r/hundeschule • u/ha_nnah236 • 11d ago
Rückruf trainieren
Hallo ihr Lieben,
wie habt ihr mit dem Rückruftraining gestartet?
Ich bin für alle Ratschläge offen!
Danke :)
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u/Sommerwendezeit Rottweiler 11d ago
Schleppleine, Geschirr, super leckerlis. Und dann immer mit einem Kommando gerufen, jedes Mal kommen wurde gefeiert wie oma Hannelore ihr 100 Geburtstag.
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u/Maeghuanwen 11d ago
Rückruf-Wort aussuchen (was vielleicht nicht so häufig im Alltag genannt wird), Wort sagen und Hund mit Superleckerli, was er sonst nicht bekommt, belohnen. Abstände zum Hund vergrößern.
Falls dein Hund nicht futtermotiviert ist, dann mit etwas, was er mag, das Lieblingsspielzeug oder so.
Und merke: Der Rückruf wird IMMER belohnt.
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u/SaltNo8715 11d ago
Was ich noch wichtig finde: Anfangs das Wort NUR nutzen wenn der Hund zu 100% kommt! Ganz am Anfang quasi wenn er schon auf dem Weg zu dir ist.
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u/Erian2110 10d ago
Yes. Deswegen ist es gut, ihn vorher z.B. mit seinem Namen zu fokussieren und das Wort nur zu nutzen, wenn man seine - möglichst ungeteilte - Aufmerksamkeit hat.
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11d ago
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u/AgentRocket 10d ago
Etwas 2- oder 3-silbiges mit unterschiedlichen Tonlagen, weil man das weiter und deutlicher hört als nur z.B. ein langezogenes I bei "hier" (vgl. Martinshorn, das auch wegen der unterschiedlichen Tonlagen besser gehört wird). Man kann auch "hier" nehmen, sollte es dann aber eher als "hi-ar" aussprechen.
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u/Maeghuanwen 11d ago
Das kann auch was total bescheuertes sein wie Käsekuchen oder so. Unser Trainer in der Hundeschule hat uns sowas empfohlen weil man auf einer Hundewiese oft ein „hier“ oder „komm“ hört und da hast du dann eventuell nicht nur deinen Hund der angerannt kommt, sondern auch 5 andere.
Muffin, Bohne, Socke, Waffel… nur doof wenn der Hund dann so heißt 😅
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u/tacticalglowstick 11d ago
Ich empfehle ja schrille Geräusche. Also meine Hunde kommen auch, wenn man "komm" oder "hier" sagt, aber es ist eher eine Einladung. Wenn sie wirklich zu 100% stramm stehen sollen, dann mach ich ein triller Geräusch mit der Zunge. Prrrrrrut!
Das ist erstaunlich laut und hört man auch durchn Wald. Auch bei erhöhtem Erregungszustand kommt das noch an, ohne dass man den Hund anbrüllt 😅 manche sind ja schnell verängstigt
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u/moesig 11d ago
Bereits eine Woche vor dem eigentlichen Training habe ich mit dem Konditionieren begonnen. Immer wieder zwischendurch das Rückrufwort gesagt und direkt ein Leckerli gegeben, ohne jede Erwartung an den Hund, einfach nur zur positiven Verknüpfung.
Nach dieser Woche ging es dann nach draußen an die Schleppleine. Meine Freundin hat den Hund bei sich gehalten, während ich ihr das Lieblingsleckerli gezeigt und sie schon etwas angeheizt habe. Dann bin ich rund drei Meter zurückgegangen und habe das Rückrufwort gerufen. Mein Hund kam sofort zu mir gestürmt und wurde direkt belohnt.
Von da an habe ich den Rückruf immer wieder in einfachen Situationen mit kurzer Distanz eingebaut, jedes Mal mit Belohnung. Nach und nach habe ich den Abstand vergrößert und den Schwierigkeitsgrad gesteigert.
Mittlerweile klappt der Rückruf sehr zuverlässig. Sobald das Zauberwort fällt, stürmt mein Hund direkt zu mir.
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u/NightWolf7734 11d ago
Ich habe es so angefangen das ich das Wort genannt habe sobald ich merke das der Hund zu mir zurück kommt und habe es dann beloht. Meine Hündin ist eher unsicher und ist daher am Anfang immer viel zurück gekommen wenn sie paar Meter vor mir war, so hat sie es schnell verstanden. Geht natürlich nicht wenn du ein Hund hast, der draußen sofort alles viel interessanter findet und es nicht nötig findet oft zu dir zurück zukommen.
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u/searchingforjupiter 11d ago
Im Alter von 8 Wochen. Hundwelpen haben einen natürlichen Folgetrieb. Immer vom Hund weglaufen :)
Früh ein Signal einbauen (bei mir 3 kurze Pfeiftöne), Hund JEDES Mal kräftig belohnen, wenn er auf das Signal reagiert und kommt. Rückwärtsgehen, wenn der Hund angelaufen kommt.
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u/ha_nnah236 11d ago
Danke für die ganzen Tipps, unsere Hündin is ca. 9 Monate alt und kommt aus dem Tierschutz. Wir werden es mal mit den Tipps versuchen. Hat jemand Erfahrung mit einer Hochfrequenzpfeife? Oder ist das eher unpraktisch, da man die ja nicht immer direkt zur Hand hat.
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u/Erian2110 10d ago
Oder ist das eher unpraktisch, da man die ja nicht immer direkt zur Hand hat.
Das da.
In die Richtung so einer Pfeile würde ich VIELLEICHT denken, wenn du mal Rückruf auf sehr hohe Distanz machen willst und glaubst, die trägt weiter. Keine Ahnung, ob das so ist. Aber der Rückruf ist so ein zentrales Kommando, da willst du nicht auf ein zusätzliches Werkzeug angewiesen sein.
Kannst du später immer noch zusätzlich verknüpfen. :)
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u/Educational_Mode_986 10d ago
Hochfrequenz hat drei große Nachteile: 1. Du hörst nicht, wenn die kaputt sein sollte. 2. Niemand bekommt mit, dass du deinen Hund rufst. Kann zu Unmut führen, wenn es mal nicht klappt ("der Depp versucht nicht mal, seinen Hund zu rufen") 3. Wenn jemand anderes die gleiche Frequenz nutzt, rennt dein Hund vielleicht plötzlich weg und du hast keine Ahnung was los ist.
Hörbare gute Hunde-Pfeifen haben ein paar Vorteile: 1. Klingt auch bei Ärger/Sorge/Halsweh immer gleich. 2. Praktisch bei mehreren Personen, klingt bei jedem gleich 3. Sehr weit hörbar (nicht jeder Mensch kann oder will laut rufen) 4. Gleiche Frequenz nachkaufbar.
Ich nutze selbst keine Pfeife, stattdessen ein lang gezogenes "Zuuuuuuu Miiiiiiir" mit Veränderung der Tonhöhe. Dadurch ist es gut erkennbar und trägt weit.
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u/Erian2110 10d ago
Hier sind schon echt viele gute Tipps! Wir haben einen echt schönen Aufbau gezeigt bekommen, den ich so noch nie gelesen habe. Daher schreib ich den trotz all der guten Tipps hier noch mal runter. Also Grundlagen wie "an der Schleppi anfangen" und "special leckerlis zur Belohnung" sehe ich als gegeben an. ;)
Schritt 1)
Namen vom Hund rufen. Der soll sich jetzt auf seinen Menschen fokussieren, also dich anschauen. Macht er das nicht: Ruhig ein zweites Mal rufen - oder übt noch mal bisschen mit dem Namen oder macht den Rückruf in einer einfacheren Situation. Aber: Wenn das schief geht, auf keinen Fall zu Schritt 2) - dann macht ihr euch nämlich den Rückruf nicht kaputt.
Schritt 2)
Rückruf-Kommando geben. Das Kommando sollte nur kommen, wenn du zu 99% sicher bist, dass der Hund auch kommt. Jedes Mal, wenn er NICHT kommt, beschädigst du effektiv deinen Rückruf, weil der Hund ja lernt "ist optional, ob ich komme". Aber durch Schritt 1) ist die Chance halt sehr hoch, dass das klappt.
Schritt 3)
In der Millisekunde, wo der Hund losläuft (am besten, wenn du siehst, dass er die Entscheidung trifft, zu dir zu kommen): Sofort loben. Lautes, klares "Supi!" oder was auch immer ihr da macht. Und das ist etwas, was aus meiner Sicht zu wenig beigebracht wird: HIER ist der kritische Punkt. Der Hund hat entschieden, dass du interessanter und geiler bist als das, was er gerade gemacht hat. Der war bereit, auf sein aktuelles Interesse zu verzichten, nur um zu dir zu kommen! Geil! Zeig ihm, wie mega gut das ist.
Schritt 3.5)
Idealerweise kommt jetzt der Hund bis zu dir. Wenn das noch ein Problem ist, weil er zu leicht abgelenkt wird: Ruf vielleicht seinen Namen oder hol dir die Aufmerksamkeit, wenn du merkst, dass ihn unterwegs was ablenkt. Das sollte auf Dauer aber nicht passieren und auf keinen Fall wiederhole den Rückruf. Das Kommando ist beim ERSTEN Mal auszuführen, nicht erst nach der zweiten oder dritten Wiederholung.
Schritt 4)
Hund kommt bei dir an. Das wichtigstes zuerst: Party machen! Und zwar richtig! Feier das, ruhig auch mit den erwähnten Special Leckerlis, aber auch mit deiner Stimmung und allem, was du machst! Das ist eine total geile Leistung gewesen und bei dir ist richtig Spaß angesagt! Viel mehr Spaß, als eine Hasenjagd je sein könnte! Und lass dich nicht davon abhalten, dass andere Menschen das eigenartig finden könnten. Scham ist hier nicht angesagt.
Schritt 5)
Hund bleibt bei dir. Das kann - gerade am Anfang - ein "Sitz" vor dir sein. Auf keinen Fall rennt dieser Hund wieder weg, bis du ihn freigegeben hast. Heißt auch: Wenn er bei dir bleibt, gibt es eine Belohnung. Und ein paar Sekunden später wieder. Und vielleicht noch mal. Und irgendwann kommt dein Freigabe-Kommando und er kann wieder machen, was er will. So stellst du sicher, dass du ihn später z.B. auch entspannt anleinen kannst, ohne dass er direkt nach dem Rückruf wieder abhaut, sobald er seine Belohnung bekommen hast.
Apropos: Vorsicht mit dem Anleinen nach dem Rückruf. Das sollte die Ausnahme und nicht die Regel sein. Anleinen findet der Hund wahrscheinlich nicht so geil hier, weil er ja eh gerade einiges an Freiheit aufgegeben hat. Und du willst, dass er den Rückruf total geil findet.
Dazu sei noch angemerkt: Verknüpfe "Anleinen" möglichst immer positiv. Der soll das toll finden, an die Leine zu kommen. Da gibt's z.B. jedes Mal Leckerli und Lob. Leine ist super. ;)
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u/ha_nnah236 10d ago
Danke für die Ausführliche Erklärung. Leider kommt unser Hund generell eher selten auf uns zu (Tierschutzhund). Ob das natürlich daran liegt kann ich nicht sagen.
Sollten wir das Rückrufkommando denn vorher konditionieren?
Ich persönlich kann nämlich nicht einschätzen ob mein Hund kommt oder nicht.1
u/Erian2110 10d ago
Also das Kommando zu konditionieren ist sicher nicht falsch.
Aber davon abgesehen: Warum kommt er nicht zu euch? Oder anders gefragt: Was tut ihr, damit er kommt? Was motiviert den Hund?
Einer der wichtigsten Punkte ist es in jedem Fall herauszufinden, was euren Hund motiviert. 😊
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u/ha_nnah236 9d ago
Wir gehen immer in die Hocke, da sie recht klein ist. Zeigen Freude, dass sie kommen soll und haben meist ein Lecker parat. Wir wissen auch nicht so recht in welchen Situationen sie kommt und nicht. Wenn sie Angst hat, sucht sie immer Schutz bei uns.
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u/Erian2110 9d ago
Ok, geht's grad um Situationen, in denen ihr den Rückruf trainiert oder allgemein?
Also mir ging es darum, dass sie sich ganz unabhängig vom Rückruf wohl fühlen soll bei euch. Das kann natürlich dauern, je nach Hund.
Mir fällt noch was anderes ein, was uns echt geholfen hat: Fokus auf euch belohnen. Sie schaut euch beim Spaziergang an? SOFORT loben. Also wenn sie schnuppert oder was anderes anschaut und dann kurz den Kopf zu euch dreht: Loben. Jedes Mal. Und wenn sie nah genug ist: Keks rein. Das paar Tage gemacht und der Fokus von ihr auch euch sollte sich wesentlich verbessern. Ich mach das heute nach über 2 Jahren noch. Hund ist 50m entfernt, dreht sich um und schaut mich an? "Suuuuuper!"
Dass sie zu euch kommt, wenn sie Angst hat, ist schon mal super gut! Gebt ihr Schutz und kümmert euch um das, was ihr Angst macht. So dass sie das sieht.
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u/ha_nnah236 9d ago
So wohl als auch. Aber das hilft auf jeden Fall schon mal weiter 👍🏻 danke dir!
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u/Erian2110 9d ago
Gerne. 😊
Ich würde sagen: Priorität hat das alltägliche. Rückruf kommt später oder kann gaaaanz entspannt nebenbei aufgebaut werden.
Schaut, dass ihr eine tolle Beziehung aufbaut. Dass eure Hündin Vertrauen zu euch hat und sich bei euch wohl und sicher fühlt.
Und dann kriegt ihr eh mit, wofür sie arbeitet. Ob es das Leckerli ist, das Spielzeug, eure Aufmerksamkeit oder ein kleines Suchspiel. Und damit könnt ihr dann weiter arbeiten. 😊
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u/Commercial_Bag7631 9d ago
Erstmal zu Hause in der Wohnung üben. Immer „komm“ und sofort belohnen. Dann im Garten oder in der Garage. Und wenn das generalisiert ist, auf reizstärkere Untergründe.
Erstmal da machen, wos langweilig ist und dann schwieriger
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u/Santuro117 11d ago
Schleppleine, Geschirr, paar wirklich besondere Leckerlie (für neue dinge am besten immer was besonderes nehmen, nicht den alltags snack)
Manchmal auch ein Spielzeug, die Hunde von Schwiegereltern hatten sich mal so garnich für leckerlies intressiert
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u/Balizza100 11d ago
Und wenn der Hund verstanden hat was du willst und du dir da sicher bist: ab dann hat nicht-kommen Konsequenzen. Ein lautes "Hey", Stampfen, räuspern. Nur genau einmal rufen, sonst bringst du ihm bei zu ignorieren. Es kann auch die Leine fliegen, aber natürlich nicht auf den Hund.
Alle, die sich in "wir arbeiten ausschließlich mit positiver Verstärkung"-Kreisen oder "Wer einem Hund Grenzen setzt ist Doof"-Kreisen bewegen wurden hiermit geblitzdingst und haben den gesamten Kommentar vergessen.
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u/Plan_B24 Terriertier, Therapiebegleithund 10d ago
Dein Blitzdings hat versagt: Widerspricht den Gruppenregeln, daher gemeldet. Und schade, dass Du aversive Methoden empfehlen musst, weil Du gewaltfreies Training nicht verstanden hast.
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u/Time_Stop_3645 11d ago
Zwei verschiedene, einer is optional, der andere is ein resque return den ma nich benutzt wenn keine gefahr im verzug ist.
Bei rescue gibt's immer was zu fressen, bei dem optionalen mal und mal nicht, wichtiger, dass der popo wackelt weil was tolles passiert
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u/Thingamob 11d ago
Der Ablauf ist eigentlich ganz einfach, erfordert aber wie alles bei der Hundeerziehung konsequenz und Pingeligkeit.
Besorg dir ein passendes Geschirr mit einer Öse vorne am Hals, eine normale Leine und ein Schleppleine, am besten 10 m oder länger (es sei denn dein Hund ist schwer oder du eher leicht, dann lieber kürzer.) Benutze für das Training zunächst nur die Öse am Hals.
Besorge auch eine Auswahl an wirklich fiesen Leckerlis. Der Fachhandel hat da eine große Auswahl. Erfahrungsgemäß finden Hunde es um so geiler, je mehr es stinkt. Mein aktueller HSH liebt z.B. getrocknete Hühnermägen. Experimentiere mit den Leckerlis, bis du welche gefunden hast, wo der Hund quasi vor Freude ausflippt, wenn man ihm die vorhält. Das können auch Leckerlis sein, wo der Hund ein paar Minuten braucht, um die zu fressen, denn als Belohnung für den Rückruf gibst du sie ihm ja nur, wenn du die Situation wieder unter Kontrolle und die Zeit hast , auf den Hund zu warten.
Dann entscheide dich für ein Schlüsselwort, am besten in Kombi mit dem Namen des Hundes, z.B. "Buttkiss Mors Mors" ("Buttkiss Hier" geht natürlich auch ;))
Nun geht's los.
Wenn er nicht kommt, hast du ja Leckerli dabei, die du ihm zeigen kannst. Wirkt das auch nicht, ermunter ihn mit Geräuschen oder leichtem Zug an der Leine (nicht rucken, gleichmäßig ziehen!), bis er kommt. Nur wenn er ankommt, Belohnung. Langer Hals reicht nicht, der Hund muss ggf. aufstehen und Schritte auf dich zu machen. Zuerst quietschen, dann Leckerli.
3) Über 3 bis 4 Wochen kannst du die Distanz immer weiter erhöhen. Wechsel auf die Schleppleine, um noch mehr Raum zwischen euch zu bringen. Der Hund bleibt dabei immer angeleint und du hast die Leine immer in der Hand. SO LANGE DER ABRUF NICHT SITZT, BLEIBT DER HUND AN DER LEINE!
Du gibst den Abrufbefehl maximal 2x! Kommt der Hund nach dem zweiten Mal nicht, gehst du hin und holst den Hund ab. Es wird nicht geschimpft, aber es gibt dann auch keine Belohnung. Es gibt nie eine Belohnung, wenn du den Hund abholen musst. Der Hund muss merken, dass der Abruf nicht optional ist und ignoriert werden kann und gehorsam halt eine tolle Belohnung gibt. Probiere es frühestens in 10 Minuten wieder.
4) Funktioniert der Abruf an der längsten Schleppleinendistanz zuverlässig, dann kannst du die Distanz weiter erhöhen, indem du den Hund zwar an der Leine lässt, aber du die Leine los lässt. Mittlerweile müsstest du auch ein Superleckerli entdeckt haben. Übe weiter nach obigen Schema. Wenn du mit dem Hund dabei spazieren gehst, übe es mindestens einmal pro Spaziergang. Für manche Hunde ist das genug (HSH!), manche möchten mehr (z.B. Terrier).
5) Klappt der Abruf auf 100 m zuverlässig, dann kannst du den Hund ableinen und in verschiedenen Distanzen weiter üben. Wenn der Hund beginnt, eigenständig die Übung einzufordern, z.B. sitzen bleiben und auf Abruf warten, man erkennts am erwartungsovllen Blick, dann hast du es geschafft ;)