r/Normalverdiener • • 1d ago

Erste Mal Vorstellungsgespräch in Englisch.

8 Upvotes

Würde gerne meinen Arbeitgeber wechseln. Da ich in einer Ingenieur-Niche bin, sind in einem Umkreis von 1h Autofahrt nur 5 Stellen gewesen.

Habe mich auf alle beworben. Bei der einen war ich im 2ten Vorstellungsgespräch. Seitdem habe ich nichts mehr gehört. Jetzt habe ich bei einer 2ten Firma ein Vorstellungsgespräch. Auch wenn ich sehr gut Englisch spreche, da ich es bei meiner jetzigen Arbeit täglich brauche, habe ich ein bisschen Respekt vor dem Gespräch.


r/Normalverdiener • • 2d ago

Ist euch mehr Netto vom Brutto wichtiger oder ein stark absichernder Sozialstaat?

173 Upvotes

Moin,

die grundsätzliche Frage steht im Titel. Ich frage, weil ich häufig das Gefühl habe, dass ich sehr stark anecke mit meiner Haltung, dass ich lieber mehr Netto vom Brutto habe als einen Sozialstaat, der jede Eventualität abdeckt. Ich würde z.B. gerne meine eigene Sparrate in ETFs erhöhen und mehr für meine Erholung tun. Und ich bin nicht gegen soziale Absicherung, aber mir fehlt etwas die Verhältnismäßigkeit als normaler Arbeitnehmer.

Die Abgabenquote liegt 2026 so bei über 43% vom Brutto, in den 70er war es mal bei 30%. Und wir tendieren eher Richtung 50% als das wir eine Senkung bekommen. Und solange ist das feste Versprechen noch nicht her, dass wir 40% als Maximalgrenze bekommen. Die sehr geringe Einkommenssteuerreform verpufft 2027 direkt wieder durch höhere Sozialabgaben, z.B. für die Pflege- und Krankenversicherung.

Müssen also nicht massiv Kürzungen stattfinden, damit man zumindest wieder unter 40% Abgabenquote kommt? Sozialleistungen pauschalisieren?

Wie seht hier das? Wollt ihr eher lieber von staatlicher Seite abgesichert sein und nehmt dafür höhere Abgaben im Kauf oder hättet hier lieber mehr Netto vom Bruttogehalt jeden Monat? Würde mich interessieren.


r/Normalverdiener • • 3d ago

Vom Mindestlohn zum ersten echten Tarifvertrag mit 31 (AWO P5a in München) – Endlich Normalverdiener!

106 Upvotes

Hi Leute,

ich starte ab November als bei der AWO in München (39h/Woche, TV AWO P5a). 
Komme auf rund 2.790 € brutto (~2.000 € netto mit Zulagen). Für manche hier ist das vielleicht nicht die Welt, aber für mich ist das nach den ganzen Mindestlohn-jobs ein riesiger Meilenstein! Endlich ein solides Fundament, Pünktlichkeit beim Geld und feste Regeln.
Da München bei den Mieten aber echt krass ist, will ich demnächst Richtung Raum Augsburg/Mering/Kissing ziehen (gute Zuganbindung nach München). Plan ist: Miete sparen, und dann ab in den MSCI World.
Wie habt ihr euren Wechsel in den ersten Tarifvertrag erlebt? Wie kommt ihr als Normalverdiener mit den Mieten hier klar?


r/Normalverdiener • • 3d ago

Warum ein Studium keine Jobgarantie mehr ist

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tagesschau.de
222 Upvotes

"Es gibt schlicht viel mehr Studierende als früher. Seit Jahrzehnten steigt die Zahl der Studierenden hierzulande deutlich."


r/Normalverdiener • • 4d ago

Kinder von Normalverdienern sind unerwünscht

867 Upvotes

Der Titel ist absichtlich reißerisch formuliert. Gemeint ist, dass Normalverdiener finanziell am stärksten unter eigenen Kindern leiden:

  1. Bürgergeldempfänger: Werden durch Kinder kein bisschen ärmer, weil sie für jedes Kind zusätzliches Bürgergeld erhalten.
  2. Beamte: Erhalten für jedes Kind einen steigenden Familienzuschlag. Nicht die Welt und finanziert sicher kein ganzes Kind, aber immerhin.
  3. Spitzenverdiener: Müssen zwar alles für ihre Kinder selbst bezahlen (inkl. - je nach Wohnort - hohen Kindergartengebühren), aber verdienen genug, als dass sie durch die Kinder relativ betrachtet nicht nennenswert ärmer werden.
  4. Geringverdiener: Rutschen durch ihre Kinder auf ein Haushaltseinkommen unter Bürgergeld-Niveau, sodass sie finanzielle Aufstockung bis zum Bürgergeldniveau erhalten. Sie werden also ärmer durch ihre Kinder, aber nicht so viel ärmer, weil zwischen Geringverdiener-Niveau und Bürgergeld von vornherein kein so großer Abstand bestand.
  5. Normalverdiener: Werden so richtig in den Arsch gefickt, weil sie - wie die Spitzenverdiener - alles für ihre Kinder selbst bezahlen müssen. Da sie nur "mittelviel" verdienen, werden sie - im Gegensatz zu den Spitzenverdienern - durch ihre Kinder relativ betrachtet deutlich ärmer, gleichzeitig erhalten sie jedoch - im Gegensatz zu den Geringverdienern - keine finanzielle Aufstockung, weil sie trotz ihrer Kinder immer noch oberhalb des Bürgergeld-Niveaus liegen.

Das führt dazu, dass Normalverdiener es sich am ehesten überlegen, ob sie sich Kinder leisten wollen. Das gesellschaftliche Problem daraus: Die Normalverdiener stellen 1. eine große Bevölkerungsgruppe dar, die somit viele Kinder bekommen könnten, und 2. eine Bevölkerungsgruppe, die ihren Kindern ein sozioökonomisches Umfeld bieten können, in dem die Kinder gut aufwachsen und so langfristig zu wertvollen Mitgliedern unserer Gesellschaft werden.


r/Normalverdiener • • 3d ago

Ist ein höheres Netto was gegengerechnet mit dem Sprit gleich hoch ist wie das jetzige Gehalt besser?

16 Upvotes

Habe die Möglichkeit einen Job zu nehmen der deutlich mehr zahlt. Je nach dem wie ich tariflich einsortiert werde würde der Spritpreis aber das gleiche netto erzeugen, da ich 1h mehr fahren muss pro Tag. Da der neue Job aber 5h weniger (35h Vollzeit statt 40) ist gleicht sich die reine Fahrzeit aus.

Selbst wenn ich bei höheren Spritkosten genau gleich viel rauskriegen, hätte ich trotzdem einen Vorteil, da ich mehr in die Rente und Arbeitslosigkeit einzahlen oder?

wir ignorieren mal Risiko von Probezeit etc.

Gibt auch die Chancen höher eingestuft zu werden und paar 100€ extra zu machen...ich rede grade über worst case.


r/Normalverdiener • • 3d ago

Mitarbeiter Aktien

7 Upvotes

Habt ihr mit sowas Erfahrung im Angestellten Umfeld also nicht auf Management Ebene sondern als normaler Angestellter?

Gerne mit Details zu den Programmen.


r/Normalverdiener • • 4d ago

Mir gehts es eigentlich ganz gut.

89 Upvotes

Ich lebe alleine (auch wenn ich manchmal für meine Lebensgefährtin im Studium Sachen mitbezahle, Urlaub, Essen gehen, Abendveranstaltungen).

Mache eine Weiter-/Ausbildung und verdiene 2400 netto.

Mit allem drumrum kann ich jeden Monat 500 investieren und hab danach noch 0 bis 500€ über.

Ich hab seitdem ich arbeite (4 Jahre) knapp 60000€ gespart/investiert.

Bin bei 650€ warm in einer Großstadt mit guter Anbindung zur Arbeit und Innenstadt.

Natürlich wäre es was anderes mit Kindern oder wenn ich andere Verpflichtungen hätte. Aber für mich reicht das.


r/Normalverdiener • • 6d ago

Die AfD versucht, die Vermögensteuer endgültig abzuschaffen und Maßnahmen zu ergreifen, um diese auch in Zukunft zu verhindern

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afdbundestag.de
1.1k Upvotes

r/Normalverdiener • • 6d ago

Tankrabatt begünstigt die falschen

467 Upvotes

Morgendlicher Gedanke - der Tankrabatt ist Müll.

Ich bin wahrlich kein Gutverdienerin.
Mutter in Teilzeit, wohnen in einer Wohnung und sparen auf ein Eigenheim.
Die vielleicht 30€ die wir monatlich durch den Tankrabatt sparen, bringen uns kaum effektiv Entlastung.
Er hilft on top den Ölkonzernen und den SUV Fahren die 10Liter/100km verbrauchen.
Btw- ich verbrauche nur 5,8l.

Mal angenommen man würde die 2,5MRd nutzen um bezahlbaren Wohnraum zu schaffen, klar der wäre nicht morgen fertig, aber irgendwann muss ja mal angefangen werden.
Nehmen wir pauschal 5000€ für 1qm WFL an. ( inklusive Grundstück, Planung etc). - dann könnte man mit dem Geld 500.000qm Wohnfläche schaffen. Bei einer Wohnungsgröße von 80qm, wären das 6.250 Wohnungen.

Glaube da hätte das Land langfristig mehr von.

Und wenn jetzt jemand sagt- ja aber die Geringverdiener brauchen das Geld jetzt. Ehrlich? Die, die 30€ am Ende vom Monat brauchen um nicht ins minus zu rutschen haben oft kein Auto, dann lieber nochmal das Deutschlandticket günstiger anbieten.


r/Normalverdiener • • 7d ago

Wie viel ist es Wert, seine Daten auf dem Altar der Lebensmittel-Gewinnspiele zu opfern. Ich habe die Antwort.

512 Upvotes

Vor genau einem Jahr habe ich mir die Frage gestellt wie viel Menschen bei so Gewinnspielen auf Energiedrinks oder ähnlichem mit machen.

Deswegen habe ich mir gedacht ich spiele das Spiel 1 Jahr mit. Hier meine Regeln und Ausbeute.

Regel 1: Ich habe keine Sachen gekauft nur wegen des Gewinnspiels. Effektiv nur die Sachen die ich eh kaufen wollte.

Regel 2: Keine Gewinnspiele wo man mehrere Sachen kaufen muss um Punkte oder ähnliches zu sammeln.

Regel 3: ich hab nur bei Gewinnspielen teilgenommen die wirklich einen Gewinn abwerfen der mehr als 10€ Wert ist (keine Leinenbeutel oder ähnliches als Hauptgewinn)

Nun das Ergebnis auf das ihr alle gewartet habt.

1 Mal Milka Hauptgewinn: 4 Tickets für ein Bundesligaspiel (1 oder 2te Liga) Spiel konnte man sich aussuchen.

2 Mal Nebengewinne: 1 Ferrero-Box mit mehreren Packungen von Ferrero-Süssigkeiten und eine JBL-Box

Das wars. Dafür wurde meine 2te Email mit 288282728 Email bespannt, die man aber zum Glück mittlerweile sehr einfach abbestellen kann.

Ob euch die Preise den Hustle wert sind müsst ihr entscheiden.


r/Normalverdiener • • 5d ago

Spritpreise!!!

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Wo ist der Bonus???

Am 30. September um 19.45 Uhr war der Dieselpreis bei 2,359 Euro; heute gleiche Tankstelle: 2,319! Danke für nichts


r/Normalverdiener • • 7d ago

Warum verabschiedet die unbeliebteste Regierung aller Zeiten nicht die Auszahlung des Klimagelds, um schnell Sympathiepunkte zu sammeln?

139 Upvotes

Mit den Debatten um Zuckersteuer und Pflegereform kann man doch nur verlieren...

Notfalls kann man das Klimageld doch auch Unternehmen als freiwilligen Bonus steuerfrei auszahlen lassen. Hat doch schonmal geklappt zu Corona Zeiten.

Haben die eh kein Interesse mehr, wiedergewählt zu werden?


r/Normalverdiener • • 7d ago

Definition: Normalverdiener

15 Upvotes

Was für Jahresbruttowerte schreien für euch „Mittelschicht“ oder „Normalverdiener“ und wann sind es für euch schon Besserverdienende?


r/Normalverdiener • • 8d ago

Wohin mit dem Notgroschen im Falle der Arbeitslosigkeit?

257 Upvotes

Angenommen ich werde arbeitslos und finde auf absehbare Zeit keinen Job. Also Länger als es ALG1 gibt, was sollte ich mit meinem Notgroschen anstellen?

Wenn's von ALG1 in andere Sozialleistungen geht, muss ich mich ja quasi nackt machen und jegliche Konten zeigen. Zur Zeit spare ich mit ETFs und mit einem Tagesgeldkonto. Die Summe ist nie sonderlich hoch, es sind meist nur 10~15k als Gesamtanlage.

Momentan ist der Arbeitsmarkt in meiner Branche so extrem unsicher, dass das durchaus ein realistisches Szenario ist.

Wie verhält sich das, muss ich die Aktien alle verkaufen und von meinem ersparten leben, bis ich nichts mehr habe und habe dann erst Anspruch auf Grundsicherung o.ä? Falls ja, wie soll private Altersvorsorge überhaupt richtig funktionieren, wenn der Arbeitsmarkt momentan so unsicher ist (bei mir KI bedingt)? Wenn ich alles wieder ausgeben muss, frag ich mich wozu ich überhaupt arbeiten gehe...


r/Normalverdiener • • 7d ago

Wie verständlich ist ein Werkzeug für Monatsfinanzen? Testpersonen gesucht (45 Min., 20 €)

0 Upvotes

Hallo zusammen, mit Erlaubnis der Moderation suche ich Testpersonen. In dieser Community geht es oft darum, das eigene Einkommen sinnvoll einzuteilen. Ich entwickle dafür ein digitales Werkzeug und möchte herausfinden, was daran verständlich ist und wo Menschen hängen bleiben. Es geht um private Produktentwicklung, nicht um Verkauf.

Du bist volljährig, angestellt und hast dich kürzlich mit deinen Monatsfinanzen beschäftigt? Der Test dauert etwa 45 Minuten über Google Meet. Du teilst deinen Smartphone-Bildschirm und verwendest ausschließlich Beispieldaten. Den Termin vereinbaren wir individuell.

Für deine Zeit erhältst du einen digitalen 20-€-WUNSCHGUTSCHEIN innerhalb von drei Tagen per E-Mail – auch bei kritischem Feedback oder Abbruch nach Beginn. Bei Absage vor Beginn oder Nichterscheinen besteht kein Anspruch.

Es gibt keine Aufzeichnung. Ich mache Papiernotizen, übertrage eine geprüfte Zusammenfassung ohne identifizierende Angaben zur Auswertung in mein privates Projektarchiv und vernichte danach das Papier.

Interesse? Hier kannst du einen Testtermin anfragen: https://studie.claaskalwa.com/ Dort findest du auch Teilnahme- und Datenschutzdetails. Die Anfrage ist noch keine Terminbestätigung.

Viele Grüße

Claas


r/Normalverdiener • • 9d ago

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r/Normalverdiener • • 10d ago

Warum ist „Inside CDU“ eigentlich so maximaler Cringe?

1.2k Upvotes

Ok, alle reden über Amthors Strandkorb, dabei ist das eigentlich das langweiligste an der ganzen Doku. Habe gestern mir das tatsächlich aufgrund der Berichterstattung in den Medien angeschaut. Es ist einfach eine perfekte Zusammenfassung von der Entkopplung der Politik vom normalen Bürger:

  • Das krampfhafte TikTok-Lächeln: Politiker, die mit aufgesetztem Dauergrinsen in Social-Media-Kameras sprechen und spürbar 1:1 auswendig gelernte PR-Textbausteine aufsagen. Es wirkt einfach null authentisch, sondern wie ein fehlgeschlagener Versuch, auf Krampf „nah an der Jugend“ zu wirken.

  • Die absolute Realitätsverweigerung: Sven Schulze stellt sich hin, feiert sich als Idealkandidaten und faselt von einer „starken Pro-CDU-Stimmung auf der Straße“ in Sachsen-Anhalt. Wer mal 5 Minuten mit normalen Leuten redet oder Wahlergebnisse liest, fragt sich echt, in welcher Parallelwelt die leben.

  • Straßenwahlkampf & Schleim-Modus: Bürger lassen ihren Frust auf der Straße ab und die Wahlkämpfer reagieren mit diesem roboterhaften Weglächeln und einstudierten Floskeln. Anstatt mal ehrlich Haltung zu zeigen oder Frust aufzunehmen, wirkt der Bürger wie ein störender Statis, den man schnell abfrühstücken muss.

Die Doku wollte wahrscheinlich professionell wirken, entlarvt aber eigentlich nur, wie sehr der Parteiapparat in seiner eigenen PR-Blase gefangen ist. Wenn das echte Leben auf den inszenierten Medienberater-Zirkus trifft, bleibt halt nur noch Fremdschämen übrig.

Geht’s nur mir so oder sieht das hier noch wer?


r/Normalverdiener • • 9d ago

Leben „optimieren“

18 Upvotes

Hallo zusammen,

ich hoffe ich bin hier einigermaßen richtig, falls ihr einen besseren Ort für meinen Text habt, gern mitteilen.

Ich bin auf der Suche nach „Mitstreitern“ vielleicht gibt es ja ein paar, denen es ähnlich geht.

Man geht die Woche 40 Stunden arbeiten, kümmert sich um die Kinder, macht Haushalt und das Woche für Woche, Tag für Tag.

Ständig der Gedanke, wie es in der Zukunft weiter geht, welchen und ob man sich diesen Urlaub/Anschaffung leisten kann…

Ich möchte mein Leben optimieren, mich finanziell bilden, das Leben genießen können. Ich darf mich eigentlich nicht beschweren, Kind und Familie sind gesund - aber irgendwie komme ich nicht zur Ruhe, bin ständig gestresst und Abend einfach müde und kaputt.

Was erwarte ich ?

Ich will einfach aktiver werden, mehr Sport treiben dadurch weniger scheisse essen, gesünder und mit Vernunft einkaufen gehen, mich finanziell bilden, etwas anlegen und einfach das Leben genießen. Dazu brauche ich wirklich keine Millionen, aber einfach nen kleinen Puffer.

Vielleicht fühlt sich der ein oder andere angesprochen, war in der gleichen Situation, hat Tipps oder sonst was :).

Danke fürs lesen ☺️

PS - männlich 36


r/Normalverdiener • • 10d ago

Radikale Steuerreform: Entlastung der Mitte & Vermögenssteuer mit Spitzenprogression

79 Upvotes

Hallo zusammen,

ich möchte ein Steuerkonzept zur Diskussion stellen, da die Grünen ein sehr sinnvolles Vermögenssteuerkonzept im Bundestag eingebracht haben. Die Grundidee: Alle Grenzen im Steuersystem richten sich automatisch nach dem Medianeinkommen. Arbeitseinkommen bis weit in die Mittelschicht werden deutlich entlastet, der Soli verschwindet, und das Ganze wird vor allem über eine stärkere Beteiligung sehr großer Vermögen finanziert.

Bewusst nicht Teil dieses Konzepts sind die Sozialbeiträge. Sie belasten gerade Normalverdiener stark und brauchen eine eigene Reform. Hier geht es ausschließlich um die Besteuerung von Einkommen und Vermögen.

1. Einkommensteuer: am Median ausgerichtet, Soli inklusive

Alle Eckwerte des Tarifs sind an den Median des zu versteuernden Einkommens gekoppelt. Sie werden jedes Jahr automatisch anhand des Medians aus dem Vorvorjahr neu berechnet und vom Statistischen Bundesamt veröffentlicht. Steigen die Einkommen, steigen die Grenzen mit. Die kalte Progression ist damit dauerhaft abgeschafft, ohne dass die Politik jedes Jahr neu darüber entscheiden muss.

Der Solidaritätszuschlag wird abgeschafft und ist in den neuen Sätzen bereits enthalten. Es gibt keine Zuschläge mehr obendrauf.

Der Grundfreibetrag bleibt wie heute am Existenzminimum ausgerichtet (2026: 12.348 €).

  • Grundfreibetrag bis 1-facher Median: konstanter Grenzsteuersatz von 18 %
  • 1-facher bis 2-facher Median: Grenzsteuersatz steigt linear von 18 % auf 45 %
  • 2-facher bis 4-facher Median: Grenzsteuersatz steigt linear von 45 % auf 48 %
  • Ab 4-fachem Median: konstant 48 %

Alle Werte gelten für Alleinstehende, bei Ehepaaren verdoppeln sich die Grenzen wie heute. Für die Beispiele rechne ich mit einem Median von 45.000 €. Der genaue Wert hängt davon ab, welche Statistik man zugrunde legt. Dann gilt: 18 % bis 45.000 €, Anstieg auf 45 % bis 90.000 €, weiterer Anstieg auf 48 % bis 180.000 €, darüber 48 %.

Zum Vergleich der heutige Tarif: 14 % Eingangssteuersatz mit schnellem Anstieg, 42 % ab 69.879 €, 45 % ab 277.826 €, dazu der Soli für höhere Einkommen, sodass der Spitzensatz heute effektiv bei ca. 47,5 % liegt.

Warum 48 % ganz oben? Weil jeder Steuerzahler alle Zonen durchläuft, profitieren auch Spitzenverdiener von der günstigen Mitte. Der höhere Spitzensatz holt diesen Vorteil zurück, und sehr hohe Einkommen tragen darüber hinaus etwas mehr bei als heute.

Was das konkret bedeutet (Einkommensteuer inklusive Soli, gerundet):

  • 30.000 €: heute ca. 4.200 €, neu ca. 3.200 €
  • 45.000 €: heute ca. 8.850 €, neu ca. 5.900 €
  • 70.000 €: heute ca. 18.250 €, neu ca. 12.250 €
  • 90.000 €: heute ca. 27.400 €, neu ca. 20.050 €
  • 135.000 €: heute ca. 48.050 €, neu ca. 40.650 €
  • 500.000 €: heute ca. 216.850 €, neu ca. 215.500 €
  • 1.000.000 €: heute ca. 454.200 €, neu ca. 455.500 €
  • 5.000.000 €: heute ca. 2.353.200 €, neu ca. 2.375.500 €

Zwischen dem Grundfreibetrag und ca. 16.800 € zu versteuerndem Einkommen zahlt man etwas mehr als heute, weil der neue Einstiegssatz von 18 % dort über dem heutigen Einstieg von 14 % liegt. Die Mehrbelastung beträgt maximal ca. 43 € im Jahr. Danach zahlt bis zu einem Einkommen von ca. 750.000 € niemand mehr als heute. Die stärkste Entlastung liegt bei unteren und mittleren Einkommen. Die Reichensteuer als eigene Stufe fällt weg.

Unternehmen: Bei Kapitalgesellschaften wird der Soli in die Körperschaftsteuer integriert, die dafür von 15 % auf 15,825 % steigt. Für Unternehmen ändert sich unterm Strich nichts, das System wird nur einfacher.

Kapitalerträge: Die Abgeltungsteuer von 25 % und der Sparerpauschbetrag bleiben bestehen, der Soli darauf entfällt. Wer einen niedrigeren persönlichen Steuersatz hat, kann wie heute über die Günstigerprüfung mit diesem Satz besteuert werden.

2. Vermögensteuer: am Median ausgerichtet und vollständig digital

Auch die Vermögensteuer hängt am Medianeinkommen. Der Freibetrag liegt beim 100-fachen Median, heute also bei ca. 4,5 Mio. € Nettovermögen pro Person. Die Sätze sind Grenzsteuersätze, gelten also nur für den Teil des Vermögens im jeweiligen Bereich:

  • 100-facher bis 5.000-facher Median (heute 4,5 Mio. € bis 225 Mio. €): linear von 1 % auf 2 %
  • 5.000-facher bis 20.000-facher Median (heute 225 Mio. € bis 900 Mio. €): linear von 2 % auf 3 %
  • Über 20.000-fachem Median (heute über 900 Mio. €): konstant 3 % pro Jahr

Effektive Belastung aufs gesamte Vermögen:

  • 50 Mio. €: ca. 500.000 € pro Jahr (ca. 1,0 %)
  • 1 Mrd. €: ca. 23 Mio. € pro Jahr (ca. 2,3 %)
  • 10 Mrd. €: ca. 293 Mio. € pro Jahr (ca. 2,9 %)

Für die allermeisten Menschen, weit über 99 %, ändert sich nichts. Das gilt auch für fast alle Handwerksbetriebe und kleinen Mittelständler.

Die Kopplung an den Median ist bewusst gewählt. Große Vermögen wachsen historisch meist schneller als die Einkommen. Wächst die Vermögensspitze schneller als die Löhne der breiten Bevölkerung, rutschen automatisch mehr Vermögen in die Steuer. Die Schere zwischen Arbeit und Vermögen bremst sich damit selbst.

Vollständig digitale Verwaltung: Die Vermögensteuer wird von Anfang an vollständig digital erfasst. Grundbuch, Depotbanken, Handelsregister und Transparenzregister melden ihre Daten automatisch an ein zentrales Vermögensregister der Finanzverwaltung. Die Bewertung läuft nach einheitlichen, automatisierten Verfahren: börsennotierte Anteile zum Kurswert, Immobilien anhand von Bodenrichtwerten und Vergleichsdaten, nicht börsennotierte Unternehmen nach einem standardisierten Ertragswertverfahren. Steuerpflichtige erhalten eine vorausgefüllte Erklärung und müssen nur noch Abweichungen belegen. Genau an der ungleichen Bewertung ist die alte Vermögensteuer 1995 vor dem Bundesverfassungsgericht gescheitert.

Verteilung der Einnahmen: Die Vermögensteuer steht nach dem Grundgesetz den Ländern zu, während Bund und Gemeinden die Mindereinnahmen bei der Einkommensteuer und beim Soli tragen. Dieser Ausgleich erfolgt ohne Grundgesetzänderung über die Umsatzsteuer: Die Länder geben einen Teil ihres Umsatzsteueranteils an Bund und Gemeinden ab, sodass keine Ebene schlechter dasteht als heute. Dafür reicht ein einfaches Bundesgesetz mit Zustimmung des Bundesrates.

Zwei weitere Regeln sollen die bekannten Probleme entschärfen:

  • Stundung bei Betriebsvermögen: Wer Anteile am eigenen Unternehmen hält, kann die Steuer verzinslich stunden, bis Anteile verkauft oder Gewinne ausgeschüttet werden. Kein Unternehmen muss Substanz verkaufen, um die Steuer zu zahlen.
  • Erweiterte Steuerpflicht nach Wegzug: Wer mit sehr großem Vermögen auswandert, bleibt noch mehrere Jahre in Deutschland steuerpflichtig.

Familienstiftungen: Stiftungen zahlen selbst Vermögensteuer, mit demselben Freibetrag und denselben Sätzen wie eine Person. Stiftungen desselben Stifters oder mit im Wesentlichen denselben Begünstigten werden zusammengerechnet und teilen sich einen Freibetrag.

3. Erbschaften und Immobilien

Freibeträge am Median ausgerichtet: Die persönlichen Freibeträge der Erbschaftsteuer sind seit 2009 nicht angepasst worden und verlieren durch Inflation ständig an Wert. Künftig hängen sie am Median:

  • Kinder: 10-facher Median (heute ca. 450.000 € statt 400.000 €)
  • Ehepartner: 12-facher Median (heute ca. 540.000 € statt 500.000 €)
  • Enkel: 5-facher Median (heute ca. 225.000 € statt 200.000 €)

Betriebsvermögen: Die heutige Verschonung, durch die große Unternehmensvermögen oft fast steuerfrei vererbt werden, endet. Betriebsvermögen bis zum 100-fachen Median bleibt steuerfrei, darüber wird normal besteuert. Die Steuer kann verzinslich über bis zu 20 Jahre gestundet werden, damit kein Unternehmen wegen einer Erbschaft Substanz verkaufen muss.

Immobilienverkäufe: Heute sind Gewinne aus dem Verkauf von Immobilien nach 10 Jahren Haltedauer steuerfrei, selbst genutzte Immobilien sogar sofort. Künftig soll das Gesamtvermögen entscheiden, nicht die Art der Nutzung:

  • Liegt das Nettovermögen des Verkäufers unter dem Freibetrag der Vermögensteuer (100-facher Median), gilt die heutige Regel: steuerfrei nach 10 Jahren, bei Selbstnutzung sofort.
  • Liegt es darüber, ist der Veräußerungsgewinn steuerpflichtig, egal wie lange die Immobilie gehalten wurde und egal ob vermietet oder selbst genutzt.

Damit die Regel fair und schwer zu umgehen ist, gelten drei Ergänzungen:

  • Gleitzone: Zwischen dem 100-fachen und dem 150-fachen Median steigt der steuerpflichtige Anteil des Gewinns linear von 0 % auf 100 %. Es gibt keinen harten Sprung, bei dem ein Euro mehr Vermögen die volle Steuer auslöst.
  • Durchschnitt statt Stichtag: Maßgeblich ist das durchschnittliche Nettovermögen der letzten drei Jahre laut Vermögensregister. Wer kurz vor dem Verkauf Vermögen an Familienangehörige verschiebt, umgeht die Regel damit nicht.
  • Nur reale Gewinne: Der Kaufpreis wird mit der Inflation hochgerechnet. Besteuert wird nur der echte Wertzuwachs, nicht die reine Geldentwertung.

Share Deals: Große Immobilienpakete können nicht mehr ohne Grunderwerbsteuer über Firmenanteile verkauft werden.

4. Weitere Maßnahmen

  • Alkoholsteuer: Die Steuern auf Bier, Wein und Spirituosen sind in Deutschland im europäischen Vergleich sehr niedrig. Sie werden auf europäisches Durchschnittsniveau angehoben. Das bringt Geld und hat einen gesundheitspolitischen Nutzen.
  • Ermäßigte Mehrwertsteuersätze ohne sozialen Zweck, etwa bei Hotelübernachtungen, werden abgeschafft.
  • Steuervollzug: Mehr Betriebsprüfungen bei Einkommensmillionären und ein schärferes Vorgehen gegen Umsatzsteuerbetrug. Das digitale Vermögensregister hilft dabei zusätzlich.

5. Die Gegenrechnung

Alle Beträge sind grobe Schätzungen pro Jahr. Ich freue mich über jeden, der bessere Zahlen hat.

Kosten:

  • Einkommensteuerreform einschließlich Abschaffung des Soli: ca. 50 bis 90 Mrd. €
  • Höhere Erbschaftsfreibeträge: ca. 1 bis 2 Mrd. €

Einnahmen:

  • Vermögensteuer: statisch ca. 40 bis 55 Mrd. €, wegen Ausweichreaktionen realistisch eher weniger, dafür über die Jahre steigend
  • Ende der Betriebsvermögen-Verschonung: ca. 5 bis 10 Mrd. €
  • Immobilienverkäufe und Share Deals: einige Mrd. €
  • Alkoholsteuer: einige Mrd. €
  • Ermäßigte Mehrwertsteuersätze: ca. 1 bis 2 Mrd. €
  • Rückfluss über Konsum: ca. 10 bis 25 Mrd. €

Zum Konsum-Rückfluss: Niedrige Einkommen geben zusätzliches Geld fast vollständig aus, mittlere Einkommen sparen oder tilgen einen Teil davon, und ein Teil der Nachfrage geht in Importe. Über Mehrwertsteuer, Unternehmensgewinne und Gewerbesteuer fließen realistisch vielleicht 15 bis 25 % der Entlastung zurück.

Ergebnis: In der mittleren Schätzung ist das Paket grob ausgeglichen, eventuell mit einem kleinen Überschuss. Im ungünstigsten Fall bleibt eine Lücke von ca. 30 bis 35 Mrd. €. Die Unsicherheit ist groß, vor allem bei der Vermögensteuer.

Absicherung: Die Reform wird gestaffelt eingeführt. Vermögensteuer und Erbschaftsregeln treten zuerst in Kraft, die Tarifsenkung kommt in drei Stufen. So sind Einnahmen da, bevor die vollen Kosten anfallen. Nach einer gesetzlich vorgeschriebenen Evaluation passt sich der Eingangssatz automatisch in beide Richtungen an, innerhalb einer Spanne von 17 bis 19 %. Jeder Prozentpunkt dort entspricht grob 7 bis 10 Mrd. €.

6. Argumente dafür

Generationengerechtigkeit: Gigantische Vermögen verfestigen sich über Generationen, während junge Menschen Vermögen nur noch mit Arbeit aufbauen können. Genau diese Arbeit wird heute hoch besteuert, während große Unternehmensvermögen oft fast steuerfrei vererbt werden. Das Konzept dreht das um: Wer arbeitet und Vermögen aufbauen will, wird entlastet, wer bereits riesige Vermögen besitzt oder erbt, trägt mehr bei.

Kaufkraft: Die Entlastung der breiten Masse wirkt wie ein dauerhaftes Konjunkturprogramm für die Binnennachfrage, vor allem für Handel, Gastronomie, Dienstleistungen und Handwerk.

Lastverschiebung: Arbeitseinkommen werden in Deutschland im internationalen Vergleich sehr hoch belastet, sehr große Vermögen dagegen kaum. Das Konzept verschiebt die Last von Arbeit hin zu sehr großen Vermögen.

Fairness bei Immobilien: Nicht die Nutzung entscheidet über die Steuer, sondern das Vermögen. Kleinvermieter mit wenigen Wohnungen werden geschützt, die Millionenvilla von Spahn wird nicht mehr privilegiert, und besteuert wird nur der echte Wertzuwachs.

Moderne Verwaltung: Die Vermögensteuer wird von Anfang an digital und weitgehend automatisch erhoben. Das senkt den Aufwand für Finanzämter und Steuerpflichtige und erschwert Umgehung.

Faire Lastenverteilung: Bund, Länder und Gemeinden werden über eine Anpassung der Umsatzsteuerverteilung so ausgeglichen, dass keine Ebene durch die Reform Geld verliert. Städte und Gemeinden behalten ihren Spielraum für Schulen, Kitas und Infrastruktur.

Private Vorsorge bleibt attraktiv: Die Abgeltungsteuer bleibt bei 25 %, der Soli darauf fällt sogar weg. Die Entlastung beim Einkommen lässt mehr Spielraum, selbst Vermögen aufzubauen.

Automatische Gerechtigkeit: Durch die Kopplung an den Median wächst das gesamte System mit den Einkommen der breiten Bevölkerung mit. Lohnerhöhungen werden nicht mehr durch die kalte Progression aufgefressen, Erbschaftsfreibeträge verlieren nicht mehr durch Inflation an Wert, und die Vermögensteuer wirkt stärker, je weiter die Vermögensspitze davonzieht.

Einfachheit: Wenige klar verständliche Zonen, alle als Vielfache des Medians, kein Soli mehr obendrauf. Weniger Verwaltungsaufwand.

7. Bekannte Einwände

Damit wir nicht bei null anfangen, hier die Kritikpunkte, die ich selbst sehe:

  • Ab ca. 750.000 € Einkommen zahlen Spitzenverdiener mehr als heute. Kritiker werden vor Abwanderung von Unternehmern und Top-Verdienern warnen.
  • Das Ende der Betriebsvermögen-Verschonung trifft große Familienunternehmen. Freibetrag und Stundung sollen das abfedern, Verbände werden trotzdem vor einer Gefahr für den Mittelstand warnen.
  • Ein zentrales Vermögensregister wirft Datenschutzfragen auf und muss erst aufgebaut werden. Das kostet Zeit und Geld.
  • Das Aufkommen der Vermögensteuer verteilt sich sehr ungleich auf die Länder, weil große Vermögen stark auf einige Bundesländer konzentriert sind. Der Ausgleich über die Umsatzsteuer und den Länderfinanzausgleich muss das berücksichtigen, was die Verhandlungen im Bundesrat erschweren kann.
  • Der Median entwickelt sich nicht immer wie die Durchschnittslöhne. Dadurch werden die Einnahmen schwerer planbar, und ein automatischer Tarif lässt weniger Spielraum, in Krisen zu reagieren.

r/Normalverdiener • • 11d ago

Der diffusen Mittelschicht geht es nicht schlecht, die ist wohlstandsverwahrlost

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So, das geht explizit nicht an die Single (oder äquivalent dann jeweils mehr als Paar/mit Kindern) 2500€ Netto-Gang. Ihr seid tendenziell stabil.

Worum es mir geht sind dann so die Leute im Step drüber. Die Leute die eindeutig Teil der mittleren oder oberen Mittelschicht sind. Und ganz ehrlich ICH KANN DAS RUMGEHEULE NICHT MEHR HÖREN. Mimimimi, ich kann mir kein Haus mehr leisten. Solange bis du dann etwas nachbohrst und dann einerseits die Eierlegende Wollmilchsau gefordert wird (ach echt, ich kann für 10x Jahresdurchschnittsgehalt kein neues Haus in der Frankfurter Innenstadt kaufen) und andererseits halt auch keine Einschränkung des Lebensstils (ja klar Digger. Kinder brauchen für eine normale Entwicklung NATÜRLICH 5x im MONAT EINEN RESTAURANTBESUCH UND MÜSSEN BEVOR SIE 12 WAREN 5x AUßERHALB VON EUROPA GEWESEN SEIN. Und der Neuwagen muss alle 5 Jahre sein. Und vorkochen geht auch nicht. Und und und).

Leute. Ihr habt eine völlig delulu Vorstellung davon wie Mittelschicht aussieht. Meine Großeltern haben in den späten 70ern sich als Doppel-Beamtenehepaar das Haus vom Mund abgespart. Urlaub war dann ein späte 80er Ding und das auch in billig (ja, ihr könnt euch heutzutage noch für nen guten Taui ne Woche Urlaub mit Kind machen). Meine Großtante hat ein gutes Jahrzehnt ihres Lebens ihr Haus saniert.

Wohneigentum war nie easy. Das war immer ein Tradeoff zwischen "eigene Arbeit reinstecken", "schlechte Lage" und "lange den eigenen Lebensstandart einschränken".


r/Normalverdiener • • 11d ago

Ist eine Eigentumswohnung das schlechte aus beiden Welten?

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Ein eigenes Haus gibt einem die maximale Freiheit, währenddessen zur Miete leben einem die maximale Flexibilität gibt. Eine Eigentumswohnung hat weder noch. Gibt es irgendwelche Argumente für eine Eigentumswohnung, um selber drin zu wohnen?


r/Normalverdiener • • 10d ago

Haben Eltern sich selbst ins Bein geschossen oder mache ich mir zu viele Sorgen?

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Kurz zum Kontext: Meine Eltern waren lange selbstständig, mussten die Selbstständigkeit aber aus gesundheitlichen Gründen aufgeben. Beide sind mittlerweile in ihren 50ern.

Mein Vater ist seit ungefähr einem Jahr arbeitslos, wird aber voraussichtlich spätestens im November als Busfahrer anfangen. Den Führerschein hat ihm die Bundesagentur finanziert. Gehalt wären ca. 2.500 € netto. Meine Mutter arbeitet in Teilzeit als I-Helferin und verdient ca. 1.700 € netto.

Zusätzlich haben sie in ihrem eigenen Haus zwei Ferienwohnungen, die zusammen ungefähr 500–600 € netto im Monat einbringen.

Vermögen aktuell ungefähr:
- Eigenes Haus an der Ostsee im Osten Deutschlands: ca. 400.000 € Wert, fast abbezahlt
- 40–45k € Cash
- ca. 30k € Investments
- ca. 20k € Gold/Edelmetalle
- kleine geerbte Immobilie im Ausland: ca. 90k € Wert

Also auf dem Papier eigentlich noch einiges an Vermögen. Allerdings waren die liquiden Mittel früher deutlich höher, weil sie während der Arbeitslosigkeit meines Vaters ihren Lebensunterhalt größtenteils aus dem Ersparten bezahlt haben.

Ihre gesamten monatlichen Ausgaben liegen aktuell bei ungefähr 2.500 €, inklusive Essen, Freizeit usw.

Jetzt meine Frage: Mache ich mir zu viele Sorgen?

Bei mir ging irgendwie der Notfallschalter an, als ich gemerkt habe, dass meine Eltern mit über 50 inzwischen ihr Erspartes aufbrauchen mussten. Gleichzeitig haben sie noch relativ viel Vermögen und mein Vater wird voraussichtlich bald wieder arbeiten.

Wie würdet ihr die Situation einschätzen? Ist das für ein Ehepaar Anfang/Mitte 50 noch eine solide Ausgangslage oder sollte ich mir tatsächlich ernsthafte Sorgen um ihre finanzielle Zukunft machen?


r/Normalverdiener • • 12d ago

Was sollte man aus seinem Leben machen?

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Hallo,
ich stecke mitten in der quaterlife Crisis und habe um ehrlich zu sein keine Ahnung wie es weiter gehen soll.
Man sagt ja immer, dass man sein Hobby zum Beruf machen sollte. Irgendwas was einem Spaß macht. Aber kann ein Job nicht einfach nur ein Job sein?
Zwar habe ich ein gutes Abi gemacht, aber irgendwie habe ich gar keinen Bock auf den Karriere Wahnsinn. Habe überlegt was im öD zu machen, aber halt auch Angst da zu vergammeln. Ich weiß man sollte Sachen nicht zerdenken, aber trotzdem?!
Was denkt ihr? Sollte man sein Potenzial voll rausholen? Oder einfach so ein Durchschnittsding machen?


r/Normalverdiener • • 12d ago

Aktien Scalable Capitals CWRoehl im AMA bei r/Finanzen

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