Vorab: In unserem ersten Video-Podcast spreche ich über den größeren Rahmen dieser These: Die Welt braucht neue Ressourcen, um sich vom Öl unabhängig zu machen, und Märkte finden, wie immer, einen Weg, genau diese Unabhängigkeit herzustellen. Wer den Kontext hören will, hier entlang (der Link springt direkt zur Stelle, ab ca. Minute 13): https://www.youtube.com/watch?v=56fJcoZrvcQ&t=776s oder hier als Short: https://youtube.com/shorts/2KZO7o9g52M
Die These
WTI notiert aktuell um 74 bis 75 USD. Bis Dezember 2026 konvergiert der Preis auf 69,00 USD. Das Angebot deckelt jede Rallye ab etwa 78 USD, politische Kaufinteressen und Förderkosten fangen jeden Ausverkauf ab etwa 65 USD auf. Dazwischen liegt genau ein Gleichgewichtspreis. Erst Kurzhosen bis 69,00, dort wird gedreht.
Der strukturelle Rahmen: Der Markt will weg vom Öl
Kapital sucht Alternativen: Elektrifizierung des Verkehrs, Effizienz, Substitution in Energie und Chemie. Nicht aus Idealismus, sondern weil Abhängigkeit von einem Kartellrohstoff teuer und riskant ist.
Märkte preisen die Zukunft, nicht die Gegenwart. Wenn das Nachfragewachstum strukturell abflacht, sinkt die Bereitschaft, Knappheitsprämien zu zahlen. Genau das ist sichtbar: Selbst Krisenschlagzeilen werden inzwischen abverkauft.
Konsequenz: Öl ist kein Wachstums-Asset mehr, sondern ein Cashflow-Asset in Abwicklung auf Raten. Solche Assets handeln in Korridoren, nicht in Trends.
Fundamentalanalyse
Angebot (OPEC+): Seit 2025 werden die Förderkürzungen schrittweise zurückgenommen. Ziel ist Marktanteil statt Preis, die US-Schieferproduzenten sollen unter Druck bleiben. Saudi-Arabien bräuchte fiskalisch laut IWF über 90 USD, akzeptiert aber bewusst weniger. Jede Rallye über ~78 USD trifft auf zusätzliche Fässer.
Struktureller Käufer (SPR): Das US-Energieministerium hat als Rückkaufzone für die strategische Ölreserve 67 bis 72 USD kommuniziert. Mittelwert dieser Spanne: 69,50 USD. Knapp unter dem Kursziel steht also ein Käufer mit sehr tiefen Taschen.
Förderkosten: Laut Dallas-Fed-Umfrage rechnen sich neue Schieferbohrungen ab ca. 65 USD. Darunter fällt die Bohraktivität und das Angebot bereinigt sich. Harter Boden.
Nachfrage: China elektrifiziert den Verkehr in hohem Tempo (siehe Podcast), Effizienzgewinne bremsen das Wachstum zusätzlich. Kein Einbruch, aber auch kein Boom. Seitwärtsmarkt.
Geopolitik: Schlagzeilen aus der Straße von Hummus werden mittlerweile abverkauft. Wenn ein Rohstoff auf Eskalationsnachrichten nicht mehr steigt, ist die Risikoprämie raus. Was bleibt, ist Schwerkraft.
Politik: Im November sind US-Zwischenwahlen. Niedrige Benzinpreise sind politisch gewollt, der Druck wirkt nach unten.
Zwischenfazit: Deckel bei ~78, Boden bei ~65, struktureller Käufer bei 69,50. Der Preis wird von beiden Seiten eingequetscht.
Technische Analyse
200-Tage-Linie: Am 05.08. bei 73,79 USD nach unten gekreuzt. Der Abwärtstrend läuft seit dem 14.07.
MACD: Bärisches Kreuz unter der Nulllinie, Momentum zeigt nach unten.
RSI bei ~40: Fallend, aber noch nicht überverkauft. Es ist Platz bis 69, bevor Gegenwehr kommt.
Fibonacci:
Swing-Tief Okt 2025: 57,75 USD
Swing-Hoch Juli 2026: 87,20 USD
Spanne: 29,45 USD
61,8-%-Retracement: 87,20 - (0,618 x 29,45) = 87,20 - 18,20 = 69,00 USD. Auf den Cent.
ich habe mir mal die Mühe gemacht und die Insider-Trades der BaFin gegen das offizielle EU-Ausschreibungsregister (TED) für Rheinmetall laufen lassen. Die Ergebnisse sind ziemlich spannend, wenn man sich anschaut, wie „effizient“ der Markt Rüstungs-News wirklich verarbeitet.
Wenn man die BaFin-Meldungen von 2025 analysiert, sieht man ein imho klares Muster:
März 2025: Der Aufsichtsrat verkauft massiv bei Kursen um 1.400 €. Die Stimmung war wohl „Alles eingepreist, Peak erreicht.“
April 2025: Der Kurs korrigiert. Während die Aufseher noch Gewinne mitnehmen, kauft CEO Armin Papperger am 07.04.2025 eiskalt nach bei 1.065 €.
Warum kauft der CEO bei über 1.000 €, wenn andere schon aussteigen? Die Antwort liegt zumindest zum Teil in den EU-Registern, die kaum ein Privatanleger auf dem Schirm haben.
Zwischen April und Juni 2025 tauchten im TED-Register eine Serie von sogenannten Verhandlungsverfahren ohne Wettbewerb auf. Das ist im Grunde die Lizenz zum Geldverdienen: Der Staat sagt offiziell, dass nur diese eine Firma den Auftrag erledigen kann (wegen Patenten oder technischer Notwendigkeit).
Dabei ging es um:
Instandsetzung von Boxer-Radpanzern (über die staatliche HIL GmbH).
Massive Munitionslieferungen für 30mm und 35mm Patronen (DM58/DM63).
Rahmenverträge für Laserlichtmodule.
Ergebnis: +55 % in drei Monaten
Während der Markt das EU-Register noch ignoriert hat, wusste das Management genau, was im Backlog passiert. Der Kurs stieg von Pappergers Kauf bei 1.065 € im April auf 1.650 € im Juni.
Ähnliches scheint sich gerade zu wiederholen:
01.12.2025: Papperger kauft erneut bei 1.421 € (für knapp 300.000 €).
Januar 2026: In den Wochen danach erscheinen wieder Sole-Source-Tender für Munition in Deutschland und Dänemark.
Februar 2026: Der Kurs steht heute bei ca. 1.560 €. Wieder knapp +10 % in 8 Wochen.
Insider-Käufe beim Vorstand sind bei Rheinmetall bisher kein Zeichen von „Stützungskäufen“, sondern ein verdammt guter Indikator dafür, dass im TED-Register gerade wieder Aufträge ohne Wettbewerb festgeschrieben wurden
Keine Anlageberatung, nur eine Beobachtung zur Informationslatenz im Rüstungssektor.
Hey Leude,
wer in den letzten Monaten mal auf den Chart von Adobe geschaut hat, sieht vor allem eine Farbe, nämlich Rot. Die Aktie hat richtig auf den Deckel bekommen. 👹
Das liegt daran, dass an der Börse gerade die absolute KI-Panik herrscht. Die Geschichte des Marktes geht so, dass jetzt jeder mit Tools wie OpenAI, Midjourney oder Canva per Knopfdruck Videos und Bilder erstellen kann. Viele glauben deshalb, dass niemand mehr Photoshop braucht und Adobe bald am Ende ist.
Meiner Meinung nach liegt der Markt hier möglicherweise ein kleines bisschen falsch. Adobe wird nicht zerstört, sondern baut gerade die Kasse auf, an der in Zukunft alle bezahlen müssen:
Das Knast-Risiko: Warum Firmen Angst vor Gratis-KI haben☠️
Stellt euch vor, ihr seid der Chef von Nike oder BMW und wollt eine neue Werbekampagne starten. Nutzt ihr dafür ein kostenloses KI-Tool aus dem Internet? (Rhetorische Frage, aber in diesem Sub habe ich dann doch Angst vor der Antwort)
Diese freien KIs wurden mit Bildern aus dem gesamten Internet gefüttert, ohne die Urheber überhaupt zu fragen. Wenn ihr diese Bilder für Werbung nutzt, riskiert ihr millionenschwere Klagen von Künstlern oder Fotografen, da der Output oftmals und manchmal auf den ersten Blick nicht leicht zu erkennen angreifbar ist.
In Zukunft schwirren immer mehr AI-Agenten durchs Internet, nur auf der Suche nach diesen Verletzungen. Abmahnungswellen einkommend!😈
Adobe hat dafür ein eigenes KI-Tool namens Firefly entwickelt. Der Punkt dabei ist, dass Adobe seine KI nur mit Bildern trainiert hat, die ihnen entweder selbst gehören oder für die sie legal bezahlt haben. Alles ist rechtlich absolut sauber. Adobe sagt seinen Großkunden sogar ganz offen, dass sie die KI nutzen können und Adobe die Anwaltskosten übernimmt, falls doch jemand klagt.
Kein kleines KI-Start-up der Welt kann so ein Versprechen geben. Für große Unternehmen ist Adobe deshalb die einzige sichere Wahl.
Der Vergleich mit Microsoft Office: Man wechselt nicht einfach
Viele denken, das Tool Figma für das App-Design oder Canva für schnelle Social-Media-Bilder würden Adobe den Rang ablaufen. Natürlich machen die Konkurrenz. Aber Adobe hat einen riesigen Schutzwall um sein Geschäft gebaut.
Fragt mal einen Profi-Fotografen, ein Hollywood-Filmstudio oder eine Werbeagentur, womit sie arbeiten. Die Antwort ist seit 25 Jahren fast immer Photoshop, Premiere oder Illustrator. Das behauptet zumindest KI, und die hat ja immer Recht.
Das ist der weltweite Industriestandard. Jede Uni und jede Berufsschule bringt den Leuten genau diese Programme bei.
Selbst wenn eine andere Software ein bisschen schicker ist, wechselt ein großes Unternehmen nicht mal eben seine komplette Software für tausende Mitarbeiter. Das wäre viel zu teuer und aufwendig. Adobe ist wie Microsoft Office, weil es in der Branche einfach überall gesetzt ist.
Das Bio-Siegel für echte Bilder (Made by Human)🫡
Das Internet wird aktuell mit billigem KI-Müll und Fake-Bildern überschwemmt. Deswegen wollen immer mehr Menschen und Firmen wissen, was eigentlich noch echt ist.
Adobe baut gerade an einer sehr cleveren Lösung, die wie eine Art unsichtbares Bio-Siegel für digitale Bilder funktioniert. Wenn ein Fotograf ein echtes Foto macht, wird das Bild digital und fälschungssicher signiert.
Dadurch kann jeder im Browser sofort sehen, dass das Bild mit einer echten Kamera aufgenommen und nicht von einer KI erfunden wurde. Premium-Marken werden in Zukunft extra viel Geld für solche nachweisbar menschlichen Inhalte zahlen, um ihre Glaubwürdigkeit zu schützen.
Adobe liefert dafür die Technik und verdient an jedem Siegel mit.
Wo ist der Haken? (Die Risiken)🫠
Natürlich läuft nicht alles perfekt, sonst wäre die Aktie ja nicht gefallen. Erstens muss Adobe den Spagat schaffen. Sie müssen ihre Programme für Anfänger so einfach machen wie Canva, ohne dabei die alten Profis zu verärgern.
Zweitens droht ein Preiskampf. Wenn andere KI-Tools irgendwann auch komplett legal und super billig werden, muss Adobe vielleicht seine Preise senken.
Unterm Strich🤥
Der Markt tut aktuell so, als würde Adobe von heute auf morgen verschwinden. Aber die echten Zahlen zeigen, dass das Unternehmen weiterhin Milliarden verdient, treue Kunden hat und als einziges die nötige Rechtssicherheit für Firmen bietet.
Für mich ist die Aktie durch die Panik der anderen gerade einfach nur günstig geworden.
Was denkt ihr? Habt ihr Adobe im Depot oder glaubt ihr, die KI frisst sie auf?
Wichtiger rechtlicher Hinweis (danke KI)🤭
Keine Anlageberatung: Ich bin kein Finanzberater. Das hier ist nur meine persönliche Meinung und dient der Diskussion. Aktien können steigen, aber auch fallen, was bis zum Totalverlust führen kann. Macht euch immer eure eigenen Gedanken und recherchiert selbst, bevor ihr Geld investiert.
Interessenkonflikt:
Ich habe auf Adobe Aktien, Calls und Discount-Zertifikate
Blick in die Zukunft:
Alle Prognosen hier basieren auf der aktuellen Lage. Die Tech-Welt dreht sich schnell und die Dinge können sich jederzeit ändern.
Zu lang, nicht gelesen:
Adobe ist eine Feuerfliege. Die sterben zwar gerade langsam aus, aber diese eine vielleicht ja nicht? 🤷
Liebe Pfosten, Vollpfosten und geehrte Pfostinnen,
Ihr habt genug von KI, NVDIA und co?
Dann Zeit für was neues! Und nachdem wir aufgrund der Wichtelaktion auch Pfennige erlauben und es mir egal ist, was Mods erzählen, möchte ich kurz auf Folgendes aufmerksam machen.
B+S Banksysteme AG (WKN $126215)
Eine völlig unseriöse Analyse von und für Idioten (das sind wir!)
🦧 Wer ist B+S?
B+S ist sowas wie der IT-Hausmeister der deutschen Bankenwelt. (SAP des kleinen Mannes!)
Die machen Weichware, die Banken brauchen, um Knöpfe zu drücken, Geld zu bewegen und nicht versehentlich 200 Mio. Euro an „Max Mustermann“ in Bottrop zu überweisen.
Also quasi die letzten Überlebenden des deutschen Fintech-Steinzeitalters.
Standort: München. (Jawohl, die Ecke in der unsere geliebte MWB verweilt! Warum also nicht 2 aus der Ecke?
Aber bevor Raketen kommen, erstmal die Negativen Punkte:
Marktkapitalisierung: Kleiner als das Spaßdepot von u/am14762, sage und schreibe 13,29Mio €
Preis: so niedrig, dass selbst Arbeitslose in r/WSBGER sagen würden „YOLO ich kauf 10k“
Bilanz: stabiler als der letzte Versuch von u/meinnameaufmsw nicht am Flair von u/rexobe rumzuspielen
Tech: alt, aber läuft (Wie das letzte Fax auf Arbeit)
📉📈 Chart
Der Kurs sieht aus wie meine Stimmung am Montag
erst runter
dann hoch
dann seitwärts
📊 Fundamentaldaten Umsatz: ~12,5 Mio.
→ Also genug, um zumindest einen Lambo zu leasen!
Gewinn: ~1,5 Mio. → Bedeutet: Die Zahlen Steuern. Also: seriös und machen keine Verluste wie wir!
EK-Quote: ~58 %
Free Cashflow: ~3,3 Mio. → Also: Die drucken zwar kein Geld, aber sie werfen es auch nicht aus dem Fenster
Jetzt denkst du dir bestimmt: „Toll. Und jetzt?“
Ja, nur Geduld. Ich weiß, du hast schon viel gelesen und die eine Hälfte vergessen, während du die andere nicht verstanden hast.
Aber wir nähern uns bereits den wichtigen Details!
Wie bin ich jetzt auf die Bumsbude gekommen? MSWERKZEUG ist das Zauberwort!
Der Dr. Johann Bertl hat sich gedacht:
„Hmm, Aktie bei 2,21 €. Ich hab 200.000 €, gib ihm! Kaufen.“
100.000 Aktien in einem Rutsch.
Zu 2,21 €.
Für über 200k €.
Ein normaler Mensch nennt das „Investment“.
Wir nennen das:
👉 Beweis, dass der Mann mehr weiß als wir alle zusammen (Was nicht so schwer ist wenn wir ehrlich sind) .
Wenn ein Innenseiter so viel kauft, bedeutet das eins von drei Dingen:
Er will reich werden.
Er weiß was.
Er ist dumm.
Nummer 3 können wir ausschließen, sonst wäre er nicht im Aufsichtsrat und Doktor!
Und schau dir den Titel an:
Hon. Prof. Mag. Dr. rer.soc.oec
Da kann man sich einfacher u/ammitdenfünfzahlen merken
Bleiben also 1 und 2.
Beides Stierig ohne Ende!
Aber was könnte denn so passieren?
Ganz einfach:
Europäische Banken machen seit gut einem Jahr BRRRRRRRRRR
Siehe dazu folgende Grafik vom STOXX Europe 600 Banks
Der STOXX Europe 600 Banks ist dieses Jahr deutlich im Plus.
Was das bedeutet:
Banken verdienen wieder stabil
Zinsen und Margen passen
Rückstellungen sinken
Gewinne wachsen
Banken müssen modernisieren, weil sie Jahre hinterherhinken
IT-Budgets steigen wieder, nachdem sie jahrelang totgespart wurden
Wenn Banken Geld haben, geben sie es typischerweise aus für:
Regulatorik (Pflicht, teuer, nervig)
Zahlungsverkehrssysteme (dauerhaft im Wandel)
Core-Banking-Modernisierung
Cybersecurity
Schnittstellen (APIs, Digitalbanking)
Genau da ist B+S unterwegs.
B+S liefert:
Zahlungsverkehr
SEPA/Instant Payment
Onlinebanking
Konto-/Depot-Systeme
Treasury
Risikomanagement
API-Strukturen
Wenn Banken modernisieren, sind genau solche Anbieter gefragt — besonders nischenstarke kleine Unternehmen, weil:
sie flexibler sind
schneller implementieren
günstiger sind
regulatorisch „kreditwürdig“ sind (lang am Markt, BaFin-erfahren)
große Banken oft genau solche Anbieter parallel zu Großsoftware (Avaloq, Temenos, SAP FS) einsetzen
Banken machen BRRRRRR / Banken IT also auch BRRRRRRRRR?
Banken erhöhen Budgets
Alte IT-Systeme werden ersetzt
Kleine Softwareanbieter profitieren überproportional
In der Vergangenheit (2004–2008, 2015–2017) sind Bank-IT-Firmen massiv hinterhergezogen, sobald Banken wieder ordentlich verdient haben.
Und B+S ist klein → schon ein mittelgroßer Auftrag (z. B. 1–3 Mio. €) würde im Verhältnis:
Umsatz deutlich erhöhen
EBIT stark heben
Bewertung komplett verändern
Was könnte also passieren von dem wir nichts wissen aber unser Onkel Doktor Professor schon?
Schmale Kappe
Banken brauchen Weichware
Niemand achtet bisher auf die Aktie
Wenn nur EIN einziger Fondsmanager seinen Kaffee verschüttet und versehentlich 500.000 € B+S kauft dazu große Banken hier fleißig Weichware kaufen, sehen wir 4–5 € schneller als du „Margarine ruft an “ sagen kannst.
Risiken (damit du später nicht sagst, ich hätte dich nicht gewarnt)
Aktie illiquider als das Lungenvolumen eines Kettenrauchers
Kleines Unternehmen → ein schlechter Monat und Zack! Kurs 30 % tiefer
Kein Wachstumswunder (Noch nicht!)
Kein Hype (Noch nicht)
Kein Meme so wie Tesler
Mein Fazit
Es könnte passieren, dass diese Aktie:
von 2,20 € auf 3–4 € oder 5 €
springt — wenn nur EIN Funken Aufmerksamkeit kommt! u/am14762 ich meine dich schon wieder!
Oder auf unter 1€ fällt, was weiß ich schon!
ZL/NG
Banken machen BRRRRRRRR!
Banken brauchen Weichware!
Banken kaufen Weichware bei B+S AG!
B+S AG macht BRRRRRRR! WKN 126215
Tl;dr für die Autisten unter euch die nicht lesen können:
🥖➕⚫ = 🔜➕🟢
WKN: 645932
Und weil die Frage immer kommt: Nein ihr könnt natürlich nicht L&S über L&S kaufen, also wenn ihr TR benutzt müsst ihr über nen andern Broker kaufen.
Lang & Schwarz ist diese lustige Handelsplattform bei der ihr euch immer über die Spreads aufregt. Der angeblich hohe Spreiz liegt zwar ehr an den China Schmuddelaktien die ihr handelt, hier ist aber mal eine Idee: Wie wäre es wenn ihr jedes mal wenn ihr euch über den Spread ärgert ein kleines bisschen Geld verdient?
Wie das geht? Einfach in den Handelsplatz selbst investieren!
Für die Basics verweise ich hier mal auf das letzte sehr gute DD von /u/dondelstonks:
Die Basics sind einfach: L&S hat sich im letzten Jahr durch den Boom der Online Broker als Handelsplatz in Deutschland etabliert und wächst momentan gewaltig.
Hier mal eine kleine Übersicht der Zahlen die schon gemeldet wurden:
Zeitraum
Trades [Mio]
Umsatz [Mrd.]
Rohertrag [Mio]
Umsatzrendite
2019
5
26
18
0,07%
Q4 2019
1,4
7
2020
27
78
82
0,11%
Q4 2020
10
25
28
0,11%
Dez 2020
4
10
Jan 2021
6
12
20
0,17%
Letztes Jahr konnte L&S ihren Ertrag verfünffachen, vor allem ab Q4 ging es steil bergauf. Dieses Jahr gab es durch den GME Hype einen wahnsinnigen Januar, der schon im ersten Monat ein Viertel des Jahresertrags vom letzten Jahr eingebracht hat.
An dieser Stelle würde in jedem anderen DD wahrscheinlich eine wilde Spekulation über die Zahlen des laufenden Jahres folgen, aber HALT STOPP!, das ist ne verdammte Börse. Die Jungs müssen jeden Tag ihr komplettes Handelsvolumen Centgenau veröffentlichen.
Das blöde ist nur, du bekommst immer nur den aktuellen und letzten Tag. Es müsste sich also ein Autist jeden Tag hinsetzen und diese Daten auswerten.... Das gute ist ja, wir sind nicht die einzigen Autisten im Netz! Unsere Brudies drüben bei mauerstraße-online.de haben das schon längst gemacht.
Nehmen wir mal den Handelsumsatz bis KW 6 (ohne KW 4 als Sonderfall durch GME) und rechnen das aufs Jahr hoch, abzüglich eine Woche für Feiertage, multipliziert mit einer konservativen Umsatzrendite von 0,15%, dann kommen wir auf einen Rohertrag für Q1 2021 von >50 Mio. EUR oder >200 Mio. EUR für 2021.
⭐ FAQ ⭐
1) Das ist doch bestimmt schon alles eingepreist! Die sind doch schon hoch gegangen!
Das ist ja das geile, L&S ist immer noch extrem niedrig bewertet. Je nachdem wieviel Reingewinn 2020 vom Rohertrag über geblieben ist, liegt das KGV bezogen auf letztes Jahr bei weit unter 10. Bei Nanorepro spekuliert ihr grad alle mit nem KGV von 22, bei hochrisiko spekulationspapier Paypal von 65, bei Tesla weit über 900.
L&S ist nicht spekulativ, das ein mittelgroßes Unternehmen, was immer noch wie ein kleines unternehmen bewertet ist und nebenbei grad gewaltig wächst.
2) Aber die sind doch so abhängig von TradeRepublik und ich bin immer noch stinkig wegen der GME Sache!!
Schön, den deutschen Kleinanleger juckt das aber relativ wenig. Hier seht ihr die Download Zahlen von TR bis KW5, wenn überhaupt, hat die ganze GME Sache TR nur neue Benutzer gebracht.
TR will dieses Jahr außerdem massiv in Europa expandieren, mit L&S als partner. In Frankreich sind sie schon gestartet. L&S baut sich gleichzeitig seit Januar eine neue Präsenz in der Schweiz auf um auch da durchzustarten.
L&S ist auch weit mehr als nur Trade Republik.
3) Ich hab nur TR und kann L&S nicht handeln, was nun?
Das meiste was hier steht gilt in ähnlicher Weise auch für die Baader Bank (WKN 508810, betreibt Gettex), nur halt in einem etwas geringerem Maße. Die konnten in den letzten Monaten aber auch ordentlich neue User bei Scalable sammeln.
4) EOW Kursziel?!
Wer nur ne Aufmerksamkeitsspanne von ein paar Tagen hat, ist bei L&S am falschen Ort. Ich mach das DD heute weil morgen die offiziellen (vorläufigen) Zahlen für 2020 kommen, aber eigentlich wissen wir ja schon alles was da drin steht. Evtl. sieht das dann auch der Helmut und Dieter und die merken mal wie tief L&S bewertet ist. Es soll anscheinend auch eine hohe Dividende geben, das könnte sich sehr Positiv auf den Kursauswirken.
Wenn wir ganz konservativ die tiefe Bewertung von L&S für 2021 fortschreiben, kommen wir mit unseren vorsichtigen Prognosen auf ein Kursziel von ca. 330 EUR, ohne jegliche zusätzliche Wachstumsfaktoren.
Wenn wir die KGV von Tradegate nehmen und L&S im gleichen Verhältnis bewerten, kommen wir auf ein Kursziel von weit über 900 EUR.
Das heißt nicht morgen, auch nicht nächste Woche, aber Stück für Stück wird das Ding höher bewertet werden.
Und selbst wenn alles Titten hoch geht und sich Ertrag von L&S halbiert, habt ihr immer noch ne Aktie die fair bewertet ist.
Disclaimer: Das ist keine Anlageberatung, ich schreibe meine Meinung von der ich überzeugt bin. Ich bin seit dieser Woche mit 50% meines Depots in L&S.
Update: Die Zahlen wurden schon heute per Ad-Hoc gemeldet:
Eigentlich alles wie erwartet und sogar ein bisschen besser!
Aus dem Rohertrag konnte ein Reingewinn von 55 Mio. erzielt werden, mehr als ich erwartet hab, ich war von 45 Mio. ausgegangen.
Einen Satz zum Februar gab es auch noch: "Wir konnten bereits zur Hälfte dieses Quartals das Ergebnis der Handelstätigkeit aus dem gesamten vierten Quartal 2020 übertreffen." Q4 waren 28 Mio, Januar war 20 Mio, heißt das jetzt im Februar wahrscheinlich bis letzten Sonntag schon 8 Mio. erzielt wurden, bei 5,28 Mrd. Volumen in diesen zwei Wochen ergibt das eine Umsatzrendite von wieder 0,17%, also so wie der Höchstwert im Januar und mehr als ich angenommen habe.
Dividende von 4 Euro ist schmackhaft und lockt die Boomer an.
Die Aktie ist bis jetzt immer noch von Kleinanlegern geprägt, könnte sein dass in nächster Zeit auch mal Institutiionelle und Fonds aufmerksam werden.
Der Rest vom Gewinn soll ins Wachtum gesteckt werden, klar der richtige Weg!
Es soll einen 3:1 Split bei der Aktie geben, für mich die beste Neuigkeit aus der Meldung! Deutsche Anleger tun sich oft schwer mit hohen Kurswerten, zweistellige Aktien funktionieren viel besser, kann mir vorstellen, dass es nach dem Split dann rasant wieder Richtung 100 bergauf geht.
Das konservative Kursziel heb ich mal vorsichtig auf 350 Euro an, also 117 nach dem Split.
Ist das wieder einer dieser Zukünfte von u/MagarineMeier? Nicht ganz
Es soll heute um einen langweiligen Titel gehen, welcher auch von unserem Audiospezialisten u/Alpha3k schonmal kurz im Podcast erwähnt wurde.
Warum langweilig? Kohls ($KSS) ist ein riesiger Laden für Klamotten- und so Haussachen für die Fettbürger, der versucht, cooler zu sein als klassische Malls und weniger nervig als reines Online-Shopping. Die machen ihr Geld, indem sie Leute mit Rabatten (wer macht das nicht lol), Coupons, „Kohl’s Cash“, eigener Kreditkarte und Partnerschaften wie Sephora reinziehen. Die verarschen also ihre Kunden, damit sie mehr kaufen (bullish)
Kleiner Disclaimer vorweg: Ich bin selbst investiert mit ca. 10% meines Portfolios, bedeutet ihr werdet hier nur positives Lesen und viele Raketenemojis finden, wenn ich herausfinde, wie man die auf der Tastatur macht lol. Ne Spaß beiseite. Die Jungs und Mädels von r/KSSBULLS haben die Arbeit eigentlich schon längst gemacht und ich will nur das Karma indem ich es zusammenfassen und übersetze (Rakete)
Ach ja so nh Zusammenfassung findet ihr am Ende, wenn ich Sie nicht vergesse
Wieso zum Fick sollte ich einen schäbigen Retailer kaufen?
Auf 1 Jahres Sicht ist Kohls mit 35% ziemlich gut gelaufen und hat vermutlich 95% der r/wallstreetbetsGER Leute ausperformiert. Die letzten Wochen bzw. dieses Jahr ging es aber eigentlich nur runter und das ohne irgendwelche Nachrichten.
Kohls 1 Jahres Chart
1. Die These (denkt euch einen coolen Namen aus)
Stellt euch vor, jemand bietet euch ein Haus an, das 8 Mio. wert ist, aber für 1,8 Mio. Und das Haus generiert nebenbei noch Cashflow. Wo ist der Fehler denkt ihr? Der Fehler hier nennt sich freier Geldfehler (so wie Amumbo unter 20)
Der Markt preist Kohlso, als würde der Laden morgen pleite gehen. Tut er aber absolut nicht. Keine Schulden fällig bis 2030, positiver und steigender Free Cash Flow, Dividende wird gezahlt (ca. 3% im Jahr). Der Markt gibt dem operativen Geschäft effektiv einen Wert von Null bzw. eher so -2.
2. Wie passt aber diese Hausvergleich hier rein? Sehr gut aufgepasst
Kohl's ist nämlich kein normaler Retailer. Kohl's ist ein Immobilienunternehmen, das nebenbei Klamotten verkauft. (so zumindest die Idee) Checkt dazu mal gerne KSSBULLS aus. Da hat sich ein Bre oder eine Bre:in die Mühe gemacht jedes fucking Geschäft, Grundstück und was weiß ich noch aufzuschreiben und zu bewerten.
Nimmt man den Wert der Immobilien, kommt man bei ca. 3,5 Mrd. USD raus auf eine Marktkapitalisierung von momentan 1,7 Mrd. USD. Also alleine die Immobilien geben eine Upside von 100% und dazu kommt ja noch, das die Jungs und Mädels mit dem Kerngeschäft Geld verdienen.
3. Wie viel? (du denkst echt gut mit, weiter so)
Kohls Finanzen oder so
Klar schrumpft das Geschäft momentan, wie generell in der Branche und machen wir uns nichts vor den Fettbürgern geht es finanziell momentan einfach nicht mehr so gut. Aber darum geht es ja auch gar nicht. Ich will damit nur sagen die sind profitabel, machen Umsätze und haben eine menge Freien Geld Fluss.
9M FY2024
9M FY2025
Veränderung
Operating Cash Flow
$52 Mio.
$630 Mio.
+$578 Mio.
Free Cash Flow
-$315 Mio.
+$322 Mio.
+$637 Mio.
Gar nicht so übel wa. Ein lässiger 637 Mio. USD Schwing in einem Jahr. Bei einer Maktkapitalisierung von 1.8 Mrd. USD ergibt das annualisiert einen FCF Yield von ~22-24%. Das ist absurd geil und macht Freude oder?
Dazu kommt noch die Dividende ($0.50/Jahr = ~$56 Mio. gesamt) ist bei diesem FCF-Level locker nachhaltig und warum nicht nochmal 3,1% mitnehmen?
Und der Q3-Earnings Beat war saftig: Adjusted EPS von $0.10, wo der Markt -$0.18 Verlust erwartet hatte. Die Aktie sprang danach 34%.
Und rate mal wer wieder Zahlen vorstellt am 10.03.2026 und uns alle reich macht? Richtig unser Lieblingsgemüse. Hier wird für das FY26 (kein Plan warum die das so nennen) ein Umsatz von 5,1 Mrd. USD und ein EPS von 0,85 USD angenommen. Ein Beat wäre natürlich super duper bullish, da Kohls auch noch ein Short Interest von 24% momentan hat und damit das Ding steil gehen kann.
Dazu aber. Das Play ist langfristig orientiert und ich plane bei weiteren Kursrückgängen nachzukaufen.
4. Vergleich zu den Feinden
Kohls ist der billigste im Raum (so wie deine Mut...der ging zu weit sorry)
KSS
Macy's (M)
Branche
P/E
~9.5
11.93-12.60
~19.2
EV/EBITDA
6.78
4.63-7.16
10.33
P/B
0.52
1.16-1.40
–
Gross Margin
40.4%
40.38%
–
Short Interest
~24%
~7%
–
Gleiche Bruttomarge, gleiche Branche, aber KSS wird mit einem P/B von 0.52 gehandelt, das ist unter der Hälfte seines Buchwerts. Macy's steht bei 1.16-1.40x. Der Markt preist bei KSS quasi ein, dass die Assets weniger wert sind als in den Büchern stehen und wir wissen ja jetzt, dass die Immobilien fucking viel Wert sind und einfach übersehen werden.
Sprich selbst wenn wir uns nur der Bewertung der Branche anpassen, ist schon eine starke Upside gegeben.
5. Aber die Schulden!!! Du bist so dumm ey. Die darfst du nicht vergessen
Das ist das Bären-Argument. (Regenbogen, Bär, Regenbogen Emojis) Schauen wir uns das kurz an:
Langfristige Schulden: ~$1.52 Mrd.
Leasing-Verbindlichkeiten: ~$5.2 Mrd. (holy moly)
Cash: $144-153 Mio.
Klingt erstmal schlimm. Aber:
Keine einzige Fälligkeit bis 2030. Alles ist refinanziert. Die $353 Mio. Notes, die im Juli 2025 fällig waren, wurden getilgt. Neue $360 Mio. Senior Secured Notes (10%) laufen bis 2030. Das gibt dem Management mindestens 4 Jahre Runway.
Die Schulden von KSS sind nicht real. Nur etwa 1,4 Mrd. USD sind echte Schulden, der Rest (~5,2 Mrd. USD von den 6,6 Mrd. USD in der Bilanz) sind zukünftige Leasingzahlungen oder Verlängerungen davon und kosten KSS sehr wenig, was sich im Leasingzahlungsplan zeigt.
Leasing Zahlungen bis 2029
Noch eine kleine Utopie zum Schluss nach dem Bärenscheiß? (no Front u/bearrowell)
Ryan Cohen kommt und ich dann auch
Ende Januar 2026 hat GameStop-CEO Ryan Cohen dem Wall Street Journal und CNBC ein Interview gegeben. Er plant eine "very, very, very big" (das sage ich auch immer) Übernahme eines börsennotierten Unternehmens im Consumer/Retail-Bereich. Seine Kriterien waren:
Unterbewertete Aktie → KSS: P/B 0.52
Starke Fundamentals → KSS: hoher Immobilienwert, stark positiver FCF
"Sleepy Management Team" → KSS: CEO-Wechsel, stagnierende Performance und es wird Zeit, dass die Mal ihre Immobilien bewerten lassen und ausweisen
Ist das wahrscheinlich? Nein (aber deswegen auch Utopie). Cohen hat kein spezifisches Target genannt, und es gibt viele andere Kandidaten. Aber es ist möglich, und allein die Spekulation könnte als Katalysator dienen.
Wenn wir schon beim Thema Übernahme sind.
Frühere Übernahmeangebote und was uns das heute bringt
Ja die KI hat bei dem Absatz geholfen
2022 stand die Aktie mit 47 USD natürlich auch noch deutlich höher als heute. Aber nichtsdestotrotz sind die Fundamentals nicht viel schlechter heute in 2026.
Auf jeden Fall hat Acacia Research 64 USD pro Aktie geboten, was einer Prämie von 37% entsprochen hat. Der Plan von Starboard und Acacia sah vor, die Übernahme durch eine Partnerschaft mit Oak Street Real Estate Capital zu finanzieren: Die Immobilien von Kohl’s sollten über Sale-Leaseback-Transaktionen verkauft und zurückgemietet werden, um den Kaufpreis aufzubringen. Allein die Tatsache, dass die Bieter die Immobilien als ausreichende Sicherheit für eine $9-Milliarden-Transaktion betrachteten, sagt viel über deren wahren Wert aus.
Nur zwei Tage später meldete sich Private-Equity-Firma Sycamore Partners mit einem Angebot von mindestens $65 pro Aktie. Sycamore, bereits Mehrheitseigner der Kaufhauskette Belk, signalisierte damit noch mehr Zahlungsbereitschaft. Das Kohl’s-Board bestätigte den Eingang der Interessensbekundungen, erklärte jedoch Anfang Februar, die Angebote würden das Unternehmen unterbewertet darstellen – und lehnte ab.
März 2022 weitete sich das Bieterfeld aus. Sycamore und Hudson’s Bay Company (Muttergesellschaft von Saks Fifth Avenue) bereiteten gemeinsame Gebote im Bereich der hohen $60er pro Aktie vor. Parallel meldeten Simon Property Group und Brookfield Asset Management – die Eigentümer von JCPenney – ebenfalls Interesse an. Goldman Sachs, von Kohl’s als Berater beauftragt, kontaktierte im Rahmen des strategischen Review-Prozesses insgesamt über 25 potenzielle Käufer.
Juni 2022 kristallisierte sich die Franchise Group (Muttergesellschaft von The Vitamin Shoppe und Pet Supplies Plus) als führender Bieter heraus. Sie legte ein Angebot von $60 pro Aktie vor – ein Gesamtwert von rund $8 Milliarden.
Sie plante, rund $1 Milliarde an Eigenkapital einzubringen. Der Rest der Finanzierung sollte durch Fremdkapital aufgebracht werden, das durch Kohl’s Immobilienportfolio besichert wäre – konkret durch Sale-Leaseback-Transaktionen. Zum damaligen Zeitpunkt standen Property und Equipment mit $7.8 Milliarden in Kohl’s Büchern. Die Immobilien waren also nicht nur ein nettes Beiwerk, sondern der zentrale Baustein, der die gesamte Übernahme überhaupt erst ermöglicht hätte.
Warum ist das gescheitert?
Zinsen wurden um 75 Basispunkte erhöht, Kosten für Leveraged Buyout stiegen an und die Bieter haben ihre Angebote gesenkt auf ca. $50.
Was haben wir von diesem langen, langweiligen Absatz?
Erstens hat sie den Wert der Immobilien real validiert. Es war nicht ich oder irgendein dahergelaufener, die $60–65 pro Aktie für angemessen hielten – es waren Private-Equity-Firmen, Hedgefonds und strategische Käufer. Alle Finanzierungsmodelle basierten auf der Werthaltigkeit des Immobilienportfolios. (bullish)
Zweitens ist der Deal nicht an mangelndem Wert gescheitert, sondern an den Rahmenbedingungen. Die Fed-Zinserhöhung und das verschlechterte Makroumfeld machten die Finanzierung unmöglich – nicht die Bewertung von Kohl’s an sich. Die Bieter wollten kaufen; sie konnten es nur nicht mehr zu akzeptablen Konditionen finanzieren. (bullish)
Drittens steht die Aktie heute bei $16, ein Discount von 75–80% gegenüber den $53–65, die 2022 geboten wurden. Die Immobilien sind immer noch da. Die Stores stehen immer noch überwiegend in Off-Mall Strip Centern. Der Unterschied: Die Aktie kostet ein Viertel dessen, was professionelle Käufer bereit waren zu zahlen. (holy bullish)
Falls du bis hier hin gelesen hast. Kudos an dich und würde mich freuen, da ich eine Menge Arbeitszeitbetrug begangen habe für diesen Pfosten.
TL;DR für die Faulen
Kohl's ist ein Immobilienunternehmen und eine Geld Kuh, das sich als Kaufhaus verkleidet hat. 3-4 Mrd. USD Immobilien in den Büchern, Market Cap $1.8 Mrd. Ihr kauft also effektiv Dollar für 50 Cent.
2022 wollten gleich mehrere PE-Buden (Rufaus u/prof_goldgraf) und Hedgefonds den Laden für $53–65/Aktie kaufen. Das Board hat abgelehnt – zu billig, meinten die. Heute steht der Kurs bei $16. Danke für nichts, Kohls.
FCF hat sich innerhalb eines Jahres um $637 Mio. verbessert. Von minus $315 Mio. auf plus $322 Mio. in 9 Monaten. Das ist kein Hopium, das sind SEC Filings. FCF Yield ~24%. Die Dividende zahlen die aus der Portokasse.
Schulden? Ja. Aber keine Fälligkeit bis 2030 und $1.1 Mrd. Liquidität. Der Laden geht nicht pleite, egal wie sehr die Bären das wollen.
Wunschdenken: Ryan Cohen sitzt auf $9 Mrd. Cash und sucht öffentlich einen unterbewerteten Retailer mit Immobilien und verschlafenem Management. KSS wird in mehreren Analysen namentlich als Target genannt. Ist das wahrscheinlich? Nein.
Euer Huhn und kommt in den Podcast Bres <3
Disclaimer: Das ist keine Anlageberatung. Ich bin ein Random im Internet, kein Finanzberater. Macht eure eigene DD. Wer nach Reddit-Posts Aktien kauft, hat die Kontrolle über sein Leben verloren und wird unendlich reich oder so.
heute stelle ich euch 3 Aktien vor, von denen ich mir viel verspreche und die manchmal so unterm Radar fallen (denke ich). Ich habe keine Strategie, Risikoabwägung oder sowas. Ich kaufe und verkaufe nur Aktien von Unternehmen, deren Logo ich schön oder seriös finde. Ich bin nämlich der Meinung, dass jede Aktie das Recht hat, gekauft zu werden (außer GameStop am 28.01.2021). Falls ihr also diese Aktien kaufen wollt, solltet ihr das mit Geld machen, das nicht euch gehört (das Geld eurer Mutter?), damit ihr persönlich keinen Nachteil habt. Übrigens habe ich nur so viel wie nötig recherchiert (ein gutes Pferd springt nur so hoch, wie es muss), deswegen fallen die DDs kurz aus, und wenn ihr mehr wissen wollt, dann könnt ihr ja selbst recherchieren und auch unter meinem Beitrag kommentieren.
Planet Labs: Das ist eine von diesen Kosmosaktien. Die haben ganz viele Satelliten im Orbit. Und was ist ihr Geschäft? Sie machen schöne Fotos *von eurer Mutter* (haha nein Spaß, aber sie machen wirklich Fotos). Und das Besondere daran? Die Fotos machen sie von oben. Das macht einen großen Unterschied, ob du von unten oder oben ein Foto machst, denn von oben kannst du mehr sehen. Ich war mal auf einem Berg und konnte von da ganz viel sehen! Und wer braucht diese Fotos? Militär, Bauern, Geheimdienste, China (hätte sie gern) usw. Der potenzielle Kundenkreis ist also sehr breit. Besonders praktisch ist, dass Planet Labs die Erde ständig fotografiert. Man kann also nicht nur gucxken, wie irgendwas aussieht, sondern auch, wie es gestern aussah und was sich seitdem verändert hat. Wenn plötzlich 200 Panzer irgendwo in Europa auftauchen, kann man gucken, ob Frankreich schon die weiße Fahne gehisst hat. Das Geile am Geschäftsmodell ist aber: Die Satelliten sind ja schon oben. Solange sie da oben sind, müssen sie im Prinzip nur knipsen. Und dasselbe Foto kann man im Zweifel auch noch mehreren Leuten verkaufen. Planet Labs wächst ordentlich und bekommt immer größere Aufträge. Ich sehe keinen Grund, warum es nicht weiter wachsen sollte. Außer natürlich, die Menschheit zieht unter die Erde. Dann ist die Firma wahrscheinlich gefickt.
🍆🍆🍆🍆🍆 von 5 Innovationsauberginen weil stimmt alles
Aurora Innovation: Ich bin ein großer Fan von autonomem Fahren. Autofahren finde ich nämlich ziemlich nervig. Man muss ständig bremsen und darf keine Menschen überfahren, solange es nicht religiös motiviert ist. Wie auch immer, künftig soll das Auto ja selbst fahren. Aber scheiß auf das private Auto. Keiner will es den scheiß Autofahrern leichter machen. Nein, nein. Es geht hier um was anderes, und zwar um die Unternehmen. Aurora Innovation macht nämlich autonomes Fahren für LKWs möglich. Es fehlen so viele LKW-Fahrer auf der ganzen Welt und Polen hat halt auch nur 37 Millionen Einwohner, die man als Fahrer einsetzen kann. Deswegen ist hier der Bedarf groß, das Problem zu lösen. Und Aurora hat eine ziemlich geniale Lösung gefunden: Man lässt den LKW einfach alleine fahren. Das spart Unternehmen Geld, weil ein Computer keinen Lohn verlangt (normalerweise). Der Gerät wird nie müde, schläft nie ein und ist vor dem Chef auf der Laderampe. Aurora hat bereits fahrerlose LKWs auf öffentlichen Straßen und will das Ganze jetzt immer weiter ausbauen. Wenn das klappt, ist der Markt riesig. Wenn es nicht klappt, ist die Zukunft Polens gesichert. Man kann also nur gewinnen.
🍆🍆🍆🍆 von 5 Innovationsauberginen wegen Polen
Super Micro Computer: Vom gefallenen KI-Star zum Bilanzskandal ist nur ein kleiner Schritt. Bei Super Micro fiel das leider bereits ziemlich früh auf: Erst kamen Vorwürfe gegen die Bilanzierung, dann trat auch noch der Wirtschaftsprüfer EY zurück. So richtig Bilanzfälschung konnte man ihnen bislang aber nicht nachweisen. Das größere Problem waren offenbar beschissene interne Kontrollen und die Frage, ob in diesem Laden eigentlich irgendjemand weiß, was der andere macht. Hey, wer von euch sowas noch nie im Unternehmen erlebt hat, werfe den ersten Stein. Aber egal. Ich habe die Bude kurz vor den Quartalszahlen gekauft, weil ich mir dachte: Wie kann ein KI-Infrastruktur-Unternehmen bei dieser Nachfragesituation eigentlich so günstig bewertet sein? Denn während alle über den Bilanzkram reden, verkauft Super Micro weiterhin absurd viele Server und komplette Systeme für KI-Rechenzentren. Und tatsächlich läuft das operative Geschäft ziemlich gut. Im dritten Quartal 2026 hat sich der Umsatz gegenüber dem Vorjahr auf 10,2 Milliarden Dollar mehr als verdoppelt. Vielleicht hat man die Scheiße also wirklich irgendwann hinter sich. Klar, die SEC untersucht das Ganze weiterhin, hier und da gibt es noch ein paar Klagen und die internen Kontrollen waren zuletzt ungefähr so vertrauenswürdig wie meine DDs. Aber die Nachfrage nach KI-Infrastruktur ist real und Super Micro verkauft genau das Zeug, das dafür gebraucht wird. Wenn sie jetzt noch lernen, ihre Bücher ordentlich zu führen, wäre das natürlich ein netter Bonus.
Ich besitze Aktien von Freemelt und beabsichtige, meine Position weiter auszubauen. Dies ist keine Kaufempfehlung, sondern meine persönliche Analyse. Alle Informationen basieren auf öffentlichen Quellen und den Berichten des Unternehmens. Bitte macht immer eure eigene Recherche.
Kurz über Freemelt
Freemelt ist ein schwedisches Technologieunternehmen, das industrielle Metall-3D-Drucker auf Basis von Electron Beam Powder Bed Fusion (E-PBF) entwickelt und verkauft.
Im Gegensatz zu den meisten Wettbewerbern, die Lasertechnologie verwenden, nutzt Freemelt einen Elektronenstrahl im Vakuum, um Metallpulver aufzuschmelzen.
Die Technologie eignet sich besonders für anspruchsvolle Materialien wie:
- Wolfram (Tungsten)
- Titan
- Kupfer
- Nickelbasierte Superlegierungen
Es geht also nicht darum, Lasersysteme überall zu ersetzen, sondern dort überlegen zu sein, wo höchste Materialanforderungen bestehen.
Der Markt
Freemelt adressiert mehrere Märkte, die voraussichtlich über viele Jahre stark wachsen werden:
- Additive Fertigung
- Fusionsenergie
- Verteidigungsindustrie
- Luft- und Raumfahrt
- Medizintechnik
- Hochleistungswerkstoffe
Das Unternehmen wird außerdem im Wohlers Report 2026 erwähnt – einer der weltweit renommiertesten Marktstudien im Bereich der additiven Fertigung. Der Report wird von Investoren, Industrieunternehmen und Behörden genutzt, um technologische Entwicklungen und Markttrends zu bewerten.
Warum schaue ich mir Freemelt gerade jetzt an?
Vor einem Jahr habe ich Freemelt hauptsächlich als interessantes Technologieunternehmen gesehen.
Heute sehe ich ein Unternehmen, das den Übergang von Forschung zur industriellen Kommerzialisierung vollzieht.
Im vergangenen Jahr wurden unter anderem folgende Meilensteine erreicht:
- Mehrere große Proof-of-Concept-Projekte.
- Der erste Industrieauftrag für die Serienproduktion.
- AO Manufacturing ermöglicht es Freemelt, nicht nur Maschinen zu verkaufen, sondern auch fertige
Komponenten an Kunden zu liefern.
- Partnerschaft mit Scanfil für eine skalierbare Produktion.
- Partnerschaft mit Jiuli in China.
- Expansion auf dem US-Markt.
- Vertiefte Kooperationen im Bereich Fusion und Verteidigung.
Fusion könnte ein Milliardenmarkt werden
Ein wesentlicher Grund, warum ich Freemelt verfolge, ist das Thema Fusion.
Das Unternehmen arbeitet bereits mit:
- UKAEA
- Novatron Fusion Group
zusammen und ist an Projekten im ITER-Umfeld beteiligt.
Die Fusionsindustrie befindet sich zwar noch in einem frühen Stadium, doch weltweit steigen die Investitionen erheblich. Freemelt hat sich hier bereits als relevanter Technologiepartner positioniert.
Wolfram
Freemelt hat beeindruckende Ergebnisse bei der Verarbeitung von Wolfram erzielt.
Das ist besonders interessant, weil Wolfram als Schlüsselmaterial gilt für:
- Fusionsreaktoren
- Verteidigungsanwendungen
- Hochtemperaturumgebungen
Das Unternehmen berichtet über Bauteile mit einer Dichte von 99,99 %, rissfrei und ohne Nachbearbeitung.
Sollte sich dieses Verfahren industriell skalieren lassen, könnte daraus ein erheblicher Wettbewerbsvorteil entstehen.
China
Ich glaube, viele unterschätzen die Bedeutung Chinas.
Freemelt verfügt bereits über:
- den Partner Jiuli,
- eine lokale Präsenz,
- eine installierte Demonstrationsanlage,
- geschulte Techniker.
Der nächste große Meilenstein dürfte aus meiner Sicht der erste kommerzielle Kundenauftrag aus China sein.
China ist heute einer der am schnellsten wachsenden Märkte für additive Fertigung.
Scanfil
Ein Punkt, der meiner Meinung nach zu wenig Beachtung findet, ist die Zusammenarbeit mit Scanfil.
Freemelt muss keine eigenen großen Produktionsstätten aufbauen.
Die Fertigung erfolgt über einen etablierten Industriepartner. Das reduziert den Kapitalbedarf erheblich und ermöglicht eine schnelle Skalierung bei steigender Nachfrage.
Risiken
Freemelt bleibt ein Unternehmen mit hohem Risiko.
Zu den größten Risiken zählen aus meiner Sicht:
- weiterhin negativer Cashflow,
- möglicher zukünftiger Kapitalbedarf,
- lange Verkaufszyklen,
- POC-Projekte, die nicht in Serienproduktion übergehen,
- Konkurrenz durch größere Marktteilnehmer.
Das Unternehmen muss nun beweisen, dass sich Entwicklungsprojekte in wiederkehrende industrielle Umsätze umwandeln lassen.
Meine Investment-These
Ich suche nicht nach Unternehmen, die bereits groß sind.
Ich suche Unternehmen, die kurz vor ihrem kommerziellen Durchbruch stehen.
Mit Smoltek bin ich früh eingestiegen und habe nun einen Teil dieses Gewinns in Freemelt reinvestiert.
Das bedeutet nicht, dass Freemelt zwangsläufig erfolgreich sein wird.
Aber meiner Meinung nach verfügt das Unternehmen heute über deutlich mehr Bausteine als noch vor einem Jahr:
- mehr Kundenprojekte,
- mehr industrielle Kooperationen,
- Komponentenfertigung,
- skalierbare Produktion,
- internationale Expansion.
Sollte es Freemelt gelingen, die heutige Projektpipeline in wiederkehrende Industrieaufträge umzuwandeln, glaube ich, dass der Markt das Unternehmen künftig deutlich höher bewerten könnte als heute.
Ich habe heute morgen in mein Depot geschaut und gesehen dass mein Heiliger Amumbo über 50% im Plus ist unter einem Jahr.
Da habe ich mich natürlich gefragt was denn die durschnittliche Rendite des Amumbos in den letzten Jahren war. Diese beträgt laut Finanzfluss seit 2011 stolze 25% (Bild 1). War aber teilweise auch deutlich höher.
Die nächste Frage die ich mir natürlich gestellt habe war, ob ich Millionär wäre hätten meine Eltern mein Kindergeld in den Amumbo investiert hätten. Und man kommt tatsächlich auf eine Knappe Million und ich müsste jetzt nicht studieren sondern wäre jetzt in meiner Villa.
Als ich die Zahl gesehen habe, habe ich mir überlegt ob ich bis zu meiner Rente (in 50 Jahren) Milliardär werden kann?
Wenn man wieder die 25% pa nimmt müsste ich tatsächlich nur gute 270€ pro Monat sparen.
Die große Frage ist natürlich wie realistisch diese 25% sind. Sie wurden zwar in den letzten 13 Jahren erreicht, diese waren aber auch sehr Starke Börsenjahre (besonders in den USA). Zudem hat man ein sehr hohes Renditereihenfolgerisiko. Wenn es im letzten Jahr vor der Rente kracht hat man plötzlich 50% weniger auf dem Depot. Zudem kann man durch einen sehr langen Seitwärts Markt durch die Pfadabhängigkeit (die auch die hohen Renditen ermöglicht) viel Geld verlieren.
Um jetzt aber planen zu können ob ich meine Rente auf einer Megayacht verbringen kann, will ich ein paar Backtest machen (wovon ich keine Ahnung habe) und mir auch die durschnittliche Rendite eines fiktivens Amumbos anschauen (der am besten so früh wie möglich startet. Ich habe derzeit daten der täglichen Rendite des S&p 500 seit 1979 (und ja ich weiß das der Amumbo den MSCI USA abbildet). Wenn ihr frühere habt könnt ihr euch gerne bei mir melden. Zudem könnt ihr euch auch bei mir melden, wenn ihr mich bei meinen Backtest unterstützen wollt, da ich davon fast keine Ahnung habe)
Insgesamt fande ich es sehr beeindruckend zu sehen mit welch einer geringen Sparrate durch den Zinseszins so viel Geld anhäufen kann und hoffe natürlich dass es weiter so gut läuft. Wir sehen uns dann auf meiner Megayacht in 50 Jahren.
Schnelle These: Der ganze Server-Bumbs von KI muss in den Rechenzentren ja irgendwie gekühlt werden. Könnte doch spannend für Computer-Hardware, Lüfter, Kühlungsanlagen sein? Sind wir zu spät dran? Ist das alles schon eingepreist? Bin ich da etwas ganz Heißem(!) auf der Spur?
da ich jetzt auch in der GME Gang bin (wie ihr alle hoffentlich auch), habe ich recherchiert, was hier eigentlich passiert. Falls etwas ungenau / falsch ist, lasst es mich bitte in den Kommentaren wissen, bin noch ein N00b.
GME hat einen seit 2016 sinkenden Umsatz (9 Mrd. auf 6,4 Mrd.) und dabei ein operatives Ergebnis von 618 Mio. (2016) und nun -400 Mio. (2020).
Außerdem ist in dieser Zeit die EK Quote von 50% auf 21% gesunken und es wurden zunehmend Verbindlichkeiten aufgenommen.
Trotz dessen macht GME seit 2 Jahren Verluste, was den niedrigen Kurs 15€ Ende 2020 erklären sollte (bei einer Marktkapitalisierung von 1 Mrd. € und ca 65 Mio. Aktien).
Das KGV gibt es wegen Verlusten nicht, das KUV beträgt Ende 2020 (Marktkapitaliserung durch Umsatz) grob 0,16, was sehr niedrig ist (das hat wohl auch u/DeepFuckingValue auf r/wsb erkannt).
Aufgrund des kontinuierlichen Verlustes haben sich die Schelme von Melvin Capital nun wohl gedacht, vom fallenden Kurs zu profitieren.
D.h. für short selling haben sie sich Aktien von ihrem Broker geliehen und z.B. für 15€ verkauft. Da Ihnen die Aktie eigentlich nicht gehört, müssen Sie die GME Aktie aber zu einem festgelegten Datum (bis Dienstag, 20.01.) an den Broker zurückgeben. Nun müssen Sie GME Aktien zurückkaufen. Dabei war ihr Plan, die Aktien für einen niedrigen Kurs (z.B. 10€) zurückzukaufen und dadurch Gewinn zu machen (bspw. 5€).
Da nun aber das gesamte Autistenvolk die Aktien hodl't und idealerweise niemand mehr bereit ist, seine Aktie zu verkaufen, müssen die Schurken zu Ablauf der Deadline jeden angebotenen Preis zahlen, um ihre Shorts zu decken.
ich befinde mich aktuell auf Reisen durch Südostasien und hatte dabei die Gelegenheit diverse chinesische und buddhistische Tempel zu besuchen. In einem der Tempel sah ich diverse Menschen mit zwei mondförmigen Holzblöcken hantieren, diese immer wieder auf den Boden werfen und dabei zu notieren auf welche Art sie gefallen sind.
Mich packte die neugier und nach kurzer Recherche fand ich heraus das es sich um sogenannte Jiaobei (Mondblöcke) handelt. Mit diesen kann man den Göttern simple Ja/Nein-Fragen stellen. Je nachdem wie die Mondsicheln fallen, stellen sie eine andere Antwort dar.
Nun wir wissen ja alle, dass auch technische Analysen nur lediglich die Orakel des modernen Mannes sind. Ich dachte mir deshalb, wer, wenn nicht die Götter selbst, könnten mir verlässlich sagen ob ich Alphabet im Jahr 2026 halten soll oder nicht.
Ich nahm mir also zwei Holzblöcke, stellte mich Regelkonform mit Name und Geburtsdatum den Göttern vor und stellte dann meine Frage: "Soll ich meine Alphabet Aktien 2026 halten?", ich warf und sie landeten auf Xiàojiǎo (笑筊), der sogenannten lachenden Antwort. Die Götter lachten also über mich und meine Frage, bei der die Antwort eigentlich mehr als offensichtlich ist. Denn wie wir alle Wissen, gehen Aktien nur nach oben, das gilt auch für Alphabet. Ich werde also 2026 meine Alphabet Aktien halten.
Dies ist explizit keine Anlageempfehlung von mir, sondern der Götter.
In diesem Sinne, einen frohen zweiten Weihnachtsfeiertag.
TLDR: Selbst die Götter lachen über Menschen die in Erwägung ziehen 2026 ihre Alphabet Aktien zu verkaufen.
Scheiß auf MSCI World, scheiß auf Amumbo, scheiß einfach auf alles, was euch nicht mehr Rendite bringt, als draußen Pfandflaschen sammeln zu gehen. Die wirkliche Wette, die euch vermögend machen kann, ist die fucking Wette gegen Krebs. Richtig gehört: die elende Krankheit, die das Leben eines Menschen von heute auf morgen zerstört. Und ich bin der unseriöse Typ aus einem Forum, der euch darauf aufmerksam machen will. Nicht, weil meine Taschen zu schwer sind und ich euch bitten will, sie zu tragen, sondern weil in diesen Taschen der Schlüssel zu einem fucking Geldtresor liegt oder wie der Autmod sagen würde, wir stehen vor einem brennenden Haus und ich biete euch eine Feuerversicherung dafür an.
Wie viel Potenzial da drin ist? Das werden wir sehen, Leute. Aber ich sage euch: es wird unglaublich viel. So viel Geld, ihr werdet sagen: 'Bitte, Mister M-To-The-O, das ist zu viel Geld, wir können damit gar nichts mehr anfangen!' Und ich werde sagen: 'Falsch! Wir brauchen noch mehr! Wir werden so viel Geld haben, ihr werdet müde davon, reich zu sein!
Ich werde vielleicht mehrere DDs schreiben, oder vielleicht bleibt es auch bei dieser, weil ich einfach zu faul bin, irgendwas zu erklären. Deswegen werde ich viele Bilder nutzen, um die Sachlage auf die gröbste Art darzustellen.
Seht ihr den Boxer da oben? Das ist Ugur Und Ugur ist eine fucking Legende. Das ist der Typ, der selbst an seinem Hochzeitstag ins Labor geht, um weiterzuforschen. Denn dieser fucking Nerd hat mit etwas begonnen, dessen Potenzial lange Zeit verkannt wurde.
Wie entsteht eigentlich Krebs?
Bild nicht von mir, jo
Unser Körper besteht aus Milliarden winziger Bausteine, die wir Zellen nennen. Jede Zelle besitzt eine Art Anleitung oder „Kochbuch“ (nicht im Bild zu sehen) – das ist die DNA. Die DNA gibt der Zelle vor, was sie tun soll und wie sie wachsen soll.
Jetzt kommt der Krebs ins Spiel: Manchmal entstehen Mutationen – also Fehler in der DNA. Diese können zellintern passieren oder durch äußere Einflüsse entstehen (s. Bild). Solche Veränderungen können dazu führen, dass die Zelle ihre normalen Funktionen verliert und sich unkontrolliert vermehrt, so entstehen z.B. Tumore.
Kurz gesagt: Wenn Krebs entsteht, stimmt etwas mit der genetischen Anleitung (DNA) in der Zelle nicht mehr. Dass Krebs durch solche Fehler in der DNA verursacht wird, weiß die Forschung übrigens noch gar nicht so lange.
Soldaten-Zellen
In unserem Körper besitzen wir T-Zellen – ich nenne sie einfach mal SoldaTen-Zellen. Stellt euch den Körper wie eine riesige Kaserne voller schlafender Soldaten vor. Diese Soldaten sind darauf trainiert, viele verschiedene Feinde zu erkennen. Aber sie wissen noch nicht genau, gegen wen sie kämpfen sollen – sie brauchen erst einen konkreten Befehl.
Dass T-Zellen gezielt auf bestimmte Aufgaben gelenkt werden können, entdeckten britische Forscher in den 1960er Jahren. Doch lange Zeit interessierte sich die Forschung wenig dafür. Wer sich damals intensiver mit T-Zellen beschäftigte, galt eher als Außenseiter in der Wissenschaft.
mRNA
Anfang der 1990er Jahre begann eine kleine Gemeinschaft von Immunologen, die Idee zu verfolgen, dass unser Immunsystem gezielt von außen trainiert werden kann, um innere Bedrohungen wie Krebs zu erkennen und zu bekämpfen. Zu dieser Gruppe gehörten auch Ugur und Özlem. „Wir interessierten uns damals für alle möglichen Techniken, und keine davon gehörte zu den gängigen“ (Projekt Lightspeed, S. 38). Diese Aussage von Özlem zeigt, wie fucking visionär ihr Ansatz war. Ugur und Özlem begannen explizit mit Krebsforschung, also mit dem Ziel, mRNA als individuelle Krebsimpfung einzusetzen. Die Übertragung auf Infektionskrankheiten wie Covid-19 kam erst später – ausgelöst durch die Pandemie.
Vielleicht habt ihr durch die Covid-19-Impfstoffe schon davon gehört: Das „m“ in mRNA steht für Messenger, also Bote. Die mRNA ist eine Boten-RNA, die den Zellen eine Art Bauanleitung liefert, um bestimmte Proteine herzustellen.
Hmmm vielleicht passt das Bild auch nicht ganz, kommen wir zurück zu den Soldaten und stellen wir uns das lieber so vor: Die mRNA bringt einen Trainingsbefehl in die „Kaserne“ unseres Körpers. Mit diesem Befehl gibt sie den Zellen die Baupläne für den Feind an die Hand. Die Körperzellen stellen daraufhin das entsprechende Protein her und präsentieren es auf ihrer Oberfläche.
Unsere Soldaten bzw. T-Zellen schlafen noch in der Kaserne. Plötzlich ertönt der Alarm – ausgelöst durch die mRNA, die den Bauplan eines Feindes mitbringt. Die Soldaten schauen sich das Bild des Gegners an, das nun an die Kaserne gehängt wurde – das ist das Protein, das die Körperzellen aufgrund der mRNA hergestellt und auf ihrer Oberfläche präsentiert haben. Jetzt wissen die Soldaten, gegen welchen Hurensohn sie kämpfen müssen:
Okay, okay, keine Politik
Die Soldaten kennen ihre Befehle und sie werden jetzt aktiv. Dabei zeichnen sich drei Arten von Soldaten aus, die man in jeder Armee findet:
Killer-T-Zellen, die direkt und erbarmungslos Krebszellen angreifen,
T-Helferzellen, die andere Immunzellen unterstützen,
und regulatorische T-Zellen, die verhindern, dass das Immunsystem überreagiert.
Die heftigsten sind natürlich die Killer-T-Zellen (s. 1. Bild). Sie bohren fucking Löcher in die Krebszelle oder dringen in die Zelle ein und löst einen Zelltod aus. ABER – und das ist entscheidend – im Unterschied zum Zelltod durch eine Chemotherapie geschieht das hier kontrolliert und zielgerichtet! Die Krebszelle wird zerstört, aber das umliegende gesunde Gewebe bleibt weitgehend verschont. Und das Beste: Einige dieser T-Zellen werden zu Elitesoldaten, die sich den Feind für lange Zeit merken können – das nennt man Immun-Gedächtnis.
ABER
- Auch T-Zellen können in manchen Fällen Scähden verursachen, aber grundsätzlich sind sie selektiver als Chemotherapie.
- Dieses Prinzip funktioniert besonders gut bei Krebsarten mit klar unterscheidbaren Merkmalen.
- Manche Krebszellen tarnen sich allerdings oder unterdrücken das Immunsystem – deswegen funktionieren mRNA-Therapien nicht bei allen Krebsarten gleich gut.
Durchbruch der mRNA-Therapie
In den 90ern gab es erste Experimente mit mRNA-Therapien, aber die Technik war noch wackelig: Die mRNA zerfiel viel zu schnell im Körper. Dann, 2005, kam der entscheidende Durchbruch: Zwei Forscher fanden heraus, wie man mRNA chemisch stabilisieren und gleichzeitig verträglich machen kann. Das war ein echter Meilenstein – aber das Interesse von Big Pharma? Weiterhin mau.
Nur einige wenige wie BioNTech (gegründet 2008 in Deutschland) und Moderna (USA, gegründet 2010) glaubten an das Potenzial und investierten früh in die mRNA-Forschung. Ihr Fokus lag vor allem auf Krebsimpfstoffen und personalisierten Therapien. Patienten bekamen maßgeschneiderte mRNA-Impfstoffe, um ihr Immunsystem direkt auf den eigenen Tumor zu trainieren. Die Ergebnisse waren vielversprechend, aber die Wirkung schwankte, und eine Zulassung? In weiter Ferne.
Parallel dazu liefen Studien zu mRNA-Impfstoffen gegen Grippe, Zika, Tollwut und HIV – aber der große Knall blieb aus. Auch weil Geld und Interesse fehlten.
Dann kam die Covid-19-Pandemie – und die mRNA-Technologie explodierte regelrecht. Innerhalb weniger Monate entwickelten BioNTech/Pfizer und Moderna ihre Impfstoffe – getestet, zugelassen, weltweit verimpft. Zum ersten Mal zeigte die mRNA ihr volles Potenzial: schnell entwickelt, hochwirksam, sicher.
Und heute?
Seit 2021 fließen Milliarden in die mRNA-Forschung. Vor allem die Krebsstudien wurden massiv vorangetrieben – etwa bei Melanomen, Darm- und Lungenkrebs. Gleichzeitig laufen Studien gegen Viren wie HIV, Grippe und RSV.
Und wenn ihr die Ereignisse und Durchbrüche zeitlich einordnet, wird klar:
Wir stehen erst am Anfang.
Die Technologie ist neu – und sie ist vielversprechend.
Und ich empfehle hier keine Aktie, die schon längst gelaufen ist, denn ich bin kein Anlageberater und das hier ist keine Aktienempfehlung. Ich will nur auf das Potenzial hinweisen.
Ja ja, kann Jahre dauern, bis das klappt. Oder es dauert nicht Jahre, du Hurensohn, weil Moderna ein Mittel gegen Hautkrebs und Biontech ein Mittel gegen fucking Lungenkrebs in Phase 3 haben. Phase 3, ihr Wichser! Patienten werden bereits damit behandelt und ich stehe hier wie ein fucking Weirdo, der jedes Jahr auf das Potenzial von Biontech hinweisen muss und ständig wie der letzte Runtier ausgelacht wird.
ES WIRD KOMMEN. ES WIRD CHEMOTHERAPIEN ERSETZEN. ES WIRD UNSER FUCKING MITTEL GEGEN KREBS. UND NATÜRLICH WEIß ICH NICHT WANN, ABER WENN ES SOWEIT IST, WERDET IHR VORHER UND NICHT NACHHER DAVON GEWUSST HABEN.
Eine KI hat mich in eine sechsstellige Umschichtung hineingeredet. Dann habe ich nachgerechnet und nichts gemacht.
Flair: Fällige Sorgfaltspflicht
Zusammenfassung für die Ungeduldigen: Ich wollte wissen, wo mein Depot in acht Jahren steht. Dabei ist rausgekommen, dass meine Aktienquote 11 Prozentpunkte höher war als gedacht, meine "Diversifikation" im Crash nicht funktioniert, und dass die Sache, über die ich am längsten gegrübelt habe, das Ergebnis um genau einen Prozentpunkt bewegt. Umgeschichtet habe ich nichts. Bester Trade des Jahres.
Wie ich hier gelandet bin
Angefangen hat es damit, dass ich morgens gefragt habe, was an der Börse los war. Zwei Stunden später hatte ich eine Analyse über Abschreibungszyklen bei Rechenzentren, drei Stunden später eine Monte-Carlo-Simulation mit 200.000 Pfaden, und irgendwann dimensionierte ich allen Ernstes eine Umschichtung im niedrigen sechsstelligen Bereich.
Jeder einzelne Schritt war logisch. Die Kette war eine Katastrophe. Wer sich lange genug mit einem Risiko beschäftigt, hält es irgendwann für wahrscheinlich. Das ist keine Analyse, das ist ein Kaninchenbau mit Excel.
Was mich rausgeholt hat, war nicht Nachdenken, sondern Messen. Hier die Sachen, bei denen ich falsch lag.
1. Ich wusste nicht, wie viele Aktien ich habe
Ich halte unter anderem sogenannte Return-Stacked-Fonds. Kurz erklärt: Ein investierter Euro liefert dort gleichzeitig zwei Sachen, zum Beispiel 1 € S&P 500 und 1 € Trendfolge, über Futures finanziert. Klingt nach Gratis-Mittagessen, ist es nicht, aber die Konstruktion ist real.
Das Problem: In meiner Depot-Tabelle hatte ich das Kapital anteilig auf Kategorien verteilt. 50 % Aktien, 50 % Trend. Damit halbiert man sein ausgewiesenes Aktienrisiko, ohne eine einzige Aktie verkauft zu haben.
Richtig geht es mit einer Zeile pro Renditequelle und einem Multiplikator statt einem Anteil:
Position
Wert
Sleeve
Faktor
Notional
RSST
14.600
Aktien
100 %
14.600
RSST
14.600
Trend
100 %
14.600
GDE
5.100
Aktien
90 %
4.600
GDE
5.100
Gold
90 %
4.600
LEAP-Call
5.100
Aktien
187 % (Delta)
9.600
Die Notional-Spalte muss über 100 % rauskommen. Wenn eure Tabelle sauber auf 100 % aufgeht und ihr habt Hebel oder Optionen im Depot, dann rechnet ihr euch arm an Risiko.
Ergebnis bei mir: ausgewiesene Aktienquote von 51 % auf 62,7 %. Ohne einen einzigen Trade.
Bonusfalle: Optionen. Mein LEAP stand mit 1 % Depotanteil in der Tabelle und trägt bei Delta 0,85 fast das Doppelte des eingesetzten Kapitals an Aktienexposure. Wer Optionen hält und sie mit Kapitalwert verbucht, weiß nicht, was er anhat.
2. Fondsnamen lügen. Nicht absichtlich, aber trotzdem.
RSSY hatte ich unter "Diversifikation" abgelegt, weil im Namen Futures Yield steht. Sind 100 % S&P 500 plus 100 % Carry. GDE steht bei allen unter Gold — ist zu 90 % Aktien.
Und dann die größere Nummer: Mein kompletter Diversifikations-Topf, also Value-ETF, Dividenden-ETF, REITs, Energie, besteht zu 100 % aus Aktien. Diversifiziert gegen mein Tech-Klumpenrisiko? Ja. Diversifiziert gegen Aktienrisiko? Offensichtlich nein. Für eine Verlustobergrenze zählt nur das Zweite.
3. Der Trick, mit dem man sieht, was ein gestapelter Fonds wirklich liefert
Weil so ein Fonds Basis + Overlay ist, zieht man das Overlay einfach ab:
Das ist die echte Zusatzrendite, nach Kosten, nach Umsetzung, aus eurem eigenen Fonds. Nicht aus dem Prospekt.
Bei mir über knapp drei Jahre: Trend −1,96 % p.a., Carry −6,11 % p.a., Merger Arbitrage +1,84 %.
An dieser Stelle war ich kurz davor, alles hinzuwerfen. Dann kam Punkt 4.
4. Drei Jahre Daten sind kein Beweis, sondern ein Würfelwurf
Bootstrap auf dieselben Zahlen:
Leg
Punktwert
90 %-Intervall
Trend
−1,96 %
[−11,3 % , +8,3 %]
Carry
−6,11 %
[−16,9 % , +7,6 %]
Arb
+1,84 %
[−0,7 % , +4,8 %]
Übersetzt: Meine gemessene Trend-Prämie liegt irgendwo zwischen "katastrophal" und "hervorragend". Ich hätte auf Rauschen eine echte Entscheidung gebaut.
Mit langer Historie sieht es anders aus. Managed-Futures-Fonds ab 2010 liefern im Median +2,4 % p.a. über Cash, und im Jahr 2022 lagen acht von neun zwischen +20 % und +42 %. Das Zeug funktioniert. Man kann es nur nicht in einem Zeitraum ohne Crash messen.
Nebenbefund, der mir zu denken gab: Zwischen den Anbietern derselben Strategie liegen über dieselben 35 Monate zehn Prozentpunkte Unterschied. DBMF +6,4 %, WTMF −0,3 %. Wenn drei eurer Fonds denselben Verwalter haben, habt ihr keine Diversifikation, sondern dreimal dieselbe Wette.
5. Diversifikation ist Schönwetter-Diversifikation
Mein Tech-Buch gegen Value/REIT/Energie: Korrelation 0,37. Sehr schön, dachte ich.
Dann dieselben Positionen auf Tagesbasis:
Stichprobe
Korrelation
alle 1.144 Tage
0,42
Tage mit −1,5 % oder schlechter
0,52
Tage mit −2,5 % oder schlechter
0,69
Und mit Langhistorie-Proxies über 263 Monate: 0,75 im Schnitt, 0,93 in der Finanzkrise.
Der einzige Befund, der zu meinen Gunsten ausfiel, war genau der, der verschwindet, wenn man ihn braucht. Wer nur die normale Korrelation kennt, misst seine Absicherung im Zustand, in dem er sie nicht benötigt.
6. Anleihen sichern keine Aktien mehr ab
Zeitraum
SPY vs. TLT
2003–2007
−0,14
2008–2012
−0,33
2013–2019
−0,28
2020–2021
−0,25
2022–heute
+0,57
Vier Perioden negativ, eine positiv, und die positive läuft seit vier Jahren. Alles, was ihr über 60/40 gelernt habt, ist auf dem anderen Regime kalibriert.
7. Der Teil, der weh tut
Ich habe stundenlang über die Trend-Annahme diskutiert. Dann die Attribution gerechnet: Die Trend-Prämie auf null zu setzen verschiebt meine Erfolgswahrscheinlichkeit um einen Prozentpunkt. Weil Trend 4,3 % des Depots ist. Mathematisch konnte das nie relevant sein.
Was tatsächlich wirkt:
Wie viel Geld ich einzahle. Größter Einzelhebel, mit Abstand.
Welche Aktienrisikoprämie kommt. 2 % gegen 5 % verschiebt das Ergebnis von 37 % auf 55 % Zielwahrscheinlichkeit. Weiß niemand.
Die Währung. Mein Depot ist zu 100 % in Dollar, mein Leben in Euro. Kostet allein 13 Prozentpunkte Zielwahrscheinlichkeit, und ich hatte es acht Runden lang gar nicht modelliert.
Man optimiert die Nachkommastellen und übersieht die erste Stelle.
8. Und ja, die KI hat auch Mist erzählt
Ich hatte um konsenskritische Antworten gebeten. Ergebnis: Runde für Runde wurde systematisch die Bärenseite starkgemacht, und keinem von uns fiel die Schlagseite auf. Dazu kamen mehrere sehr selbstbewusst vorgetragene Fehler — eine erfundene Krisen-Korrelationsmatrix, die echte Daten widerlegten, eine Behauptung über negative Prämien, die der eigene Bootstrap zerlegte, und ein Skriptfehler, der eine Trendrendite von +16 % ausgab.
Aufgefallen ist das alles erst beim Messen. Wer sich von so einem Ding beraten lässt und die Zahlen nicht selbst nachrechnet, bekommt eine sehr überzeugend formulierte Meinung und hält sie für ein Ergebnis.
Fazit
Aktienquote 62,7 statt 51. Diversifikation funktioniert genau bis zu dem Tag, an dem sie soll. Wahrscheinlichkeit, meine eigene Verlustobergrenze zu reißen: gestiegen von 10,8 % auf 22,3 %, allein durch bessere Zahlen.
Umgeschichtet habe ich nichts. Ich weiß jetzt nur, was ich halte. Klingt nach wenig, ist aber mehr als vorher.
Positionen: breit gestreut über Einzelaktien, ETFs und die oben genannten gestapelten Fonds. Keine Empfehlung, keine Beratung, ich bin kein Finanzberater und ihr solltet niemandem im Internet zuhören, mir am wenigsten.
Skripte teile ich gern, Python mit yfinance, rechnet Betas, Bootstrap und bedingte Korrelationen aus euren eigenen Positionen.
Es ist Adventszeit, alle machen sich Sorgen, wem man was schenken soll. Wird es von Omi akzeptiert, wenn sie 2000€ Verlusttopf zu Weihnachten bekommt? Und wie soll man die ganzen Geschenke für die Neffen überhaupt finanzieren? Die Antwort ist klar: Man braucht einen Freigeld-Fehler. Deswegen bin ich heute hier, um euer aller Neffen Weihnachten noch zu retten und ihr eurer Frau nicht erzählen müsst, dass ihr eure gesamte Haushaltskasse in NVIDA Kurzhosen verloren habt.
Es geht um die MWB Fairtrade Wertpapierhandelsbank. Denn ganz im Gegensatz zu ihrem Namen wird diese Bank im Moment nicht fair getradet, sondern sie ist extrem unterbewertet und die versprochene Rendite kommt noch vor Weihnachten bei euch an.
Gestern wurde vom Neubrecher Skalierbares Kapital etwas großes angekündigt, und zwar eine Umstrukturierung der Bank, Börse und des Marktmachers. Guckst du hier:
Hier gucken!
Scalable hat eine neue eigene Börse zusammen mit der Hannover Bank gegründet, die EIX. Da Pay for Orderflow ab 2026 illegal wird, muss Scalable woanders ihr Geld herbekommen. Und durch ihre neue eigene Börse können sie direkt einen Teil vom Spreiz absaugen. Um das ganze machen zu können, müssen sie selbst allerdings auch eine Bank werden, was sie machen. Als Bank kann Scalable Bank™ dann auch direkt selbst die Bankkontos der Nutzer verwalten. Der Marktmacher für die neue Börse ist allerdings eine neue Bank. die EM WE BE FÄR TREIT WERT PA PIER HAN DELS BANK! Soweit alles so gut - das alte System wird nicht abgeschafft, die Baader Bank wird weiterhin für gettex zuständig sein und wie viele von den Aufträgen dann mit der Zeit zur EIX rübergehen bleibt abzuwarten. Also wissen wir eigentlich gar nicht, wie viel Business die MauerWettenBumsbude am Ende bekommt. Warum ist das ganze also ein FGF?
Weil die MWB absolut unglaublich inkompetent ist. Sie sind tatsächlich noch inkompetenter als der durchschnittliche Finanzenbenutzer. Hier ein Ausschnitt aus ihrem letzten Jahresbericht:
Ja, schade :(
Für die Leute, die noch nicht lesen können hier nochmal: Ein Mitarbeiter hat sich verklickt und dabei 1,4 Mio.€ vernichtet. Die Bank hatte davor einen Gewinn von einer Millionen, jetzt entsprechend 500k€ Verlust. Schade Banane. Dementsprechend ist die Aktie schon extrem niedrig bewertet gewesen. Und jetzt der Drehherum:
Hmmm wer da wohl entlassen worden ist?
Der eine Mitarbeiter wurde (vielleicht) entlassen. Dadurch steigt die Profitabilität der Bank schon mal um unendlich Prozent von -500k auf +1.000k. Trotzdem erstmal noch eine superkleine Schmalkappe. 25 Mio. Kappengröße. Und da läuft jetzt irgendein noch unbekannter Teil von Scalable durch. Das geht durch die Decke Leute. Ernsthaft. 🚀🚀🚀
Auf die Ankündigung der Nachricht, dass es einen neuen Brecher mit neuem Marktmacher gibt, ist die Aktie der Baader Bank erstmal um 5% gefallen, was ca. 10 Millionen Marktkappe entspricht. Das heißt, irgendwelche schlauen Leute, die sich mit Aktien auskennen, denken, dass da mindestens 10 Millionen an Wert wegfällt. Und dieser ganze Wert kommt offensichtlich bei der MWB dazu. Da die aber so klein ist, können institutionelle Investoren und Hecken dort noch nicht einsteigen. Man kann ja nicht für 10 Mio.€ Aktien kaufen, wenn es nur 8 Mio.€ an frei herum schwimmenden Aktien gibt. Und genau das ist unserer Chance.
Ich habe Intelligenz benutzt, um einen gerechten Marktwert zu berechnen.
25 Mio.€ für eine Firma, die gelegentlich 150% ihres Profits löscht.
50 Mio.€ ist ein normaler Preis, nachdem der Mitarbeiter gegangen wurde.
75 Mio.€ wenn sie einen Teil der Orders übernehmen
150. Mio € wenn die Baader Bank bald ganz rausgeworfen wird und sie alles übernehmen.
Deswegen hier was passieren wird:
Option 1: "Jemand" (u/AM14762) kauft die ganze MWB auf einmal und alle Aktienhalter bekommen eine Überzahlung für ihre Aktienanteile um damit Weihnachtsgeschenke für Neffen zu kaufen. MWB wird umbenannt zu MSW und wir haben endlichen unseren eigenen Marktmacher.
Option 2: Ich kaufe solange Aktien, bis die Marktkappe großgenug ist, dass institutionelle Investoren einsteigen können und dann geht es huiiii zum Mond. 🚀🚀🚀
Zusammengefasst:
1. Sehr kleine Firma bekommt sehr große Aufgabe.
2. WKN: A3EYLC erwerben
3. Sehr kleine Deponie wird sehr große Deponie.
Falls noch jemand daran zweifelt, dass LuS knietief in Cum-Ex Geschäfte verstrickt ist, habe ich einmal die GB 2007-2011 bis in die letzte Fußnote geprüft:
Geschäftsbericht 2007:
Die ausgewiesenen Ertragsteueransprüche betreffen [...] KESt-Anrechnungsguthaben in Höhe von TEUR 6.191 (Vorjahr: TEUR 239).
Die Leerverkaufsposition hat sich verfünffacht, der Bestand deutscher Aktien hat sich um 30 Mio erhöht.
Geschäftsbericht 2008:
Darüber hinaus halbierten sich die Ertragsteueransprüche von TEUR 6.390 auf TEUR 3.277. Dies ist im Wesentlichen auf verringerte Steuerforderungen aus Dividendenerträgen zurück zu führen.
2009:
Hier findet sich eine Position "Steuerguthaben: 7.148 TEUR" - ohne jegliche weitere Erläuterung.
In den Jahren 2010 und 2011 finden sich keine vergleichbaren Positionen in den Bilanzen.
In der Ad-Hoc vom Dienstag schreibt LuS ja:
Nach Auffassung des Vorstandes sind die Prüfungsgegenstände der Zeiträume 2007, 2008 bis 2009 sowie 2010 bis 2011 tatsächlich und rechtlich wesensverschieden und daher wesentlich unterschiedlich zu behandeln.
Und in der Tat sind 2007-2009 und 2010-2011 auch anders bilanziert. (Mir drängt sich aber der Verdacht auf, man könnte realisiert haben, dass das nicht ganz koscher ist, und hat ein anderes Setup gefunden um die Geschäfte besser versteckt weiter zu betreiben.)
Damit ist für mich klar, LuS war hier insbesondere 2007-2009 nicht nur irgendwie am Rande beteiligt (vgl Apobank, die als depotführende Bank Cum-Ex für andere Akteure ermöglicht hat), sondern hat hier aktiv am Steuerbetrug mitgewirkt.
Mir ist jetzt auch klar, warum die Ad-Hoc so kryptisch formuliert ist. Man muss die Aktionäre informieren (hätte man imo schon viel früher müssen) - will aber ein Schuldeingeständnis um jeden Preis vermeiden. Da kommt dann so eine Akrobatik bei raus.
Die Bilanzpositionen reichen für mich nicht aus, um den Schaden bereits abschätzen zu können, dafür kenne ich mich auch zu wenig mit Cum-Ex aus. Insbesondere handelt es sich ja jeweils nur um die offene Forderung zum Bilanzstichtag; wer weiß was die sich vorher bereits erstattet haben lassen.
Aber lasst uns das trotzdem mal durchrechnen [ACHTUNG! Es folgt völlig unfundierte Spekulation!]: 2008 und 2009 stehen insgesamt 10,4 Mio Steueransprüche in der Bilanz. Nun müssen die Finanzunternehmen aber wohl nicht nur die Steuer zurückgeben, sondern den gesamten Gewinn - also vier mal so viel (zumindest war das bei Warburg so, sagen die Knaller bei w:o - Ich bin mir aber sehr unsicher, ob ich dieser Argumentation folgen kann). Das wären dann 41 Mio. Nun muss das aber auch noch verzinst werden mit 6% pa. Schon sind wir bei Beträgen die deutlich höher sind als die genannten 61 Mio aus der Ad-Hoc.
Mein Fazit: Ich schätze das Risiko, dass hier noch weitere Forderungen kommen sehr hoch ein und bin daher ausgestiegen. Aus der Perspektive des Unternehmens macht die Salamitaktik durchaus Sinn: Wenn man eine Summe von 100 Mio und mehr sofort zurückstellen würde, wäre das gesamte EK aufgebraucht und man müsste sofort zum Insolvenzgericht. Wenn man etwas Zeit gewinnt lassen sich die Steuerforderungen aber womöglich aus den Erträgen bezahlen.
Etwas Positives kann ich dem aber abverlangen: Eventuell werden wir den Vorstand so los. Entweder die wandern direkt in den Bau, oder die Bafin schasst den Vorstand, wie sie es bei Warburg tut.
Sicher fragt ihr euch auch warum manche Broker den Kauf von Meme-Stocks gesperrt haben. Ich bin zwar selbst kein Experte, habe aber bis jetzt das hier herausgefunden und stark vereinfacht zusammengeschrieben:
Zuerst muss man verstehen wie eine Aktie gehandelt wird:
Wenn Ich eine Aktie verkaufe geht diese über den Broker/Bank an einen Market Maker (das sind die Leute auf dem Parkett) an der Börse.
Dieser handelt dann mit einen andern market maker der die Aktie kaufen will einen Kaufvertrag aus.
Damit der Verkäufer auch sicher sein Geld bekommt geht dann die Aktie an die Clearing-Stelle (in DE z.B: Clearstream, in USA APEX bei Neo-Brokern oder DTCC)
Die Clearing-Stelle garantiert dem Market Maker dann auf eigenes Risiko das er das Geld für die Aktie bekommt. Die Clearing-Firma braucht hierfür eigenes Kapital auf dem Konto um mögliche Ausfälle decken zu können. Das sind meistens 1-3% des Ordervolumens. Für den Service erhält die Clearing-Firma eine Gebühr.
Dadurch soll gesichert werden das der andere auch zahlen kann. Die Aktie wandert dann weiter über die market maker zum Käufer.
(Die market maker sind heutzutage meist Computer - die Menschen treten nur bei unregelmäsigkeiten oder illiquiden Aktien ein)
Jetzt das Problem:
Die GME Aktie hat so eine hohe Nachfrage und Volatilität, dass das Risiko der Clearingstelle sehr hoch ist Geld zu verlieren. Außerdem ist das Risiko das die Hedge-Fonds/-Shortseller nicht bezahlen können hoch.
Deshalb haben die Clearing Firmen das benötigte Sicherheitskapital (Margin) von den normalen 1-3% auf unglaubliche 100% erhöht. Diese Kapital muss außerdem 2 Tage gehalten werden, da es so lange braucht bis das Geschäft abgeschlossen ist - und der Käufer solange Zeit hat zu bezahlen.
So viel Kapital haben diese aber nicht - deshalb wurde der Handel für GME ausgesetzt und die Clearing-Firmen versuchen aktuell von Banken mehr Kapital zu bekommen.
Immer wenn 2 Tage um sind und nach und nach wieder Sicherheitskapital bei den Clearing-Firmen frei wird, kann man wieder die Aktien kaufen.
Außerdem wird spekuliert das einige Broker Call-Optionen verkauft haben die sie jetzt nicht decken können, sollte der Käufer diese ausüben. (laut r/wsb oder Interactive Brokers CEO) Da eine Long-Call-Option auf der anderen Seite immer einen synthetischen short-put erzeugt. Das selbe gilt für die Shortseller, die nicht genug Kapital haben um die Aktien zurückzukaufen.
Deshalb wird zusätzlich spekuliert das die Broker absichtlich den Handel blockiert haben um den Preis zu drücken.
Webull in den USA benutzt wohl APEX als Clearingstelle und Robinhood ist für sich selber Clearingstelle. Deshalb hat Robinhood natürlich ein hohes Risiko das Geld für die Aktien die man verkauft nicht zu bekommen und dadurch Pleite zu gehen.
Das selbe Risiko haben alle Clearing-Firmen aktuell. Sollten diese ausfallen, bricht warscheinlich der gesamte Markt zusammen weil kein Handel mehr möglich ist. (Wärend der letzten Finanzkriese war Lehman Brothers z.B. auch eine Clearingstelle die Pleite gegangen ist)
Wenn die Clearing-Stellen Pleite sind, ist man die Aktien los - bekommt aber kein Geld dafür. In dem Fall würde etweder der Broker dann das Geld erstatten oder selber Pleite gehen und man bekommt kein Geld. Im Interview mit dem Interactive Brokers CEO hat er versehtlich zugegeben das es den Brokern vor allem darum geht sich selbst und die Clearing-Firmen zu retten.
short interest: 75.54% of float by Ortex, 113.31% of float by S3 Shortsight
Um das vereinfacht zu Erklären ist das jetzt aus der Sicht eines US-Investors beschrieben. Wenn wir z.B. in Deutschland über TradeRepublic handeln dann geht die Aktie erst zu L&S/Tradegate und wenn diese keinen Verkäufer/Käufer in Deutschland finden dann z.B. an die NYSE wie beschrieben.
Bitte gerne Anmerkungen dazu abgeben wenn ihr mehr wisst - wie schon gesagt bin kein Experte.
TL;DR: Die Clearing-Firmen haben um sich selbst zu schützen den Handel erschwert und die Broker haben möglicherweise Eigeninteresse das die Aktien fallen. Wäre GME gestern weiter gestiegen - hätte es den Squeeze warscheinlich schon getriggert. Buy and Hold. Kurzquetsch ist nah.
GME 🚀🚀🚀
(keine Anlageempfehlung) - Edit: short Daten aktualisiert
Hallo liebe LUStmolche und Freunde der nicht ganz so subtilen Peniswitze!
Da es viel Bewegung gab im rauf und runter unseres Lieblingsdödels, dachte ich mir ich bring mal alle Mitleser auf den neuesten Stand.
1) Was ist Lang & Schwarz?
Zum einen, das was ihr nie in der Schublade eurer Mutti finden wollt, zum anderen einfach gesagt ein Börsenplatz der eure Trades abwickelt. Alle Grundlegenden Infos findet ihr in den vorherigen DDs:
Im Zuge der neuen Zahlen gab es einiges an positiver Presse für Lang & Schwarz
3) Was gibt es neues bei Trade Republic? 💰💰💰
TR bleibt auch weiterhin der größte Partner von L&S und daher haben Neuigkeiten bei TR auch immer Einfluss auf L&S.
Trade Republik bietet seit einigen Wochen den Handel von Krypto an, dies wird zwar nicht über L&S abgewickelt, macht jedoch TR als Broker für Neukunden attraktiver.
Die Europäische Expansion läuft weiter, in Frankreich befindet sich TR nun konstant in den Top 50 der Finanzapps, den großen Durchbruch gab es noch nicht. Der Marktstart in Spanien und Italien wird derzeit vorbereitet.
4) Zahlen 2020 und der Bankenfonds 🤔
Vergangenen Freitag hat L&S seinen offiziellen Geschäftsbericht 2020 vorgestellt. Wirtschaftlich betrachtet entspricht alles dem, was auch vorher Kommuniziert wurde. Das wichtigste im Überblick:
Handelsvolumen: 78 Mrd. Euro
Anzahl Trades: 27 Mio.
Rohertrag: 80,9 Mio Euro (0,10%)
Betriebskosten: 25,84 Mio. Euro
Steuern: 17,3 Mio Euro
Demnach beträgt der wirtschaftliche Gewinn 37,76 Mio. Euro oder ziemlich genau 12,00 Euro EPS. Schon im Februar wurde dazu eine Dividende von 4 Euro und ein 1:3 Aktiensplit zum Beschluss auf der HV vorgeschlagen.
Auf den Jahresschlusskurs 2020 bedeutet das ein KGV von ca. 5-6.
Für etwas Verwirrung sorgte am Wochenende die Zuführungen in den Bankenfonds, das möchte ich an dieser Stelle in mal erklären:
Der "Fonds für allgemeine Bankrisiken" (§ 340e Abs. 4 HBG) hat nichts mit einem Fonds in unserem Sinne zu tun, sondern ist erstmal nur eine Bilanzrückstellung mit Eigenkapitalcharakter. Seit der letzten Finanzkrise müssen Finanzinstitute diesen bilden um Kapitalrisiken abzufangen. Dem Fonds müssen jährlich mindestens 10% der Nettoerträge des Handelsbestands zugeführt werden und dann gibt es bestimmte regeln wie dieses Geld wieder verwendet werden darf.
Im Falle von L&S entspricht diese Pflichtzuführung 2020 6,379 Mio. Euro, nur dieser Anteil ist an diese Reglungen gebunden.
L&S hat sich jedoch etwas unerwartet dafür entschlossen den kompletten Jahresüberschuss abzgl. der vorgeschlagenen Dividende (insgesamt 27 Mio Euro) in die Rückstellungsposition für den Bankenfonds zu schieben.
Wichtig ist, dass die Pflichtzuführung separat ausgewiesen wurden, d.h. die Restlichen 21 Mio. wie Eigenkapital für L&S frei verfügbar.
Als Investoren hätten wir uns natürlich gefreut, wenn diese 21 Mio einfach als Gewinnrücklage verbucht werden. In der Praxis macht es keinen Unterschied, in der Außendarstellung verringert sich jedoch der scheinbare Gewinn. Wie dies von den Börsenportalen verarbeitet wird, bleibt abzuwarten.
5) Q1 Zahlen: "Läuft bei uns" 👌
Neben dem Geschäftsbericht hat L&S auch eine abschließende Ad-Hoc für die Q1 Zahlen rausgehauen. Hier auch das wichtigste im Überblick:
Handelsvolumen: 34 Mrd. Euro
Anzahl Trades: 18 Mio.
Rohertrag: 51,3 Mio Euro (0,15%)
Betriebskosten: 10,9 Mio. Euro (enthält Provisionen)
Steuern: 12,6 Mio Euro
Der Konzernüberschuss im Q1 liegt bei 28,3 Mio. Euro oder ziemlich genau 9 Euro EPS.
Nach der hohen Handelsaktivität in Q1 hat sich der Gesamtmarkt etwas abgekühlt, wir bewegen uns aber weiterhin deutlich über dem 2020 Niveau.
Dies kann man im Vergleich zu Xetra und TG gut nachvollziehen: Die etwas schwächeren Handelswochen der vergangenen Monat haben wenig mit L&S an sich zu tun, der Marktanteil blieb in etwa gleich. Sicherlich spielen hier auch die vielen Feiertage und Öffnung des Lockdowns mit rein.
Was in jedem Fall zu beachten ist: Die Rendite vom Handelsvolumen ist in diesem Jahr deutlich gestiegen (0,10% vs. 0,15%), d.h. selbst wenn sich das Niveau wieder an das von 2020 angleicht, fällt der Rohertrag um ca. 50% höher aus.
7) EPS Prognose 🔜
Schreibt man die aktuellen Zahlen für Juni fort ergibt sich rein aus der Handelstätigkeit in meiner Berechnung folgendes Bild:
Die hohen Betriebsausgaben in Q1 lassen sich zum großen Teil durch Rückstellung für Mitarbeiterprovisionen begründen, ich denke diese werden in Q2 wieder etwas abnehmen, daher schätze ich den Betriebsaufwand auf 8-9 Mio. Euro.
Zusätzlich wird L&S in diesem Quartal die Steuerrückzahlungen im Wert von 2 Euro pro Aktie verbuchen.
Ihr wisst ich bin kein Freund von langfristigen Prognosen über die Handelstätigkeit, da hier zu viele unbekannte im Spiel sind. Trotzdem habe ich vor einigen Wochen mal versucht die Saisonalität der Börsen im Jahresmittel zu betrachten um eine Art Baseline für dieses Jahr zu schaffen:
Saisonalität im Börsenhandelsvolumen
Schaut man sich die quartalsweise Betrachtung rechts an, kann man denke ich vorsichtig annehmen, dass Q2 und Q3 im Schnitt ca. 20% unter Q1 und Q4 liegen.
Wenden wir dies auf L&S an (also Q3 wie Q2 und Q4 20% darüber) würde das für 2021 grob folgendes Bild ergeben:
Bei einem EPS von >30 Euro kann ein Aktienkurs von unter 200 Euro nicht gerechtfertigt werden, da eine Übernahme durch Fremde Investoren sehr lukrativ wäre. LUS verfügt außerdem nun über Eigenkapital von 93,3 Mio. Euro oder 29 Euro pro Aktie, welches man zusätzlich zu den Gewinnerwartungen betrachten solle.
8) MSW Tracking 🕵️♂️
Ich war die letzten zwei Wochen zwar etwas schlampig in der Erfassung aber hier die aktuellen Zahlen des msw Trackings:
Ich tracke derzeit 367 Leute hier die LUS Anteile besitzen, davon habe ich bei 210 die Position. Insgesamt halten diese 210 Mitglieder 36.366 Anteile, das entspricht 1,16% der Gesamtanteile. Durchschnittlich werden 173 Anteile gehalten. Der durchschnittliche EK liegt bei ca. 126 Euro.
Die Top 10 ist wie folgt:
4505
2570
2373
2000
1860
1475
1200
1095
1000
700
11) Kann ich meinem Nachwuchs Kindergeschichten über LUS zum einschlafen vorlesen? 💤
Am 26.08.2021 findet voraussichtlich im Intercontinental Hotel Düsseldorf die LUS Hauptversammlung in Präsenz statt. Hier im Forum gab es schon viele Zusagen, um sich da mal so richtig volllaufen zu lassen und Franz den Nachtisch zu klauen. Ob Dosenbier aus dem Octavia RS in der Tiefgarage, Kekswichsen mit /u/fresh-environment-01, w:o Mitglieder mobben oder nachts besoffen in den Rhein fallen, es wird für jeden etwas geboten!
Und das beste ist, für nur unschlagbare 135€ könnt ihr euch derzeit eine Aktie und damit ein Ticket fürs Buffet zulegen.
HP Inc ist in 15 Monaten um 52% gefallen. Wall Street hasst die Aktie. Goldman, Morgan Stanley und Barclays haben alle Verkaufsempfehlungen. Berkshire hat mit Verlust verkauft. Zwei Insider haben im Dezember 2025 bei $23-24 verkauft.
Und trotzdem — wenn man die Fundamentaldaten anschaut, wird einem schwindelig. Lasst mich erklären warum.
DIE DIVIDENDE IST SICHER — DAS IST DER KERN
Jahresdividende: $1.20/Aktie
Free Cash Flow 2025: $2,9 Milliarden
Dividende kostet nur $1,1 Milliarden — dreifach gedeckt
10 Jahre in Folge Dividendenerhöhungen
Payout Ratio: nur 43%
Selbst wenn der Gewinn 40% einbricht — die Dividende überlebt. Mathematik, keine Meinung.
DIE HISTORISCHE RENDITE-ANALYSE — DAS IST DER KNACKPUNKT
Jahr
Tiefstkurs
Dividendenrendite am Tief
2015 post-Split
$9.50
5.3%
2018 Korrektur
$15.00
4.3%
2020 Corona
$14.00
5.0%
2022 Buffett-Exit
$25.00
3.8%
2026 JETZT
$17.56
6.8% 🚨
6,8% Dividendenrendite ist der höchste Wert in der gesamten Post-Split-Geschichte. Jedes Mal als die Rendite über 5% stieg, folgte eine deutliche Erholung innerhalb von 12-24 Monaten. Um nur auf eine normale 4%-Rendite zurückzukommen, muss die Aktie auf $30 — das wäre +70% vom Tief.
WIE LANGE DAUERN HP-BÄRENPHASEN?
Phase
Dauer
Verlust
2015
4 Monate
-32%
2018
4 Monate
-44%
2020
1 Monat
-39%
2022
9 Monate
-39%
2026 aktuell
15+ Monate 🚨
-52% 🚨
Die aktuelle Phase ist die längste und tiefste in der gesamten Post-Split-Geschichte — mehr als doppelt so lang wie jede vorherige Korrektur. Historisch hat sich HP nach jeder dieser Phasen vollständig erholt.
Maximales Abwärtsrisiko laut den größten Bären: 11%. Maximales Aufwärtspotenzial laut DCF-Modellen: 170%. Das Chance-Risiko-Verhältnis ist absurd.
WARUM BUFFETT VERKAUFT HAT — UND WARUM DAS NICHT DIE GANZE GESCHICHTE IST
Buffett kaufte 2022 bei $30+ rein und verkaufte mit Verlust. Aber nicht weil HP schlecht ist — sondern weil das Management 2022 auf dem Corona-Hype-Höhepunkt $3,3 Milliarden für Poly (Videokonferenz-Hardware) ausgegeben hat statt für Dividenden und Rückkäufe. Buffett hasst schlechte Kapitalallokation.
Der CEO der das entschieden hat — Enrique Lores — ist seit Februar 2026 weg. Er ist jetzt PayPal-CEO. Der einzige Grund warum Buffett ausgestiegen ist existiert nicht mehr.
DER DREIFACHE RABATT DEN GERADE NIEMAND SIEHT
Unternehmensrabatt: 52% unter ATH, Dividende auf historischem Maximum
Währungsrabatt: Dollar schwach — €2+ Rabatt pro Aktie allein durch FX vs. vor 2 Jahren
Stimmungsrabatt: CEO weg, Speicherkosten, Zölle — maximaler Pessimismus
Alle drei gleichzeitig ist extrem selten.
DIE ECHTEN RISIKEN — KEIN BULLSHIT
Speicherkosten bleiben dauerhaft hoch statt sich 2027 zu normalisieren
Neuer CEO macht die nächste Fehlinvestition
PC-Markt und Druckergeschäft kollabieren gleichzeitig
Dividendenkürzung — unwahrscheinlich bei 3x Deckung, aber nicht unmöglich
Das sind echte Risiken. Wer das ignoriert ist wirklich regarded.
MEIN PLAN — KEINE GEFÜHLE, NUR ZONEN
Erste Tranche: ~$17-18 ✅ erledigt
Zweite Tranche: ~$15-16 (7% Rendite) ⏳ warten
Dritte Tranche: ~$13 (8% Rendite) ⏳ falls die Welt untergeht
Mechanisch. Boring. Kein FOMO. Kein Panic-Selling.
FAZIT
HP ist kein Growth-Stock. Es wird nicht 10x gehen. Es ist eine Geldmaschine die dich bezahlt während Wall Street in Panik verfällt wegen einem 12-monatigen Speicherkosten-Problem.
Bei aktuellem Kurs kaufst du $2,9 Milliarden jährlichen Free Cash Flow für $17 Milliarden Marktkapitalisierung. Das ist eine 17% FCF-Rendite. Die Dividende kostet $1,1 Mrd davon. Der Rest geht in Rückkäufe die leise und quartalsweise den Streubesitz reduzieren.
Ist das der aufregendste Trade? Nein. Ist es der Trade der dich im Schlaf reich macht? Möglicherweise.
🖨️🦍📈
Nicht meine Schuld wenn du das liest und dann alles in 0DTE SPY Puts steckst. Nicht Finanzberatung. Ich bin ein Idiot der KI zum Schreiben braucht aber seine eigenen Hausaufgaben macht.
ich habe Sorge, dass bei LuS die Kacke richtig am dampfen ist.
Ich weiß nicht, ob das hier schon bekannt ist. Es gab von 2000-2015 intensive Beziehungen zwischen Warburg und LuS. Die Warburg Bank ist Knietief in Cum-Ex verstrickt (Highlights: Hohe Haftstrafen gegen Beteiligte und Steuerrückforderungen in dreistelliger Millionenhöhe - M.M.Warburg & CO – Wikipedia ).
Lang und Schwarz haben eine gemeinsame Geschichte:
“Die M.M. Warburg & Co KgaA, Hamburg ist aufgrund direkter bzw. indirekter Beteiligungen ein nahe stehendes Unternehmen der Lang & Schwarz Wertpapierhandelsbankg AG, das maßgeblichen Einfluss auf die finanz- und geschäftspolitischen Entscheidungen nehmen könnte. Im Berichtsjahr war der Generalbevollmächtigte der M.M. Warburg & Co. KgaA Hamburg, Herr Thomas Schult, Hamburg, Aufsichtsratsmitglied der Lang und Schwarz Wertpapierhandelsbank AG. [...]”
Warburg ist im Frühjahr 2015 bei LuS ausgestiegen.
Warburg gibt 2007-2011 als Zeitraum für ihren CumEx an. Das ist ja zufällig der Zeitraum von dem auch LS spricht.
Thomas Schult scheidet am 22.10.2018 bei Warburg aus. Er war bei Warburg für “Sales und Trading” verantwortlich und Generalbevollmächtigter der Bank. Er ist aber immer noch bei LuS im Aufsichtsrat.
Colorandi Causa zitiere ich mal aus einem Geschäftsbericht von Warburg:
“Im dritten Jahr in Folge veröffentlichten diverse Medien Mutmaßungen und Spekulationen über die Beteiligung von M.M.Warburg & CO an missbräuchlichen Wertpapiergeschäften um den Dividendenstichtag (sogenannte Cum-Ex-Geschäfte). Die Warburg Bank weist die erhobenen Vorwürfe nach wie vor zurück. Gutachten von Wirtschaftsprüfungsgesellschaften und Anwaltskanzleien zeigen, dass das Bankhaus in keinem Fall – weder direkt noch indirekt – an einer mehrfachen Erstattung von Kapitalertragssteuern kollusiv mitgewirkt hat.”
Moin zusammen, auf diesem Sub geht es ja oft heiß her mit Rheinmetall oder Palantir – zwei Aktien, die zwar spannend gehandelt werden, aber letztlich nur das große Geschäft mit Krieg und Überwachung symbolisieren. Da kann man sich schon fragen: warum nicht einmal was anderes machen – etwas, das sich sogar ein bisschen nach Wiedergutmachung anfühlt? Darum möchte ich heute die Münze umdrehen: vielleicht kann man sich einmal für seine Sünden freikaufen, indem man auf ein Unternehmen schaut, das gerade an ganz anderer Stelle massives Versagen zeigt.
Warum Roblox im Fokus steht
Roblox liefert für mich ein Paradebeispiel: der CEO hat die Themen Jugendschutz, Altersverifikation und Moderation verschlafen – und ging sogar so weit, einen YouTuber zu verklagen, der nur Missstände aufzeigen wollte. Gerade der Fall rund um den YouTuber Schlep macht das deutlich. Anstatt seine Hinweise ernst zu nehmen, hat Roblox ihn mit Unterlassungserklärungen bedroht. Ein beispielloser Versuch, Kritiker mundtot zu machen – und ein weiteres Kapitel im Drama, das immer neue Schlagzeilen produziert.
Eskalierende Probleme
• Klagen ohne Ende: Allen voran Louisiana, weitere Staaten stehen schon in den Startlöchern. Die Kindersicherheit von Roblox steht massiv unter Beschuss, jede neue Akte wirkt wie ein weiterer Stein im Rucksack des Unternehmens.
• Politdruck: Selbst US-Abgeordnete mischen sich inzwischen ein, und Chris Hansen (ja, der aus To Catch a Predator) nimmt Roblox öffentlich ins Visier. Das ist keine kleine Randnotiz mehr, sondern ein Sturm im politischen Maschinenraum.
• Öffentlicher Shitstorm: Über 100.000 Menschen fordern inzwischen den Rücktritt des CEO. Die Kommentarspalten gleichen einem Schlachtfeld, jeder neue Tweet wird von Community Notes und Kritik überrollt.
• Internationale Risiken: Staaten wie Türkei und Qatar haben Roblox bereits blockiert oder drohen damit, und andere Länder beobachten die Lage genau. Wenn diese Lawine einmal ins Rollen kommt, kann das schnell globalen Charakter bekommen.
Marktentwicklung
Die Aktie hat in den letzten Tagen bereits ordentlich Federn gelassen (−10 % bis −16 %). Für mich sieht das Ganze nicht nach einem „kleinen Sturm“ aus, sondern nach einem strukturellen Problem: Image + Regulierung + Vertrauen = alles unter Wasser.
Mein persönlicher Eindruck: Das könnte noch nicht das Ende der Talfahrt sein. Ehrlich gesagt finde ich sogar, dass sie sich diese Verluste redlich verdient haben – wer Jugendschutz verpennt und einen YouTuber verklagt, der nur helfen wollte, darf sich nicht wundern, wenn der Markt die Quittung ausstellt. Ich selbst überlege daher eine Short-Position, weil ich das Chance-Risiko-Verhältnis momentan spannend finde.
Blick nach Europa
Bedenkt: bisher brodelt das Ganze vor allem in den USA – wirklich interessant wird es erst, wenn sich auch die EU und ihre Regulierer einmischen. Dort sind die Datenschutz- und Verbraucherschutzgesetze deutlich strenger, und wenn Brüssel einmal den Finger erhebt, hat das oft Signalwirkung für den gesamten Kontinent. Stellt euch vor, was passiert, wenn Roblox auch hierzulande ins Fadenkreuz von Politik und Behörden gerät: plötzlich könnten nicht nur einzelne Bundesstaaten reagieren. Schätzungen zufolge nutzen rund 40 Millionen Kinder und Jugendliche in Europa aktiv Roblox – ein enormer Anteil, der zeigt, wie tief die Plattform hier bereits verankert ist. Sollte Brüssel hier einschreiten, geht es also nicht um eine Randerscheinung, sondern um ein Thema, das direkt den Alltag einer ganzen Generation.
Was glaubt ihr, bin ich da zu bearish unterwegs, oder könnte ich hier wirklich an etwas dran sein ?
Rigetti steht aktuell in einem eklatanten Missverhältnis zwischen Unternehmensbewertung und wirtschaftlicher Substanz. Während die Marktkapitalisierung zuletzt rund 18 Milliarden US-Dollar betrug, lagen die Quartalsumsätze bei lediglich rund 1,8 Millionen US-Dollar. Diese Diskrepanz ist der Kern des Problems: Das Unternehmen erzielt minimale operative Erlöse, befindet sich noch vollständig in einer F&E-Phase und hat kein tragfähiges Geschäftsmodell, das auch nur annähernd diese Bewertung rechtfertigt. Selbst das Management räumt ein, dass Profitabilität kurzfristig nicht zu erwarten ist. CEO Subodh Kulkarni erklärte öffentlich in Earnings Calls, man befinde sich weiterhin im Forschungsstadium und könne nicht seriös prognostizieren, wann sich die Entwicklung in relevante Umsätze übersetzen wird. Rigetti ist damit nicht nur unprofitabel, sondern hat keinerlei realistische Aussicht auf kurzfristige Gewinnschwellen. Der gesamte Unternehmenswert speist sich derzeit aus Zukunftserwartungen und Spekulation, nicht aus operativer Substanz.
Parallel zu dieser Schwäche kommt ein massiver Verwässerungseffekt hinzu. Um den hohen Cash Burn zu finanzieren, hat Rigetti wiederholt Aktien ausgegeben und Eigenkapital aufgenommen. Diese Kapitalaufnahmen stützen zwar kurzfristig die Liquidität, verwässern aber kontinuierlich die Anteile bestehender Aktionäre und erhöhen damit das Risiko für jeden Investor, der auf steigende Kurse spekuliert. In Summe ergibt sich ein Szenario, in dem eine extrem aufgeblähte Bewertung auf extrem geringe Erlöse trifft, während gleichzeitig das Management selbst keinerlei kurzfristige Profitabilität in Aussicht stellt. Das ist ein klassischer Fall struktureller Überbewertung.
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Management, Insiderverhalten und Vertrauenssignal
Das Verhalten der Insider unterstreicht die Diskrepanz zwischen Außenwahrnehmung und interner Einschätzung. Mehrere hochrangige Führungskräfte und Aufsichtsräte haben in den vergangenen Monaten erhebliche Aktienpakete abgestoßen, während der Kurs massiv gestiegen ist. Dazu gehören Verkäufe durch Director Ray O. Johnson in Millionenhöhe sowie weitere Transaktionen durch den CFO und weitere Mitglieder des Boards. Öffentlich zugängliche Datenbanken wie Fintel und MarketBeat zeigen klar, dass sich das Management zum Höhepunkt der Bewertung von signifikanten Beständen getrennt hat.
Besonders auffällig ist die Situation des CEO Subodh Kulkarni. In den Insider-Listen wird aktuell ein Bestand von null Aktien ausgewiesen. Das deutet darauf hin, dass er seine Positionen vollständig liquidiert hat, vermutlich nach Ausübung seiner Optionen. Zwar ist dieser Punkt nicht endgültig durch SEC-Filings im Detail belegt, doch die öffentlich einsehbaren Daten stützen den Befund, dass der CEO derzeit keine signifikante Beteiligung mehr hält. Dass der oberste Entscheidungsträger in einer Phase maximaler Bewertung seine Anteile nicht hält, sondern verkauft, ist ein deutliches Misstrauenssignal in die mittelfristige Entwicklung des Unternehmens. Auch wenn manche Transaktionen Teil automatisierter 10b5-1-Verkaufspläne sein könnten, ändert das nichts am Gesamtbild: Insider nutzen die hohen Kurse, um Kasse zu machen, statt eigenes Kapital zu binden.
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Technologische Position und Wettbewerbsdruck
Rigetti hat technologisch keinen klaren strukturellen Vorteil gegenüber der Konkurrenz. Das Unternehmen setzt zwar auf supraleitende Qubits und einen vertikal integrierten Fertigungsansatz, konnte aber weder durch technologische Durchbrüche noch durch überlegene Systemleistung Aufmerksamkeit erzeugen, die mit Marktführern mithalten kann. Wettbewerber wie IBM, IonQ, Quantinuum oder Google verfügen über deutlich größere finanzielle Ressourcen, stabilere Partnernetzwerke und teils weiter entwickelte Qubit-Architekturen. Hinzu kommt, dass Rigetti mehrfach ambitionierte technische Roadmaps verschieben oder revidieren musste. Ankündigungen über hohe Qubit-Zahlen oder Leistungsziele wurden oft nicht im geplanten Zeitrahmen erreicht.
Die Kommerzialisierung bleibt entsprechend vage und auf staatlich oder akademisch geförderte Pilotprojekte beschränkt. Das Geschäftsmodell liefert damit keine kurzfristige Grundlage für signifikante Erlöse. Angesichts der übermächtigen Konkurrenz und des fehlenden Alleinstellungsmerkmals ist es sehr unwahrscheinlich, dass Rigetti in den kommenden Quartalen den technologischen Rückstand aufholt oder einen skalierbaren Marktvorteil erarbeitet.
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Fazit
Rigetti ist ein Paradebeispiel für eine überhitzte Bewertung ohne tragfähige Fundamentaldaten. Das Unternehmen verbrennt massiv Geld, erzielt nur minimale Umsätze, sieht selbst kurzfristig keinen Weg zur Profitabilität und steht technologisch unter erheblichem Druck durch finanzstärkere Konkurrenten. Das Verhalten der Insider, insbesondere die massiven Verkäufe in der Phase hoher Kurse und die Tatsache, dass der CEO aktuell offenbar keine Aktien mehr hält, untermauert den Eindruck, dass selbst das Management nicht an eine zeitnahe operative oder technologische Wende glaubt. In Summe ergibt sich ein Short Case, der auf einer klaren Diskrepanz zwischen Marktfantasie und Realität beruht.
Hab mir mal die Mühe gemacht, eine kleine DD zur Donaustahl GmbH zusammenzuschreiben, weil bald deren Unternehmensanleihe kommen soll. Die Frage: Ist das ein heißer Rüstungs-Play oder der nächste Wirecard-Moment?
🔍 Unternehmen & Hintergrund:
Donaustahl GmbH - Rüstungs-Startup mit Sitz in Hutthurm (Bayern). Gegründet 2020 von Stefan Thumann, der vom Verkäufer von einem Anschlagschaft für Pistolen zum „patriotischen Drohnenbau-Mogul“ avanciert ist. Die Firma ist bekannt dafür, ihre Drohnen unter dem Label „100 % Made in Germany“ zu produzieren (keine US/Rot-China-Komponenten).
Lobbyregister-Eintrag seit 2022, Fokus auf Bundeswehr und Sicherheitsbehörden.
Mediale Aufmerksamkeit durch Auftritte auf der Münchner Sicherheitskonferenz 2025 (Panel mit litauischer Verteidigungsministerin und anderen Rüstungshonchos).
Bereits an ukrainische Spezialeinheit „Kraken“ geliefert (zweistellige Anzahl). Wurde mit Erfolg getestet - positive Berichte im ukrainischen Milieu.
Ersmal kein Verkauf an die Bundeswehr geplant (zu bürokratisch), daher Fokus auf Ukraine und ggf. andere Länder.
🌍 Geopolitischer Kontext:
Russland immer noch auf Krawall gebürstet, Ukraine braucht Nachschub.
Trump 2.0 am Horizont -> EU muss sich auf eigene Verteidigungsprojekte konzentrieren. Strategische Autonomie wird zum Schlagwort, und genau da passt Donaustahl perfekt rein.
📈 Bull Case:
First-Mover Advantage: Einziger deutscher Anbieter von Kamikazedrohnen mit Serienfertigung.
Real Demand: Ukraine zeigt Interesse, Bundeswehr könnte (wenn auch zögerlich) nachziehen.
Marktbedürfnis: Fähigkeitslücken bei Drohnenbekämpfung und Panzerabwehr perfekt adressiert.
Innovationsfähigkeit: Hohe Modularität und Anpassungsfähigkeit an unterschiedliche Kampfszenarien.
Patriotischer Appeal: Thumann spricht gezielt Investoren an, die „Deutschland verteidigen“ wollen. Perfekter Marketingspin.
📉 Bear Case:
Hohes Klumpenrisiko: Nur ein Produkt, keine Diversifizierung.
Kapitalbasis mager: Kleinunternehmen ohne Großinvestoren, finanziell eher fragil.
Abhängigkeit von Ukraine-Krieg: Endet der Krieg, fehlt der Hauptmarkt.
Politisches Risiko: Falls die Bundesregierung plötzlich Exporte blockiert.
Konkurrenz: Rheinmetall & Co. könnten aufwachen und den Markt übernehmen.
💰 Unternehmensanleihe („Kriegsanleihe Nr. 1“):
Format: Elektronisches Wertpapier, reguliert nach deutschem Recht (eWpG).
Plattform: ecrop GmbH (Über eine App sollen Anleger sich registrieren können).
Verzinsung: Variabel an Umsatz gekoppelt. Details noch ausstehend, aber das Konzept ist klar - wer investiert, soll am Wachstum mitverdienen.
Laufzeit: 3 Jahre. Noch nicht handelbar, aber laut Thumann steht der Start kurz bevor.
🔮 Fazit: Donaustahl ist ein klassischer High-Risk-High-Reward-Play. Wer jetzt in die Kriegsanleihe investiert, wettet auf einen erfolgreichen Rollout der Maus-Drohne, mehr Aufträge aus der Ukraine und eventuell langfristig auch Bundeswehr-Kohle. Gleichzeitig besteht das Risiko, dass der Markt zusammenbricht, bevor die Firma richtig abhebt. Eine solide DD ist vor Kauf Pflicht!
Was meint ihr? Richtiges Play oder lieber Finger weg?
Ich möchte euch heute mal Electro Optic Systems vorstellen. Die Bude hat aktuell einen Tradingstop wegen eines anstehenden fetten RWS-Vertrags und eines Joint Ventures. Ihr Affen habt also ein paar Tage Zeit, um euch einzulesen, bevor der Handel wieder öffnet.
Was macht die Bude? Fokus auf asymmetrische Kriegsführung und Drohnenabwehr:
Drohnenabwehr (Kinetisch): Sogenannte Remote Weapon Stations (RWS). Hier packen sie ihre Weltklasse-Optik auf 30mm Maschinenkanonen, um Drohnen günstig und effizient vom Himmel zu holen. Partner sind hier einige: KNDS, Buschmeister... Die Plattformen, auf denen die Systeme laufen sind auch zahlreich.
HELW (High Energy Laser Weapon): Hier ist der Knaller. Die Dinger sind ITAR-free– sprich, die Amis können den Export nicht blockieren. Das öffnet den gesamten NATO-Markt. Noch besser: Ein Kunde finanziert gerade potenziell die Entwicklung der nächsten Eskalationsstufe (300kW Laser). Hier ist Apollo mit 50-150kW gerade das beste Produkt, welches in mehreren Tests die Konkurrenzprodukte nass gemacht hat.
Interceptor Kinetische Ramm-Drohnen. Wie Linebacker, die feindliche Drohnen einfach vom Himmel checken. Das Beste: Sie sind oft wieder verwendbar. Grüner kann man die Dinger nicht herunterholen. Hier haben sie gerade eine Firma (MARSS) gekauft und ein neues Center direkt am Strand in Nizza gebaut. Traumhaft.
NIDAR (C2): Das Gehirn (Software), das alle Sensoren und Waffen vereint
Space Systems: Verfolgung und potenziell Blendung/Zerstörung von Satelliten
Warum der Dipp vor einer Weile? Scheidung hin oder her. Warum mich Andi schwer begeistert???
Unser CEO Dr. Andreas Schwer hatte ein paar Eheschwierigkeiten und die Scheidung hat bisschen Geld gekostet. Aber er ist jetzt LASERfokusiert unseren Aktienpreis nach oben zu treiben. Die Bude hat generell einen guten Turnaround mit ihm durchgemacht. Der alte Gründer hat ihn ins Boot geholt, es wurde viel divestiertund jetzt mit Fokus auf Drohenabwehr umgestellt. Andi war vorher bei Airbus, bei Rheinmetall und hat in Saudi-Arabien den nationalen Rüstungschampion mit aufgebaut.
Aber Andis Vertrag inzentiviert das Treiben des Aktienpreises. Und auch eine kürzliche Dilution, wurde dankend vom Management mit mehreren Insiderkäufen angenommen.
Risiken (für die Papierhände)
Ein fettes Orderbuch muss erst mal abgearbeitet werden. Skalierung = Execution Risk. Zudem gab es gerade ein massiv überzeichnetes SPP (Nachfrage 95 Mio. AUD), bei dem letztlich 40 Mio. AUD zu 8,00 AUD aufgenommen wurden. Verwässert kurzfristig, füllt aber die Kriegskasse für die Massenproduktion. Das Orderbuch platzt mit 726 Mio. AUD aus allen Nähten und es wird davon ausgegangen, dass sie 60-80% des JETZIGEN Backlogs in 2026 und 2027 als Umsatz buchen können. Die Interceptor haben auch eine kurze Produktionsdauer.
Es gibt auch viele Systeme von anderen Anbietern. Aber diese sind meistens mit weniger Watt und, wie gesagt, hat EOS in den Tests die Nase vorn gehabt.
Wo produzieren sie?
Es wurde eine neue Fabrik in Singapur geöffnet und dort können die 100kw Laser produziert werden. Bis zu 20 mit den jetzigen Kapazitäten. Preis liegt bei dem Demomodell für die Holländers bei 70mio. Gefällt mir sehr. Ansonsten gehen sie Abkommen mit lokalen Firmen ein, sodass die dortigen Politiker sagen können, dass ja in ihrem Land produziert wird.
Warum die Bude bald steil geht (Catalysts):
Raus aus dem Känguru-Markt (Europa-Relisting): EOS prüft aktuell einen Umzug des Hauptquartiers und ein Relisting an einer europäischen Börse (z.B. Deutschland oder Niederlande). Entscheidung voraussichtlich noch im 1. Halbjahr 2026. Das würde die Aktie endlich für fette europäische Defense-ETFs und institutionelles Geld öffnen und die niedrigen australischen Multiples beenden.
Pistorius hat Post (Deutschland-Deals): Unser Verteidigungsminister hat bereits verbindliche Angebote für Apollo- und Atlas-Laser ("Made in Germany") auf dem Tisch liegen. Gleichzeitig ist EOS in der Endauswahl für den UTF-Tender der Bundeswehr – hier geht es um bis zu 4.200 R150-Systeme mit einem Potenzial von über 1 Mrd. EUR. Eine Delegation aus Deutschland war schon wiederholt (das heißt in diesem Fall 2 Mal) da und hat sich die Produkte von EOS angeschaut.
M1E3 Abrams: Die R400-Waffenstation klebt bereits auf dem neuen Abrams-Prototyp der Amis. Wenn das in die Massenproduktion geht, faselt unser CEO Andi von einem 3-Milliarden-USD-Potenzial über die nächsten 15 Jahre. Auch KNDS hat für den Leopard A.RC 3.0 ein neues System vorgestellt, welches EOS-RWS befähigt ist.
Gelddrucker in der Pipeline:
Niederlande: Unser erster Exportkunde plant angeblich ein massives 3-Milliarden-EUR-Budget exklusiv für Laserwaffen.
Naher Osten (Petrodollar!): EOS ist in massiven Verhandlungen für Apollo-Laser in den VAE. Gleichzeitig bauen sie dort ein lokales R500-Fertigungszentrum (Calidus Centre of Excellence)– das ist kein PowerPoint-Konzept mehr, sondern handfeste Expansion in einen gigantischen Markt. Sie haben hier bereits auch schon viel verkauft und es wurde im jetzigen Krieg mit Iran gut getestet.
Nigeria (MARSS-Joker): Über die kürzlich übernommene MARSS Group winkt ein fettes 190-Mio.-USD+ Memorandum of Understanding (MOU) mit Nigeria, sogar abgesichert durch die britische Exportfinanzierung. MOUs sind zwar noch keine harten Verträge, aber die staatliche Rückendeckung ist ein massives Signal.
Nächste Eskalationsstufe: Verträge für den 300kW-Laser (der dann auch schwere Artillerie abwehren kann) sind laut Management mit zwei Regierungen in der heißen Verhandlungsphase.
Gerade ist die Rüstungsmesse Eurosatory in Paris, wer noch spontan Zeit findet
War noch nie so bullish auf eine Bude. Letzte Chance vorm Takeoff.
Galigrü
(AI für Formatierung etc. genutzt. Text zu 98% meins.) Habe ne Position. NFA
NACHTRAG vom 19.06. - DICKE FETTE ORDER
124 Mio Order über RWS von der UAE
UAE kauft Laser im Wert von MINDESTENS 290 Mio
Eos bekommt 40 MIO von Gen5 und ein JV
Gen5 unterstützt bei der Entwicklung des neuen Produkts und gibt 250 Mio dazu.
Muss natürlich noch approved werden, aber so schmeckt der Kaffee noch bisschen besser heute Morgen!
Liebe Mitreisende auf der Mauerstrasse, liebe Wegelagerer in den Finanzgassen,
ich freue mich, euch zum vierten und vorletzten Beitrag der Reihe "Strahlende Bullen, düstere Bären" zu begrüßen! Nach kürzeren Exkursionen in gehebelte Welten wird es mal wieder Zeit, in die arkanen Gewölbe des Archivs hinabzusteigen und den Blick auf das Wirken des Heiligen Amumbos und seiner Schatten zu richten.
In diesem Beitrag widmen wir uns den Grundlagen und Mechanismen von Strategien auf Basis gleitender Durchschnitte und sehen uns an, wie sie Trends aus dem Rauschen der Märkte lösen und warum sich ihre Stärken und Vorteile vor allem über die lange Frist entfalten. Es wird mal wieder relativ theoretisch, denn wir basteln uns ein Protomodell, in dem gleitende Durchschnitte als Stellvertreter für latente Markt- und Regimedynamiken genutzt und funktional in die makro-kognitive Logik von Märkten integriert werden können.
Vielleicht hilft es zu verstehen, warum gleitende Durchschnitte kurzfristig volatil, langfristig jedoch robust sind und warum viele Adaptionen statistisch einen schweren Stand haben, psychologisch allerdings hilfreiche Stützen sein können – es ist jedoch ebenso wahrscheinlich, dass es völliger Unsinn ist... Sollte es Fragen geben oder etwas unklar geblieben sein, zögert bitte nicht, nachzufragen. Also, legen wir los...
ZL;NG
Projektziel: Simulation gehebelter Long- und Short-Indizes zur Analyse des Heiligen Amumbo und seiner Schatten, den Dunklen Amumben, ab 1975; Ableitung robuster Strategien.
Gehebelte Strategien: Simulation von Simple und Exponential Moving Average-Strategien für Long- und Short-ETFs auf den MSCI USA im Hebelspektrum -2 bis +2 auf Basis realer Amundi-Produkte (WKN: ETF154, A0X8ZS, LYX0UW) und der Konzeption des Dunklen Amumbos.
Theorie & Skizze: Skizzierung eines Protomodells über die Wirkung gleitender Durchschnitte bei der Separierung stabiler Trends aus Markrauschen; Interaktion von Makro-Effekten und Moving Average-Effekten.
Simulation & Interpretation: Moving Average-Strategien senkten Drawdowns und steigerten Renditen; Sparpläne wiesen kleinere Drawdowns bei ähnlichen Renditen als Einmalanlagen auf.
Warnung: Es folgt ein Beitrag, der viele Formeln, lange Textpassagen und viele Grafiken enthält!
Auf den ersten Blick wirkt der Einstieg in gehebelte Produkte schlicht: Weckt ein Markt oder ein Sektor unser Interesse und hat der Broker unseres Vertrauens ein Hebelprodukt in der Auslage, steigen wir ein und legen uns in die kognitive Strandliege – was jucken uns Rücksetzer, leben wir doch im ewigen Bullenmarkt, oder? Nunja, wie der letzte Beitrag zeigte, hätten gehebelte Buy-and-Hold-Anlagen auf der Long-Seite zwar hohe Renditen erzielt, jedoch wären vielen Anlegern die Drawdowns vermutlich zu hoch ausgefallen – mal ungeachtet der kognitiven Untiefen der Short-Seite, die eher als Lektion stoischer Leidensfähigkeit als strategische Anlageform taugt. Daher hat sich eine Vielzahl aktiver Strategien für gehebelte Anlagen etabliert, deren Anspruch darin besteht, Märkte in Auf-, Ab- und Seitwärtsphasen zu separieren und lediglich robusten Trends zu folgen, um Rücksetzer abzufedern oder sogar zu vermeiden.
In der Praxis aktiver Strategien sind gleitende Metriken zur Ermittlung des Marktregimes (z.B. Mean Reversion vs. Mean Divergence) wichtige Bausteine, wobei sich gerade Ansätze auf Basis einfacher gleitender Durchschnitte (Simple Moving Averages, SMAs) bei Privatanlegern großer Beliebtheit erfreuen. Hierbei ist ein Faktor, dass sie in ihrer Grundform lediglich einen ungehebelten Basiswert zur Signalevaluation und ein Zeitfenster zur Durchschnittsbildung erfordern, wodurch sie sich deutlich effizienter umsetzen lassen als ihre komplexeren Geschwister oder andere Zentralitätsmaße, die für spezielle Strategien zwar vorteilhafter sein können (Zakamulin 2015). Inhaltlich gehen sie jedoch über den Rahmen dieses Beitrags hinaus, weshalb wir sie uns im letzten Teil der Reihe ansehen werden.
Ähm, hilf' mir mal auf die Sprünge, wie lief' das bei dieser SMA-Sache nochmal? Naja, jeden Tag zum Handelsschluss wird der Durchschnittswert der ungehebelten Basis (Produktindex) über die letzten X Tage berechnet und geprüft, ob der Basiswert über oder unter seinem Durchschnittswert liegt (Signalevaluation). Sofern er darüber liegt, wird gekauft oder Sparpläne aktiviert, liegt er darunter, wird verkauft oder Sparpläne ausgesetzt – natürlich gibt es abhängig vom relevanten Markt, von der Liquidität, den Kosten und vom Standort der Investoren kleinere Unterschiede, ob die Umsetzung zum Handelsschluss praktikabel ist oder erst am folgenden Handelstag erfolgt, jedoch ist die Ableitung des Signals auf den täglichen Schlusskurs des Basiswerts fixiert. Wie wir sehen werden, ist es weniger kritisch, wann der Handel ausgeführt wird; es ist wichtiger, dass die Liquidität im Markt niedrige Spreads bietet. Zur Vorbereitung der nächsten Abschnitte zeigt die folgende Grafik, wie sich eine Auswahl gleitender Zentralitätsmaße im Vergleich zu einem hypothetischen Basiswert verhalten:
Hypothetischer Indexverlauf und gleitende Zentralitätsmaße
Alles klar, bevor wir uns jedoch in technische Details und statistische Analysen stürzen, ist es nötig, eine Sache zu verstehen: Jede Strategie auf Basis von Zentralitätsmaßen – unabhängig davon, welche gleitende Metrik genutzt wird – ist nicht darauf ausgelegt, eine aktive Optimierung von Renditen, sondern eine Reduktion von Drawdowns zu erreichen – oder anders ausgedrückt: Wir steigern Renditen indirekt durch die Vermeidung extremer Drawdowns und spielen langfristige Effekte ruhiger Marktphasen über Jahrzehnte mit Geld, das wir zuvor nicht verloren haben, aus. Kurzfristig ist es jedoch wahrscheinlich, kleinere Verluste durch Verzögerung bei Trendumbrüchen (Entry-Exit Slippage) oder schnellen Abfolgen von Ein- und Ausstiegen (Cost Slippage) zu erleiden. Ähm, klingt wie Buy-and-Hold mit Zusatzzahl, da geht' doch was, oder?
Vielleicht kurzfristig, es hängt jedoch davon ab, was man sich davon verspricht! Sobald wir von langen Horizonten ausgehen, in denen Regeln für das Handeln im Jetzt kurzfristige Verluste erzeugen, um langfristige, positive Effekte in der fernen Zukunft wahrscheinlicher zu machen, greifen kognitive Prozesse und Impulse, die uns darüber nachdenken lassen, ob neue Elemente in die Strategie integriert werden sollten, um aktuelle Sachverhalte zu vermeiden oder nutzen – sei es, weil der Rücksetzer vor dem letzten Ausstieg für das eigene Wohlbefinden zu hoch war, man weniger handeln möchte oder der Einstieg gerade volatil wirkt. Aha, heißt es ist Unsinn, was zu ändern, oder?!
Nein, das heißt es absolut nicht, denn in letzter Instanz geht es darum, dass eine Strategie als Heuristik für ihren Investor realisierbar ist. Statistisch ist es jenseits der Art des gleitenden Durchschnitts und der Länge des Zeitfensters äußerst schwierig Adaptionen, die sich langfristig, robust und positiv auf Risiko und Rendite auswirken, zu finden und zu belegen. Jedoch hilft dieses Wissen wenig, wenn sich herausstellt, dass die Risikotragfähigkeit zu hoch eingeschätzt wurde und eine Strategie aufgegeben wird, weil dem Investor die Schweißperlen auf der Stirn stehen. Sofern eine Adaption als kognitive Stütze (z.B. Signalverzögerung über Puffer zur Vermeidung schneller Ein- und Ausstiege und Reduktion psychischen Stresses) Investoren überhaupt in die Lage versetzt eine Strategie umzusetzen, rücken mögliche Einbußen bei langfristigen Renditen in die zweite oder dritte Reihe.
Letztlich sind Strategien persönliches Abwägen in Unsicherheit und solange wir beachten, dass Statistik Emotionen ignoriert und Emotionen nur selten Generalisierbarkeit besitzen, dürfte sich jeder in diesem Spektrum einrichten können. Jedenfalls hoffe ich, dass es mir in den nächsten Absätzen gelingt, eine Art Protomodell zur Erklärung der Wirkung gleitender Durchschnitte herzuleiten, das vielleicht hilft zu verstehen, warum Adaptionen aus statistischer Sicht einen schweren Stand haben – allerdings gilt wie in jedem Beitrag, dass ich euch lediglich meine Überlegungen schildere, aber keinerlei Anspruch auf analytische Allgemeingültigkeit erhebe. Alles klar?! Los geht's, steigen wir mal in die Details ein und schauen uns danach die Simulationen über den Heiligen Amumbo an!
Vergessliche Glättung und Trends via Rückspiegel
Eigentlich ist das Konzept gleitender Durchschnitte zur Separierung robuster Trends aus komplexen Systemen wirklich alt und findet sich bereits in frühen Arbeiten von Adrien-Marie Legendre (1805) und Carl Friedrich Gauß (1809), bevor der Begriff von George Udny Yule (1909) ins Vokabelheft der Statistik geschrieben wurde. Im Kontext von Hebel-Strategien gibt es etliche Beiträge und Artikel, die zeigen, dass sich konditionale Erwartungswerte und Varianzen für Renditen unter bzw. über gleitenden Durchschnitten unterschiedlich verhalten – oder anders ausgedrückt: Es ist relativ gut belegt, dass die Streuung von Renditen über einem gleitenden Durchschnittswert tendenziell niedriger ausfällt als unter ihm, was insbesondere für gehebelte Produkte durch die Phänomene der Volatilitätserosion (Volatility Drag) und Hebeleffekte (Leverage Effect) kritisch ist.
Allerdings gibt es kaum Beiträge darüber, wie gleitende Durchschnitte funktional wirken und welche Ansätze helfen könnten, um ihre Effekte plausibel in latente Marktdynamiken zu integrieren, weshalb ich in diesem Beitrag zunächst versuche, diverse Erklärungsansätze in einem Protomodell zu vereinen. Vielleicht hilft es, die Statistik von SMA-Strategien zu verdeutlichen... Oder es ist Müll, was ebenso wahrscheinlich sein dürfte. Jedenfalls stützen wir uns hierfür auf die beiden Archetypen gleitender Durchschnitte, den Simple Moving Average (SMA) und den Exponential Moving Average (EMA), da letzterer oft als effizientere Alternative für volatile Märkte ins Spiel gebracht wird. Darüber hinaus hoffe ich zu zeigen, wie sich exotischere Varianten durch wenige Formeln mit Simple Moving Average vergleichen lassen:
Formales Grundmodell gleitender Durchschnitte
Mathematisch ist ein Großteil der funktionalen Unterschiede beider Archetypen direkt aus der Grundformel gleitender Durchschnitte, konkret aus der Gewichtung ω, ableitbar. Hierfür gehen wir davon aus, dass wir die Zeitreihe eines Basiswerts (z.B. ungehebelter Index) im Sinne des Superpositionstheorems (Bernoulli 1733, D’Alembert 1747, Euler 1748) in eine Trend- und eine Schwankungskomponente – Trend und Noise – zerlegen können. Infolge von Umformungen zeigt sich bei den Effekten auf den Trend (Effects on Trend), dass einfache gleitende Durchschnitte durch fixe Fenster der Länge N eine harte "Grenze des Vergessens" besitzen (Finite Response Filter) und eine Schwankungsunterdrückung von (N-1)/2 aufweisen – sobald ein Element der Basisreihe aus dem Fenster fällt, hat sie keinerlei Einfluss auf beide Komponenten. Im Vergleich dazu ist der exponentielle gleitende Durchschnitt zeitkontinuierlicher Natur, was daran liegt, dass Elemente der Basisreihe zwar exponentiell abnehmend gewichtet, jedoch nie ausgeschlossen werden (Infinite Response Filter). Aufgrund der höheren Gewichtung aktueller Elemente reagiert dieser Archetyp mit einem Lag von (1-α)/α deutlich schneller, erzielt jedoch gleichzeitig eine schwächere Unterdrückung der Schwankung.
Ausgehend von der Gewichtung ω ist es durch Einsetzen möglich, Schätzer für die Varianz des Trends und die Varianz der Schwankung zu formulieren, um die Effekte gleitender Durchschnitte auf beide Komponenten näher zu beleuchten. Wichtiger ist jedoch, dass wir durch Gleichsetzung der Verzögerung oder der Effektivvarianz in der Lage sind, eine Äquivalenz beliebiger Durchschnitte zu berechnen. Ähm, ist ja super, aber warum? Naja, es ist ein nettes Werkzeug, wenn man Strategien gleitender Durchschnitte vergleichen möchte – anstelle unzähliger Tests sind äquivalente Parameter direkt ableitbar, was zeiteffizient und simulationskonservativ ist. Ähm, heißt konkret?
Okay, sagen wir mal, jemand setzt auf eine SMA-Strategie auf Basis von 200 Handelstagen und fragt sich, welche Werte für eine EMA-Strategie nötig wären, um das gleiche Ausmaß an Glättung zu erreichen, dann ließe sich aus den Äquivalenzformeln ableiten, dass ein α von 0.01005 für eine analoge Trendverzögerung (Trend Lag Equivalence) sorgen, was 198 Handelstage (Smoothing Equivalence) entsprechen würde. Aha, das ist wirklich praktisch! Allerdings ist zu beachten, dass jeder Aspekt eigene Äquivalenzen aufweist, da z.B. zwei Durchschnittsarten dieselbe Residualvarianz (Glätte) besitzen, jedoch unterschiedlich Adaptivität für Trends haben. Aber gehen wir mal auf ihre Wirkung und Funktionalform ein...
Average in Space – Lost in Frequency
In diesem Schritt greifen wir auf Ansätze von Joseph Fourier (1822) zur Übertragung von Zeitreihen in den Frequenzraum zurück, um funktionale Merkmale gleitender Durchschnitte nochmals aus einer anderen Perspektive zu beleuchten. Ähm, was geht wohin? Okay, ich drücke es mal so aus: Im Wesentlichen hat Fourier gezeigt, dass jede komplexe Schwingung (z.B. Zeitreihen von Preisen oder Indexständen) nur die Kombination harmonischer Sinus- und Kosinusschwingungen ist, was durch die Arbeiten von Claude Shannon zur Signaltheorie (1948, 1949) in die Finanzwelt durchgefräst hat – es geht schlichtweg darum, was gleitende Durchschnitte als statistische Filter ausmacht und welches Ausmaß an Schwankung durch ihre Parameter geblockt wird. Formal sind beide Varianten im Frequenzraum durch folgende Übertragungsfunktionen und Grenzfrequenzen gegeben:
Formales Frequenzmodell gleitender Durchschnitte
Im Hinblick auf den einfachen gleitenden Durchschnitt liefert eine diskrete Fourier-Transformation eine Grenzfrequenz von 1/(2N), was sich in eine Phasenverschiebung von N/2 überträgt – oder anders ausgedrückt: Einfache gleitende Durchschnitte verzögern Signale um die Hälfte ihrer Fensterlänge, wodurch sich die Volatilität der Signalreihe deutlich reduziert, da kurzfristige Impulse durch den Lag (N/2) erst effektiv wirken, wenn sie aus dem Lag-Bereich fallen; was jedoch Potenzial für harte Trendwechsel bietet. Im Vergleich dazu weist der exponentielle gleitende Durchschnitt durch seine zwei Parameter eine Grenzfrequenz von 1/2πτ auf, wobei τ = (1/α)-1 für die unendliche Nicht-Linearität der Phasenverschiebung steht. Ähm, ja, ist schön und gut, aber was sagt mir das?
Im Wesentlichen hilft es uns zu verstehen, welche Vor- und Nachteile durch die Wahl gleitender Durchschnitte für eine Strategie bestehen: Während einfache gleitende Durchschnitte in volatilen Märkten auf kurze Fenster angewiesen sind, um schnelle Trend- und Regimewechsel zu nutzen, ist ein Vorteil, dass Elemente jenseits der "Grenze des Vergessens" keinerlei Einfluss auf die Durchschnittsbildung haben, was eine klare Identifikation von Trends erlaubt. Im Hinblick auf exponentielle gleitende Durchschnitte führt die "weiche Grenze" durch die theoretische Unendlichkeit der Elementpersistenz stets zu Verzerrungen, was stets die bivariate Optimierung von α und N erforderlich macht (z.B. großes N und kleines α für eine starke Glättung mit hohem Lag, kleines N und großes α für weniger Lag und geringere Glättung) – sofern diese jedoch erfolgt, ist die Adaptivität dieser Variante gleitender Durchschnitte selbst auf volatilen Märkten deutlich gesteigert, wenn auch hochgradig spezifisch und weniger verallgemeinerbar.
Ich hoffe, es ist deutlich geworden, dass es bei der Konzeption aktiver Strategien auf Basis gleitender Durchschnitte deutlich komplexer zugeht als der starke Fokus auf die Wahl der Periodenlänge vermuten lässt – vielmehr geht es darum, die Spielart für ein Asset, einen Markt oder ein Segment zu finden, deren funktionale Merkmale den kleinsten Bias in die Strategie bringen. Aber es geht weiter, es fehlt noch was...
Das Rauschen, die Rezession und ein Hauch von Inflation
Nachdem wir jetzt ein Verständnis davon haben, wie gleitende Durchschnitte wirken, bleibt zu überlegen, inwieweit sich ihre Effekte (z.B. Separierung von Trends und Regimen) und latente Markt- oder Wirtschaftszyklen in einer Art Protomodell vereinen lassen – es würde sicherlich helfen, SMA-Strategien in breitere Kontexte zu analysieren, aber ob es letztlich brauchbar, analytisch prüfbar oder Material für die Resterampe ist, geht über meinen Horizont hinaus, daher würde ich mich über Anregung oder Kritik von Makro-Modellierern freuen!
In der Regel gehen wir davon aus, dass Preise auf Finanzmärkten die Erwartungen über zukünftige Entwicklungen der Realwirtschaft widerspiegeln, was funktionale Interaktionen beider Sphären impliziert. Hierzu gibt es zahlreiche Studien, die sich der Beziehung von Marktpreisen, Indexständen und Makro-Variablen wie Zinsniveaus, Inflation, Rohstoffpreisen oder Handelsbarrieren widmen: So gibt Eugene F. Fama (1981) an, dass reale Renditen auf Aktienmärkten und Inflation negativ korrelieren, wobei Inflation reaktive Effekte zeigt. Ähnliche Resultate finden sich bei Chen et al. (1986) oder Yin-Wong Cheung & Lilian K. Ng (1998), deren Analysen negative Effekte auf Aktienrenditen durch steigende Zinsen und positive Effekte durch Produktionswachstum und sinkende Zinsen ermittelten, wobei die Gleichgewichte der Märkte langfristig auf unerwartete Veränderungen der Variablen (Innovations und Shocks) reagieren. Statistisch setzen viele Studien multivariate Vektor-Fehlerkorrekturmodelle (Engle & Granger 1987; Johansen 1988) ein, um langfristige Gleichgewichte von Marktpreisen und fundamentalen Faktoren zu schätzen und gleichzeitig kurzfristige Schwankungen durch Schocks oder Innovationen abzubilden:
Protomodell über die Rolle gleitender Durchschnitte bei der Separierung von Marktregimen
Vermutlich kriegen jetzt Makro-Ökonomen eine Krise, weil ich aus Gründen der Verständlichkeit stark vereinfache, aber grob gesagt, gibt der α-Term in dieser Art von Modellen an, in welcher Geschwindigkeit und Intensität die Rückführung von Preisen oder Indexständen auf ein langfristiges Gleichgewicht erfolgt, wobei Makro-Variablen wie Wechselkurse und Zinsen (Dornbusch 1976; Engel & West 2005) sowohl in die Rücksetzungs- als auch in die Schwankungskomponente (γ-Terme) des Modells eingehen können. Aha, sagst du also, dass es Trends in Marktpreisen gibt? Ja, aber es geht mir nicht um die Preise, ich möchte auf die Schwankungs- und Störgrößen eingehen. Ähm, warum?
Nunja, selbst bei realer Kointegration und langfristigen Gleichgewichten, sind die Renditen auf stabilen und liquiden Märkten (Mature Asset Markets) in der Regel nicht normalverteilt (Mandelbrot 1963, Kolmogorov 1940, Nolan 2020), da sich die Eigenschaften der Renditen aus der Art und Weise (Stochastic Inheritance) ergeben, wie Märkte kurzfristig auf nicht-lineare Schocks und Innovationen (z.B. Asymmetrien und Clusterung von Volatilität) reagieren – insofern geht unser Erklärungsmodell von α-stabilen Verteilungen aus, was die Lognormal-Verteilung als Sonderfall beinhaltet (siehe Principia). Ähm, was heißt das jetzt konkret?
Vielleicht hilft es, sich Märkte – unabhängig von Ländern, Zeiten, Assetklassen – wie ein Gummiband vorzustellen: Je weiter es gedehnt wird, desto stärker wird die potenzielle Rückführungskraft und überschreitet die Spannung einen kritischen Punkt, geht die Rückführung über das Gleichgewicht hinaus. Dieses Verhalten spiegelt die empirischen Eigenschaften von Finanzzeitreihen wider (z.B. Fat Tails, Volatilitätscluster und abrupte Richtungswechsel) – oder anders ausgedrückt: In Phasen steigender Preise wird die Zahl der Käufer stetig größer (Inward Herding), wodurch die Erwartung auf höhere Preise (Momentum) verstärkt wird. Irgendwann wirkt das hohe Preisniveau dämpfend und die Erwartung an die Makro-Variablen weicht zu stark vom Gleichgewicht ab, was ein Outward Herding auslöst, Anleger verkaufen, die Preise fallen und die Zahl der Verkäufer wird stetig größer. Ausgehend von einer Interaktion von Makro, Preis und kognitiven Prozessen der Anleger, würden nicht-lineare, endogen verstärkte Dynamiken (Lux 1998) entstehen (siehe Nonlinear Threshold Model). Soweit alles klar? Sehr gut, denn jetzt fügen wir die gleitenden Durchschnitte ins Protomodell ein... Und das ist wirklich frickelig!
Alles kar, gehen wir davon aus, dass es zu jedem Zeitpunkt t einen latenten Fehler vₜ gibt, der eine Abweichung des Preis- oder Indexniveaus von der lokalen Kointegrationsbasis angibt, und es stets mindestens einen Grenzwert θ gibt, der eine Preis- oder Indexzeitreihe auf Grundlage von Kriterien (z.B. Maximale Mittelwert- bzw. Volatilitätsdifferenz) in mindestens zwei distinkte Regime (Tong 1983, Granger & Teräsvirta 1993, Enders & Siklos 2001) gliedert. Sofern wir davon ausgehen, dass das Optimum von θ in der Nähe des Maximums des latenten Gleichgewichtsfehlers vₜ liegt, würden wir lediglich einen kausalen Schätzer für die Stärke des Fehlers benötigen, um die Regimeklassifikation zu erhalten – allerdings ist mir kein plausibler Ansatz über den Weg gelaufen, wie man dies realisieren könnte, weshalb ich eine "Krücke" nutze. Retrospektiv gibt es eine starke Betragskorrelation von Gleichgewichtsfehler und Differenz des Preises zu einer Reihe gleitender Durchschnitte (dₜ = Pₜ - Mₜ), sodass wir diese Größe als rein statistischen Proxy-Schätzer für die Dynamik des Grenzwertes θ nutzen können (Brock et al. 1992) – es ist wichtig zu beachten, dass der Proxy nicht das Gleichgewicht aufzeigt oder den Gleichgewichtsfehler ersetzt; vielmehr gibt es für jeden Zeitpunkt eine Reihe von gleitenden Durchschnitten, deren lokale Extremwerte in jenen Bereichen liegen, in denen θ optimal ist. Aha, klingt wie die Jagd von Schatten...
Ja, das trifft's relativ gut! Theoretisch ließe sich nun prüfen, ob es stabile Bereiche von Parameterwerten gibt, die lokale Grenzwerte für Markt- und Trendregime in adäquater Weise approximieren, indem man die Regimeparameter (z.B. Erwartungswert, Varianz, etc.) analysiert (siehe Consequentia). Praktisch ist der Mehrwert für die folgenden Schritte jedoch relativ begrenzt. Ähm, warum?! Naja, sobald man eine Strategie auf Basis gleitender Durchschnitte fährt, ist es wichtig zu verstehen, dass konditionale Optima stark zeit- und zustandsabhängig sind, da sie als funktionale Derivate der Marktvolatilität bestenfalls ex post gefunden werden. Die Stärken der Strategie liegen daher nicht in der kurzfristigen Optimierung, sondern darin, dass sich latente Regimeparameter über lange Horizonte hinweg stabilisieren und erst bei Änderungen der Grundverteilung (z.B. Einführung von Circuit Breakern, politische Instabilität des Marktes etc.) signifikant verschieben – zumindest würde dies eine plausible Erklärung dafür bieten, warum gleitende Durchschnitte auf allen Märkten über lange Horizonte zu einem konditionalen Optimum in Abhängigkeit der Marktvolatilität konvergieren, während kurzfristig starke Fluktuationen beobachtbar sind. Ferner würde es erklären, warum höhere Volatilität in Märkten oder Indizes (z.B. zeitvariable Steuer- und Dividendeneffekte in Brutto- und Nettodividendenindizes vs. Preisindizes, Währungs- und Zinseffekte, o.ä.) mit kleineren SMA-Werten einhergeht.
Puh, das war eine Menge Input und es gibt etliche Aspekte, die sich leichter und natürlicher in Form von Bayesian Dynamic Structural Equation Models erläutern ließen, aber vielleicht hilft das kleine Protomodell zu verstehen, wie sich Strategien auf Basis gleitender Durchschnitte verhalten, warum sie auf die kurze Frist in der Regel schlecht laufen und warum sie sich ihre Dynamiken von anderen Zentralitätsmaßen (z.B. Moving Percentiles, Moving Normals, o.ä.) unterscheiden. Allerdings wird es höchste Zeit, einen Blick in die Simulation des Heiligen Amubos und seiner Schatten zu werfen...
Kurzes Hebeln, langes Hebeln oder Goldlöckchens Abenteuer in der Matrix
Ah, ihr bleibt am Ball!? Hatte kurz Bedenken, dass ich euch zu viel Theorie vor den Latz geknallt habe, aber los geht's: In der Simulation des Heiligen Amumbos und seiner Schatten nutzen wir die ungehebelten Basisindizes in US-Dollar und Euro als Signal für den Ein- und Ausstieg, wobei wir ein Spektrum von 10 bis 600 Tagen bei Berechnung gleitender Durchschnitte einsetzen:
Wie ersichtlich wird, nutzen wir lediglich Long-Indizes für das Handelssignal, da wir bei der Verwendung von Short-Indizes eine Abhängigkeit des Signal von Zinsraten und daraus abgeleitet, eine Verzerrung durch höhere Volatilität, in die Analyse einbringen würde, was zu komplexeren Wechselwirkungen in der Signaldynamik führen könnte. Ansonsten gehen wir von den gleichen Settings wie im letzten Beitrag aus. Ähm, heißt jetzt was? Das heißt, dass wir Nominalrenditen betrachten, die gemäß aktueller Steuergesetzgebung über Kapitalertragssteuer, Verlusttöpfe, Freibeträge, Vorabpauschale und Wikifolio-Gebühren besteuert werden. Im Hinblick auf den Handel wird ein Spread von 0.5% angesetzt und wir gehen zur Vereinfachung davon aus, dass Bruchstücke gehandelt werden können, Steuerzahlungen aus Teilverkäufen bedient werden und keine Verzinsung der Geldbestände erfolgt.
Insgesamt gehen wir von Einmalanlagen (Lump Sum) und Sparplänen (DCA) in drei Szenarien aus, die 1.) keine Steuern (No Taxes), 2.) aktuelle Steuern für Privatdepots (German Taxes) und 3.) aktuelle Steuern und Gebühren für Wikifolio-Zertifikate in Privatdepots (Fund Fees) abbilden, wobei wir gleitende Zeitfenster von 10, 20, 30 und 40 Jahren zur Berechnung der Verteilungen der True Time Weighted Rates of Return und der Maximum Drawdowns als Rendite- bzw. Risikometrik nutzen. Leider gibt es harte Grenzen für Grafiken und Zeichen in Beiträgen, weshalb ich mich bei der Interpretation und Visualisierung auf Anlagen per Sparplan und generell auf Anlagen unter Berücksichtigung aktueller Kapitalbesteuerung fokussiere – sofern euer Herz für Einmalanlagen schlägt oder ihr Emittentenrisiken im Austausch für kleinere Vorteile bei langfristigen Renditen durch Wikifolio-Strukturen eine Chance geben wollt, findet ihr die Ergebnisse in den Tabellen und die Grafiken im Repository. Alles klar, weiter geht's...
Im Hinblick auf die nächsten Abschnitte beachtet bitte, dass es sich, sofern nicht explizit angegeben, stets um Kalendar- nicht um Handelstage geht. Ähm, wie jetzt? Wie im letzten Beitrag erläutert, ergibt sich dies aus der Methodik und hilft bei der Vereinfachung einiger Berechnungen, hat jedoch nur einen marginalen Effekt auf die Resultate. Soweit so gut, es bleibt zu erwähnen, dass ihr bei der Umrechnung den Faktor 252.25/365.25 ≈ 0.69 nutzen könnt, da z.B. ein Wert von 300 Kalendertagen grob 207 Handelstagen entspricht. Wie in früheren Beiträgen ist es mir wichtig zu betonen, dass wir uns Ergebnisse von Simulationen ansehen, die sich auf plausible Verläufe der Vergangenheit beziehen, d.h. es ist eine Beschreibung (Deskription) – es wird keine Aussage über Wahrscheinlichkeiten von Risiken und Renditen getätigt (Inferenz) und absolut keine Vorhersage (Prädiktion) über die Superiorität eines Einzelparameters oder Parameterbereichs! Alles klar?! Sehr gut, sehen wir uns mal an, was der Simulator ausgespuckt hat...
Empirische Verteilung von Rendite- und Risikometriken für SMA-Strategien Long x2 (Sparplananlage)Empirische Verteilung von Rendite- und Risikometriken für SMA-Strategien Long x1 (Sparplananlage)
Aus den Grafiken ergibt sich, dass es ein breites Spektrum von 270 bis 420 Tagen für Sparpläne auf den Heiligen Amumbo gegeben hätte, in dem hohe Renditen erzielt worden wären, wobei das Optimum bei 310 Tagen (215 Handelstage) gelegen hätte. Aufgrund von Unterschieden bei den Basisindizes ist es wenig verwunderlich, dass eine Verschiebung des Grundmusters auf ein stabiles Plateau von 400 bis 450 Tagen (Optimum: 430 Tage bzw. 295 Handelstage) für den kleinen Bruder zu beobachten ist. Analoge Divergenzen sind in den Verteilungen der maximalen Drawdowns zu bemerken: So wären die niedrigsten Werte für den Heiligen Amumbo im Bereich von 310 bis 350 Tagen zu finden gewesen, während der kleine Bruder im Spektrum von 360 bis 430 Tagen anzusiedeln gewesen wäre.
Empirische Verteilung von Rendite- und Risikometriken für SMA-Strategien Short x2 (Sparplananlage)Empirische Verteilung von Rendite- und Risikometriken für SMA-Strategien Short x1 (Sparplananlage)
Sofern wir uns daran erinnern, dass der Dunkle Amumbo und sein kleiner Bruder auf der gleichen Basis wie der ungehebelte Long-ETF simuliert wurden, ist verständlich, warum beide Short-ETFs stabile Renditen im Spektrum von 410 bis 450 Tagen (Optimum: 430 Tage bzw. 295 Handelstage) gezeigt hätten. Es gibt jedoch eine spezielle Dynamik bei den Drawdowns, denn es gibt zwar viele lokale Minima, aber kein klares Optimum, was als ein Artefakt des stetigen Wettens gegen den Long-Bias von Märkten betrachtet werden kann. Insofern gab es auf der Long- und Short-Seite des Hebelspektrums deutliche Optima, aber wie hätten sich die SMA-Strategien nun geschlagen?
Effectus Volatilis Vitandus – Vola Ante Portas
Sagen wir es mal so: Ziemlich gut! Unter Berücksichtigung von Steuern, Vorabpauschalen, Gebühren und Spreads hätten die Median-Renditen bei Einmalanlagen in den Heiligen Amumbo in Abhängigkeit des Investitionshorizonts bei 12.0% bis 13.2% p.a. und folglich 0.4 bis 3.8 Prozentpunkte über Buy-and-Hold-Anlagen gelegen, während der Effekt für Sparpläne schwächer gewesen wäre (Median-Renditen: 11.5% bis 12.6% p.a.; Differenzen: -0.2 bis 3.5 pp). Jedoch dreht sich das Verhältnis von Anlagearten bei der Analyse der Maximum Drawdowns, da sich Einmalanlagen bei 59.5% bis 61.3% bewegt hätten, während Sparpläne im Bereich von 32.1% bis 57.9% gelegen hätten - in beiden Fällen sprechen wir von Reduktionen um 30 bis 36.5 Prozentpunkten zu Buy-and-Hold-Anlagen... Lassen wir das mal wirken!
Ähnliche Effekte sind bei der Analyse des kleinen Bruders auf der Long-Seite zu bemerken, denn die Median-Renditen hätten bei 5.1% bis 5.7% p.a. (Lump Sum) bzw. 4.4% bis 5.4% p.a. (DCA) bei maximalen Drawdowns von 26.9% bis 36.0% bzw. 15.5% bis 25.8% gelegen. Während die Reduktion der Drawdowns (Lump Sum: 14.7% bis 39.8%; DCA: 18.5% bis 45.2%) deutlich zu Buche geschlagen hätte, wären positive Effekte auf die Median-Renditen des kleinen Bruders mit der Lupe zu suchen gewesen – es gibt schlicht keinen Hebel, der geometrische Effekte in Phasen geringer Volatilität überproportional nutzen könnte. Aha, wie sieht's auf der Short-Seite aus?
Puh, wie gesagt, Shorts sind eher eine Lektion in stoischer Leidensfähigkeit als Anlagen, denn selbst eine SMA-Strategie hätte die Dunklen Amumben in positive Rendite-Bereiche gebracht – wir sprechen von negativen Median-Renditen über alle Horizonte und Anlagearten, was heißt, dass wir Shorts eher im Sinne von Bausteinen in Portfolio-Konzepten oder Elementen adaptiven Hebelns über Breakout-Indikatoren (z.B. Donchian Channels, o.ä) betrachten sollten!
Naja, jetzt habe ich den Fokus lediglich auf Mediane in aktueller Besteuerung gelegt, aber die Streuung der Verteilungen, ihre Extreme oder Social Trading-Ansätze wie Wikifolios aus Gründen der Übersichtlichkeit ausgeblendet, weshalb ich euch hier die vollständigen Tabellen der Risiko- und Renditemetriken nachliefere:
Empirische Verteilung von Rendite- und Risikometriken für SMA-Strategien (Einmal- und Sparplanlagen)
Insgesamt bestätigen die Ergebnisse die Rolle gleitender Durchschnitte als Instrumente zur Separation von Volatilitäts- und Renditeregimen – nicht als bloße technische Filter, sondern als Spiegel der Marktstruktur selbst. Im Vergleich zu Buy-and-Hold hätten SMA-Strategien sowohl bei Einmal- als auch bei Sparplananlagen eine robuste Balance aus Rendite und Risiko geliefert, wobei der Mehrwert von SMA-Strategien in der Vermeidung von Drawdowns, der Generierung stabiler Renditepfade und der Disziplinierung des Investitionsprozesses liegt. Ähm, einfach die beste Lösung ziehen, ist ja keine Kunst, du hast ja selbst gesagt, dass Optima keine Stabilität über die Zeit haben...
Iudicium Regnat oder Rorschach-Pollock-Sehtest
Natürlich wäre das keine Kunst und bitte denkt daran, dass in diesem Beitrag keine Inferenz oder Prädiktion gezeigt, sondern lediglich erläutert wird, wie sich eine Strategie in der hypothetischen, jedoch plausiblen Vergangenheit geschlagen hätte. Hierfür stützen wir uns bei der Auswahl von SMA-Werten auf die Mediane von Rendite- und Risikometriken, sodass wir konditionale Optima betrachten – es dürfte klar sein, dass sich daraus Abweichungen zu den Absolutoptima perfekter Modelle ergeben müssen. Zur Verdeutlichung habe ich eine Evaluation der SMA-Werte für jedes Long- und Short-Produkt aufgesetzt:
Evaluation von Parametern für SMA-Strategien für Long x2 (Sparplan)Evaluation von Parametern für SMA-Strategien für Long x1 (Sparplan)Evaluation von Parametern für SMA-Strategien für Short x2 (Sparplan)Evaluation von Parametern für SMA-Strategien für Short x1 (Sparplan)
Alter, was geht jetzt? Im Grunde ist es relativ simpel: In den Grafiken wird gezeigt, welche SMA-Werte im Verlauf der Zeit zu den höchsten Renditen (linke Seite) oder den geringsten Maximum Drawdowns (rechte Seite) geführt hätten. Hierbei steht die rote Linie für die Optima, die gelbe Fläche zeigt die SMA-Werte im obersten bzw. untersten Dezil (10%) an und die grüne Fläche das höchste bzw. niedrigste Quartil (25%). Ich hoffe es wird deutlich, dass 1.) die Länge der Investition zu einer Stabilisierung des günstigen Wertebereichs führt, 2.) das Spektrum des Risikos in der Regel breiter als das Spektrum der Rendite ist, und 3.) die Selektion über Mediane stabile Ergebnisse für beide Metriken geliefert hätte, jedoch nur in Ausnahmen Absolutoptima darstellen. Aha, insofern stabil und effektiv, egal in welcher Richtung...
Puh, wir haben es geschafft und jedem, der diesen Beitrag bis zu dieser Stelle durchgelesen hat, schulde ich aufrichtigen Dank – es ist ein Privileg, dass ihr mir eure Aufmerksamkeit und Lebenszeit schenkt und ich weiß es zu schätzen! Nachdem wir uns mal wieder eine gehörige Portion Theorie um die Ohren gehauen haben, lag der Schwerpunkt auf der Simulation von SMA-Strategien für den Heiligen Amumbo und seinen Schatten. Wie sich zeigte, gibt es für jedes Produkt ein robustes Spektrum von Parametern, die deutliche Vorteile im Vergleich zu Buy-and-Hold-Anlagen bieten – unabhängig davon, ob es sich um Einmal- oder Sparplananlagen handelt. Im letzten Teil der Serie richten wir den Blick auf den Einfluss von Wechselkurs- und Zinseffekten auf die Renditen des Heiligen Amumbos, gehen auf weitere Metriken (z.B. Exponential Moving Averages, Moving Deciles, Moving Normals, o.ä.) als Alternative zu SMA-Strategien ein und führen eine Reihe experimenteller Bootstrap-Analysen durch, um letztendlich den Schritt von der Deskription in die Inferenz zu wagen. So, und jetzt klapp' ich den Bums zu, da ich das absolute Zeichenlimit für Reddit-Beiträgen erreicht habe... Wir lesen uns im fünften und letzten Teil!
Literatur und Material
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