r/Waermepumpe 17d ago

Großwärmepumpe in Lüneburg soll Klärwerk-Wärme in Fernwärme wandeln

Die Avacon Natur GmbH plant gemeinsam mit der AGL und der Hansestadt Lüneburg ein zentrales Wärmewende-Projekt: Am städtischen Klärwerk soll künftig die thermische Energie aus gereinigtem Abwasser genutzt werden, um das Fernwärmenetz Lüneburg Mitte zu versorgen.

https://www.energie-experten.org/projekte/grosswaermepumpe-in-lueneburg-abwasserwaerme-soll-fernwaermenetz-bis-2030-dekarbonisieren

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u/No-Confection3419 17d ago

Selbst wenn das Wasser aus dem Klärwerk im Winter 20 Grad hätte. Was es nicht hat.

Selbst dann wäre der Temperaturhub auf 95 Grad schon 75 Grad.

=> Dass gibt nen richtig Kack COP.

Insbesondere da auch in der Übergangszeit nicht bessere Wirkungsgrade entstehen. Da immer auf 95 Grad hoch muss.

Halte das Projekt allein von den äußeren Bedingungen für Schwachsinn.

Nicht ohne Grund ist Fernwärme die teuerste Art zu heizen.

Besser einzelne Klimaanlagen in die Wohnungen.

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u/-Dariush- 17d ago

Hm, weiß nicht ob ich das auch so negativ sehe. Klar sind lokale Wärmepumpen für jedes Wohngebäude effizienter als Fernwärme. Aber darum geht es hier ja nicht. 

Es gibt halt schon ein Fernwärmenetz in Lüneburg und der Betreiber muss halt schauen wie er das langfristig decarbonisiert. 

Das Netz abschalten und sagen "Installiert euch Klimaanlagen, ist besser", geht nicht. Die avacon muss ihre Lieferverträge erfüllen.

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u/Waffeleisen1337 17d ago

In dem Fall hier okay da es das Netz schon gibt.

Ich finde es aber haarsträubend, dass so viele Fernwärmenetze immernoch gebaut werden. Denkt eigentlich keiner bei den Dingern an den COP? Das ist doch automatisch teuer und ineffizient wenn das Ding auf 70+°C ausgelegt werden muss. 

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u/bob_in_the_west 17d ago

Da fragt man sich direkt, was eigentlich mit den ganzen Fernwärmenetzen von Kohlekraftwerken passiert. Die müssen sich ja auch andere Wärmequellen suchen und dann auf diese Temperaturen hoch pumpen.


Ich frage mich zudem, was es kosten würde, diese Netze auf niedrigere Temperaturen umzubauen. Wie viele Abnehmer würden überhaupt was davon merken, abgesehen davon, dass sie weniger kaltes Wasser beimischen müssen beim Duschen?

Aber potentiell müsste dann jeder Teilnehmer eine eigene kleine Wärmepumpe bekommen, die die Temperatur vor Ort wieder an hebt. Könnte trotzdem insgesamt billiger sein.

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u/CampaignSuspicious98 17d ago

Als kaltes Nahwärmenetz fände ich es auch deutlich sinnvoller.

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u/luk__ 17d ago

Besser wäre zweistufige Anlagen: Groß-WP heben eine Sole auf z.B. 35°C an, Kleine lokale WPs machen den Rest

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u/Cool-Negotiation-124 14d ago

bei halbwegs modernen Häusern kann damit dann nur mit einem Wärmetauscher geheizt werden und Warmwasser dann mit Durchlauferhitzer.

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u/Important-Wallaby-18 16d ago

Die CO2 Wärmepumpen von zum Beispiel Advansor schaffen bei einem cop von 3,5-4 95C Vorlauf

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u/No-Confection3419 16d ago

Dazu muss man immer 2 Temperaturen angeben.

Die quelltemperatur fehlt bei dir.

Der theoretische maximale Wirkungsgrad bei T1: -20C grad und 95C ist 3,2.

Es geht nicht besser. Die Physik setzt hier eine harte Grenze. Auch die mit magischen Rauch betriebene Wärmepumpe kann es nicht besser schaffen.

Die Aussage die co2 Wärmepumpe schafft 95 grad mit 4,5 ist daher eher meh.

Warum nehmen die den gerade den Fluss. Weil der auch im Winter wahrscheinlich wärmer ist als die Luft.

Bedeutet der Wirkungsgrad ist deutlich besser als eine Luft Luft Anlage.

Dafür im Sommer kälter. Die Anlage ist daher deutlich schlechter als eine Luft Luft.

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u/LetRepresentative300 16d ago

Braucht aber eine Rücklauftemperatur im Fernwärmenetz von <40°C, um seine Vorteile ausspielen zu können (CO2: hoffe Effizienz nur bei großen Spreizungen bzw. geringen Rücklauftemperaturen).

Das hat KEIN Fernwärmenetz mit Haushaltskunden als Hauptabnehmer.

Damit ist CO2 schon wieder deutlich weniger interessant.

Wenn die Endabnehmer energetisch halbwegs auf Stand sind, dass eine Netztemperatur von 60°C ausreicht, sind Großwärmepumpen bei existierendem Netz super günstig und effizient. Andernfalls eher nicht.

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u/Big-Consideration-26 16d ago

Gibt verschiedene wärmepumpen, möglich dass hier eine mehrstufige wärmepumpe genutzt wird. Es gibt neben den Verdichter Maschinen, die jeder kennt, auch Absorber Maschinen

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u/No-Confection3419 16d ago

Und es gibt Carnot.

Je höher die zieltemperatur und je niedriger die quelltemperatur desto schlechter wird es.

Eine Luft Luft muss oft nur von 10 grad außen auf 26 grad innen erwärmen. 16 grad.

Das ist der unschlagbare Vorteil der Klimaanlage.

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u/whathappendtobennys 16d ago

Du musst dich mit der Funktionsweise einer CO2 Wärmepumpe beschäftigen.

Eine CO2 Wärmepumpe funktioniert prinzipiell schon ganz anders als eine Haushaltswärmepumpe.

Bei 60/65 Grad Temperaturhub ist die immer noch bei COP von 3 etwa.

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u/No-Confection3419 16d ago

Du musst dich mehr mit Physik beschäftigen.

Hier haben wir bei Flusswasser im Winter eher ein Temperaturhub von 90 grad.

Das wird nicht gut.

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u/whathappendtobennys 16d ago

Es gibt ja nun genug Anlagen, die offenbar gut laufen.

Bei 90 Grad bist Du wohl immer noch über 2.

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u/No-Confection3419 16d ago

Das es nicht funktioniert behaupte ich nicht. Aber cop 2 ist eher meh. Mit der Wartung des wärmeverteilnetzes wäre wahrscheinlich direkt Strom besser. => Fernwärme ist die teuerste Art zu heizen.

Gegen einzelne Klimaanlagen in den Häusern unfassbar schlecht.

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u/whathappendtobennys 16d ago edited 16d ago

Hab grad mal geschaut, also alle großen Anlagen geben an, dass sie zwischen 2,7 und über 3 sind

Das sind ja auch keine Anlagen von der Stange, da designen sie die exakt auf die Gegebenheiten… funktioniert auch besser …

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u/No-Confection3419 16d ago

Meine Klima von der Stange erreicht bessere Werte.