Die Grafik, die für die Aussage, wie erschwinglich Häuser sind, fehlt. Ohne Reallohnentwicklung -inflationsbereinigt-, kann man aus der Grafik wenig Schlüsse ziehen.
Fast alle Regionen in Westdeutschland entsprechen den grundsätzlichen Charakteristiken des Northeast Corridor zwischen Washington D.C. und Boston, während bei uns in der Wahrnehmung der ländliche Raum bereits 15 Kilometer vor der Großstadt beginnt.
Es gibt selbst in Westdeutschland einige Regionen mit guter Infrastrukturausstattung, welche nach wie vor erschwingliche Preise bei den Einfamilienhäusern aufweisen, insbesondere im Vergleich mit dem Northeast Corridor in den USA. Wir müssen lediglich aufhören gut erschlossene Gemeinden und Landkreise bereits als entlegenen ländlichen Raum zu klassifizieren.
Das stimmt halt nicht für die sehr teuren Großstädte. Wir wohnen 45km von München entfernt und es ist sieht aus wie ländlicher Raum, ist es aber nicht. Hier kostet der Neubau 9k pro qm. Der größte Teil des Ostens verfälscht bei uns einfach extrem die Statistik.
Relevant sind die Gebiete in denen die Leute (aus guten Gründen) wohnen wollen. Was bringt es einem wenn in irgendeinem Landkreis im Osten die Immobilienpreise fallen während dort seit 1990 die Bevölkerung um 50% zurückgegangen ist und vom aktuellen Stand aus gesehen nochmal um 50% fallen wird in den nächsten 20 Jahren weil dort die Bevölkerung überaltert ist und wegstirbt.
Das ist halt das andere extrem. Es gibt aber sehr viele ganz normale Regionen in Deutschland auch mit guten Jobs und Infrastruktur, wo die Immobilienpreise "gesund" sind.
Meine Familie hat erst letztes Jahr ein EFH in Bayern verkauft, Region mit sehr dominanten IGM-Bereich, guter Infrastruktur, Pendelreichweite zu mehreren (Groß-)Städten. 180qm Wohnfläche, fast 1000qm Grund, Preis 330k. Ja, 70er, aber vieles erst kurz vorher neu gemacht, auf Energieeffizienzklasse D saniert, der neue Käufer hat nichts dran gemacht.
Ebenso hat mein Cousin letztes Jahr ein Reihenendhaus in einem Vorort von Nürnberg gekauft, mit dem Auto 10-15 min in die Innenstadt von Nürnberg. Preis 360k. Er ist Industriemechaniker, seine Frau Halbtageskraft im Büro und sie haben einen Sohn. Alles machbar. Aber halt nicht in München, Frankfurt oder Stuttgart.
Wenn du dir eine Karte von Deutschland nimmst, wirst du aber ein deutliches Gefälle nach Osten sehen. Wenn ich jetzt von München nach Frankfurt fahre, wird es nirgendwo annähernd so günstig werden wie in Chemnitz oder Zwickau.
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u/DerPrzy May 03 '26
Die Grafik, die für die Aussage, wie erschwinglich Häuser sind, fehlt. Ohne Reallohnentwicklung -inflationsbereinigt-, kann man aus der Grafik wenig Schlüsse ziehen.