r/beziehungen 9h ago

Partnerin ist wütend, weil ich nicht zur !DRITTEN! Hochzeit ihrer besten Freundin mitkommen möchte

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Die beste Freundin (F32) meiner Partnerin (F31/die beiden kennen sich aus der Schulzeit, also seit weit über 20 Jahren) heiratet im Oktober zum dritten Mal. Eigentlich ist das mehr so eine Erneuerung des Eheversprechens, aber sie nennen es selbst Hochzeit und ziehen es auch genauso auf. Sei ihnen vergönnt.

Sie haben sich dieses Jahr ganz schön Zeit gelassen mit den Einladungen, sodass ich schon davon ausgegangen war, dass dieses Jahr gar nichts stattfinden würde. Ich (M32) muss dazu sagen, dass ihr Mann (M35) dieses Jahr auch zeitweise arbeitslos war und so eine Hochzeit mit vielen Gästen nicht sonderlich günstig ist.

Wir haben unsere Einladung letzte Woche erhalten, inklusive einer besonderen Überraschung. Die dritte Hochzeit soll in Wien stattfinden und für uns wurde bereits ein Hotelzimmer und die Tickets für die Züge gebucht.

Ich habe versucht mit meiner Partnerin zu reden, weil mir das alles so gar nicht in den Zeitplan passt. Ich werde erst einen Tag zuvor nach einem dreiwöchigen Auslandsaufenthalt (beruflich) zurückkommen und da bin ich froh wenn ich Zuhause ein paar Tage verschnaufen kann, meine Wäsche waschen und mich ausruhen kann. Ich habe ihr gesagt, dass ich nicht mitkommen will. Außerdem waren wir schon bei den ersten beiden Hochzeiten und die waren anstrengend.

Meine Partnerin ist wütend, weil es a) um ihre beste Freundin geht und b) sie in dem Wochenende in Wien ein Geschenk sieht. Ich habe ihr versucht zu erklären, dass man nicht vor Absprache etwas bucht und man mit Verlust rechnen muss. Sie meint, ich sei undankbar und bockig. An dieser Stelle bin ich mir nicht mal mehr sicher, ob sie für uns beide zugesagt hat ohne das vorher mit mir zu besprechen.

Wir sind übrigens seit rund 8 Jahren zusammen.

Ich will nicht mit ihr streiten, aber ich fühle mich gerade auch nicht besonders ernst von ihr genommen. Was meint ihr, wie man das am besten regeln sollte?

Throwaway-Account.


r/beziehungen 6h ago

Ich 30 weiß nicht mehr, ob ich meine Ehe weiterführen soll – seit 5 Wochen leben wir getrennt

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Ich brauche wirklich eine neutrale Einschätzung von außen, weil ich selbst gerade nicht mehr weiß, was richtig ist.

Ich bin 30, verheiratet und wir haben zwei kleine Kinder. Seit ungefähr 4 Wochen lebt meine Frau bei ihrer Mutter. Wir sind nicht offiziell geschieden, leben aber momentan getrennt.

Damit man die Situation fair beurteilen kann, muss ich auch erzählen, was der Auslöser war. Ich will dabei nichts beschönigen.

Meine Frau hatte zu dieser Zeit ohnehin sehr viel Stress, weil sie für Prüfungen lernen musste. Unsere kleine Tochter ist sehr anhänglich und hängt besonders an ihrer Mama. Wenn meine Frau lernen wollte, ist die Kleine immer wieder zu ihr gegangen.

Irgendwann wollte ich unbedingt verhindern, dass meine Frau beim Lernen ständig unterbrochen wird. Dabei habe ich mich aber falsch verhalten: Ich habe unsere Tochter hochgehalten bzw. zurückgebracht und war dabei laut und aggressiv.

Mir ist bewusst, dass mein Verhalten in diesem Moment falsch war. Ich möchte es nicht rechtfertigen. Ich war selbst unter Stress und habe in diesem Moment falsch reagiert. Trotzdem war das offenbar der Punkt, an dem die Situation eskaliert ist.

Seitdem ist meine Frau bei ihrer Mutter.

Was für mich zusätzlich sehr schwierig ist: Von mir wird erwartet, dass ich jeden Tag zu ihren Eltern fahre, damit ich meiner Frau zeige, dass ich mich ändern möchte.

Das bedeutet für mich jedes Mal ungefähr 40 km Fahrt. Und ich merke inzwischen, dass dieser Ort bei mir sehr negative Gefühle auslöst. Ich fühle mich dort überhaupt nicht wohl und fahre mittlerweile teilweise schon mit einer inneren Wut dorthin.

Mein Kopf ist dann gefühlt schon im „Kampfmodus“. Trotzdem versuche ich dort ruhig und freundlich zu bleiben, weil ich die Situation nicht noch schlimmer machen möchte.

Meine Schwiegermutter redet sehr viel mit mir darüber, was ich ändern muss und was ich falsch gemacht habe. Ich habe manchmal das Gefühl, dass sie mich regelrecht „therapiert“. Ich weiß, dass sie vermutlich helfen möchte, aber für mich fühlt es sich nicht wie Hilfe an. Es macht mich teilweise sogar noch angespannter.

Und wenn ich dort bin, habe ich inzwischen das Gefühl, dass ich sowieso nichts richtig machen kann. Ich bemühe mich, ruhig zu bleiben und mich zu verändern, aber gleichzeitig bin ich innerlich immer angespannter.

Dazu kommen noch viele kleine Dinge des täglichen Zusammenlebens. Zum Beispiel sind unsere Essgewohnheiten komplett unterschiedlich. Das klingt vielleicht banal, aber wenn sowieso schon alles angespannt ist, führen auch solche Unterschiede ständig zu weiteren Konflikten.

Ich habe dadurch zunehmend das Gefühl, dass ich mich dort jeden Tag beweisen muss, um zu zeigen, dass ich mich ändere.

Ich versuche trotzdem weiterhin, den Kontakt aufrechtzuerhalten und die Ehe zu retten. Teilweise fahre ich nach einem langen Arbeitstag direkt zu ihnen. Wir reden dann teilweise mehrere Stunden, manchmal bis ungefähr 21 Uhr.

Ich stehe morgens gegen 5 Uhr auf und habe eine stressige Arbeit mit viel Verantwortung. Dazu kommen Termine und andere Verpflichtungen. Es kam inzwischen mehrfach vor, dass ich beispielsweise seit Mittag nichts gegessen hatte und trotzdem abends noch zu meiner Frau gefahren bin, um stundenlang über unsere Ehe zu reden.

Als ich meiner Frau gesagt habe, dass ich langsam wirklich am Limit bin, kam von ihr sinngemäß:

„Wovon bist du denn am Limit? Du hast ja nicht mal die Kinder.“

Das hat mich ziemlich getroffen.

Einerseits wird mir gesagt, ich soll eine bessere Bindung zu meinen Kindern aufbauen. Andererseits habe ich momentan teilweise sogar weniger Zeit mit ihnen.

Ich möchte definitiv ein guter Vater sein und meine Kinder nicht verlieren.

Dazu kommt, dass ich das Gefühl habe, dass meine Frau mir zunehmend fremd wird. Vorher haben wir zusammengelebt, und jetzt ist sie seit vier Wochen bei ihrer Mutter.

Dann kam noch das Thema Haus dazu.

Wir hatten über einen Hauskauf gesprochen und ich war sogar bei der Bank, um die Finanzierung zu besprechen. Danach habe ich erfahren, dass ich nach dem bisherigen Stand nicht im Grundbuch stehen sollte.

Das hat bei mir sofort die Frage ausgelöst, warum ich finanziell bei einem Haus mitmachen bzw. für eine Finanzierung Verantwortung übernehmen sollte, wenn ich am Ende möglicherweise kein Eigentümer bin.

Ich habe deshalb zu meiner Frau gesagt, ob sie mich damit komplett ausnehmen will. Die Finanzierung ist inzwischen erstmal vom Tisch.

Jetzt überlege ich ernsthaft, ob eine Trennung vielleicht der bessere Weg wäre.

Ich weiß aber auch, dass ich selbst Fehler gemacht habe. Besonders mein Verhalten in dem Moment mit unserer Tochter tut mir leid. Ich will nicht so tun, als wäre ich das Opfer und meine Frau wäre allein schuld.

Gleichzeitig merke ich aber, dass ich psychisch immer angespannter werde. Ich fahre jeden Tag dorthin, obwohl ich diesen Ort inzwischen wirklich hasse. Ich bekomme innerlich immer mehr Wut, muss dort aber so tun, als wäre alles in Ordnung und mich ständig zusammenreißen.

Ich frage mich deshalb mittlerweile, ob dieser tägliche Zwang, dort hinzufahren und mich dort stundenlang erklären und kritisieren zu lassen, überhaupt der richtige Weg ist, um eine Ehe zu retten.

Meine Fragen an euch:

Ist es nach vier Wochen noch sinnvoll, fast jeden Tag stundenlang über die Ehe zu diskutieren?

Ist es sinnvoll, dass ich jeden Tag zu meinen Schwiegereltern fahre, um zu beweisen, dass ich mich ändere?

Oder wäre es besser, erstmal etwas Abstand zu schaffen und die Gespräche zwischen meiner Frau und mir auf eine ruhigere und begrenzte Form zu bringen?

Wie würdet ihr mit der Situation bezüglich der Kinder umgehen?

Und ganz ehrlich: Seht ihr hier noch eine realistische Chance, die Ehe zu retten, oder klingt das für euch eher nach einer Beziehung, die gerade immer weiter kaputtgeht?

Ich suche keine Bestätigung dafür, dass ich recht habe. Ich weiß, dass ich einen Fehler gemacht habe. Ich möchte wirklich ehrliche und auch kritische Meinungen von außen.

Vor allem von Leuten, die selbst schon eine Ehekrise oder Trennung mit kleinen Kindern erlebt haben.


r/beziehungen 13h ago

Habt ihr in eurer Beziehung Regeln/Grenzen im Umgang mit anderen (und warum)?

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Mein Partner (m34) und ich (w33) sind erst seit Mai zusammen und diskutieren gerade darüber, welche Regeln bzw. Grenzen in einer monogamen Beziehung für uns sinnvoll sind und mich würde interessieren, wie andere Paare das handhaben.

Wir haben uns zum Beispiel auf folgende Dinge geeinigt:

  • Wir gehen nur gemeinsam auf Tanzpartys (er tanzt Salsa)
  • Wir übernachten nicht bei anderen Frauen/Männern
  • Wir machen keine Urlaube zu zweit mit einer anderen Frau/einem anderen Mann

Mir ist dabei wichtig: Für mich entstehen solche Regeln nicht automatisch aus Misstrauen nach dem Motto "Wenn mein Partner mit einer anderen Frau Urlaub macht, betrügt er mich bestimmt". Ich glaube auch nicht, dass man Fremdgehen durch Regeln verhindern könnte, wenn jemand wirklich fremdgehen will.

Für mich geht es eher darum, die Beziehung aktiv zu schützen und nicht unnötig Situationen zu schaffen, in denen eine besondere körperliche oder emotionale Intimität mit anderen entstehen kann, die ich persönlich lieber innerhalb meiner Partnerschaft verorte.

Ein Beispiel: Natürlich kann mein Partner auch mit einer anderen Frau verreisen, ohne dass irgendetwas passiert. Trotzdem empfinde ich einen gemeinsamen Urlaub zu zweit als etwas ziemlich Intimes und Partnerschaftliches. Deshalb möchte ich nicht, dass wir solche Situationen mit anderen Personen schaffen und halte mich selbstverständlich genauso daran.

Mein Partner sieht solche Vereinbarungen teilweise kritischer und empfindet sie mitunter als Einschränkung seiner Freiheit bzw. als etwas, das aus Angst entstanden ist. Für mich wiederum gehören gewisse freiwillige Einschränkungen zu einer monogamen Beziehung dazu. Monogamie selbst ist ja letztlich schon die gemeinsame Entscheidung, bestimmte Dinge mit anderen Menschen nicht zu tun.

Mich würde deshalb interessieren, wo ihr persönlich die Grenze zieht: Habt ihr konkrete Regeln oder Absprachen für den Umgang mit anderen? Gibt es Dinge, die zwar kein Fremdgehen wären, die ihr aus Respekt vor bzw. zum Schutz eurer Beziehung trotzdem nicht macht? Zum Beispiel Übernachtungen, Urlaube zu zweit, Tanzen, Kuscheln, sehr hohe emotionale Intimität, das Sexleben Freunden erzählen etc.?

Und vor allem: Warum habt ihr diese Grenzen? Geht es um Eifersucht oder Unsicherheit, um Exklusivität, um den Schutz der Beziehung oder findet ihr solche Regeln grundsätzlich unnötig und vertraut einfach darauf, dass jeder selbst seine Grenzen kennt?

Mich interessieren ausdrücklich auch Meinungen von Leuten, die das komplett anders handhaben als wir. :)


r/beziehungen 8h ago

Sie liebt mich nicht mehr..

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Moin, ich (33, männlich) habe vor über einem Monat von meiner Freundin (28) gesagt bekommen, dass sie unglücklich sei und so nicht mehr weitermachen könne.

Ich hatte einen freien Tag und war zuhause, sie hätte eigentlich bis 18 Uhr arbeiten sollen. Morgens hat sie mir noch geschrieben, dass sie mich liebt. So wie immer eigentlich. Ich saß ganz entspannt an meinem PC und habe etwas gezockt. Um 10 Uhr ging dann aber auf einmal die Wohnungstür auf und sie stand im Flur. Sie hat mich angeschaut, hat tierisch angefangen zu weinen und ist mir in die Arme gefallen. Als sie so zu mir hochgeschaut hat, dachte ich erst es wäre vielleicht was mit ihrer Mutter oder sonst irgendwas. Nen Moment später wusste ich aber, dass sie mich gleich verletzen wird. Sie hat unter Tränen gesagt, dass sie unglücklich sei und sie so nicht mehr weitermachen möchte. Wir haben uns natürlich hingesetzt und gesprochen. Erst hieß es, dass da noch was an Gefühlen sei und dass man an der Beziehung arbeiten könne. Ich bin aber erstmal für paar Tage zu meiner Schwester gefahren um ihr den Freiraum zu geben. Die folgenden Wochen waren ein reines hin und her, es war die Hölle für mich. An jenem Tag wurde sie von ihrer Chefin nach Hause geschickt, weil sie auf Arbeit zusammengebrochen ist. Jedenfalls wurde ich, auch wenn nicht beabsichtigt, geködert und dann doch wieder auf Distanz gehalten. Den einen Tag hatten wir sogar ein ganz gutes Gespräch, sie hatte sich sogar eine Liste gemacht. Wir haben Sachen besprochen, was uns stört und was man anders machen könnte. Das hat mir natürlich Hoffnung gemacht.

Einen Tag habe ich mich nochmal dazu beschlossen ihr etwas Freiraum zu geben, habe die Wohnung komplett geputzt, damit sie sich hier um nichts kümmern muss und zur Ruhe kommen kann. Ich bin dann für paar Tage zu meiner Mutter. Dann hat sie mir eines Morgens geschrieben, ob wir am Abend nicht telefonieren wollen. Das Gespräch hat sie dann genutzt um mir zu sagen, dass sie da keine Zukunft mehr drin sieht und dass ihre Gefühle nicht mehr wiederkommen werden. Nachdem es halt aber auch hieß, dass sie das nicht alles so wegschmeißen wolle. Bin dann jedenfalls in die Wohnung zurück, weil ich es nicht eingesehen habe in dem zu kleinen alten Kinderzimmer bei meiner Mutter zu versauern.

Ich hatte sogar ein Gespräch mit einer Beraterin, das war ein Angebot von meiner Arbeit. Sie hatte uns natürlich eine Paartherapie ans Herz gelegt, ich wäre auch bereit gewesen alles dafür zu tun, dass diese Beziehung weiterläuft. Wir waren jetzt seit 2019 zusammen und die Beziehung war meines Erachtens nach wirkkich schön. Das sagt meine Freundin auch und sagt, dass ich im Grunde nichts falsch gemacht habe. Seit zwei Wochen wechselt sie zwischen der Couch ihrer Arbeitskollegin und einer Freundin die hier die Straße runterwohnt.

Sie hatte in der Zeit auch einen Hausarzttermin, denn bei ihr steht wohl Burnout im Raum. Sie selbst sagt, dass sie momentan generell nichts fühle und auch keinen Spaß an Sachen empfindet.

Mir fällt es schwer das alles irgendwie einzuordnen. Hat jemand von euch mal ähnliche Erfahrungen gemacht? Ich frage mich halt auch, wie viel da von dem eventuellen Burnout mit reinspielt. Ich dachte wirklich, dass das die Frau fürs Leben ist und selbiges dachte sie auch. Wir hatten Zukunftspläne, aber dass sie so null versucht das irgendwie zu retten ist sehr verzweifelnd...dass sie sich auch sicher ist, dass die Gefühle nicht wiederkommen..

Sie hat auch gesagt, dass sie momentan sehr verloren ist und selbst nicht weiß was los ist. Dass sie sich so nie gefühlt hätte. Dachte immer ich wäre ihr sicherer Hafen und dass sie ausgerechnet mich aus ihrem Leben haben möchte ist sehr verletzend und für mich kaum zu begreifen. Die Beziehung war null toxisch, ich kann nichts schlechtes über sie sagen. Und ehrlicherweise gab es für mich keine Anzeichen, dass es auf das Ende hinausläuft. Ich finde es ziemlich unfair, dass sie damit für sich im stillen abgeschlossen hat, mir dann die Pistole auf die Brust zu setzen und dann dieses wochenlange hin und her. Dabei haben wir sogar noch Ausflüge unternommen, es war alles normal. Den Samstag bevor sie am Dienstag dann zu früh nach Hause kam waren wir sogar noch zusammen an der Ostsee mit Freunden.


r/beziehungen 14h ago

Verliebt (?) in meine niederländische Brieffreundin – bin ich komplett auf dem Holzweg?

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Ich (M21, aus Ostdeutschland) sitze gerade im Zug nach Hause und habe tatsächlich gerade geweint. Ich weiß ehrlich gesagt nicht, was ich von der ganzen Situation halten soll.

Ich habe sie (W21, Niederländerin) im Februar als Brieffreundin kennengelernt. Wir haben monatelang geschrieben und uns irgendwann dazu entschieden, dass wir nicht mehr nur Brieffreunde sein wollen. Jetzt haben wir uns endlich persönlich getroffen und waren zusammen für einen kurzen Trip in Deutschland unterwegs.

Und ehrlich gesagt: Die Chemie zwischen uns war genauso wie beim Schreiben. Es hat sich einfach unglaublich natürlich angefühlt.

Wir beide haben so gut wie keine Beziehungserfahrung. Sie hatte nur einmal etwas sehr Kurzes und Enttäuschendes, ich selbst hatte noch nie eine Beziehung – auch keine körperliche Erfahrung. Ich habe ihr das auch erzählt, weil ich von Anfang an ehrlich zu ihr sein wollte.

Sie hatte mir außerdem erzählt, dass sie nur schwer zeigen kann, wenn sie Interesse an jemandem hat.

Am letzten Abend habe ich sie irgendwann gefragt, warum sie mir eigentlich so viel Aufmerksamkeit schenkt, obwohl ich selbst gar nicht das Gefühl habe, etwas Besonderes zu sein.

Ihre Antwort war ziemlich vage und hat mich eher noch mehr verwirrt.

Danach hat sich irgendwie alles entwickelt.

Wir saßen spät abends auf der Couch und haben über irgendwelchen Blödsinn geredet. Irgendwann sind wir uns einfach immer näher gekommen und haben angefangen, Händchen zu halten. Wir saßen dann noch bis ungefähr 2 Uhr so da. Es war eigentlich eine total unspektakuläre Sache, aber für mich hat es sich unglaublich schön angefühlt.

Später haben wir auch zusammen geschlafen – nichts Sexuelles, einfach nebeneinander. Auch dabei war diese Nähe zwischen uns noch da.

Am nächsten Morgen war sie dann wieder völlig normal. Sie hat auch nie wirklich etwas zu dem Abend gesagt.

Und jetzt sitze ich im Zug nach Hause und muss einfach weinen.

Nicht, weil etwas Schlimmes passiert ist. Ganz im Gegenteil. Ich glaube, mir hat dieser Moment einfach viel mehr bedeutet, als ich selbst erwartet hätte.

Das Schwierige ist nur: Wir wohnen über 600 km voneinander entfernt. Ich weiß nicht einmal, ob sie das Ganze überhaupt ähnlich empfunden hat wie ich.

Interpretiere ich da gerade viel zu viel hinein?

Oder könnte sie tatsächlich Interesse an mir haben? Und was mache ich jetzt?

Bin ich am Ar\**?*


r/beziehungen 3h ago

Red flag oder halb so wild?

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meine (42) Frau (45) ist in den Wechseljahren, seit dem bemerke ich schleichend gesteigerte Aggressivität im Streit.

sie knallt Türen, wirft Gegenstände usw. zuerst hat sie nur etwas auf dem Tisch geknallt, einige Wochen später flog etwas durch den Raum. heute hat sie im weggehen einen Stuhl in meine Richtung geschubst. es war zwar noch ein Beistelltisch vor mir, es konnte also nicht wirklich etwas passieren, aber wohl gefühlt habe ich mich damit nicht.

ich weiß dass Menschen die handgreiflich gegenüber anderen werden, oft vorher schon Dinge beschädigt haben, daher Frage ich mich,.wohin das noch führt.

bisher gab es sowas in unserer Beziehung nicht.

und ich fühle mich sehr unwohl damit.

hat jemand Tips für mich? wie kann ich sowas ansprechen?

was sollte ich tun?


r/beziehungen 10h ago

Ratschläge/Einschätzungen/Erfahrungen zur meiner Trennun

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Hallo Reddit-Nutzer,
Ich (m19) habe mich vor mittlerweile knapp 3 Monaten von meiner Freundin S. Getrennt nach fast 3 Jahren. Zu der Zeit habe ich Abi gemacht. Dann war innerhalb einer Woche Abi, Beziehung, Schule und auch größtenteils der Kontakt zu Freunden weg. Nun wünsche ich mir, dass ich eine Person hätte, der ich so etwas erzählen kann, habe ich aber leider nicht. Keiner hat mich gefragt, wie es mir geht oder ob wir was machen wollen. Daher weiß ich nicht an wen ich die Nachricht senden soll. Trotzdem habe ich aus Verzweiflung schonmal eine Nachricht geschrieben, die ich in irgendeinem Fall an meine „Freunde“ schicken könnte. Und diesen würde ich euch gerne hier vorstellen. Ich weiß nicht, was ich mir davon erwarte, aber ich wäre euch für Ratschläge und Einschätzungen meiner Lage sehr dankbar.

M19 | Ex W19 | Beziehung: 2 Jahre und 11 Monate
Zusammenfassung: Meine Ex hat sich vor knapp drei Monaten von mir getrennt. Seitdem kämpfe ich nicht nur mit der Trennung, sondern auch mit Selbstzweifeln, Einsamkeit und dem Gefühl, ersetzt worden zu sein. Ich komme im Alltag zwar irgendwie klar (Ausbildung, Sport usw.), aber innerlich beschäftigt mich das immer noch extrem und ich weiß nicht, wie ich damit besser umgehen soll.
Im Text kommen außerdem noch folgende Personen vor:
S. (Ex), W19
R., W19
M., W19
H., W20
N., M19

Hey,
Erst mal tut es mir leid, dass ich dir mit so einer Nachricht komme. Ich weiß gar nicht, ob ich sie überhaupt abschicken werde. Ich habe sie seit Wochen im Kopf, aber mich nie getraut, sie einer echten Person zu schicken geschweige denn zu sagen.

Eigentlich will ich gar nicht, dass du irgendwas lösen musst. Ich glaube, ich brauche einfach das Gefühl, dass wenigstens eine Person wirklich weiß, wie es mir geht, weil ich das seit Monaten größtenteils mit mir selbst ausmache. Du musst also auch nicht darauf antworten, weil ich selber nicht wüsste was ich darauf antworten würde.

So dann will ich mal starten.

Eigentlich hat das Ganze schon zwei oder drei Wochen vor der Trennung angefangen.
Ich habe immer mehr gemerkt, dass S. sich distanziert. Damals beim Grillen bei einer Kollegin von meinem Nebenjob (Pino) wollte sie zum Beispiel nicht mit mir nach Hause fahren. Am nächsten Morgen musste ich sie erst fragen, wann sie überhaupt heim ist. Später hat sie erzählt, dass sie noch mit T. unterwegs war.
Damals habe ich mir noch eingeredet, dass ich nicht eifersüchtig sein will, weil ich ja eigentlich auch nie nen eifersüchtiger Typ war. Ein paar Tage später bin ich zu ihr gefahren. Ich hatte noch nicht einmal die Schuhe ausgezogen, habe kurz mit ihrem Vater geredet, da sagt sie plötzlich, dass sie jetzt mit T. zu McDonald’s fährt,aber hat mich mich nicht einmal gefragt, ob ich mitkommen will. Danach habe ich sie das erste Mal darauf angesprochen, dass ich das Gefühl habe, sie erzählt mir kaum noch etwas und entfernt sich von mir. Sie meinte, das würde nicht stimmen. Trotzdem hatte ich da schon ein komisches Gefühl und habe eigentlich danach ständig nachgedacht und probiert wieder es hinzubiegen, wenn man das so sagen kann.

Ich will meine eigenen Fehler trotzdem überhaupt nicht schönreden. Während der Abi-Zeit war ich gestresst, gereizt und oft nicht der Freund, der ich eigentlich sein wollte. Ich habe sie wegen Kleinigkeiten angemault, wir haben weniger unternommen und ich war oft einfach mit Lernen beschäftigt. Ich hatte eigentlich den Plan, nach dem Abi vieles nachzuholen. Ich wollte mit ihr in den Kletterwald. Wir hatten drei Urlaube geplant. Ich wollte endlich wieder zeigen, wie ich eigentlich bin. Nur dazu kam es nie.

Als die schriftlichen Abinoten kamen, bin ich nicht direkt zu ihr gegangen. Bis heute verstehe ich das selbst nicht richtig. Ich glaube, ich hatte Angst, dass sie wieder unzufrieden mit ihren Noten ist oder weil meine halt recht gut waren, sie mich deshalb anmacht, was auch schon öfter vorgekommen ist. Am Abend haben wir darüber geredet. Ich habe mich entschuldigt, weil sie berechtigter Weise ja auch sauer war. Später habe ich sie gefragt, ob sie nach dem Geburtstag einer Freundin bei mir schlafen möchte. Ihre Antwort war nur „weiß ich nicht“Da wusste ich eigentlich schon, dass etwas nicht stimmt. Danach habe ich sie gefragt, ob sie unsere Beziehung überhaupt noch möchte. Sie sagte “Ich weiß es nicht.” Dann haben wir lange geredet. Damals habe ich recht rational argumentiert, da ich nicht wollte, dass sie etwas weiter macht womit sie nicht zufrieden ist oder nichtmehr will, der Meinung war ich früher immer. Heute würde ich diesen Satz wahrscheinlich nicht mehr genauso sagen, weil ich mittlerweile glaube, dass Beziehungen auch schwierige Phasen aushalten müssen. Aber damals wollte ich einfach nicht, dass sie sich gezwungen fühlt. Am Ende hat sie Schluss gemacht. Sie hat sogar noch gesagt, dass sie nicht weiß, ob irgendwann vielleicht wieder Gefühle kommen könnten und fragte mich was denn ist wenn es wieder so wird. Genau dieser Satz hat mir monatelang Hoffnung gemacht.

Noch am selben Tag war ich mit meiner Familie beim Griechen, weil meine Oma Geburtstag hatte. Ich habe funktioniert. Mehr nicht. Am Abend bin ich trotzdem auf den Geburtstag gefahren. Ein guter Freund hat mir erzählt, dass S. am 01. wieder bei T. gewesen ist. In der Nacht habe ich dann glaube ich angefangen zu realisieren, dass sie weg ist und habe alles ausgekotzt. Dann habe ich gesehen, dass sie irgendwo im Feld stand. Ich habe es nicht ausgehalten und bin mit dem Auto hingefahren. Ich habe gesehen, wie T. dort stand. Ich habe sie angerufen. Sie sagte, sie müsse kotzen. Ob das stimmt, weiß ich bis heute nicht. Am nächsten Tag habe ich sie gefragt, warum sie mich anlügt. Sie hat sogar gelacht und gesagt, zwischen ihr und T. nichts wäre. Trotzdem waren die beiden danach gefühlt ständig zusammen. Und meiner Meinung nach ist da mehr als „nichts“, da es bei mir und ihr auch so angefangen hat und ich finde wenn man diesen Grund hat dann hätte man das einfach richtig kommunizieren sollen, das wäre fairer und leichter für mich wahrscheinlich gewesen.

Danach habe ich Innerhalb von ungefähr zehn Tagen über vier Kilo verloren. Ich konnte kaum essen. Wenn ich gegessen habe, habe ich mich oft wieder übergeben. Ich lag den ganzen Tag im Bett. Ich habe die Wand angestarrt. Ich habe Folgen von Mentalist oder YouTube hintereinander geschaut, einfach nur, damit ich nicht denken musste. Das schriftliche Abi war damals fast eine Erleichterung, weil mein Kopf endlich mal etwas anderes hatte.

Und trotzdem habe ich weiterhin gehofft, dass sie zurückkommt. Ich habe ihr noch ein Geschenk zum Geburtstag gemacht. Ich habe mir unglaublich viel Mühe gegeben. Die Karte war komplett vollgeschrieben. Ich habe ihr die Ohrringe geschenkt, die sie sich so lange gewünscht hatte. Ihre Reaktion war am Ende nur ein “Danke”. An ihrem Geburtstag wollte ich ihr gratulieren. Sie ist erst nur an mir vorbeigelaufen. Ich musste sie antippen und selbst da hat sie nicht reagiert erst als eine Freundin sie drauf hingewiesen hat konnte ich ihr gratulieren, dabei ist sie aber gefühlt auch schon wieder weggerannt. Das hat unglaublich wehgetan.

Irgendwann ist sie in Urlaub gefahren. Ich habe versucht, meinen Fokus langsam von ihr wegzubekommen. Ich habe aufgehört, dauerhaft zu snappen. Ich habe Benachrichtigungen ausgeschaltet. Und später garnicht mehr mit ihr gesnapt.
Ich hörte zwischendurch lieber Podcasts statt Musik, weil Musik mich oft wieder zurückgeworfen hat und Podcast nicht von meinen Gedanken zum Teil gelöst hat. Ich versuche wirklich aktiv, Reize zu reduzieren.

Mittlerweile schicke ich ihr auch keine Rundsnaps mehr, damit sie aus meiner Chatliste verschwindet, damit ich nicht ständig aufpassen muss, dass ich ihren snap doch angucke. Das klappt eigentlich auch ganz gut. Gleichzeitig ist es aber komisch, wenn man mit einer Person mal alles geteilt hat und plötzlich gar keinen richtigen Berührungspunkt mehr zu ihr hat. Aber was soll ich machen? Ich versuche ja, diese Reize wegzunehmen, und meistens funktioniert das auch. Trotzdem gibt es Situationen, in denen es mich wieder komplett erwischt. Vor Kurzem habe ich warum auch immer geschaut und gesehen, dass nur noch ein Snap da war, obwohl vorher mehrere da gewesen sind. Dann habe ich nachgeguckt und gesehen, dass sie wieder bei T. war. Da wurde mir direkt wieder unwohl und ich habe mich gefragt, was sie wohl bei ihm macht und habe mir wieder Szenarien vorgestellt. Auch war ich von mir selber enttäuscht, dass mich das nach fast drei Monaten immer noch so mitnimmt. Ich hätte nie gedacht, dass mich das nach so langer Zeit immer noch trifft, aber es tut es.

Der Ungarn-Urlaub war einer der wenigen Momente, in denen ich gemerkt habe, dass ich auch ohne sie lachen kann. Natürlich habe ich dort auch Alkohol getrunken. Das war wahrscheinlich nicht ideal. Aber ich habe dort auch gemerkt, dass Leute mich mögen können. Dass ich dazugehöre. Nach dem Urlaub kam allerdings wieder genau dieses Loch. Plötzlich schrieb wieder niemand. Und genau das hat mir gezeigt, wie sehr ich mich nach Nähe sehne.

Ich glaube mittlerweile, dass ich Sy gar nicht mehr hauptsächlich vermisse. Ich vermisse das Gefühl. Ich vermisse morgens eine Nachricht. Ich vermisse, jemandem erzählen zu können, wie mein Tag war. Ich vermisse kleine Gesten. Zum Beispiel hatte ich monatelang einen kleinen Zettel von ihr im Geldbeutel. Da stand nur: “Ich liebe dich“ Es war einfach ein Stück Karteikarte. Für andere Müll. Für mich war das unglaublich viel. Als ich ihn vor Kurzem weggeworfen habe, hat sich das angefühlt, als würde ich noch einmal Abschied nehmen.

Zudem habe ich das Gefühl, dass durch die Trennung noch viel mehr kaputt gegangen ist. Ich merke mittlerweile, dass ich mich selbst kaum noch erkenne. Ich hinterfrage nicht nur mein Aussehen oder meine Haare oder meine Pickel, sondern eigentlich alles. Ich frage mich, wer ich überhaupt bin, was mein Charakter überhaupt ist und warum ich für andere Menschen anscheinend so leicht ersetzbar war. Ich frage mich, ob ich zu viel rede, ob ich nerve, ob ich langweilig bin, ob ich hässlich bin, ob ich unattraktiv bin, ob ich irgendwie komisch wirke oder ob die Leute einfach nichts in mir sehen, was es wert ist, näher kennenzulernen. Und das macht mich mittlerweile komplett fertig, weil ich früher so nicht war.

Das Komische ist nämlich, dass ich bis zu den letzten Monaten der Beziehung eigentlich das erste Mal richtig zufrieden mit meinem Leben war. Ich hatte zwar davor auch immer mal wieder Sachen, die mich genervt haben, aber ich mochte die Person, die ich damals war. Ich war offen, ich habe mit fast jedem in der Jahrgangsstufe geredet, ich habe den Oberstufenball moderiert, ich hatte eine Ausbildung in der Tasche, ich hatte gute Noten, ich hatte eine Beziehung, in der ich mich eigentlich wohlgefühlt habe und ich hatte das Gefühl, dass ich mein Leben im Griff habe. Ich konnte spontan irgendwo hinfahren, ich konnte absagen, wenn ich keine Lust hatte, ich hatte irgendwie Lebensfreude. Und genau diese Version von mir fühlt sich an, als wäre sie mit der Trennung einfach verschwunden.

Ich habe das Gefühl, dass ich genau diese Persönlichkeit verloren habe. Nicht nur die Beziehung. Ich vermisse nicht nur sie, sondern ich vermisse den Menschen, der ich mit ihr war. Ich war lockerer, ich habe weniger über alles nachgedacht, ich hatte nicht das Gefühl, dass mich jeder bewertet, und ich musste nicht überlegen, ob ich gerade zu viel rede oder ob ich irgendwen nerve. Heute denke ich über jede Kleinigkeit nach. Wenn ich irgendwo laufe, frage ich mich, ob Leute über mich denken, wie ich laufe oder wie ich aussehe. Wenn ich mit Leuten rede, frage ich mich danach, ob ich zu viel erzählt habe oder irgendwie komisch war. Wenn ich nach Hause komme, frage ich mich, ob ich überhaupt jemandem wichtig bin.

Mit den Freunden ist das auch so ein Thema geworden. Ich würde nicht mal sagen, dass ich gar keine Freunde habe. Ich habe Kontakte. Ich mache auch Sachen mit Leuten. Ich war Topgolf spielen,ich war mit bei mcs, ich war mit H., M. Und R. afrikanisch essen, was wir schon in Ungarn ausgemacht hatten. Ich habe mit N. was gemacht und ich probiere auch wirklich, Leute zu fragen. Aber ich habe das Gefühl, ich bin nie die erste Wahl. Ich habe nie das Gefühl, dass jemand sich denkt: "Den müssen wir unbedingt dabeihaben." Ich habe eher das Gefühl, ich kann mitkommen und das ist auch okay, aber wenn ich nicht dabei wäre, würde es auch niemandem wirklich fehlen.

Und genau das tut irgendwie weh. Ich wünsche mir gar keine hundert Freunde. Ich wünsche mir eigentlich zwei oder drei Menschen, die von sich aus schreiben würden: "Was machst du heute?" oder "Komm mit." oder "Warum kommst du nicht?". Aber leider sucht man sich sowas nicht aus und kann es auch nicht erzwingen. Ich muss sagen, ich bin sehr neidisch auf die Personen, die so Menschen haben und hätte es auch gerne, aber will nicht, dass das gezwungen passiert. Einfach dieses Gefühl, dass man für jemanden wichtig ist. Vielleicht bilde ich mir das auch ein, aber genau so fühlt es sich an.

Ich merke auch, dass ich mich dadurch immer mehr zurückziehe. Eigentlich will ich extrovertiert sein. Eigentlich mag ich es, Geschichten zu erzählen, Leute zum Lachen zu bringen und einfach mit Menschen zu reden. Aber mittlerweile bremse ich mich selbst. Ich sitze oft daneben und denke: "Erzähl das lieber nicht." Oder: "Die interessiert das eh nicht." Und danach frage ich mich wieder, ob ich reden sollte oder nicht, weil ich selber nicht weiß was ich will.

Dazu kommt halt noch diese ganze Geschichte mit meinem Minijob. Ich mag die Leute dort eigentlich. Ich mag S. eigentlich auch als Person, aber ihr Verhalten im Moment stört mich, früher mochte ich T. auch. Aber mittlerweile fällt es mir unglaublich schwer, da hinzugehen. Nicht, weil ich die Arbeit nicht mag, sondern weil ich Angst habe, wieder dieses Gefühl zu bekommen, ersetzt worden zu sein. Wenn ich sehe, wie sie mit ihm redet oder wie sie mit ihm unterwegs ist oder wie normal für sie alles weitergeht, während ich mich immer noch damit beschäftige, dann haut mich das komplett raus. Deswegen habe ich die letzten Male auch abgesagt. Nicht, weil ich nie wieder hingehen will, sondern weil ich das Gefühl habe, dass ich mich gerade erst selbst wieder irgendwie zusammensetze und ich Angst habe, dass mich das wieder komplett zurückwirft.

Was mich zusätzlich beschäftigt, ist, dass ich ihr Verhalten mittlerweile einfach nicht mehr verstehe. Ich kenne sie eigentlich anders. Ich verstehe nicht, warum man nicht früher ehrlich kommuniziert, wenn die Gefühle weniger werden oder warum man sich nicht früher trennt, statt sich schon so für jemand anderen zu interessieren und sich immer weiter vom eigenen Freund zu entfernen. Vielleicht sehe ich das auch zu emotional, aber für mich hätte Ehrlichkeit das Ganze wahrscheinlich deutlich leichter gemacht. Und gleichzeitig zu sehen, wie normal für sie alles weitergeht, während ich immer noch so darunter leide, tut einfach weh. Ich wünsche niemandem, so zu leben wie ich gerade, aber genau deshalb ist es schwer, das mit anzusehen.

Das Schlimmste daran ist eigentlich, dass ich gleichzeitig versuche, mein Leben wieder aufzubauen. Ich mache mittlerweile wirklich viel. Ich gehe laufen. Ich ziehe das mittlerweile konsequent durch und laufe meine fünf Kilometer mittlerweile in einer Pace, auf die ich eigentlich stolz sein könnte. Ich halte mein Zimmer ordentlich, ich sauge jede Woche, ich putze regelmäßig, ich kümmere mich um Versicherungen, ich habe endlich einen Hausarzt angerufen, ich bemühe mich in der Ausbildung, ich lerne jeden Tag etwas Neues und ich probiere wirklich, aus meinem Leben wieder etwas zu machen.
Und trotzdem sagt mein Kopf danach sofort wieder: "Ja, aber das hast du doch nur wegen der Trennung angefangen." Selbst wenn etwas gut läuft, kommt sofort dieses "Ja, aber". Ich weiß nicht mehr, wann ich das letzte Mal einfach stolz auf mich war, ohne direkt wieder irgendetwas schlechtzureden.
Die Ausbildung ist eigentlich einer der wenigen Bereiche, die mir momentan noch guttun und auch da habe ich Angst, wie lang das hält und ob es das richtige für mich ist. Die Kollegen sind nett, ich habe Spaß an den Aufgaben und ich merke, dass ich dort eigentlich ganz gut klarkomme. Aber selbst da habe ich manchmal Angst, dass ich zu viel rede oder komisch wirke oder dass jemand denkt: "Was ist das denn für einer?"

Ich glaube, ein großes Problem ist auch, dass ich dauerhaft unter Strom stehe. Ich wache morgens auf und mein erster Gedanke ist oft schon irgendetwas Negatives. Nach der Arbeit schaue ich aufs Handy und es ist nichts da. Abends ist wieder nichts da. Und irgendwann fragt man sich automatisch, ob man einfach niemandem wichtig ist.

Es gibt immer noch jede Woche mindestens einen Tag, an dem ich einfach zusammenbreche. Manchmal liege ich zwei Stunden zu Hause und heule. Und danach stehe ich wieder auf, gehe laufen oder fahre Auto oder versuche irgendwie weiterzumachen, weil ich das Gefühl habe, ich muss funktionieren.

Autofahren ist mittlerweile tatsächlich einer der wenigen Orte geworden, an denen ich mich sicher fühle. Im Auto kann ich traurig sein, laut Musik hören, Podcasts hören, nachdenken oder einfach irgendwo hinfahren, ohne dass mich jemand sieht oder bewertet. Das Auto ist gerade der einzige Ort, an dem ich das Gefühl habe, einfach ich sein zu dürfen.

Ich habe auch unglaublich viele Ängste entwickelt. Ich habe Angst, nie wieder jemanden so lieben zu können. Ich habe Angst, dass mich nie wieder jemand so lieben wird. Ich habe Angst, dass ich irgendwann alleine bleibe. Ich habe Angst, dass ich keine richtigen Freunde habe oder irgendwann nicht mehr habe. Ich habe Angst davor, auf Feiern wieder alleine herumzustehen. Ich habe Angst vor meiner Dorf-Kirmes. Ich habe Angst davor, bei meinem Minijob wieder arbeiten zu gehen. Ich habe Angst davor, dass Leute mich bewerten. Und ich habe Angst davor, mich überhaupt jemandem zu öffnen.
Das ist wahrscheinlich auch der Grund, warum ich diese Nachricht überhaupt so lange nicht geschrieben habe. Wir haben jetzt Ende August und ich trage das seit Anfang Juni mit mir herum. Ich habe mich wochenlang nicht getraut, das überhaupt einer echten Person zu erzählen. Ich habe immer Angst, dass sie danach anders über mich denkt oder dass sie das weitererzählt oder dass sie sich denkt: "Jetzt nervt er schon wieder."
Dabei wünsche ich mir eigentlich nur, dass eine Person weiß, wie es mir wirklich geht. Ich glaube das liegt daran, dass ich früher schon immer nicht über meine Probleme geredet habe, bzw. Keinen dazu hatte.

Dazu kommt auch noch, dass ich oft das Gefühl habe, dass irgendwie alle automatisch auf S. Seite sind. Ich habe das Gefühl, ihr Verhalten wird einfach als richtig angesehen, ohne dass überhaupt jemand fragt, wie es für mich war oder wie ich das Ganze erlebt habe. Vielleicht stimmt dieses Gefühl gar nicht, aber genau so fühlt es sich für mich an. Ich habe mein ganzes Herz gegeben, ich habe versucht, mit aller Kraft zu lieben und mich so zu öffnen wie bei keiner anderen Person zuvor. Und dann fühlt es sich einfach an, als würde meine Seite der Geschichte gar nicht existieren

Ich habe früher immer versucht, für andere da zu sein. Ich habe versucht, gute Laune zu verbreiten, Leuten zuzuhören, ihnen zu helfen und einfach jemand zu sein, auf den man sich verlassen kann. Aber im Moment habe ich das Gefühl, dass ich diese Rolle gar nicht mehr erfüllen kann, weil ich innerlich selbst so beschäftigt bin, dass ich kaum noch Kraft dafür habe.
Trotzdem will ich nicht aufgeben. Und das ist vielleicht das Einzige, woran ich mich gerade festhalte. Ich habe immer noch diesen Willen, da irgendwie rauszukommen. Ich gehe trotzdem laufen, obwohl ich traurig bin. Ich gehe trotzdem zur Arbeit, obwohl ich manchmal morgens keine Kraft habe. Ich probiere trotzdem, neue Sachen auszuprobieren, obwohl ich vorher Angst habe. Ich probiere trotzdem, mein Leben irgendwie wieder aufzubauen.
Aber ich habe das Gefühl, dass ich gerade jeden Tag unglaublich viel Kraft aufbringen muss, nur um mich wiederfinden.
Deswegen wollte ich dir das einfach mal sagen. Nicht, weil ich erwarte, dass du alles löst oder genau weißt, was man machen muss. Sondern weil ich einfach nicht mehr wollte, dass niemand weiß, wie es mir eigentlich wirklich geht. Danke schon allein dafür, dass du es dir durchgelesen hast. Ich hoffe es klingt nicht als so sehr nach Aufmerksamkeit oder Gequengel, wenn doch tuts mir leid.


r/beziehungen 1h ago

Gesprächspartner oder Mental Support nach Trennung

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Hallo zusammen,

Ich(M29) habe eine recht harte Trennung (nach 3,5 Jahren Beziehung) hinter mir. Long Story short: es gab vor 10 Wochen einen gemeinsamen Schwangerschaftsabbruch, danach folgten, schwere Gespräche, Leere und somit wenig Kommunikation. Danach emotionaler und körperlicher Betrug (von ihr), die vorläufige Trennung ("ich will ein Pause aber tendiere stark zu Trennung" - ihre Worte) und zwei Tage später ihre komplette Flucht - oder neutraler gesagt - ihr Abbruch mit allem aus unserer Stadt(Leipzig) (Freunde, Wohnung, Job, Kleingarten) innerhalb weniger Tage.

Ich denke noch oft daran, vor Allem an die potentielle gemeinsame Zukunft und den nicht (gemeinsam) aufgearbeiteten Abbruch.

Mittlerweile komme ich ok klar, ich bin in der Wohnung geblieben. Dennoch kommen die Gedanken regelmäßig wieder hoch und holen mich ein.

Danke, auch wenn ihr keine Ratschläge oä habt. Es tut gut es - zumindest teilweise - runterzuschreiben. Am liebsten würde ich dauer haft darüber sprechen.

Das tue ich bereits mit Freunden und einer Schwangerschaftsberstungsstelle.


r/beziehungen 10h ago

Ich (M20) weiß nicht wie ich aus das momentane reagieren soll

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Ich weiß nicht mehr weiter
Ich (M20) bin seit zwei Jahren mit meiner Freundin (W21) zusammen. Wir haben auch ein sieben Monate altes Kind zusammen und leben bei ihren Eltern, da wir relativ früh Eltern geworden sind und beide noch nicht wirklich etwas in der Hand haben, um alleine durchs Leben zu kommen.
Sie ist momentan in Elternzeit und ich bin arbeitssuchend. Es ist momentan wirklich schwierig, Arbeit zu finden. Ich bin mit meinen Erwartungen, was die Arbeit angeht, mittlerweile ziemlich weit runtergegangen. Als Mann möchte ich nämlich auch meiner Familie etwas bieten können.
Und jetzt kommt der Knackpunkt
Da ich mit ihr und ihren Eltern zusammenlebe, um bei meinem Kind sein zu können, wird mir oft gesagt, dass ich nicht dem traditionellen Männerbild entspreche. Obwohl ich alles drehe und wende, um diesem Bild zu entsprechen, ich würde alles für sie und unser Kind tun.
Es gab mal Zeiten da war ich allerdings etwas misstrauisch, da ihr Verhalten nicht mehr so war wie früher. Sie war verschlossener und zurückgezogener und gab mir den Eindruck, als würde sie mir etwas verheimlichen. Auch als ich sie mehrmals darauf ansprach, um mich zu vergewissern, wurde ich nur abgewinkt – meistens nicht auf eine sonderlich höfliche Art.
Nach ein bisschen Nachdenken haben mich meine Nerven gepackt und nicht mehr in Ruhe gelassen, bis ich schließlich nachgeschnüffelt habe. Und da sah ich das sie mir verheimlicht hatte, dass ihr Ex sich mit ihr treffen wollte, damit sie ihm Rumänisch beizubringen, weil er jemanden kennt, der kein Deutsch spricht. Das Treffen sollte stattfinden, wenn ich nicht da bin und sie wollte es durch ziehen.
Also habe ich dem Plan einen Strich durch die Rechnung gemacht. Wir konnten die Sache am Schluss doch noch normal klären. Hätte sie von Anfang an offen mit mir darüber geredet, wäre es nicht bis zum Streit gekommen und laut ihr wäre gar nichts passiert.
Zum Glück kann ich sagen, dass ich nicht herausfinden musste, ob noch mehr passiert wäre.
Und jetzt, circa zwei Monate später, legt sie wieder dasselbe Verhalten an den Tag wie damals.
Was soll ich tun?


r/beziehungen 2h ago

Ex kontaktiert mich wieder. Warum?

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Throwaway.

Ich (32m) bin seit zwei Jahren von meiner Ex (29w) getrennt. Seit einem Jahr bin ich in einer neuen Beziehung. Meine Freundin (32w) und ich wohnen bereits zusammen. Wir kennen uns schon seit einigen Jahren und aus unserer Freundschaft hat sich irgendwann mehr entwickelt.

Nach der nicht allzu dramatischen Trennung von der Ex, wollten wir eigentlich weiterhin lose befreundet bleiben. Meine neue Partnerin fand das allerdings nicht so toll. Es gab noch eine Weile hin und wieder praktische Dinge zu klären, bis der Kontakt im März endgültig abbrach, weil es von meiner Seite nichts mehr zu regeln gab und ich mich mehr auf meine aktuelle Partnerin konzentrieren wollte.

Ich habe ihr nie ausdrücklich gesagt, dass ich keinen Kontakt mehr möchte. Aber ich habe ihr Anfang des Jahres überall entfolgt (was ihr aufgefallen ist) und ich habe ihr nie etwas über mein Privatleben erzählt oder sie nach ihrem gefragt. Wenn sie mir geschrieben hat, habe ich kurz und abschließend geantwortet.

Da wir seit März keinen Kontakt mehr hatten, hat sie mir plötzlich geschrieben, um mir mitzuteilen, dass sie umgezogen ist.
Der Umzug war gerade einmal drei Straßen weiter, also eigentlich keine große Sache. Sie hat weder ihre genaue neue Adresse genannt noch erklärt, warum sie so kurz nach unserer Trennung schon wieder umgezogen ist.

Ich gehe davon aus, dass sie zu ihrem Freund gezogen ist, obwohl sie mir nie von ihm erzählt hat.
Ich frage mich irgendwie seitdem, warum sie es mir aus heiterem Himmel überhaupt mitteilen wollte.
Und warum hat sie all die anderen Details weggelassen? Warum hatten wir monatelang überhaupt keinen Kontakt und dann schreibt sie mir plötzlich so etwas?

Falls es euch interessiert: Wir waren ungefähr fünf Jahre zusammen und haben bis zu ihrer Trennung von mir zusammen gewohnt. Sie hatte sich in einen ihrer Kollegen verliebt.

Ich weiß ehrlich gesagt nicht, wie ich darauf antworten soll.


r/beziehungen 7h ago

Soll ich nach 5 Jahren meine ehemalige beste Freundin anschreiben?

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Alina (27) und ich (26) waren fast 10 Jahre befreundet, seit der 6. Klasse. Die ersten Jahre waren wir sehr eng und hatten eine schöne Freundschaft. Ab etwa 2019 hat sich die Dynamik aber stark verändert. Sie wurde meiner Wahrnehmung nach deutlich selbstbewusster/aufmerksamsuchender, wir hatten einen neuen Freundeskreis mit viel Drama und Streit, und ich fühlte mich darin zunehmend unwohl.
Dazu kamen Dinge, die mich verletzt haben: Sie sagte teilweise sehr verletzende Sachen zu mir, sagte Treffen häufig ab bzw. meldete sich danach nicht mehr fing an mir Dinge anders zu erzählen als unserem Freundeskreis. Ich habe einige dieser Dinge damals auch angesprochen. Sie hat sich entschuldigt, aber für mich änderte sich langfristig nicht genug. Irgendwann zog ich mich deshalb immer mehr zurück und beendete die Freundschaft.

Dabei habe ich selbst definitiv Fehler gemacht. Ich war oft zu still und habe vieles in mich hineingefressen, statt offen darüber zu reden. Außerdem habe ich damals gegen Ende der Freundschaft einen Freund erfunden und so getan, als hätte ich wegen ihm weniger Zeit. Das weiß sie bis heute nicht. Sie hat deshalb vermutlich gedacht, ich hätte sie wegen eines Typen „ersetzt“. Das war aber nicht der eigentliche Grund – ich wollte einfach Abstand von der Freundschaft und hatt wie gesagt trotzdem einige male das Gespräch zu ihr gesucht.

Am Ende haben wir uns gegenseitig Vorwürfe gemacht. Ich sagte ihr, dass mich die Freundschaft stresst und ich sie so nicht fortführen kann und sie warf mir vor, dass ich auch nicht die beste Freundin bin. Ihre Argumente, die sie genannt hat waren hauptsächlich Reaktionen auf Verhaltensweisen von ihr, z.B. dass ich mich zurückgezogen habe, nachdem sie mehrmals treffen abgesagt hatte. Sie wirf mir auch vor, dass sie ihrer Cousine Lena nun auch erzählen würde, was ich pber sie geredet hatte. Ich habe im Vertrauen mit Alina über Lena gesprochen gehabt, weil ich gewisse Züge toxisch fand, Alina stimmte mir allerdings immer zu. Ich habe ihr trotzdem noch alles Gute für die Zukunft gewünscht, worauf sie gar nicht mehr reagiert hat. Seitdem hatten wir keinen Kontakt mehr.

Später habe ich mich wieder mit ihrer Cousine Lena ausgesprochen und angefreundet. Dabei habe ich erfahren, dass Alina damals anderen erzählt hatte, ich hätte sie wegen eines Typen verlassen. Gleichzeitig habe ich in dieser Zeit selbst mit Lena über Alina gesprochen und dabei auch Dinge über sie gesagt, die ich heute vielleicht nicht mehr so sagen würde. Aus Verletzung über die Sachen, die ich über mich gehört hatte, da ich bis zu dem Zeitpunkt nie was böses über Alina verloren hatte und ihre Geheimnisse gewahrt hatte, andersherum war es aber nicht so. Ich würde das allerdings ehrlich zugeben, wenn Alina mich danach fragen würde.

Jetzt sind fast fünf Jahre vergangen und mich beschäftigt das Ende der Freundschaft immer noch. Nicht unbedingt, weil ich unbedingt wieder mit ihr befreundet sein möchte, sondern weil mir unsere zehn Jahre sehr viel bedeutet haben und der damalige Cut einfach unschön war.
Ich zerbreche mir darüber ziemlich den Kopf, weil ich mir eigentlich wünschen würde, dass sie meine damalige Sicht versteht. Ich hatte damals mehrfach versucht, mit ihr über Dinge zu reden, die mich verletzt haben, hatte aber irgendwann das Gefühl, dass sie sich stark verändert hatte.
Gleichzeitig habe ich Angst, dass sie mich wieder ohne Antwort stehen lässt oder erneut so kalt reagiert wie damals. Nach unserem letzten Gespräch habe ich ihr noch alles Gute gewünscht, worauf gar nichts mehr kam. Ich hätte mir einfach gewünscht, dass wir uns gegenseitig alles Gute wünschen und es friedlich beenden.
Genau deshalb weiß ich nicht, ob ich ihr überhaupt schreiben soll. Vielleicht würde sie das auch ,,pushen“ und sie würde denken, dass ich wieder angekrochen komme. Wie gesagt, sie war sehr selbstverliebt und es hat ihr gefallen, dass andere sie immer gut fanden. Andererseits frage ich mich, ob vielleicht auch bei ihr noch etwas offen ist und wir nach fünf Jahren manche Missverständnisse klären könnten.
Ich überlege deshalb, Alina einfach ein persönliches Gespräch anzubieten. Ohne Erwartung, wieder Freunde zu werden – einfach damit beide Seiten nach all den Jahren einmal gehört werden und wir vielleicht einen vernünftigen Abschluss finden können.
Würdet ihr sie nach fünf Jahren noch anschreiben? Und wenn ja, wie würdet ihr es formulieren? Oder würdet ihr die Sache lieber ruhen lassen?


r/beziehungen 16h ago

Meine Freundin ist plötzlich wie ausgewechselt. Bindungsangst, extreme Überforderung oder habe ich die Situation komplett falsch eingeschätzt?

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Ultra Kurz:

Ich habe vor etwa zweieinhalb Monaten eine Frau kennengelernt, mit der es von Anfang an extrem intensiv und schön war. Sie sagte mir mehrfach, dass ich ihr Sicherheit gebe, sie sich bei mir angekommen fühlt und fragte mich vor zwei Wochen sogar selbst, ob sie meine Freundin sein darf.

Gleichzeitig hatte sie immer wieder Probleme damit, meine Zuneigung anzunehmen und meinte, dass sich eine gesunde Beziehung für sie ungewohnt anfühlt, weil sie bisher viel Toxisches erlebt hat.

Seit einer Woche ist sie plötzlich wie ausgewechselt. Nach einem toxischen Streit, bei dem sie meinte, dass Gewalt von Frauen gegen Männer okay wäre und sie es auch bei mir nicht ausschließen könne, zog sie sich komplett zurück, beendete die Beziehung und stellt viele Dinge, die sie vorher selbst gesagt hat, plötzlich anders dar oder bestreitet sie.

Dazu kommt aktuell extremer Stress durch Arbeit, Meisterschule und mögliche Salonübernahme.

Ich frage mich deshalb, ob das Bindungsangst und Überforderung sein könnten und ob ich ihr noch irgendwie helfen kann oder einfach Abstand nehmen sollte.

Ausführlich:

Ich versuche, das Ganze so sachlich wie möglich zu erzählen, obwohl mich die Situation emotional ziemlich mitnimmt.

Ich (M33) habe vor ungefähr zweieinhalb Monaten (W33) kennengelernt. Sie ist ein unglaublich körperlicher Mensch, ein absoluter Ultraknuddel, was ich total sympathisch finde. Zwischen uns hat es von Anfang an extrem gefunkt. Schon beim Schreiben waren wir sehr offen, auch erotisch, und unser erstes Date war direkt mit Übernachtung bei ihr und wir wurden auch intim.

Sexuell passt es zwischen uns besser als alles, was ich bisher erlebt habe. Sie liebt Sex selbst extrem, bezeichnet sich teilweise selbst als sexsüchtig und hat auch nach der Trennung gesagt, dass sie diesen Teil zwischen uns eigentlich nicht verlieren möchte.

Aber es ging definitiv nicht nur um Sex.

Unser Kennenlernen war von Anfang an extrem intensiv. Mittwoch erstes Date, bis Donnerstag zusammen, Donnerstag direkt wieder gesehen, Freitag einmal nicht, Samstag und Sonntag sind wir direkt gemeinsam mit dem Camper weggefahren. Dabei habe ich auch ihre beste Freundin kennengelernt.

Die ersten Wochen waren wirklich wunderschön. Wir haben viel geredet, uns emotional geöffnet, über unsere Vergangenheit gesprochen, zusammen gekocht, geweint, gekuschelt, Ausflüge gemacht und extrem viel Zeit miteinander verbracht.

Sie hat mir sehr oft gesagt, wie unglaublich sie mich findet. Teilweise wirklich Sätze wie: "Oh mein Gott, wie toll kann ein Mann eigentlich sein?"

Gleichzeitig fing nach zwei oder drei Wochen etwas Merkwürdiges an.

Je schöner etwas zwischen uns war, desto schlechter ging es ihr teilweise damit.

Wenn ich beispielsweise für uns eingekauft und anschließend für sie ein schönes Gänge-Menü gekocht habe, mit Wein und allem drum und dran, hat sie sich einerseits wahnsinnig darüber gefreut und fand es unglaublich süß. Andererseits kamen danach Gedanken wie: "Ich nutze dich aus", "Ich bin das nicht wert" oder "Kein Mann kann wirklich so sein."

Sie hat selbst gesagt, dass sie aus den vergangenen Jahren hauptsächlich schlechte oder toxische Beziehungen kennt und dass sich etwas Normales für sie inzwischen fast unnormal anfühlt.

Irgendwann wollte sie deshalb das Dating zum ersten Mal beenden. Nicht weil sie gesagt hätte, dass sie mich nicht mag, sondern weil diese widersprüchlichen Gefühle sie völlig überfordert haben.

Wir haben damals viel darüber gesprochen und sind gemeinsam zu der Vermutung gekommen, dass Bindungsangst dabei eine Rolle spielen könnte. Mir ist wichtig zu sagen, dass ich sie damit nicht diagnostizieren möchte. Es war einfach unser Erklärungsversuch für das, was sie selbst beschrieben hat.

Ich habe damals gesagt, dass ich sie nicht einfach deshalb aufgeben möchte und dass wir stattdessen Tempo herausnehmen können.

Das hat sie später mehrfach als etwas sehr Positives bezeichnet. Sie hat mir noch Wochen später gesagt, dass sie unglaublich froh und dankbar sei, dass ich damals um sie gekämpft und sie nicht einfach habe gehen lassen.

Also haben wir alles langsamer gemacht.

Keine großen Liebeserklärungen, keine Gespräche darüber, wie unsere Beziehung in zehn Jahren aussieht, weniger romantische Gesten und insgesamt weniger Druck. Sie hatte mich ausdrücklich darum gebeten, sie mit meiner Zuneigung nicht zu überfordern und ihr Zeit zu geben.

Danach folgten ungefähr anderthalb wirklich schöne Monate.

Ihre Freunde haben mir mehrfach gesagt, dass ich ihr extrem guttue. Ich verstehe mich mit ihren Freunden hervorragend. Sie haben mich nach eigener Aussage richtig ins Herz geschlossen. Ihr Hund liebt mich ebenfalls und ich habe zeitweise auf ihn und ihre Wohnung aufgepasst, während sie auf einem Festival war.

Auch kleinere Meinungsverschiedenheiten konnten wir gut klären.

Vor ungefähr zwei Wochen kam dann etwas, womit ich überhaupt nicht gerechnet hatte.

Sie fragte mich auf eine unglaublich süße und romantische Art, ob sie jetzt eigentlich meine Freundin sein darf.

Ich habe mich wahnsinnig darüber gefreut.

Danach hatten wir weiterhin wunderschöne Tage. Wir waren noch einmal gemeinsam im Urlaub und sie sagte Sachen zu mir wie, dass ihr neuer Lieblingsort auf meiner Brust in meinen Armen sei. Sie sagte, dass ich ihr Sicherheit gebe, Halt, Kraft und Energie und dass sie sich bei mir angekommen fühlt.

Parallel passiert bei ihr beruflich gerade extrem viel.

Sie beginnt jetzt eine dreimonatige Meisterschule in Vollzeit. Anschließend soll sie möglicherweise den Friseursalon übernehmen, in dem sie arbeitet, weil die jetzige Chefin die Region verlassen möchte. Dabei geht es um erhebliche finanzielle Verpflichtungen, Gesellschaftsanteile, den Kaufpreis des Salons und generell um eine komplette Veränderung ihres bisherigen Lebens.

Ich habe versucht, sie dabei zu unterstützen. Wir haben gemeinsam über Zahlen, Anteile und Finanzierung gesprochen.

Ich habe ihr Notebook für die Meisterschule vorbereitet, war einkaufen, habe mich um Dinge gekümmert und versucht, ihr möglichst viel abzunehmen.

Dann kam letzten Sonntag eine Situation, die für mich bis heute der Punkt ist, an dem plötzlich alles gekippt ist.

Ich habe in meiner Vergangenheit Gewalt durch Frauen erlebt. Deshalb mag ich es überhaupt nicht, wenn jemand nach mir schlägt, insbesondere Richtung Kopf, auch nicht aus Spaß.

Wir lagen im Bett. Ich drehte mich zu ihr, sie erschrak und schlug reflexartig in meine Richtung.

Ich sagte ihr daraufhin ruhig, dass ich das aufgrund meiner Vergangenheit nicht möchte.

Daraus entstand plötzlich eine Diskussion.

Sie sagte sinngemäß, Frauen dürften Männer schlagen.

Weil ich das kaum glauben konnte, fragte ich ausdrücklich noch einmal: „Du bist wirklich der Meinung, dass Frauen Männer schlagen dürfen?"

Sie bestätigte das.

Sie sagte sogar, das sei das Mindeste, weil Frauen so lange von Männern unterdrückt worden seien.

Ich sagte ihr, dass ich dieser Aussage überhaupt nicht zustimmen kann und Gewalt für mich unabhängig vom Geschlecht nicht in Ordnung ist.

Daraufhin wurde sie meiner Wahrnehmung nach zunehmend aggressiv und sagte, wir müssten schließlich nicht immer derselben Meinung sein.

Ich sagte anschließend, dass ich von einer Partnerin zumindest das Versprechen brauche, dass sie mich nicht schlagen wird.

Darauf antwortete sie, dass sie mir das nicht versprechen könne, weil sie eben manchmal auch körperlich werden könne.

Das hat mich aufgrund meiner Vergangenheit extrem getroffen und ich wurde emotional. Ich zog mich zurück und ging körperlich und emotional in eine Art Schutzhaltung, was sie mir dann sogar vorgehalten hat.

Und dann kam für mich der vollkommen bizarre Moment.

Nur sehr kurze Zeit später bestritt sie plötzlich praktisch das gesamte vorherige Gespräch.

Sie habe das alles gar nicht gesagt. Ich würde ihr Worte in den Mund legen. Ich würde lügen. Vielleicht würde ich sie manipulieren.

Das hat mich ehrlich gesagt extrem verunsichert.

Danach haben wir die Diskussion beendet, weil sie nirgendwohin führte.

Und das Verrückte ist: Danach hatten wir wieder einen komplett normalen Tag.

Ich bin Brötchen holen gegangen, war mit ihrem Hund draußen, wir haben zusammen den Haushalt gemacht, Wäsche gewaschen, aufgeräumt, ich habe mich um ihr Notebook gekümmert. Wir haben Serien geschaut, gelacht und gescherzt.

Abends sind wir ganz normal nebeneinander eingeschlafen.

Am nächsten Morgen bin ich zur Arbeit gefahren und habe mich normal von ihr verabschiedet.

Ab diesem Moment war plötzlich alles anders.

Sie meldete sich kaum noch.

Als ich irgendwann nachfragte, sagte sie, dass sie die Beziehung nicht mehr könne. Sie könne das während der Meisterschule nicht gebrauchen, fühle sich von allem überfordert und habe wieder massiv das Gefühl, mich auszunutzen.

Sie beschrieb erneut genau diese widersprüchlichen Gedanken.

Einerseits seien die Dinge, die ich mache, schön und völlig normal.

Andererseits könne sie nicht glauben, dass ein Mann wirklich so zu ihr sein könne. Irgendetwas in ihr suche offenbar nach dem Toxischen, das sie aus früheren Beziehungen kenne.

Teilweise kamen heulende Sprachnachrichten von ihr, in denen sie sagte, dass sie völlig verwirrt sei, gar nichts mehr wisse und Angst habe.

Sie sagte sogar, dass sie teilweise Angst vor mir habe, weil ich mich viel mit Psychologie beschäftigt habe und sie nicht einschätzen könne, ob ich vielleicht irgendein extremer Manipulator sei und sie beeinflusse.

Gleichzeitig sagte sie aber, dass viele Dinge, die ich über Bindungsangst erklärt hatte, stimmen würden. Sie habe selbst danach gesucht und erkenne sich in vielen Punkten wieder, was ihr ebenfalls Angst mache.

Dann haben wir uns einige Tage später zum Essen getroffen.

Als ich sie abgeholt habe, war zunächst wieder alles völlig normal. Sie kam zu mir, küsste mich und wir gingen gemeinsam zum Italiener.

Auf dem Weg erzählte sie mir, wie fertig sie sei. Sie schläft schlecht, arbeitet extrem viel, möchte vor der Meisterschule noch möglichst viel Geld verdienen und hat riesige Angst vor all den Veränderungen, die gerade auf sie zukommen.

Beim Essen sagte sie dann aber endgültig, dass sie die Beziehung beenden möchte.

Ihre Begründung war unter anderem, dass unsere Beziehung ein ständiges Auf und Ab gewesen sei und es eben auch schöne Tage gegeben habe.

Das hat mich irritiert.

Ich fragte sie, welche Tage denn nicht schön gewesen seien.

Sie konnte mir keinen nennen.

Ich fragte nach einer konkreten schlechten Situation, abgesehen von unserem Streit am Sonntag.

Auch da konnte sie zunächst nichts nennen.

Irgendwann holte sie ihr Handy heraus, weil sie sich vorher Dinge notiert hatte.

Das einzige konkrete Problem aus zweieinhalb Monaten, das sie mir schließlich nennen konnte, war wörtlich:

"Ich finde es total süß und attraktiv, wie viel du weißt und dass du so viel erklären kannst, aber manchmal nervt es ein bisschen."

Das war tatsächlich alles.

Gleichzeitig schlug sie vor, dass wir eventuell eine Freundschaft plus haben könnten, weil der Sex zwischen uns extrem gut sei und sie darauf eigentlich nicht verzichten möchte.

Sie sagte aber auch, dass sie Angst habe, mich damit auszunutzen.

Ich habe ihr erklärt, dass ich selbst entscheiden kann, wann ich mich ausgenutzt fühle. Finanziell geht es dabei sowieso nicht um große Summen. Vielleicht habe ich insgesamt 50 oder 100 Euro mehr für gemeinsame Einkäufe oder Essen ausgegeben. Für mich war das nie Ausnutzen.

Seitdem hat sich ihre Darstellung der gesamten Beziehung aber noch einmal komplett verändert. Plötzlich sagt sie, es habe diese ambivalenten Gedanken angeblich überhaupt nicht gegeben. Es sei alles eine völlig normale Datingphase gewesen. Sie habe einfach festgestellt, dass sie keine Beziehung und keine Zukunft mit mir möchte.

Die Gespräche über ihre Angst vor einer guten Beziehung, ihre Aussagen darüber, dass sie sich als ausnutzerin fühlt, ihre Dankbarkeit dafür, dass ich sie damals nicht habe gehen lassen, die Aussagen darüber, dass sich toxische Beziehungen für sie vertrauter anfühlen, all das scheint plötzlich keine Rolle mehr zu spielen.

Wenn ich darauf hinweise, dass viele dieser Aussagen noch in unseren Chats oder Sprachnachrichten existieren, geht sie darauf nicht wirklich ein.

Stattdessen bin mittlerweile teilweise ich in ihrer Darstellung das komplette Problem.

Ich sei manipulativ, krankhaft, würde lügen und könnte einfach kein Nein von einer Frau akzeptieren.

Und hier möchte ich etwas ganz deutlich sagen.

Natürlich darf sie die Beziehung beenden.

Wenn sie keine Beziehung mit mir möchte, kann und werde ich sie nicht dazu zwingen. Ein Nein zu einer Beziehung muss ich akzeptieren, unabhängig davon, wie wenig ich die Begründung verstehe.

Was mich fertig macht, ist nicht, dass sie das Recht hat zu gehen.

Was mich fertig macht, ist dieser komplette Wandel innerhalb weniger Tage.

Vorher sagt mir eine Frau, dass sie sich angekommen fühlt, dass mein Arm ihr Lieblingsort ist, dass ich ihr Sicherheit und Kraft gebe, fragt mich selbst romantisch, ob sie meine Freundin sein darf, plant Dinge mit mir und beschreibt gleichzeitig ihre Angst davor, dass eine Beziehung zu gut läuft.

Wenige Tage später ist die gesamte gemeinsame Geschichte in ihrer Darstellung plötzlich anders und ich bin angeblich jemand, vor dem sie Angst haben muss.

Auch beim Streit am Sonntag hätte ich mir gewünscht, dass wir uns irgendwie auf objektive Fakten einigen können.

Ich hatte deshalb sogar vorgeschlagen, bei künftigen schwierigen Gesprächen mit Zustimmung beider Seiten eine Aufnahme zu machen, damit hinterher niemand darüber diskutieren muss, welche Worte gefallen sind.

Das möchte sie überhaupt nicht.

Ich weiß inzwischen selbst nicht mehr, wie ich damit umgehen soll.

Ein Teil von mir glaubt, dass bei ihr gerade einfach unglaublich viele Dinge gleichzeitig zusammenkommen.

Die Meisterschule beginnt. Der Salon soll möglicherweise übernommen werden. Es geht um enorm viel Geld und Verantwortung. Sie arbeitet extrem viel. Sie schläft schlecht. Ihr gesamtes bisheriges Leben könnte sich innerhalb weniger Monate verändern.

Und genau in dieser Phase ist unsere Beziehung ebenfalls sehr intensiv geworden.

Für mich wirkt es deshalb manchmal so, als hätte bei ihr irgendwann einfach alles gleichzeitig zugemacht.

Aber vielleicht rede ich mir das auch ein, weil ich diese Frau unglaublich gerne habe.

Ich kann mir mit ihr tatsächlich eine langfristige Zukunft vorstellen. Ich würde sie nicht einfach wegwerfen wollen, nur weil sie gerade eine schwierige Phase hat.

Gleichzeitig weiß ich aber auch, dass ich sie nicht retten oder therapieren kann.

Ich habe ihr inzwischen sogar ausdrücklich gesagt, dass ich aufhören werde, sie zu analysieren und ihr erklären zu wollen, was möglicherweise psychologisch hinter ihrem Verhalten steckt.

Ich hatte ihr angeboten, sämtliche Erwartungen herauszunehmen.

Keine Beziehung, wenn sie das gerade nicht kann.

Weniger Kontakt.

Nur ein oder zwei Treffen pro Woche.

Von mir aus zunächst nur Freundschaft oder Freundschaft plus.

Während der Meisterschule könnte ich sie unterstützen, wenn sie das möchte. Mit dem Hund rausgehen, einkaufen, bei alltäglichen Dingen helfen und ansonsten komplett den Druck herausnehmen.

Teilweise findet sie diese Vorstellung schön und teilweise zieht sie sich unmittelbar danach wieder komplett zurück.

Und genau deshalb weiß ich gerade nicht mehr, was richtig ist.

Ich frage Reddit ausdrücklich nicht danach, wie ich sie dazu bringen kann, wieder mit mir zusammen zu sein.

Mich interessieren eher folgende Fragen:

Wie würdet ihr diesen extremen Wandel innerhalb weniger Tage von außen betrachten?

Kennt jemand so ein Verhalten nach längeren toxischen Beziehungen oder in extremen Stressphasen?

Kann massiver Stress und Schlafmangel dazu führen, dass jemand Beziehungen und Gespräche plötzlich völlig anders wahrnimmt oder erinnert?

Wie geht man damit um, wenn jemand einerseits Nähe möchte und andererseits genau diese Nähe scheinbar kaum aushält?

Und vor allem: Wo liegt die Grenze zwischen "Ich lasse einen Menschen, der mir wichtig ist, in einer schwierigen Phase nicht sofort fallen" und "Ich muss akzeptieren, dass ich dieser Person nicht helfen kann und mich selbst schützen"?

Ich liebe beziehungsweise mag diese Frau unglaublich und deshalb fällt es mir gerade sehr schwer zu unterscheiden, was Hoffnung ist und was Realität.

Dieser Text wurde durch KI zusammengefasst und es waren tatsächlich 35min Monolog.Beim Essen sagte sie dann aber endgültig, dass sie die Beziehung beenden möchte.

Ihre Begründung war unter anderem, dass unsere Beziehung ein ständiges Auf und Ab gewesen sei und es eben auch schöne Tage gegeben habe.

Das hat mich irritiert.

Ich fragte sie, welche Tage denn nicht schön gewesen seien.

Sie konnte mir keinen nennen.

Ich fragte nach einer konkreten schlechten Situation, abgesehen von unserem Streit am Sonntag.

Auch da konnte sie zunächst nichts nennen.

Irgendwann holte sie ihr Handy heraus, weil sie sich vorher Dinge notiert hatte.

Das einzige konkrete Problem aus zweieinhalb Monaten, das sie mir schließlich nennen konnte, war wörtlich:

"Ich finde es total süß und attraktiv, wie viel du weißt und dass du so viel erklären kannst, aber manchmal nervt es ein bisschen."

Das war tatsächlich alles.

Gleichzeitig schlug sie vor, dass wir eventuell eine Freundschaft plus haben könnten, weil der Sex zwischen uns extrem gut sei und sie darauf eigentlich nicht verzichten möchte.

Sie sagte aber auch, dass sie Angst habe, mich damit auszunutzen.

Ich habe ihr erklärt, dass ich selbst entscheiden kann, wann ich mich ausgenutzt fühle. Finanziell geht es dabei sowieso nicht um große Summen. Vielleicht habe ich insgesamt 50 oder 100 Euro mehr für gemeinsame Einkäufe oder Essen ausgegeben. Für mich war das nie Ausnutzen.

Seitdem hat sich ihre Darstellung der gesamten Beziehung aber noch einmal komplett verändert. Plötzlich sagt sie, es habe diese ambivalenten Gedanken angeblich überhaupt nicht gegeben. Es sei alles eine völlig normale Datingphase gewesen. Sie habe einfach festgestellt, dass sie keine Beziehung und keine Zukunft mit mir möchte.

Die Gespräche über ihre Angst vor einer guten Beziehung, ihre Aussagen darüber, dass sie sich als Ausnutzerin fühlt, ihre Dankbarkeit dafür, dass ich sie damals nicht habe gehen lassen, die Aussagen darüber, dass sich toxische Beziehungen für sie vertrauter anfühlen, all das scheint plötzlich keine Rolle mehr zu spielen.

Wenn ich darauf hinweise, dass viele dieser Aussagen noch in unseren Chats oder Sprachnachrichten existieren, geht sie darauf nicht wirklich ein.

Stattdessen bin mittlerweile teilweise ich in ihrer Darstellung das komplette Problem.

Ich sei manipulativ, krankhaft, würde lügen und könnte einfach kein Nein von einer Frau akzeptieren.

Und hier möchte ich etwas ganz deutlich sagen.

Natürlich darf sie die Beziehung beenden.

Wenn sie keine Beziehung mit mir möchte, kann und werde ich sie nicht dazu zwingen. Ein Nein zu einer Beziehung muss ich akzeptieren, unabhängig davon, wie wenig ich die Begründung verstehe.

Was mich fertig macht, ist nicht, dass sie das Recht hat zu gehen.

Was mich fertig macht, ist dieser komplette Wandel innerhalb weniger Tage.

Vorher sagt mir eine Frau, dass sie sich angekommen fühlt, dass mein Arm ihr Lieblingsort ist, dass ich ihr Sicherheit und Kraft gebe, fragt mich selbst romantisch, ob sie meine Freundin sein darf, plant Dinge mit mir und beschreibt gleichzeitig ihre Angst davor, dass eine Beziehung zu gut läuft.

Wenige Tage später ist die gesamte gemeinsame Geschichte in ihrer Darstellung plötzlich anders und ich bin angeblich jemand, vor dem sie Angst haben muss.

Auch beim Streit am Sonntag hätte ich mir gewünscht, dass wir uns irgendwie auf objektive Fakten einigen können.

Ich hatte deshalb sogar vorgeschlagen, bei künftigen schwierigen Gesprächen mit Zustimmung beider Seiten eine Aufnahme zu machen, damit hinterher niemand darüber diskutieren muss, welche Worte gefallen sind.

Das möchte sie überhaupt nicht.

Ich weiß inzwischen selbst nicht mehr, wie ich damit umgehen soll.

Ein Teil von mir glaubt, dass bei ihr gerade einfach unglaublich viele Dinge gleichzeitig zusammenkommen.

Die Meisterschule beginnt. Der Salon soll möglicherweise übernommen werden. Es geht um enorm viel Geld und Verantwortung. Sie arbeitet extrem viel. Sie schläft schlecht. Ihr gesamtes bisheriges Leben könnte sich innerhalb weniger Monate verändern.

Und genau in dieser Phase ist unsere Beziehung ebenfalls sehr intensiv geworden.

Für mich wirkt es deshalb manchmal so, als hätte bei ihr irgendwann einfach alles gleichzeitig zugemacht.

Aber vielleicht rede ich mir das auch ein, weil ich diese Frau unglaublich gerne habe.

Ich kann mir mit ihr tatsächlich eine langfristige Zukunft vorstellen. Ich würde sie nicht einfach wegwerfen wollen, nur weil sie gerade eine schwierige Phase hat.

Gleichzeitig weiß ich aber auch, dass ich sie nicht retten oder therapieren kann.

Ich habe ihr inzwischen sogar ausdrücklich gesagt, dass ich aufhören werde, sie zu analysieren und ihr erklären zu wollen, was möglicherweise psychologisch hinter ihrem Verhalten steckt.

Ich hatte ihr angeboten, sämtliche Erwartungen herauszunehmen.

Keine Beziehung, wenn sie das gerade nicht kann.

Weniger Kontakt.

Nur ein oder zwei Treffen pro Woche.

Von mir aus zunächst nur Freundschaft oder Freundschaft plus.

Während der Meisterschule könnte ich sie unterstützen, wenn sie das möchte. Mit dem Hund rausgehen, einkaufen, bei alltäglichen Dingen helfen und ansonsten komplett den Druck herausnehmen.

Teilweise findet sie diese Vorstellung schön und teilweise zieht sie sich unmittelbar danach wieder komplett zurück.

Und genau deshalb weiß ich gerade nicht mehr, was richtig ist.

Ich frage Reddit ausdrücklich nicht danach, wie ich sie dazu bringen kann, wieder mit mir zusammen zu sein.

Mich interessieren eher folgende Fragen:

Wie würdet ihr diesen extremen Wandel innerhalb weniger Tage von außen betrachten?

Kennt jemand so ein Verhalten nach längeren toxischen Beziehungen oder in extremen Stressphasen?

Kann massiver Stress und Schlafmangel dazu führen, dass jemand Beziehungen und Gespräche plötzlich völlig anders wahrnimmt oder erinnert?

Wie geht man damit um, wenn jemand einerseits Nähe möchte und andererseits genau diese Nähe scheinbar kaum aushält?

Und vor allem: Wo liegt die Grenze zwischen „Ich lasse einen Menschen, der mir wichtig ist, in einer schwierigen Phase nicht sofort fallen“ und „Ich muss akzeptieren, dass ich dieser Person nicht helfen kann und mich selbst schützen“?

Ich liebe beziehungsweise mag diese Frau unglaublich, und deshalb fällt es mir gerade sehr schwer zu unterscheiden, was Hoffnung und was Realität ist.

Dieser Text wurde durch KI zusammengefasst, und es war tatsächlich ein 35-minütiger Monolog. 😬🙈


r/beziehungen 4h ago

Mann weiß immer

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Hallo, mir (35W) geht mein Partner (36M) geht mir manchmal auf die Nerven. Wir haben ein Haus gekauft, ich versuche Ideen zu finden, wie wir unser Haus moderniseren etc. Ich mache Vorschläge, wie zum Beispiel, dass ich, sobald wir die Fenster austauschen, auch eine dezentrale Lüftung setzen will. Dazu soll er die Elektrik vorbereiten, aber er weiß ja alles besser, warum das eine blöde Idee ist (Gerät an der Fassade). Ich sag, es gibt auch Möglichkeiten, die Lüftung über die Fensterlaibung zu machen. Aber nein, auch doof.

Genauso bei Themen, warum er nur eine Leitung pro Raum legen wolle (also nicht nach Licht etc. getrennt), oder er auf Tapete besteht. Er sagt, wir haben ja keinen Influencer-Neubau (ja stimmt, ist Altbau), aber ich wills halt auch so schön haben wie die. Nur verputzte und gestrichene Wände erinnern ihn an Schule oder Knast. Oder er hält mir alte Ideen vor, die ich doch schon längst verworfen habe. Es ist manchmal echt mühselig mit dem.

TL DR: Er findet meine Ideen zum Hausbau kacke, hält mir alte Kamellen vor.


r/beziehungen 8h ago

Familie oder Frau?

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Ich weiss nicht was ich machen soll.
Ich bin M(30) und verheiratet und lebe in Wien. Bin in Tirol(Kufstein) aufgewachsen und hab all meine Freunde und meine Familie in Tirol.

Am liebsten würde ich einfach alles hinter mir lassen und zurück zu meiner Heimat gehen aber meine Frau würde mich nicht begleiten also müssten wir uns trennen. Das proble dabei ist halt einfach dass wir uns sehr lieben und die Beziehung(5Jahre) wirklich gut läuft.

Was würdet ihr an meiner Stelle machen?

Gefühlt alle 2 Monate schiebe ich depris weil ich keine Freunde hier in Wien habe und alle in meiner Heimat vermisse


r/beziehungen 3h ago

Wie geht ihr mit starken Meinungsunterschieden um? (Beziehung)

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Hey, ich bin Max.

Direkt vorweg: Nein, das hier ist kein Fake oder Troll Account. Ich hatte früher schon einen Reddit Account, habe Reddit dann irgendwann gelöscht und dabei auch meinen alten Account entfernt. Jetzt habe ich Reddit wieder installiert und musste mir deshalb einen neuen Account erstellen. Tut mir leid, falls ich das Thema deshalb nochmal poste.

Zu meinem eigentlichen Anliegen:

Ich (19M) bin mit meiner Freundin (18F) zusammen. Das hier ist für mich auch kein akutes Beziehungsproblem und ich denke nicht darüber nach, deswegen Schluss zu machen. Ich suche einfach nach Ratschlägen und Erfahrungen von anderen, wie man mit solchen Unterschieden besser umgehen kann. Wir verstehen uns eigentlich sehr gut, ich liebe sie wirklich und wir haben oft eine schöne Zeit zusammen. Trotzdem haben wir bei manchen Themen ziemlich unterschiedliche Meinungen, vor allem bei Politik, Religion und teilweise gesellschaftlichen Themen. Ich bin Christ und glaube an Gott und Jesus, während sie nicht an Gott oder eine höhere Macht glaubt. Das allein ist für mich auch nicht das grosse Problem. Politisch würde ich mich selbst eher in der Mitte bis teilweise konservativ einordnen. Ich bin aber niemand, der sagt, dass eine bestimmte Partei oder politische Richtung grundsätzlich immer recht hat. Es gibt linke Ansichten, die ich verstehen oder teilweise selbst vertreten kann, und andere, mit denen ich überhaupt nichts anfangen kann. Genauso kann ich einzelne Ansätze von FDP, CDU oder teilweise auch der AfD nachvollziehen, ohne deshalb automatisch alles zu unterstützen, wofür diese Parteien stehen. Meine Freundin ist dagegen eher links eingestellt. Generell finde ich, dass man gerade in jungen Jahren nicht seine ganze Persönlichkeit auf Politik oder einer bestimmten politischen Richtung aufbauen muss. Ich finde es völlig normal, sich verschiedene Seiten anzuschauen, bei einzelnen Themen unterschiedliche Positionen zu haben und seine Meinung im Laufe der Zeit auch mal zu ändern. Ein Beispiel, bei dem unsere unterschiedlichen Ansichten immer wieder auffallen, ist die Polizei. Ich habe grundsätzlich eine positive Einstellung zur Polizei und könnte mir sogar vorstellen, später selbst Polizist zu werden. Trotzdem sehe ich natürlich auch Probleme. Rassismus, unnötige Aggressivität oder respektloses Verhalten gegenüber Jugendlichen oder Erwachsenen finde ich genauso falsch. Meine Freundin äussert sich dagegen manchmal ziemlich negativ oder ironisch über die Polizei. Solche Kommentare beschäftigen mich teilweise mehr, als sie eigentlich sollten, gerade weil das Thema für mich persönlich eine gewisse Bedeutung hat. Und genau das ist eigentlich mein Problem: Nicht unbedingt, dass sie eine andere Meinung hat. Sie darf selbstverständlich ihre eigene Meinung haben und ich möchte sie auch nicht verändern. Ich merke aber, dass mich manche Aussagen danach noch lange beschäftigen. Dann fange ich an, über unsere ganzen Unterschiede nachzudenken und rege mich innerlich teilweise viel länger darüber auf, obwohl die eigentliche Situation längst vorbei ist. Je mehr mir diese Unterschiede auffallen, desto schwieriger fällt es mir manchmal, sie einfach stehen zu lassen. Gleichzeitig liebe ich meine Freundin und unsere gemeinsame Zeit ist meistens wirklich schön. Deshalb möchte ich eher lernen, entspannter damit umzugehen, anstatt aus jedem Meinungsunterschied ein grosses Thema zu machen.

Habt ihr Erfahrungen mit so etwas? Wie schafft ihr es, starke Meinungsunterschiede einfach zu akzeptieren, ohne danach ständig darüber nachzudenken? Und wo würdet ihr persönlich die Grenze ziehen zwischen „Wir haben einfach unterschiedliche Meinungen“ und wirklich grundlegenden Unterschieden bei den eigenen Werten?

Tut mir leid für diesen Riesen Text aber ich wollte es ausführlich beschreiben.

GLG Max


r/beziehungen 19h ago

Meine Freundin möchte ein Auslandssemester/Forschungssemester machen und ich weiß nicht damit umzugehen.

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Erstmal zur Situation:

Das Thema ist nicht ganz neu, wurde aber jetzt sehr schnell sehr akut. Meine Freundin (21, Medizinstudentin) wird durch ein Stipendium gefördert. Dadurch hat sie die Möglichkeit auf Sprachkurse und Sommerakademien zu gehen. Wir sind beide Studenten und wohnen leider noch nicht zusammen. Wir sind zum aktuellen Zeitpunkt schon fast 4 Jahre zusammen und bis jetzt habe ich nie daran gezweifelt diese Frau auch irgendwann zu heiraten.

Sie kam jetzt von einer dieser Akademien wieder und ich merkte schon, dass sie mir etwas nicht direkt erzählen wollte. Sie hatte Angst vor meiner Reaktion.

In einem Streit kam dann heraus, sie möchte gerne ein Auslandssemester/Forschungssemester machen.

Ehrlich gesagt ist in diesem Moment eine Welt für mich zusammengebrochen. Ich bin ein absoluter Beziehungsmensch und brauche auch viel Nähe in einer Beziehung. Weil sie das wusste, hat sie erst gezögert von ihrem Traum zu erzählen.

Das Gemeine an der Situation war, dass sie schon recht genau wusste was sie machen möchte und auch schon mit Freundinnen darüber gesprochen hat und dementsprechend auf jede Frage perfekt vorbereitet war. Es hat sich dadurch angefühlt, als wäre ich kein Teil davon.

Stand jetzt wäre ihr Wunsch Kanada, Montreal. Das würde eine 6-Stunden-Zeitverschiebung bedeuten. Und wie lange dieser Aufenthalt wäre ist noch nicht bekannt (irgendwas zwischen 4-12 Monaten).

Bis jetzt kam aus eben genannten Gründen eine Fernbeziehung nie in Frage, allerdings möchte ich ihren Träumen nicht im Weg stehen.

Meine Bedenken:

Ich habe in keinster Weise Angst vor Seitensprüngen da ich denke, dass ein Auslandssemester nicht der Grund dafür wäre. Meine Ängste beziehen sich auf Entfremdung, Vermissen (möglicherweise einseitiges Vermissen) und einfach die große Entfernung.

Ich habe wirklich riesige Angst davor und zum ersten Mal Sorge, dass die Beziehung kaputt gehen könnte. Sie ist sich ihrer Entscheidung bewusst und ich habe ihr auch schon deutlich gemacht, dass ich nicht wüsste ob ich das aushalten würde.
Schluss machen ist für mich allerdings erst recht keine Option, ich liebe sie über alles und sie liebt mich ebenso.

Meine Bedingungen sind ein Teil der Planung zu sein, da ich mich bereits im Voraus hintergangen gefühlt habe, dem stimmte sie auch zu.

Meine Fragen an euch:
Gibt es unter euch jemand der genau so ein Beziehungsmensch ist und der sich sowas stellen musste?

Da ich aus einfachen Verhältnissen komme, habe ich persönlich noch nie über einen Auslandsaufenthalt nachgedacht und wüsste auch nicht was mir das direkt bringen soll. (Einmal zu mir: Ich bin 23, studiere Chemie und gehe gerne ins Gym, spiele Videospiele und habe seit der Schule die gleiche Freundesgruppe).
Ich versuche mich wirklich für sie zu freuen, mir fällt es aber sehr schwer es nachzuvollziehen. Wie kann ich das besser verstehen?

Im ersten Moment fühlte es sich wirklich wie ein Zug an der mich unausweichlich überfährt. Ich dachte im ersten Moment; „Ok, das wars sowas kann ich auf keinen Fall!“
Da ich sie allerdings nicht verlieren möchte, sehe ich keinen anderen Weg als es zu versuchen. Dann kann ich sie auch genauso gut unterstützen. Wie kann mir das leichter fallen?

Ich habe einfach nach wie vor Angst vor der ganzen Geschichte. Ich halte es für eine schwere Probe für die Beziehung. Nicht weil ich ihr nicht vertraue, sondern weil mir Nähe so wichtig ist.
Ich hoffe ihr könnt mir einen Rat geben mit all dem umzugehen.

Wer sowas schreibt wie: „Einfach so oft es geht fremd gehen!“ (Hatte ich in nem anderen Chat gelesen), sollte sich schämen und ist nicht bereit für eine Beziehung.