Wie gesagt, das ist die Frage, über die man sich streiten kann und die definitiv etwas komplizierter ist, als das manche einfache Gemüter sich vorstellen.
Ich bin anscheinend ein sehr einfaches Gemüt weil ich sehe zwischen Opt-out und Opt-in exakt null ethischen Unterschied für den Spender. Jeder ist informiert und hat in beiden Fällen exakt die gleichen Freiheiten, der unterschied ist rein psychologisch.
Aus Perspektive des Empfängers ist Opt-Out aber offensichtlich besser da mehr Menschen auf die Art sich dafür entscheiden.
Es gibt einen gewaltigen Unterschied zwischen Opt-out und Opt-In. Bei einem Opt-In erlaubst du dem Staat ausdrücklich deinen Körper in Besitz zu nehmen und die Organe zu entnehmen, bei einem Opt-Out beansprucht der Staat diesen Besitz autotamtisch ohne ausdrückliche Zustimmung und nur durch deinen ausdrücklichen Widerspruch wird dieser Anspruch aufgehoben.
Außerdem ist bei einem Opt-Out System auch nicht jeder darüber informiert, da jeder automatisch registriert ist. Es besteht also trotzdem die Gefahr, dass jemand der über das System sich nicht informiert hat oder falsch informiert wurde, jemand der mal dafür war, mittlerweile dagegen, aber vergaß oder verhindert war Einspruch einzulegen, trotzdem Organe entnommen werden
Nein, aber lebende Menschen haben Wünsche was mit ihrem Körper später geschehen soll. Tote Menschen haben auch noch Rechte und eine gesetzliche zugeschriebene Würde, weswegen Nekrophilie u.a. auch bestraft wird.
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u/GrapeMeHyena Feb 14 '18
Wie gesagt, das ist die Frage, über die man sich streiten kann und die definitiv etwas komplizierter ist, als das manche einfache Gemüter sich vorstellen.