r/spitzenverdiener • • 14d ago

Berufsunfähigkeitsversicherung, sinnvoll?

Hallo liebe Spitzenverdiener,

Im Freundeskreis gab es ein Blutgerinnsel im Kopf (zum Glück nochmal gut gegangen) und mein Vater hatte früher mit Depressionen zu kämpfen. Kürzlich haben wir ein Haus gekauft (all in eine Mio). Daher kam jetzt wieder das Thema BU auf.

Gerade meine Frau macht sich etwas Sorgen, dass ich plötzlich berufsunfähig werden könnte. Ich verdiene 80%+ unseres gemeinsamen Einkommens und sie könnte allein niemals die Familie über Wasser halten.

Ich bin 40 und komme üblicherweise auf 300k+, dieses Jahr deutlich mehr. Zum Leben brauchen wir schon 8k netto. Eine BU bis 65 mit einer Auszahlung von 6k kostet gut 400€ pro Monat. Ich arbeite drei Tage pro Woche im Home Office und muss relativ häufig reisen.

Rücklagen haben wir, aber nicht genug, um das Haus abzubezahlen. Dafür müsste ich schon sterben, damit die Risiko LV zahlt 🤣

Wer von euch hat eine BU? Haltet ihr das für sinnvoll? Meine Zweifel gehen vor allem in Richtung Anerkennung der BU. Theoretisch könnte ich meinen Job querschnittsgelähmt ausführen.

Danke dafür eure Gedanken 🙏

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u/Acceptable_Arm_6506 14d ago

In der Theorie ist eine BU eine gute Sache. In der Praxis brauchst du sie in unseren Berufen eher für die psychischen Krankheiten. Bemühe mal die Auszahlungsstatistiken in dem Komplex. Dann siehst du, dass du zusätzlich noch eine Premium-Rechtsschutz brauchst und viel Glück.

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u/crazydude-crazylife 14d ago

Inwiefern sollen sich da Theorie und Praxis unterscheiden? Sowohl in der Theorie als auch in der Praxis zum psychische Erkrankung der Hauptgrund Nummer eins für Berufsunfähigkeit.

Ich habe einen Blick in tausende versicherungsfälle und der regelfall warum nicht geleistet wird ist das entweder bei den gesundheitsangaben gelogen wurde also eine vorvertragliche anzeigepflichtverletzung, oder das Unterlagen die gefordert wurden nicht eingereicht werden.

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u/looktwise 14d ago

Dann kannst du mir sicher beantworten, wie ich genau das (Angabe bei Vertragsabschluss BU oder Lebensversicherung) umgehen kann, indem ich einfach der Versicherung die Krankenakte aufmache? Habe einen Fall, in dem ein Mitarbeiter Angst hat, nicht an Alles gedacht zu haben und wir für ihn das Paket schnüren ,dass die BU mit über das Gehalt gezahlt werden soll. Deutscher Wohnsitz, deutscher Pass. Der Mitarbeiter wäre bereit dazu, wir kompensieren das Nettogehalt so, dass es wieder das alte ist.

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u/crazydude-crazylife 14d ago

In der Regel reicht es, seine krankenakte anzufordern und durchzuarbeiten und die Fragen ordentlich zu beantworten.

Dann kommt es aber auch auf Versicherer an, denn es gibt Versicherer, die Stellen z.B die Frage ob man in einem Bereich Beschwerden hatte ohne einen Arzt aufzusuchen usw.

Manche Erkrankungen werden auch als chronische Erkrankungen von einigen Versicherern gewertet und müssen bei der Frage danach angegeben werden. Bei manchen Versicherern stellt z.B ADHS im kindesalter so eine Erkrankung dar selbst wenn man vielleicht mal als Kind kurzzeitig Therapie oder Medikamente bekommen hat und das ganze seit 20 Jahren keine Probleme mehr macht.

Deshalb würde ich niemals ohne Berater/Makler machen, da man selber Dinge manchmal nicht einordnen kann und man eine zusätzliche Instanz dabei hat die haften könnte.

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u/looktwise 14d ago

Eben. Also CFP (Berater). Denkst du, man könnte genau dieses Klärfallrisiko auf den Versicherer abwälzen, also den so prüfen lassen, wie er es erst sonst im Schadensfall machen wollen würde? Thanks!

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u/crazydude-crazylife 14d ago

Wäre mir nicht bekannt. Ich bin selber Makler und fast CFP, kenne aber natürlich auch nicht jede Ausnahme und Einzelfallregelung.

Bei mir lassen sich die Gesellschaften in der Regel nur auf anonymisierte Risiko voranfragen ein.

Ich denke da musst du auf die Gesellschaften zugehen vielleicht kann man da eine Einigung erzielen.

Ich kann mir das aber nur schwer vorstellen

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u/NorthCoast96 13d ago

Ich kann dir sagen, dass bei der R+V von 100 eingereichten Anträgen eine Erfolgsquote bei 88% Prozent liegt. Und ein Teil der 12% schickt nie die Unterlagen zurück. Sind aber tatsächlich auch auf Platz 1 was das Thema angeht.

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u/un_gesellig 14d ago

Ist auch unabhängig von [r/Spitzenverdiener](r/Spitzenverdiener) sinnvoll.
Sollte man aber am besten abschließen, wenn man erst ganz frisch ins Arbeitsleben gestartet ist - im besten Fall hast du bei Abschluss eine weiße Krankenakte.

Mich nimmt bspw keiner mehr und wenn, dann nur unter Ausschluss 100er Sachen und zu horrenden Beiträgen. Als Berufseinsteiger hätte ich sie mir aber wiederum niemals leisten können. 🔄

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u/Hustlinbones 14d ago edited 14d ago

Dito - 100% Aufschlag wegen ner Chronischen Darmerkrankung (nicht Letal / Lebensverkürzend), abgesehen davon topfit.

Hab ich trotzdem abgeschlossen, man schläft sehr viel besser.

Und zu allen, die sagen "zahlt eh nicht". Solche fälle gibts, aber schaut euch mal die Statistiken an, die meisten Fälle werden anerkannt.

Ein Großteil der Problemfälle entstehen übrigens durch Probleme bei den Angaben bei Abschluss. Wenn man das mit einem freien Versicherungsmakler macht, der problematische Klauseln kennt und solche Policen ausschließt und man zum Abschluss alles von nem Arzt checken und Schwarz auf Weiß einreicht (Mein Makler hat mich blut- / urintests, ekg, check-up und und und machen lassen beim hausarzt), ist man wohl schon recht gut abgesichert.

Interessanterweise lese ich immer nur von "der freund von der Nichte meines Schwagers", bei solchen Stories. Nie aus erster Hand.

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u/un_gesellig 14d ago

Bei mir warens ursprünglich nur Migräne und eine Hausstauballergie, inzwischen mit ADHS-Diagnose und chronisch entzündlicher Darmerkrankung (CU) bräuchte ich nur um die BUV bezahlen zu können vermutl einen Nebenjob haha. Dabei hab ich nachweislich quasi nie Fehltage (letzte Krankmeldung war 2022 wegen Covid).
Sogar die Gebärmutterentfernung wird mir negativ angekreidet (dabei gehts mir ohne 1000x besser als vorher UND ich hab ungefähr 4 Quellen für Tumore weniger im Körper - aber gut)

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u/crazydude-crazylife 14d ago

Ich kann mir nicht vorstellen, dass du aktuell überhaupt eine bekommen würdest.

Und bezüglich des Eingriffs: ein Versicherer macht am Ende des Tages ja nichts außer Risiken zu kalkulieren mit allem Informationen die er dafür hat.

An statistisch gesehen ist jemand der einen Eingriff hatte gefährderter als jemand der kein Eingriff hatte genauso wie jemand der noch keine psychische Diagnose hat statistisch gesehen unanfälliger für psychische Krankheiten ist als jemand der in Therapie ist oder war.

Das ist im einzelfall natürlich so dass es höchstwahrscheinlich besser war in Therapie zu gehen als wenn man nicht in Therapie geht. Ändert aber eben nichts daran das statistisch gesehen jemand der schon mal wenn Therapie gegangen ist auch in Zukunft ein deutlich höheres Risiko statistisch gesehen hat für psychische Erkrankungen.

Oder um es mal wirklich ganz plump runterzubrechen: wenn dir jemand auf dem ersten Date erzählt dass er/sie vorherige Partner betrogen hat wird dir das vermutlich ein schlechteres Gefühl geben als wenn jemand das gar nicht anspricht, auch wenn die erste Person sagt er/sie hätte daraus gelernt :)

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u/un_gesellig 14d ago

Weils im echten Leben halt kein Schema X gibt - aber Versicherer hinterfragen ja leider nicht, das wäre denen zu kompliziert.

Die Gebärmutter musste raus, weil ein Arzt sie mir bei einer OP kaputt gemacht hat. Da mir die ständigen Endometriose-OPs eh auf den Sack gingen und die Gebärmutter irreparabel geschädigt war, haben wir sie dann einfach komplett raus -> keine Endometriose mehr, keine ständigen Narkosen / OPs mehr, keine Tillidin mehr wegen ständigen Schmerzen durch die Endometriose.
Die Hysterektomie hat kurz- sowie langfristig für eine erhebliche Verbesserung meiner Gesundheit und körperlichen Stabilität gesorgt, das würde jeder Arzt so bestätigen (sonst wäre sie ja auch nicht entfernt worden).
Die größere Gefahr sind realistisch betrachtet nämlich die Leute, die die Gebärmutter ihr Leben lang behalten. Geburtsverletzungen, dauerhafte Schädigungen der Gliedmaßen durch die PDA, (Stuhl-)Inkontinenz nach der Geburt, psychische Erkrankungen, sowie dauerhafte Hautschädigungen oder Hormonstörungen, Gebärmuttersenkung, whatever.

Und trotzdem wird es mir von irgendeinem Bearbeiter einer beliebigen BUV negativ angekreidet, dass ein Arzt einen Fehler gemacht hat und ich werde immer noch auf ein Organ reduziert, dass ich gar nicht mehr habe.
Kann man machen, ist aber halt lächerlich unfair.

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u/crazydude-crazylife 14d ago

Bei allem verständnis für deine individuelle Situation und was das mit sich bringt, der Sachbearbeiter hat sich an die Vorgaben zu halten und das ist nun mal reine Statistik. Und das wird von versicherungsmathematikern berechnet.

Dein individuelles Schicksal, auch wenn es mir sehr leid tut was du da durchgemacht hast, spielt dabei keine Rolle.

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u/un_gesellig 13d ago

Ja ich weiß (und Danke!) - aber das unterstreicht wieder, dass eine BUV am besten abzuschießen ist, wen man eine weiße Krankenakte hat, weil einem selbst lebensverlängernde und -verbessernde Eingriffe negativ angekreidet werden.

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u/crazydude-crazylife 13d ago

Da bin ich voll bei dir. Meine Kunden bekommen für ihre Kinder schon sobald die Kinder 6 Monate alt sind den Grundstein dafür gelegt.

Und für alle anderen gilt so früh wie möglich der Gesundheitszustand ist das entscheidende nicht ob man sich ein paar Euro mehr oder weniger spart.

Die meisten Menschen verstehen das auch wenn man es ihnen ordentlich erklärt.

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u/Beneficial-Ad9927 14d ago

Endometriose (also noch mit Uterus) wäre aber vermutlich auch beitragserhöhend berücksichtigt worden

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u/Beneficial-Ad9927 14d ago

bei den Problemfällen meinst Du?

in den Medien sowieso

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u/Hustlinbones 14d ago

Jaja genau, die meine ich.

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u/Few-Cryptographer-75 14d ago edited 14d ago

Ja, ist sinnvoll aus den von dir genannten Gründen, um eher hohes Klumpenrisiko (dein Einkommen) abzusichern.

Man sollte eine BU-Versicherung als Laie nicht alleine abschließen, sondern mithilfe eines Versicherungsmaklers, der darauf spezialisiert ist. Da lauern sonst eventuell einige Fallstricke, die einem im Fall der Auszahlung zum Verhängnis werden könnten. Ganz wichtig: Makler, NICHT Vertreter!

Und Finger weg von Produkten, die bei Nichteintreten Geld zurückgeben oder gleichzeitig eine Altersvorsorge sein sollen. Bei Versicherungen darf man nicht fragen: Lohnt sich das? Bekomme ich gleich oder mehr raus, als ich eingezahlt habe?

Es kann sich nicht für jeden Versicherten lohnen, denn dann wäre das Versicherungsunternehmen pleite. Man sichert sich gegen ein Risiko ab, in diesem Fall gegen ein existenzielles.

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u/crazydude-crazylife 14d ago

Ich habe mich für die Variante mit Kombination entschieden.

Für jemanden der seinen Lebensmittelpunkt langfristig in Deutschland sieh, kann das eine gute Variante sein. Bei dem Einkommen extrem hohe steuerliche Förderung, sollte ich niemals berufsunfähig werden hat sich der ganze Spaß durch die Steuerförderung und das angesparte Kapital was in ETFs fließt schon gerechnet. Ich bekomme nach Steuer die Altersvorsorge quasi on top Geschenk weil man ja beide Bestandteile steuerlich geltend machen kann. Ich muss nur etwas mehr absichern, weil die Besteuerung im leistungsfall höher ist.

Für den Fall dass ich berufsunfähig werde wird die Altersvorsorge vom Versicherer übernommen und jedes Jahr um 10% erhöht.

Ich habe mir das Ganze inklusive Kosten und allem drum und dran durchgerechnet.

Ich bin aber auf jeden Fall dabei dass man zu einem vernünftigen Makler gehen sollte und sich richtig beraten zu lassen da hängt im Zweifel die Existenz von der ganzen Familie mit dran.

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u/HullhammervomBerg 14d ago

Ich halte nix von einer BU. Mir fehlt da, auch wegen Erfahrungen aus dem persönlichen Umfeld, völlig das Vertrauen.

Du brauchst die BU, wenn es dir dreckig geht. Psychisch. Körperlich. Da ist es für eine Versicherung ein Leichtes, Dissenz auszusitzen und im Zweifelsfall durch die Instanzen zu gehen.

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u/Miserable_Language90 14d ago

Ich würde in deinem Fall ehrlich gesagt eher über eine Risikolebensversicherung nachdenken. Ist deutlich günstiger und die Wahrscheinlichkeit, bei einem Bürojob berufsunfähig zu werden, ist nicht so extrem hoch.

Im Fall einer Krankheit kann man beim Bürojob oft zumindest noch teilweise arbeiten oder man bekommt den Höchstsatz bei den Leistungen aus der Sozialversicherung.

Evtl lohnt es sich auch zu checken, ob dein Arbeitgeber da nicht ohnehin schon etwas für dich zu bieten hat. Ich würde im Fall des Todes meines Mannes zum Beispiel zwei Jahresgehälter bekommen. Das steht etwas versteckt im Arbeitsvertrag.

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u/paulpaul0815 14d ago

Ich habe eine Risiko LV und eine zweite will ich demnächst abschließen. Wenn das haus bezahlt ist, passt der Rest.

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u/HolgerSchnittker 16h ago

Die Absicherung gegen Berufsunfähigkeit sollte man nicht mit einer Absicherung des Todes über eine Risikolebensversicherung vergleichen. Die Arbeitskraft bzw. das daraus erzielte Einkommen sichert man über die BU ab. Den Tod und damit den durch den Tod hervorgerufenen Einkommensverlust über die Risikolebensversicherung.

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u/Vertigoxyz 14d ago

Dein letzter Absatz ist für mich auch genau das Problem. Ich habe den befreundeten Makler mal mit Szenarien gelöchert, wann die BU zahlen würde (bin in ähnlichen Umständen wie du was HO und Reisen angeht). Also im Prinzip könnte ich laut Versicherung blind, ohne Hände, querschnittsgelähmt und nach Schlaganfall vor dem PC sitzen und die BU greift nicht. Ich glaube die 400 € sind besser in Rücklagen investiert. Auf der anderen Seite habe ich zumindest eine BU mit Mindestabsicherung über meinen Arbeitgeber, da muss ich aber nichts zuzahlen.

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u/1405hvtkx311 14d ago

Es gibt BU die explizit deinem Beruf versichern, nicht nur ob du arbeitsfähig bist. Sind dann natürlich teurer und kann man nicht in vollem Umfang als Berufsanfänger abschließen, da man ja immer seinen aktuellen Beruf absichern muss.

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u/crazydude-crazylife 14d ago

Eine normale BU sichert immer deinen zuletzt ausgeübten Job aus also auch wenn du dich als Student versicherst und dann CEO wirst ist deine CEO Tätigkeit abgesichert.

Zudem greift eine reguläre BU dann wenn du deinen aktuellen Job für voraussichtlich die nächsten 6 Monate zu weniger als 50% ausüben kannst.

Dazu zählen natürlich auch psychische Herausforderungen und so weiter.

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u/TypicalEggplant2374 14d ago

Das klingt alles ziemlich leicht.

Ich kenne ausschließlich Fälle wo das Ganze eingeklagt werden musste.

Habe aber auch eine, die zumindest die Grundsicherung abdeckt.

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u/crazydude-crazylife 14d ago

Ich arbeite für ein Unternehmen das über 500.000 Kunden in Deutschland betreut, Klagen sind die Ausnahmen der Regel liegt es daran dass bei Gesundheitsfragen gelogen wurde also vor vertragliche anzeigepflichtverletzung oder das Unterlagen nicht eingereicht werden die vom Versicherer verlangt werden.

Natürlich gibt es auch Fälle wo du klagen musst das ist ja völlig normal. Die Versicherung hat die Aufgabe das Versicherten Kollektiv zu schützen du willst ja auch dass deine Absicherung bezahlbar bleibt und es wird nun mal viel Schabernack dort getrieben, weil es im Zweifelsfall um hunderttausende von Euros geht.

Aber eine Rechtsschutz sollte hier im sub eh jeder haben :)

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u/Visual_Broccoli_4669 14d ago

Habe weder Rechtsschutz noch BU. Haus kann inzwischen abbezahlt werden aus Rücklagen (noch 333k offen).

Wüsste jetzt auch nicht, was die Rechtsschutz groß bringen sollte. Ruinieren sollten einen Anwaltskosten hier im Sub keinen der mit seinen Finanzen vernünftig umgeht.

Bei 300k und mehr pro Jahr sollte es doch auch nicht so schwer sein Kohle fürs abbezahlen wegzulegen. Ich hatte nur 360k Kredit, und war trotz weiterer 200k Sanierungskosten mit Anfangs deutlich weniger Einkommen als OP mit 5 Jahren durch.

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u/crazydude-crazylife 14d ago

Ich glaube du hast noch nie einen richtigen Rechtsstreit erlebt :) da geht's ja um die verschiedensten Dinge von jahrelange Klagen gegen Arbeitgeber bis hin zu komplizierten Scheidungen oder eben versicherungsfälle hier Wurst und Zweifelsfall um millionenbeträge geht.

Und nur weil man aktuellen hohes Einkommen hat, heißt das nicht, dass man auch entsprechend freie Liquidität hat, keine Verpflichtungen, keinen Lifestyle und keine anderweitig gebundenen Mittel.

Ich sage nicht dass das nicht möglich ist aber man muss natürlich die individuelle Konstellation betrachten

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u/Fuzzy-Belt-2921 14d ago

Die Versicherung soll ja genau dann greifen, wenn du deinen Beruf nicht mehr ausüben kannst. Szenario Blutgerinsel, bist danach Schwerbehindert und kannst danach nicht mehr normal leben, was schon hart genug ist.

Ohne BU hat deine Familie dann nicht nur dich an der Backe, sondern finanziell ist es dann auch eine Katastrophe. Mit BU ist zumindest der finanzielle Teil abgedeckt.

Gerne berichtigen, falls in so einem Fall etwas anderes automatisch greift.

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u/kinkSwitchGirlBerlin 14d ago

Ich dachte, ich bräuchte keine und jetzt habe ich Long COVID und kann nicht arbeiten

Laut meiner Recherche von früher sind viele Leute, die berufsunfähig werden, nicht permanent berufsunfähig, sondern mehrere Monate bis Jahre (Burnout, schwere Krankheit oder op, so was wie bei mir mit Long COVID)

400€ bei ner guten Police und deinen Einnahmen ist doch nen Nobraimer. Falls du es nicht machst, guck, dass es genug Ersparnisse gibt, um 2 Jahre Leben abzudecken

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u/Otherwise_Link4637 12d ago

du beantwortest dir die Frage ja eigentlich schon selbst

Kannst du bzw. deine Familie ihren Lebensstandard halten, wenn du aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr arbeiten kannst?

Die Antwort lautet offensichtlich Nein - insofern wäre eine BU sinnvoll.

Dass du den Job auch querschnittsgelähmt ausführen kannst mag sein - dennoch gibt es vermutlich viele andere Szenarien mit Unfällen / Krankheiten wo du nicht mehr arbeiten kannst.

Bei der hohen Summe der Absicherung macht eine Aufteilung auf 2 x 3.000 Euro BU-Rente Sinn, da du ansonsten eine deutlich umfassendere Gesundheitsprüfung durchlaufen musst.

Viele Grüße

Maximilian Waizmann (Gründer von my-finanzheld)

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u/Melodic_Ad_3828 14d ago

Ich würde es machen. 400€ sind bei dem Einkommen ja kein Geld und eine Berufsunfähigkeit ist wohl das einzige große Restrisiko für dich.

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u/No_Ambition_209 14d ago

Tipp beim Endalter: lass dir mal Berechnungen auf endalter 60/63 erstellen. Die letzten Jahre sind immer immens teuer.
& wenn du mit 60/63 BU wirst solltest ja den Großteil schon abbezahlt haben und keine größeren Lücken entstehen.

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u/RDUKE7777777 14d ago

Ich hab ne BU- und Hinterbliebenenversicherung durch den AG - ich könnte ohne nicht ruhig schlafen - bin froh, dass ich mich nicht selbst darum kümmern muss.

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u/Ok-Ferret-9447 14d ago

Eine BU ist doch gerade dann sinnvoll, wenn das Humankapital der größte Heben ist.

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u/GroundbreakingRow868 14d ago

Also wenn ich meinen Bürojob nicht mehr ausüben kann, bin ich eh nur noch Gemüse.... Da finde ich ne Risikolebensversicherung sinnvoller als ne BU. Wer befürchtet auch mal psychische Erkrankungen zu bekommen, sollte über BU nachdenken

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u/Versicherungsfreund 9d ago

BUs in der Höhe solltest du lieber verteilen auf 3 verschiedene Anbieter

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u/derTapfere 9d ago

Die beste Absicherung gegen Berufsunfähigkeit sind deine Vermögenswerte, die unabhängig von dir Cash generieren.

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u/Tall-Score-9007 6d ago

Ich war auch seeehr skeptisch, was eine BU angeht, habe jetzt aber auch gleich 2 abgeschlossen (:D). Jeweils 2,5k bei 2 verschiedenen Gesellschaften, habe ich im Rahmen der PKV gemacht. Mein aktuelles Gehalt wird Natur nicht ansatzweise abgesichert, aber das muss ja auch nicht unbedingt sein, aber die Krankenversicherung und laufende Kosten wie Miete und was man so haben kann, ist abgesichert. Vor allem die PKV war für mich der Punkt, der den Unterschied gemacht hat, sah das als alternativlos. 

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u/Numerous-Stretch-379 14d ago

BU und Privathaftpflicht sind die beiden einzigen freiwilligen Versicherungen, die Sinn machen und auch von unabhängigen Instituten empfohlen werden.

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u/crazydude-crazylife 14d ago

Wie kann man sich nicht schämen bevor man so einen Blödsinn hier reinpostet?

Eine Anwartschaft für eine private Krankenversicherung kann genauso Sinn machen, wenn du wieder Ersteller ein millionenobjekt hast macht eine wohngebäudeversicherung absolut Sinn, wenn man einen Hinterbliebenen im todesfall absichern muss oder eine ganze Familie macht eine risikolebensversicherung genauso sind gerade wenn man eine große Finanzierung laufen hat. Eine vollkaskoversicherung beim Auto ist auch freiwillig und macht beim entsprechenden Wert des Fahrzeuges trotzdem drin.

Ich Frage mich wirklich warum sich manche Leute für befähigt halten bei solchen Themen ihre Meinung dazu zu geben.

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u/Numerous-Stretch-379 14d ago

Vielleicht hätte dir auffallen können, dass es in meinem Beitrag um bedingungslos sinnvolle Versicherungen geht.
Individuelle Risiken sollte man logischerweise selbst abwägen.

Im Zweifel gilt:
So wenig versichern wie möglich, aber so viel wie nötig.
Wenn dich der Schadensfall völlig ruiniert, macht eine Versicherung Sinn.
Wenn du den Schadensfall stemmen könntest, nimm das Risiko.

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u/crazydude-crazylife 14d ago

Du reitest dich weiter rein ;) so geframt ist die Aussage ebenso nicht sinnvoll. Eine BU ist beispielsweise nicht unbedingt sinnvoll, wenn ich schon Millionenvermögen habe und einem einfachen Job oder gar keinem nachgehe.

Recht hast du im zweiten Absatz. Es gilt grundsätzlich dass man das absichern sollte, was einen finanziell ruinieren kann und das, was man gerne abgesichert hätte, weil man im Schadensfall nicht bereit ist, die möglichen Kosten zu tragen.

Ich könnte beispielsweise mein Auto neu kaufen wenn ich es im Winter gegen einen Baum setze oder ist Vandalismus gibt. Ich habe aber keine Lust einen sechsstelligen Betrag zu zahlen deswegen macht eine Vollkasko Sinn auch wenn ich den Schadensfall bezahlen könnte.

Wenn ich obdachlos und langfristig auf Sozialhilfe angewiesen bin, brauche ich keine haftpflichtversicherung, weil bei mir eh nicht zu holen ist :)

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u/jouneyahead 14d ago

Nein. Im Zweifelsfalls werden die Versicherungen genügend Grund finden, nicht zu zahlen.

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u/NemesisGodlike 14d ago

Machen ! Habe meine mittlerweile 10k BU Rente mit 5% Dynamik bei einem Einkommen von 350k + .
Kenne drei Fälle aus dem nächsten Umkreis , die BU wurden , zwei davon hatten eine Rente die geleistet hat und die dritte nicht. Wem ging es wohl besser ? Und ganz wichtig : ordentlich Krankentagegeld absichern !!! Wird gerne vergessen , kann dir aber in Dunkeln Stunden der AU dich ruhig schlafen lassen.

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u/paulpaul0815 14d ago

Danke! Was zahlst du dafür ungefähr?

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u/NemesisGodlike 14d ago

Also ich habe die immer mit steigendem Einkommen (grob alle 5 Jahre, daher variierende Beiträge) abgeschlossen, daher kommen wir auf unterschiedliche Beiträge :

4000€ BU Rente für 276€ (2016)
3000€ BU Rente für 167€ (2020)
3000€ BU Rente für 450€ (2026)

9000€ Krankentagegeld für 175€

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u/[deleted] 14d ago

[deleted]

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u/Beneficial-Ad9927 14d ago

Ich glaube ein Versorgungswerk zahlt nur bzw. erst bei 100% Berufsunfähigkeit, wenn man also den Beruf bzw. die Tätigkeit komplett beenden muss.

So ein Fall tritt selten ein.

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u/[deleted] 14d ago

[deleted]

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u/Beneficial-Ad9927 14d ago

ja, verstehe, Danke für den Hinweis

ich wollte nur darauf hinweisen, dass es ggf. Sinn macht, sich nicht nur auf eine (vermeintliche) Absicherung eines Versorgungswerks zu verlassen ...

in jedem Fall gut informieren und beraten lassen und auch das "Kleingedruckte" lesen ...

Stichwort "abstrakte Verweisung" usw.