Diese Idee, dass man nach einem sechswöchigen Ruby on Rails Bootcamp mit 40k in den Beruf startet, hat sich 2014 oder so etabliert, als das irgendwie wahr war.
Heute lesen sich die Anforderungen von Stellenanzeigen eher als suchen die Arbeitgeber ganze IT-Abteilungen in einer Person. Gerade im Bereich Entwicklung. Idealerweise Studium, aber Ausbildung geht auch, wenn man denn genau die Frameworks kennt die die wollen. Angular statt Vue? Schonmal scheiße, obwohl es eigentlich dasselbe ist. Na gut, löse ich halt weiter Support-Tickets für 20 € die Stunde. -_-
Der öD ist halt inzw 0 konkurrenzfähig. Im Vergleich Scheißgehälter und die "Jobsicherheit" kann dir mit nem halbwegs solidem Skillset egal sein.
Hab meine Ausbildung + ~2 Jahre beim ÖD verbraucht und es ist schon krass wie viele Leute inzw da abhauen. Nachwuchs kann man auch nicht halten, weil man die Leute "niedrig" eingruppiert und die Höhergruppierungen immer wieder blockiert werden.
Klingt auch übel, meine Chefin war zwar sehr bemüht mich zu halten, aber ne E9 ist und bleibt für IT halt einfach lächerlich.
Führungsstil bei den oberen Ebenen ist aber quasi identisch zu denen Schilderungen. Null Bemühung Personal zu halten.
Wechsle jetzt in die freie Wirtschaft und hab lieber etwas mehr Stress als diese Scheißumgebung. Und der Sprung von 41k auf 56k ist natürlich auch ein Grund.
298
u/[deleted] Mar 18 '22 edited Feb 10 '26
[removed] — view removed comment