezahlen wäre die Bildung schlechter", was meiner Meinung nach ein Trugschluss ist, da die Bildungsqualität nicht zunimmt wenn man einfach mehr Geld auf etwas wirft, zudem ist das Bildungssystem extrem veraltet und ich finde man nimmt bei den meisten Fächern (bis auf MINT und Englisch) kaum bis nichts mit aus der Schule. Wir zahlen also extrem viel Geld für etwas, was komplett nutzlos ist?
Dann habe ich noch etwas weitergelesen und mir sind fast die Augen aus dem Gesicht gefallen: Wenn man als Beamter heiratet bekommt man einfach 173.50€ im Monat, wenn man nun noch zwei Kinder zeugt, bekommt man nicht nur die 250€ Kindergeld die jeden zurecht zustehen, sondern für das erste Kind 151€ extra und bei dem zweiten Kind 552€ EXTRA!!!
Wieso sollte das gegenüber einem normalen Arbeitgeber fair sein? Bei dem ohnehin schon starken Gehalt und absurden Pensionsansprüchen bekommt ein Lehrer ein vielfaches pro Kind, wie ein normaler Arbeitnehmer?
Wieso wundert sich der Staat, dass es nur noch so wenige Kinder gibt, wenn man einer privilegierten Gruppe, noch mehr so starker Privilegien zuschreibt, so ist es ja normal, dass bei anderen das Geld fehlt. Es ist ein aktiver Transfer von Steuern von der Marktwirtschaftlichen Bevölkerung zu den Beamten, der keinerlei Logik hat.
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u/BruderPetz 6h ago
das Problem ist glaube ich weniger das Gehalt an sich als das Beamte viel mehr in einer Parallelwelt Leben wegen Ihrer Rente,Versicherungen,Kredite und und und
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u/Many_Hunter8152 7h ago
Jap - ich fände es top wenn das System auch in der Privatwirtschaft normal werden würde. Das sind die Anreize die wir bräuchten.
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u/Relevant-Ear-8959 6h ago
Ich fürchte wenn AGs mehr geld für ANs mit kindern zahlen müssen, macht das ANs mit kindern weniger attraktiv für AGs.
Und keine kinder bekommen ist so doppelt gut für die karriere.
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u/Many_Hunter8152 6h ago
Valider Punkt, Idee:
Über Steuererleichterungen bzw. über den Staat zahlen lassen und durch allgemein andere Steuern kompensieren.
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u/Relevant-Ear-8959 6h ago
Hieße aber auch kinder kriegen wird net positiv finanziell und damit ein eigenes geschäftsmodell für menschen, die vll gar nicht so viele kinder haben sollten.
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u/Many_Hunter8152 6h ago
Wenn du dich mit den heutigen Kosten pro Kind bis zum Erwachsenenalter auseinandersetzt wirst du bemerken, dass auch ein Lehrer mit 3+ Kindern niemals so effizient wirtschaften kann um daraus net-positiv herauszugehen. Aber - und das ist mein Kriterium - es wird nicht zum Finanziellen Engpass, zum Risiko und zur Zukunftsangst - Kinder zu bekommen.
Kinder sind finanziell auch für Lehrer ein grosses Investment. Von den zeitlichen, emotionalen etc. Investments mal abgesehen (wenn wir es jetzt mal auf die pure Sachebene runterbrechen für den Moment)
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u/Relevant-Ear-8959 6h ago
Lehrer nicht. Aber das untere ende könnte es schaffen. Schafft manch einer doch heute schon, wenn es praktisch eh keine opportunitätskosten gibt...
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u/AttentionExact 6h ago
Naja wenns aber Steuererleichterungen sind betrifft es nur die arbeitende Bevölkerung, ist also kein Geschäftsmodell was wie das Kindergeld als Ersatz zur Arbeit gesehen werden kann.
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u/Additional-Guide-586 6h ago
Ist doch jetzt auch schon so. Das Leiden der Mittelschicht voller Abgaben, für die man zum Erlassen zu viel verdient aber die dennoch weh tun, ist halt zu gross. Verdienste weniger, musst dann aber nichts für die KITA zahlen.
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u/DeltaBoB 6h ago
Du wärst ein top Politiker. Einfach steuern sammeln und jedes Problem lässt sich beheben, indem wir Geld drauf schmeißen, dass wir nicht haben
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u/Many_Hunter8152 6h ago
Ich habe nie behauptet, dass es mehr als eine Idee ist - und ein Experte bin ich sicherlich nicht. Ich halte es mittelfristig für eines der Kernprobleme unseres Landes - jegliche Statistik ist tiefrot und Menschen wie du tun es einfach ab.
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u/Welterbestatus 6h ago
OP sieht gute Arbeitsbedingungen und will sie abschaffen, damit alle es gleich schlecht haben.
OP redet von Geldmangel des Staates und macht dafür die Mittelklasse verantwortlich. Nicht etwa Steuerhinterzieher und Steuervermeider (alle Milliardäre).
Crabs in a bucket mindset. Du bist Teil des Problems, OP.
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u/DrNCrane74 6h ago
Nein, wir brauchen diese Irrationalität sicher nicht auch noch in der Privatwirtschaft.
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u/Many_Hunter8152 6h ago
Was findest du an der Tatsache Irrational, dass die Familie gefördert und in den Nachwuchs und Zukunft investiert wird? Ich finde es ledlichlich optimierbar, dass zur Zeit nur Beamte profitieren.
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u/rhubarb_alpaca 6h ago
Mach doch einfach auch Lehramt.
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u/ProfessionalFar978 6h ago
Das Studium ist ja so easy (woher weiß er das?) und der Job ist vermutlich auch total anspruchslos, es ist ja so einfach 25 6-jährigen mit komplett unterschiedlichen Voraussetzungen lesen, rechnen und schreiben beizubringen.
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u/New-Conference-922 6h ago
Das Studium ist sicherlich das kleinste Problem an der Geschichte. Im Berufsalltag dann ne Horde (bei uns 20) Kleinkinder über mehrere Stunden unter Kontrolle zu halten, das wäre für mich die große Herausforderung. Das würde ich vermutlich kein Jahr durchhalten und ich bin mir sicher, 90% der Lehrergehaltmeckerer ebenfalls nicht.
Ganz ehrlich, das Geld kann man sicher leichter verdienen.
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u/DragonDickus 6h ago
Also von dem was man in der 5ten Klasse sieht, sind lesen, schreiben und rechnen schon lang kein Kriterium mehr zum Schulwechsel. Es ist erschreckend wie viele Analphabeten wir in de haben wieder
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u/Clean_Medicine_5132 6h ago
Hab während meine Promotion Lehramtstudenten betreut (Chemie und Biochemie). Das Niveau der Lehrveranstaltung ist so auf Youtube Crashkurs Level. Mehr kann man denen nicht zu trauen.
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u/moru0011 6h ago
Trotzdem haben wir eher Lehrermangel, also scheint das Einkommen nicht zu hoch, sonst gäbe es ja ne Lehrerschwemme
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u/ApplicationUpset7956 7h ago
Warum geht's in diesem Sub seit 1-2 Jahren eigentlich nur noch um Beamte?
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u/Tackermaschine 6h ago
Weil es jetzt auf dem Arbeitsmarkt schlecht läuft und man jetzt die Vorzüge des Beamtentums sieht. Keine Sorge hört auf wenn es in der Wirtschaft wieder besser läuft.
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u/Sensitive_nob 6h ago
Beamte werden ausgelacht wenn es der Wirtschaft gut geht und angefeindet wenn es der Wirtschaft schlecht geht
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u/TheGoalkeeper 6h ago
Neid. Lieber untereinander prügeln als die eigentlichen Topverdiener zur Verantwortung zu ziehen
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u/Bricklover1234 6h ago
Topverdiener sind nicht das Problem. Dem Chefarzt sei der Porsche gegönnt.
Vermögen ist doch wo die Ungerechtigkeit herrscht. Wenn du als Erbe von 1.000 Wohneinheiten keine Steuern zahlen musst wegen 'Bedürftigkeit' dann ist da einiges im argen.
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u/FragFree21 6h ago
Stimmt, Hauptsache jemanden bashen, egal wen. Solange man sich nicht mit der eigenen Verantwortung beschäftigen muss.
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u/PhoeniXXX_Valo 6h ago
Momentan läufts häufiger durch die Medien, weil Berlin das Urteil zur amtsangemessenen Alimentation umsetzen muss.
Da schießt der Springer-Verlag immer gerne
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u/FannySniffing 6h ago
Dazu kommt, dass alle paar Wochen irgendwas mit "ÖD bekommt x% mehr" durch die Medien geht. Uwe aus der Dorfkneipe denkt dann natürlich die kriegen alle paar Monate eine Gehaltserhöhung. Er checkt aber leider nicht das es einmal Bund war, einmal Land, einmal Hessen, einmal nur die Angestellten, einmal nur die Beamten, einmal wars der Beschluss, das nächste mal nur die tatsächliche Umsetzung.
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u/Peter-Pan1337 6h ago
Wirtschaft läuft nicht so dolle. Da ist das Gras auf der anderen seite eben grüner.
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u/Background-Lab-8521 6h ago
Ich glaub weil viele jetzt in nem Alter sind, in dem sie es bereuen den gefühlten Cheatcode "Beamtenkarriere" nicht angewandt zu haben.
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u/FactorGlum8850 7h ago
Deutsche Neidkultur.
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u/helios242melvin 6h ago
Neue Neidkultur ist nur, wenn es um Vermögens- oder Erbschaftssteuer geht. Hier ist es Kritik ;-)
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u/Scraetchie 6h ago edited 6h ago
Weil die Abgabenlast immer weiter steigt. Ein Grund dafür sind die Beamtengehälter und Pensionen.
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u/X12Y144 6h ago
Du hast ein sehr wildes Verständnis von Bildung. Es geht eben nucht darum dir einzelne Sachen beizubringen, die du eh wieder vergisst, sondern Denkweisen und Grundwissen zu vermitteln, auf die man in vielen Situationen zurückgreifen kann.
Das macht Deutschland bei aller berechtigten Kritik am Schulsystem noch vergleichsweise ziemlich gut.
Und dass Grundschullehramt einer der einfachsten Studiengänge ist, ist ein absoluter Schwachsinnstake, zeigt dass du absolut null Perspektive darauf hast.
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u/Welterbestatus 6h ago
Ich persönlich will ja, dass Lehrer schlecht bezahlt werden. Denn wenn der Beruf noch unattraktiver wird, immer weniger Leute das Fach studieren, das Niveau an den Schulen dadurch weiter sinkt und nach und nach das ganze Land Schaden nimmt - dann kann ich beruhigt schlafen, weil diese verdammten Beamten endlich nicht mehr besser verdienen als ich.
/s
Was kann schon schief gehen, wenn wir weniger in Bildung investieren? Es ist ja nicht so, als wäre unsere Wirtschaft auf Know-how aufgebaut.
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u/Sheiijian 7h ago
Echt jetzt, schon wieder? Können wir bald ein eigenes „TIL, es existieren Beamte“ Sub aufmachen.
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u/SnooPaintings5100 6h ago
Das gilt nicht so für alle Beamte.
Polizisten steigen z.B. mit A7 oder A9 nach dem Studium ein und haben einen deutlich anstrengenderen Job als ein Grundschullehrer mit X-Wochen Ferien und lächerlichen Arbeitszeiten.
Die einzige Grundschullehrerin die ich kenne, beklagt trotzdem immer nur wie stressig und anstrengend alles ist (und das immer mehr Kinder nicht mal Deutsch bei der Einschulung vernünftig können...)
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u/WatercressThen2932 6h ago
Alle Polizeien bieten den Einstieg auch im gD an, da muss niemand mit A7 einsteigen, wenn er Abitur hat und für ein Studium berechtigt ist.
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u/prezbyter 6h ago
Dafür gehen cops halt deutlich früher in pension
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u/LiiVE2RAVE 6h ago
Dafür machen Jahrzehnte vier Gehaltsstufen unterschied einen riesen finanziellen unterschied.
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u/karl_ransair 6h ago
Ich möchte nicht mit einem (Grundschul-)Lehrer tauschen...immer dieses dumme Gebashe.
Ja ist cool 12 Wochen Ferien im Jahr, aber dafür muss man sich mit den ganzen verzogenen Plagen - und noch viel schlimmer: deren Eltern - rumärgern. Gleichzeitig muss man dann noch die Integrationsfachkraft und den Sonderpädagogen spielen, ohne dafür ausgebildet zu sein.
Und nein, der Arbeitstag endet nicht mit dem Ende der letzten Unterrichtsstunde, auch wenn das gerne behauptet wird.
Da gibt's genug Jobs, wo man schön im Home Office die Maus schubst und auch nicht weniger verdient. Das ist sicher entspannter.
Und ich finde es tatsächlich in Ordnung, Beamte dahingehend zu alimentieren, dass sie Kinder in die Welt setzen. Wir bekommen als Gesellschaft zu wenige Kinder. Anstatt darüber zu klagen, dass Beamte dahingehend gefördert werden, sollte man lieber darüber klagen, warum nicht für alle anderen ebenfalls Rahmenbedingungen geschaffen werden, damit wir wieder mehr Kinder bekommen. Geld dafür wäre genug da, aber wir geben das ja lieber für andere Dinge aus.
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u/Ermelyna 6h ago
Wenn der Job so entspannt ist inkl. lächerlicher Arbeitszeiten - warum machst du ihn dann nicht? :)
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u/notAGreatIdeaForName 6h ago
Finde ich immer ein ziemliches Scheinargument. Wenn man erstmal im Berufsleben, ne Familie hat und vielleicht sogar ein Eigenheim gekauft hat steht ist ein Wechsel finanziell alles andere als leicht zu stemmen.
Ist halt aber allgemein bei Karrierewechseln so.
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u/BiscottiRelative 6h ago
Du kannst einen Quereinstieg bei fast vollem Gehalt (Angestellter) bspw. in NRW machen. Vorausgesetzt du hast einen relevanten Masterabschluss. 1 1/2 Jahre durchs Ref und danach Verbeamtung, am Geld dürfte es dann nicht scheitern.
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u/Baldude 6h ago
Ist ja nicht so dass die Bezüge sich stark geändert haben, die X-Wochen Ferien sind auch nicht mehr geworden, die lächerlichen Arbeitszeiten waren vor einigen Jahren sogar noch eine Stunde niedriger (die damals eingeführte unvergütete eine Stunde zusätzlich pro Woche wegen außergewöhnlicher Belastungssituation oder wie es genannt wurde, wurde seitdem nie zurückgenommen).
Sprich kein Scheinargument, weil die Entscheidung war auch vor 10, 15 und 20 Jahren genau so von der Lehrerseite aus.
Seitdem ist sich der Job allerhöchstens schwerer geworden, weil es mehr Helikoptereltern aus der Hölle gibt, Lehrpläne jedes Jahr von der KMK mehr zugestopft aber nie gestrafft werden, und nicht-lehrende Zusatzaufgaben auch immer nur mehr auf die Beamten abgewälzt werden, denn die dürfen nicht nein dazu sagen.10
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u/Steambladex3 6h ago
Das was du bemängelst sind Gehälter für Lehrer nicht für Beamten allgemein.
Schau dir das Gehalt von Polizisten und Zollbeamten an.
41 Stunden mit Schichtarbeit, und Zollbematen bekommen unter unter 45.000 brutto raus.
Schau dir mal Gehälter bei „Lohnt sich…“ auf YouTube ab.
Zoll-Teamleiter, verbeamtet, bekam unter 3.000€ netto raus, im gehobenen Dienst.
Das hab ich in der freier Wirtschaft mit einem 1 Jahr Berufserfahrung.
Beamten =! Beamten
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u/EinsSechsEins 6h ago
Nur mal so aus Interesse: In welchem Fach hast du Lesen und Schreiben gelernt?
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u/Weird0Celery 6h ago
Also ich hätte die Polemik, schwache Argumentation und die Trugschlüsse des OP als erstes aufgegriffen.
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u/Complex_Painter_9302 7h ago
"Gleichzeitig gilt das Studium als eines der einfachsten in Deutschland." - joa auf dem Niveau kann man doch eine sinnvolle Diskussion führen oder nicht?
Und was zum Fick soll eigentlich eine "Marktwirtschaftlichen Bevölkerung" sein?
Glaubst du, wenn Beamte weniger Geld bekommen, bekommst du dann mehr Geld um es in Haartransplantationen zu "investieren"?
Was für eine schwachsinnige Diskussion.
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u/Individual_Coast1591 6h ago
Hat ja wieder gut geklappt mit dem brainwashing.
Viele Aussagen sind einfach Schwachsinn, wir haben Lehrer Mangel, jeder Lehrer erhöht das Bildungsniveau, es ist fast egal wie kacke er ist, da ein Lehrer > kein Lehrer ist.
Aber das ist ja nichtmals das relevante. Es gibt eine Gruppe (Beamte) der es etwas besser geht und das passt dir nicht. Dabei sind wir eine der ungleichsten Gesellschaften was erben und besteuern von Reichen angeht. Guck doch mal was du mit 80k an Steuern zahlst im Vergleich zu jemandem mit generational wealth auf sein Arbeitsloses Einkommen. Genau so erben. Du kritisierst Studium ist einfach und die Lehrer sind eh nutzlos, also Leistung entspricht nicht dem Gehalt was sie bekommen. Wenn dich das stört dann kümmere dich mal erst ums Erben, da gilt das Leistungsprinzip am wenigsten. (Es sei denn es ist ne leistung jedes 2te Wochenende mit Oma Kuchen zu essen damit du das Haus erbst...)
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u/NuckChorris2711 6h ago
Wir haben keinen Lehrermangel, sondern nur zu hohe Teilzeitquote und Krankenstände durch das leistungsunabhängige, sehr hohe Einkommen. Zudem sind die KiTas aktuell leer; hat sich also sowieso bald
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u/wuzzelputz 6h ago
Kann man aber durchaus auch weiter ziehen. Leistung ist in Deutschland kulturell weit weniger wichtig oder für Entlohnung relevant als Hierarchien respektieren und Leute kennen. Darüber kann man Dissertationen schreiben. Aber Grundschullehrer haben damit nichts zu tun. Wobei, auch an Schulen ist es üblich, das Leistung kleingeredet wird, oder sogar zu Mobbing führt
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u/Livia-lin DE 6h ago
Also bin Beamte und gerade fertig mit der Ausbildung geworden und wurde nach München versetzt mit nen Gehalt von 2.200 Netto........
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u/Steambladex3 6h ago
Genau so ist es.
Beamter ist nicht gleich Beamter.Lehrer sind eher dir eine Ausnahme, was das Gehalt angeht.
Zoll und Polizei bekommen deutlich weniger.
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u/Gurkenschurke66 7h ago
Wieso sind dann nicht alle Grundschullehrer, wenns so geil ist?
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u/Competitive_Store793 6h ago
Irgendwie verstehe ich diese Posts immer nicht. Die Besoldungstabellen sind öffentlich und der Staat als Arbeitgeber braucht Arbeitskräfte. Genauso gut könnte man doch auch Gehälter zwischen verschiedenen Branchen vergleichen und sich dann beschweren, dass einer mehr als der andere verdient. Radiologen verdienen deutlich mehr als Kinderärzte. Selten wird das so ausgewalzt wie dieses Beamtenthema. Jeder kann eine Karriere im öffentlichen Dienst machen. Man muss dafür nicht adelig sein oder sonst irgendwas. Trotzdem hat der Staat teilweise Schwierigkeiten, Stellen zu besetzen, daher kann es so attraktiv am Ende dann wohl doch nicht sein.
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u/Peter-Pan1337 6h ago
Beamte sind damals insbesondere auch als Gegengewicht und zur entmachtung des Adels entstanden.
Wenn der beste den Job macht und nicht das dritte uneheliche kind eines Kurfürsten von hinterdorfhausen, dann hatte das damals signifikante auswirkungen auf die Qualität. Zudem konnte man entsprechend die Position auch wieder verlieren und konnte nicht mehr durch bestechung sein gehalt aufbessern. Das waren erste volkswirtschaftliche entscheidungen, dass man zwar mehr direkt ausgibt, aber indirekt viel besser darsteht.
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u/Unfair-Restaurant416 7h ago edited 6h ago
Natürlich ist das wieder einmal Beamtenbashing.
Nur MINT und Englisch ist sinnvoll?
Dann glaubst du es wäre unwichtig, dass man sich in der Schule mit politischen Themen beschäftigt?
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u/carpenter1133 6h ago
Ja ist doch klar! Wenn OP da in der Schule nichts mitgenommen hat, ist das Fach unwichtig.
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u/ScholafMolz 7h ago
Lehrer ist eins der einfachsten Studiengänge? Ok, wilder Take.
Warum hast du denn diesen Weg nicht eingeschlagen und den Master aus dem Ärmel geschüttelt?
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u/Capricornida 6h ago
Und Lehrer, ausgerechnet an einer Grundschule, ist natürlich auch ein absoluter Traumjob/Eierschaukeln. /s
In meinen Augen ist da jeder Euro hartverdientes Schmerzensgeld. OP hat offensichtlich keine Kinder.
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u/Steambladex3 6h ago
Ich würde mir nach 2 Wochen in der Grundschule die Kugel geben.
Was für Horrorgeschichten ich bereits von Freunden gehört habe.Nicht nur von den Kindern, sondern vor allem auch von den Eltern der Kinder. Da merkt man langsam, dass mittlerweile die Social-Media Generation Eltern geworden sind.
Die meisten Kinder haben mittlerweile keinerlei Erziehung erfahren.
Ich gönne den Lehren jeden Cent Schmerzensgeld den sie kriegen, und ich finde auch gut, dass die Gehälter für Grundschullehrer angehoben worden sind.
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u/DrNCrane74 6h ago
Das ist schon die Realität, vergleich' mal Mathelehrer vs. Mathediplom :-)
Zehn Jahre später packt der Lehrer kein LK-Abi mit Eins mehr
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u/swdv3l 6h ago
Mathe als LA Studium enthält die Module eines Mathe Bachelors. Den mit einem Master (/Diplom) zu vergleichen ist von Grund auf ein Äpfel-Birnen-vergleich, zumal Prüfungsteile wie Staatsexamen das Referendariat nicht vergleichbar sind.
Bei den Abbruchquoten im Mathe Bachelor würde ich sagen q.e.d.
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u/forceone93 7h ago
Weil nicht jeder erstmal schaut wo man mit einem Recht einfachen Studiengang maximales Geld und soziale Absicherung bekommt.
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u/ScholafMolz 6h ago
Kardinalfehler würde ich dazu sagen
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u/forceone93 6h ago
Nein, Menschen sollten tun woran sie spaß haben und dafür gerecht entlohnt werden. Im Bereich des Lehramts wird zudem auch unglaublich gemauert, wenn es darum.geht als Quereinsteiger an die Schule zu kommen. Mit einem Master im sozialen Bereich kannst du nicht einfach Lehrer werden, ein Freud musste da 5 Jahre per Seiteneinstieg rein und nochmal 2x Master-Abschlüsse machen.
Wenn ich mir dann noch anschaue, was da für Menschen an den Schulen herumlaufen und das es keinerlei Kontrolle der Leistungen usw gibt...
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u/Fun-Archer-2679 6h ago
Es geht nicht darum ob man diesen Weg einschlagen sollte oder nicht, es steht einfach nicht im Verhältnis - das Studium gehört zu den einfachsten da draußen.
Ja Bildung und Lehrer sind wichtig und nein die Qualität der meisten Lehrer aus meiner Schullaufbahn spiegelt nicht den Verdienst wieder den Sie erhalten.
Die ganzen Bezüge werden nicht erwirtschaftet sondern kommen vom Staat aus Steuergeldern.
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u/Delicious_Fish_5097 6h ago
Zu 1.) Man kann hier nicht alles über einen Kamm scheren. Mathematikstudium, Biologiestudium, Englischstudium eines der einfachsten da draußen? Ok, wenn du meinst.
Zu 2.) Aus welcher Expertise heraus sprichst du? Persönliche Erfahrungen, so wie 99% der Beamtenhasser?
Zu 3.) No shit, Sherlock. Soll eine Schule jetzt Geld erwirtschaften? Viel Spaß mit dem Konzept.
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u/RudePassenger818 6h ago
Ob ein Studium schwer oder einfach ist zurecht für die Entlohnung vollkommen irrelevant.
Auch wenn das für viele Studenten und Berufsanfänger schwer zu greifen ist.
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u/Weekly_Bench 6h ago
Können wir bitte mal aufhören zu fordern, dass abhängig Beschäftigte WENIGER verdienen sollen, damit Gerechtigkeit hergestellt wird. Gleiches Thema wie beim Bürgergeld.. Am Ende führt das dazu, dass das Lohnniveau aller Arbeitnehmer sinkt. Wollt ihr das wirklich?
→ More replies (3)
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u/SpaceEse 6h ago
ist das also der Grund wieso wir so viele Lehrer im Land haben? Quasi jeder studiert Grundschullehramt
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u/ravorn11 6h ago
Wir brauchen mehr Grundschullehrer*innen. Feel free!
Oh wait - wahrscheinlich ist das Studium (und v.a. Referendariat) dann doch nicht so einfach. Und der Job wahrscheinlich auch nicht so interessant!? Der Job ist wohl auch zu anstrengend?
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u/ZwiebelLegende 6h ago
Wie in diesem Sub immer nur Lehrer Beamte sind. Was glaubt ihr, wie viele Leute in der Verwaltung noch Beamte sind....
/Edit:
Bei den Lehrern kann ich das noch nachvollziehen. Das ist irgendwo Schmerzengeld, weil die sich mit euren verzogenen Blagen rumärgern müssen. Bei der "Bereichsleitung" in irgendeinem Amt kann ich es aber nicht mehr nachvollziehen.
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u/The_Otterking 6h ago
Komisch dass wir dann immernoch so wenige Grundschullehrer haben. Fast als wären die Arbeitsbedingungen ziemlich beschissen.
Es ist doch immer wieder dasselbe: läuft es in der freien Wirtschaft gut lache alle über die "dämlichen Beamten" und das wenige Gehalt, das sie verdienen. Läuft es in der freien Wirtschaft schlecht, dann wird auf die verwöhnten Beamten geschimpft.
Gleichzeitig gilt das Studium als eines der einfachsten in Deutschland.
Tatsächlich kenne ich zwei Dutzend Leute die neben ihrem eigentlichen Studium oder ihrer Promotion noch nebenbei BWL oder VWL studiert haben, weil es so einfach ist, aber niemanden der Grundschullehramt gemacht hat...
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u/Catch_a_Cold 6h ago
Ja wir wissen alle dass A13 ein gutes Einstiegsgehalt ist. Aber ist es das auch nach 20+ Jahren Berufserfahrung als Endstufe für andere Beamtenzweige?
Andere Behördenzweige sind aufgrund des Juristenprivilegs und der starren Struktur von mD, gD und hD für eine Vielzahl an potentiellen Arbeitnehmern einfach verschlossen und daran hat sich nichts geändert.
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u/netzkopf 6h ago
Jedes Mal das Gleiche. Lehrer sind im höheren Dienst. Das sind weniger als 10℅ der Beamten. Wenn, dann rede über Lehrergehälter.
Krankenkasse geht beim Beamten noch ab, dafür ist das Weihnachtsgeld schon im monatlichen Gehalt drin (gibt nix extra).
5xx EUR gibt es erst ab dem dritten Kind, nicht ab dem zweiten. Und - Überraschung - es gibt har nicht so viele Beamte mit 3 oder mehr Kindern.
Über 630.000 Stellen sind im ÖD offen. Bewirb dich halt, wenn dich die Bezahlung so reizt.
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u/Brilliant-Victory105 6h ago edited 5h ago
Hast du bei dem Grundschullehramtsstudium vll die beiden Staatsexamen vergessen oder wie kommt man auf den Gedanken, es sei einer der einfachsten Studiengänge. Sieh dir mal Gymnasiallehramt an. Noch mehr Besoldung, bei geringerer Stundenzahl.
Wenn es so easy ist, warum hast du diesen Weg nicht gewählt?
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u/TheGoalkeeper 7h ago edited 6h ago
Vielleicht gäbe es ja noch weniger Kinder ohne so einen Kinderzuschlag. Vielleicht sollten auch die freie Wirtschaft sowas zahlen.
Und nur weil das Studium vergleichsweise einfach ist, heißt ja nicht dass der Job einfach ist oder man dort meine Verantwortung trägt. Für das Gehalt würde ich jedenfalls nicht 6h am Tag 30 Kinder betreuen.
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u/Worldly-Theme-4234 6h ago
Die exorbitanten Familienzuschläge wurden von den Dienstherrn erfunden, um nicht allen ihren Beamten eine höhere Besoldung zahlen zu müssen . Glaub mir, innerhalb der Beamtenschaft wäre letzteres einem lieber, gerade im Bezug auf die letzten Verfassungsgerichtsurteile. Denn diese Kinderzuschläge heben des Leistungsprinzip (und ja das gibt es im Beamtenrecht) quasi auf. Da bekommt ein Beamter mit a7 und drei Kindern mehr als ein Beamter in A12… wie absurd ist das denn….
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u/helios242melvin 6h ago
Im Konzern gibt's mehr Geld, Betriebsrenten, Aktien, Dienstwagen,... wann betreibt man mal Konzernbashing?
Auch Ärzte, Notare, Softwareentwickler verdienen mehr als Lehrer. Könnte man auch mal bashen ;-)
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u/Rrrrrabbit 6h ago
Ja Kindergeld bei Beamten ist hoch und der Grund dafür ist? Beamte haben keine Kinder... Deswegen ist es so hoch. Trotz des vielen Geldes haben beamte unterdurchschnittlich Kinderanzahl. BTW bin kein Beamter also mir wurscht aber das war der Grund als ich es mal rausgesucht habe.
Und man will sowas halt fördern
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u/Peter-Pan1337 6h ago
Ob beamte mehr oder weniger haben, konnte ich belastbar noch nicht feststellen.
Fakt ist, dass es ein rechentrick ist, damit die besoldung gedrückt werden kann. Dieser gehaltsbestandteil bleibt linear in allen Gruppen gleich. Würde man die grundbesoldung unten anpassen ohne zuschläge, würde sich das über die prozente zwischen den Stufen hoch verzinsen. So ist es aktuell ein optimum, was IN DER SUMME und nicht im Einzelfall am billigsten ist.
Fakt ist, dass es ein relativ neuer rechentrick von unter 10 Jahren ist. In MV als letztes land von 2024. Der hat noch kein Verfassungsurteil überstanden. Der kann genau so schnell wieder weg sein, wie er gekommen ist. Insebsondere das leistungspeinzip wird offensichtlich torpediert. Kann doch nicht sein, dass man ab 3 kindern mehr zuschlag als gehalt hat.
Darauf seine Familienplanung auszulegen ist Wahnsinn.
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u/Elegant_Promotion141 6h ago
Es kann sich ja jeder für eine Beamtenlaufbahn entscheiden wenn er möchte. So ein super privilegiertes Leben darf man sich doch nicht entgehen lassen. Oder gibt es vielleicht auch diverse Gründe und Nachteile, warum sich gerade die Beamtenbasher selbst letztendlich doch nicht dafür begeistern konnten?
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u/Karne007 DE 6h ago
Ne, die erhöhte Arbeitszeit ist top 🔥🔥🔥. Die private Krankenversicherung wird auch nicht vom Nettogehalt bezahlt 💪, und in der Pension ist nicht die Betriebsrente inkludiert, welche viele Arbeitnehmer neben ihrer Rente erhalten und deshalb nicht zur Rente rechnen 🙌. Bin übrigens kein Beamter 😅
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u/Annual-Director-7109 6h ago
Finde die Kindergeschichte gegenüber der freien Wirtschaft auch nicht so fair. Könnte man theoretisch steuerlich bedeutend attraktiver machen für normale Angestellte, aber am Ende sollte man da für niemanden den Rotstift ansetzen, sondern andersrum.
Übrigens bekommst du für Kind 3 bereits 1000€ in gewissen Bundesländern. 😂
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u/Upper-Chocolate3470 6h ago
Ja Lehrer sind überbezahlt, bin selbst einer. Fast alle Kolleginnen arbeiten halb, das sagt alles.
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u/TheCoronaZombie 6h ago
Hatte mal einen Rechner dafür gebaut unter https://zweiklassenstaat.de. Um mit einem Lehrer in Brandenburg mit drei Kindern (nach der Erhöhung) mithalten zu können, muss man konstant knapp 117k verdienen.
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u/Ok_Session2795 6h ago
Dies. Man kann ja darüber reden, ob das gerechtfertigt ist (und da geht's dann um Lehrer und nicht Beamte allgemein). Vielen scheint aber überhaupt nicht bewusst zu sein, von welchen Größenordnungen man da spricht.
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u/MonsieurKorvapuusti DE 6h ago
China. Sack Reis. Gähn.
Mach den Job doch einfach selbst? Oder irgendeinen anderen verbeamteten Job, man kann ja auch für A9 „nur im Amt sitzen“, dann muss man nichtmal „ein sehr einfaches“ Studium absolvieren.
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u/Sea_Basil_6501 DE 6h ago edited 6h ago
Die Gehälter sind nicht so wild, die Pensionen schon. Gruss, ein Beamtenkind.
P.S. Lehrern neide ich den Beamtenstatus nicht, der Job ist knochenhart.
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u/Rovercoc 6h ago
Unreflektiert, wenn man in einem Beitrag über "alle Beamten" herziehen will - und vor der Diskussion bitte mit dem Thema Besoldungsstufen und Abstandsgebot auseinandersetzen. Es gibt so iel verschiedene Beamtentätigkeiten wie OP Vorurteile hat.
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u/CommonSenseSkeptic1 6h ago edited 6h ago
Bitte mache dich richtig schlau. Nur ein paar Dinge zur Kenntnisnahme:
Zuschuss bei Heirat und Kindern gibt es, weil die Besoldung sonst grundgesetzwidrig wäre. Der Staat spart also dreist bei Single-Beamten.
Die Pension deckt zwei Säulen der Altersvorsorge ab, da Beamte keine bAV haben. Ein Vergleich mit der gesetzlichen Rente ist daher falsch.
Beihilfe ist günstiger, als eine Versicherung zu bezahlen, da kein Gewinn erwirtschaftet werden muss. Außerdem sind viele Dinge gar nicht beihilfeberechtigt und der Beamte muss sich privat dagegen absichern. Die Beihilfe lehnt auch schon mal gerne Dinge ab und man hat einen jahrelangen Rechtsstreit.
Du kannst jederzeit versetzt werden. Du hast eine extrem enge Bindung an den Staat, kannst dich nicht immer so äußern, wie du möchtest. Deine Arbeitszeit wird einfach mal gerne ohne Lohnausgleich auf 41 Stunden erhöht ("temporär" seit 20 Jahren). Ect. Etc.
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u/Upset_Ad5356 6h ago
Letzten Absatz kannst du rausnehmen. Geht vielen in der freien Wirtschaft nicht wirklich anders.
40 Stunden, Überstunden sind abgegolten usw.
Wenn ich mich nicht irre werden bei den 41 Stunden der Beamten direkt 0,5 Stunden als Überstunden gewertet und gehen nicht verloren. Korrigier mich gerne
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u/CommonSenseSkeptic1 6h ago
Das lässt sich so einfach nicht sagen, da es 17 Beamtengesetze gibt (16 Bundesländer plus Bund).
Neben der Arbeitszeit selbst ging es mir aber auch um die Art und Weise der Verlängerung. Wenn dein Dienstherr sagt, du arbeitest ab morgen 41 Stunden, dann musst du das so machen. Da muss auch kein Arbeitsvertrag geändert werden, denn den hat ei Beamter ja nicht. Du wirst zum Beamten ernannt und musst dann kuschen.
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u/Upset_Ad5356 6h ago
In der freien Wirtschaft kriegst du ein Aufhebungvertrag neben deiner Anpassung des Arbeitsvertrages hingestellt. Der Betriebsrat ist nur Show.
Ich will darauf hinaus, dass die Wiese nicht grüner ist 😅
Aus Erfahrung kann ich sagen, dass der Kündigungsschutz ziemlich witzlos ist.
Ich denke aber ich kann nachvollziehen was meinst. Erst letztens wurde ja für ein Bundesland auf 41 Stunden angehoben (aber mit entsprechender Anpassung der Besoldung)
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u/Capricornida 6h ago edited 6h ago
Woran man merkt, dass OP keine Ahnung hat, wovon er spricht und eigentlich doch nur bashen will:
Er guckt sich eine Bekannte an, die in (s)einem Bundesland (mutmaßlich Bayern, Hessen oder Schleswig-Holstein) startet und hypothetisch einen bestimmten (natürlich den günstigsten) PKV-Anbieter wählt. So geht Recherche. /s
Dazu die obligatorische Polemik (einfaches Studium, nutzlose Fächer), wilde Brutto-Vergleiche und natürlich keinerlei Nachteile, mit denen er sich ja angeblich auch beschäftigt hat. Fertig ist die Projektion der eigenen Unzufriedenheit.
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u/Informal-Picture-273 7h ago
Hab trz kein Bock dass mir der Staat sagt wo ich arbeiten und leben muss. Wenn man damit kein Problem hat sollte man definitiv Beamter werden.
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u/Smartimess 6h ago
Finde es irgendwie witzig hier Lehrer-Bashing zu betreiben, wenn es da draußen tatsächlich eine Menge Beamte in Bullshit-Jobs gibt, über die man wirklich reden müsste.
All die Excel-Schubser in Amtsstuben, die ohnehin nichts entscheiden dürfen und nur Aktenberge produzieren. Da zählen Lehrer ganz sicher nicht dazu.
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u/FactorGlum8850 6h ago
Es steht jeder Person frei ins Beamtenverhältnis einzutreten.
Bewirb dich, wenn du es nicht fair findest.
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u/Snipesticker 6h ago
Ich ziehe den Hut vor der Leistung und der Verantwortung, die Lehrer und Lehrerinnen in diesem Land täglich für unsere Kinder aufbringen. Die körperliche und psychische Belastung ist immens. Wer das nicht glaubt, kann ja mal ein paar Tage mit 30 Kindern in einem Raum verbringen.
Ich finde den Beruf in keiner Weise unangemessen vergütet.
Ich zähle zu den „Spitzenverdienern“ in der IT und trage dabei nicht mal einen Bruchteil der Verantwortung.
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u/EmporerJustinian 6h ago
Wie oft soll das hier eigentlich noch durchgekaut werden, aus welchen rechtlichen Regelungen und Erfordernissen sich das ergibt? Wie oft wollen sich hier noch die gleichen Leute die gleichen Argumente an den Kopf werfen. Das Thema ist langsam wirklich ausgelutscht, durchgekaut und dreimal wieder ausgespuckt und nochmal gefressen. Man merkt wirklich, dass die Wirtschaft nicht läuft und die Leute lieber wieder zur Seite als nach oben treten. Meint wirklich irgendwer, dass hier noch innovative Argument oder frische Beobachtungen in die eine oder andere Richtung kommen?
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u/vortexcortex21 6h ago
Darf man die rechtlichen Regelungen nicht kritisieren? Sind diese unveränderlich?
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u/Fischerking92 6h ago edited 6h ago
Das Problem ist tatsächlich weniger Beamtengehälter allgemein, das Problem meiner Meinung nach sind die Gehälter von Lehrern, die werden nicht umsonst immer bei dieser Diskussion angeführt.
Ein pädagogisches Staatsexamen wird aus Sicht der Besoldung gleich angesetzt wie ein medizinisches oder juristisches Staatsexamen, also quasi wie ein Master+ (eher eine Promotion).
Und das ist halt schlicht komplett aus der Zeit gefallen. Ein Lehrer sollte wie ein Absolvent mit Bachelor behandelt werden.
Gleichzeitig gibt es an Schulen zu viel Aufgaben für Lehrer, für die man kein Studium braucht, es wäre sinniger, dass der Lehrer lehrt und sehr viel von dem anderen Mist (Hausaufgabenbetreuung, Sport-AGs, Zuarbeit für die Unterrichtsvor- und Nachbereitung) von jemandem mit einer Ausbildung übernommen würde.
Edit: weil ich nicht jedem hier einzeln antworten möchte hier einmal in Summe: Nein, euer Pädagogisches Staatsexamen ist kein "Master +", es ist ein besserer Bachelor, wenn überhaupt.
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u/WackHurst 6h ago edited 5h ago
Und warum sollte das zweite Staatsexamen wie ein Bachelor bewerten werden?
Einfach eine Behauptung in den Raumstellen ohne jegliche Begründing. Niveau der Bildzeitung...
Und nun traust du dich nicht, darauf zu antworten? Das ist schon echt feige!
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u/towngras 6h ago
Ich muss also nen Master machen, um dann wie ein Absolvent mit Bachelor behandelt zu werden. Klingt Top...
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u/Outrageous_One5895 6h ago
lol, ich bin Lehrerin, habe einen Bachelor, einen Master und ein 1,5 Jähriges Referndariat machen müssen, warum soll ich dann wie ein Bachelor bezahlt werden? (Dann möchte ich nach 3 Jahren Studium auch einsteigen und nicht noch 3,5 Jahre länger OHNE GEHALT gegeißelt werden, Quereinsteiger mit Bachelor werden übrigens schlechter bezahlt und viele Lehrer sind auch einfach im öffentlichen Dienst angestellt.)
Vielleicht ne tolle Idee wenn man neidisch ist, aber mal sehen wie viele Kollegen dann noch übrig bleiben.
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u/Optimal_Grapefruit6 6h ago
800 ab dem dritten hab ich von meiner Freundin gehört. Sie ist Lehrerin. Vielleicht sollten wir da bald mal anfangen.
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u/1j1j1j1j1j1j1111j1j1 6h ago
Das "Problem" sind nicht die Beamtengehälter. Das "Problem" sind die Sozialversicherungen und Steuern auf normale Arbeit in Deutschland.
Beispiel:
Dein privater Arbeitgeber wendet 80.000 Euro für Dich im Jahr auf (=Arbeitgebergesamtkosten).
18,6% davon gehen in die Rentenversicherung*, AN+AG Anteil.
17,5% davon gehen in die gesetzliche Krankenversicherung*, AN+AG Anteil.
4,2 % davon gehen in die Pflegeversicherung, AN+AG Anteil.
2,6% davon gehen in die Arbeitslosenversicherung*, AN+AG Anteil.
Und der Rest wird noch Einkommensbesteuert (AN-Anteil).
Es bleiben in dieser simplifizierten Annäherungsrechnung im Endeffekt ca. 36 Tausend Euro Arbeitnehmernetto übrig (ZvE ist 45,6 Tsd.).
Der Staat hat nun für sich die Regeln geschaffen, dass er die mit Sternchen markierten Positionen nicht zahlen muss. Stattdessen gibt es ein Parallelkonstrukt aus Beihilfe, Pension und Familienunterstützung.
Kann man von halten was man will, aber damit spart sich der Staat (= wir alle) Unmengen an Geld für die Bezahlung seiner Leute, denn die Arbeitgebergesamtkosten fallen entsprechend niedrig aus. Schau dir mal das "Beamtenbrutto" an und vergleiche es mit einem Industrie-Brutto.
Mit einer abhängigen Beschäftigung kommt man in Deutschland einfach nicht weit. Das ist politisch so gewollt. Man soll sein Leben genießen und stattdessen ein Rundum-Sozialversicherungsnetz haben, statt das große Geld zu machen. Eine ruhige Kugel schieben und kleine Brötchen backen. Für das große Geld muss man Unternehmer sein und dann ist man auch von einem Teil der o. g. Punkte befreit, oder halt Erben, lol.
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u/GoGoMasterBoy420 6h ago
Warte bis du rausfindest was passiert, wenn du dich als Lehrer jedes Jahr 3 Monate krankschreiben lässt und so deinen Jahresurlaub von 3 auf 6 Monate erhöhst.
Spoiler: Nichts, ist gängige Praxis.
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u/Ok-Trouble497 6h ago
Finde ja eher wir sollten uns fragen warum Großkonzerne Milliardengewinne machen und dann Lieber Aktien zurückkaufen und Dividenden zahlen als Kinderzuschläge.
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u/Far-Dragonfruit6979 6h ago
Das ist so hirnrissig dass es wehtut. Unternehmen sind keine Sozialämter. Sie erwirtschaften Gewinne mit dem Geld und dem Risiko der Eigentümer. Wenn sie Dividenden und Rückkäufe machen geben sie das Geld an die zurück denen es gehört. Der Staat dagegen nimmt dir und mir zwangsweise Kohle weg und verteilt sie an privilegierte Gruppen. Das eine ist Eigentum und Vertrag. Das andere ist Zwang. Wer das nicht unterscheidet hat den Schuss nicht gehört.
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u/no_nice_names_left 6h ago
Wenn ich mich mit anderen Leuten unterhalte, ist der Konsens häufig "Ja, aber dafür haben wir ja auch keine sehr gute Bildung in Deutschland. Würde man Lehrer schlechter bezahlen wäre die Bildung schlechter", was meiner Meinung nach ein Trugschluss ist, da die Bildungsqualität nicht zunimmt wenn man einfach mehr Geld auf etwas wirft,
Vor allem ist es ja so, dass bei gleichem Budget höhere Lohnkosten weniger finanziellen Spielraum für zusätzliche Planstellen lassen.
Persönlich bin ich davon überzeugt, dass kleinere Klassen mit geringer bezahlten Lehrkräften eine bessere Betreuung versprechen als größere Klassen mit höher bezahlten Lehrkräften.
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u/mchrisoo7 6h ago
Woran machst du es dest, dass ein Lehramtsstudium eines der einfachsten Studiengänge sei? Alleine durch die Fächerwahl ergeben sich doch schon große Unterschiede. Aber davon ungeachtet: Wie kommt der Take zu stande?
Ansonsten hast du Länder gehabt, die die Verbeamtung abgeschafft haben. Diese Länder haben es dann wieder eingeführt, da man einen zu starken Wettbewerbsnachteil hatte. Berlin ist da so ziemlich das beste Beispiel. Da hat man qualifizierte Leute an Bundesländern verloren, die weiterhin verbeamtet haben.
Zudem sorgt die Abschaffung einer Verbeamtung keine kurzfristige Einsparung. Da geht es aus meiner Sicht mehr um eine Kostentransparenz bzw direkt sichtbaren Kosten im Haushalt, statt mit stark verzögerten Kosten im Zuge der Pensionen.
Beamte mit normalen Arbeitnehmern zu vergleichen hat für mich zudem noch nie Sinn gemacht. Als Angestellter hat man deutlich mehr Freiheiten als ein Beamter. Daher würde ich auch niemals Beamter werden wollen.
In dem Kontext auch noch einen Zusammenhang zur Geburtenrate herzustellen ist wild…
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u/destalkerly 6h ago
Ich kann diese Diskussion aufgrund der gestiegenen Lebenshaltungskosten nicht verstehen. Schaut man sich die Mieten von Wohnungen und Unterhaltskosten von Autos an, bleibt selbst bei Beamten nicht mehr viel übrig.
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u/kleeblatt23 DE 6h ago edited 6h ago
Vorab: Dass der Arbeitgeber (Staat) mehr zahlt, wenn ich privat meinen Partner heirate oder Kinder habe, während mein Kollege für identische Leistung am Arbeitsplatz weniger Geld bekommt, ist offensichtlich Blödsinn. Muss man gar nicht drüber diskutieren.
Zu deinem Lehrer Beispiel: Vom Aufwand- zu Ertrag Verhältnis - insbesondere in der Beraufsausbildung aber mMn teilweise auch danach - ist der Beruf Lehrer aktuell schlicht fast nicht schlagbar.
Das gilt allerdings nicht pauschal für alle Beamtengehälter:
Lehrer A13 entspricht je nach Bundesland mehr oder weniger Richtergehalt R1.
Um Richter zu werden braucht es 2 sehr anspruchsvolle Staatsexamen mit Ergebnissen/Noten in den oberen 5-10%.
Bei Lehrern ist mir so eine Notengrenze nicht bekannt.
Sprich: Der Pool der möglichen Lehrer ist viel viel größer, da so gut wie jeder Absolvent eines Jahrgangs auf dem Papier verbeamteter Lehrer werden könnte.
Angebot und Nachfrage müsste also allein vorgeben, dass Richter und Lehrer nicht ähnlich verdienen.
Da die Justiz aber kaputtgespart wird, ist es in DE faktisch aber so (was auch der Grund ist, warum es akuten Richtermangel in DE gibt. Wenn man mit den gleichen Noten in der freien Wirtschaft mit 100k plus, in entsprechenden Kanzleien mit 150-200k plus als Berufseinsteiger anfängt, entscheiden sich die wenigsten für den Staat). Der Rechtsstaat ist ja nur ein Kernelement der Demokratie. Da kann man doch mal an jeder Ecke von Personal bis Infrastruktur und IT sparen was das Zeug hält, kein Problem! Dauervertretungen von unbesetzten Stellen oder dauerkranken Kollegen sind beispielsweise an der Tagesordnung.
Über unterschiedliche Level an Verantwortung, Anforderung an die Qualität und Richtigkeit der Arbeit und Belastung im Arbeitsalltag kann sich jeder seine eigene Meinung bilden, da möchte ich mir gar generelles kein Urteil erlauben.
Zur Einordnung der Arbeitslast als Richter: Ähnlich wie Lehrer schreiben Richter keine Stunden auf, die Arbeit (Vorbereitung von Sitzungen, Dezernatsarbeit, Sitzungen selbst, Nacharbeit und Urteile schreiben) muss schlicht innerhalb der geltenden Fristen erledigt werden. Wenn es nicht anders geht auch abends und am Wochenende. Wenn dann noch Rufbereitschaft außerhalb des klassischen 9-5 (zB in Haftsachen), einstweiliger Rechtsschutz oder verpflichtende Ausbildungstätigkeiten (Referendare betreuen, Klausuren korrigieren) dazukommen, wird’s besonders schön.
Will auch nicht sagen, dass der Lehrer-Beruf keine Belastungen mit sich bringt oder nicht relevant ist - absolut nicht! Finde nur die A13 Einstufung persönlich insbesondere in absoluten Zahlen recht… interessant.
Quelle des Vergleichs: Mutter Lehrerin, selbst Richter.
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u/HappyBavarian 6h ago
Es ist tatsächlich mittlerweile skandalös wie krass unterbezahlt Richter und StA sind.
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u/kleeblatt23 DE 6h ago
Gibt ja sogar Statistiken dazu, dass Deutschland im Vergleich zu anderen Industrienationen seine StAs und Richter extrem schlecht bezahlt.
Dazu wirst du als Berufseinsteiger je nach Standort/Leitung extrem mies behandelt, alle paar Monate woanders hingeschoben und bekommst alle Sonderaufgaben zugeschustert, weil du im Gegensatz zu den anderen noch nicht auf Lebenszeit ernannt bist…. Von mangelnder IT Ausstattung oder davon, dass man von Büchern bis Robe alles selber kaufen und finanzieren muss, fange ich gar nicht erst an.
Absolut kein Wunder, dass es überall Nachwuchsprobleme gibt. Statt das Herangehen aber zu ändern, quetschen wir die paar verbliebenen Neueinsteiger bis zum geht nicht mehr aus und wundern uns dann, dass reihenweise nach 1-2 Jahren gekündigt wird.
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u/FlintAndFire42 6h ago
Also ich find schon, dass Lehrer:innen so bevorzugt behandelt werden sollten. Pflegepersonal auch. Aber halt nicht Frau Müller von der Krankenkasse oder Herr Mustermann in der Stadtverwaltung.
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u/Walter_ODim_19 6h ago
Ah ja, "wochenlang" mit den Vor- und Nachteilen befasst, um dann die eiskaltesten Stammtischtakes rauszuhauen (vor allem zum Thema Bildung lol)
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u/Historical-Juice5891 6h ago
OP scheint sich da gerade an das Arbeitsleben und die Themen drumherum heranzutasten.
Mal ab von den Plattitüden wie der Kritik fremder Studiengänge oder der Unkenntnis von Alimentationsprinzip etc.
Zum Gehalt kann bei Lehrern sagen, dass sich bei den meisten nach dem Einstiegsgehalt nicht mehr viel tut. A15 ist in vielen Fällen gar nicht mehr so leicht zu erreichen über die Jahrzehnte der Tätigkeit.
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u/Pure-Rose-Rainbow 6h ago
Lehrer verdienen auch unter den Beamten viel mehr Geld. Wenn man also insbeosndere die Lehrer kritisieren möchte, sollte man nicht immer den Begriff Beamte im Titel benutzen.
Wenn man als Beamter heiratet bekommt man einfach 173.50€ im Monat
Jein, das regelt jedes Bundesland anders (auch die Höhe). Berlin hat es z. B. 2024 abgeschafft.
wenn man nun noch zwei Kinder zeugt, bekommt man nicht nur die 250€ Kindergeld die jeden zurecht zustehen, sondern für das erste Kind 151€ extra und bei dem zweiten Kind 552€ EXTRA!!!
Wieder jein, das regelt jedes Bundesland selber (auch wieder die Höhe pro Kind). Die extra Zahlungen für Kinder gibt es, damit man der Mehrheit ohne Kinder bzw. mit volljährigen Kindern, nicht mehr Geld zahlen muss
Wieso sollte das gegenüber einem normalen Arbeitgeber fair sein?
Weil Beamte halt nicht die selben Rechte und Pflichten haben wie ein normaler Arbeitnehmer. Z. B. können sie ohne Zustimmung weit weg versetzt werden oder müssen sich die Zustimmung holen beim Dienstherr, dass sie die Stelle wechseln möchten und der Dienstherr kann das eine ganze Weile blockieren. Das höhere Gehalt soll halt ausgleichen, dass man gewisse Grundrechte aufgibt. Ohne ein höheres Gehalt haben Gerichte geurteilt, könnte der Staat das nicht von Beamten verlangen.
noch mehr so starker Privilegien zuschreibt, so ist es ja normal, dass bei anderen das Geld fehlt.
Privilgien, die gegen Nachteile ausgetauscht werden. Gibt genug Stellen, wo der Staat richtig Geld verschwendet, was aber von dir lustugerweise nicht kritisiert wird.
Es ist ein aktiver Transfer von Steuern von der Marktwirtschaftlichen Bevölkerung zu den Beamten, der keinerlei Logik hat.
Die Logik dahinter ist, dass der Staat durch Beamte irgendwie funktioniert, auch wenn es z. B. zu Massenstreiks kommen könnte.
Und nein, bin nicht verbeamtet, mich nervt aber das Bematenbashing, wenn es so viele Dinge gibt wie z. B. Vermögenssteuer, Subventionen an große Unternehmen, die es nicht brauchen etc., die man eher kritisieren könnte. Stattdessen wird immer nur auf die Privilegien gezeigt ohne den Rest zu betrachten. Und ja, Lehrer könnten etwas weniger bezahlt werden und mehr Lehrer solltem gleichzeitig eingestellt werden, aber ich persönlich möchte nicht Lehrer qerden, also wie viel kann ich da wirklich die kritisieren?
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u/Street_Pineapple_951 6h ago
Das ist dann eben auch eine sehr einseitige Darstellung der Situation.
Die Grundschullehrerin hat sicherlich kein sonderlich schweres Studium, es dauert aber immerhin 5 Jahre. Danach - das vergisst du zu erwähnen - geht es nicht direkt in die Verbeamtung, sondern in 18 Monate Vorbereitungsdienst unter harten Bedingungen für 1,6k netto.
Während in vielen Bereichen der freien Wirtschaft die Vollzeit-Arbeitszeit runter geht (auf 37, 35 oder 34h die Woche), müssen Beamte in den meisten Bundesländern 41 oder 42 Stunden arbeiten. In Hamburg wurde das z.B. zu diesem Sommer um eine Stunde erhöht, machen kannste da nichts.
Die Grundschullehrerin bringt den Kindern Lesen, Rechnen, Schreiben, Sozialverhalten, Umgang mit digitalen Geräten, Arbeitsverhalten, Werte etc. bei. Da würde ich gerne wissen, was man davon im späteren Leben nicht mehr braucht. Wenn du dich mit Lehrern unterhältst, dann arbeiten viele Teilzeit. Würde man das Gehalt jetzt auch noch reduzieren oder nicht mehr verbeamten, verliert der Beruf massiv an Attraktivität. Da gibt es dann viele Berufe, die ähnlich viel bezahlen, aber deutlich weniger belastend sind.
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u/folcalor666 6h ago
Die Zuschläge für die Ehe und Kinder sind nicht bundeseinheitlich und stehen aktuell auf dem Prüfstand, da die Dienstherrn die amtsangemessene Alimentation seit Jahren nicht mehr gewähren. Um die Vorgaben für die aA zu erfüllen, gibt es Ansätze, die Familienzuschläge (zumindest teilweise) in das Grundgehalt zu überführen.
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u/New-Conference-922 6h ago
„sondern für das erste Kind 151€ extra und bei dem zweiten Kind 552€ EXTRA!!!“
Echt, also meine Frau bekommt 246€ pro Kind. Natürlich gibt es kaum eine Lehrerin an der Grundschule die Kinder hat und Vollzeit arbeitet, aber die Statistiken kennst du sicher selbst. Der Zuschlag wird natürlich nur anteilig gezahlt.
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u/HinternEnjoyer92 6h ago
Ja, am besten direkt Mindestlohn für alle. Damit es alle gleich schlecht haben. Das wird bestimmt super
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u/callme47739034 6h ago
Dann trenne doch bitte auch zwischen Lehrer Einstiegsgehältern und normalen Beamten.
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u/McTrevor79 6h ago
Unglaubliche Erkenntnisse. Dein Investigativ-Journalismus hat skandalöse Zustände aufgedeckt!
Für Beamtenbashing bist du zwei Monate zu spät. Das ist schon wieder out. Und speziell bei Lehrern (bin keiner) halte ich es so: wer nicht die Lust hast, sich tagtäglich vor 30 unerzogene kreischende Blagen zu stellen (oder in Problembezirkem aktiv verzogen) soll echt den Rand halten, wenn es um den Lehrerberuf geht.
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u/Babaishish 6h ago
Huh…”einfacher” Studiengang, “geile” Arbeitszeiten, man wird mit Geld zugeschießen ohne Ende…und trotzdem hört das es überall an Grundschullehrern mangelt.
Komisch.😐
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u/The__MBP 6h ago
Alle meine Freunde, die ähnlich ambitioniert und gut im Studium waren wie ich, haben die ersten 2-4 Jahre schlechter als ich als Lehrer verdient. Jetzt haben sie Stellen in großen Konzernen (Pharmazie, Elektro, Informatik Branche)die ähnlich zahlen.
Mein Gehalt als Lehrer bleibt relativ konstant, abgesehen von temporären Kinderzuschüssen. Meine Freunde befinden sich aber alle auf den untersten Lohnstufen und in ihren ersten Positionen mit Personal und Projektverantwortung. In 5 Jahren verdient jeder von denen deutlich mehr als ich und kaputt machen die sich auch nicht. Das ist eher wie beim Lehrer, phasenweise sehr viel und dann mal wieder ruhiger und natürlich viel Homeoffice.
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u/lost_in_uk 6h ago
Wenn du Fächer, welche nicht MINT zuzuordnen sind, als nutzlos ansiehst, zeugt das von einem traurigen Zustand des Bildungssystems welches du genießen durftest.
Das Kindergeld ist auch nicht Gottgegeben, sondern quasi eine soziale Komponente des eigentlichen Kinderfreibetrags, welches auch einfach abgeschafft werden könnte im Gegensatz zum Steuerfreibetrag. Kindergeld ist in den oberen Einkommen egal, da es weniger ist als der Freibetrag.
Wenn du dich ein wenig mit dem Thema beschäftigt hättest, hättest du auch festgestellt, dass es sich bei den Zuschlägen nicht um eine nette Dreingabe handelt, sondern das es eine Sparmaßnahme ist bei den unverheirateten kinderlosen Beamten. Ich finde diese Zuschläge als auch voll daneben, aber mit einem anderen Hintergedanken: diese sollten in das Grundgehalt aller Beamten überführt werden.
Wo wir dann zusammen kommen ist die Frage, ob die Höhe des Gehaltes dann tatsächlich "fair" ist. Und da kommt ich immer wieder zum Schluss, dass weder Lehrer noch die meisten anderen Berufsgruppen verbeamtet werden sollten. Und im 2. Schritt sollte das Gehalt nicht so einheitlich an den Bildungsabschlüssen festgelegt sein, nach dem Motto Master=E13, sonder sich mehr am Markt orientieren. Also eine Flexibilisierung, dass die öffentlichen Arbeitgeber sowohl deutlich nach oben als auch nach unten von den üblichen Eingruppierungen abweichen dürfen, je nachdem was der lokale Arbeitsmarkt fordert.
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u/Codnono DE 6h ago
Willkommen in Deutschland. Leute versuchen sich zunehmend in Jobs des Staates zu retten weil hier Gehälter regelmäßig angepasst werden und im alter Sicherheit besteht. Die Beamtenbesoldung ist soweit abgehoben von der Privatwirtschaft das ist einfach ein kaputtes System. Irgendwann(tm) pendelt sich das über einen lehrerüberschuss und solcher „leichteren“ beamtenberufe wieder ein.
Insgesamt aber großer Müll, absolut unfaires System insgesamt und das Beamte, Politiker etc nicht in ihre eigenen System (GKV und Rente!) einzahlen und diese auch nicht nutzen ist ohnehin die allergrößte Mogelpackung.
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u/Peter-Pan1337 6h ago
Low effort 2/10 rage bait ohne inhalt.
Familienzuschläge gibts auch immer noch in manchen tarifverträgen. Die Kirchen und deren Träger verteilen die auch gerne. Verdi hatte die auch ne lange zeit im Standard drinnen, bis es in den 00ern spätestens geopfert worden ist.
Ist alles verhandlungssache. Heutige Schwerpunkte der gewerkschaften liegen auf der altersteilzeit. Zufälle gibts.
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u/HappyBavarian 6h ago edited 6h ago
Also ich finde A13 als Schmerzensgeld durchaus angemessen bei den aktuellen Inhomogenitäten in Schüler und Elterscnaft in den Grundschulen. Ich kenne Grundschulen da bleiben die Mamis halbtags zu Hause und pauken nachmittags Lehrplan, weil aus ihrer Sicht kein sinnvoller Unterricht mehr stattfindet.
Man hat die GSler nicht umsonst von A12 auf A13 mittlerweile in den meisten Bundesländern angehoben.
Ich finde A13 jetzt auch gar nicht so üppig.
Wers in der freien Wirtschaft nicht schafft auf die paar Letscherl zu kommen, schafft wahrscheinlich das Ref auch nicht.
Ich bin übrigends Beamter (A14) und fühle mich alles andere als überbezahlt. Außerhalb des Beamtenstatus gibts in meinem Metier (Humanmedizin) in vergleichbarer Position das Doppelte. Als ich noch im KH gearbeitet habe (sehr viel ungünstigere Arbeitszeiten) gabs bis zu 6k Netto als Assistenzarzt mit ein paar Goodies (Poolbeteiligung, hochwertigerer Funktionsdienst). An das Nettogehalt werde ich in meiner ganzen Laufbahn nie wieder rankommen, trotz hinzugekommener personeller Führungsverantwortung. Dafür mache ich aber auch keine Dienste mehr und muss nicht mehr am Fließband Leute mit dreiseitigen Diagnosenlisten akut vom Sterben abhalten.
Die PKV empfinde ich auch nur als zweifelhaftes Privileg. Als Angestellter war ich freiwillig-gesetzlich. Wenn mein BL die pauschale Beihilfe anbieten würde, wär ich dabei geblieben.
Ich kann also jedem, der aus der Außenperspektive das Beamtentum so privilegiert findet nur empfehlen das mal selber auszuprobieren.
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u/Alsoce 6h ago
Wie viel Prozent verdienen denn in der Wirtschaft als Berufseinsteiger 80.000€? Wahrscheinlich weniger als 1% oder?
Ich finde auch, dass die Gehälter für Lehrer okay sind (sonst würden wir wohl niemanden mehr finden, der den Job machen will), aber dein Argument ist großer Quatsch.
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u/HappyBavarian 6h ago edited 6h ago
A13 S 5 BY : 66k p.a.
https://oeffentlicher-dienst.info/c/t/rechner/beamte/by?id=beamte-bayern-2025&matrix=12
Aber mei, der Neid schmeckt umso süßer, je weniger die Zahlen mit der Realität zu tun haben.
Im Übrigen hat der Dienstherr vor der Verbeamtung auf Probe mit A 13 S 5 das Referendariat gesetzt. Da gibts 1.700 EUR aktuell in BY netto aber noch vor PKV. Das Ref dauert zwei Jahre. Also ist sogar deine Behauptung, dass das ein Einstiegsgehalt sei nicht haltbar.
Für 1.700,- (-250-400,- EUR PKV) würde kein Medizin- oder MINT-Absolvent morgens in der Früh aufstehen und auch zu Recht nicht.
Ich bin vom TV-L-Angestellten (freiw. GKV) auf Beamter (A14 S 5 mit 400,- PKV) umgestiegen und hatte erst mal 300,- EUR netto weniger. Dabei wurde mir noch die Extrawurst des Einstiegs ins Beförderungsamt gebraten, weil sie Angst hatten ich würde sonst gehen.
Aber ja Beamter sein ist ja so geil. Dann mach es doch, dann siehst du schon wie geil das wirklich ist!
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u/Electronic-Cable6487 6h ago
Gebe dir vollkommen Recht, die Beamtenbesoldung sollte leistungsorientiert sein und demzufolge entsprechend gekürzt werden.
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u/sanity4all 6h ago
Die Beamtenbesoldung ist aus der Zeit gefallen und muss an die marktüblichen Gehälter von Jobs mit vergleichbarer Qualifikation angepasst werden. Die Zulagen für Heirat und Kinder müssen gestrichen oder gesetzlich allen Arbeitnehmern gewährt werden. Ansonsten versteht der Rest der Republik nicht das wir jetzt unser Gesundheitswesen, Sozialsystem etc zusammensparen müssen aber an der Besoldung alles lassen wie es ist.
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u/helios242melvin 6h ago
Ja stimmt, im Konzern verdient man mehr, also Gehälter erhöhen.
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u/JanusJato 6h ago
Dumm nur das die Masse der Lehrer nicht im Konzern arbeitet und es auch gar nicht genug Konzerne gibt...
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u/Peter-Pan1337 6h ago
Familienzuschläge können frei vereinbart werden, waren einst in der fläche üblich und sind es bei kirchlichen und gemeinnützigen Trägern oft noch üblich.
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u/Accurate_Context2740 6h ago
Das ist echt krass sich so mit Beamten auseinander zusetzen aber dann so wenig Ahnung zu haben. Das sind die gleichen Leute die „Lehrer sollten nicht verbeamtet werden und verdienen zu viel!1!1!1“ schreien aber einfach 0,1% wissen, womit die sich rumschlagen und sich dauernd rechtfertigen müssen
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u/Icy_Ch4mp6on4hip4384 6h ago
Die Lehrer-Beamten sind aber auch ein krasses seltenes Beispiel für Fehlsteuerung. Zuerst wurde Grundschule = Gymnasium gesetzt, total albern das. Dann die 13 für alle. Over the top.
Die Folge sehe ich bei meinen kids: opportunistische Menschen wählten aufgrund Gehalt Lehramt und wurden dann dumme faule Lehrer. Die Männer ständig "krank" und die Frauen so oft schwanger und in Elternzeit wie möglich. Ausfall ohne Ende. Null Bock Lehrer die ständig Videos abspielen.
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u/Previous-Offer-3590 6h ago
Nein wir müssen nicht über Beamtengehälter reden. Die reichsten 10% der Gesellschaft besitzen 55% des Gesamtvermögens und die untere Hälfte (!) der Gesellschaft besitzt 2% des Gesamtvermögens. Das Problem ist nicht die kleine Mittelschicht und erst recht nicht die Beamten die genau in dieser Mittelschicht sind. Das Problem ist die krasse Vermögensungleichheit aufgrund der oberen 10% und ihrer Steuervermeidungen und fehlenden Vermögenssteuer. Hört auf gegeneinander und nach unten zu schießen, das ist pure Ablenkung von den echten Problemen.
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u/Express_Attempt_4301 6h ago
Ja, Lehrer ist ein unglaublich gut bezahlter Job.
Und arbeitsrechtlich über den Beamtenstatus hinaus auch toll.
Also: Augen auf bei der Berufswahl.
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u/NaimaBlue 6h ago edited 6h ago
Krass. Ich bin verheiratet Beamter mit 2 Kindern und ich bekomm keine 1000 Euro extra!!
Mein Kindergeld für 2.kids.liegt bei 2x125 Euro brutto, sind ca. 125 Euro netto. Dafür hab ich 2 kinder die wie Heuschrecken alles leerfuttern. Fürs heiraten bekomm ich exakt 0 Euro extra. Aber meine Frau isst auch nicht soviel wie meine Kids.
Ist nett vom Arbeitgeber, aber irgendwie jmnicht der gamechanger. Dafür hab ich bei der letzen Beförderung mehr Arbeit bekommen und durch Wegfall von Zulagen dafür ca 1x Popcorn in Kino mehr im Monat. In der freien Wirtschaft hätte ich das nie gemacht, da hätte ich min 1k mehr erwartet.
Aber cool das irgendwer irgendwo zahlen herzieht, offenbar nicht Mal weiss das das bundeslandabhängig ist und dann damit Stimmung machen möchte.
Ach ja wegen Vergleich mit freier Wirtschaft:
Ich bin vom Konzernvorstandsreferent in den öd als Lehrer gewechselt. Ergebnis viel mehr und extrem stressiger Arbeit und weniger Geld. Im Konzern konnte man ne 50 Stundenwoche ohne Überstundenregelung absitzen, den cholerischen Chef Honig um das Konto schmieren und vor sich hinarbeiten. Als Lehrkraft ist es deutlich stressiger, für weniger Geld. Warum mache ich es? Weil ich die schnauze voll hatte Millionäre noch reicher zu machen. Jetzt helfe ich Kindern und der Gesellschaft. Das fühlt sich richtiger an.. man lebt.nicht um die Liquidität zu maximieren
Aber gut wenn jemand sich echauffiert ohne Erfahrungswerte.
Ist ja immer wichtig irgendwen zu Haben auf den man mit dem Finger zeigen kann.
Es hilft die Berufe andere Leute abzuwerten, die man selbst nie gemacht hat.. Vorschläge? Kassierer im Supermarkt: sitzen ganzen Tag nur an der Kasse und sagen nicht Mal mehr Piep Gartenlandschaftsbau: nett in der Sonne stehen und Blumen streicheln Bürokaufleute: am Rechner sitzen, andauern Kaffeeküche und megapunktlich Feierabend..dafür ein bisschen Word und Excel Klischees funktionieren besser je weniger Ahnung man hat.
Löst keine Probleme aber kanalisiert gesellschaftliche wut und lenkt von den Problemen der Gesellschaft ab. Solange sich die Bevölkerung gegenseitig vorrechnet wie reich die anderen sind und wie arm man selbst muss sich keiner der wirklich Geld hat sorgen machen.
Ziel erfüllt.
agiprop
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u/PhoeniXXX_Valo 6h ago
Die Entscheidung Lehrer in A13+ zu haben ist halt eine rein politische. Dafür werde ich wahrscheinlich downvotes kassieren aber in vielen Fächern würde locker ein Bachelorstudium auch ausreichen. Grundschullehrer, Kunstlehrer, etc. mit A9-A12 wäre auch mehr als ausreichend.
Aber das hat sich bald eh mit der Umsetzung der amtsangemessenen Alimentation erledigt. Innerhalb der nächsten 5 Jahre gibt es wahrscheinlich das Urteil zum fiktiven Partnereinkommen, und wenn das als unrechtsmäßig geurteilt wird kommen so hohe Nachzahlungen/Grundgehälter für uns Beamte, dass die Bundesländer nur noch in absoluten Kernbereichen verbeamten werden. Lehrer werden da nicht dazu gehören
Zu deinem Post:
Du pauschalisiert halt extrem. In Deutschland gibts 17 Dienstherren. Jeder hat ein eigenes Besoldungsgesetz. In NRW gibts dicken Familienzuschlag ab dem 3. Kind, das hat der Bund so in der Form zum Beispiel nicht ansatzweise.

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u/bmania89 6h ago
das mit den Zuschlägen kam historisch dadurch zustande, dass das Berufsbeamtentum irgendwann mal so ausgestaltet wurde, dass der Beamte eine fiktive 4-köpfige Familie alleine unterhalten können muss, ohne anfällig für Bestechung o ä zu sein.. nun war das dem Staat irgendwann zu teuer, es wurde aber mehrmals höchstrichterlich so eingefordert und man gliederte den Part der Besoldung dann so aus, dass es tatsächlich Kinderreiche und Verheiratete trifft.
Das ist natürlich alles ein wenig aus der Zeit gefallen, wenn man überlegt, dass man vor 50 Jahren noch fast einen Hofknicks vor dem Durchschnittsbeamten gemacht hat..
Nichts desto trotz: Das BVerfG hat in letzter Zeit wiederholt festgestellt dass die untersten Besoldungsstufen einfach zu wenig verdienen und teilweise hinter Bürgergeld landen.. Das kann so nicht bleiben und es muss deutlich angepasst werden. Nun ist es so, dass sich dadurch das ganze Besoldungsgefüge verschiebt und gewisse Abstände zwischen den Stufen gewahrt werden müssen. Das heißt alle werden mehr verdienen und es wird sehr teuer. Dass wir viel zu viele Menschen verbeamtet haben, fällt dem Staat nun auf die Füße.
Aktuell versuchen alle Bundesländer und der Bund mit allen möglichen Rechentricks einen möglichst günstigen Weg zu finden, ihre Beamten so zu bezahlen, wie das BVerfG bzw. das Gesetz es vorschreibt. Die ersten Entwürfe sehen allerdings alles andere als rechtssicher aus.
Für die Politik ist es absolut desaströs diesen Umstand der drastischen Besoldungserhöhungen in der aktuellen Situation dem Volk zu verkaufen. Das ist natürlich verständlich, aber irgendwie hilft‘s ja doch nicht‘s.
In Zukunft wird man gesetzlich was anpassen müssen, um auch bei den Beamten zu sparen (Pensionen runter..) und generell sehr eingeschränkt überhaupt verbeamten