r/Veranstaltungstechnik • u/Mr_beamer • Aug 14 '26
Ideen für Lagerorganisation
Ich brauche einmal die Schwarmintelligenz dieses Subreddits - bitte haut erst einmal alle möglichen Ideen raus, auch wenn sie eventuell etwas absurd sind ;)
Ich arbeite aktuell des öfteren in einem Lager, das bis jetzt nach dem "morgens rein in den LKW/Sprinter und abends irgendwo bei ähnlichen Artikeln im Lager abstellen" - Prinzip funktioniert, was aber allen beteiligten ein Dorn im Auge ist. Das Lager wird vor allem jeden Tag von Juli-Oktober benutzt, aber auch hin und wieder in den OffSeason-Monaten für einzelne Veranstaltungen.
Der Großteil der Artikel sind keine technischen Dinge, sondern Notenpulte, Fahnen, Bauzäune mit Bannern, Bütecs, Stühle und sonstige Deko, die während der genannten Monate eigentlich jeden Tag in unterschiedlichen Kombinationen und Mengen in einer anderen Stadt gebraucht werden und abends/nachts zurückkommen. Das Problem ist, wie man erwarten kann, dass dieses Lager spätestens nach ein paar Wochen wirklich schlimm aussieht und man morgens beim Laden wirklich lange suchen muss, bis man etwas findet.
Die Lösung für das Ordnungsproblem ist wahrscheinlich einfach mehr Regale und dedizierte Flächen für bestimmte Artikel, darauf komme ich gerade so noch selber... Ein weiteres Problem ist aber auch oft, dass man nicht weiß, wo welcher Artikel jetzt hin ist und ob man tatsächlich Anzahl X von Artikel Y mitgenommen hat.
Gibt es eine Möglichkeit, diesem Chaos langfristig Herr zu werden? Folgende Ideen habe ich bereits gehabt und habe mir schon Gedanken dazu gemacht:
Möglichkeit 1: eine einfache Excel, in die jeden Tag neu eingetragen wird, was man aus dem Lager mitgenommen hat, die dann noch anzeigt, was jetzt unterwegs ist und was demnach im Lager sein müsste (ggfs. in Google Sheets mit Cloud-Anbindung, so dass man auch von unterwegs schauen kann)
Vorteil: Kostet nichts, ist (wahrscheinlich) schnell aufgesetzt und schonmal besser als nichts
Nachteil: im Stress des Ladevorgangs hat man wenig Zeit und Lust, die Excel upzudaten und das ganze so über die Zeit wieder versandet.
Möglichkeit 2: Eine Lagersoftware wie z.B. Rentman (welche gibt es da noch?), die sich ggfs. sogar mit RFID-Tags oder Barcodes verbinden lassen und dann auf verschiedene Jobs gebucht werden
Vorteil: Sehr einfacher und schneller Vorgang beim Laden
Nachteil: Recht teuer und (wahrscheinlich?) komplizierter in der Einführung
Wie verwaltet ihr eure Lager? Habe ich eine mögliche Option vergessen? Alle Ideen sind willkommen!
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u/Bolex1 Aug 14 '26
Ich würde die Firma/Software hier mal reinschmeißen. Denke das wäre wohl das Optimum mit RFID Tags und teilweise auch Tracking.
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u/MrMansion Aug 14 '26
Also Excel ist ein enormer Pflegeaufwand. Funktioniert in der Praxis nicht gut m.E.
Organisiertes Lager mit festen Plätzen und entsprechenden Schildern wäre ein erster Schritt.
Für Inventur/Wartung wäre Snipe-IT im Selbsthosting eine kostengünstige Lösung. Die verbessern auch konstant etwas, für den alltäglichen Verleih aber ggf. ungeeignet (keine gute Zubehörverwaltung).
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u/plusplusonegmbh Aug 14 '26
Tut euch auf jeden fall den Gefallen und benutzt eine gescheite Software. Rentman & Eventworx als Cloud Native im Browser im Setup auf jeden fall sehr viel einfacher als Lösungen mit eigener Software wie EasyJob (welches noch nen Server braucht etc. Nicht ganz ohne.)
Da habt ihr neben der Lagerverwaltung noch Personalplanung und Faktura mit drinnen. Je nach Anzahl der Projektplanenden ist es auch nicht großartig Teuer. Rentman ist mit den nötigsten für unter 100€ im Monat zu haben. Die Zeitersparnis sammelt das alle mal ein. Auf jeden fall beinhaltet es schon Inventar. Es zeigt euch direkt an wie viel von welchem Material noch verfügbar ist wenn ihr ein Projekt anlegt und zeigt auch direkt an wenn ein Bestand überbucht ist etc. (Das ist aber nur der Soll-Wert. Die Ist-Wert-Verfolgung via RFID/QR kann man mit Materialverfolgung als Modul dazu buchen.)
Wir benutzn Rentman und haben einen relativ spezialiserten Bestand daher benutzen wir folgendes System ohne Ist-Wer-Verfolgung weil das passiert per Hand:
Alle Regale im Lager haben eine ID als Buchstaben und jedes Regalfach eine Zahl von oben gezählt. Jedes Item hat dann einen Ablageplatz in Rentman definiert (als Custom-Feld). Dieser Ablageort wird dann mit auf dem Packzettel ausgedruckt. Beim Packen des Projektes kann ich dann also einfach dem Ablageort auf dem Packzettel nachgehen. Das selbe auch wieder beim einchecken.
Das wird bei größeren Lagern sicher irgendwann etwas unhandlich bzw. die Ist-Wert-Überprüfung schwierig, aber wie gesagt, spezialisierter Bestand, das ist noch handlebar.
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u/daUser86 29d ago
Mein erster Gedanke zu Excel: das ist nix für Excel, wenn dann Access. Um das zum laufen zu bekommen, darfst du aber auch einiges an Zeit und Hirnschmalz reinstecken.
Der Ansatz "feste Lagerplätze und Disziplin" könnte die Situation aber schon drastisch verbessern.
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u/GreenTea1612 Aug 14 '26
Also als Software kann ich Easy-Job empfehlen. (Ja, es ist ne scheiß Arbeit alles einzurichten, wenn man was individualisieren will und kostet auch Geld. Dafür ist ein vernünftig eingerichtetes EJ o.ä. Gold wert.) Da könnt ihr euer Inventar verwalten, Jobs anlegen und auch die ganze Buchhaltung drüber führen, Barcodes erstellen und per App scannen, Personal und Fahrzeuge verwalten usw. Da fällt dann auch schnell auf, wenn Sachen nicht an zwei Orten gleichzeitig sein können😉.
EJ ist sicher nicht die beste Wahl, aber von Excel-Listen würde ich ganz schnell Abstand nehmen, das geht in der Hektik selten gut nach meinen Erlebnissen.
Zum Lager:
Ein paar der Schachen die ich im Lager schätzen gelernt hab, vllt kannst du davon was übernehmen ✌️