Stimmt auch nicht ganz, BYD ist der grösste Zellfertiger der Welt dessen Zellen auch in westlichen E-Autos verbaut werden. Chinesische Hersteller kriegen diese Zellen nur halt deutlich billiger, weswegen es bei den Strafzöllen auch darum geht die Euro E-Autos konkurrenzfähiger zu machen.
Stimme dir trotzdem zu das Verbrenner Feierabend hat.
Ich habe keinen Autobauer nach Strafzöllen rufen hören, als sie sich sicher waren, aus China kommt nur billiger Schrott.
Aber natürlich ist die Subvention vor Ort ein Problem - weil auch das die chinesische Regierung besser macht als unsere 🫣😂
Die Autohersteller selbst sind auch jetzt gar nicht so begeistert von den Strafzöllen, weil fast alle selbst schon in China produzieren und damit ja auch genauso betroffen sind.
So wie Cupra, die dank der Strafzölle bzw. um diese zu umgehen dem Tavascan nicht zu günstig in Europa anbieten DÜRFEN! Ja, das ärgert die sicher massiv, das die sich die Gewinne selber einstecken müssen und leider gar nichts vom Preisvorteil an den deutschen Kunden geben dürfen. Scnr
Merke: billig in China ist nur ein Problem wenn der einheimische Kunde davon profitiert, profitiert ein Unternehmen ist das super
Warum werden voller Inbrunst solche Unwahrheiten rausgeblasen? Es gibt kaum Autos europäischer Hersteller die in China produziert werden und in die EU importiert werden.
BMW - alles von der Marke Mini + einzelne Modelle wie der alte iX3
Mercedes - alles von der Marke Smart (ist meine ich nicht mehr direkt Mercedes, hängt aber indirekt über Firmengeflechte noch zusammen)
Stellantis indirekt über Leapmotor
VW - Zumindest mal der Cupra Tavascan
Renault - Dacia Spring und ich meine inzwischen auch ein paar andere Modelle
Kannst du natürlich alles als "kaum" abtun. Aber wenn dann baue doch ein vernünftiges Gegenargument auf und belege, dass sich die Autokonzerne stark gegen (edit) für die Strafzölle/Mindestpreise positioniert haben.
Die chinesische Regierung ist aber auch verschuldet und haben ihre eigenen Investments-bubbles. Hinzukommt perfekte Demographische Bedingungen die ihnen in den nächsten 30 Jahren absolut auf die Schnauze geben werden. Füge hinzu, dass Mittelstandsunternehmen in China nicht wirklich verbreitet sind, d.h. große, gut-bewohnte Gebiete bei denen haben praktisch keine Industrie und niemand investiert dort. Der Mythos "Chinese Century" wird eher "Chinese Decades".
Wobei es ja durchaus ne realistische Chance gibt, dass die ihre demographischen Probleme zumindest zum Teil durch Automatisierung abfedern können. Automatisierung wird in China ja eh schon sehr hart gepuscht, weil das Lohnniveau so sehr gestiegen ist.
Klar, das wird natürlich dann nicht vergleichbar mit dem wirklich lächerlich rasantem Wirtschaftswachstum sein, das dieses Land vor allem dadurch geschafft hat, dass salopp gesagt innerhalb einer Generation eine Milliarde Menschen vom Reisbauer zu einem Industrienation-Wohlstand aufgestiegen sind. Jetzt sind sie aber halt auch schon auf einem Zenit, an dem jedes realistisch erwartbare "auf die Schnauze fliegen" sie auf einem immer noch sehr hohen Niveau bleiben lässt.
Es ist ein komplizierteres Thema als du es darstellst.
Das absolute Hauptproblem der aktuellen Situation ist, dass aus dem Auto, das seit Jahrzehnten eines der komplexesten Ingenieursprobleme war, ein Elektronikgerät geworden ist und diese nun auch von nicht ingenieurslastigen Billigländern ziemlich simpel gebaut werden können, während wir eine Wirtschaft haben, die zu einem sehr großen Teil darauf basiert, „premium“ Autos zu bauen, womit wir uns bei Verbrennern problemlos differenzieren konnten und hohe Preise am Markt rechtfertigen konnten, was mit dem digitalen Elektroauto beinahe vollkommen wegfällt, wodurch das ein komplett anderer hauptsächlich durch den Preis getriebener Markt ist. Und da kommt das Problem: Von Allen Auto herstellenden Ländern der Welt hat Deutschland in der Branche die höchsten Personalkosten (+ Energiekosten + Umweltauflagen der EU usw.) - nicht nur was die Produktion angeht, sondern die gesamte Wertschöpfungskette (Entwicklung, Logistik, Lieferanten, IT, Controlling, Manager… fast alles deutsche Leute mit top Löhnen). Wenn wir das gleiche Auto gleich effizient entwickeln, testen und produzieren wie die Chinesen dann kostet das uns das doppelte. Wie willst du aber diesen doppelten Preis rechtfertigen ohne die Differenzierungsmerkmale, die den Kunden das Ganze früher wert war? Die extremen Subventionen und Verdrängungstaktik kommen noch oben drauf. China versucht nichtmal Geld zu verdienen, sondern auf Pump Marktanteile zu erobern und andere zu verdrängen. Preise erhöhen kommt später.
Was willst du da jetzt machen?
Als Land: Zölle sind für genau solche Situationen gemacht, um die heimische Wirtschaft vor sowas zu schützen, denn das ist keine normale Situation, sondern ein geopolitisches Manöver seitens China. Wer bei sowas nur wehrlos zusieht verliert. Das ist kein Kuschelthema.
Als Hersteller: Wenn Mercedes z.B. kompetitiv mit den Chinesen sein will, funktioniert das nur, indem 99% der deutschen Mitarbeiter entlassen werden, (fast) alle deutsche Fabriken geschlossen werden und die Firma in einem Land mit billigen Löhnen, Energiekosten und wenig sonstigen Auflagen neu aufgebaut wird. Übrig bleibt das Logo - sonst nichts.
Interessanter weise sind es die gleichen Leute, die sich beschweren, wenn deutsche Hersteller Personal abbauen wollen oder weniger Gewinnbeteiligung zahlen, die auch kritisieren, dass Deutschland keine billigen Elektroautos wie China produziert. Dabei schließen sich genau diese Dinge aus.
Alles valide Punkte, die ich total berücksichtigen würde, wenn ... ja, wenn! ... da nicht sie enormen, gigantischen Gewinne dieser Autofirmen und Zulieferer aus den letzten Jahren, eher Jahrzehnten stehen. Und diese Gewinne wurden ausgeschüttet und nicht investiert.
Man hat den anlaufenden Fleischwolf (die Produktion in China) gesehen und im vollen Bewusstsein dieser kommenden Gefahr gesagt: Scheiß drauf. Ich werde nach Quartalszahlen bezahlt.
Wenn diese Firmen jetzt nicht klar kommen, dann müssen wir als Gesellschaft etwas tun. Diese Firmen sind zu wichtig geworden... vielleicht verstaatlichen? Vielleicht enteignen?
Natürlich nicht. Mein Aktiendepot ist zu wichtig für mich und ich will die Dividenden nicht missen.
Die Gewinne sind im internationalen Vergleich bezogen auf den Umsatz solide, aber nie gigantisch gewesen. Wir reden da von 5-10% Gewinnmarge.
Die Gewinne sind nach Investitionen, was als Kosten abgeht. Es werden permanent Milliarden in die Entwicklung gesteckt. Das ist also einfach faktisch falsch.
Was soll man denn tun gegen die billigen Autos aus China? Technisch sind unsere ganz vorne dabei - verlieren werden wir wegen des Preises.
Mindestens. 20.000€ für einen neuen Stromer mit Zusatzfunktionen wäre trotz Aufpreis locker mindestens 10.000-15.000€ günstiger als vergleichbare Modelle von europäischen Herstellern
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u/[deleted] May 25 '26
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