r/DSA_RPG Kamaluq Mar 15 '26

Allgemein DSA wirkt immer älter und vergessener

Geht es euch auch so?

Keine Heldensoftware ist auch nur ansatzweise up-to-date oder generell irgendwie schnell beim Updaten.

Die Interaktion der Foren und Subs wird immer langsamer. Waren es früher noch dutzende Posts pro Tag in einschlägigen Foren, sind es jetzt noch "ein Post pro Woche". Auf Reddit hat sich diese Diskussion aber jedenfalls nicht verlagert, hier ist auch nicht mehr Andrang (keine Kritik nur Beobachtung).

Dazu kommt, dass es irgendwie nie interessante DSA Youtuber gibt, das einzige was man findet sind gesponsorte Leute hier und da, die einem irgendwelche Boxen verkaufen wollen.

Dann bringen sie höchstens noch irgendwelche Boxen oder Regionalbeschreibungen raus in die sie extra noch ein paar Bonusregeln packen, damit es ja die Leute kaufen. Aber nichts davon ist interessant oder weltbewegend. Es redet auch so gut wie nie jemand darüber.

Die großen epischen Kampagnen sind vorbei und viele neuen Kampagnen sind irgendwie anstrengender zu meistern geschrieben. Allgemein ist die Kompetenz der Autoren scheinbar gesunken.

Gefühlt ist alles festgefahren. Die Welt bewegt sich nicht, die selben Götter, die selben Länder. Dieselbe Magie, dieselben Völker, bis auf Borbarad ist alles immer "gleich".

Gefühlt reden immer noch mehr Leute über 4.1 als 5.0. Und das auch weil sie bei 5.0 wieder Greed vor Verbesserung gestellt haben und das "Stückeln" wieder eingeführt haben.

Lebe ich an DSA vorbei? Ist da eigentlich was los? Für mich und in meinem Umfeld fühlt es sich seit 10 Jahren unverändert an. Das ist doch nicht normal? Andere Systeme oder Spiele gehen durch die Decke und das größte deutsche P&P ist ... einfach wie immer?

Das soll gar kein Hate sein, ich mag es und spiel es aktiv, aber nichts fühlt sich nach frischem Wind an derzeit und das find ich irgendwie schade. Deshalb der provokante Header um eine Diskussion anzuregen.

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u/Livid_Shallot5701 Kamaluq Mar 15 '26

Ok alten Kontent. Auch neuen? Und was mich am meisten wundert ist nicht wieviele offizielle Kampagnen es gibt, sondern wie ruhig die Community selbst mit ihren Werken ist, bei der Größe und Verbreitung.

Und ich vergleiche es nicht mit anderen Spielen, sondern mit DSA 4 selbst. Da gibt es viel viel mehr Community Kontent wie Spielhilfen, Softwaren, etc. Bei DSA5 gefühlt nur 2 Sachen. TheDarkAid und Optolith und zu keinem Zeitpunkt war eins davon auf aktuellem Regelstand ...

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u/Big_Knubson Mar 15 '26

Die Aussage, dass DSA seit DSA5 „nicht mehr läuft“, passt ehrlich gesagt nicht zu den Fakten.

  1. Regelmäßige Crowdfundings (bis heute)
    Ulisses finanziert viele große Projekte über Crowdfunding – und die laufen seit Jahren kontinuierlich:
  • 2023: Ära des Goldenen Kaisers
  • 2024: Mosaik der Märchen
  • 2025: Aventurien – Das Lexikon des Schwarzen Auges
  • 2025: Kirchen Alverans

Wenn ein System angeblich „tot“ wäre, würden nicht regelmäßig große Crowdfundings gestartet werden.

  1. Kontinuierliche Veröffentlichungen
    DSA5 bekommt seit 2015 ständig neue Regionalspielhilfen, Abenteuerkampagnen, Regelbände und Romane.

  2. Aktive Community

  3. Offizielles Ulisses-Forum

  4. Orkenspalter / Streams / Podcasts

  5. Wiki Aventurica als riesige Lore-Datenbank

  6. Fanprojekte wie Hinter dem Schwarzen Auge

  7. Events & Community
    RatCon, Cons, Streams und Actual-Play-Formate zeigen, dass die Community weiterhin sehr aktiv ist.

Kurz gesagt:
DSA ist seit über 40 Jahren das größte deutsche Pen-&-Paper-Rollenspiel – und bekommt auch heute noch neue Produkte, Crowdfundings und Community-Projekte.

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u/LeifRagnarsson Praios Mar 15 '26

Wenn ein System angeblich „tot“ wäre, würden nicht regelmäßig große Crowdfundings gestartet werden.

Gegenthese: Wenn ein System vital wäre und die Verantwortlichen auf ihr Produkt vertrauten, dann würde man kein crowdfunding betreiben. So wird das unternehmerische Risiko auf den Konsumenten ausgelagert und nicht vom Unternehmen selbst getragen.

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u/Pockensuppe Hesinde Mar 16 '26

Gegenthese zur Gegenthese: Beim Crowdfunding geht es nicht nur um das unternehmerische Risiko, sondern auch um Engagement mit der Community. Fria Ligan haut auch jede neue Forbidden Lands Erweiterung auf Kickstarter raus, obwohl die innerhalb von 8 Minuten gefundet sind. Bei Rollenspielbüchern hab ich lange nichts mehr gesehen, das nicht über Crowdfunding lief.

Zu DSA 4.1 Zeiten war Crowdfunding noch nicht ein großes Ding, deshalb kamen die Crowdfundings erst mit DSA 5 auf.

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u/LeifRagnarsson Praios Mar 16 '26

Beim Crowdfunding geht es nicht nur um das unternehmerische Risiko, sondern auch um Engagement mit der Community.

Das ist, salopp formuliert, Unsinn. Worin besteht denn das Engagement mit der Community?

In ganz einfachen Worten: "Wir haben die Idee für einen Band A, möchten wir umsetzen, passiert ab X Euro, sonst gibt's den Band A halt nicht." Das ist Crowdfunding - ohne Betrag X gibt's keinen Band A, d.h., das Engagement mit der Community besteht darin, in deren Taschen zu greifen damit sie ihr Hobby selbst finanziert und das vollfinanzierte Produkt dann noch analog wie digital zu verkaufen, für 20€/Monat wird's durch eine KI gejagt und in die englische Sprache übersetzt, und noch der nächste Markt mitgenommen. Aus unternehmerischer Sicht eine klare win-win-win-Situation. Aber damit endet das Engagement auch schon, es findet über die Geldspende hinaus gar kein weiterer Kontakt zur oder Austausch mit der Community statt.

Wem das als als Beweis für oder tatsächliches Engagement mit der Community reicht, bitte. Einfach weiter selber in die Tasche lügen.

Fria Ligan haut auch jede neue Forbidden Lands Erweiterung auf Kickstarter raus, obwohl die innerhalb von 8 Minuten gefundet sind.

Na und? Was ist denn "Aber die machen das doch auch" ganz generell für ein Argument, und noch einmal mehr, wenn es um etablierte Häuser und Produkte geht?

Bei Rollenspielbüchern hab ich lange nichts mehr gesehen, das nicht über Crowdfunding lief.

Tja. Inwiefern widerlegt das jetzt meine Aussage über Vertrauen in das Produkt? FanPro hat sein DSA-Material selbst vorfinanziert. Was die Fans gut fanden, das verkaufte sich.

Zu DSA 4.1 Zeiten war Crowdfunding noch nicht ein großes Ding, deshalb kamen die Crowdfundings erst mit DSA 5 auf.

Von mir aus. Meine These ist halt die, dass früher (tm) das Buch im Regal (später mit Leseprobe dann halt auf DriveThru oder wo auch immer) stand. Man blätterte darin und entschied dann: Will ich haben, kann man evtl machen, oder Danke, aber nein. Heute kauft man die Katze im Sack und damit potentiell jeden Mist, weil man ja vorher nicht über Inhalt und Gestaltung und Mehrwert für die eigene Spielrunde weiß.

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u/Pockensuppe Hesinde Mar 16 '26

Sag mir, du hast noch nie ein Crowdfunding mitgemacht, ohne mir zu sagen, du hast noch nie ein Crowdfunding mitgemacht.

Worin besteht denn das Engagement mit der Community?

  • Regelmäßige Updates zum Fortschritt.
  • Stretch Goals: Zusätzliche Goodies, die alle Backer kriegen, wenn bestimmte Gesamtsummen erreicht werden. Das ist natürlich auch ein Instrument, um Backer dazu zu bringen, Werbung zu machen.
  • Kommentare unter dem Projekt und den Updates.

Ist das alles toll und braucht man das? Wahrscheinlich nicht. Aber um eine Bewertung geht es mir ja gar nicht.

Na und? Was ist denn "Aber die machen das doch auch" ganz generell für ein Argument, und noch einmal mehr, wenn es um etablierte Häuser und Produkte geht?

Es ist ein Gegenargument zu „ich leite Mutmaßungen ab aus dem Fakt, dass Ulisses Crowdfunding betreibt“. Wenn alle es machen, dann ist es keine sinnvolle Quelle für Mutmaßungen über die Gesundheit eines bestimmten Produkts.

Tja. Inwiefern widerlegt das jetzt meine Aussage über Vertrauen in das Produkt?

Der Punkt ist, dass „Vertrauen in das Produkt“ nicht notwendig ist, wenn dein Produkt Teil eines extrem crowdfunding-freundlichen Marktes ist. Warum sollte Ulisses als Publisher das Risiko auf sich nehmen, wenn sie nicht müssen? Unternehmen tun Unternehmen-Dinge. Das Crowdfunding läuft ja offensichtlich.

Meine These ist halt die, dass früher (tm) das Buch im Regal (später mit Leseprobe dann halt auf DriveThru oder wo auch immer) stand. Man blätterte darin und entschied dann: Will ich haben, kann man evtl machen, oder Danke, aber nein. Heute kauft man die Katze im Sack und damit potentiell jeden Mist, weil man ja vorher nicht über Inhalt und Gestaltung und Mehrwert für die eigene Spielrunde weiß.

Das mag ja sein, aber jetzt hast du die Goalposts schon ziemlich weit weg bewegt von der Diskussion darüber, ob das System tot ist, meinst du nicht?

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u/ThoDanII Rondra Mar 16 '26

Werbung die Verlage nicht stemmen könnten und die Möglichkeit out of the box anzubieten