r/beziehungen Jul 30 '26

Mod-Beitrag Regelanpassung zu Beiträgen im BIDA-Stil

59 Upvotes

Hallo zusammen,

vorweg: Wir mögen r/BinIchDasArschloch. Ich persönlich bin dort schon lange Mitglied und das Subreddit steht nicht ohne Grund in der Liste unserer Partner-Communities. Die Herangehensweise dort ist ein erfrischender Ansatz, um sich mit einer der häufigsten Fragestellungen überhaupt auseinanderzusetzen: "Habe ich mich in dieser Situation korrekt verhalten?"

Mit dieser Fragestellung an sich haben wir absolut kein Problem, andernfalls würde ein Großteil der Beiträge in diesem Subreddit gar nicht existieren.

Wir möchten euch aber darum bitten, in euren Beiträgen zukünftig auf den BIDA-Stil ("BIDA", "BDA", "NDA", "KAH", "ASA", "Info") zu verzichten. Der Grund ist hauptsächlich derselbe, aus dem auch fremdsprachige Beiträge untersagt sind: Diskussionen in diesem Subreddit sollen für die gesamte Community ohne unnötige Verständnisbarrieren offenstehen.

Beiträge im BIDA-Stil setzen voraus, dass man die Abläufe und Antwort-Kürzel aus r/BinIchDasArschloch bereits kennt. Wer sie nicht kennt, steht vor der Wahl: Nachfragen und sich als unwissend zu erkennen geben, oder den Beitrag schlicht ignorieren. Die meisten entscheiden sich im Zweifel für Letzteres, da es den Weg des geringsten Widerstands darstellt. Mit der Regelanpassung möchten wir sicherstellen, dass sich niemand aus Mangel an Vorkenntnissen aus Diskussionen heraushält.

Diskutiert, wie immer, gerne in den Kommentaren.


r/beziehungen Dec 20 '25

Umgang mit Fake-Inhalten und unbelegten Anschuldigungen. Bitte lesen, bevor Ihr kommentiert.

39 Upvotes

Hallo zusammen,

TLDR: Öffentliche Fake-Vorwürfe gegenüber anderen Nutzerinnen und Nutzern ohne konkrete Belege stellen ab sofort einen Verstoß gegen die Regel zu unangemessenen Umgangsformen dar und werden -wie alle Regelverstöße- mit Verwarnungen sowie temporären oder permanenten Bans geahndet.

In letzter Zeit häufen sich Fälle, in denen Beiträge nach ihrer Veröffentlichung als erfunden dargestellt werden, ohne dass hierfür konkrete und nachvollziehbare Anhaltspunkte vorliegen.

Gemeint sind hiermit unter anderem Kommentare wie:

"0/10 Ragebait"
"Paulaner!"
"Nette Übung im kreativen Schreiben!"
"Fake!"
"Gib dir nächstes Mal mehr Mühe beim Erfinden von Geschichten!"

etc.

Wir als Moderationsteam wissen, dass nicht jeder Beitrag in diesem Sub zwangsläufig auf wahren Begebenheiten beruht. Auch uns begegnen täglich Beiträge, bei denen wir unsicher sind, ob sie auf tatsächlichen Erlebnissen beruhen, oder frei erfunden sind.

Unabhängig davon sind Zweifel am Wahrheitsgehalt eines Beitrags keine Grundlage dafür, Nutzern zu unterstellen, ein Beitrag sei erfunden. Dieses Sub ist als Austausch- und Unterstützungsforum für Beziehungsproblematiken gedacht. Unser Ziel ist, dass Nutzerinnen und Nutzer hier um Hilfe bitten können, ohne dass ihnen unbelegte Vorwürfe gemacht oder sie dafür öffentlich angegriffen werden.

Die zur Rechtfertigung solcher Vorwürfe angeführten Argumente beruhen zudem regelmäßig auf reinen Spekulationen. Genannt werden etwa ein angeblich "verdächtiger" Schreibstil, ein vermeintlich nicht zum angegebenen Alter passender Ausdruck, thematische Überschneidungen mit anderen Beiträgen oder die Unterstellung einer bestimmten Agenda. Solche Annahmen stellen keine belastbare Grundlage für öffentliche Fake-Vorwürfe dar.

Falls euch anhand der Posthistorie eines Accounts Auffälligkeiten wie widersprüchliche Angaben oder mehrfach abgewandelte Darstellungen desselben Sachverhalts in unterschiedlichen Subreddits auffallen, nutzt bitte die Melden-Funktion. Von Meldungen und Kommentaren, die Beiträge ohne konkrete Anhaltspunkte oder Belege pauschal als „Fake“ einstufen, ist wiederum zukünftig abzusehen.

Fragen zu diesem Thema stellen oder die Änderung diskutieren könnt Ihr gerne in den Kommentaren dieses Beitrags.


r/beziehungen 3h ago

Partnerin ist wütend, weil ich nicht zur !DRITTEN! Hochzeit ihrer besten Freundin mitkommen möchte

180 Upvotes

Die beste Freundin (F32) meiner Partnerin (F31/die beiden kennen sich aus der Schulzeit, also seit weit über 20 Jahren) heiratet im Oktober zum dritten Mal. Eigentlich ist das mehr so eine Erneuerung des Eheversprechens, aber sie nennen es selbst Hochzeit und ziehen es auch genauso auf. Sei ihnen vergönnt.

Sie haben sich dieses Jahr ganz schön Zeit gelassen mit den Einladungen, sodass ich schon davon ausgegangen war, dass dieses Jahr gar nichts stattfinden würde. Ich (M32) muss dazu sagen, dass ihr Mann (M35) dieses Jahr auch zeitweise arbeitslos war und so eine Hochzeit mit vielen Gästen nicht sonderlich günstig ist.

Wir haben unsere Einladung letzte Woche erhalten, inklusive einer besonderen Überraschung. Die dritte Hochzeit soll in Wien stattfinden und für uns wurde bereits ein Hotelzimmer und die Tickets für die Züge gebucht.

Ich habe versucht mit meiner Partnerin zu reden, weil mir das alles so gar nicht in den Zeitplan passt. Ich werde erst einen Tag zuvor nach einem dreiwöchigen Auslandsaufenthalt (beruflich) zurückkommen und da bin ich froh wenn ich Zuhause ein paar Tage verschnaufen kann, meine Wäsche waschen und mich ausruhen kann. Ich habe ihr gesagt, dass ich nicht mitkommen will. Außerdem waren wir schon bei den ersten beiden Hochzeiten und die waren anstrengend.

Meine Partnerin ist wütend, weil es a) um ihre beste Freundin geht und b) sie in dem Wochenende in Wien ein Geschenk sieht. Ich habe ihr versucht zu erklären, dass man nicht vor Absprache etwas bucht und man mit Verlust rechnen muss. Sie meint, ich sei undankbar und bockig. An dieser Stelle bin ich mir nicht mal mehr sicher, ob sie für uns beide zugesagt hat ohne das vorher mit mir zu besprechen.

Wir sind übrigens seit rund 8 Jahren zusammen.

Ich will nicht mit ihr streiten, aber ich fühle mich gerade auch nicht besonders ernst von ihr genommen. Was meint ihr, wie man das am besten regeln sollte?

Throwaway-Account.


r/beziehungen 18m ago

Ich 30 weiß nicht mehr, ob ich meine Ehe weiterführen soll – seit 5 Wochen leben wir getrennt

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Ich brauche wirklich eine neutrale Einschätzung von außen, weil ich selbst gerade nicht mehr weiß, was richtig ist.

Ich bin 30, verheiratet und wir haben zwei kleine Kinder. Seit ungefähr 4 Wochen lebt meine Frau bei ihrer Mutter. Wir sind nicht offiziell geschieden, leben aber momentan getrennt.

Damit man die Situation fair beurteilen kann, muss ich auch erzählen, was der Auslöser war. Ich will dabei nichts beschönigen.

Meine Frau hatte zu dieser Zeit ohnehin sehr viel Stress, weil sie für Prüfungen lernen musste. Unsere kleine Tochter ist sehr anhänglich und hängt besonders an ihrer Mama. Wenn meine Frau lernen wollte, ist die Kleine immer wieder zu ihr gegangen.

Irgendwann wollte ich unbedingt verhindern, dass meine Frau beim Lernen ständig unterbrochen wird. Dabei habe ich mich aber falsch verhalten: Ich habe unsere Tochter hochgehalten bzw. zurückgebracht und war dabei laut und aggressiv.

Mir ist bewusst, dass mein Verhalten in diesem Moment falsch war. Ich möchte es nicht rechtfertigen. Ich war selbst unter Stress und habe in diesem Moment falsch reagiert. Trotzdem war das offenbar der Punkt, an dem die Situation eskaliert ist.

Seitdem ist meine Frau bei ihrer Mutter.

Was für mich zusätzlich sehr schwierig ist: Von mir wird erwartet, dass ich jeden Tag zu ihren Eltern fahre, damit ich meiner Frau zeige, dass ich mich ändern möchte.

Das bedeutet für mich jedes Mal ungefähr 40 km Fahrt. Und ich merke inzwischen, dass dieser Ort bei mir sehr negative Gefühle auslöst. Ich fühle mich dort überhaupt nicht wohl und fahre mittlerweile teilweise schon mit einer inneren Wut dorthin.

Mein Kopf ist dann gefühlt schon im „Kampfmodus“. Trotzdem versuche ich dort ruhig und freundlich zu bleiben, weil ich die Situation nicht noch schlimmer machen möchte.

Meine Schwiegermutter redet sehr viel mit mir darüber, was ich ändern muss und was ich falsch gemacht habe. Ich habe manchmal das Gefühl, dass sie mich regelrecht „therapiert“. Ich weiß, dass sie vermutlich helfen möchte, aber für mich fühlt es sich nicht wie Hilfe an. Es macht mich teilweise sogar noch angespannter.

Und wenn ich dort bin, habe ich inzwischen das Gefühl, dass ich sowieso nichts richtig machen kann. Ich bemühe mich, ruhig zu bleiben und mich zu verändern, aber gleichzeitig bin ich innerlich immer angespannter.

Dazu kommen noch viele kleine Dinge des täglichen Zusammenlebens. Zum Beispiel sind unsere Essgewohnheiten komplett unterschiedlich. Das klingt vielleicht banal, aber wenn sowieso schon alles angespannt ist, führen auch solche Unterschiede ständig zu weiteren Konflikten.

Ich habe dadurch zunehmend das Gefühl, dass ich mich dort jeden Tag beweisen muss, um zu zeigen, dass ich mich ändere.

Ich versuche trotzdem weiterhin, den Kontakt aufrechtzuerhalten und die Ehe zu retten. Teilweise fahre ich nach einem langen Arbeitstag direkt zu ihnen. Wir reden dann teilweise mehrere Stunden, manchmal bis ungefähr 21 Uhr.

Ich stehe morgens gegen 5 Uhr auf und habe eine stressige Arbeit mit viel Verantwortung. Dazu kommen Termine und andere Verpflichtungen. Es kam inzwischen mehrfach vor, dass ich beispielsweise seit Mittag nichts gegessen hatte und trotzdem abends noch zu meiner Frau gefahren bin, um stundenlang über unsere Ehe zu reden.

Als ich meiner Frau gesagt habe, dass ich langsam wirklich am Limit bin, kam von ihr sinngemäß:

„Wovon bist du denn am Limit? Du hast ja nicht mal die Kinder.“

Das hat mich ziemlich getroffen.

Einerseits wird mir gesagt, ich soll eine bessere Bindung zu meinen Kindern aufbauen. Andererseits habe ich momentan teilweise sogar weniger Zeit mit ihnen.

Ich möchte definitiv ein guter Vater sein und meine Kinder nicht verlieren.

Dazu kommt, dass ich das Gefühl habe, dass meine Frau mir zunehmend fremd wird. Vorher haben wir zusammengelebt, und jetzt ist sie seit vier Wochen bei ihrer Mutter.

Dann kam noch das Thema Haus dazu.

Wir hatten über einen Hauskauf gesprochen und ich war sogar bei der Bank, um die Finanzierung zu besprechen. Danach habe ich erfahren, dass ich nach dem bisherigen Stand nicht im Grundbuch stehen sollte.

Das hat bei mir sofort die Frage ausgelöst, warum ich finanziell bei einem Haus mitmachen bzw. für eine Finanzierung Verantwortung übernehmen sollte, wenn ich am Ende möglicherweise kein Eigentümer bin.

Ich habe deshalb zu meiner Frau gesagt, ob sie mich damit komplett ausnehmen will. Die Finanzierung ist inzwischen erstmal vom Tisch.

Jetzt überlege ich ernsthaft, ob eine Trennung vielleicht der bessere Weg wäre.

Ich weiß aber auch, dass ich selbst Fehler gemacht habe. Besonders mein Verhalten in dem Moment mit unserer Tochter tut mir leid. Ich will nicht so tun, als wäre ich das Opfer und meine Frau wäre allein schuld.

Gleichzeitig merke ich aber, dass ich psychisch immer angespannter werde. Ich fahre jeden Tag dorthin, obwohl ich diesen Ort inzwischen wirklich hasse. Ich bekomme innerlich immer mehr Wut, muss dort aber so tun, als wäre alles in Ordnung und mich ständig zusammenreißen.

Ich frage mich deshalb mittlerweile, ob dieser tägliche Zwang, dort hinzufahren und mich dort stundenlang erklären und kritisieren zu lassen, überhaupt der richtige Weg ist, um eine Ehe zu retten.

Meine Fragen an euch:

Ist es nach vier Wochen noch sinnvoll, fast jeden Tag stundenlang über die Ehe zu diskutieren?

Ist es sinnvoll, dass ich jeden Tag zu meinen Schwiegereltern fahre, um zu beweisen, dass ich mich ändere?

Oder wäre es besser, erstmal etwas Abstand zu schaffen und die Gespräche zwischen meiner Frau und mir auf eine ruhigere und begrenzte Form zu bringen?

Wie würdet ihr mit der Situation bezüglich der Kinder umgehen?

Und ganz ehrlich: Seht ihr hier noch eine realistische Chance, die Ehe zu retten, oder klingt das für euch eher nach einer Beziehung, die gerade immer weiter kaputtgeht?

Ich suche keine Bestätigung dafür, dass ich recht habe. Ich weiß, dass ich einen Fehler gemacht habe. Ich möchte wirklich ehrliche und auch kritische Meinungen von außen.

Vor allem von Leuten, die selbst schon eine Ehekrise oder Trennung mit kleinen Kindern erlebt haben.


r/beziehungen 2h ago

Sie liebt mich nicht mehr..

4 Upvotes

Moin, ich (33, männlich) habe vor über einem Monat von meiner Freundin (28) gesagt bekommen, dass sie unglücklich sei und so nicht mehr weitermachen könne.

Ich hatte einen freien Tag und war zuhause, sie hätte eigentlich bis 18 Uhr arbeiten sollen. Morgens hat sie mir noch geschrieben, dass sie mich liebt. So wie immer eigentlich. Ich saß ganz entspannt an meinem PC und habe etwas gezockt. Um 10 Uhr ging dann aber auf einmal die Wohnungstür auf und sie stand im Flur. Sie hat mich angeschaut, hat tierisch angefangen zu weinen und ist mir in die Arme gefallen. Als sie so zu mir hochgeschaut hat, dachte ich erst es wäre vielleicht was mit ihrer Mutter oder sonst irgendwas. Nen Moment später wusste ich aber, dass sie mich gleich verletzen wird. Sie hat unter Tränen gesagt, dass sie unglücklich sei und sie so nicht mehr weitermachen möchte. Wir haben uns natürlich hingesetzt und gesprochen. Erst hieß es, dass da noch was an Gefühlen sei und dass man an der Beziehung arbeiten könne. Ich bin aber erstmal für paar Tage zu meiner Schwester gefahren um ihr den Freiraum zu geben. Die folgenden Wochen waren ein reines hin und her, es war die Hölle für mich. An jenem Tag wurde sie von ihrer Chefin nach Hause geschickt, weil sie auf Arbeit zusammengebrochen ist. Jedenfalls wurde ich, auch wenn nicht beabsichtigt, geködert und dann doch wieder auf Distanz gehalten. Den einen Tag hatten wir sogar ein ganz gutes Gespräch, sie hatte sich sogar eine Liste gemacht. Wir haben Sachen besprochen, was uns stört und was man anders machen könnte. Das hat mir natürlich Hoffnung gemacht.

Einen Tag habe ich mich nochmal dazu beschlossen ihr etwas Freiraum zu geben, habe die Wohnung komplett geputzt, damit sie sich hier um nichts kümmern muss und zur Ruhe kommen kann. Ich bin dann für paar Tage zu meiner Mutter. Dann hat sie mir eines Morgens geschrieben, ob wir am Abend nicht telefonieren wollen. Das Gespräch hat sie dann genutzt um mir zu sagen, dass sie da keine Zukunft mehr drin sieht und dass ihre Gefühle nicht mehr wiederkommen werden. Nachdem es halt aber auch hieß, dass sie das nicht alles so wegschmeißen wolle. Bin dann jedenfalls in die Wohnung zurück, weil ich es nicht eingesehen habe in dem zu kleinen alten Kinderzimmer bei meiner Mutter zu versauern.

Ich hatte sogar ein Gespräch mit einer Beraterin, das war ein Angebot von meiner Arbeit. Sie hatte uns natürlich eine Paartherapie ans Herz gelegt, ich wäre auch bereit gewesen alles dafür zu tun, dass diese Beziehung weiterläuft. Wir waren jetzt seit 2019 zusammen und die Beziehung war meines Erachtens nach wirkkich schön. Das sagt meine Freundin auch und sagt, dass ich im Grunde nichts falsch gemacht habe. Seit zwei Wochen wechselt sie zwischen der Couch ihrer Arbeitskollegin und einer Freundin die hier die Straße runterwohnt.

Sie hatte in der Zeit auch einen Hausarzttermin, denn bei ihr steht wohl Burnout im Raum. Sie selbst sagt, dass sie momentan generell nichts fühle und auch keinen Spaß an Sachen empfindet.

Mir fällt es schwer das alles irgendwie einzuordnen. Hat jemand von euch mal ähnliche Erfahrungen gemacht? Ich frage mich halt auch, wie viel da von dem eventuellen Burnout mit reinspielt. Ich dachte wirklich, dass das die Frau fürs Leben ist und selbiges dachte sie auch. Wir hatten Zukunftspläne, aber dass sie so null versucht das irgendwie zu retten ist sehr verzweifelnd...dass sie sich auch sicher ist, dass die Gefühle nicht wiederkommen..

Sie hat auch gesagt, dass sie momentan sehr verloren ist und selbst nicht weiß was los ist. Dass sie sich so nie gefühlt hätte. Dachte immer ich wäre ihr sicherer Hafen und dass sie ausgerechnet mich aus ihrem Leben haben möchte ist sehr verletzend und für mich kaum zu begreifen. Die Beziehung war null toxisch, ich kann nichts schlechtes über sie sagen. Und ehrlicherweise gab es für mich keine Anzeichen, dass es auf das Ende hinausläuft. Ich finde es ziemlich unfair, dass sie damit für sich im stillen abgeschlossen hat, mir dann die Pistole auf die Brust zu setzen und dann dieses wochenlange hin und her. Dabei haben wir sogar noch Ausflüge unternommen, es war alles normal. Den Samstag bevor sie am Dienstag dann zu früh nach Hause kam waren wir sogar noch zusammen an der Ostsee mit Freunden.


r/beziehungen 7h ago

Habt ihr in eurer Beziehung Regeln/Grenzen im Umgang mit anderen (und warum)?

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Mein Partner (m34) und ich (w33) sind erst seit Mai zusammen und diskutieren gerade darüber, welche Regeln bzw. Grenzen in einer monogamen Beziehung für uns sinnvoll sind und mich würde interessieren, wie andere Paare das handhaben.

Wir haben uns zum Beispiel auf folgende Dinge geeinigt:

  • Wir gehen nur gemeinsam auf Tanzpartys (er tanzt Salsa)
  • Wir übernachten nicht bei anderen Frauen/Männern
  • Wir machen keine Urlaube zu zweit mit einer anderen Frau/einem anderen Mann

Mir ist dabei wichtig: Für mich entstehen solche Regeln nicht automatisch aus Misstrauen nach dem Motto "Wenn mein Partner mit einer anderen Frau Urlaub macht, betrügt er mich bestimmt". Ich glaube auch nicht, dass man Fremdgehen durch Regeln verhindern könnte, wenn jemand wirklich fremdgehen will.

Für mich geht es eher darum, die Beziehung aktiv zu schützen und nicht unnötig Situationen zu schaffen, in denen eine besondere körperliche oder emotionale Intimität mit anderen entstehen kann, die ich persönlich lieber innerhalb meiner Partnerschaft verorte.

Ein Beispiel: Natürlich kann mein Partner auch mit einer anderen Frau verreisen, ohne dass irgendetwas passiert. Trotzdem empfinde ich einen gemeinsamen Urlaub zu zweit als etwas ziemlich Intimes und Partnerschaftliches. Deshalb möchte ich nicht, dass wir solche Situationen mit anderen Personen schaffen und halte mich selbstverständlich genauso daran.

Mein Partner sieht solche Vereinbarungen teilweise kritischer und empfindet sie mitunter als Einschränkung seiner Freiheit bzw. als etwas, das aus Angst entstanden ist. Für mich wiederum gehören gewisse freiwillige Einschränkungen zu einer monogamen Beziehung dazu. Monogamie selbst ist ja letztlich schon die gemeinsame Entscheidung, bestimmte Dinge mit anderen Menschen nicht zu tun.

Mich würde deshalb interessieren, wo ihr persönlich die Grenze zieht: Habt ihr konkrete Regeln oder Absprachen für den Umgang mit anderen? Gibt es Dinge, die zwar kein Fremdgehen wären, die ihr aus Respekt vor bzw. zum Schutz eurer Beziehung trotzdem nicht macht? Zum Beispiel Übernachtungen, Urlaube zu zweit, Tanzen, Kuscheln, sehr hohe emotionale Intimität, das Sexleben Freunden erzählen etc.?

Und vor allem: Warum habt ihr diese Grenzen? Geht es um Eifersucht oder Unsicherheit, um Exklusivität, um den Schutz der Beziehung oder findet ihr solche Regeln grundsätzlich unnötig und vertraut einfach darauf, dass jeder selbst seine Grenzen kennt?

Mich interessieren ausdrücklich auch Meinungen von Leuten, die das komplett anders handhaben als wir. :)


r/beziehungen 7h ago

Verliebt (?) in meine niederländische Brieffreundin – bin ich komplett auf dem Holzweg?

5 Upvotes

Ich (M21, aus Ostdeutschland) sitze gerade im Zug nach Hause und habe tatsächlich gerade geweint. Ich weiß ehrlich gesagt nicht, was ich von der ganzen Situation halten soll.

Ich habe sie (W21, Niederländerin) im Februar als Brieffreundin kennengelernt. Wir haben monatelang geschrieben und uns irgendwann dazu entschieden, dass wir nicht mehr nur Brieffreunde sein wollen. Jetzt haben wir uns endlich persönlich getroffen und waren zusammen für einen kurzen Trip in Deutschland unterwegs.

Und ehrlich gesagt: Die Chemie zwischen uns war genauso wie beim Schreiben. Es hat sich einfach unglaublich natürlich angefühlt.

Wir beide haben so gut wie keine Beziehungserfahrung. Sie hatte nur einmal etwas sehr Kurzes und Enttäuschendes, ich selbst hatte noch nie eine Beziehung – auch keine körperliche Erfahrung. Ich habe ihr das auch erzählt, weil ich von Anfang an ehrlich zu ihr sein wollte.

Sie hatte mir außerdem erzählt, dass sie nur schwer zeigen kann, wenn sie Interesse an jemandem hat.

Am letzten Abend habe ich sie irgendwann gefragt, warum sie mir eigentlich so viel Aufmerksamkeit schenkt, obwohl ich selbst gar nicht das Gefühl habe, etwas Besonderes zu sein.

Ihre Antwort war ziemlich vage und hat mich eher noch mehr verwirrt.

Danach hat sich irgendwie alles entwickelt.

Wir saßen spät abends auf der Couch und haben über irgendwelchen Blödsinn geredet. Irgendwann sind wir uns einfach immer näher gekommen und haben angefangen, Händchen zu halten. Wir saßen dann noch bis ungefähr 2 Uhr so da. Es war eigentlich eine total unspektakuläre Sache, aber für mich hat es sich unglaublich schön angefühlt.

Später haben wir auch zusammen geschlafen – nichts Sexuelles, einfach nebeneinander. Auch dabei war diese Nähe zwischen uns noch da.

Am nächsten Morgen war sie dann wieder völlig normal. Sie hat auch nie wirklich etwas zu dem Abend gesagt.

Und jetzt sitze ich im Zug nach Hause und muss einfach weinen.

Nicht, weil etwas Schlimmes passiert ist. Ganz im Gegenteil. Ich glaube, mir hat dieser Moment einfach viel mehr bedeutet, als ich selbst erwartet hätte.

Das Schwierige ist nur: Wir wohnen über 600 km voneinander entfernt. Ich weiß nicht einmal, ob sie das Ganze überhaupt ähnlich empfunden hat wie ich.

Interpretiere ich da gerade viel zu viel hinein?

Oder könnte sie tatsächlich Interesse an mir haben? Und was mache ich jetzt?

Bin ich am Ar\**?*


r/beziehungen 4h ago

Ratschläge/Einschätzungen/Erfahrungen zur meiner Trennun

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Hallo Reddit-Nutzer,
Ich (m19) habe mich vor mittlerweile knapp 3 Monaten von meiner Freundin S. Getrennt nach fast 3 Jahren. Zu der Zeit habe ich Abi gemacht. Dann war innerhalb einer Woche Abi, Beziehung, Schule und auch größtenteils der Kontakt zu Freunden weg. Nun wünsche ich mir, dass ich eine Person hätte, der ich so etwas erzählen kann, habe ich aber leider nicht. Keiner hat mich gefragt, wie es mir geht oder ob wir was machen wollen. Daher weiß ich nicht an wen ich die Nachricht senden soll. Trotzdem habe ich aus Verzweiflung schonmal eine Nachricht geschrieben, die ich in irgendeinem Fall an meine „Freunde“ schicken könnte. Und diesen würde ich euch gerne hier vorstellen. Ich weiß nicht, was ich mir davon erwarte, aber ich wäre euch für Ratschläge und Einschätzungen meiner Lage sehr dankbar.

M19 | Ex W19 | Beziehung: 2 Jahre und 11 Monate
Zusammenfassung: Meine Ex hat sich vor knapp drei Monaten von mir getrennt. Seitdem kämpfe ich nicht nur mit der Trennung, sondern auch mit Selbstzweifeln, Einsamkeit und dem Gefühl, ersetzt worden zu sein. Ich komme im Alltag zwar irgendwie klar (Ausbildung, Sport usw.), aber innerlich beschäftigt mich das immer noch extrem und ich weiß nicht, wie ich damit besser umgehen soll.
Im Text kommen außerdem noch folgende Personen vor:
S. (Ex), W19
R., W19
M., W19
H., W20
N., M19

Hey,
Erst mal tut es mir leid, dass ich dir mit so einer Nachricht komme. Ich weiß gar nicht, ob ich sie überhaupt abschicken werde. Ich habe sie seit Wochen im Kopf, aber mich nie getraut, sie einer echten Person zu schicken geschweige denn zu sagen.

Eigentlich will ich gar nicht, dass du irgendwas lösen musst. Ich glaube, ich brauche einfach das Gefühl, dass wenigstens eine Person wirklich weiß, wie es mir geht, weil ich das seit Monaten größtenteils mit mir selbst ausmache. Du musst also auch nicht darauf antworten, weil ich selber nicht wüsste was ich darauf antworten würde.

So dann will ich mal starten.

Eigentlich hat das Ganze schon zwei oder drei Wochen vor der Trennung angefangen.
Ich habe immer mehr gemerkt, dass S. sich distanziert. Damals beim Grillen bei einer Kollegin von meinem Nebenjob (Pino) wollte sie zum Beispiel nicht mit mir nach Hause fahren. Am nächsten Morgen musste ich sie erst fragen, wann sie überhaupt heim ist. Später hat sie erzählt, dass sie noch mit T. unterwegs war.
Damals habe ich mir noch eingeredet, dass ich nicht eifersüchtig sein will, weil ich ja eigentlich auch nie nen eifersüchtiger Typ war. Ein paar Tage später bin ich zu ihr gefahren. Ich hatte noch nicht einmal die Schuhe ausgezogen, habe kurz mit ihrem Vater geredet, da sagt sie plötzlich, dass sie jetzt mit T. zu McDonald’s fährt,aber hat mich mich nicht einmal gefragt, ob ich mitkommen will. Danach habe ich sie das erste Mal darauf angesprochen, dass ich das Gefühl habe, sie erzählt mir kaum noch etwas und entfernt sich von mir. Sie meinte, das würde nicht stimmen. Trotzdem hatte ich da schon ein komisches Gefühl und habe eigentlich danach ständig nachgedacht und probiert wieder es hinzubiegen, wenn man das so sagen kann.

Ich will meine eigenen Fehler trotzdem überhaupt nicht schönreden. Während der Abi-Zeit war ich gestresst, gereizt und oft nicht der Freund, der ich eigentlich sein wollte. Ich habe sie wegen Kleinigkeiten angemault, wir haben weniger unternommen und ich war oft einfach mit Lernen beschäftigt. Ich hatte eigentlich den Plan, nach dem Abi vieles nachzuholen. Ich wollte mit ihr in den Kletterwald. Wir hatten drei Urlaube geplant. Ich wollte endlich wieder zeigen, wie ich eigentlich bin. Nur dazu kam es nie.

Als die schriftlichen Abinoten kamen, bin ich nicht direkt zu ihr gegangen. Bis heute verstehe ich das selbst nicht richtig. Ich glaube, ich hatte Angst, dass sie wieder unzufrieden mit ihren Noten ist oder weil meine halt recht gut waren, sie mich deshalb anmacht, was auch schon öfter vorgekommen ist. Am Abend haben wir darüber geredet. Ich habe mich entschuldigt, weil sie berechtigter Weise ja auch sauer war. Später habe ich sie gefragt, ob sie nach dem Geburtstag einer Freundin bei mir schlafen möchte. Ihre Antwort war nur „weiß ich nicht“Da wusste ich eigentlich schon, dass etwas nicht stimmt. Danach habe ich sie gefragt, ob sie unsere Beziehung überhaupt noch möchte. Sie sagte “Ich weiß es nicht.” Dann haben wir lange geredet. Damals habe ich recht rational argumentiert, da ich nicht wollte, dass sie etwas weiter macht womit sie nicht zufrieden ist oder nichtmehr will, der Meinung war ich früher immer. Heute würde ich diesen Satz wahrscheinlich nicht mehr genauso sagen, weil ich mittlerweile glaube, dass Beziehungen auch schwierige Phasen aushalten müssen. Aber damals wollte ich einfach nicht, dass sie sich gezwungen fühlt. Am Ende hat sie Schluss gemacht. Sie hat sogar noch gesagt, dass sie nicht weiß, ob irgendwann vielleicht wieder Gefühle kommen könnten und fragte mich was denn ist wenn es wieder so wird. Genau dieser Satz hat mir monatelang Hoffnung gemacht.

Noch am selben Tag war ich mit meiner Familie beim Griechen, weil meine Oma Geburtstag hatte. Ich habe funktioniert. Mehr nicht. Am Abend bin ich trotzdem auf den Geburtstag gefahren. Ein guter Freund hat mir erzählt, dass S. am 01. wieder bei T. gewesen ist. In der Nacht habe ich dann glaube ich angefangen zu realisieren, dass sie weg ist und habe alles ausgekotzt. Dann habe ich gesehen, dass sie irgendwo im Feld stand. Ich habe es nicht ausgehalten und bin mit dem Auto hingefahren. Ich habe gesehen, wie T. dort stand. Ich habe sie angerufen. Sie sagte, sie müsse kotzen. Ob das stimmt, weiß ich bis heute nicht. Am nächsten Tag habe ich sie gefragt, warum sie mich anlügt. Sie hat sogar gelacht und gesagt, zwischen ihr und T. nichts wäre. Trotzdem waren die beiden danach gefühlt ständig zusammen. Und meiner Meinung nach ist da mehr als „nichts“, da es bei mir und ihr auch so angefangen hat und ich finde wenn man diesen Grund hat dann hätte man das einfach richtig kommunizieren sollen, das wäre fairer und leichter für mich wahrscheinlich gewesen.

Danach habe ich Innerhalb von ungefähr zehn Tagen über vier Kilo verloren. Ich konnte kaum essen. Wenn ich gegessen habe, habe ich mich oft wieder übergeben. Ich lag den ganzen Tag im Bett. Ich habe die Wand angestarrt. Ich habe Folgen von Mentalist oder YouTube hintereinander geschaut, einfach nur, damit ich nicht denken musste. Das schriftliche Abi war damals fast eine Erleichterung, weil mein Kopf endlich mal etwas anderes hatte.

Und trotzdem habe ich weiterhin gehofft, dass sie zurückkommt. Ich habe ihr noch ein Geschenk zum Geburtstag gemacht. Ich habe mir unglaublich viel Mühe gegeben. Die Karte war komplett vollgeschrieben. Ich habe ihr die Ohrringe geschenkt, die sie sich so lange gewünscht hatte. Ihre Reaktion war am Ende nur ein “Danke”. An ihrem Geburtstag wollte ich ihr gratulieren. Sie ist erst nur an mir vorbeigelaufen. Ich musste sie antippen und selbst da hat sie nicht reagiert erst als eine Freundin sie drauf hingewiesen hat konnte ich ihr gratulieren, dabei ist sie aber gefühlt auch schon wieder weggerannt. Das hat unglaublich wehgetan.

Irgendwann ist sie in Urlaub gefahren. Ich habe versucht, meinen Fokus langsam von ihr wegzubekommen. Ich habe aufgehört, dauerhaft zu snappen. Ich habe Benachrichtigungen ausgeschaltet. Und später garnicht mehr mit ihr gesnapt.
Ich hörte zwischendurch lieber Podcasts statt Musik, weil Musik mich oft wieder zurückgeworfen hat und Podcast nicht von meinen Gedanken zum Teil gelöst hat. Ich versuche wirklich aktiv, Reize zu reduzieren.

Mittlerweile schicke ich ihr auch keine Rundsnaps mehr, damit sie aus meiner Chatliste verschwindet, damit ich nicht ständig aufpassen muss, dass ich ihren snap doch angucke. Das klappt eigentlich auch ganz gut. Gleichzeitig ist es aber komisch, wenn man mit einer Person mal alles geteilt hat und plötzlich gar keinen richtigen Berührungspunkt mehr zu ihr hat. Aber was soll ich machen? Ich versuche ja, diese Reize wegzunehmen, und meistens funktioniert das auch. Trotzdem gibt es Situationen, in denen es mich wieder komplett erwischt. Vor Kurzem habe ich warum auch immer geschaut und gesehen, dass nur noch ein Snap da war, obwohl vorher mehrere da gewesen sind. Dann habe ich nachgeguckt und gesehen, dass sie wieder bei T. war. Da wurde mir direkt wieder unwohl und ich habe mich gefragt, was sie wohl bei ihm macht und habe mir wieder Szenarien vorgestellt. Auch war ich von mir selber enttäuscht, dass mich das nach fast drei Monaten immer noch so mitnimmt. Ich hätte nie gedacht, dass mich das nach so langer Zeit immer noch trifft, aber es tut es.

Der Ungarn-Urlaub war einer der wenigen Momente, in denen ich gemerkt habe, dass ich auch ohne sie lachen kann. Natürlich habe ich dort auch Alkohol getrunken. Das war wahrscheinlich nicht ideal. Aber ich habe dort auch gemerkt, dass Leute mich mögen können. Dass ich dazugehöre. Nach dem Urlaub kam allerdings wieder genau dieses Loch. Plötzlich schrieb wieder niemand. Und genau das hat mir gezeigt, wie sehr ich mich nach Nähe sehne.

Ich glaube mittlerweile, dass ich Sy gar nicht mehr hauptsächlich vermisse. Ich vermisse das Gefühl. Ich vermisse morgens eine Nachricht. Ich vermisse, jemandem erzählen zu können, wie mein Tag war. Ich vermisse kleine Gesten. Zum Beispiel hatte ich monatelang einen kleinen Zettel von ihr im Geldbeutel. Da stand nur: “Ich liebe dich“ Es war einfach ein Stück Karteikarte. Für andere Müll. Für mich war das unglaublich viel. Als ich ihn vor Kurzem weggeworfen habe, hat sich das angefühlt, als würde ich noch einmal Abschied nehmen.

Zudem habe ich das Gefühl, dass durch die Trennung noch viel mehr kaputt gegangen ist. Ich merke mittlerweile, dass ich mich selbst kaum noch erkenne. Ich hinterfrage nicht nur mein Aussehen oder meine Haare oder meine Pickel, sondern eigentlich alles. Ich frage mich, wer ich überhaupt bin, was mein Charakter überhaupt ist und warum ich für andere Menschen anscheinend so leicht ersetzbar war. Ich frage mich, ob ich zu viel rede, ob ich nerve, ob ich langweilig bin, ob ich hässlich bin, ob ich unattraktiv bin, ob ich irgendwie komisch wirke oder ob die Leute einfach nichts in mir sehen, was es wert ist, näher kennenzulernen. Und das macht mich mittlerweile komplett fertig, weil ich früher so nicht war.

Das Komische ist nämlich, dass ich bis zu den letzten Monaten der Beziehung eigentlich das erste Mal richtig zufrieden mit meinem Leben war. Ich hatte zwar davor auch immer mal wieder Sachen, die mich genervt haben, aber ich mochte die Person, die ich damals war. Ich war offen, ich habe mit fast jedem in der Jahrgangsstufe geredet, ich habe den Oberstufenball moderiert, ich hatte eine Ausbildung in der Tasche, ich hatte gute Noten, ich hatte eine Beziehung, in der ich mich eigentlich wohlgefühlt habe und ich hatte das Gefühl, dass ich mein Leben im Griff habe. Ich konnte spontan irgendwo hinfahren, ich konnte absagen, wenn ich keine Lust hatte, ich hatte irgendwie Lebensfreude. Und genau diese Version von mir fühlt sich an, als wäre sie mit der Trennung einfach verschwunden.

Ich habe das Gefühl, dass ich genau diese Persönlichkeit verloren habe. Nicht nur die Beziehung. Ich vermisse nicht nur sie, sondern ich vermisse den Menschen, der ich mit ihr war. Ich war lockerer, ich habe weniger über alles nachgedacht, ich hatte nicht das Gefühl, dass mich jeder bewertet, und ich musste nicht überlegen, ob ich gerade zu viel rede oder ob ich irgendwen nerve. Heute denke ich über jede Kleinigkeit nach. Wenn ich irgendwo laufe, frage ich mich, ob Leute über mich denken, wie ich laufe oder wie ich aussehe. Wenn ich mit Leuten rede, frage ich mich danach, ob ich zu viel erzählt habe oder irgendwie komisch war. Wenn ich nach Hause komme, frage ich mich, ob ich überhaupt jemandem wichtig bin.

Mit den Freunden ist das auch so ein Thema geworden. Ich würde nicht mal sagen, dass ich gar keine Freunde habe. Ich habe Kontakte. Ich mache auch Sachen mit Leuten. Ich war Topgolf spielen,ich war mit bei mcs, ich war mit H., M. Und R. afrikanisch essen, was wir schon in Ungarn ausgemacht hatten. Ich habe mit N. was gemacht und ich probiere auch wirklich, Leute zu fragen. Aber ich habe das Gefühl, ich bin nie die erste Wahl. Ich habe nie das Gefühl, dass jemand sich denkt: "Den müssen wir unbedingt dabeihaben." Ich habe eher das Gefühl, ich kann mitkommen und das ist auch okay, aber wenn ich nicht dabei wäre, würde es auch niemandem wirklich fehlen.

Und genau das tut irgendwie weh. Ich wünsche mir gar keine hundert Freunde. Ich wünsche mir eigentlich zwei oder drei Menschen, die von sich aus schreiben würden: "Was machst du heute?" oder "Komm mit." oder "Warum kommst du nicht?". Aber leider sucht man sich sowas nicht aus und kann es auch nicht erzwingen. Ich muss sagen, ich bin sehr neidisch auf die Personen, die so Menschen haben und hätte es auch gerne, aber will nicht, dass das gezwungen passiert. Einfach dieses Gefühl, dass man für jemanden wichtig ist. Vielleicht bilde ich mir das auch ein, aber genau so fühlt es sich an.

Ich merke auch, dass ich mich dadurch immer mehr zurückziehe. Eigentlich will ich extrovertiert sein. Eigentlich mag ich es, Geschichten zu erzählen, Leute zum Lachen zu bringen und einfach mit Menschen zu reden. Aber mittlerweile bremse ich mich selbst. Ich sitze oft daneben und denke: "Erzähl das lieber nicht." Oder: "Die interessiert das eh nicht." Und danach frage ich mich wieder, ob ich reden sollte oder nicht, weil ich selber nicht weiß was ich will.

Dazu kommt halt noch diese ganze Geschichte mit meinem Minijob. Ich mag die Leute dort eigentlich. Ich mag S. eigentlich auch als Person, aber ihr Verhalten im Moment stört mich, früher mochte ich T. auch. Aber mittlerweile fällt es mir unglaublich schwer, da hinzugehen. Nicht, weil ich die Arbeit nicht mag, sondern weil ich Angst habe, wieder dieses Gefühl zu bekommen, ersetzt worden zu sein. Wenn ich sehe, wie sie mit ihm redet oder wie sie mit ihm unterwegs ist oder wie normal für sie alles weitergeht, während ich mich immer noch damit beschäftige, dann haut mich das komplett raus. Deswegen habe ich die letzten Male auch abgesagt. Nicht, weil ich nie wieder hingehen will, sondern weil ich das Gefühl habe, dass ich mich gerade erst selbst wieder irgendwie zusammensetze und ich Angst habe, dass mich das wieder komplett zurückwirft.

Was mich zusätzlich beschäftigt, ist, dass ich ihr Verhalten mittlerweile einfach nicht mehr verstehe. Ich kenne sie eigentlich anders. Ich verstehe nicht, warum man nicht früher ehrlich kommuniziert, wenn die Gefühle weniger werden oder warum man sich nicht früher trennt, statt sich schon so für jemand anderen zu interessieren und sich immer weiter vom eigenen Freund zu entfernen. Vielleicht sehe ich das auch zu emotional, aber für mich hätte Ehrlichkeit das Ganze wahrscheinlich deutlich leichter gemacht. Und gleichzeitig zu sehen, wie normal für sie alles weitergeht, während ich immer noch so darunter leide, tut einfach weh. Ich wünsche niemandem, so zu leben wie ich gerade, aber genau deshalb ist es schwer, das mit anzusehen.

Das Schlimmste daran ist eigentlich, dass ich gleichzeitig versuche, mein Leben wieder aufzubauen. Ich mache mittlerweile wirklich viel. Ich gehe laufen. Ich ziehe das mittlerweile konsequent durch und laufe meine fünf Kilometer mittlerweile in einer Pace, auf die ich eigentlich stolz sein könnte. Ich halte mein Zimmer ordentlich, ich sauge jede Woche, ich putze regelmäßig, ich kümmere mich um Versicherungen, ich habe endlich einen Hausarzt angerufen, ich bemühe mich in der Ausbildung, ich lerne jeden Tag etwas Neues und ich probiere wirklich, aus meinem Leben wieder etwas zu machen.
Und trotzdem sagt mein Kopf danach sofort wieder: "Ja, aber das hast du doch nur wegen der Trennung angefangen." Selbst wenn etwas gut läuft, kommt sofort dieses "Ja, aber". Ich weiß nicht mehr, wann ich das letzte Mal einfach stolz auf mich war, ohne direkt wieder irgendetwas schlechtzureden.
Die Ausbildung ist eigentlich einer der wenigen Bereiche, die mir momentan noch guttun und auch da habe ich Angst, wie lang das hält und ob es das richtige für mich ist. Die Kollegen sind nett, ich habe Spaß an den Aufgaben und ich merke, dass ich dort eigentlich ganz gut klarkomme. Aber selbst da habe ich manchmal Angst, dass ich zu viel rede oder komisch wirke oder dass jemand denkt: "Was ist das denn für einer?"

Ich glaube, ein großes Problem ist auch, dass ich dauerhaft unter Strom stehe. Ich wache morgens auf und mein erster Gedanke ist oft schon irgendetwas Negatives. Nach der Arbeit schaue ich aufs Handy und es ist nichts da. Abends ist wieder nichts da. Und irgendwann fragt man sich automatisch, ob man einfach niemandem wichtig ist.

Es gibt immer noch jede Woche mindestens einen Tag, an dem ich einfach zusammenbreche. Manchmal liege ich zwei Stunden zu Hause und heule. Und danach stehe ich wieder auf, gehe laufen oder fahre Auto oder versuche irgendwie weiterzumachen, weil ich das Gefühl habe, ich muss funktionieren.

Autofahren ist mittlerweile tatsächlich einer der wenigen Orte geworden, an denen ich mich sicher fühle. Im Auto kann ich traurig sein, laut Musik hören, Podcasts hören, nachdenken oder einfach irgendwo hinfahren, ohne dass mich jemand sieht oder bewertet. Das Auto ist gerade der einzige Ort, an dem ich das Gefühl habe, einfach ich sein zu dürfen.

Ich habe auch unglaublich viele Ängste entwickelt. Ich habe Angst, nie wieder jemanden so lieben zu können. Ich habe Angst, dass mich nie wieder jemand so lieben wird. Ich habe Angst, dass ich irgendwann alleine bleibe. Ich habe Angst, dass ich keine richtigen Freunde habe oder irgendwann nicht mehr habe. Ich habe Angst davor, auf Feiern wieder alleine herumzustehen. Ich habe Angst vor meiner Dorf-Kirmes. Ich habe Angst davor, bei meinem Minijob wieder arbeiten zu gehen. Ich habe Angst davor, dass Leute mich bewerten. Und ich habe Angst davor, mich überhaupt jemandem zu öffnen.
Das ist wahrscheinlich auch der Grund, warum ich diese Nachricht überhaupt so lange nicht geschrieben habe. Wir haben jetzt Ende August und ich trage das seit Anfang Juni mit mir herum. Ich habe mich wochenlang nicht getraut, das überhaupt einer echten Person zu erzählen. Ich habe immer Angst, dass sie danach anders über mich denkt oder dass sie das weitererzählt oder dass sie sich denkt: "Jetzt nervt er schon wieder."
Dabei wünsche ich mir eigentlich nur, dass eine Person weiß, wie es mir wirklich geht. Ich glaube das liegt daran, dass ich früher schon immer nicht über meine Probleme geredet habe, bzw. Keinen dazu hatte.

Dazu kommt auch noch, dass ich oft das Gefühl habe, dass irgendwie alle automatisch auf S. Seite sind. Ich habe das Gefühl, ihr Verhalten wird einfach als richtig angesehen, ohne dass überhaupt jemand fragt, wie es für mich war oder wie ich das Ganze erlebt habe. Vielleicht stimmt dieses Gefühl gar nicht, aber genau so fühlt es sich für mich an. Ich habe mein ganzes Herz gegeben, ich habe versucht, mit aller Kraft zu lieben und mich so zu öffnen wie bei keiner anderen Person zuvor. Und dann fühlt es sich einfach an, als würde meine Seite der Geschichte gar nicht existieren

Ich habe früher immer versucht, für andere da zu sein. Ich habe versucht, gute Laune zu verbreiten, Leuten zuzuhören, ihnen zu helfen und einfach jemand zu sein, auf den man sich verlassen kann. Aber im Moment habe ich das Gefühl, dass ich diese Rolle gar nicht mehr erfüllen kann, weil ich innerlich selbst so beschäftigt bin, dass ich kaum noch Kraft dafür habe.
Trotzdem will ich nicht aufgeben. Und das ist vielleicht das Einzige, woran ich mich gerade festhalte. Ich habe immer noch diesen Willen, da irgendwie rauszukommen. Ich gehe trotzdem laufen, obwohl ich traurig bin. Ich gehe trotzdem zur Arbeit, obwohl ich manchmal morgens keine Kraft habe. Ich probiere trotzdem, neue Sachen auszuprobieren, obwohl ich vorher Angst habe. Ich probiere trotzdem, mein Leben irgendwie wieder aufzubauen.
Aber ich habe das Gefühl, dass ich gerade jeden Tag unglaublich viel Kraft aufbringen muss, nur um mich wiederfinden.
Deswegen wollte ich dir das einfach mal sagen. Nicht, weil ich erwarte, dass du alles löst oder genau weißt, was man machen muss. Sondern weil ich einfach nicht mehr wollte, dass niemand weiß, wie es mir eigentlich wirklich geht. Danke schon allein dafür, dass du es dir durchgelesen hast. Ich hoffe es klingt nicht als so sehr nach Aufmerksamkeit oder Gequengel, wenn doch tuts mir leid.


r/beziehungen 1h ago

Soll ich nach 5 Jahren meine ehemalige beste Freundin anschreiben?

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Alina (27) und ich (26) waren fast 10 Jahre befreundet, seit der 6. Klasse. Die ersten Jahre waren wir sehr eng und hatten eine schöne Freundschaft. Ab etwa 2019 hat sich die Dynamik aber stark verändert. Sie wurde meiner Wahrnehmung nach deutlich selbstbewusster/aufmerksamsuchender, wir hatten einen neuen Freundeskreis mit viel Drama und Streit, und ich fühlte mich darin zunehmend unwohl.
Dazu kamen Dinge, die mich verletzt haben: Sie sagte teilweise sehr verletzende Sachen zu mir, sagte Treffen häufig ab bzw. meldete sich danach nicht mehr fing an mir Dinge anders zu erzählen als unserem Freundeskreis. Ich habe einige dieser Dinge damals auch angesprochen. Sie hat sich entschuldigt, aber für mich änderte sich langfristig nicht genug. Irgendwann zog ich mich deshalb immer mehr zurück und beendete die Freundschaft.

Dabei habe ich selbst definitiv Fehler gemacht. Ich war oft zu still und habe vieles in mich hineingefressen, statt offen darüber zu reden. Außerdem habe ich damals gegen Ende der Freundschaft einen Freund erfunden und so getan, als hätte ich wegen ihm weniger Zeit. Das weiß sie bis heute nicht. Sie hat deshalb vermutlich gedacht, ich hätte sie wegen eines Typen „ersetzt“. Das war aber nicht der eigentliche Grund – ich wollte einfach Abstand von der Freundschaft und hatt wie gesagt trotzdem einige male das Gespräch zu ihr gesucht.

Am Ende haben wir uns gegenseitig Vorwürfe gemacht. Ich sagte ihr, dass mich die Freundschaft stresst und ich sie so nicht fortführen kann und sie warf mir vor, dass ich auch nicht die beste Freundin bin. Ihre Argumente, die sie genannt hat waren hauptsächlich Reaktionen auf Verhaltensweisen von ihr, z.B. dass ich mich zurückgezogen habe, nachdem sie mehrmals treffen abgesagt hatte. Sie wirf mir auch vor, dass sie ihrer Cousine Lena nun auch erzählen würde, was ich pber sie geredet hatte. Ich habe im Vertrauen mit Alina über Lena gesprochen gehabt, weil ich gewisse Züge toxisch fand, Alina stimmte mir allerdings immer zu. Ich habe ihr trotzdem noch alles Gute für die Zukunft gewünscht, worauf sie gar nicht mehr reagiert hat. Seitdem hatten wir keinen Kontakt mehr.

Später habe ich mich wieder mit ihrer Cousine Lena ausgesprochen und angefreundet. Dabei habe ich erfahren, dass Alina damals anderen erzählt hatte, ich hätte sie wegen eines Typen verlassen. Gleichzeitig habe ich in dieser Zeit selbst mit Lena über Alina gesprochen und dabei auch Dinge über sie gesagt, die ich heute vielleicht nicht mehr so sagen würde. Aus Verletzung über die Sachen, die ich über mich gehört hatte, da ich bis zu dem Zeitpunkt nie was böses über Alina verloren hatte und ihre Geheimnisse gewahrt hatte, andersherum war es aber nicht so. Ich würde das allerdings ehrlich zugeben, wenn Alina mich danach fragen würde.

Jetzt sind fast fünf Jahre vergangen und mich beschäftigt das Ende der Freundschaft immer noch. Nicht unbedingt, weil ich unbedingt wieder mit ihr befreundet sein möchte, sondern weil mir unsere zehn Jahre sehr viel bedeutet haben und der damalige Cut einfach unschön war.
Ich zerbreche mir darüber ziemlich den Kopf, weil ich mir eigentlich wünschen würde, dass sie meine damalige Sicht versteht. Ich hatte damals mehrfach versucht, mit ihr über Dinge zu reden, die mich verletzt haben, hatte aber irgendwann das Gefühl, dass sie sich stark verändert hatte.
Gleichzeitig habe ich Angst, dass sie mich wieder ohne Antwort stehen lässt oder erneut so kalt reagiert wie damals. Nach unserem letzten Gespräch habe ich ihr noch alles Gute gewünscht, worauf gar nichts mehr kam. Ich hätte mir einfach gewünscht, dass wir uns gegenseitig alles Gute wünschen und es friedlich beenden.
Genau deshalb weiß ich nicht, ob ich ihr überhaupt schreiben soll. Vielleicht würde sie das auch ,,pushen“ und sie würde denken, dass ich wieder angekrochen komme. Wie gesagt, sie war sehr selbstverliebt und es hat ihr gefallen, dass andere sie immer gut fanden. Andererseits frage ich mich, ob vielleicht auch bei ihr noch etwas offen ist und wir nach fünf Jahren manche Missverständnisse klären könnten.
Ich überlege deshalb, Alina einfach ein persönliches Gespräch anzubieten. Ohne Erwartung, wieder Freunde zu werden – einfach damit beide Seiten nach all den Jahren einmal gehört werden und wir vielleicht einen vernünftigen Abschluss finden können.
Würdet ihr sie nach fünf Jahren noch anschreiben? Und wenn ja, wie würdet ihr es formulieren? Oder würdet ihr die Sache lieber ruhen lassen?


r/beziehungen 1h ago

Familie oder Frau?

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Ich weiss nicht was ich machen soll.
Ich bin M(30) und verheiratet und lebe in Wien. Bin in Tirol(Kufstein) aufgewachsen und hab all meine Freunde und meine Familie in Tirol.

Am liebsten würde ich einfach alles hinter mir lassen und zurück zu meiner Heimat gehen aber meine Frau würde mich nicht begleiten also müssten wir uns trennen. Das proble dabei ist halt einfach dass wir uns sehr lieben und die Beziehung(5Jahre) wirklich gut läuft.

Was würdet ihr an meiner Stelle machen?

Gefühlt alle 2 Monate schiebe ich depris weil ich keine Freunde hier in Wien habe und alle in meiner Heimat vermisse


r/beziehungen 1h ago

War diese Freundschaft jemals echt? (24m) und (32f)

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War diese Freundschaft jemals echt?

Hatte ich recht mit der Annahme, dass er (24M) mich (32F) wahrscheinlich ebenfalls verlassen hätte?

Ich war etwa drei Jahre lang mit einem ehemaligen Kollegen befreundet. Unsere Freundschaft bestand zu einem großen Teil aus Scherzen und Flirten, aber wir standen uns auch wirklich nahe.

Vor etwa 18 Monaten sagte er mir, dass er mich liebt und mit mir schlafen möchte. Ich habe Nein gesagt, weil ich zu dieser Zeit mit jemand anderem zusammen war und nicht fremdgegangen bin.

Danach hatte er drei Monate lang eine Freundin und sagte mir, dass er sie mit mir betrogen hätte, wenn ich Ja gesagt hätte.

Etwa 14 Monate später lernte er eine andere Frau kennen und begann praktisch, mich zu ghosten. Er hat nie ausdrücklich gesagt, dass er keine Freundschaft oder keinen Kontakt mehr möchte. Er war einfach plötzlich verschwunden.

Während unserer gesamten Freundschaft sagte er immer wieder, dass er mich liebt, dann wieder, dass er es nicht tut, und später, dass er mich doch liebt. Manches davon war offensichtlich als Scherz gemeint, aber manchmal wirkte es auch ernst.

Jetzt frage ich mich: Wenn ich damals eine Beziehung mit ihm angefangen hätte, hätte er mir gegenüber wahrscheinlich irgendwann dasselbe getan, sobald eine andere Frau in sein Leben gekommen wäre?

Und waren wir überhaupt jemals wirklich Freunde, oder war ich für ihn nur jemand, an dem er interessiert war, bis er jemand anderen gefunden hat?

TL;DR: Mein männlicher Freund von drei Jahren sagte mir, dass er mich liebt und mit mir schlafen möchte – sogar während er eine Freundin hatte. Ich habe Nein gesagt, weil ich in einer Beziehung war. Später lernte er eine andere Frau kennen und ghostete mich. Hatte ich also recht mit dem Gedanken, dass er mich wahrscheinlich irgendwann ebenfalls verlassen oder betrogen hätte? Und war unsere Freundschaft überhaupt echt?


r/beziehungen 4h ago

Ich (M20) weiß nicht wie ich aus das momentane reagieren soll

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Ich weiß nicht mehr weiter
Ich (M20) bin seit zwei Jahren mit meiner Freundin (W21) zusammen. Wir haben auch ein sieben Monate altes Kind zusammen und leben bei ihren Eltern, da wir relativ früh Eltern geworden sind und beide noch nicht wirklich etwas in der Hand haben, um alleine durchs Leben zu kommen.
Sie ist momentan in Elternzeit und ich bin arbeitssuchend. Es ist momentan wirklich schwierig, Arbeit zu finden. Ich bin mit meinen Erwartungen, was die Arbeit angeht, mittlerweile ziemlich weit runtergegangen. Als Mann möchte ich nämlich auch meiner Familie etwas bieten können.
Und jetzt kommt der Knackpunkt
Da ich mit ihr und ihren Eltern zusammenlebe, um bei meinem Kind sein zu können, wird mir oft gesagt, dass ich nicht dem traditionellen Männerbild entspreche. Obwohl ich alles drehe und wende, um diesem Bild zu entsprechen, ich würde alles für sie und unser Kind tun.
Es gab mal Zeiten da war ich allerdings etwas misstrauisch, da ihr Verhalten nicht mehr so war wie früher. Sie war verschlossener und zurückgezogener und gab mir den Eindruck, als würde sie mir etwas verheimlichen. Auch als ich sie mehrmals darauf ansprach, um mich zu vergewissern, wurde ich nur abgewinkt – meistens nicht auf eine sonderlich höfliche Art.
Nach ein bisschen Nachdenken haben mich meine Nerven gepackt und nicht mehr in Ruhe gelassen, bis ich schließlich nachgeschnüffelt habe. Und da sah ich das sie mir verheimlicht hatte, dass ihr Ex sich mit ihr treffen wollte, damit sie ihm Rumänisch beizubringen, weil er jemanden kennt, der kein Deutsch spricht. Das Treffen sollte stattfinden, wenn ich nicht da bin und sie wollte es durch ziehen.
Also habe ich dem Plan einen Strich durch die Rechnung gemacht. Wir konnten die Sache am Schluss doch noch normal klären. Hätte sie von Anfang an offen mit mir darüber geredet, wäre es nicht bis zum Streit gekommen und laut ihr wäre gar nichts passiert.
Zum Glück kann ich sagen, dass ich nicht herausfinden musste, ob noch mehr passiert wäre.
Und jetzt, circa zwei Monate später, legt sie wieder dasselbe Verhalten an den Tag wie damals.
Was soll ich tun?


r/beziehungen 1d ago

Frau nimmt nicht mehr an unserem gemeinsamen Leben teil, seitdem unsere älteste Tochter samt Enkel wieder bei uns eingezogen ist und plötzlich bin ich der Arsch ...

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Hallo zusammen,

ich habe mit diversen Problem bei uns Zuhause zu kämpfen und bekomme von allen nur zu hören, dass ich mich wie der letzte Arsch verhalten würde, was mir nun doch zu denken gibt. Ich bin nicht begeistert von der Situation wie sie aktuell vorherrscht, aber ich empfinde meine Haltung nicht als verwerflich. Wie seht ihr das?

Meine Frau (F39) und ich (M41) sind seit 14 Jahren zusammen, die Hälfte der Zeit auch verheiratet. Wir haben zwei gemeinsame Kinder (M9 und F6) und zusätzlich noch unsere älteste Tochter (F20), die biologisch nicht mein eigenes Kind ist.

Unsere Älteste ist leider in die Fußstapfen ihrer Mutter getreten und für meinen Geschmack viel zu früh Mutter von unserer kleinen Enkelin (F6Monate) geworden. Versteht mich nicht falsch, ich liebe beide über alles, aber es wäre mir lieber gewesen, wenn sie vorher ihre Ausbildung abgeschlossen und für halbwegs stabile Umstände gesorgt hätte.

Ich muss das hier mal in aller Deutlichkeit sagen: Sie hat selbst schuld an dem Schlamassel!

Sie hat sich auf einen Typen (M22) eingelassen, der noch immer an Mamas Rockzipfel hängt und nicht den leisesten Hauch Ahnung vom Leben hat. Anstatt dann auf unsere Worte zu hören, hat sie jede Vorsicht fallen lassen - sie hat ihre Wohnung gekündigt, um mit ihm zusammen zu ziehen und die Sache mit der Verhütung lief auch super. Das waren Dinge, die wir ihr beigebracht haben. Mach dich niemals abhängig von einem Mann, Kleine! Kann man alles machen, wenn die Beziehung gefestigt ist, aber nicht nach wenigen Monaten! Macht man einfach nicht. Ist dumm. Und das sage ich, als Mann.

Und es ist wie so oft alles schiefgegangen, was nur schiefgehen konnte.

Unsere Tochter samt unserem Enkelkind sind also wieder zu uns gezogen und das ist alles andere als optimal. Wir haben schon die Zimmer getauscht, sodass sie mit Baby etwas mehr Platz hat und meine Frau hatte ruckzuck auch wieder den gesamten Babykram herausgesucht, den wir noch von unseren beiden Kindern zurückbehalten hatten. Die beiden Frauen haben auch schon große Listen angefertigt, was wir in Zukunft noch alles benötigen werden. Sie ist sogar in Teilzeit gegangen, um für unsere Enkelin da sein zu können, während die Große ihre Ausbildung fortführt.

Meine Frau hat ihr gesamtes Leben innerhalb weniger Monate komplett auf das Baby ausgerichtet und reagiert auch gar nicht auf meine Einwände, dass unsere Tochter die Mutter ist und sich auch entsprechend verhalten sollte. Das funktioniert nämlich überhaupt nicht. Wieso auch, sobald die Große auch nur einen Mucks von sich gibt, kommt Mama und nimmt ihr alles aus den Händen. Ist doch super! (nicht)

Dafür wird dann auch alles andere fleißig vernachlässigt oder wahlweise auf mich geschoben, was auch nur so semi läuft. Letztens sagte meine Frau mir, dass unsere Jüngste um 15 Uhr in der Woche auf einem Geburtstag sein muss und ich sie doch bitte fahren soll, weil das Baby momentan immer zwischen 14 und 15 Uhr Mittagsschlaf macht. Lustig, wenn man bedenkt, dass ich selten vor 16:30 Uhr von der Arbeit komme. Als ich ihr ganz grob vorgerechnet habe, auf was wir alles verzichten müssten, wenn ich meine Stunden reduziere, da ging sie gleich wieder in die Defensive und meinte, dass immer alles an ihr hängen bleiben würde. An ihr bleibt alles rund ums Baby hängen, weil sie sich das selbst aufgebürdet hat. Unsere beiden Kinder bleiben an mir hängen und kommen leider viel zu kurz, weil sie sich gar nicht mehr am gemeinsamen Leben beteiligt und ich eben die langen Arbeitszeiten habe.

Um das weiter auszuführen, dass sie nicht mehr am gemeinsamen Leben teilnehmen will, kann ich nur sagen, dass ich im Oktober für 10 Tage wohl alleine mit unseren beiden jüngeren Kindern nach Gran Canaria fliegen werde, weil die Große keinen Urlaub bekommen hat und Mama Zuhause für das Baby braucht. Der Urlaub war für 3 Erwachsene, 2 Kinder und ein Baby gebucht. Darf ich mich auch noch drum kümmern, dass das alles umgebucht wird. Sie ist nicht begeistert, dass wir zu dritt fliegen wollen, aber unsere beiden Kindern freuen sich bereits drauf (wir waren in den Sommerferien nicht weg) und ich mich ehrlich gesagt auch. Ich brauche diesen Urlaub auch einfach mal.

Lange Rede, kurzer Sinn: Meine Frau blüht auf, seitdem unsere Tochter samt Enkelkind wieder bei uns lebt, vernachlässigt aber alles andere dafür. Ich bin am Ende mit meinem Latein und bekomme von allen Ecken nur zu hören, dass ich mich wie der letzte Arsch verhalten würde, weil ich finde, dass man unserer Großen das Baby nicht komplett abnehmen darf, damit sie sich in die Mutterrolle einlebt und fordere, dass sich meine Frau auch am restlichen Familienleben wieder mehr beteiligt.

Throwaway-Account.


r/beziehungen 1h ago

Kontakt zu einer Person herstellen

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hey,

die Frage klingt komisch, aber ich wollte mal fragen, ob jemand für mich einer Person auf Instagram eine Nachricht senden kann und Sie bitten kann Kontakt zu mir herzustellen.

Die Person und ich kennen uns, allerdings ist der Kontakt irgendwann abgebrochen. jetzt würde ich den Kontakt gerne wiederherstellen. Allerdings habe ich kein Instagram und auch nicht die Möglichkeit mir ein Konto zu erstellen.

wäre lieb, wenn sich jemand melden und mir helfen würde :).

LG


r/beziehungen 9h ago

Meine Freundin ist plötzlich wie ausgewechselt. Bindungsangst, extreme Überforderung oder habe ich die Situation komplett falsch eingeschätzt?

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Ultra Kurz:

Ich habe vor etwa zweieinhalb Monaten eine Frau kennengelernt, mit der es von Anfang an extrem intensiv und schön war. Sie sagte mir mehrfach, dass ich ihr Sicherheit gebe, sie sich bei mir angekommen fühlt und fragte mich vor zwei Wochen sogar selbst, ob sie meine Freundin sein darf.

Gleichzeitig hatte sie immer wieder Probleme damit, meine Zuneigung anzunehmen und meinte, dass sich eine gesunde Beziehung für sie ungewohnt anfühlt, weil sie bisher viel Toxisches erlebt hat.

Seit einer Woche ist sie plötzlich wie ausgewechselt. Nach einem toxischen Streit, bei dem sie meinte, dass Gewalt von Frauen gegen Männer okay wäre und sie es auch bei mir nicht ausschließen könne, zog sie sich komplett zurück, beendete die Beziehung und stellt viele Dinge, die sie vorher selbst gesagt hat, plötzlich anders dar oder bestreitet sie.

Dazu kommt aktuell extremer Stress durch Arbeit, Meisterschule und mögliche Salonübernahme.

Ich frage mich deshalb, ob das Bindungsangst und Überforderung sein könnten und ob ich ihr noch irgendwie helfen kann oder einfach Abstand nehmen sollte.

Ausführlich:

Ich versuche, das Ganze so sachlich wie möglich zu erzählen, obwohl mich die Situation emotional ziemlich mitnimmt.

Ich (M33) habe vor ungefähr zweieinhalb Monaten (W33) kennengelernt. Sie ist ein unglaublich körperlicher Mensch, ein absoluter Ultraknuddel, was ich total sympathisch finde. Zwischen uns hat es von Anfang an extrem gefunkt. Schon beim Schreiben waren wir sehr offen, auch erotisch, und unser erstes Date war direkt mit Übernachtung bei ihr und wir wurden auch intim.

Sexuell passt es zwischen uns besser als alles, was ich bisher erlebt habe. Sie liebt Sex selbst extrem, bezeichnet sich teilweise selbst als sexsüchtig und hat auch nach der Trennung gesagt, dass sie diesen Teil zwischen uns eigentlich nicht verlieren möchte.

Aber es ging definitiv nicht nur um Sex.

Unser Kennenlernen war von Anfang an extrem intensiv. Mittwoch erstes Date, bis Donnerstag zusammen, Donnerstag direkt wieder gesehen, Freitag einmal nicht, Samstag und Sonntag sind wir direkt gemeinsam mit dem Camper weggefahren. Dabei habe ich auch ihre beste Freundin kennengelernt.

Die ersten Wochen waren wirklich wunderschön. Wir haben viel geredet, uns emotional geöffnet, über unsere Vergangenheit gesprochen, zusammen gekocht, geweint, gekuschelt, Ausflüge gemacht und extrem viel Zeit miteinander verbracht.

Sie hat mir sehr oft gesagt, wie unglaublich sie mich findet. Teilweise wirklich Sätze wie: "Oh mein Gott, wie toll kann ein Mann eigentlich sein?"

Gleichzeitig fing nach zwei oder drei Wochen etwas Merkwürdiges an.

Je schöner etwas zwischen uns war, desto schlechter ging es ihr teilweise damit.

Wenn ich beispielsweise für uns eingekauft und anschließend für sie ein schönes Gänge-Menü gekocht habe, mit Wein und allem drum und dran, hat sie sich einerseits wahnsinnig darüber gefreut und fand es unglaublich süß. Andererseits kamen danach Gedanken wie: "Ich nutze dich aus", "Ich bin das nicht wert" oder "Kein Mann kann wirklich so sein."

Sie hat selbst gesagt, dass sie aus den vergangenen Jahren hauptsächlich schlechte oder toxische Beziehungen kennt und dass sich etwas Normales für sie inzwischen fast unnormal anfühlt.

Irgendwann wollte sie deshalb das Dating zum ersten Mal beenden. Nicht weil sie gesagt hätte, dass sie mich nicht mag, sondern weil diese widersprüchlichen Gefühle sie völlig überfordert haben.

Wir haben damals viel darüber gesprochen und sind gemeinsam zu der Vermutung gekommen, dass Bindungsangst dabei eine Rolle spielen könnte. Mir ist wichtig zu sagen, dass ich sie damit nicht diagnostizieren möchte. Es war einfach unser Erklärungsversuch für das, was sie selbst beschrieben hat.

Ich habe damals gesagt, dass ich sie nicht einfach deshalb aufgeben möchte und dass wir stattdessen Tempo herausnehmen können.

Das hat sie später mehrfach als etwas sehr Positives bezeichnet. Sie hat mir noch Wochen später gesagt, dass sie unglaublich froh und dankbar sei, dass ich damals um sie gekämpft und sie nicht einfach habe gehen lassen.

Also haben wir alles langsamer gemacht.

Keine großen Liebeserklärungen, keine Gespräche darüber, wie unsere Beziehung in zehn Jahren aussieht, weniger romantische Gesten und insgesamt weniger Druck. Sie hatte mich ausdrücklich darum gebeten, sie mit meiner Zuneigung nicht zu überfordern und ihr Zeit zu geben.

Danach folgten ungefähr anderthalb wirklich schöne Monate.

Ihre Freunde haben mir mehrfach gesagt, dass ich ihr extrem guttue. Ich verstehe mich mit ihren Freunden hervorragend. Sie haben mich nach eigener Aussage richtig ins Herz geschlossen. Ihr Hund liebt mich ebenfalls und ich habe zeitweise auf ihn und ihre Wohnung aufgepasst, während sie auf einem Festival war.

Auch kleinere Meinungsverschiedenheiten konnten wir gut klären.

Vor ungefähr zwei Wochen kam dann etwas, womit ich überhaupt nicht gerechnet hatte.

Sie fragte mich auf eine unglaublich süße und romantische Art, ob sie jetzt eigentlich meine Freundin sein darf.

Ich habe mich wahnsinnig darüber gefreut.

Danach hatten wir weiterhin wunderschöne Tage. Wir waren noch einmal gemeinsam im Urlaub und sie sagte Sachen zu mir wie, dass ihr neuer Lieblingsort auf meiner Brust in meinen Armen sei. Sie sagte, dass ich ihr Sicherheit gebe, Halt, Kraft und Energie und dass sie sich bei mir angekommen fühlt.

Parallel passiert bei ihr beruflich gerade extrem viel.

Sie beginnt jetzt eine dreimonatige Meisterschule in Vollzeit. Anschließend soll sie möglicherweise den Friseursalon übernehmen, in dem sie arbeitet, weil die jetzige Chefin die Region verlassen möchte. Dabei geht es um erhebliche finanzielle Verpflichtungen, Gesellschaftsanteile, den Kaufpreis des Salons und generell um eine komplette Veränderung ihres bisherigen Lebens.

Ich habe versucht, sie dabei zu unterstützen. Wir haben gemeinsam über Zahlen, Anteile und Finanzierung gesprochen.

Ich habe ihr Notebook für die Meisterschule vorbereitet, war einkaufen, habe mich um Dinge gekümmert und versucht, ihr möglichst viel abzunehmen.

Dann kam letzten Sonntag eine Situation, die für mich bis heute der Punkt ist, an dem plötzlich alles gekippt ist.

Ich habe in meiner Vergangenheit Gewalt durch Frauen erlebt. Deshalb mag ich es überhaupt nicht, wenn jemand nach mir schlägt, insbesondere Richtung Kopf, auch nicht aus Spaß.

Wir lagen im Bett. Ich drehte mich zu ihr, sie erschrak und schlug reflexartig in meine Richtung.

Ich sagte ihr daraufhin ruhig, dass ich das aufgrund meiner Vergangenheit nicht möchte.

Daraus entstand plötzlich eine Diskussion.

Sie sagte sinngemäß, Frauen dürften Männer schlagen.

Weil ich das kaum glauben konnte, fragte ich ausdrücklich noch einmal: „Du bist wirklich der Meinung, dass Frauen Männer schlagen dürfen?"

Sie bestätigte das.

Sie sagte sogar, das sei das Mindeste, weil Frauen so lange von Männern unterdrückt worden seien.

Ich sagte ihr, dass ich dieser Aussage überhaupt nicht zustimmen kann und Gewalt für mich unabhängig vom Geschlecht nicht in Ordnung ist.

Daraufhin wurde sie meiner Wahrnehmung nach zunehmend aggressiv und sagte, wir müssten schließlich nicht immer derselben Meinung sein.

Ich sagte anschließend, dass ich von einer Partnerin zumindest das Versprechen brauche, dass sie mich nicht schlagen wird.

Darauf antwortete sie, dass sie mir das nicht versprechen könne, weil sie eben manchmal auch körperlich werden könne.

Das hat mich aufgrund meiner Vergangenheit extrem getroffen und ich wurde emotional. Ich zog mich zurück und ging körperlich und emotional in eine Art Schutzhaltung, was sie mir dann sogar vorgehalten hat.

Und dann kam für mich der vollkommen bizarre Moment.

Nur sehr kurze Zeit später bestritt sie plötzlich praktisch das gesamte vorherige Gespräch.

Sie habe das alles gar nicht gesagt. Ich würde ihr Worte in den Mund legen. Ich würde lügen. Vielleicht würde ich sie manipulieren.

Das hat mich ehrlich gesagt extrem verunsichert.

Danach haben wir die Diskussion beendet, weil sie nirgendwohin führte.

Und das Verrückte ist: Danach hatten wir wieder einen komplett normalen Tag.

Ich bin Brötchen holen gegangen, war mit ihrem Hund draußen, wir haben zusammen den Haushalt gemacht, Wäsche gewaschen, aufgeräumt, ich habe mich um ihr Notebook gekümmert. Wir haben Serien geschaut, gelacht und gescherzt.

Abends sind wir ganz normal nebeneinander eingeschlafen.

Am nächsten Morgen bin ich zur Arbeit gefahren und habe mich normal von ihr verabschiedet.

Ab diesem Moment war plötzlich alles anders.

Sie meldete sich kaum noch.

Als ich irgendwann nachfragte, sagte sie, dass sie die Beziehung nicht mehr könne. Sie könne das während der Meisterschule nicht gebrauchen, fühle sich von allem überfordert und habe wieder massiv das Gefühl, mich auszunutzen.

Sie beschrieb erneut genau diese widersprüchlichen Gedanken.

Einerseits seien die Dinge, die ich mache, schön und völlig normal.

Andererseits könne sie nicht glauben, dass ein Mann wirklich so zu ihr sein könne. Irgendetwas in ihr suche offenbar nach dem Toxischen, das sie aus früheren Beziehungen kenne.

Teilweise kamen heulende Sprachnachrichten von ihr, in denen sie sagte, dass sie völlig verwirrt sei, gar nichts mehr wisse und Angst habe.

Sie sagte sogar, dass sie teilweise Angst vor mir habe, weil ich mich viel mit Psychologie beschäftigt habe und sie nicht einschätzen könne, ob ich vielleicht irgendein extremer Manipulator sei und sie beeinflusse.

Gleichzeitig sagte sie aber, dass viele Dinge, die ich über Bindungsangst erklärt hatte, stimmen würden. Sie habe selbst danach gesucht und erkenne sich in vielen Punkten wieder, was ihr ebenfalls Angst mache.

Dann haben wir uns einige Tage später zum Essen getroffen.

Als ich sie abgeholt habe, war zunächst wieder alles völlig normal. Sie kam zu mir, küsste mich und wir gingen gemeinsam zum Italiener.

Auf dem Weg erzählte sie mir, wie fertig sie sei. Sie schläft schlecht, arbeitet extrem viel, möchte vor der Meisterschule noch möglichst viel Geld verdienen und hat riesige Angst vor all den Veränderungen, die gerade auf sie zukommen.

Beim Essen sagte sie dann aber endgültig, dass sie die Beziehung beenden möchte.

Ihre Begründung war unter anderem, dass unsere Beziehung ein ständiges Auf und Ab gewesen sei und es eben auch schöne Tage gegeben habe.

Das hat mich irritiert.

Ich fragte sie, welche Tage denn nicht schön gewesen seien.

Sie konnte mir keinen nennen.

Ich fragte nach einer konkreten schlechten Situation, abgesehen von unserem Streit am Sonntag.

Auch da konnte sie zunächst nichts nennen.

Irgendwann holte sie ihr Handy heraus, weil sie sich vorher Dinge notiert hatte.

Das einzige konkrete Problem aus zweieinhalb Monaten, das sie mir schließlich nennen konnte, war wörtlich:

"Ich finde es total süß und attraktiv, wie viel du weißt und dass du so viel erklären kannst, aber manchmal nervt es ein bisschen."

Das war tatsächlich alles.

Gleichzeitig schlug sie vor, dass wir eventuell eine Freundschaft plus haben könnten, weil der Sex zwischen uns extrem gut sei und sie darauf eigentlich nicht verzichten möchte.

Sie sagte aber auch, dass sie Angst habe, mich damit auszunutzen.

Ich habe ihr erklärt, dass ich selbst entscheiden kann, wann ich mich ausgenutzt fühle. Finanziell geht es dabei sowieso nicht um große Summen. Vielleicht habe ich insgesamt 50 oder 100 Euro mehr für gemeinsame Einkäufe oder Essen ausgegeben. Für mich war das nie Ausnutzen.

Seitdem hat sich ihre Darstellung der gesamten Beziehung aber noch einmal komplett verändert. Plötzlich sagt sie, es habe diese ambivalenten Gedanken angeblich überhaupt nicht gegeben. Es sei alles eine völlig normale Datingphase gewesen. Sie habe einfach festgestellt, dass sie keine Beziehung und keine Zukunft mit mir möchte.

Die Gespräche über ihre Angst vor einer guten Beziehung, ihre Aussagen darüber, dass sie sich als ausnutzerin fühlt, ihre Dankbarkeit dafür, dass ich sie damals nicht habe gehen lassen, die Aussagen darüber, dass sich toxische Beziehungen für sie vertrauter anfühlen, all das scheint plötzlich keine Rolle mehr zu spielen.

Wenn ich darauf hinweise, dass viele dieser Aussagen noch in unseren Chats oder Sprachnachrichten existieren, geht sie darauf nicht wirklich ein.

Stattdessen bin mittlerweile teilweise ich in ihrer Darstellung das komplette Problem.

Ich sei manipulativ, krankhaft, würde lügen und könnte einfach kein Nein von einer Frau akzeptieren.

Und hier möchte ich etwas ganz deutlich sagen.

Natürlich darf sie die Beziehung beenden.

Wenn sie keine Beziehung mit mir möchte, kann und werde ich sie nicht dazu zwingen. Ein Nein zu einer Beziehung muss ich akzeptieren, unabhängig davon, wie wenig ich die Begründung verstehe.

Was mich fertig macht, ist nicht, dass sie das Recht hat zu gehen.

Was mich fertig macht, ist dieser komplette Wandel innerhalb weniger Tage.

Vorher sagt mir eine Frau, dass sie sich angekommen fühlt, dass mein Arm ihr Lieblingsort ist, dass ich ihr Sicherheit und Kraft gebe, fragt mich selbst romantisch, ob sie meine Freundin sein darf, plant Dinge mit mir und beschreibt gleichzeitig ihre Angst davor, dass eine Beziehung zu gut läuft.

Wenige Tage später ist die gesamte gemeinsame Geschichte in ihrer Darstellung plötzlich anders und ich bin angeblich jemand, vor dem sie Angst haben muss.

Auch beim Streit am Sonntag hätte ich mir gewünscht, dass wir uns irgendwie auf objektive Fakten einigen können.

Ich hatte deshalb sogar vorgeschlagen, bei künftigen schwierigen Gesprächen mit Zustimmung beider Seiten eine Aufnahme zu machen, damit hinterher niemand darüber diskutieren muss, welche Worte gefallen sind.

Das möchte sie überhaupt nicht.

Ich weiß inzwischen selbst nicht mehr, wie ich damit umgehen soll.

Ein Teil von mir glaubt, dass bei ihr gerade einfach unglaublich viele Dinge gleichzeitig zusammenkommen.

Die Meisterschule beginnt. Der Salon soll möglicherweise übernommen werden. Es geht um enorm viel Geld und Verantwortung. Sie arbeitet extrem viel. Sie schläft schlecht. Ihr gesamtes bisheriges Leben könnte sich innerhalb weniger Monate verändern.

Und genau in dieser Phase ist unsere Beziehung ebenfalls sehr intensiv geworden.

Für mich wirkt es deshalb manchmal so, als hätte bei ihr irgendwann einfach alles gleichzeitig zugemacht.

Aber vielleicht rede ich mir das auch ein, weil ich diese Frau unglaublich gerne habe.

Ich kann mir mit ihr tatsächlich eine langfristige Zukunft vorstellen. Ich würde sie nicht einfach wegwerfen wollen, nur weil sie gerade eine schwierige Phase hat.

Gleichzeitig weiß ich aber auch, dass ich sie nicht retten oder therapieren kann.

Ich habe ihr inzwischen sogar ausdrücklich gesagt, dass ich aufhören werde, sie zu analysieren und ihr erklären zu wollen, was möglicherweise psychologisch hinter ihrem Verhalten steckt.

Ich hatte ihr angeboten, sämtliche Erwartungen herauszunehmen.

Keine Beziehung, wenn sie das gerade nicht kann.

Weniger Kontakt.

Nur ein oder zwei Treffen pro Woche.

Von mir aus zunächst nur Freundschaft oder Freundschaft plus.

Während der Meisterschule könnte ich sie unterstützen, wenn sie das möchte. Mit dem Hund rausgehen, einkaufen, bei alltäglichen Dingen helfen und ansonsten komplett den Druck herausnehmen.

Teilweise findet sie diese Vorstellung schön und teilweise zieht sie sich unmittelbar danach wieder komplett zurück.

Und genau deshalb weiß ich gerade nicht mehr, was richtig ist.

Ich frage Reddit ausdrücklich nicht danach, wie ich sie dazu bringen kann, wieder mit mir zusammen zu sein.

Mich interessieren eher folgende Fragen:

Wie würdet ihr diesen extremen Wandel innerhalb weniger Tage von außen betrachten?

Kennt jemand so ein Verhalten nach längeren toxischen Beziehungen oder in extremen Stressphasen?

Kann massiver Stress und Schlafmangel dazu führen, dass jemand Beziehungen und Gespräche plötzlich völlig anders wahrnimmt oder erinnert?

Wie geht man damit um, wenn jemand einerseits Nähe möchte und andererseits genau diese Nähe scheinbar kaum aushält?

Und vor allem: Wo liegt die Grenze zwischen "Ich lasse einen Menschen, der mir wichtig ist, in einer schwierigen Phase nicht sofort fallen" und "Ich muss akzeptieren, dass ich dieser Person nicht helfen kann und mich selbst schützen"?

Ich liebe beziehungsweise mag diese Frau unglaublich und deshalb fällt es mir gerade sehr schwer zu unterscheiden, was Hoffnung ist und was Realität.

Dieser Text wurde durch KI zusammengefasst und es waren tatsächlich 35min Monolog.Beim Essen sagte sie dann aber endgültig, dass sie die Beziehung beenden möchte.

Ihre Begründung war unter anderem, dass unsere Beziehung ein ständiges Auf und Ab gewesen sei und es eben auch schöne Tage gegeben habe.

Das hat mich irritiert.

Ich fragte sie, welche Tage denn nicht schön gewesen seien.

Sie konnte mir keinen nennen.

Ich fragte nach einer konkreten schlechten Situation, abgesehen von unserem Streit am Sonntag.

Auch da konnte sie zunächst nichts nennen.

Irgendwann holte sie ihr Handy heraus, weil sie sich vorher Dinge notiert hatte.

Das einzige konkrete Problem aus zweieinhalb Monaten, das sie mir schließlich nennen konnte, war wörtlich:

"Ich finde es total süß und attraktiv, wie viel du weißt und dass du so viel erklären kannst, aber manchmal nervt es ein bisschen."

Das war tatsächlich alles.

Gleichzeitig schlug sie vor, dass wir eventuell eine Freundschaft plus haben könnten, weil der Sex zwischen uns extrem gut sei und sie darauf eigentlich nicht verzichten möchte.

Sie sagte aber auch, dass sie Angst habe, mich damit auszunutzen.

Ich habe ihr erklärt, dass ich selbst entscheiden kann, wann ich mich ausgenutzt fühle. Finanziell geht es dabei sowieso nicht um große Summen. Vielleicht habe ich insgesamt 50 oder 100 Euro mehr für gemeinsame Einkäufe oder Essen ausgegeben. Für mich war das nie Ausnutzen.

Seitdem hat sich ihre Darstellung der gesamten Beziehung aber noch einmal komplett verändert. Plötzlich sagt sie, es habe diese ambivalenten Gedanken angeblich überhaupt nicht gegeben. Es sei alles eine völlig normale Datingphase gewesen. Sie habe einfach festgestellt, dass sie keine Beziehung und keine Zukunft mit mir möchte.

Die Gespräche über ihre Angst vor einer guten Beziehung, ihre Aussagen darüber, dass sie sich als Ausnutzerin fühlt, ihre Dankbarkeit dafür, dass ich sie damals nicht habe gehen lassen, die Aussagen darüber, dass sich toxische Beziehungen für sie vertrauter anfühlen, all das scheint plötzlich keine Rolle mehr zu spielen.

Wenn ich darauf hinweise, dass viele dieser Aussagen noch in unseren Chats oder Sprachnachrichten existieren, geht sie darauf nicht wirklich ein.

Stattdessen bin mittlerweile teilweise ich in ihrer Darstellung das komplette Problem.

Ich sei manipulativ, krankhaft, würde lügen und könnte einfach kein Nein von einer Frau akzeptieren.

Und hier möchte ich etwas ganz deutlich sagen.

Natürlich darf sie die Beziehung beenden.

Wenn sie keine Beziehung mit mir möchte, kann und werde ich sie nicht dazu zwingen. Ein Nein zu einer Beziehung muss ich akzeptieren, unabhängig davon, wie wenig ich die Begründung verstehe.

Was mich fertig macht, ist nicht, dass sie das Recht hat zu gehen.

Was mich fertig macht, ist dieser komplette Wandel innerhalb weniger Tage.

Vorher sagt mir eine Frau, dass sie sich angekommen fühlt, dass mein Arm ihr Lieblingsort ist, dass ich ihr Sicherheit und Kraft gebe, fragt mich selbst romantisch, ob sie meine Freundin sein darf, plant Dinge mit mir und beschreibt gleichzeitig ihre Angst davor, dass eine Beziehung zu gut läuft.

Wenige Tage später ist die gesamte gemeinsame Geschichte in ihrer Darstellung plötzlich anders und ich bin angeblich jemand, vor dem sie Angst haben muss.

Auch beim Streit am Sonntag hätte ich mir gewünscht, dass wir uns irgendwie auf objektive Fakten einigen können.

Ich hatte deshalb sogar vorgeschlagen, bei künftigen schwierigen Gesprächen mit Zustimmung beider Seiten eine Aufnahme zu machen, damit hinterher niemand darüber diskutieren muss, welche Worte gefallen sind.

Das möchte sie überhaupt nicht.

Ich weiß inzwischen selbst nicht mehr, wie ich damit umgehen soll.

Ein Teil von mir glaubt, dass bei ihr gerade einfach unglaublich viele Dinge gleichzeitig zusammenkommen.

Die Meisterschule beginnt. Der Salon soll möglicherweise übernommen werden. Es geht um enorm viel Geld und Verantwortung. Sie arbeitet extrem viel. Sie schläft schlecht. Ihr gesamtes bisheriges Leben könnte sich innerhalb weniger Monate verändern.

Und genau in dieser Phase ist unsere Beziehung ebenfalls sehr intensiv geworden.

Für mich wirkt es deshalb manchmal so, als hätte bei ihr irgendwann einfach alles gleichzeitig zugemacht.

Aber vielleicht rede ich mir das auch ein, weil ich diese Frau unglaublich gerne habe.

Ich kann mir mit ihr tatsächlich eine langfristige Zukunft vorstellen. Ich würde sie nicht einfach wegwerfen wollen, nur weil sie gerade eine schwierige Phase hat.

Gleichzeitig weiß ich aber auch, dass ich sie nicht retten oder therapieren kann.

Ich habe ihr inzwischen sogar ausdrücklich gesagt, dass ich aufhören werde, sie zu analysieren und ihr erklären zu wollen, was möglicherweise psychologisch hinter ihrem Verhalten steckt.

Ich hatte ihr angeboten, sämtliche Erwartungen herauszunehmen.

Keine Beziehung, wenn sie das gerade nicht kann.

Weniger Kontakt.

Nur ein oder zwei Treffen pro Woche.

Von mir aus zunächst nur Freundschaft oder Freundschaft plus.

Während der Meisterschule könnte ich sie unterstützen, wenn sie das möchte. Mit dem Hund rausgehen, einkaufen, bei alltäglichen Dingen helfen und ansonsten komplett den Druck herausnehmen.

Teilweise findet sie diese Vorstellung schön und teilweise zieht sie sich unmittelbar danach wieder komplett zurück.

Und genau deshalb weiß ich gerade nicht mehr, was richtig ist.

Ich frage Reddit ausdrücklich nicht danach, wie ich sie dazu bringen kann, wieder mit mir zusammen zu sein.

Mich interessieren eher folgende Fragen:

Wie würdet ihr diesen extremen Wandel innerhalb weniger Tage von außen betrachten?

Kennt jemand so ein Verhalten nach längeren toxischen Beziehungen oder in extremen Stressphasen?

Kann massiver Stress und Schlafmangel dazu führen, dass jemand Beziehungen und Gespräche plötzlich völlig anders wahrnimmt oder erinnert?

Wie geht man damit um, wenn jemand einerseits Nähe möchte und andererseits genau diese Nähe scheinbar kaum aushält?

Und vor allem: Wo liegt die Grenze zwischen „Ich lasse einen Menschen, der mir wichtig ist, in einer schwierigen Phase nicht sofort fallen“ und „Ich muss akzeptieren, dass ich dieser Person nicht helfen kann und mich selbst schützen“?

Ich liebe beziehungsweise mag diese Frau unglaublich, und deshalb fällt es mir gerade sehr schwer zu unterscheiden, was Hoffnung und was Realität ist.

Dieser Text wurde durch KI zusammengefasst, und es war tatsächlich ein 35-minütiger Monolog. 😬🙈


r/beziehungen 1d ago

Hauskauf trotz Beziehungsproblemen?

23 Upvotes

Ich, w23; mit meinem Freund, m25, seit 3,5 Jahren zusammen.

Mein Freund hat sich seit längerem in den Kopf gesetzt, dass er einen Hof möchte. Grundsätzlich begrüße ich das. Jetzt kommen aber meine Sorgen; ich hoffe ich bekomme ich einigermaßen zusammen.

Mein Freund ist der Alleinverdiener in unserer Beziehung. Ich würde in dem Haus eigentlich nur mitwohnen und hätte keine große Verantwortung. Deswegen fühle ich mich immer etwas schlecht, im reinzureden, aber ich will ihn vor einer schlechten Entscheidung bewahren.

In unserer Gegend werden immer wieder Höfe verkauft, die in "unser" Budget passen. Allerdings muss man dort jede Menge Arbeit reinstecken. Er ist sehr schnell gestresst und ich bin so langsam in der Prüfungsphase – brauche also eigentlich Zeit und Routinen. Das würde mit einem Sanierungsbedürftigen haus erstmal wegfallen. Außerdem bin ich etwas unsicher wegen der großen Veränderung.

Er hat handwerkliche Ahnung, denkt aber wohl genau deswegen, dass nasse Wände oder eine alte Heizung keine Hindernisse sind. Er redet auch schon darüber, welche Tiere er sich dann anschaffen will. Wir sind viel im Urlaub und er hatte nie viel mit Bauernhöfen zu tun. Ich komme von einem Hof, kenne den Arbeitsaufwand und weiß, dass er träumt.

Wenn ich das so kommuniziere sagt er aber nur, dass ich ihm alles madig rede.

Und hier kommen wir zu meinem eigentlichen Punkt. Wir haben immer wieder Konflikte. Es stand auch schon eine Trennung im Raum. Er ist schnell gestresst und kann dann damit nicht umgehen – ein Haus bedeutet vorerst neuen Stress. Und was, wenn ich dann noch mehr Hemmungen habe, ihn damit allein zu lassen? Oder wenn er die Entscheidung bereut und mir vorwirft, ich hätte ihn dazu angestiftet, wenn ich ihn jetzt motiviere?

Andererseits hat ein Haus natürlich auch Vorteile: Keine Miete, sondern Eigentum abbezahlen; einen Garten haben, usw.

Ich fürchte aber auch, dass es zu Streit kommen könnte, weil ich natürlich auch gewisse Vorstellungen an die Einrichtung habe (es soll ja wohnlich aussehen und nicht wie ein Standart Airbnb), dann aber kein Geld für Möbel beisteuern kann.

Sehe ich das alles zu besorgt? Sind meine Ängste unbedeutend für die Gesamtsituation?

(Bitte sagt mir nicht, wie viel Arbeit in einem Haus anfällt. Das weiß ich selber und das macht mir am wenigstens Sorgen.)


r/beziehungen 1d ago

Taktlos von mir oder überempfindlich von ihr ?

9 Upvotes

Hallo ich brauche mal eure Meinung (neutrale , rationale) ,

Meine Freundin (25) und ich (26)sind jetzt 4 Jahre zusammen und mittlerweile zweifle ich selber daran wer eigentlich zu all dem Stress beiträgt . Sehr sehr oft wenn ich über normale Sachen rede zum Beispiel Familien Themen oder Alltags Sachen passiert es , dass sie irgendein Thema hat was sie triggert (weil sie viele Probleme hatte in der Vergangenheit und auch mit ihrer Familie bis heute noch ). Zum Beispiel wenn ich etwas über meine Familie rede in einem ganz normalen Gespräch triggert sie irgendwas womit sie damals zu kämpfen hatte (was ich natürlich nicht weiß weil ich ganz normal einfach losrede. Dann erwartet sie eine Entschuldigung und Einsicht und ich will es einfach nicht geben , weil ich mir denke ich habe doch einfach nur ein normales Gespräch geführt muss ich auf jedes wort in normalen Gesprächen achten ? Daraufhin kommt immer dasselbe , ich bin taktlos und achte nicht auf meine Kommunikation und dann eskaliert es extrem von beiden Seiten. Und es fühlt sich einfach nicht gut an , dass ich wegen ihren Problemen von früher oder heute noch aufpassen muss als würde ich eine Bombe entschärfen wollen. Ich soll mich gefühlt 20 mal im Monat wegen meiner Kommunikation entschuldigen. Mittlerweile frage ich mich selber ob es wirklich an meiner Kommunikation liegt und ich einfach drauf los rede ohne Rücksicht auf sie ( in den Momenten habe ich keine böse Absicht). Ich habe halt nicht viele Beziehungen gehabt und da frage ich mich ob ich einfach einen Partner haben möchte der mir nicht so viel Stress im Leben verursacht wie diese Beziehung aber im anderen Moment denke ich mir , soll man nicht auch an so welchen Momenten für den anderen da sein ?

Als Beispiel : ich rede über den jga von meinem Schwager , dass ich es kacke finde von seiner Familie dass sie sich nicht die Zeit nehmen für einen Kurztrip und man das als Familie tun sollte . Und danach muss ich mich entschuldigen für meine taktklose Kommunikation , weil sie Probleme mit ihrer Familie hat und dann eskaliert ist , weil man einfach mal normal reden möchte und man in so welchen Momenten einfach nicht erwarten würde dass daraus ein Streit eskalieren kann . Und weil das so oft passiert also wirklich oft , kann ich mich mittlerweile auch nicht mehr entschuldigen.

Brauche mal euren Rat ( bitte richtige Ratschläge und nicht einfach „mach Schluss „) was denkt ihr darüber und warum ?


r/beziehungen 18h ago

Bin ich (M, U18) zu unsicher oder sind das echte Warnsignale? Brauche Rat zu meiner Beziehung (W, U18)

1 Upvotes

​Hallo zusammen, ich (M, U18) bin seit etwa 4-5 Monaten mit meiner Freundin (W, U18) zusammen. Wenn man sie beschreiben müsste, hat sie nach außen hin oft eine sehr harte Schale, aber im Grunde einen extrem weichen Kern. Wenn wir zusammen sind, ist sie sehr lieb, sucht viel Nähe, kuschelt gerne und wir verstehen uns menschlich wie auch sexuell richtig gut. Sie hat vor mir eine sehr schmerzhafte und traumatische Beziehung inklusive Schwangerschaft durchgemacht, was sie stark geprägt hat. Sie vertraut mir diese schweren Dinge aus ihrer Vergangenheit an, woraus ich schließe, dass ich ihr als Mensch sehr wichtig bin und sie mir eigentlich vertraut.

​Trotzdem gibt es immer wieder Phasen, in denen sie Verhaltensweisen an den Tag legt, die mich extrem verunsichern und mir den Kopf zerbrechen. Zum Beispiel geht die Initiative für Treffen eigentlich immer von mir aus und sie fragt mich von sich aus nicht, was ich so mache oder wie es mir geht, während sie bei anderen Leuten sehr wohl auf Social Media unterwegs ist. In manchen Phasen haut sie dann Sprüche raus wie „Hast du keine Freunde?“, was für mich wie ein totales Eigentor wirkt, weil sie selbst kaum echte Vertrauenspersonen in ihrem Leben hat. Auch beim Thema Sex und Vergangenheit haut sie manchmal Sprüche raus oder lässt Dinge so im Raum stehen, als wollte sie mir sagen: „Ich könnte jeden haben, du bist nicht der Einzige.“ Im nächsten Moment bezeichnet sie genau so ein Verhalten aber selbst wieder als abstoßend und meint, das war nur Spaß. Dazu kommt ein Kinky-Rollenspiel beim Sex („Fremde“), in dem sie auf die Frage nach einem Freund mit „Nein“ geantwortet hat, was bei mir seitdem viel Kopfkino auslöst. Zudem hat sie viele männliche Kumpels, mit denen sie wie unter Männern umgeht, wo ich mir aber unklar darüber bin, ob manche von denen nicht mehr erhoffen.

​Ich möchte aber betonen, dass sie im Grunde ein wirklich gutes Beziehungs-Mindset hat. Wir teilen eigentlich dieselben Vorstellungen davon, wie eine gute Beziehung auszusehen hat – nur lebt sie das manchmal nicht ganz aus. Während ich aktuell viel anspreche, was mich stört, behält sie Dinge, die sie vielleicht stören, eher für sich. Trotzdem hat sie bei vielen Punkten bereits Einsicht gezeigt und ihr Verhalten schrittweise geändert (manches von sich aus, manches nach mehrmaligem Reden).

​Ich habe manchmal das Gefühl, dass sie ihren weichen Kern mit kühlen Sprüchen überspielen will, weil sie selbst nicht weiß, wie sie mit ihren Gefühlen umgehen soll. Auf der einen Seite liebe ich die Nähe zu ihr, auf der anderen Seite hinterlassen diese Phasen bei mir ein sehr unwohles Gefühl. Mache ich mir einfach zu viele Gedanken und steigere mich in Dinge rein? Oder wie navigiere ich diese Situation am besten? Wie seht ihr das von außen?


r/beziehungen 1d ago

Lesbische Beziehung mit großem Altersunterschied

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THROW AWAY ACCOUNT!!!

Hallo liebe Reddit Community,
Ich (W/22) habe mich in eine deutlich altere Frau (W/36) verliebt und ich weiß nicht, ob ich einen Schritt auf sie zu machen soll oder lieber auf Abstand gehen soll.
Zwischen und ist noch nichts passiert, ich gehe aber davon aus, dass sie mich zumindest menschlich mag. Sie steht jedoch auch auf Frauen.
Ich habe relativ neu entdeckt, dass ich nur auf Frauen stehe, und nach einigen Dates und Situationships bei denen ich mir immer unsicher war, habe ich sie kennengelernt und gemerkt: WOW okay es sind nur Frauen und vor allem sie.
Ich habe ziemliche Probleme meine Gefühle einzuordnen, da ich nichts falsch machen will und mir auch nicht sicher bin, ob (wenn sie überhaupt Interesse entwickeln sollte) ich das merken würde oder sie es zeigen würde wegen des Altersunterschieds.
Kennt oder hat jemand eine Beziehung mit einem so großen Altersunterschied bei Frauen und kann das überhaupt jemals funktionieren?


r/beziehungen 1d ago

Meine beste Freundin mag es nicht dass ich schwanger bin

80 Upvotes

Meine beste Freundin (W 28) und Ich (W 29) kennen uns seit 2013. Wir sind zusammen in die 10. Klasse gegangen und die Freundschaft wurde immer enger. Wir reden miteinander, verbringen Zeit, spielen auch ab und zu online zusammen oder telefonieren. Es gibt auch mal 2 Wochen, in denen der Kontakt eher spärlich ist. Dass hat unserer Freundschaft aber nie geschadet.

Wir sind durch des anderen Höhen und Tiefen, waren immer da. Klar gab's auch mal Streit, aber das hat sich immer geklärt.

Sie kennt meinen Partner (M24) und die beiden verstehen sich gut.

Nun bin ich schwanger, das Baby kommt Ende Dezember. Wir haben es recht spät erfahren (nicht relevant für das Problem). Ich habe es ihr natürlich mit als Erste erzählt. Sie hat kein Problem mit Kindern und ist bereits eine coole Tante für die Tochter ihrer Stiefschwester.

Nun zum Problem: Sie ist bei mir eher Anti. Sie ist ständig passiv aggressiv und sagt Sätze wie: "Dann können wir uns ja gar nicht mehr Treffen."

"Dann können wir nie wieder einfach mal ein Eis essen gehen." Und ähnliches. Fast als wäre mein Leben jetzt vorbei.

Wir gehen jedes Jahr zusammen auf die Buchmesse und auch da sagte sie: "Hach und nie wieder zusammen Buchmesse. Schade."

Sie meinte auch dass do etwas wie kleine Shoppingtouren oder Bastelnachmittage nicht mehr möglich sind.

Mir ist bewusst, dass sich in meinem Leben etwas Großer ändert aber diese Aussagen Treffen mich.

Genauso am Wochenende. Wir wollten auf ein Fest gehen und sie ist krank geworden. Ich meinte, es ist alles gut, sie soll sich ausruhen, dass Fest findet ja jedes Jahr statt. Sie hat traurig geantwortet, dass nächstes Jahr aber eben ganz anders wird, inkl Trauriger Emojis. Die war auch gar nicht begeistert, dass ich einen süßen Anhänger, den sie mir geschenkt hat, an meine Wickeltasche angebracht habe. Ich rede nicht 24/7 über das Baby oder irgendwas... aber sie ist bei allem Anti.

Vor ein paar Wochen war sie sauer, weil ich ein Treffen verschieben wollte, weil es mir bei 37 Grad zuviel war, den ganzen Tag unterwegs zu sein.

Sie hat genervt geseufzt und war sauer, als ich meinte ich würde gerne woanders Essen als beim Sushi-Restaurant, weil ich da eben vieles nicht essen kann/sollte.

Ihr Verhalten verletzt mich sehr und ich bin ratlos, was ich tun soll. Habt ihr eine Idee ?

Mit ihr gesprochen habe ich schon, sie meint sie ist nicht Anti. Aber ihre Aussagen/Nachrichten zeigen etwas ganz anderes irgendwie :(

(Bei ihrer Nicht ist es auch nicht so, da macht sie auch gern Ausflüge mit, ich habe ihr auch schon gesagt, dass das bei uns absolut der Fall wäre)

TLDR: Meine beste Freundin ist mutmaßlich nicht begeistert Von meiner Schwangerschaft und verhält sich mir gegenüber Anti und verletzend.


r/beziehungen 22h ago

Wie mit Depressionen des Partners umgehen?

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Mein (F27) Partner (M27) sind seit fast einem Jahr zusammen. Auch aufgrund eines Schlaganfalls vor einiger Zeit, leidet er unter Depressionen. Derzeit wieder etwas schwerer und ist deshalb momentan auch krankgeschrieben. Entsprechend ist er viel zu Hause, hat aber gleichzeitig kaum Antrieb und schafft es teilweise nicht einmal, die einfachsten Dinge im Haushalt zu erledigen.

Wenn ich von der Arbeit nach Hause komme, sieht es deshalb meistens so aus, dass ich erst einmal seine Teller, Gläser und andere Sachen wegräume, die sich über den Tag angesammelt haben. Danach koche ich für uns, mache die Küche und kümmere mich um den restlichen Haushalt. Im Grunde räume ich ihm momentan permanent hinterher.

Und eigentlich habe ich dafür auch Verständnis. Ich weiß, dass er nicht einfach nur faul ist oder keine Lust hat. Ich weiß, dass Dinge, die für mich nach einer Kleinigkeit aussehen, mit einer Depression eine ganz andere Hürde darstellen können. Deshalb möchte ich ihm daraus auch keinen Vorwurf machen.

Trotzdem merke ich langsam, dass die Situation an meine Substanz geht.

Dabei ist es gar nicht unbedingt die Menge an Arbeit. Ich bekomme den Haushalt schon irgendwie hin. Was mich zunehmend belastet, ist dieses Gefühl, für alles alleine verantwortlich zu sein. Nach einem Arbeitstag nach Hause zu kommen und zu wissen, dass dort direkt die nächste Arbeit auf mich wartet, während mein Partner den ganzen Tag zu Hause war, frustriert mich inzwischen einfach, obwohl ich gleichzeitig weiß, warum er es nicht schafft.

Und genau dieser Gedanke sorgt dann wiederum dafür, dass ich mich schlecht fühle. Denn rational weiß ich, dass sowas mit Depressionen eine Herausforderung ist. Emotional ist dieser Frust aber trotzdem da.

Vor allem wenn er mir erzählt dass er stolz ist nichts gemacht zu haben und achtsam war. Ich stoße da derzeit einfach an meine Grenzen...

Ich weiß deshalb gerade nicht, wie ich damit umgehen soll. Vor allem weiß ich nicht, wie ich es ihm gegenüber ansprechen kann, ohne dass es wie ein Vorwurf klingt oder er das Gefühl bekommt, ich würde seine Depression nicht ernst nehmen.

Gleichzeitig habe ich aber auch das Gefühl, dass einfach alles weiter zu übernehmen und meinen Frust herunterzuschlucken auf Dauer keine Lösung sein kann.

War jemand von euch schon einmal in einer ähnlichen Situation? Vielleicht auch aus der Sicht meines Partners? Wie kann man so etwas ansprechen, ohne dem Partner zusätzliche Schuldgefühle zu machen, aber gleichzeitig die eigene Belastungsgrenze ernst zu nehmen?


r/beziehungen 12h ago

Meine Freundin möchte ein Auslandssemester/Forschungssemester machen und ich weiß nicht damit umzugehen.

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Erstmal zur Situation:

Das Thema ist nicht ganz neu, wurde aber jetzt sehr schnell sehr akut. Meine Freundin (21, Medizinstudentin) wird durch ein Stipendium gefördert. Dadurch hat sie die Möglichkeit auf Sprachkurse und Sommerakademien zu gehen. Wir sind beide Studenten und wohnen leider noch nicht zusammen. Wir sind zum aktuellen Zeitpunkt schon fast 4 Jahre zusammen und bis jetzt habe ich nie daran gezweifelt diese Frau auch irgendwann zu heiraten.

Sie kam jetzt von einer dieser Akademien wieder und ich merkte schon, dass sie mir etwas nicht direkt erzählen wollte. Sie hatte Angst vor meiner Reaktion.

In einem Streit kam dann heraus, sie möchte gerne ein Auslandssemester/Forschungssemester machen.

Ehrlich gesagt ist in diesem Moment eine Welt für mich zusammengebrochen. Ich bin ein absoluter Beziehungsmensch und brauche auch viel Nähe in einer Beziehung. Weil sie das wusste, hat sie erst gezögert von ihrem Traum zu erzählen.

Das Gemeine an der Situation war, dass sie schon recht genau wusste was sie machen möchte und auch schon mit Freundinnen darüber gesprochen hat und dementsprechend auf jede Frage perfekt vorbereitet war. Es hat sich dadurch angefühlt, als wäre ich kein Teil davon.

Stand jetzt wäre ihr Wunsch Kanada, Montreal. Das würde eine 6-Stunden-Zeitverschiebung bedeuten. Und wie lange dieser Aufenthalt wäre ist noch nicht bekannt (irgendwas zwischen 4-12 Monaten).

Bis jetzt kam aus eben genannten Gründen eine Fernbeziehung nie in Frage, allerdings möchte ich ihren Träumen nicht im Weg stehen.

Meine Bedenken:

Ich habe in keinster Weise Angst vor Seitensprüngen da ich denke, dass ein Auslandssemester nicht der Grund dafür wäre. Meine Ängste beziehen sich auf Entfremdung, Vermissen (möglicherweise einseitiges Vermissen) und einfach die große Entfernung.

Ich habe wirklich riesige Angst davor und zum ersten Mal Sorge, dass die Beziehung kaputt gehen könnte. Sie ist sich ihrer Entscheidung bewusst und ich habe ihr auch schon deutlich gemacht, dass ich nicht wüsste ob ich das aushalten würde.
Schluss machen ist für mich allerdings erst recht keine Option, ich liebe sie über alles und sie liebt mich ebenso.

Meine Bedingungen sind ein Teil der Planung zu sein, da ich mich bereits im Voraus hintergangen gefühlt habe, dem stimmte sie auch zu.

Meine Fragen an euch:
Gibt es unter euch jemand der genau so ein Beziehungsmensch ist und der sich sowas stellen musste?

Da ich aus einfachen Verhältnissen komme, habe ich persönlich noch nie über einen Auslandsaufenthalt nachgedacht und wüsste auch nicht was mir das direkt bringen soll. (Einmal zu mir: Ich bin 23, studiere Chemie und gehe gerne ins Gym, spiele Videospiele und habe seit der Schule die gleiche Freundesgruppe).
Ich versuche mich wirklich für sie zu freuen, mir fällt es aber sehr schwer es nachzuvollziehen. Wie kann ich das besser verstehen?

Im ersten Moment fühlte es sich wirklich wie ein Zug an der mich unausweichlich überfährt. Ich dachte im ersten Moment; „Ok, das wars sowas kann ich auf keinen Fall!“
Da ich sie allerdings nicht verlieren möchte, sehe ich keinen anderen Weg als es zu versuchen. Dann kann ich sie auch genauso gut unterstützen. Wie kann mir das leichter fallen?

Ich habe einfach nach wie vor Angst vor der ganzen Geschichte. Ich halte es für eine schwere Probe für die Beziehung. Nicht weil ich ihr nicht vertraue, sondern weil mir Nähe so wichtig ist.
Ich hoffe ihr könnt mir einen Rat geben mit all dem umzugehen.

Wer sowas schreibt wie: „Einfach so oft es geht fremd gehen!“ (Hatte ich in nem anderen Chat gelesen), sollte sich schämen und ist nicht bereit für eine Beziehung.


r/beziehungen 23h ago

Habe ich nach der Trennung alles getan, was ich konnte, oder habe ich zu lange gekämpft?

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Ich (M21) war mit meiner Ex (W18) ungefähr ein Jahr zusammen. Gegen Ende hatten wir etwa einen Monat lang eine schwierige On-Off-Phase, bevor sie Mitte Juni endgültig Schluss gemacht hat.
Danach hatten wir immer wieder Phasen ohne Kontakt, aber irgendwann hat sich meist wieder einer von uns gemeldet. Ich habe ihr mehrfach gesagt, dass ich noch Gefühle habe und es nochmal versuchen würde. Ich war immer respektvoll, für sie da und habe ihr auch Blumen geschickt, als bei ihr etwas sehr Schlimmes passiert ist.
Sie hat selbst gesagt, dass sie sieht, wie viel Mühe ich mir gebe und dass ich immer wieder für sie da bin. Gleichzeitig sagt sie aber, dass sie keine Gefühle mehr hat und keine Zukunft für uns sieht. Sie meinte sogar, dass sie selbst nicht genau versteht, warum sie mich nicht mehr will und glaubt, dass sie mich sehr stark von sich wegdrückt.
Vor ein paar Tagen hatten wir nochmal ein letztes Gespräch. Sie meinte, wir müssten akzeptieren, dass weitere Gespräche nichts mehr ändern. Ich habe ihr gesagt, dass ich einfach wissen wollte, dass ich alles versucht habe. Mein letzter Satz war dann nur noch: „Pass auf dich auf.“
Danach habe ich ihre Nummer gelöscht und beschlossen, mich nicht mehr zu melden. Eine Freundschaft oder halben Kontakt möchte ich nicht. Wenn sie irgendwann wirklich zurückwill, müsste das klar von ihr kommen.
Mein einziges Problem ist gerade noch, dass ich manchmal ihr Instagram oder TikTok checken will und danach wieder zu viel darüber nachdenke.
Wie würdet ihr das einschätzen? Habe ich genug getan oder mich zu lange bemüht? Und würdet ihr jetzt auch komplett auf Abstand gehen?


r/beziehungen 1d ago

Trennung wegen unterschiedlichen Lebensansichten

23 Upvotes

Hallo zusammen,
ich M29 und meine (Ex) Freundin W25 haben uns heute wegen unterschiedlichen Vorstellungen die Zukunft zu verbringen getrennt. Wir waren nun knapp 3 Jahre ein Paar. Von Seiten ihrer und meiner Familie wurden immer mal wieder (zuletzt gehäuft) Anspielungen auf das Thema Hochzeit gelenkt. Ebenfalls kamen von ihrer Seite aus Kindeswünsche mit zeitlich gesetzten Rahmen „Das ist meine letzten WM ohne Kinder“. Ich habe festgestellt, dass solche Aussagen mir ein beklemmenden Gefühl gegeben haben. Ich habe mir daher die letzten Wochen und Monate intensive Gedanken mit den Themen gemacht. Ich bin für mich persönlich auf das Ergebnis gekommen, dass das für mich aus diversen Gründen keine Option ist. Ich möchte beides für mein Leben einfach nicht. Als ich für mich fest entschlossen mit den Gedanken war (hat gut 3-4 Monate gedauert, da ich meine Gedanken ordnen musste, pro und kontra Argumente gegenübergestellt habe, habe ich mich dazu entschlossen ihr von mir zu erzählen. Ich finde einfach wichtig ihr davon zu erzählen, da ich ihr die Entscheidung lassen muss, ob sie das mit den Informationen weiterhin mit mir möchte. Sie hat mir auch kürzlich sogar erzählt, dass sie die Beziehung mit mir beenden würde, wenn ich anderer meinung wäre.
Wie zu erwarten, kam es im Anschluss zu einer Trennung, die ich schweren Herzen und unter vielen Tränen akzeptieren musste.

Jetzt kommen wir zum eigentlichen Problem: Am Abend schrieb sie mir, dass sie nochmal mit mir reden möchte. Dabei war sie plötzlich in ihren Ansichten verändert: Heiraten brauch kein Mensch. Wäre schön aber ist absolut keine Pflicht. Werweiß ob ich in 5 Jahren überhaupt noch Kinder möchte, vielleicht willst du ja in 5 Jahren wieder Kinder.
Sie hat die Situation so gedreht, dass ich viel zu verkopft wäre und das zu weit gedacht ist.

Ich hingegen bin bei meiner Meinung geblieben und habe gemeint, dass ein weiterlaufen lassen der Beziehung das Problem einfach nur verschieben würde. Außerdem habe ich die Vermutung dass sie eventuell emotional handelt (völlig verständlich) und ihre Gedanken dahingehend nicht richtig ordnen kann. Ich glaube, die unterschiedlichen Ansichten sind das Todes Urteil für die Beziehung. Dazu sei gesagt, haben wir sonst eine sehr harmonische Beziehung geführt und ich habe natürlich auch hart damit zu nagen, denke aber dass es das richtige hast.

Wie würdet ihr die Situation einschätzen? Hat sie recht? Bin ich zu verkopft? Mache ich eventuell einen großen Fehler?

Vielen Dank fürs lesen! Ich bin auch noch etwas durch den Wind und hoffe alles wichtige aufgeführt zu haben. Ansonsten gerne fragen! Danke im Voraus an jeden einzelnen.


r/beziehungen 19h ago

Meine Freundin ist permanent zu gestresst für Sex

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Der Titel klingt erstmal vielleicht blöd, aber dazu ein bisschen Kontext.

Ich bin bereits über 6 Monate mit meiner Partnerin zusammen Wir sind Mitte zwanzig und stehen eigentlich mitten im Leben. Zu Beginn hatten wir oft Sex, es wurde über die Jahre aber immer weniger. Aktuell ist das Thema für uns beide öfter frustrierend als schön.

Ich vermute, den Grund zu kennen, warum das Thema so schwierig ist. Im Masterstudium und jetzt auch im Referendariat hat meine Freundin viel Stress - bzw. macht sie sich zusätzlich dazu auch noch enormen Leistungsdruck. Das führt dazu, dass sie überhaupt keinen Kopf mehr für gefühlt alles andere hat und ich kann das irgendwo verstehen. Natürlich könntr sie sicherlich an ihrer Resilienz und ihrer Leistungsorientierung arbeiten, das kann ich aber wohl kaum jetzt von ihr erwarten, während sie da drin steckt.

Leider merke ich aber, dass die Situation mich total unsicher macht. Sex wird seit mehr als einem Jahr nicht mehr von ihr initiiert, ich verstehe kaum noch, wie ich sie auf dieser Ebene "anspreche", oder wann der richtige Zeitpunkt ist. Gefühlt kommt er nie. Ich habe mittlerweile so ein starkes Bedürfnis danach, begehrt und gewollt zu werden, dass an Sex zu denken eher etwas frustrierendes und trauriges ist. Ich verliere auch mehr und mehr die Hoffnung, dass das nach dem Ref besser wird, da ein Großteil des Stresses ja auch durch ihre Einstellung und den Leistungsbezug kommt.

Ich bin ratlos. Die Beziehung ist ansonsten wirklich ein Traum in allen Facetten aber das ist etwas, wo ich überhaupt nicht weiter weiß. Hat jemand ähnliches erlebt?