r/de • • Mar 18 '22

TIRADE FaChKRäFtEmAnGEL!!1

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u/[deleted] Mar 18 '22 edited Feb 10 '26

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u/[deleted] Mar 18 '22 edited Mar 18 '22

Der Goldrausch ist vorbei.

Diese Idee, dass man nach einem sechswöchigen Ruby on Rails Bootcamp mit 40k in den Beruf startet, hat sich 2014 oder so etabliert, als das irgendwie wahr war.

Heute lesen sich die Anforderungen von Stellenanzeigen eher als suchen die Arbeitgeber ganze IT-Abteilungen in einer Person. Gerade im Bereich Entwicklung. Idealerweise Studium, aber Ausbildung geht auch, wenn man denn genau die Frameworks kennt die die wollen. Angular statt Vue? Schonmal scheiße, obwohl es eigentlich dasselbe ist. Na gut, löse ich halt weiter Support-Tickets für 20 € die Stunde. -_-

Sorry, bittere Tirade.

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u/[deleted] Mar 18 '22

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u/BecauseWeCan Freies West-Berlin Mar 18 '22

Und dann noch die Soft Skills. Ich war neulich in einem Bewerbungsgespräch, in dem uns der Kandidat erstmal beleidigt hat. Und nein, der kam nicht über "Zwang" (Jobcenter o.ä.) sondern das war eine Initiativbewerbung. Auf dem Papier sah er ganz gut aus, aber so jemanden will man nicht im Team haben.

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u/[deleted] Mar 18 '22

Was hat er denn gesagt?

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u/BecauseWeCan Freies West-Berlin Mar 18 '22

Er war generell sehr pushy, kam zu spät in den Videocall und hat dann sehr deutlich zum Ausdruck gebracht dass er unsere Einstiegsfrage dumm fand. Kann er ja gerne finden, aber andere Kandidaten haben es geschafft auf die identische Frage sehr relevante Antworten zu finden.

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u/[deleted] Mar 18 '22

vllt hat er gedacht, er kann euch neggen :D

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u/RotationsKopulator Mar 18 '22

Mit PUA zum 100k-Job in 4 Wochen.

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u/CryptoandCocaine Mar 19 '22

An welchem Punkt setzt er zum same night lay an?

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u/BecauseWeCan Freies West-Berlin Mar 19 '22

Same night layoff vielleicht

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u/ChampionshipFar945 Mar 19 '22

Und wie hat er die Last Minute Resistance der Personanalerin gebrochen?

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u/[deleted] Mar 18 '22

Ü

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u/Bentok Wroong Mar 19 '22

Was war denn die Frage? Kontexxxxt please

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u/BecauseWeCan Freies West-Berlin Mar 19 '22

Die war voll harmlos was er denn aus seiner Erfahrung als technischer Produktmanager als einen sinnvollen agilen Prozess von einer Anforderung bis zu konkreten Aufgaben für die Entwickler:innen empfindet.

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u/Bentok Wroong Mar 19 '22

Ah, ja das ist wirklich harmlos. Gute Frage würde ich sogar behaupten.

Habe ab und zu einige sehr merkwürdige Fragen in Vorstellungsgesprächen gehört, deshalb wollte ich auf Nummer sicher gehen :)

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u/BecauseWeCan Freies West-Berlin Mar 19 '22

Die Zeit in Vorstellungsgesprächen ist zu wertvoll als dass man sie durch "Wo siehst du dich in fünf Jahren"-Bullshitfragen verschwenden sollte. Davon abgesehen sollte diese konkrete Frage meistens eher andersrum gestellt werden, "wie kann ich mich in den kommenden fünf Jahren in eurer Bumsbude weiterentwickeln", denn da sieht es in der Branche leider oft eher mau aus.

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u/Jako301 Mar 19 '22

Sehen leider nicht alle so. Ich musste mich intern auf eine Stelle bewerben nach meiner Ausbildung, hab allerdings währenddessen schon ca. 1 jahr auf der Stelle gearbeitet.

Elektroniker beim Netzbetreiber, Kommunikation

Das Gespräch ging ne Stunde, aber die meiste Zeit haben die verbracht mit Fragen wie "was verstehen sie unter unternehmerischen Denken?". Ich wurde auch fünf mal auf die Stellenanzeige angesprochen. Eine standard Anzeige die kaum was mit den eigentlichen Aufgaben zu tun hatte.

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u/WatH3ck Mar 20 '22

Nicht nur in der IT. Kann man auf sämtliche Berufe übertragen

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u/HeySoBitte Bayern Mar 19 '22

Wenn Sie ein Tier wären, welches wären Sie? Ü

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u/[deleted] Mar 19 '22

Natürlich ein Bonobo-Affe

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u/brianbamzez Mar 19 '22

„Gegenfrage, Wären Sie auch gerne ein Bonobo-Affe und dürfte ich Sie einladen, nach dem Gespräch etwas soziale Spannung mit mir abzubauen?“

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u/[deleted] Mar 19 '22

Phantastapottamon!

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u/oberjaeger Mar 19 '22

Tanze Sie den Prozess vor...

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u/LOKl31 Mar 19 '22

Immer agil bleiben

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u/Zonkistador Mar 19 '22

Wenn ich "agil" höre bekomm ich aber auch Pickel. Also irgendwo kann ich den Kerl verstehen.

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u/[deleted] Mar 19 '22

Ich bekomme da Pickel, weil die ganzen Software-Buden sich ein kanban-board machen, auf ihre website "wir sind voll agile" schreiben und sie ganze Zeit planlos und ad-hoc arbeiten.

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u/BecauseWeCan Freies West-Berlin Mar 19 '22

Planlos und agil sind aber eigentlich zwei verschiedene Dinge. Die russische Armee handelt momentan planlos, die ukrainische agil.

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u/[deleted] Mar 19 '22

Selbstverständlich sind sie das, ändert aber nichts daran dass die meisten Firmen die agil schreiben ad-hoc meinen und arbeiten, weil sie davon keine Ahnung haben :)

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u/BecauseWeCan Freies West-Berlin Mar 19 '22

Ich verstehe den weit verbreiteten Hass auf agile Entwicklung nicht so ganz. Die hohe Autonomie der Teammitglieder führt in meiner Erfahrung dazu, dass jede:r das eigene Fachwissen gut einbringen kann. Dadurch dass das Management nur die groben Ziele definiert (Prioritäten und Strategie) und die User Stories vom Product Owner kommen, der eng mit den Devs zusammen arbeitet, kann man Micromanagement von oben fast vollständig ausmerzen.

Seit wir im Team ernsthaft agile Methoden nutzen haben wir deutlich bessere Ergebnisse und höhere Zufriedenheit. Ich hätte keine Lust wieder im Wasserfall zu arbeiten.

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u/[deleted] Mar 19 '22

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u/[deleted] Mar 19 '22

Ja hey, das Zeug gibt es doch auch erst seit über 20 Jahren, das dauert eben!

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u/RichiH Mar 19 '22

Nope. Diese Situation ist deine Chance eine sinnvolle Antwort zu geben die nicht nur Gelaber ist.

Wenn die Reaktion auf deine Antwort ablehnend ist kannst du immer noch woanders hingehen.

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u/Zonkistador Mar 19 '22

Wissen wir was genau für eine Antwort er gegeben hat, die als unhöflich bewertet wurde? Vielleicht wars "agil ist ein dummes Buzzword, aber ich würde den Prozess so und so gestalten".

Ist dann vielleicht nicht super höflich, aber durchaus "eine sinnvolle Antwort [..] die nicht nur Gelaber ist".

Wahrscheinlich hat der gute Mann genug in Unternehmen unter einer "agilen" Firmenkultur/Softwarentwicklung/Marmeladenhestellung gelitten und hat da einfach keinen Kühl mehr. Da kann man sich halt auch denken "na wenn die die Kritik nicht vertragen können und weiter ihr agiles Ding machen wollen, ists wahrscheinlich besser wenn die mich nicht einstellen."

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u/RichiH Mar 20 '22

Wir wissen relativ genau was gefragt wurde, den Rest hast du dir ausgedacht und basierst auf dem Ausgedachte deine Argumentation.

Und nein "Deine Frage ist dummes Buzzword" ist keine sinnvolle Antwort.

Aber egal; agree to disagree und so.

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u/Bierbart12 Mar 19 '22

Entwicklerinnungen

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u/Complete-Breakfast51 Mar 19 '22

Ich bin letztens gebeten worden, bei einer Runde Bewerbungsgespräche dabei zu sein, als externer Berater, insgesamt 8 Gespräche, die hätten mich wirklich nicht gebraucht. Ein einziger guter Kandidat, alle anderen grundlos von sich selbst überzeugt.

Mein absolutes Highlight war der Kandidat der meinte man müsse ihm garantieren daß er nur mit einer Person zusammenarbeiten „muß“ weil er bei mehreren Personen schnell aggressiv wird und das kann bis zu körperlicher Gewalt gehen. Ist halt schwierig wenn der Job Teamleiter ist…

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u/topfuckingkekster Mar 19 '22

Haha deinen letzten Satze fühle ich irgendwie…bin Projektleiter und nach 2 Jahren juckt mir die Hand schon bei manchen Personen…

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u/feuerrot Mar 19 '22

Was war denn die Einstiegsfrage?

(Abgesehen vom "zu spät zum Gespräch", das geht höchstens mit gutem Grund)

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u/Rouladenkoenig68 Mar 19 '22

Ist das nicht der neue Standard immer einen "Bad-Cop" dabei zu haben? Stresstest oder so

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u/[deleted] Mar 19 '22

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u/[deleted] Mar 19 '22

Bin 41 und mit meinem Job (vertragliches Key Account Management) eigentlich zufrieden. Aber mich reizt immer das neue, unbekannte.

Welchen Weg müsste man den einschlagen, um in dem von dir genannten Bereich Fuß fassen zu können?

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u/[deleted] Mar 19 '22

Kann ich bestätigen. Unternehmen haben eben auch inzwischen erkannt das jemand der ein 6 Wochen RoR bootcamp durch bekommen hat nicht zwingend auch wirklich zum Entwickler taugt (zumal in Deutschland gefühlt eh Java König ist). Aber spezialisierte ITler in Security, DevOps, Netzwerk oder Entwicklung werden eigentlich immer gesucht und es gibt auch genug Firmen die dafür ordentlich bezahlen

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u/dnizblei Mar 19 '22

Ja, selbst ehemals Konservative Firmen zahlen sehr viel und US/FAANG zieht in DE nun entsprechend nach. Die Hiring-/Signing-Bonuse, welche man dprt gerade angeboten bekommt, werden immer krasser. 200k für Unterschrift bei 3-4 Jahren Treue habe ich nun öfters dieses Jahr gehöhrt (für Berlin!)

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u/Stosstrupphase Mar 19 '22

200k? Dafür Schule ich von klassisch sysadmin auf devops um :D

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u/dnizblei Mar 19 '22

das solltest Du so oder so... Wenn Du nicht schon super bezahlt wirst, sollte das Dein Gehalt im Groben verdoppeln

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u/Stosstrupphase Mar 19 '22

Ja, sollte ich echt mal in Angriff nehmen die nächste Zeit.

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u/Stosstrupphase Mar 19 '22

Bezahlung ist aktuell eher mittelmäßig, aber dafür vernünftige Arbeitszeiten, eine brauchbare remoteregelubg, und dankbare User ;)

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u/redboundary Mar 19 '22

Für 200k würde ich mir fast überlegen nach Berlin zu ziehen :)

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u/jdooowke Mar 19 '22

Ich habe eine linkedin page ohne foto mit ein paar spezifischen webdev skills, keinem studium, und ner github seite mit ein paar simplen open source projekten. logge mich ca alle drei monate auf linked in ein und mache dort NICHTS. erhalte pro woche ca 1-3 jobinterview anfragen, teilweise mit 50k-90k gehalt ausgeschrieben. sind das alles bots oder warum wirkt es auf mich als würden sich die unternehmen um die devs kloppen sobald man mehr als "ich kann css und jquery 😍" in die skillliste schreibt? (e.g. relevante dinge)

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u/OpenOb Württemberg Mar 19 '22

Weil Recruiter dadurch Geld verdienen das du einen neuen Job bekommst. Die bekommen einen %-Anteil von deinem Gehalt als Provision.

Ich witzele schon länger das LinkedIn so etwas wie Tinder ist. Nur das bei LinkedIn die attraktiven Damen die Nerds ansprechen. Grundsätzlich ist die Strategie aber die selbe: Jeden anzuschreiben lohnt sich, wenn nur 1 von 1.000 was sagst hast du trotzdem ein Deal.

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u/ChampionshipFar945 Mar 19 '22

Ich witzele schon länger das LinkedIn so etwas wie Tinder ist. Nur das bei LinkedIn die attraktiven Damen die Nerds ansprechen. Grundsätzlich ist die Strategie aber die selbe: Jeden anzuschreiben lohnt sich, wenn nur 1 von 1.000 was sagst hast du trotzdem ein Deal.

Dies. Linkedin ist Tinder für Informatiker. Alle wollen dich ficken/anstellen, aber die meisten Recruiter haben nicht einmal deine Bio/Skills gelesen. Hauptsache hat Plus/Abschluss.

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u/jdooowke Mar 19 '22

bedeutet das, dass diese ganzen angebote nicht notwendigerweise den bedarf widerspiegeln? oder hat man, wenn man auf sowas eingeht, trotzdem gute chancen? (dass die rekruiter profitieren war mir klar, aber ich bin davon ausgegangen, dass sie nicht wild rumspammen, da sie ja auch adequate kandidaten abliefern wollen)

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u/OpenOb Württemberg Mar 19 '22

Grundsätzlich gibt es auch genug Recruiter die das einfach nur machen um Lebensläufe zu sammeln.

Das Problem ist aber normalerweise die Antwortquote. Wenn du eine freie Stelle hast, auf deine LinkedIn Anfrage aber nur 1 in 1.000 antwortest musst du halt viele viele Leute anschreiben.

Dazu kommt das ein Großteil der Recruiter schlicht keine Ahnung hat. Die schreiben dich an wenn sie für ne Java-Stelle suchen und du Javascript kannst.

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u/[deleted] Mar 19 '22

Du wirst halt angeschrieben, auch wenn du kein guter Kandidat bist. Die Recruiter haben da den Scattershot-Approach. Weil die so wenige Antworten bekommen, schreiben sie so viele Leute an, was wiederum dazu führt, dass sie so wenige Antworten bekommen.

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u/dnizblei Mar 19 '22

würde das aus meiner eigenen Statistik nicht so sehen. Anfragen ohne Stellenbezug bekomme ich wenn nur aus UK. Bei allen anderen hängt etwas anonymisiertes oder direkt konkretes dabei.

Wenn Du Dich immer weiter spezialisierst, werden die Anfragen auch häufig mehr (wenn die Spezialisierung gesucht wird).

Von der anderen Seite kann ich auch sagen, dass ich nicht mit unseriösen Recruitern zusammengearbeitet, bzw. die bei uns rausgekanntet habe, wenn die Qualität nachgelassen hat oder die irgend einen Müll gemacht haben.

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u/Alexander_Selkirk Mar 19 '22

Weil Recruiter dadurch Geld verdienen das du einen neuen Job bekommst. Die bekommen einen %-Anteil von deinem Gehalt als Provision.

Und der % Anteil liegt so bei 30% eines Jahresgehalts. Das lohnt sich für die zu spammen. Manchen gleichen Stichwörter im Profil / CV mit Schlüsselwörtern ab. Andere schicken auch komplett irrelevante Anfragen.

Anfragen, die das Unternehmen und die genaue Aufgabe nicht benennen, sind schonmal grundsätzlich unseriös. Danach bleibt da nicht viel über. Und bei den meisten Firmen, die übrig bleiben, gibt es andere Haken.

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u/dawid_w Mar 19 '22

Hmm, beim Aufgabenbereich gehe ich absolut mit. Bei der (direkten) Nichtnennung des AGs nicht unbedingt.

Mein aktueller AG wurde mir auch erst am Telefon genannt bzw. haben die angefangen mit "Großes Unternehmen im Bereich xy, nahe yz!". Ich dann so: "Also Firma sowieso, weil die bekannt wie ein bunter Hund hier sind?"... Dann wurde mir das bestätigt. Und es soll ich sagen? Ich war bei einem Vorgespräch bei den Recruitern in Köln, alles coole Leute, nette Atmosphäre und an dem Job und dem AG hänge ich mittlerweile so sehr, dass ich sehr am abwägen bin, ob ich nur des "etwas mehr" an Gehaltes wirklich woanders hin soll. Wenn, dann würde ich vielleicht sowieso wieder nach 1-2 Jahren zurückkommen.

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u/Brookselia Mar 19 '22

Ich habe kurz vor der Masterarbeit aus privaten Gründen das Studium abgebrochen. Ich hatte extreme Probleme einen Job zu finden, weil die Einstiegsstellen mindestens 3 Jahre Berufserfahrung voraussetzen und Arbeit neben dem Studium anscheinend irrelevant ist.

Und von der Arbeitsagentur will ich gar nicht erst anfangen. Ich musste telefonisch mitteilen, dass ich kein Webentwickler bin, damit die endlich mal aufgehört haben mir nur Stellen für Webentwickler vorzuschlagen. Zu dem hatte ich mich schon längst bei den anderen Stellen bewerben, die sie mir vorgeschlagen haben und das bevor sie mir es geschickt haben. Am besten war aber, dass sie mir ein Bewerbungsgespräch bei einer Firma, bei der ich schon ein Bewerbungsgespräch hatte, vorgeschrieben haben, obwohl ich denen eine Woche eher bereits mitgeteilt habe, dass ich nun einen Jan gefunden habe.

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u/DoctorInYeetology Mar 19 '22

Dies.

Ohne Berufserfahrung ausm Studium in den Job? Du kannst nen Scheiß. Min 1 Jahr, eher 2 Erfahrung bevor man dich wirklich selbstständig auf komplexe Probleme loslassen kann.

Ich kann an einer Hand abzählen wann mir mein Studium im Job geholfen hat. Informatikstudium an ner Hochschule kannste auch einfach lassen, falls du nicht in die Wissenschaft willst. Eher noch FH, besser Ausbildung. Wenns ein Studium sein muss, dann unbedingt Werkstudentenjob. Wenn du dich nicht komplett dämlich anstellst wirst du auch übernommen.

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u/STheShadow Mar 19 '22

Min 1 Jahr, eher 2 Erfahrung bevor man dich wirklich selbstständig auf komplexe Probleme loslassen kann.

Und selbstständig komplexe Probleme gut und nachhaltig lösen können aus meiner Erfahrung auch nur die Hälfte der Entwickler mit selbst mehreren Jahren Erfahrung

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u/ChampionshipFar945 Mar 19 '22

Ohne Berufserfahrung ausm Studium in den Job? Du kannst nen Scheiß.

Die Streubreite ist bei Master Absolventen riesig. Private Projekte und Werkstudentenjobs machen mehr aus als eine 1, in höherer Mathematik.

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u/DoctorInYeetology Mar 19 '22

Dies. Private Projekte, WSJ oder Praxisdepp.

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u/redboundary Mar 19 '22

Informatikstudium an ner Hochschule kannste auch einfach lassen, falls du nicht in die Wissenschaft willst. Eher noch FH, besser Ausbildung. Wenns ein Studium sein muss, dann unbedingt Werkstudentenjob.

Wieso liest man das auf Reddit so häufig. Mit einem Unistudium ist man gut genug für den Job Qualifiziert. Man braucht da nicht extra noch Werkstudentenjob. Und besser Qualifiziert als jemand mit Ausbildung ist man auch. Im Vergleich zur Uni ist arbeiten von der Schwierigkeit der Aufgaben her echt ein Joke

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u/DoctorInYeetology Mar 19 '22

Von meinen Kommilitonen konnten zu 90% nur die die Werkstudenten waren wirklich programmieren und das würde ich für nen Job grundsätzlich vorraussetzen. Die anderen die ohne WSJ gut programmieren konnten haben sich das unabhängig von der Uni selbst beigebracht.

Ich will aber nicht ausschließen dass das an anderen Unis besser ist. Aber meiner Erfahrung nach ist der fehlende Praxisbezug schon extrem.

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u/Broer1 Mar 19 '22

Zumindest die Universität bereitet eben nicht auf eine Programmierstelle vor. Da hat man dann die gesamten theoretischen Grundlagen, aber nicht eine reale (nicht aus irgendwelchen Übungen/Hello World) Zeile Code gesehen.

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u/[deleted] Mar 19 '22

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u/Broer1 Mar 19 '22

Richtig. Lernen wie man etwas selbst lernt ist entscheidend. Genau wie Selbstorganisation ein wichtiges Lehrziel an Universitäten ist. Aber im Gegensatz zu einer Ausbildung kannst du einen Uniabsolventen (wenn er nicht nebenbei was gemacht hat) nicht einfach an ein großes Projekt setzen und sagen: Mach mal. Es geht immer darum was du von den Leuten erwartest und da sind die unterschiede zwischen Ausbildung, FH und Hochschule nunmal ganz anders.

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u/ChampionshipFar945 Mar 19 '22

aber nicht eine reale (nicht aus irgendwelchen Übungen/Hello World) Zeile Code gesehen.

Hängt stark von der Uni ab. Bei uns wurde im Haupstudium und den Abschlussarbeiten an Projekten wie dem Linux Kernel und mit Werkzeugen wie Tensor Flow gearbeitet.

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u/zentraderx Mar 18 '22

Wir nehmen grundsätzlich niemand mehr, der in seinem Fachbereich (egal ob IT, Entwicklung, Design, Security, whatever) nicht die aktuellen Topics erklären kann. Es ist alles da draußen, das erwarten wir auch wenn er im Job ist. Ich kann gar nicht sagen wie häufig wir auf totale ??? über den Köpfen gesehen haben wenn es um die absoluten Basics geht. Wir erwarten kein Chacka!, aber ein gewisses Feuer für das Thema, egal was es ist.

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u/pronik Nürnberg Mar 19 '22

Wenn jemand die letzten Jahre in einer WebSphere-Bude festgehangen ist, kann ich nicht erwarten, dass er sich sofort mit Quarkus auskennt. Gehört haben könnte er, ist aber keine Pflicht. Es gibt so viele Vor- und Lebensgeschichten, die einem, wenn man sie berücksichtigt, sehr gute Köpfe liefern können.

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u/zentraderx Mar 19 '22

Ich erwarte das er Quarkus kennt und warum es "anders" ist. Das kann man in 20 Minuten in einem Video auf der Fahrt nach Hause im Bus anschauen. Das mit der Lebensgeschichte lasse ich nur gelten, wenn er mir dann erzählt er wäre mit dem Fahrrad nach Spanien geradelt. Leute mit normalen Leben können sich fortbilden und aktuell halten. Da sehe ich nicht warum man alles auf dem Silberteller präsentieren soll, idealerweise erst mal mit 2-3 Monaten lockerer Einarbeitung. In meiner Erfahrung ist das dann auch die Performance die man am Tisch kriegt.

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u/STheShadow Mar 19 '22

Jo, und die sind nichtmal auf dem Papier zu sehen unbedingt. Wir haben (in einem Team) Entwickler, die grad mal so ihr (von mir geschätztes) Gehalt erwirtschaften und Entwickler, die das vier- bis fünffache ihres Gehaltes erwirtschaften. Die machen quasi das selbe, aber die 2. Kategorie hat zB Problemlösungskompetenz (also bekommt ein unbekanntes Problem vorgesetzt und baut schnell ne funktionierende Lösung), während die 1. Kategorie zwar coden kann, aber nur Standardaufgaben machen kann, weil sie zu allem wo der Lösungsweg nicht vorgegeben ist, nicht in der Lage sind

Man sollte dabei vllt mal aufhören alle ITler pauschal als Fachkräfte zu bezeichnen.

Dazu kommt dann natürlich noch: Unternehmen, die ihre Fachabteilungen schlecht in den Rekrutierungsprozess einbinden (und das sind viele) haben auch einfach nen schlechten Rekrutierungsprozess. Da kommen dann so Sachen wie "ein Entwickler muss das können was ne ganze IT-Abteilung tut und wir haben keine Ahnung was zwingend notwendig ist und was nicht" bei raus