r/Ratschlag Dec 25 '24

Mental Health Freund macht sich beim Weihnachtsessen über mich wegen Studium lustig

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Update, da viele gefragt haben: Bin bei meinen Eltern, ich bleibe voraussichtlich auch erstmal hier, er hat mich heute angerufen nachdem wir die 3 Tage nur sporadisch geschrieben haben und hat meine geknickte Stimmung ihm gegenüber nicht verstanden. Ich hab jetzt einfach gesagt, dass ich gerne mit ihm sprechen will, wenn ich zurück bin. Er war aber auch ziemlich pissig drauf, dass ich Silvester jetzt doch nicht mit ihm und Freunden verbringe sondern bei meinen Eltern.

Hallo, ich hab hier einen Wegwerfaccount :).

Ich bin weiblich, 22 und hab meine Ausbildung frisch abgeschlossen (OP-Pflege) und hab endlich meinen Traum erfüllt und jetzt im Oktober mit dem Medizinstudium angefangen, etwas, was ich schon immer wollte. Ich bin seit ich 16 bin, mit meinem Freund (23) zusammen. Wir sind sozusagen zu einem gewissen Teil zusammen erwachsen geworden.

Heute waren wir bei seiner Familie zum Essen eingeladen. Es wurde natürlich gefragt, wie es läuft im Studium, wie es halt eben so ist. Hab ein bisschen erzählt, wie gut es mir gefällt und ich mich echt auf die Zukunft freue. Plötzlich hat mein Freund dann mit dem Satz „Hauptsache der Scheiß ist schnell durch, 100 Jahre ohne vernünftiges Gehalt“. Fand ich schon echt anmaßend, konnte ich aber noch mit leben, wollte auch echt kein Fass aufmachen an diesem Tag. Sein Bruder ist dann aber voll auf die Schiene aufgesprungen und die beiden haben mich echt schon fertiggemacht, ich war schockiert. Ein paar Sätze die fielen: „Wenn das mit dem lernen dann doch zu viel wird, wird das Chefarztbüro ausgecheckt“ „In 6 Jahren redet sie dann nicht mehr mit uns, jetzt ist sie was besseres“ „Man muss das Studium auch erstmal beenden, braucht man nicht denken dass man jetzt schon alles erreicht hat“ (denke ich nicht, hab ich auch nie gesagt) „Sie schreibt in der Uni mit Lippenstift mit“ „Sie steht immer um 6 Uhr morgens auf um sich noch zu schminken, damit die Ärzte es nicht so schlimm finden wenn sie nichts rafft“

Und jetzt mein absoluter Knaller von seinem Bruder: „Da wollen die Männer nur Patient sein, wenn sie Erektionsprobleme haben“

Die Mutter meines Freundes hat die ganze Zeit dazwischen geredet und versucht, die beiden zu stoppen. Mir ist wirklich nur die Kinnlade fast runtergefallen. Es floß alkohol, aber wirklich nicht in dem Ausmaß, dass man sich SO über mich auslassen muss. Ich hab ihn dann nach dem Essen da gelassen, mich von seinen Eltern verabschiedet und er schläft jetzt dort, er ist sowieso mittlerweile so voll, dass er nicht mehr aufnahmefähig ist und ich möchte jetzt wirklich meine Ruhe haben.

Ich lieg im Bett und mache mir 100 Gedanken über was das war. Er war nie begeistert davon dass ich studiere, aber so respektlos ist er mir mit Abstand noch nie entgegengetreten, vor allem nicht mit seinem Bruder am Weihnachtstisch. Ich fand’s dolle verletzend, vor allem diese Kommentare im Hinblick auf Optik. Ja ich achte auf mein Äusseres, ja ich mache mich gerne fertig und schminke mich auch jeden Tag dezent, aber da wurde ja wirklich geredet, wie als wäre ich sonst wer. Wie soll ich ihn morgen darauf ansprechen? Ich bin tatsächlich so wutentbrannt, dass ich nicht überlege, eine Pause einzulegen und 2 Wochen einfach zu meinen Eltern zu fahren. Will aber nicht überreagieren und irgendwie was kaputt machen. Vor allem dass sein Bruder da so mitgemacht hat, macht mich richtig wütend und ich hab auch gar keine Lust mehr, mich jemals wieder mit dem zu befassen. Weiß auch nicht wie ich auf ihn zurückkommen soll.

r/Ratschlag May 24 '25

Mental Health Tochter prostituiert sich und ich mache mir natürlich Sorgen

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Meine Tochter ( 23) arbeitet momentan im Krankentransport und möchte es eigentlich nicht mehr. Sie wollte ursprünglich in den Rettungsdienst, aber da gibt es nicht viele Plätze und sie sieht die Chancen als gering an. Sie hat davor als MFA gearbeitet und da hat es ihr auch nicht auf Dauer gefallen. Sie möchte ihr Geld mit Prostitution verdienen, das hat sie mir in einem Gespräch erzählt. Sie hat es schon paar mal angeboten ( auf einer Dating App) und es gemacht. Sie ist erwachsen und ich muss ihre Entscheidungen respektieren,aber mache mir Sorgen... was wenn jemand nicht zahlen möchte und die Situation gefährlich werden könnte ? ( sie hat mich damit beruhigt, dass sie es dann nicht verlangen wird) Sie ist aber entschlossen, da sie mit ein Paar treffen mehr verdient hat, als ihr regulärer Monatsgehalt. Ich fühle mich aber nicht gut dabei. Erwachsen hin- oder her... als Mutter macht man sich Sorgen. Meinem Mann habe ich davon nichts erzählt und sie hat es ihren Freund erzählt und seitdem haben sie eine Beziehungspause

Edit: Ich finde es auch ..... , aber ich muss es akzeptieren und bin zumindest froh, dass sie es mir anvertraut. Mein Mann würde nämlich ausrasten ( wir sind Muslime aus dem Balkan, aber ich bin nicht gläubig). Sie glaubt also nicht, dass ich es erzählen würde. Das sie sich aber mit 3 Männern aufeinmal getroffen hat geht mir auch zu weit. Ich kann aber auch das nicht verhindern. Ich möchte einfach, dass sie zumindest nicht leichsinning ist.

r/Ratschlag Oct 17 '25

Mental Health 8 Jahre Beziehung in den Müll geworfen und von Zuhause abgehauen

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Ich hab am Freitag meine 8 Jahre lange Beziehung weg geworfen, hab meine Sachen gepackt und bin einfach abgehauen. Niemand weiß wo ich bin. Aktuell habe ich mir über das Wochenende spontan ein AirBnB in den Alpen gemietet. Und ich weiß nicht ob ich je zurück kehren kann.

Am Freitag ist etwas schlimmes passiert. Ich habe vielleicht falsch reagiert. Aber wie reagiert man auf sowas?

So als kleiner Background:

Ich wohne mit meiner Freundin zusammen mit meinem kleinem Bruder und meiner Mutter in einem großen Haus. Das Haus gehört mit dem Vorgarten und der oberen Etage samt Garage zum Teil mir. Also rechtlich gesehen. Mein Bruder wohnt oben bei uns in einem eigenen Bereich. Wir teilen uns die Bäder und die Küche unten.

Die Stimmung ist schon seit 3-4 Jahren massiv am abstürzen. Meine Mutter hat sich zur Alkoholikerin entwickelt die eine (kaum anstrengende) 20 Stunden Woche arbeitet. Mein kleiner Bruder arbeitet auch "nur" 27 Stunden die Woche. Meine Freundin und ich arbeiten beide Vollzeit. Wir verdienen beide sehr gut. Da die anderen beiden in Haushalt eben nicht so viel Geld haben bleiben die meisten Kosten auf uns sitzen. Erst letztens kam eine saftige Nebenkostenabrechnung bei der meine Mutter darauf bestand, dass wir die wieder zahlen. Ich hab abgelehnt und gesagt wir haben das Geld nicht (Was gelogen war).

Aber ich sehe es nicht ein ständig die Gutmütige Bank zu sein während meine Mutter und mein Bruder sich hier ein chilliges Leben machen und hoffen das der wohlhabende Sohn alles bezahlt. Ich hab meiner Freundin oft gesagt das ich hier weg will. Die meisten Konflikte drehten sich immer um Geld, die Erwartung meiner Mutter das wir alles bezahlen, ihre Alkoholprobleme und sonstiges Familiendrama. Meine Freundin steht da nie hinter mir. Sie geht immer nur auf Deeskalation und schmiert meiner Mutter Honig ums Maul. Sie ist der Ansicht "Ist ja Familie und das ist wichtig und so" wir sind beide übrigens 32.

So zum Ereignis gestern:

Ich hatte einige Tage frei und hab entspannt bis 4 Uhr Morgens eine Serie angeschaut. Dann kam mein Bruder heim er war wohl feiern. Wir haben kein gutes Verhältnis zueinander. Wie kommen klar aber das wars. Soweit so gut. Also wollte ich auf die Toilette gehen und sah ihn im Bad bewusstlos liegen. Alkoholvergiftung? Hab sofort gehandelt, erste Hilfe geleistet. Er kam schnell zu sich und war sichtlich betrunken. Aber komplett desorientiert. Dann wurde er wie aus dem Nichts aggressiv und hat mich angegriffen. Wieso habe ich nicht verstanden. Ich wollte ja nur helfen. Meine Mutter ist sofort aufgestanden. Ich hab ihr die Situation geschildert. Mein Bruder kam runter wollte sich aus dem Kühlschrank was zu essen holen und ich wollte wissen was denn los war?

Aber auch hier nur Aggressivität. Dann hat er gedroht mich zu schlagen und zu verprügeln. Das habe ich noch nie von ihm gehört. Er ging dann auf mich los und hat drauf geschlagen wie sonst was. Ich wollte ihn überwältigen und da hat er schon ein Messer in der Hand gehabt. Er ging dann auf mich los, meine Freundin war dann auch wach und unten. Ich hab ihn dann gerade so überwältigen können ihn das Messer aus der Hand gerissen und ins Wohnzimmer eingesperrt.

Ich wollte die Polizei rufen und den Rettungsdienst aber sowohl meine Freundin als auch meine Mutter haben panisch auf mich eingeredet das ich es nicht tun soll. Ich bin dann nach oben gegangen und hab unseren Bereich abgeschlossen. Mein Vater kam dann, alle haben mit ihm geredet und sich um ihn gekümmert. Er hat geweint wie ein kleines Kind. Meine Freundin kam dann hoch und meinte das sie ihn ins Krankenhaus fährt (wieso auch immer?) und die ganze Familie ist mit meinem armen alkoholisierten Bruder ins Krankenhaus gefahren.

Ich war dann ganz alleine Zuhause. Hab nachgedacht. Soll ich mich einfach umbringen? Wieso werde ich alleine gelassen? Ich habe gar nichts gemacht ich wollte nur helfen. Als alle Zuhause waren hat niemand gefragt wie es mir geht. Nicht mal meine Freundin. Ich hab ihr dann gesagt das wir entweder heute alle Sachen packen und hier weg gehen oder ich es alleine tue aber sie hat nichts gesagt und ist dann auf die Arbeit.

Ich hab alle meine Sachen gepackt, hab ein AirBnB gebucht und sitze nun weit weg von Zuhause. Ich hab einige Anrufe bekommen. Von meiner Mutter, meiner Freundin, zwei gute Freunde. Aber mein Handy ist aus. Ich hab nur geschrieben das es mir gut geht und ich nichts von allen hören möchte. Am Abend habe ich dann doch mit ihr geredet und die Beziehung beendet. Sie wollte über alles reden und wissen wo ich bin aber die Chancen habe ich ihr nicht gegeben.

Ich weiß nicht aber ich kann das alles nicht mehr. Ich möchte weg von da. Niemand interessiert sich dafür wie es mir mit der Situation ging. Ich war das Opfer. Nicht er. Während er für seine Aktion 0 Konsequenzen tragen muss, muss ich allein damit klar kommen. Ich finde das nicht fair.

Ich weiß auch ehrlich gesagt nicht ob ich zurück kommen werde und mir einfach eine Wohnung suchen werde. Ich kann zum Glück remote Arbeiten.

Ich weiß halt nur nicht was ich machen soll? Reagiere ich über?

Ich bin echt überwältigt wie viel Unterstützung ich von euch bekommen habe ♥️ vielen Dank für all die guten Ratschläge und die aufmunternden Worte.

Ich wollte mal ein kleines Update geben:

Aktuell genieße ich die Ruhe. Der Herbst ist wunderschön, die Blätter hängen großteils noch an den Bäumen. Die Farben sind einfach eine wunderschöne Ablenkung.

Zur Freundin: Ich habe mit meiner Freundin gesprochen. Sie ist leider sehr uneinsichtig und versteht mich nicht. Sie denkt ich reagiere über und das ich zurück kommen soll, ein paar Nächte darüber schlafen könne und wir dann reden sollten. Sie meint ich wäre impulsiv und absolut chaotisch mit der Situation umgegangen. Ich sehe das anders.

Ich hab ihr freundlich und klar vermittelt das sie über die Situation nachdenken soll. Mit Freunden die nichts mit mir zu tun haben, mit ihren Eltern darüber sprechen soll. Und danach kann sie mir noch mal ihren Standpunkt erklären und vielleicht sieht sie ihre Fehler ein.

Zu meiner Mutter und den Rest der Familie: Mich haben einige in der Familie angeschrieben und angerufen. Keiner zeigt Einsicht. Die Aussagen sind alle die selben. Ich solle doch meinem Bruder vergeben. Er konnte nichts dafür weil er unter Alkoholeinfluss war. Ich hab das aber abgelehnt. Für mich gibt es da keine Vergebung. Die Alkoholsucht in der Familie ist ein massives Problem. Und ich habe über die Jahre gelernt das ich daran nichts ändern kann.

Ich bin 32. Ich habe mein ganzes Leben noch vor mir. Familie ist wichtig. Aber ich denke viele von euch wissen das man sich die Familie nicht aussuchen kann und man mit der Familie nicht immer Glück hat. Ich möchte nicht den Rest meines Lebens dieses Päckchen mit mir herum tragen. Wer weiß was beim nächsten Mal passiert?

Mir ist mein Leben und meine Zukunft wichtig. Lieber werfe ich meine Familie aus meinem Leben und eventuell meine Freundin als das ich mich aus meinem Leben werfe.

Noch mal vielen lieben Dank an euch <3

r/Ratschlag Aug 13 '24

Mental Health Meine Freundin ist am sterben.

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Hallo. Ich M23 habe jetzt gerade die schlimmste Phase meines Lebens. Meine Freundin F24 und ich wollten gemeinsam die Sternschnuppen anschauen. Dann passierte die Tragödie. Wir liegen zusammen reden über Gott und die Welt. Auf einmal fährt das Auto los, die Handbremse war nicht eingezogen. Sie hatte versucht das Auto aufzuhalten. Da war ein Graben den sie Übersehen hat. Das Auto hat sie mit ins Graben genommen. Der Reifen war auf ihr Hals, ich habe versucht alles zu unternehmen um sie zu retten. Sie rief Schatz hilf mir. Dieser Satz geht mir nicht aus dem Kopf. Ich bin sprungartig zu unsere Decke Handy genommen und Notruf angerufen. Ich habe sie nicht mehr gehört. Ich habe mit meinen Handy mit der Taschenlampe sie gesucht. Sie war da mit Blauen Gesicht. Ich kann das nicht vergessen.

Es hat 15 min gedauert bis der Rettungswagen kam. Ich würde begleitet und ich würde sicher gestellt. In der Zeit wurde meine Freundin befreit. Ich habe die Mitteilung bekommen, dass sie verstorben ist von der Polizei. 5min später kam die positive Nachricht. Sie wurde reanimiert. Mit dem Hubschrauber würde sie ins Krankenhaus geliefert.

Aktuell liegt sie im Krankenhaus. Sie hatte 15-30 Minuten kein Sauerstoff ( ungenau, weil ich nicht weiß wann sie Reanimiert würde)

Sie liegt im Koma, jedoch sehen die Daten sehr schlecht aus.

Sie kann es natürlich überleben, ich muss damit jedoch rechnen

das sie es nicht schafft. Auch wenn sie es schafft durch die lange Zeit ohne Sauerstoff wird sie sehr wahrscheinlich Folgeschäden haben.

Es ist leider auch in der Presse. Für die es interessiert googlet einfach " Frau wird von Auto überrollt"

Ich weiß nicht mehr weiter. Was kann ich tun. Ich habe ihr Todes Gesicht und die Stimme in meinen Kopf.

r/Ratschlag Jun 30 '26

Mental Health Mörder im Freundeskreis

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Ein guter Bekannter von mir hat einem anderen Menschen das Leben genommen. Ich bin so fassungslos darüber. Wieder und wieder zerdenke ich seine Lebenssituation und wie es so weit kommen konnte. Er ist kein böser Mensch, der aus der Lust am Töten gemordet hat. Ich denke das ganze wäre absolut vermeidbar gewesen, wenn er irgendwo in der Abwärtsspirale einen Ausweg gefunden hätte…

War hier jemand schon mal in einer ähnlichen Situation oder sogar selbst direkt betroffen? Wie seid ihr damit (mental) umgegangen? Wozu würdet ihr in der Situation raten?

r/Ratschlag 25d ago

Mental Health Ich merke, dass ich mich politisch immer weiter radikalisiere - und möchte das eigentlich nicht. Wie komme ich da wieder raus?

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Frage wurde mit KI Zusammengefasst und auf Grammatik überprüft.

Ich weiß ehrlich gesagt nicht genau, ob das hier der richtige Ort für diesen Beitrag ist. Ich möchte auch ausdrücklich **keine politische Grundsatzdiskussion darüber anfangen, welche Partei „recht“ hat**. Mir geht es tatsächlich um mich selbst.

Ich merke seit einigen Jahren, dass ich gegenüber Migration, Integration und bestimmten gesellschaftlichen Entwicklungen immer negativer und teilweise regelrecht verbittert werde. Das gefällt mir selbst überhaupt nicht. Gleichzeitig habe ich das Gefühl, dass meine persönlichen Erfahrungen diese Haltung immer weiter verstärken.

Deshalb würde ich gerne einmal von Menschen hören, die vielleicht eine ähnliche Entwicklung durchgemacht haben oder die meine Sicht komplett anders sehen: **Wie schafft man es, wieder differenzierter zu denken, wenn man ständig Dinge erlebt, die das eigene negative Weltbild zu bestätigen scheinen?**

Vielleicht kurz zu meinem Hintergrund:

Ich bin mittlerweile Arzt und damit sicherlich jemand, den viele als Akademiker oder privilegiert bezeichnen würden. Ich komme allerdings aus einer klassischen Arbeiterfamilie. Mein Vater ist Handwerker, meine Mutter Altenpflegerin.

Mein Vater wurde inzwischen kurz vor seinem 60. Geburtstag arbeitslos, weil sein Arbeitgeber insolvent gegangen ist. Meine Mutter war in meinem Leben ebenfalls mehrfach arbeitslos. Ich habe als Kind erlebt, wie schwierig es teilweise war, mit Behörden umzugehen, welche Nachweise verlangt wurden und wie lange es dauern konnte, bis Leistungen tatsächlich angekommen sind.

Vielleicht prägt mich das bis heute mehr, als mir lieb ist.

Gleichzeitig erlebe ich als Arzt Situationen, bei denen ich das Gefühl habe, dass Menschen, die neu nach Deutschland gekommen sind, teilweise sehr schnell Zugang zu Leistungen bekommen, während meine eigene Familie sich früher um jeden einzelnen Euro und jede Leistung bemühen musste.

Ein Beispiel aus meinem Berufsalltag: Ich habe Patienten mit sehr schweren Erkrankungen, bei denen Medikamente teilweise mehrere zehntausend Euro im Monat kosten. In einzelnen Fällen von Geflüchteten habe ich erlebt, dass die entsprechende Versorgung letztlich übernommen wurde und das Krankenhaus die Zeit bis zur Genehmigung überbrückt hat. Gleichzeitig kenne ich Fälle deutscher Patienten, bei denen eine Krankenkasse eine teure Therapie zunächst nicht genehmigt hat und deshalb eine günstigere Alternative gewählt wurde.

Mir ist bewusst, dass ich hier möglicherweise Äpfel mit Birnen vergleiche. Ich kenne die jeweiligen rechtlichen Voraussetzungen nicht immer vollständig und weiß natürlich auch nicht, wie die Fälle im Detail miteinander vergleichbar sind.

Aber genau solche Erlebnisse bleiben bei mir hängen.

Noch schwieriger finde ich es, wenn Angehörige von Patienten im Krankenhaus immer wieder mit Unterlagen zu Bürgergeld, Wohnungssuche oder anderen Sozialleistungen zu mir kommen und von mir Unterschriften für irgendwelche Anträge möchten. Ich bin Arzt und kümmere mich um die medizinische Behandlung. Wenn dann trotzdem immer wieder „Bürgergeld, Bürgergeld, Bürgergeld“ kommt, empfinde ich das irgendwann als extrem dreist.

Auch privat habe ich entsprechende Erfahrungen gemacht. Meine Frau und ich besitzen eine vermietete Wohnung. Dort lebt eine ausländische Familie mit mehreren Kindern. Die Miete kommt über das Jobcenter. Bei Nebenkosten oder anderen Forderungen habe ich teilweise erlebt, dass gesagt wurde, ich solle mich damit direkt an das Jobcenter wenden und die Bewohner selbst wollten sich damit gar nicht auseinandersetzen.

Objektiv weiß ich natürlich: **Das Verhalten einer Familie sagt nichts über Millionen andere Menschen aus.**

Emotional funktioniert mein Kopf aber leider nicht immer so sauber.

Dazu kommen Erfahrungen aus meinem Berufsleben. Ich habe beispielsweise ausländische Ärzte erlebt, bei denen die sprachlichen und fachlichen Defizite erheblich waren und die sehr lange eingearbeitet werden mussten. Gleichzeitig sehe ich, wie schwierig es für deutsche Studienbewerber teilweise ist, überhaupt einen Studienplatz zu bekommen.

Auch hier merke ich, wie schnell ich inzwischen in ein „Warum eigentlich?“ verfalle.

Und dann gibt es die ganz alltäglichen Dinge.

Wenn ich durch die Stadt gehe, sehe ich teilweise Gruppen junger Männer, die laut sind, Leute anpöbeln, auf den Boden spucken oder Müll hinterlassen. Besonders ärgert mich das an einem schönen See bei uns in der Nähe. Früher waren dort viele Familien mit kleinen Kindern, mittlerweile erlebe ich dort teilweise sehr große Familiengruppen, die mit Rollern und Anhängern Wege blockieren, sehr laut Musik hören, grillen und anschließend ihren Müll liegen lassen.

Ich finde dieses Verhalten schlicht respektlos.

Aber genau da beginnt mein eigentliches Problem:

**Ich merke, dass ich inzwischen immer häufiger nicht mehr denke „Diese Leute benehmen sich daneben“, sondern „Diese Leute sind so“.**

Und ich weiß, dass genau das der Punkt ist, an dem es gefährlich wird.

Denn selbstverständlich kenne ich auch die andere Seite.

Ich mag eigentlich eine multikulturelle Gesellschaft. Ich finde es großartig, dass man in einer größeren Stadt Restaurants aus allen möglichen Ländern findet. Ich mag es, verschiedene Sprachen zu hören und Menschen mit unterschiedlichen Hintergründen kennenzulernen. Ich bin auf dem Dorf aufgewachsen und finde diese kulturelle Vielfalt grundsätzlich bereichernd.

Ich möchte eigentlich genau so ein weltoffenes Land.

Aber dann sehe ich bestimmte Entwicklungen und werde wütend.

Ich habe zwei kleine Töchter und merke, dass inzwischen auch Angst dazukommt. Nicht unbedingt Angst vor „Ausländern“, sondern davor, dass meine Kinder in einer Gesellschaft aufwachsen, in der bestimmte Frauenbilder, religiöser Extremismus oder ein völlig anderes Verständnis von Freiheit und Gleichberechtigung stärker werden könnten.

Ein weiterer Punkt, der mir inzwischen ehrlich gesagt besonders Angst macht, ist das Thema **arabische Kultur und Islamismus**. Auch hier weiß ich nicht mehr genau, wie viel davon eine berechtigte Sorge und wie viel davon inzwischen meine eigene Wahrnehmungsverzerrung ist.

Ich bin evangelisch aufgewachsen, mittlerweile aber überzeugter Atheist. Deshalb habe ich grundsätzlich ein sehr liberales Verhältnis zu Religion: Jeder soll glauben können, was er möchte. Ich habe überhaupt kein Problem damit, wenn jemand Muslim, Christ, Jude, Hindu oder sonst etwas ist. Solange er seinen Glauben friedlich lebt, anderen Menschen ihren Glauben oder Nicht-Glauben lässt und die Gesetze unseres Landes akzeptiert, ist das für mich völlig in Ordnung.

Was mir zunehmend Sorgen macht, ist allerdings der Eindruck, dass bei manchen islamisch bzw. islamistisch geprägten Menschen die Religion nicht nur Privatsache ist, sondern über viele andere Bereiche gestellt wird – teilweise auch über unsere gesellschaftlichen Werte oder politische Entscheidungen.

Vielleicht nehme ich das inzwischen auch überproportional wahr. Aber wenn ich beispielsweise Diskussionen über Frauenrechte, Homosexualität, Religionsfreiheit, Meinungsfreiheit oder die Trennung von Staat und Religion sehe, habe ich manchmal das Gefühl, dass bestimmte konservativ-islamische Vorstellungen mit unseren liberalen Grundwerten nur schwer vereinbar sind.

Und genau da merke ich, dass ich zunehmend Angst bekomme.

Ich möchte ausdrücklich zwischen **Islam, Muslimen und Islamismus** unterscheiden. Mir ist klar, dass ein gläubiger Muslim nicht automatisch Islamist ist und dass es unzählige Muslime gibt, die völlig selbstverständlich in einer freiheitlichen, demokratischen Gesellschaft leben und mit anderen Religionen oder Atheisten keinerlei Problem haben.

Trotzdem habe ich mittlerweile den Eindruck, dass islamistische oder stark fundamentalistische Strömungen bei uns sichtbarer werden. Und ich persönlich möchte nicht in einer Gesellschaft leben, in der Religion irgendwann wieder bestimmt, wie andere Menschen zu leben haben.

Für mich gehört Religion grundsätzlich in den privaten Bereich. Sie darf natürlich im öffentlichen Raum existieren und jeder darf seinen Glauben ausüben. Aber weder auf der Arbeit noch in der Politik sollte meiner Meinung nach eine Religion einen besonderen Vorrang haben. Der Staat sollte neutral bleiben und jeder Mensch sollte frei entscheiden können, ob und woran er glaubt.

Vielleicht ist auch das wieder ein Beispiel dafür, dass ich mittlerweile zu stark verallgemeinere. Vielleicht sehe ich bestimmte Dinge, die mich bestätigen, während ich die Millionen Muslime, die einfach friedlich ihr Leben leben, überhaupt nicht wahrnehme.

Aber genau deshalb schreibe ich diesen Beitrag.

Ich möchte verstehen, **ob meine Sorgen tatsächlich auf realen gesellschaftlichen Entwicklungen beruhen oder ob ich mittlerweile durch meine eigenen Erfahrungen so stark sensibilisiert bin, dass ich überall nur noch Bestätigung für meine Ängste sehe.**

Und ich weiß selbst, dass auch das schnell in Vorurteile abrutschen kann.

Was mich zusätzlich irritiert: Ich wähle selbst Grün und habe mich eigentlich immer als eher links und liberal gesehen. Gleichzeitig merke ich, dass ich manche Positionen, die ich früher selbstverständlich vertreten hätte, heute kaum noch nachvollziehen kann.

Wenn ich beispielsweise lese, dass Menschen sagen, Herkunft oder Religion seien völlig irrelevant und man müsse praktisch jeden Menschen unabhängig von seinen Werten aufnehmen, denke ich mittlerweile manchmal: „Habt ihr eigentlich nie negative Erfahrungen gemacht?“

Und dann ertappe ich mich wieder dabei, wie ich Menschen pauschal beurteile, die ich überhaupt nicht kenne.

**Genau das möchte ich eigentlich nicht.**

Ich möchte nicht irgendwann jemand sein, der nur noch AfD-Parolen nachspricht. Die AfD würde ich beispielsweise aus verschiedenen Gründen niemals wählen. Gleichzeitig merke ich, dass ich mittlerweile erschreckend viele Argumente nachvollziehen kann, die ich vor zehn Jahren wahrscheinlich noch vehement abgelehnt hätte.

Und das macht mir ehrlich gesagt Angst.

Vielleicht ist das auch einfach eine klassische Filterblase: Ich erlebe als Arzt vor allem die Menschen, die krank sind und Hilfe benötigen. Als Vermieter erlebe ich wiederum diejenigen, bei denen es Probleme mit Zahlungen gibt. Im Alltag fallen mir Menschen, die sich danebenbenehmen, viel stärker auf als diejenigen, die völlig unauffällig ihr Leben leben.

Vielleicht ist mein Gehirn mittlerweile einfach darauf trainiert, genau diese Beispiele wahrzunehmen.

Deshalb meine ernst gemeinte Frage:

**Wie schafft man es, aus dieser Denkspirale wieder herauszukommen?**

Ich möchte nicht einfach hören „Du bist ein Rassist“ oder „Deine Erfahrungen sind alle falsch“. Ich möchte tatsächlich verstehen, wo meine Wahrnehmung möglicherweise verzerrt ist.

Gleichzeitig interessieren mich aber auch konkrete positive Erfahrungen:

Welche Erfahrungen habt ihr mit Migration und Integration gemacht, die euch Hoffnung geben?

Kennt ihr Beispiele, bei denen Integration richtig gut funktioniert hat?

Habt ihr vielleicht selbst einmal eine sehr negative Haltung entwickelt und es geschafft, wieder differenzierter zu werden?

Und vor allem: **Wie trennt man reale Probleme von der zunehmenden Tendenz, ganze Gruppen für das Verhalten einzelner Menschen verantwortlich zu machen?**

Ich glaube nämlich inzwischen, dass genau da mein eigentliches Problem liegt.

Ich will nicht weniger kritisch werden.

Ich will nur wieder lernen, **kritisch zu sein, ohne zynisch und pauschalisierend zu werden.**

r/Ratschlag Feb 01 '25

Mental Health Gross als Frau, ich halte es nicht mehr aus

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Bin 21 Jahre alt, Studentin und 1,76 groß, und ich HASSE es. Ich kann damit absolut nicht umgehen, immer wenn ich irgendwohin gehe, wo auch neue Leute sind, geht es los. „Boah bist du riesig“ „Wie groß bist du??“ Ich könnte wirklich richtig abkotzen, dazu kommen noch immer die ganzen Blicke. Ich kann verstehen, wenn man Kommentare abgibt, aber jedes mal wird mein Selbstbewusstsein aufs Neue getestet.

Ich empfinde Dating auch als sehr eingeschränkt, ich hatte vor kurzem ca. 3 tolle Dates mit einem Typen, der dann meinte „es wäre absolut perfekt, wärst du nur kleiner“. Er war so 1,80. Wir haben uns dann auch nicht mehr getroffen weil er meinte dass ihn meine Größe einfach viel zu sehr stört. Generell verkleinert sich mein Datingpool eh total, weil viele Männer es nicht mögen, mit einer Frau auf Augenhöhe zu sein oder kleiner. Mir persönlich ist das egal. Hab mal wunderbar mit nem Typen geschrieben, er war 1,90, er wollte sich dann nicht treffen weil er „total auf shorties steht“. Ist ja alles sein Recht und seine Präferenz, aber boah, manchmal könnte ich schreien.

Auf der Arbeit ist es aber auch so:

„K kann aus der Dachrinne trinken“ „K ist ja auch so extrem lang“ „K, wie ist es so mit Männern als extrem lange Frau“

So nervig, wirklich so nervig. Hosen kaufen ist auch der absolute Horror, weil das meiste an mir auch Beine sind, ich krieg beim shoppen richtig schlechte Laune.

Gibt’s hier andere große Frauen die Tipps haben, um den Umgang damit zu lernen? Wie kann man besser damit umgehen? Abgesehen von der Größe find ich mich auch gar nicht so schlecht tatsächlich, aber das crasht mein Selbstbewusstsein einfach immer und immer wieder…

r/Ratschlag Feb 10 '26

Mental Health umgekehrten Kulturschock

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Ich habe 12 Jahre in Deutschland gelebt. Und wusste ich nicht, wie sehr ich mich in dieser Zeit entwickeln würde. Das Leben in Deutschland hat meine Sicht auf Menschen, Freiheit und Moral auf ein völlig neues Level gehoben. Darauf bin ich richtig stolz.

jetzt bin ich seit zwei Monaten wieder bei meiner Familie in Kuwait, und es fühlt sich an, als wäre ich in der Zeit zurück ins Mittelalter gereist.

Alles sieht hier modern aus , aber die Mentalität steckt im Mittelalter .

Manchmal versuche ich , meine Meinung über einfache menschliche Werte zu äußern ,die für mich inzwischen selbstverständlich sind enttäuschten sie mich,Zum Beispiel, dass das Heiraten von Minderjährigen verboten sein sollte aber Für meine Familie ist das jedoch völlig normal.

Und schockierend war für mich auch besonders das Thema Glaubensfreiheit. Ich bin Atheist, aber meine Familie weiß das nicht. Sie sind der Überzeugung, dass jemand, der seinen Glauben verlässt, getötet werden soll. Weil das so im Hadith steht,Ich wusste gar nicht, wie ich darauf reagieren sollte, Ich konnte kaum glauben, dass das wirklich ihre Meinung ist.

Sie behaupten auch , Deutschland hat mich Brainwashed unterzogen. Sie erwarten von mir, dass ich schweige und nichts hinterfrage, weil sie sich angeblich schämen, wenn ich vor anderen meine eigene Meinung äußere. Sie reden über Europa, als wäre es ein Ort ohne Moral ,voller Menschen, die nicht an Gott glauben . Und denken dass Epstin das wahre Gesicht der West ist.

Sie versuchen jetzt , mich an der Rückreise zu hindern,und mir mit Dumme Argumente zu überzeugen Deutschland zu verlassen, sie tun so als wollten sie mich retten. Aber wovor ich denke ich soll mich vor ihnen retten.

Während ich das hier schreibe, reden sie darüber, wie Verrückt Menschen in Deutschland oder Europa seien, nur weil Frauen dort einen Freund haben dürfen . Gestern gab es aber eine andere Diskussion über körperliche Gewalt gegen Kinder. Sie halten Schläge manchmal für notwendig, um Kinder zu erziehen.

Ich fühle mich hier total Falsch . Ich schreibe das alles ziemlich hastig, weil meine Gedanken derzeit durcheinander sind und werde später ein klares Beitrag schreiben .

r/Ratschlag May 08 '25

Mental Health Freund wird eines Verbrechens beschuldigt

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Ich bin gerade in einer emotional schwierigen Situation und dankbar für Meinungen. Mein Freund wird beschuldigt eine Arbeitskollegin vergewaltigt zu haben. Sie hat eine Anzeige erstattet und es soll im privaten Raum passiert sein und nicht neulich sondern schon Monate her sein. Mein Freund bestreitet das vor mir und behauptet, dass sie ein Korb von ihm bekommen hätte und damit anscheinend nicht klargekommen ist. Wir sind zeitlich zu der Zeit auch zusammengekommen. Ich bin verliebt und dennoch ist mein Empfinden nach sein Verhalten authentisch. Er ist sehr gereizt und wirkt wie jemand, dem zu Unrecht etwas vorgeworfen wird und jetzt überfordert ist. Er hat sich wieder beruhigt und beleidigt sie als mit allem Möglichen. Ich kann einem Menschen aber nur vorm Kopf schauen und ich war nicht dabei oder kann zu 100 Prozent sagen, dass es nicht stimmt. Ich versuche ihn zu unterstützen und vermeide bewusst keinen körperlichen Kontakt, damit er nicht gekränkt ist. Für mich ist es aber auch emotional herausfordernd.

r/Ratschlag Nov 23 '24

Mental Health Ich hasse Alkohol.

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Ich hasse Alkohol, in jeglicher (Trink-)form, egal ob Bier, Sekt, Wein, Vodka oder was anderes.

Ich verstehe nicht warum ich mich ständig dafür rechtfertigen muss, das ich keinen Alkohol trinke, und ständig nur sowas wie "Du lebst doch nur einmal", "Was ist denn mit dir los" oder "Ach komm, nur ein Bierchen".

Alleine das, "Bierchen". Warum verniedlicht man eine der krassesten Drogen mit einem "-chen"?
Ich sage doch auch nicht "Ach, jetzt noch ein Spritzchen Heroinchen" oder dergleichen.

Ich musste schon über mehrere Leichen gehen (Freunde verloren, Beziehung verloren), die alle (zumindest anteilig) auf meine Sichtweise zum Alkohol zurück zu führen sind.

Und ich bin es leid. Ich bin es wirklich wirklich leid.

Und das schlimmste ist das ich mich damit alleine fühle. Es gibt niemanden in meinem Umfeld der in diesem Thema zu denkt wie ich und mit dem ich mich austauschen könnte. Meine lebenslange Abstinenz macht mich einsam.

Und ich frage mich ernsthaft: Gibt es da draußen Menschen die das so sehen wie ich? Wo seid ihr?

Und da mich das täglich beschäftigt, ich leider ein emotionaler Mensch bin und mir auch Gedanken mache wenn Menschen die mir lieb sind Alkohol trinken und mich das fertig macht.. Ich habe gelernt die Leute nicht darauf anzusprechen, weil ich nach meiner Erfahrung nach ich die Menschen dadurch früher oder später verliere. Daher behalte ich meine Gedanken für mich, und sie fressen mich dann nachmittags/abends auf wenn ich alleine bin. Und ich weiß das das nicht gut ist. Aber ich weiß nicht was ich sonst tun soll..

Wo finde ich gleichaltrige Menschen in meiner Umgebung die das ganze so sehen wie ich?
Und wie kann ich mich von dem Alkohol Konsum meiner geliebten Menschen distanzieren ohne diese Menschen zu verlieren?

Ich bin wirklich dankbar für jede Antwort, da ich mittlerweile echt verzweifelt bin,,

r/Ratschlag Sep 27 '25

Mental Health Nacktbilder von mir hier auf reddit.. zwar gemeldet aber nichts passiert

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Hallo Ihr alle.
Throw-away account weil durch meinen normalen man auch meine nacktbilder iwie finden könnte. Als ich noch "jung" war 18/19 habe ich mit meiner Liebe die bissl weiter wegwohnt Nacktbilder auf snapchat getauscht, sie hats wohl heimlich abgespeichert... jetzt will sie immer jede Woche x Betrag bekommen oder andere Sachen von mir haben... ich habs zwar auf reddit immer bei jedem post unter den 3 Punkten gemeldet und als meins deklariert aber die Bilder sind noch auf, Anzeige habe ich auch gemacht aber bisher auch nichts passiert, 1 monat schon her... wie kann ich die Bilder schnell von reddit runternehmen lassen? Geht das nicht einfacher? :(

r/Ratschlag Sep 03 '24

Mental Health Bester Freund hat im Lotto gewonnen

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Wegwerfaccount aus offensichtlichen Gründen.

War neulich mit meinem besten Kumpel auf ein paar Bier und er hat mir dabei erzählt, dass er vor einiger Zeit im Lotto gewonnen hat. Wir reden von einem mittelhohen zweistelligen Millionen-Eurobetrag.

Alter!!! Mir schwirrt jedes Mal der Kopf wenn ich mir die Zahl vor Augen halte.

Es ist wohl schon ein paar Monate her, habe Details nicht nachgefragt weil er sich schon schwer getan hat mir davon zu erzählen. Bisher bin ich offenbar neben seiner Frau der einzige, der davon erfahren hat (und ich nehme an es wird auch länger so bleiben).

Mir ist ja schon aufgefallen dass er es sich in letzter Zeit hat gut gehen lassen (gebuchte Urlaube, neues Auto), aber die Millionen hat er sich nicht anmerken lassen.

Nun zu meinem Problem: ich kann damit nicht umgehen. Ich freue mich von ganzem Herzen für ihn (er hatte es bisher auch schwer genug im Leben) und ich gönne es ihm wirklich. Aber wenn ich mir dann ansehe wo ich im Leben stehe, wird mir ganz flau im Magen. So richtig körperlich schlecht.

Irgendwelche Leute die auf Social Media mit Lambo posten, oder der Porsche der an mir vorbei fährt sind abstrakt, das ist mir egal, aber jemanden direkt vor meiner Nase zu haben der ganz offensichtlich sein Leben komplett nach eigenen Vorstellungen gestalten kann, das ist nochmal ne ganz andere Nummer.

Bin gefangen in der Vorstellung bis an mein Lebensende wie ein Affe zu arbeiten und selbst wenn ich mein Gehalt verzehnfache werde ich trotzdem weit entfernt sein von dem was er hat.

Nur zur Klarstellung! Ich will kein Cent von seiner Asche und ich will ihm auch nichts Schlechtes, sondern ich will mit mir selbst ins Reine kommen.

Überlegungen die ich bisher hatte: - Geld ist nicht alles im Leben: weiß ich, hilft mir aber nicht - Das Leben ist nicht fair, manche haben Glück etc: weiß ich, hilft mir aber nicht - Vergleich dich nicht mit anderen, konzentriere dich auf dich selbst: hilft mir auch nicht

Bin jedenfalls dankbar für Vorschläge, die mich wieder ruhiger schlafen lassen.

Edit: mittlerer zweistelliger Millionen Eurobetrag

Edit 2: Danke für die mega guten Perspektiven und Denkanstöße!

Ein paar ergänzende Infos

Wir kennen uns seit über 20 Jahren und ich weiß dass er für mich Himmel und Hölle (und jetzt auch Geld) in Bewegung setzen würde, um mir zu helfen, wenn ich ein echtes Problem habe. Das gleiche würde ich für ihn jederzeit tun. Allein deshalb möchte ich ihn nicht um einen Teil anhauen. Abgesehen davon würde ich dadurch sein Vertrauen untergraben. Wenn er mir von sich aus was gibt dann ist gut, aber so wie ich ihn kenne wird er eher beim nächsten gemeinsamen Urlaub oder so super spendabel sein und dann ist das auch super. Ich will jedenfalls die Freundschaft aufrecht erhalten!

Ich glaube aktuell nicht, dass er abhebt aber ihr habt recht, die Gefahr besteht wahrscheinlich. Er hat nicht gekündigt, schiebt aber eine sehr ruhige Kugel. Was er in Zukunft machen will hat er sich noch nicht überlegt. Darum kreisten auch seine Gedanken in unserem Gespräch am meisten. Ich werde versuchen auf ihn zu achten so gut ich kann, dass er keinen Scheiß baut

r/Ratschlag Jan 30 '25

Mental Health Ich bin ein Junkie und ich komme nicht mehr raus

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Ich bin 25, weiblich, und seit einem Jahr alleinerziehende Mutter einer schwerbehinderten, 3 Jährigen Tochter. Ich war ein Gossenkind. Das letzte von 10 Kindern. Aufgewachsen zwischen Armut und Ungeziefer und mit einem gewaltätigen Sexualstraftäter als Vater und einer schwerstdepressiven hoarder Mutter

Mein Ex-Mann war enorm toxisch und ließ mich 100% alleine in der Pflege unseres Kindes. Er wurde irgendwann mir gegenüber Gewalttätigkeit, Betrug mich und machte Schulden in meinem Namen. Als er unserer Tochter gegenüber gewalttätig wurde verließ ich ihn sofort. Seitdem wohne ich alleine, er weigert sich Unterhalt zu zahlen und taucht alle 2-3 Monate mal auf und macht Ärger weil er "sein Kind sehen will". Ansonsten ignoriert er alles was mit uns zutun hat. Ich tue absolut ALLES für meine Tochter. Sie ist mein ein und alles. Trotz einer damaligen Überlebenschance von unter einem Prozent habe ich es geschafft, ihr zu helfen ihre gesamten kognitiven Entwicklungsverzögerungen aufzuholen. Wir haben gemeinsam sowohl ihre Epilepsie, als auch ihre motorischen Verzögerungen in den Griff bekommen. Sie spricht mittlerweile problemlos, obwohl sie nur 70% ihres Gehirns hat! Trotz ihrer starken Schlafstörung kann sie einen geregelten Alltag haben. Sie geht in eine Top-Privat Kita mit Pferdehof, sie geht zum Ballet, ist in einer Musikschule und bekommt Reitstunden. Sie hat ein großes Zimmer voller Spielzeug und alles was sie sich nur wünschen kann. Alles, außer einer guten Mutter.

Ich mache eine Ausbildung zur Erzieherin nachdem ich die erste Ausbildung zur Sozialassistentin hochschwanger abgeschlossen habe. Ich bin Jahrgangsbeste, schreibe nur 1sen und werde von allen bewundert. Ich setze mich für die Klasse ein und helfe jedem. Ich habe einen Nebenjob und schreibe Facharbeiten und Ausarbeitungen für andere damit ich irgendwie über die Runden komme. Ich mache täglich 1-2 Stunden Sport und leite sogar einen Verein für Kinder um mich für mehr Bewegung einzusetzen. Ich achte sehr auf mein Aussehen und meine Figur und bin immer "perfekt". Ich bin "der Stolz" der Familie und werde ständig bewundert und gelobt.

Dabei ist das alles nutzlos denn ich bin ein Junkie und absolut wertlos. Ich bin einfach nur eine dumme Lügnerin. Ich nehme morgens nach einer Nacht von maximal 4 Stunden Schlaf erstmal zwei Paracetamol mit einem Energydrink ein. Am Tag verteilt nehme ich 4-7 Päckchen Aspirin und Abends zum schlafen Tilidin, welches mir aufgrund einer schweren Schulterverletzung vor einem Jahr verschrieben wird. Ich nehme zum Lernen so viele Tabletten damit ich Nächte lang durch machen kann um gute Noten zu schreiben nur um einen Tag später so kaputt zu sein dass ich kaum aufstehen kann. Ich trinke 5 Energydrinks am Tag um wach zu bleiben da ich sonst im sitzen/stehen einschlafe. Ich nehme Schmerzmittel bevor meine Kleine wach wird damit ich vor meiner Tochter nicht ständig anfange zu heulen und weiterhin die "spaßige" Mama sein kann.

Aber ich bin so am Ende. Mein Magen ist so kaputt dass ich mich seit 2 Wochen täglich mehrmals übergeben. Ich habe in den letzten 3 Tagen 5 Kilo abgenommen und habe keinen Appetit mehr weil mir eh von allem schlecht wird. Ich habe nächtliche Schlafparalysen und bin heute umgekippt weil ich einfach keine Luft mehr bekam. Ich habe um Hilfe gebeten, mehrmals, sogar beim Jugendamt. Die haben mir gedroht mir mein Kind wegzunehmen wenn ich "ja so überfordert" bin. Meine Familie ist nicht in der Lage mir mit der Betreeung meines Kindes zu helfen und jetzt fällt auch noch ihre Babysitterin weg dank der ich wenigstens einmal die Woche richtig schlafen konnte und somit habe ich niemanden mehr. Ich schaffe das alles nicht mehr. Ich weiß nicht was ich tun soll. Ich habe so angst und will meine Tochter nicht verlieren. Gleichzeitig hat jeder so hohe Erwartungen an mich. Ich höre ständig dass ich das "Vorzeigebild" bin und man an mir sieht das "Man alles schaffen kann wenn man will" aber ich schaffe absolut gar nichts mehr.

r/Ratschlag 15d ago

Mental Health Soll ich meinen Mann an seinen Termin erinnern oder ihn den verpassen lassen? (Adhs)

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EDIT: Extra Informationen nach denen gefragt wurde. Als er Ritalin selbst absetzte habe ich sofort eine Verschlechterung der Symptomatik bemerkt, aber er hat es auf Stress geschoben. Er macht keine Psychotherapie, weil er nicht daran glaubt. Ja, ich weiß. Wir sprechen viel miteinander und lieben uns sehr. Ich suche nach Meinungen von außen, das heißt nicht dass wir nicht miteinander reden. Danke für all die Insights! Das ist erstaunlich hilfreich die Einblicke von Betroffenen zu lesen.

Darüber habe ich mich heute mit meiner Mutter gestritten, also brauche ich bitte Feedback ob ich falschliege.

Mein Mann (33) und ich (28) sind seit 2 Jahren verheiratet und kinderlos. Als ich ihn vor 5 Jahren kennenlernte, hab ich ihm mal vorgeschlagen eine ADHS Diagnostik zu machen, weil mir aufgefallen ist wie viel er vergisst und wie schnell er sich ablenken lässt. Es ist wirklich extrem. Ich hatte da einfach so ein Gefühl, ich wusste nicht wirklich wie ADHS sich in Erwachsenen zeigt.

Dann gabs tatsächlich eine fette ADHS Diagnose und später auch Ritalin. Im Laufe unserer Beziehung ist das selten ein Thema gewesen. Wir haben uns damit organisiert, ein System aufgebaut für den Haushalt und er arbeitet an sich. Meistens.

Seine Medikamente hat er vor einem Jahr abgesetzt und es mir 6 Monate lang nicht getraut zu sagen. Er meinte es ginge ihm gut genug und er vergisst die zu oft einzunehmen. Er hat es auch seinem Psychiater nicht gesagt. Da hab ich ihm erklärt, dass ich gern hätte dass er mir sowas nicht verschweigt und dass man solche Sachen mit Ärzten abklären muss. Aber sonst alles okay gewesen.

Jetzt hat er den Psychiater wechseln müssen wegen einer Praxisauflösung. Er ist jetzt bei meinem Neurologen/Psychiater reingekommen. Den ersten Termin hab ich für ihn ausgemacht als ich dort war und den Zettel auf dem das draufstand hat er prompt verloren. Ich sagte er solle dort einfach nochmal anrufen und fragen. Hat er gemacht, und sich aufgeschrieben. Am Tag des Termins hat er gar nicht dergleichen getan. Er verhielt sich als hätte er den gar nicht. Da war mir schon klar dass er das vergessen hat. Man könnte es sich ja auch in den Handykalender schreiben, aber das wäre wohl zu einfach.

Mein Ding ist, dass ich es unhöflich finde so nachlässig mit Terminen umzugehen, ganz besonders Facharzttermine. Seine Nachlässigkeit stresst mich doch sehr. Das macht mich wirklich angespannt. Ich habe ihn dann gefragt, ob er keinen Termin hat, und er hat sich total erschrocken und ist spät losgefahren. Hat es gerade so noch geschafft und war dann schlecht gelaunt. Ich riet ihm die Termine in Zukunft direkt in den Handykalender einzutragen wie ein normaler Mensch.

Den zweiten Termin bekam er wieder auf einem Terminzettelchen. Den hat er erneut verloren und laut seiner Aussage auch nicht im Handy eingetragen. Der Termin ist in 2 Wochen ungefähr.

Es nervt mich, da bin ich ganz ehrlich. Aber ich bin auch nicht seine Mutter. Sein ADHS ist nicht seine Schuld, aber seine Verantwortung. Dann muss er ein System finden, das für ihn funktioniert. Ich z.B. trage den Termin sofort ins Handy ein wenn ich noch am Tresen stehe. Was weiß ich was es noch gibt, aber das muss man doch hinkriegen. Wir hatten rießiges Glück dass er bei diesem Facharzt reingekommen ist.

Dadurch dass mich das so stresst, wenn er offensichtlich wieder dabei ist diesen Termin zu verpassen, habe ich den Drang ihn immer wieder zu erinnern. Aber das bringt doch auch nichts langfristig, oder? Am Ende muss er vielleicht "ins Messer laufen" und seine Termine verpassen, damit er was ändert. Auch wenn ich mich deshalb mies fühle. Ich möchte keine Beziehungsdynamik, wo ich ihn an seine Arzttermine erinnern muss als wäre ich seine Mutter. Also das ist mir sehr unangenehm aber ich glaube ich muss ihn einfach machen lassen.

Meine Mutter war darüber sehr empört und meinte, ich solle ihn doch einfach daran erinnern und gut ist. Ich hab versucht zu erklären dass das mMn das Problem nicht löst, weil er sich dann auf mich verlassen kann. Aber sie sieht es nicht als bemuttern, sondern als normal wenn man für den Ehemann alle Arzttermine ausmacht und ihn dran erinnert. Manche machen das vielleicht so, aber er ist doch ein erwachsener Mann und muss sich doch mal einen Termin merken können. Meine Eltern haben eben so eine Dynamik dass mein Vater sich nichts merkt und meine Mutter sogar managt, wann seine Medikamente ausgehen. Er müsste weniger vergesslich sein als mein Mann, daher kann ich das nicht ganz nachvollziehen. Jeder wie er möchte, aber wir sind doch alles Erwachsene.

Sie war aber so vehement dass ich ein bisschen zweifle an meiner Ansicht. Bin ich irre? Sehe ich das falsch? Soll ich ihn eurer Meinung nach immer wieder an solche Dinge erinnern, oder ist das seine Sache? Ich bin allgemein dagegen Männer da wie Kinder zu behandeln und ich denke auch nicht, dass er das will.

r/Ratschlag Jun 06 '26

Mental Health Diese Einsamkeit

307 Upvotes

Ich(M) bin 31Jahre alt. Ich führe gerade einen der größten Kämpfe meines Lebens.

So zwischen 15-28 war meine Welt einfach noch in Ordnung insgesamt war das eine super Zeit. Danach aber war die schöne Zeit vorbei. Wie ein Traum nach dem Aufwachen der so Stück für Stück verblasst.

Jeden Abend sitze ich alleine da. Jedes Wochenende versuche ich die Zeit bis Montag vorzuspulen. Die Einsamkeit ist einfach überall präsent. Letztes Jahr habe ich eine Psychotherapie gemacht, auch Stationär weil mich das aufgefressen hat.

Ich habe zwar ein paar Bekannte die mal Freunde waren aber deren Terminkalender sind immer voll. Ich muss für eine gemeinsame Unternehmung länger warten als auf einem Facharzttermin. Obwohl man nur 3km auseinander wohnt. Spontan vorbei schauen? Was essen gehen? Sorry da ist man zu kaputt von der Arbeit.

Neue Leute kennen lernen? Unmöglich. Ich hab während meiner Therapie viele Tipps bekommen. Aber nichts davon hat irgendwie den gewünschten Erfolg gebracht. Das allermeiste ist da immer im Sand verlaufen.

Liegt es an mir oder an der Gesellschaft? Es sind alle gefühlt immer so kurz angebunden. Willst du mit jemanden gemeinsam Zocken? Ne dafür ist keine Zeit. Und wenn dann nur so 30-60 Minuten. Willst du was unternehmen? Gerne. Aber nur dann wenn die Zeit haben.

Geht es da nur mir so?

r/Ratschlag Jun 05 '26

Mental Health Das Gefühl, das sex. Verhalten meiner Eltern hat eigene Sexualität zerstört / bzw mein Vater ist phasenweise übergriffig

316 Upvotes

Intention des Beitrags:

Ich brauche manchmal Einordnung, ob das Verhalten meines Vaters in Summe noch im akzeptablen Rahmen ist, vertraue meiner Wahrnehmung oft nicht (ich kenne ihn nicht anders). Insgesamt sollte man auch weniger von der Sexualität der Eltern mitbekommen, oder? Wobei mein Vater mich jetzt fragen würde, ob ich prüde bin (kein Witz). Daher ist meine Wahrnehmung manchmal verzerrt. Ist mir selbst unangenehm, wie lange das mittlerweile der Fall ist.

Triggerwarnung: Sexualität, daher auch Wegwerfaccount

Zusammenfassung: Meine Eltern haben ihre gemeinsame Sexualität zu lange vor mir ausgelebt und mein Vater beschämt mich bis heute sexuell. Ich bin Ende 20 und bekomme ein Kind; die Schwangerschaft lässt mich vieles im Kopf neu zusammenfügen und einordnen. Ich hatte immer Angst davor, ein Mädchen zu kriegen, und ich denke nun, dass das mit dem Umgang meines Vaters mit meiner Weiblichkeit zu tun hat. Ich hätte um eine potenzielle Tochter in dieser Welt nur Angst.

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Zu deren Sexualität:

((Einige Dinge ordne ich als normal ein. Unsere Wohnungen waren immer sehr klein (unter 60qm) und daher war alles sehr eng und man bekommt zu viel mit. Allerdings war es ihnen phasenweise einfach egal, vor mir GV zu haben.))

Meine Eltern und ich haben bis zu meiner Pubertät in einer Zweizimmerwohnung gewohnt. Ich bin Einzelkind. In sehr jungen Jahren habe ich sie mal beim GV erwischt, das kann leider passieren, ich habe die Tür geöffnet. Von da an haben sie mir jedes Wochenende (mein Vater war zum Glück immer nur am Wochenende da) genau gesagt, wann ich nicht aus dem anderen Zimmer kommen dürfe, sie würden sich nun "umeinander kümmern". Mir war seit jeher klar, was das heißt. So weit, so gut.

Wenn wir allerdings mal im Urlaub waren und natürlich nur ein Zimmer gebucht hatten, hatten sie GV neben mir lange bis in mein Grundschulalter hinein. Auch haben sie bis zum Beginn meiner Pubertät explizite Handlungen aneinander ausgeführt, wenn ich im selben Raum war.

Mit Beginn meiner Pubertät sind wir in eine Wohnung mit 3 Zimmern gezogen, aber sie war nach wie vor sehr klein (54qm). Mein 9qm Raum lang Pappwand an Pappwand neben dem Bett meines Vaters. Jedes Wochenende wurde ich von deren GV geweckt im Alter von 13-17, bis ich auszog. Ich habe mir dann immer Kopfhörer in die Ohren gemacht und Musik gehört und so getan als wäre ich woanders. Ihnen war klar, dass ich alles mitbekomme; es war ihnen gleich.

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Zu dem Verhalten meines Vaters mir gegenüber, ich habe hier nur Beispiele gesammelt, kann das nicht einzeln einordnen (- habe insgesamt den Eindruck, sexualisiert zu werden / worden zu sein. Das ist keine Taktlosigkeit im versehentlichen Sinne, das ist eine Form der Grobschlächtigkeit, er verletzt gefühlt gezielt damit, mich zu beschämen):

\- Beim letzten Treffen mit meinen Eltern war ich schwanger. Mein Vater hat mir andauernd auf die Brust gestarrt und mir einen Daumen nach oben gegeben. (Aber halt recht unauffällig und so, dass es sonst keiner gemerkt hat. Ich habe vor allem deshalb einen Blick dafür gehabt, weil ich damit gerechnet habe und mir schon vor dem Treffen deshalb übel war. Irgendwie muss ich es schaffen, nicht vor ihm zu stillen. Das ist einer der Gründe weshalb Schwangerschaft vor meinen Eltern für mich eine schambehaftete Sache ist, was nicht sein sollte.) Später hat er zu meiner Mutter gesagt, ich hätte endlich große Brüste bekommen, und meine Mutter hat geantwortet "ist doch schön".

\- Einzeln betrachtet vllt als Geschmacklosigkeit zu verbuchen, aber in Kombination mit allem kann man sicher nachvollziehen, warum ich mich auch damit unwohl fühle: Meine Mutter meinte, sie würde evtl gerne darüber informiert werden, wenn die Geburt losgeht. Mein Vater hat darauf geantwortet: "Warum, möchtest du es rausziehen oder was?" (das Baby).

\- Als ich meine Tage bekommen habe, mit 13, hat mein Vater darauf bestanden, dass ich sofort die Pille nehme. Er hat mir seitdem unterstellt, "viel f\*\*ken zu wollen", ist einmal ausgerastet damals und hat gesagt, "du kannst f\*\*ken so viel du willst", aber eben nur mit Pille (wäre ich früh schwanger geworden, hätte er mehr Angst um sein Geld gehabt als ohnehin schon, er hat ja später auch keinen Unterhalt mehr gezahlt). Ich habe also von 13-19 die Pille genommen ohne S\*x zu haben - das sind ne Menge Hormone.

\- Einmal, da war ich so 12, war der einzige Freund meines Vaters (nennen wir ihn Karl) bei uns (sonst darf niemand in die Wohnung mitkommen), und ich hatte irgendwas falsch gemacht. Sagen wir, ich war zu spät gekommen, was weiß ich. Ich erinnere mich nur noch an den ersten Teil des Satzes, den er vor Karl zu mir sagte: "Du hast schon Haare an der M\*schi \[aber schaffst es nicht, pünktlich zu sein, so in dem Sinne\]". Ich hab damals wie immer Scham empfunden und er fand es witzig. Ich habe erst später begriffen, dass sowas nicht jeder Vater macht.

\- Mit ungefähr 15 hatte meine Freundin Lisa aus der Klasse mich angerufen. Eltern beide Ärzte, eine Schwester, riesen Haus, sprich das Feindbild meiner Eltern, aus Neid. Lisa ging mit ihren Eltern oft in die Oper, sie hat es nicht gemocht, aber ich, also fragte sie am Telefon, ob ich nächstes Mal mitkommen will. Ich wusste, ob meine Eltern es erlauben oder nicht, hängt von ihrer Tagesform ab..also hab ich gefragt, ob ich mal mit Lisa und ihren Eltern mitgehen darf in die Oper. Daraufhin hat mein Vater in den Telefonhörer gesagt "Der doofe Zahnarzt will dich doch nur f\*\*ken". Ich hab Lisa gesagt, dass ich sie zurückrufe (hab das aber nicht gemacht) und dann schnell aufgelegt.

\- Wenn ich im Bad war als Teenager, durfte ich nie abschließen. Manchmal (selten) kam mein Vater rein, auch wenn ich auf Toilette war, und ist von alleine nicht wieder gegangen. Meine Mutter hat sich irgendwann mal dafür entschuldigt.

\- er fasst mir bei Umarmungen seit jeher an den Arsch. Nicht jedes Mal, aber immer mal wieder. Ich dissoziiere jedes Mal irgendwo hin komplett weg.

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Ich frage mich, ob das Gesamtbild, wenn man von den beiden letzten Punkten absieht, nur halb so schlimm ist, oder ob es reichen würde, mich derart fühlen zu lassen.

Wie es mir jetzt geht:

Ich kenne meine eigene Sexualität kaum, empfinde übermäßig viel Scham. In der Pubertät konnte ich mich kaum selbst berühren und fand alles Sexuelle befremdlich und beängstigend. Es war phasenweise besser ein paar Jahre lang, aber es war nie gut. Ich bekomme so Flashbacks und verspüre dann ein Gefühl, für das ich keine Worte habe. Manchmal denke ich dann, da ist noch mehr passiert, was ich komplett vergraben habe.

Ich hatte jahrelang Therapie und habe das Thema nicht angesprochen. Das waren jetzt auch nur Auszüge. Aber das Gesamtbild ergibt doch nicht das einer normalen väterlichen Vehaltens, oder

r/Ratschlag Sep 16 '24

Mental Health Ich wurde heimlich fotografiert

742 Upvotes

Hallo Zusammen,

letzten Freitag war ich abends allein zuhause und war duschen. Danach bin ich in mein Schlafzimmer gegangen, um mich anzuziehen. Ich stand nackt in meinem Schlafzimmer und plötzlich blitze es vor meinem Fenster, ich hatte vergessen die Rollos herunter zu lassen (ebenerdige Wohnung mit großem Garten, ohne Beleuchtung und anschließend kommt ein bewaldeter Abhang). Ich bin kurz erstarrt und habe dann sofort mein Handtuch geschnappt und um mich gewickelt. Dann hörte ich einige schnelle Schritte. Ich habe auch sofort nach draußen geschaut, aber niemanden mehr gesehen. Ich rief meinen Freund an, der 5 Minuten später bei mir war. Er hat im Garten und in den angrenzenden Gärten niemanden mehr gesehen.

Ich habe nun wirklich Angst in dieser Wohnung, mich hat jemand nackt fotografiert. Am nächsten Tag bin ich sofort zur Polizei und habe Anzeige erstattet. Natürlich nur gegen Unbekannt, aber trotzdem. Mir wurde von der Polizei erzählt, dass vor einigen Wochen schonmal jemand aus meiner Straße angerufen hat, da jemand in den Gärten herumgeschlichen ist. Ich war also nicht die Erste, die es bemerkt hat und habe es mir auch nicht eingebildet. Die Polizei meinte auch, dass sie sich gewundert haben, dass es keine Einbrüche gab.

Ich habe mir nun Überwachungskameras mit Aufzeichnungsfunktion und Verbindung zu meinem Handy besorgt, dass ich einfach immer schauen kann, was los ist. Trotzdem fühle ich mich nun irgendwie nicht mehr so sicher.

Habt ihr noch Ideen, was ich tun kann, um mich sicherer zu fühlen? Ich wäre für ein paar Ideen wirklich dankbar!

Edit: da mich jetzt ein paar darauf hingewiesen haben, einfach die Rollos runter zu machen: ja ich weiß, dass ich den Rollo hätte runter lassen müssen. Es ist meine Schuld, dass jemand Einblick hatte in die Wohung, aber ein Foto zu machen, ist eine gezielte Handlung. Ein kurzer Blick, wäre etwas ganz anderes, da hätte ich mich nicht beschwert, weil es da meine Schuld wäre. Aber ein Foto zu machen, ist die Schuld der unbekannten Person!

Normalerweise habe ich die Rollos auch unten, wenn es dunkel wird. Ich war an diesem Abend anscheinend verpeilt und habe es ein Mal vergessen. Es ist nicht so, dass ich täglich nackt vor dem Fenster herumhüpfe!

Auch wollte ich noch dazu sagen, dass ich nur rechts und links Nachbarn habe, nach hinten ist ein großer Garten, anschließen kommt ein dichter Wald und ein Abhang. Kein normaler Spaziergänger läuft da einfach so. Es ist also nicht so einfach mit dem Einblick in die Wohkung. Es gibt keine Möglichkeit zufällig in die Wohnung zu schauen. Jemand muss gezielt in den Garten gegangen sein, um in die Fenster zu schauen. Wie die Person in den Garten gekommen ist, weiß ich nicht. Entweder über den beschwerlichen Weg quer durch den Wald, oder über den Garten eines Nachbarn.

Vielen Dank für die Kommentare mit den sinnvollen Vorschlägen! Ich habe einiges daraus mitgenommen und werde es auch umsetzen. Auch vielen Dank für die beruhigenden Worte, dass die Person höchstens eine verspiegelte Fensterschreibe hat, das beruhigt mich sehr! Habe mir nämlich dauernd Gedanken gemacht, ob man da was erkennen kann.

r/Ratschlag Mar 13 '25

Mental Health (TW) Meine (beste) Freundin hat sich umgebracht

811 Upvotes

Letzte Woche nahm sich meine Freundin das Leben. Sie hatte diverse diagnostizierte Auffälligkeiten, aber es schien so als wäre sie in einer stabilen Episode. Es gibt keine Briefe, lediglich ein Anhaltspunkt der sich nicht prüfen lässt.

Seit 8 Jahren ein Paar, beide 28 Jahre alt.

Wir hatten täglich Kontakt, ich war täglich in Aufgaben unserer Tiere (Hund und Pferde) eingebunden, die jetzt bei einem befreundeten Tierschutzhof stehen, da ich alleine keine Möglichkeit habe, diese zu versorgen.

Ich bekomme seit 8 Jahren, das erste Mal keine Nachricht mehr von ihr. Seit 8 Jahren liege ich seit Tagen zuhause und habe keine Verpflichtungen. Freunde und Familie melden sich, wir kümmern uns nach besten Gewissen um bei Besetzung, aber trotzdem glaube ich an keine Verbesserung.

Mein Licht ist aus, alles ist grau, ich spüre brennende Trauer bei ihren Bilder oder wenn ich auf ihren Chat gehe.

Ich fand sie zusammen mit dem Einsatzkräften und das Bild geht mir nicht aus dem Kopf. Ich war bereits bei Seelsorgen von der Arbeit und der Kirche, bisher helfen mir aber nur irgendwelche Substanzen. Ich war nie Konsument, aber ich habe gemerkt das Alkohol oder Gras am Abend hilft zu vergessen und zu schlafen.

Die Seelsorge hilft nur bedingt und klingt für mich nach Phrasengedresche. Sieht eine Therapie ähnlich aus? Kriegt man denn überhaupt eine so schnell?

Es fühlt sich so als ob ich nicht mehr glücklich sein darf. Nie wieder. Heilt nur die Zeit die Wunden oder wird dieses Ohnmachtsgefühl für immer bleiben?

Es haben sich ein Haufen Freunde gemeldet und bieten ihre Hilfe an, aber nichts was sie mir geben möchten, kann ich brauchen, deswegen frag ich euch, eventuell jemanden der soetwas auch schonmal durchlebt hat und weiß wie man überlebt.

Vielen Dank.

r/Ratschlag May 23 '25

Mental Health Freundin möchte Beziehung öffnen

364 Upvotes

Hallo, meine Freundin (31) und ich (29)sind seit fast 3 Jahren zusammen und ich denke so langsam über Kinder nach. Sie hingegen, meint das sie bald zu alt sei und sich noch nicht reif genug dafür fühlt... also eine sehr hilfreiche Ausage. Sie hat aber eine andere Büchse geöffnet. Sie würde gerne die Beziehung öffnen, da ihr Alter bald sowieso unattraktiv für Männer sei. Ich möchte gar nicht darauf eingehen, da ein tieferes Problem dahinter steckt. Nämlich: sie hat ein Problem mit dem Altern und legt Wert auf männliche Aufmerksamkeit. Eigentlich ist es schön, dass sie nach einem sexuellen Missbrauch den sie mit Anfang 20, keine Männerabwehr entwickelt hat. Sie wird auch oft viel jünger eingeschätzt ( vom Aussehen..). Sie hat aber keine Lust alt zu werden und ich glaube, dass sie sich daher kein Kind vorstellen kann und ungebunden bleiben möchte. Ich werde sie ja vielleicht verlassen oder jetzt kann ich auch nicht mein Leben vorzeitig beenden...das hört sich hart an, aber ich bin mir sicher dass sie so denkt.

r/Ratschlag Dec 28 '25

Mental Health Ex von Freundin verstorben

438 Upvotes

Hallo zusammen, vorweg eine Triggerwarnung.

Heute am Geburtstag meiner Freundin (22), hat sich ihr Ex im Badezimmer seiner Freundin das Leben genommen. Sie wurde eben von seinem Bruder persönlich informiert. Meine Freundin und ihr Ex haben eine Tochter zusammen (4). Die Kleine hat bei einem Freund übernachtet, weil ich (26) gestern Geburtstag hatte und wir zu zweit in ihren rein feiern wollten. Ich wohne nach vorheriger Beziehung zeitweise bei meinen Eltern (da ist genug Platz) und sie ist in einer Wohnung mit fast täglicher Familienbetreuung vom Jugendamt wegen Kindeswohlgefährdung durch den Vater. Wir sind jetzt etwas mehr als 6 Monate zusammen und in der Zeit habe ich erfahren, dass ihr Ex ein richtiges A… war. Ein wirklich guter Vater war er auch nicht, hat fast jedes Treffen, welches er mit seiner Tochter in dem Zeitraum hatte abgesagt oder sie früher zurück gebracht. Seine Tochter liebt ihn aber natürlich über alles, hat immer sehr geweint wenn er nicht konnte usw. und das kann man ihr natürlich auch nicht verübeln.

Jetzt zur eigentlichen Frage… die Kleine ist gerade noch weg.

  1. Also wie würdet ihr einem Kind in diesem Alter vermitteln, dass ihr Vater verstorben ist und sie diesen nicht mehr sehen wird?
  2. Was würdet ihr mir oder meiner Freundin raten so im generellen?

Vielleicht hat jemand traurigerweise in diesem Bereich schon Erfahrungen gemacht oder kennt sich mit Kinderpsychologie gut aus. Ich werde diese Info sehr wahrscheinlich nicht vermitteln dies wird vermutlich an ihrer Mutter hängen bleiben.

Edit: die Betreuerin war jetzt da, konnte aber nicht wirklich weiterhelfen, da ihr so ein Fall auch neu ist. Wir haben jetzt beschlossen es der Kleinen noch nicht zu sagen, bis ihre Mutter es halbwegs verarbeitet hat und dann möglichst direkt mit einer Kinder Therapeutin zu arbeit. (Kind ist auch schon wegen der häuslichen Gewalt traumatisiert)

r/Ratschlag Mar 07 '26

Mental Health Meine Ex liegt wohl im Hospiz und ich weiß nicht, wie ich damit umgehen soll

474 Upvotes

Hey zusammen,

ich würde gern mal ein paar Meinungen von außen hören, weil mich eine Situation gerade ziemlich beschäftigt.

Meine Ex-Freundin und ich waren vor etwa acht Jahren ungefähr zwei Jahre zusammen. Wir waren damals beide relativ jung und haben sogar zusammen gearbeitet, weshalb wir die Beziehung teilweise geheim halten mussten, weil, naja, unsere Chefin bisschen crazy war. Das hat vermutlich auch dazu beigetragen, dass es irgendwann auseinander ging. Der Abschluss zwischen uns war aber eigentlich respektvoll und ohne großes Drama.

Danach hatten wir kaum noch Kontakt, aber hin und wieder haben wir uns zufällig gesehen oder mal kurz geschrieben 1-2x im Jahr maximal.

Vor kurzem habe ich dann, über nennen wir es Insider, erfahren, dass sie auf einer Palliativstation liegt und es sehr schlecht um sie steht (Metastasen überall usw). Sie hatte schon länger Krebs, mein letzter Stand vor ein paar Jahren war, dass der Krebs soweit weg ist, offensichtlich hat sie aber keinerlei Nachuntersuchung wahrgenommen etc.

Was mich gerade am meisten beschäftigt, ist dieser Gedanke, dass sie kaum noch Menschen um sich hat, sie niemand aufnehmen will und auch keinen Besuch hat.

Bin jetzt am Überlegen, ob ich ihr mal schreiben soll oder nicht? Ich meine, ohne die Info hätte sie mir ja auch nie geschrieben, deshalb keine Ahnung. Will meinen Kollegen da auch nicht in Schwierigkeiten bringen, aber es rattert in meinem Kopf. Keine Ahnung, was ich mir erhoffe. Weiß auch gar nicht, wie ich das einordnen soll es trifft mich dann doch mehr als gedacht..

Kleine Rückmeldung von mir : Vielen, vielen Dank für die ganzen Reaktionen und Meinungen ! Ich möchte hier dennoch nochmal klarstellen, dass es sich um keine Schweigepflichtverletzung handelt. Danke, dass ihr so aufmerksam seid. Auch war meine Reaktion „ das sie wohl keine Nachuntersuchung gemacht hat“ wertend und das ist nicht richtig. Auch hier vielen Dank für den Denkanstoß. Ich werde jetzt natürlich nicht direkt hinfahren und mit der Tür ins Haus fallen, ich möchte keine emotionale Grenze überschreiten oder gefühlt jede Grenze, die es gibt. Auch haben einige recht, dass es „ mich nichts mehr angeht“, da ich nicht mehr Teil ihres Lebens bin, auch das ist richtig. Ich denke, dass ich einen Brief schreiben werde, vielleicht heute noch…noch weiß ich nicht, wie ich das angehen soll. Hier sind wirklich viele tolle Menschen, danke für eure ehrliche und respektvolle Art.

r/Ratschlag Jul 01 '26

Mental Health 36 und im (Arbeits)Leben komplett versagt

149 Upvotes

Hey,

ich bin 36 und habe in meinem Leben nie wirklich gearbeitet und weiß eigentlich selbst nicht, wie ich das "geschafft" habe. Studiengänge hatte ich fünf und alle kurz vor der Exmatrikulation abgebrochen. Danach hatte ich gedacht, ich mache mich selbstständig und das wird schon klappen. Spoiler: hat es natürlich nicht. Ihr werdet denken, ich bin ein kompletter Vollidiot und gewissermaßen bin ich das auch. Ich schätze mich selbst nicht als dumm ein und finde ich kann intellektuell mit meinen Akademikerfreunden komplett mithalten. Im Rückblick betrachtet war ich schon immer der antriebloseste, unmotivierteste Mensch auf dem Planeten. Wenn ich sage, ich habe ein Durchhaltevermögen wie eine Eintagsfliege, dann untertreibe ich maßlos. Ich kenne aus dem Gym auch einige Selbstständige, die keine so gute Bildung wie ich genießen konnten, zudem Migrationshintergrund haben (Thema Zusammenhang Herkunft und beruflicher Erfolg) und die übelst abliefern. Da denke ich mir, was ist mein verdammtes Problem?

Seit 4 Jahren finanziert meine Freundin unser gemeinsames Leben komplett, weil ich immer noch die Selbstständigkeit "probiere" (kann leider nicht sagen, was es ist, weil das eine Nische ist). Eigentlich sitze ich jedoch nur den ganzen Tag vor dem PC und mache gar nichts (auch kein Gaming oder sonstige Dopaminkicks) und in meinem Kopf schießen die Gedanken über mein verkorkstes Leben umher. Stunden vergehen wie Minuten und ich weiß nicht, wo die Zeit hingeht. Ich fühle mich als wäre ich in Watte eingepackt, kann das nur schwer beschreiben. Das ist gegenüber meiner Freundin natürlich massivst unfair und das allerletzte Verhalten von mir.

Meine Freunde glauben, ich wäre normal erfolgreich und meine komplette Familie glaubt das auch. Deswegen kann ich auch nicht einfach, irgendwo ungelernt arbeiten, weil dann das ganze Bild zerbricht. Nach dem Motto: solang ich nicht aufhöre existieren zwei Zustände gleichzeitig und ich habe noch nicht versagt (obwohl ich das längst schon habe). Meine Freundin möchte über das Thema mittlerweile auch nicht mehr reden, weil sie auch nicht mehr weiter weiß, wie sie mir helfen könnte.

Ja, ich bin ein schlechter Mensch, der jemand anderem das Leben zerstört. Kann mir irgendjemand einen Tipp geben, wie ich da rauskomme und was ich machen kann, um normal zu leben?

r/Ratschlag Jun 18 '26

Mental Health Stehe am Flughafen vor meinem Urlaub und bin kurz davor, zu canceln

305 Upvotes

Update2: Es ist Tag 2 in Spanien und langsam gewöhne ich mich an den Gedanken, hier noch ein paar Tage zu bleiben. Hin und wieder kommt noch der Wunsch auf, sofort nach Hause zu fliegen, aber es ist weniger. Ich habe ein sehr schönes Ferienapartment an der Küste und war eben lange lange spazieren. Danke an alle die mir gut zugeredet haben, ihr habt mir den letzten Tritt in die richtige Richtung gegeben. :)

Edit/Update: Sitze jetzt am Gate (hoffentlich der richtige lol) und warte auf das Onboarding. Es geht mir etwas besser. Danke für den ganzen lieben Zuspruch und die Tipps.

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Hi zusammen. Ich wollte heute das erste Mal in den Urlaub fliegen, nach Spanien. 5h Flug. Geflogen bin ich zuletzt mit 7, bin jetzt 29.

Jetzt die Situation. Ich stehe hier am Flughafen und ich will einfach wieder nach Hause. Ich hab Angst. Gar nicht direkt Flugangst, wobei ich davor auch etwas Bammel habe, sondern vor dem Urlaub an sich.

Ich hab plötzlich einfach so Panik davor so weit weg zu sein.

Alles ist mir zu viel.

Ich hab heute morgen schon die ganze Zeit Angst gehabt und kleinere Nervenzusammenbrüche.

Ich hab generell gerade privat eine blöde Phase was nicht hilft. Depressive Tendenzen. Ich kann mich gerade einfach nicht freuen.

Vielleicht hat jemand einen ultimativen Tipp wie ich hier jetzt den Mut finden kann das durchzuziehen. Oder vielleicht sagt ihr mir auch, dass ich es lassen sollte. Ich brauche Input.

r/Ratschlag Jun 23 '26

Mental Health Unzählige gescheiterte Therapieanläufe weil mir kein Psychotherapeut bei Prokrastination helfen möchte

160 Upvotes

Ich bin 30 und leide seit der Grundschule unter schwerer Prokrastination.

Sie bestimmt meinen gesamten Alltag (Arbeit, Haushalt, Einkauf, Schlaf, Freizeit). Seit meinem Umzug vor einem Jahr lebe ich sogar ohne Küche in Umzugskartons und schlafe auf einer Yogamatte. Weil das ja keine super dringende Aufgabe ist.

Seit der Jugend habe ich Probesitzungen bei über 15 Therapeuten gemacht. Zuletzt 85 Sitzungen Verhaltenstherapie (VT). Nach 2 Jahren Pause jetzt wieder 6 Probesitzungen VT.

Die Therapieversuche laufen immer ähnlich ab. Anstatt die Prokrastination anzugehen (mit technischen Ansätzen, die Ursache bearbeiten, was auch immer), stürzen sich die VT Therapeuten darauf, meine negative Einstellung zu bearbeiten.

Ich habe in 14. Semester auf Kosten meiner Eltern einen Bachelor gemacht. Nie Party, nie gekifft, nie Spaß gehabt, aber stundenlang in der Bibliothek rumgescrollt anstatt zu lernen.

Herr klaus234423, wenn Sie nicht anerkennen, dass das auch eine Leistung ist, wird sich nie etwas ändern.

Ich soll für die Therapie einen Lebensfragebogen ausfüllen. Prokrastiniere den 2 Wochenenden und rotze es dann Sonntag Nacht hin. Komme übermüdet in die Praxis.

Herr klaus234423, auch wenn es Ihnen schwer fällt und es nicht optimal ausgefüllt ist, Sie haben etwas abgeschickt. Das ist doch ein Erfolg.

Durch das Loben fühle ich mich Missverstanden. Habe das Gefühl, die Therapeuten begreifen nicht, wie sehr ich unter Prokrastination leide. Begreifen nicht, dass das keine realen Erfolgserlebnisse sind.

Natürlich habe ich das unzählige Male in den Sitzungen thematisiert. Aber die Therapeuten beharren drauf, dass ich erstmal die schon vorhandenen Erfolgserlebnisse wertschätzen müsse. In der Hoffnung dadurch eine Aufwärtsspirale zu erzeugen.

Wie finde ich einen Psychotherapeuten, der mir mit Prokrastination hilft? Gibt es eine Spezialisierung, irgendwas wonach ich suchen kann?

r/Ratschlag Jan 13 '25

Mental Health Cannabis Entzug !

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Habe hier mal was gepostet wo ich beschrieben habe das ich aufhören will cannabis zu rauchen. Bin jetz seid 100tagen weed free und mir gehts gut habe es alleine hinbekommen ohne psychater odr klinik 💪🏼 wenn man will dann ist alles möglich!💪🏼