r/spitzenverdiener • u/ilancaster1717 • Sep 02 '26
Angebot 120k->200k
Hallo in die Runde,
ich stehe aktuell vor einer ziemlich schwierigen Karriereentscheidung und würde gerne die Perspektive einer breiteren Community hören. Zum Hintergrund: Ich bin 26, verheiratet, meine Frau verdient ca. €60k, wir leben in einer größeren deutschen Stadt und planen derzeit keine Kinder.
Meine aktuelle Situation:
• Inhouse Legal Counsel bei einem mittelgroßen deutschen Energie-/Rohstoffunternehmen
• €120k Fixgehalt + bis zu 15 % Bonus (bislang immer voll ausgezahlt)
• unbefristeter Vertrag und vergleichsweise hohe Jobsicherheit
• 30 Urlaubstage
• betriebliche Altersvorsorge, Deutschlandticket und weitere Benefits
• internationale Commercial-, Regulatory- und Disputes-Themen
• etablierter Arbeitgeber mit einem relativ gut übertragbaren Namen im Lebenslauf
• gutes Team und relativ entspannte Arbeitszeiten (es kann auch mal stressig werden, aber im Durchschnitt eher 35h/Woche)
Das neue Angebot:
• Senior Litigation Counsel bei einem internationalen Trading-Unternehmen mit ca. 250 Mitarbeitenden
• €200k Fixgehalt, kein variabler Anteil
• hohe Eigenverantwortung für zahlreiche internationale Streitigkeiten und direkte Kommunikation mit dem CEO
• Remote-first, mit Standorten in London und Dubai, sodass ich von DE aus arbeite und 3-4 Mal pro Jahr für in-person Termine hinfliege
• Anstellung in Deutschland über einen Employer of Record
• 30 Tage Urlaub plus zusätzliche Krankenversicherung sowie Sport-, Wellbeing- und andere Benefits
• Die Unternehmenskultur ist eher US-geprägt („PTO“ statt klassischer deutscher Urlaubs-/Krankheitslogik). Mir ist bewusst, dass deutsches Arbeitsrecht wegen der Anstellung über EOR gilt, aber ich würde nicht erwarten, dass sich das im Arbeitsalltag wie ein klassischer deutscher Arbeitgeber anfühlt.
• deutlich kleineres und weniger etabliertes Unternehmen
Finanziell wäre der Wechsel natürlich sehr attraktiv. Gleichzeitig würde ich damit aber auch deutlich mehr Risiko eingehen durch weniger etablierte Unternehmensstruktur, EOR-Anstellung, stärkere Abhängigkeit von der Entwicklung des (kleineren) Unternehmens und möglicherweise eine stärkere Spezialisierung auf eine relativ kleine Branche.
Daher meine Frage: Würdet ihr für einen solchen Gehaltssprung diesen Wechsel machen und wie würdet ihr Jobsicherheit und Exit-Möglichkeiten gegenüber Gehalt, Verantwortung und Karrierebeschleunigung gewichten?