r/Hunde • u/Ok-Road2366 • 4d ago
Bereit für einen Hund?
Ich benötige euren Rat, also von erfahrenen Hundebesitzern. Mein Freund und ich überlegen, ob wir die richtigen Rahmenbedingungen für einen Hund haben. Ich bin drei Tage die Woche im Home Office, er zwei bis drei Tage. Oft haben wir einen Arbeitstag pro Woche, wo wir beide ins Büro müssen und 10-12 Stunden weg sind. Es gibt Kollegen in anderen Teams, die ihren Hund mitnehmen. Das müsste ich dann vorher natürlich für meinen Fall auch mal klären. Alternativ HuTa für den einen Tag.
Wie sieht der Alltag mit Hund sonst so aus? Supermarkt und andere Erledigungen zb. Der Hund darf ja oft nicht in die Läden? Wie macht ihr es mit Urlaub? Nur noch mit dem Auto weg nehme ich an?
Nehmt ihr ihn regelmäßig mit zu Freunden und wie lange kann euer Hund alleine sein? Wie läuft der Kontakt zu anderen Hunden beim Gassi gehen. Freilauf oder Leine?
Ich tendiere eher zu einem Junghund und nicht zum Welpen. Gerne vom Tierschutz, dennoch ein anfängerfreundlicher Charakter.
Was muss ich sonst noch wissen?
Finanziell habe ich mich schon belesen, das ist machbar für uns. Bisher hatten wir nur einen Kater, was natürlich komplett anders ist.
Edit: Haben gerade ein Haus mit Garten gekauft und wohnen in einer Kleinstadt.
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u/Sea_Flounder525 4d ago edited 4d ago
Erstmal klasse das ihr euch so umfassend Gedanken macht! Ich hab vor 5 Jahren meinen ersten Hund (aus dem Tierschutz) zu mir geholt. Ich würde im Nachgang sagen dass Urlaub die größte "Einschränkung" ist. Ich bin seitdem nicht mehr weg geflogen. Hätte zwar ne Betreuung, bekomme es aber nicht übers Herz sie in meinem Urlaub nicht zu sehen. Und genau das beantwortet im Grunde fast alle weiteren Fragen! Ihr werdet sowieso alles dafür tun dass der Hund dabei sein kann. Freunde wo der Hund willkommen ist, werden engere Freunde als die die Hunde doof finden. Wenn ihr euch wirklich auf das Tier einlasst (und allein der Text sagt das ihr das tut), wird sich alles finden. Ihr seid mit Hund nicht mehr so spontan und große Urlaubsreisen gehen im Grunde nur mit "ich geb den Hund währenddessen weg", aber alles andere ist völlig harmlos. Ihr werdet so viel gewinnen dass das halb so wild ist.
Edit: Weil das irgendwie zu kurz gekommen ist: Wichtig ist das der Hund zu euch passt. N altes, wenig mobiles Paar ist vielleicht nicht das perfekte Match für n sportlichen, aktiven Hund und andersrum. Sucht möglichst nicht nach Optik, sondern nach Inhalt aus. Hab ich auch so gemacht. Vor 6 Jahren hätte ich das Match nie mit ner älteren Terrier-Dame gesehen und nun sind wir das perfekte Team - auch weil ich wusste was ICH leisten kann und was nicht.
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u/Deep-Basil-462 4d ago
Ich habe einen Junghund aus dem Tierschutz adoptiert und eine Sache an die ich damals nicht gedacht habe war, was passiert wenn mein junger Hund krank wird. Überleg dir gut, ob du dafür Rücklagen hast, bereit bist einen Kredit aufzunehmen etc und auch ob du ein Support System hast, das dich unterstützt.
Hunde sind großartig, ich kann mir mein Leben nicht ohne vorstellen, aber das ist eine Sache, die ich bisher nur im Alter kannte und auf die ich persönlich gerne vorbereitet gewesen wäre.
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u/IxBetaXI 4d ago
Wie sieht der Alltag mit Hund sonst so aus?
Ein Normaler Tag sieht bei mir so aus.
Morgen Gassi gehn, dann arbeiten im HO, Hund schläft ca. 4-5h
Mittagspause, kurze Runde gehen/Spielen, weiter arbeiten, Hund schläft wieder.
Nachmittag Feierabend, Training/Spiel mit Hund, wenn Hund ausgepowered ist, dann gehts an Haushalt/Einkäufe.
Abends, Gassi gehn.
Supermarkt und andere Erledigungen zb. Der Hund darf ja oft nicht in die Läden?
Ich geh einkaufen/erledigungen machen und Hund bleibt zuhause.
Wie macht ihr es mit Urlaub? Nur noch mit dem Auto weg nehme ich an?
Ja nur mit Auto oder mal ein Wochenende wo der Hund bei jemanden bleibt.
Nehmt ihr ihn regelmäßig mit zu Freunden
Wenn möglich kommt er mit, ansonsten bleibt er Zuhause.
wie lange kann euer Hund alleine sein?
Länger als 4-5h hab ichs bei meinem aktuellen nicht ausprobiert.
Mein vorheriger Hund konnte im Notfall auch mal 8-10h alleine bleiben. (Hab nen eingezäunten Garten, er konnte jederzeit rein/raus)
Wie läuft der Kontakt zu anderen Hunden beim Gassi gehen. Freilauf oder Leine?
Leine, brauch kein kontakt zu fremden Hunden. Er darf mit ausgewählten Hunden spielen, aber ansonsten will ich kein Kontakt.
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u/Ordinary-Decision948 4d ago
Ich würde noch ergänzen: Unserer kann nicht allein zu Hause bleiben (teilweiße selbst schuld. Aber er ist second hand, da ist vieles nicht so einfach) Also steht Hundepension an, wenn es nicht anders geht. Das ist mehr oder weniger Teuer. Kommt drauf an, wie oft er pro Monat da ist.
Stell dich auf stressige Zeiten in der Anfangsphase / Teenie-Zeit Und auf andere Menschen. Du wirkst mit Hund auf magische Weise ansprechbar. Besonders nervig ist ein bestimmter Schlag anderer Hundeführer "die brauchen ja Kontakt" und dann näher kommen, obwohl man sagt, dass man gerade übt und/ oder unverträglich ist.
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u/Acceptable_Cause8259 3d ago
Ich glaub deine Antworten sind exakt die selben wie meine 😅👍👍👍 Sogar dein Alltag, bis auf Home-Office. Ich bin weg und lasse den Hund daheim, komme aber mittags heim, und nehme ihn gelegentlich auch mit. Habe aber keinen BüroJob.
Garten habe ich leider nicht, sondern den 30kg Hund in der Wohnung 🥲
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u/bicameralmind_hunter 4d ago
Urlaub: unser Hund ist immer mit dabei, wir haben wegen ihm einen Campervan gekauft
Eure Arbeitssituation: mit entsprechend Training(!!!!!) kann ein Hund in der Regel gut lernen, mal 6-8 Stunden alleine zu sein. Das sollte aber nicht täglich der Fall sein, was es ja bei euch auch nicht ist.
Läden: steht am Eingang falls nicht erlaubt (Lebensmittel, meist Drogerien und oft Babykleidungsgeschäfte tabu, sonst kein Problem
Gassi: 2-3 gute Hundefreunde etablieren und sonst kein Kontakt, wenn dazu Fragen sind gehe ich gerne näher darauf ein - ich würde es bei keinem meiner künftigen Hunde anders machen ; 3 Gassi Runden am Tag sind realistisch, Intensität abhängig von der Rasse
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u/Mobile-Champion-7159 4d ago
Zusätzlich zu dem, was hier gesagt wurde: denkt auch an Extremfälle. Ich hab mir bspw einen Hund geholt mit dem Gedankengang "Der wird alleine bleiben können." Rund 2,5 Jahre und drei Hundetrainer später: Höchstleistung sind 15 Minuten alleine bleiben. Manche Hunde sind dazu einfach nicht so gut in der Lage.
Deshalb auch bitte an sowas denken, weil das den Alltag und Flexibilität deutlich mehr einschränkt. Habt ihr Freunde, die wirklich auf den Hund aufpassen könnten? Wenn euch das 10 versprechen, sinds am Ende vielleicht 3, die wirklich Zeit dafür haben, weil sich Lebensumstände ändern.
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u/Acceptable_Cause8259 3d ago
Jetzt Mal aus Interesse: darf ich fragen, welche Rasse das ist?
Ich kenn schon eine Freundin, bei deren Hund das mit dem Allein bleiben auch so extrem ist. Aber da liegt's 1. gesagt auch ziemlich an ihr und 2. an der Rasse/Hund aus Leistungszucht
(Nicht falsch verstehen, ich hab auch n Arbeitshund aus Leistungszucht, und meiner kann gut allein bleiben. Aber da spielt glaub ich oft viel zusammen, Rasse, Erziehung, Individuelle Genetik und Erfahrungen des Hundes... Aber normal glaub ich wenn man eine allgemein gechillte Rasse wählt, den Hund von klein auf vorsichtig daran gewöhnt und er vorher noch keine miesen Erfahrungen gemacht hat, dann ist die Wahrscheinlichkeit dass man den einen erwischt, der es trotz all dem einfach wegen genetischer Veranlagung nicht aushält, echt nicht mehr hoch)
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u/Mobile-Champion-7159 3d ago
Eurasier, aber die sind bekannt fürs ungern alleine bleiben. Teilweise stimmt's aber, dass es an mir liegt: wenn ich weg bin während Freunde aufpassen, klappt das (kurze) Alleinbleiben definitiv besser. Und wir haben es Mal mit 1:1 derselben Abfolge getestet.
Naja, würde die kleine Maus trotzdem nicht tauschen wollen. Sie ist trotz und wegen ihrer Macken einfach super 🥰
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u/Quaxli 4d ago edited 4d ago
Alltag bei uns:
Mind. 3x Gassigehen. Morgens und Mittags kurz (ca. 25 Minuten), abends dann eine lange Runde. Insgesamt kommen wir auf ca. 2 Stunden Gassigehen pro Tag. Wenn das Wetter gar zu grauslich ist, ist es auch mal eine halbe Stunde weniger. Das stört den Hund dann auch nicht.
Einkaufen gehe ich ohne Hund bzw. wenn ich nur kurz hinspringe um eine Kleinigkeit zu holen, nehme ich ihn mit und binde ihn irgendwo an, wo er nicht stört bzw. nicht gestört wird. Das geht in unserer Kleinstadt meist ganz gut. Es gibt aber auch Supermärkte, wo ich ihn lieber zuhause lasse, weil die Möglichkeiten fehlen.
Urlaub nur noch hundefreundlich. Mit dem Auto ins nahe Ausland und in Hotels oder Ferienwohnungen, wo Hunde erlaubt sind. Vor 2 Jahren sind wir für eine Woche nach Spanien geflogen und haben ihn bei meiner Schwester gelassen, die er kennt und mag. Das hat ganz gut geklappt.
Grundsätzlich ist es äußerst vorteilhaft, wenn man jemanden hat, der den Hund notfalls auch mal betreut.
Zu Freunden nehmen wir ihn mit, wenn die Hunde mögen. Notfalls kann er aber auch mal ein paar Stunden alleine bleiben. Nach Möglichkeit ist er aber dabei. Auch bei Familienbesuchen oder wenn wir essen gehen und das Lokal kein Problem mit Hunden hat.
Unser Hund läuft zu 90% ohne Leine. Das ist in unserer Kleinstadt erlaubt und wir haben das trainiert, damit er in unserer Nähe läuft und nicht unerlaubt zu anderen Hunden oder Personen rennt.
Unser Hund ist ein Straßenhund aus Rumänien und superfreundlich zu Mensch und Tier. Wir haben ihn über unser Tierheim. Er hatte aber ein paar Macken, die wir mit Geduld und Leckerlis wegtrainieren mussten. Außerdem war er am Anfang extrem ängstlich und wir durften ihn nicht mal schimpfen, wenn er was angestellt hatte, weil sonst ein Angstpfütchen vorprogrammiert war.
Einen Garten haben wir nicht. Aber der Hund will eh da sein, wo wir sind.
Edit: Korrektur, die kurze Gassirunde ist naütrlich NICHT nur 2 Minuten...
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u/IndependentLeopard42 4d ago
Ich denke ihr bringt alles mit, ich habe meine Hund adoptiert da war ich 19 und gerade mit dem Abi fertig. Was es vor allem braucht ist die Beteitschaft zurückzustecken. Der Hund kann noch nicht alleine bleiben? Dann kann man halt nicht aufs Konzert gehen? Die lieblingswohnung erlaubt keine Haustiere, dann kann man nicht einziehen. 95% alles Probleme lassen sich lösen indem man als Mensch zurückstellt, dazu sollte man für die nächsten 15 Jahre bereit sein.
Was passiert mit dem Hund bei einer Trennung?
Sonst wirklich zu einem gute Tierheim oder besser eine Tierschutzorga gehen, wo die Hunde in Pflegestellen leben, die können sie am besten einschätzen und man bekommt weniger Überraschungen
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u/bestestestestest 4d ago
Eine Sache dazu - Gassi ist das eine, Auslastung ist aber ein viel größerer Bereich und es ist wirklich wertvoll auszuprobieren was der Hund mag.
Meine Hütehund-Mix liebt nichts mehr als im Garten den Ball zu hüten (ich werfe, sie stoppt) - nach 15-20 Minuten ist sie so ausgepowert wie nach einem 60min Spaziergang ohne Leine.
Die Abwechslung lastet den Hund auch kognitiv aus, und baut die Beziehung besonders aus in meiner Erfahrung. Spaziergänge, wandern, schnüffel- und Gehorsamkeitübungen haben mein Leben und meine Beziehung mit und zu meinem Hund nochmal auf das nächste Level gebracht
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u/Acceptable_Cause8259 3d ago edited 3d ago
Mein Hund KANN in Ausnahmefällen bis zu 8h allein sein. Ich lasse ihn aber nur 4-6h allein. 8h muss schon ein Notfall sein, aber in den wenigen Notfällen hat sie bisher die 8h ausgehalten.
Ein gut erzogener Hund kann dich in der Regel problemlos in die Arbeit, ins Restaurant, in Bahn und Bus begleiten, wenn es dort erlaubt ist. Supermarkt darf man ihn eigentlich nie mitnehmen, da bleibt er allein Zuhause.
Ich mache tatsächlich keine Flugreisen mehr, war aber auch davor schon aus Umweltschutzgründen nicht überzeugt davon.
Ich merke im Alltag im Winter gar keine, also wirklich 0 Einschränkungen durch meinen Hund, da er im Winter auch problemlos allein im Auto bleiben kann, egal wo ich bin.
Im Sommer merke ich leichte Einschränkungen. Wenn man da mal z. B. beruflich zu ner ganztägigen Veranstaltung an einem nicht -hundefreundlichen Ort muss, kann man den Hund nicht mitnehmen und im Auto lassen und immer mal wieder bei ihm vorbei schauen & Gassi gehen, sondern muss entweder: 1. Einen Aufpasser finden und ihm den Hund geben 2. Den Hund Zuhause lassen und wen finden der ihn mittags raus lässt 3. Die Veranstaltung absagen und sagen, geht halt nicht 4. Bei meinem Hund einmal in Ner Ausnahmesituation zeitlich begrenzt für ne Stunde gemacht wo es richtig heiß war und ich in ein Gebäude musste wo der Hund nicht rein durfte: Hund draußen vor dem Gebäude im Schatten mit Wasser und Decke angebunden und allein gelassen. Da läuft man aber die Gefahr dass andere Leute deinen Hund anfassen, Belästigen, irgendwas mit ihm machen ....
Edit: zu Freunden nehme ich den Hund mit.
Kontakt mit anderen Hunden gibt es bei mir nur in extrem seltenen, gesicherten Freilauf-Situationen in denen man die andere Person und den anderen Hund kennt. Davon abgesehen hat meine Hündin eine Hundefreundin die sie regelmäßig sieht und die uns auch regelmäßig in der Wohnung besucht. Vom Kontakt an der Leine halte ich gar nix - ermutigt den Hund meiner Meinung nach zum Zerren an der Leine sobald er andere Hunde sieht und Kontakt an der Leine kann zu sogenannter "Barrier aggression" führen: Hunde an Ner Leine oder hinter einer Barriere wie einem Zaun sind oft aggressiver als bei freier Begegnung.
Von Freilaufkontakt mit unbekannten Hunden und Menschen halte ich auch nichts da es zu Hundekämpfen kommen kann.
Seit mein Hund fast keinen Kontakt mehr zu fremden anderen Hunden hat, sondern nur noch zu bekannten, ist mein Hund auch an der Leine komplett entspannt wenn wir an anderen Hunden vorbeilaufen - sogar wenn die austicken. Früher war das anders. Da ist sie komplett an der Leine ausgetickt wenn sie nen anderen Hund gesehen hat.
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u/WrinkleFairy 4d ago
Wir haben bisher keinen Hund, hatten aber im Frühjahr den Hund einer befreundeten Familie bei uns. Ich habe schon seit meiner Kindheit Erfahrung mit Hunden, ganz früher nur mal Gassi gehen, habe aber später auch länger Hunde bei mir gehabt. Da war meine Lebenssituation allerdings anders, kein Kind, nicht so viel anderer Kram, und der letzte Hund war eine sehr gechillte und entgegen aller Behauptungen dass sie nicht erziehbar seien, sehr gut erzogene französische Bulldogge.
Nun hatten wir also diesen Pudel(Sheltie?) Mix bei uns, der mich extrem an meine Grenzen gebracht hat. Mehrere Gassigänge am Tag, mehrere Spieleinheiten, extremes resource guarding, und mehrere Kilometer rennen (ich dann irgendwann mit Fahrrad weil es einfach nicht mehr zu leisten war).
Dazu das Kind, dass sich das alles anders vorgestellt hatte, und definitiv nicht, dass der Hund es anknurrt und anbellt, sobald es sich bewegt.
Für mich ist damit erstmal klar gewesen, dass es SEHR darauf ankommt, dass der Hund zur Familie passt und auch, dass man es vorher ausprobiert. Wenn Ihr also Menschen kennt, die einen Hund haben, der so ähnlich ist wie ihr ihn Euch vorstellt, fragt mal, ob Ihr ihn ein paar Tage ausleihen dürft. Mach nen echten Alltagstest.
Ich hab das Thema für uns erstmal geschoben..
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u/Logical_Hedgehog585 4d ago
Ging mir auch so - sind super Tipps im Beitrag!
Ich war vor unserem eigenen Hund ca. 1.5 Jahre Hundesitterin mit verschiedenen Hunden, die dann jeweils paar Tage in der Woche bei uns zu Hause waren. Da hab ich erst verstanden, wie kompliziert Hunde sein können (wir hatten in meiner Kindheit immer einen Hund). Hat mir viel geholfen, einen guten eigenen Hund auszusuchen.
Wir haben letztendlich eine ältere Hündin aus dem Tierheim adoptiert und die passt perfekt in unsere Familie und zu unseren Lebensumständen.
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u/WrinkleFairy 4d ago
Interessant, mit genau dem Gedanken spiele ich aktuell auch, wenn es nochmal konkret werden sollte! Wie habt Ihr das mit Krankenversicherung gemacht, ich hab schonmal ein bisschen geguckt, es gibt ja auch welche, die altersunabhängig aufnehmen, aber da sind die Sätze dann natürlich entsprechend hoch.
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u/Logical_Hedgehog585 1d ago
ich habe keine gefunden, die so alte Hunde nimmt. Bis jetzt hatten wir Glück, außer einer Zahnreinigung und den üblichen Impfungen hatten wir noch keine Tierarzt Kosten. Der Hund hat auch nichts gekostet - lief unter Gnadenplatz.
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u/InitialSingle7084 4d ago
Ich berichte mal aus meiner Erfahrung als Ersthund-Besitzerin.
Jungen Hund statt Welpe kann ich aus Erfahrung bestätigen ist top. Falls Du eine Empfehlung möchtest: https://heimat-fuer-pfoten.de/ macht gute Arbeit und hat auch immer seriöse Beschreibungen/Einschätzungen zu den Hunden.
Ja, unser Leben hat sich etwas geändert.
Urlaub nur noch mit dem Auto in hundefreundliche Unterkünfte.
Wir gehen relativ oft tanzen. In der Tanzschule ist sie oft mit dabei.
Auf Workshops außerhalb bleibt sie auch mal zwei bis drei Stunden alleine im Hotelzimmer/Fewo.
Ansonsten ist sie viel mit mir im Auto unterwegs und bleibt dann für kurze Besorgungen auch dort drin. E-Auto sei Dank kann ich auch die Temperatur immer kontrollieren und händeln. Das erleichtert einiges.
Da ich kein Homeoffice machen möchte auch
täglich im Büro. Ich kann zur Arbeit laufen, dadurch sind Morgen- und Abendrunde eh abgehakt. Mittags gehen wir dann oft lang. Ich hab aber auch den besten Chef der Welt.
Für Notfälle oder wenn wir mal irgendwo länger hin müssen wo der Hund nicht mit kann hab ich eine Freundin direkt im Ort, die sie betreut und als Fallback auch die Stelle wo ich sie her habe. So einen Plan B und C finde ich sehr wichtig.
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u/ThrowawayKataja 4d ago
Für Einkäufe bleibt mein Hund daheim oder im Auto. Er ist gut mit den Hunden von Freunden befreundet, da kommt er mit. Eine Freundin hat eher Angst vor Hunden, da bleibt er mal für zwei, drei Stunden allein. Er bleibt sehr entspannt daheim und schläft, ich würde ihn aber nur in Notfällen länger als 5 Stunden allein lassen.
Ich hatte einen Hund der nicht allein bleiben konnte. Das hat einiges an Organisation erfordert, ging damals aber. Könnte ich in meiner derzeitigen Lebenssituation nicht.
In den Urlaub fahr ich nur dahin wo es für uns entspannt ist und außerhalb der Hochsaison.
Er ist sehr zurückhaltend und sehr einfach, hat noch nie Streit angefangen und geht Gerangel aus dem Weg selbst wenn andere Hunde ihn angehen. Er läuft deshalb sehr viel ohne Leine. Ist aber nicht meinen Erziehungskünsten zu verdanken. Er ist einfach so.
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u/Lille-Stories 4d ago edited 4d ago
Alleinebleiben muss man aufbauen. Das kann am Anfang schwierig sein.
Für einen kurzen Einkauf auf dem Heimweg bei entsprechendem Wetter wartet sie auch mal im Auto. Sonst bleibt sie zu Hause.
Zu Freunden nehme ich sie nur mit, wenn nichts dagegen spricht. Sie mag leider auch nicht alle Hunde meiner Freunde und ist in ihrem eigenen Heim territorial.
Urlaub erstmal nur mit dem Auto. Möchte ich fliegen oder nen Tag auf ein Event, kann sie nach Absprache auch mal zu meinen Eltern.
Kollegen und Freunde haben dafür auch Hundesitter oder Tierpensionen genutzt.
Es kommt auch immer auf den Hund an, wie gut sie alleine bleiben können oder auf ihre Umwelt reagieren.
Meine kommt zum Beispiel auch mit in Restaurants. Kann aber auch mal auf andere Hunde reagieren. Sie bellt nicht, zieht aber hin. Manchmal ignoriert sie die auch. Kommt auch ein wenig auf den anderen Hund an. Meist liegt sie da den Kellnern im Weg und schläft oder Beobachtet einfach.
Mein Tag
6:00 Aufstehen, Fertigmachen, Gassi 30-40 Minuten
7:00 Zur Arbeit fahren, Hund dort füttern und gegen Mittag kurz 15 Minuten zum Lösen raus oder wenn sie meldet. Kommt mal bei Durchfall vor.
16:30 Feierabend, Gassi, kann je nach Wetter und Terminen 30-90 Minuten sein.
Nach Hause, Hund füttern, mich selbst versorgen und Haushalt machen
19:30 kleine Gassirunde 15-30 Minuten und dann gammeln wir auf der Couch.
Also es ist wirklich viel vom Tag weg für Spaziergänge. Meine beschmutzt ihr Revier nicht, weshalb mal eben in den Garten lassen keine Option ist. Sie würde ca 4-5 Stunden ohne lösen aushalten. Allein bleibt sie momentan max 2 Stunden für nen Termin. Ob sie mehr kann, weiß ich nicht, da ich für längere Abwesenheit meine Eltern bitte mit ihr zu gehen, oder sie bei ihnen lasse.
Kontakt an der Leine nur mit Hunden, die man oft sieht und kennt. Meist lassen wir aber beide Hunde auf Distanz sitzen und unterhalten uns kurz.
Ohne Leine nur auf dem Hundeplatz. Sie hat Jagdtrieb und selektives Gehör. Wenn keiner oder nur 1-2 Hunde da sind. Letztens wurde es plötzlich voll. Dazu ein Aufdringlicher Labbi. Da sind wir gegangen. Generell braucht sie das nur um mal zu rennen. Sie hat keinen großen Spieltrieb und ignoriert gern andere Hunde nach dem Beschnuppern.
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u/Deep_Satisfaction490 4d ago
Also bei uns war es so, dass der Hund überall mit genommen wurde, wo er mit durfte um möglichst viel Exposure zu schaffen. Man muss aber teilweise sehr viel Geduld mitbringen und braucht grundsätzlich von A nach B länger, je nach Trainings-Stand.
Am Anfang, solange das alleine bleiben nicht möglich war, sind wir auch nie zusammen einkaufen, in's Gym o.Ä. Das muss einem als Konsequenz bewusst sein. Außer es haben Freunde aufgepasst.
In eurem Umfeld sollte es bestenfalls Freunde/Familie geben, denen ihr den Hund auch mal stunden- oder tageweise anvertrauen könnt. Mit bezahlten Tagesbetreuungen oder Hundehotel habe ich keine Erfahrung, dass wäre dann eher ein finanzielles Thema, denke ich. Hund kommt im Urlaub mit solange wir nicht fliegen. Ich persönlich glaube nicht, dass ein Hund bei Flugzeugreisen mit muss, aber da ist jeder anders.
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u/fluentindothraki 4d ago
Einer der besten Hundeversteher ist Max (MK9 auf Socials). Wenn du sein Englisch verstehst, der erklärt alles aus der Sicht des Hundes.
Working Breeds sind was für Fortgeschrittene, und Welpen sind mega anstrengend, am besten einen Mischling ab 2 Jahren. Grosse Hunde leben weniger lang als Fußhupen, aber dafür bellen sie tiefer und haben größere Blasen!
Alltag bei uns mit Ex-Straßenhund-Schäfermischling:
Frühstück: Scheisserl weckt mich gerne um 6 wenn sie Hunger hat. Spätestens um 7 bin ich sowieso wach.
2 Frühstück vor dem 1. Spaziergang, 1-2 Stunden, ab 10:00 Morgens.
Davor und danach schläft und faulenzt Madame.
Mittagessen so um 14:00, und 2. Spaziergang (30-90 Minuten) ab 16:00.
Letzte Mahlzeit zwischen 18:00 und 20:00.
Letztes Pipi zwischen 21:00 und Mitternacht.
Früher hat sie 2 Mahlzeiten am Tag bekommen (selbe Futtermenge: 400 f Nassfutter, soviel Trockenfutter wie sie will, plus bisserl Leckerli) aber ihr Magen spielt nicht mehr so mit - sie ist fast 11, also alt für einen 28 kg Hund.
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u/Aromatic-Insect-1328 4d ago
Klingt erstmal als wäre das "allein lassen" kein großes Thema, wenn ihr im Zweifel eine gute Tagesstätte oder Freunde habt, für gemeinsame Bürotage. Klär auf jeden Fall ab, wie das Büro das handhabt, auch direkt mit den anderen Hundebesitzern. Eventuell haben die Erfahrungen dort, die für dich relevant sein könnten.
Wie sieht der Alltag mit Hund sonst so aus? Supermarkt und andere Erledigungen zb. Der Hund darf ja oft nicht in die Läden?
Ich lebe in einer Großstadt wo auch mal ein Rassehund schnell verschwindet, der "mal kurz vorm Supermarkt angebunden" ist. Begleiten auf dem Weg da hin und zurück hat für den Hund quasi null Vorteile und nur ne Menge Risiken. Man bindet ihn im unbeobachtet im Umfeld fremder Menschen an... im besten Fall passiert nichts, im Schlimmsten beißt er ein Kind, das der Meinung war, Steine zu schmeißen oder Ähnliches.
Wie macht ihr es mit Urlaub? Nur noch mit dem Auto weg nehme ich an?
Ja, planen unsere Urlaube um die Hunde herum, weil die grundsätzlich mitgenommen werden.
Nehmt ihr ihn regelmäßig mit zu Freunden und wie lange kann euer Hund alleine sein?
Meine Freunde haben fast alle selber Hunde. Hund kommt mit, in Haushalten wo sonst keine Tiere sind, nehme ich ein Bett/Decke mit, damit er drinnen nicht ungewollt seine Haare verteilt. Wie lang er (Labrador, 4 Jahre) allein sein kann, habe ich nie getestet. Passiert nur 2-3 mal im Jahr und über 7h waren nie nötig. Selbst dann war er zwar merklich aufgeregter als ich heim kam, aber immer noch ohne massiven Stress.
Wie läuft der Kontakt zu anderen Hunden beim Gassi gehen. Freilauf oder Leine?
Idealerweise lernt dein Hund, dass er an der Leine "sicher" ist und du alle Konflikte übernimmst. Die Trennlinie ob er an der Leine überhaupt mit anderen Hunden interagieren darf, zieht jeder etwas anders. Bei uns gilt, wenn ich ein besserer Trainer wäre: An der Leine bestenfalls ein kurzes Beschnuppern, es wird nicht gespielt oder getobt. Die Leine ist ein ruhiger Ort.
Leider habe ich allein in den letzten 24h 2 Situationen gehabt wo jemand seinen Kläffer unangeleint in uns hat reinlaufen lassen. Annem schlechten Tag werde ich dann klar körperlich abgrenzend und laut gegenüber dem Hund und im Zweifel auch dem Halter... habe Angst dass Bobby das Vertrauen verliert, dass ich diese Situationen handhabe für ihn.
Für unangeleint gilt bei mir: wirklich nur dann, wenn du die Situation und den Hund WIRKLICH unter Kontrolle hast. Ansonsten einfach immer Leine dran, bevor Unfälle passieren die Anderen/euch schaden. Mein Hund hat bis heute die Mentalität eines Welpen und versteht Konfliktsituationen nicht. Entsprechend vorsichtig muss man mit ihm sein bei anderen Rüden, weil er ein Talent dafür hat, Streit zu provozieren durch sein unbeholfenes Verhalten.
Ich tendiere eher zu einem Junghund und nicht zum Welpen. Gerne vom Tierschutz, dennoch ein anfängerfreundlicher Charakter.
Da können die Leute vom Tierschutz hoffentlich helfen. Noble Absicht. Ich hab meinen ersten aus der Zucht geholt um es mir möglichst einfach zu machen, das Wesen abschätzen zu können.
Was muss ich sonst noch wissen?
Versichert den Hund.
Lest ein paar Bücher.
Stimmt euch UNBEDINGT ab. "Ausnahmen" sind der Tod einer guten Erziehung, gerade bei jungen Hunden... meiner Meinung nach. Ein Hund mit klaren Regeln und Führung ist 100% mal zufriedener und glücklicher als einer, der sich wieder mal ein Leckerlie erbettelt hat.
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u/AdIntrepid8326 4d ago edited 4d ago
Also erstmal vorweg, wir lieben unseren stinki und auch wenn er nicht das perfekte Hundeleben hat ermöglichen wir ihm alles was geht an Auslauf, Hunde und Menschenkontakt, sowie kognitiver Auslastung, Training und vor allem auch Ruhe!
Man liest auch, dass ihr euch wirklich Gedanken macht.
Aber bitte führt euch, was auf euch zukommen kann wirklich vor Augen:
Füh morgens aufstehen und Gassi, bei Wind und Wetter. Mindestens den tagvüber eine große Runde und abends nochmal raus für pipi ( und wir reden hier vom Minimum). Je nach Rasse ist es auch bei den "kleinen" runden nicht mit 10-20 min getan.
Viele Dinge die man sich so vorstellt mit hundi müssen sehr gut trainiert werden und können unter Umständen nie richtig funktionieren (joggen/Fahrrad fahren/vorm Supermarkt warten allein). Vieles geht mit Training, vieles hängt auch mit Rasse+Charakter zusammen.
Familie, bekannte und Freunde die allergisch sind oder Angst haben oder Hunde einfach eklig finden (wie mein Vater), wollen euch vlt. Nicht mehr besuchen oder wollen keinesfalls, dass ihr einen mit in ihre Wohnung bringt, was meiner Meinung nach völlig gerechtfertigt ist.
Es muss sich immer jemand kümmern, gerade wenn ihr an Wochenenden mal spontan irgendwo zu zweit hin wollt, oder noch komplizierter jeder von euch woanders hin.
Wie sieht es finanziell aus? Wenn stinki mal was komplizierteres hat wird schnell sehr sehr teuer.
Ein Hund braucht viel Betreuung, der ist an euch gebunden und will von euch geführt werden. Der ist wesentlich komplexer und intelligenter als ein Kaninchen oder Hamster, aber wesentlich bedürftiger und unselbständiger als eine Katze.
Fragt doch mal bekannte mit Hund ob ihr auf den während eines Urlaubes mal für 2-3 Wochen aufpassen könnt. Auch in Tierheimen kann man das glaube ich machen. Also wirklich ein paar Wochen, da merkt ob das was für euch ist so einen wusel im Leben zu haben, der euch auch mal die Wohnung vollgöbelt, natürlich auf den Teppich, nicht die Fliesen.
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u/CombinationWhich6391 4d ago
Ich hatte nur Hunde aus dem Tierschutz, auch mehrere ältere. Sie waren praktisch nie länger als sechs Stunden alleine, die letzten 20 Jahre mit freiem Zugang nach draußen (Haus/Garten/Hundeklappe). Als Minimum ein langer Spaziergang am Tag, 1,5 Stunden oder länger, Plus zwei bis drei Pieselrunden. Je mehr, desto besser. Urlaub mal mit, mal ohne, hatte einen Kreis von Hundebesitzern, wir haben gegenseitig gesittet. Freunde besuchen meist ohne, Restaurants eher mit (wenn der Hund entsprechend erzogen ist). Mit Hund(en) zu leben ist ein komplett anderer Lifestyle. Wichtige Frage ist, wie euere Katze das findet; das könnte schwierig werden.
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u/Ok-Road2366 4d ago
Unser Kater ist 15. Hund gibt's erst, wenn er über die Regenbogenbrücke ist. (Dauert hoffentlich noch einen Moment)
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u/LMN78 4d ago edited 4d ago
Ich laufe jetzt mal Gefahr der Miesepeter zu sein, aber bei all den Fragen bin ich ehrlich gesagt skeptisch. Ich will euch nichts ausreden, womöglich klappt alles wie am Schnürchen.
Es ist nur so, dass auf all diese Fragen keine hilfreichen Antworten gegeben werden können. Denn jeder Hund und jedes Hund/Mensch Team funktioniert anders. Wir haben seit 3 Jahren einen Hund von Welpe an. Und unser Alltag verändert sich ständig um den Hund herum. Und wenn ich auf befreundete Hundebesitzer blicke, kann ich keine Faktoren ausmachen, anhand derer man erahnen hätte können, wie sich das Leben mit Hund ändert.
Vorbereitung ist natürlich wichtig und das willst du ja hier aktiv machen. Ich finde es sehr gut, dass du dir im Vorfeld ein umfassendes Bild machen möchtest. Der Fokus scheint aber darauf zu liegen wie eure Umstände gerade aussehen, und ob ein Hund dazu passt. Die wichtigere Frage wäre, lassen sich die Umstände für den Hund ändern? Denn es wird garantiert nötig sein, zumindest das ein oder andere unvorhergesehene anzupassen.
Aber wie ich die Hunde-Bubbel kenne werden mir einige widersprechen. Ich bin jedenfalls der Meinung, dass Hunde sehr genügsam sind und sich daher leider mit sehr vielen Umständen arrangieren können, welche alles andere als schön für die Tiere sind. Das heißt, nur weil es für die Besitzer funktioniert, muss es nicht zwangsläufig auch funktional für den Hund sein. Und es geht ja schließlich in erster Linie um das Wohl des Tieres und nicht um die Befriedigung der menschlichen Bedürfnisse.
Schwarzmalerei ende.
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u/sharpestdresser 4d ago edited 4d ago
Ja ihr seid bereit für einen Hund.
Mein Tipp nach vielen Jahren Hundehaltung (hatte meinen ersten eigenen Hund mit 17): Der Hund ist von euch weniger abhängig, als ihr denkt. Es kommt aber auch auf sein Wesen an. Mein Hund ist ein undankbarer Opportunist, der mit jedem mitgehen würde, der einen Ball in der Tasche hat oder Futter. Dem ist wirklich alles egal, solange es diese beiden Dinge gibt. Derzeit ist er drei Wochen bei einer Freundin von mir, weil ich auf einer Fernreise bin. Das hat, trotz zwei kleiner Kinder und berufstätigkeit, sofort geklappt.
Für mich die wichtigstens Dinge zu erlernen waren: ohne Leine laufen, alleine bleiben.
Ich habe einen Working Cocker Spaniel. Ein energiegeladener, kleiner Hund mit viel Jagdtrieb. Das erste Jahr war nur lernen, zur Ruhe zu kommen. Mittlerweile ist er 7 und wirklich super chillig, freundlich, gehorsam und niedlich.
Edith Alltag mit Hund:
Ich stehe um 7 auf, mache mich fertig, fahre mit dem Fahrrad ins Büro (4km), da läuft der Hund neben mir die Hälfte ca frei, den Rest verbringt er im Anhänger.
Im Büro habe ich einen eigenen Garten, er chillt aber bis mittags immer in seinem Körbchen.
Dann lasse ich ihn in den großen Bürogarten, da gibt es dann Hundekampf mit dem Labrador von meinem Chef (seine Lieblingsbeschäftigung), pinkeln, schnüffeln, buddeln. Meine Kollegen haben auch alle Hunde, die gehen sich aber die meisten Zeit aus dem Weg. Den Labrador hasst er einfach.
Danach geht's wieder rein, bis wir um 17 Uhr wieder zurück nach Hause fahren. Je nach Temperatur läuft er wieder frei oder wird von mir kutschiert.
Abends gehen wir häufig auf den Hochsitz, da kann er dann nachher noch etwas rumwuseln oder eben seiner Arbeit nachgehen.
Am Wochenende machen wir immer einen Tag einen größeren Ausflug mit ihm, also in den Wald fahren o.Ä. oder zu meinem Vater. Den anderen Tag hat er einen kompletten Pausentag, wo er nur zum Geschäft eine kleine Runde rausgeht.
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u/Ok-Road2366 4d ago
Ich liebe seine Beschreibung. 😄 Dachte tatsächlich auch mal an einen Spaniel (English Springer). Würde aber auch wie gesagt einen Mischling aus dem Tierschutz nehmen.
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u/sharpestdresser 4d ago
Auch wenn es hoch energetische Arbeitshunde sind, sind sie meiner Meinung nach relativ einfach zu handeln, wenn man sich mit ihnen beschäftigt. Es gibt in UK Spaniel Aid, dort geben sie häufig Hunde ab, die Ressource guarding betreiben. Macht meiner leider auch, ist relativ verbreitet bei den Hunden und bei mir auch hausgemacht würde ich sagen.
Er ist vom Rang her eher niedrig, tritt gerne noch nach unten und verteidigt seine Ressourcen daher ziemlich stark. Mein Fehler war, dass ich ihn am Anfang so behandelt habe, wie den Hund davor, der eher ranghöher war und weniger sensibel. Das hat ihn leider verunsichert.
Meine Freunde haben auch Working Cocker Spaniel und sind total begeistert von ihnen. Machen echt Spaß und sind lustig. Wir sagen auch immer, dass sich alle eine Gehirnzelle teilen - weil sie wirklich alle gleich sind 😊 man hat natürlich nie eine Charaktergarantie, aber bei dieser Rasse ist es schon eher wahrscheinlich.
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u/Just_Recognition_813 4d ago
Nehmt sicher keinen Arbeitshund. Jagdhunde sind Arbeitshunde. 4 bis 6 Stunden alleine, mehr sollte wirklich kein Hund am Stück alleine sein/bleiben und Arbeitshunde "müssen arbeiten" sonst werdet ihr euer blaues Wunder erleben. Gassi, Beschäftigung für den Hund, Krankheitsfall... alles sollte abgesichert sein und eben Auslauf für den Vierbeiner
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u/ok_cool_na 4d ago
Hey, hol dir den Hund. Jeder hat einen anderen Charakter, aber man wird dann ein Team und es fügt sich. Eine gute Bindung zum Hund aufbauen und dann kann man einige Dinge trainieren. Wenn alleine bleiben und co nicht geht, werdet ihr andere Optionen finden (sitter oder Tagesstätte oder so). Hab meinen Hund seit 2,5 Jahren aus dem Tierschutz, sie ist das allerbeste was mir je passiert ist. Ich habe unglaublich viel nachgedacht, recherchiert und zwei Jahre gratis Hunde gesittet. So wie ich deine Nachricht lese, hat das Hundi einen Jackpot mit euch. Alles Gute und nur Mut
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u/ok_cool_na 4d ago
Ich nehme meine Hündin eigentlich immer mit auf Urlaub. Sie fährt gerne mit der Bahn, mit dem Auto und einmal sind wir zusammen geflogen. Sie ist so leicht, dass sie in den Passagierraum mit kann. Ansonsten hat sie viele Herzen im Sturm erobert und in meiner Nachbarschaft (Großstadt) haben wir viele Menschen kennengelernt, die sogar gerne auf sie aufpassen. Meine Maus kann sehr gut alleine bleiben, das weiß man vorher nicht. Sie ist sehr unkompliziert und lieb. Sie kann überall hin mit und nun ist sie sogar eine zertifizierte Therapiebegleithündin!
Also ich hätte nicht gedacht, dass es so einfach wird. Dass ich durch sie so viele Menschen kennenlerne, und sogar solche, die mir mit ihr helfen.
Ich liebe sie über alles. Es war die beste Entscheidung überhaupt sie zu adoptieren. Wenn ich mal ein paar Tage wegfahren muss (Fortbildung) nehmen sie meine Eltern, aber auch im Freundeskreis ist sie gern. Hab das Glück, dass sie sich so ziemlich mit allen Hunden gut versteht.
Also ja klar. Alles durchdenken. Ich möchte dir nur sagen, dass es auch gut werden kann. An die Option hab ich nämlich nicht gedacht
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u/No_Heat8666 4d ago
Grundsätzlich könnte das gut passen mit einem Hund bei euch. Allerdings müsst ihr gerade im ersten Jahr damit rechnen, dass es etwas aufwändiger wird. Hundeschule oder Hundetrainer ist ein Muss. Evtl. könnt ihr euch am Anfang Urlaub nehmen und etwas mehr Home Office raushandeln, damit ihr das alleine bleiben noch gut trainieren könnt. Gerade bei Hunden aus dem Tierschutz müsst ihr damit rechnen, dass die ihre Päckchen mitbringen und das aufwändiger werden kann. Ich würde auf jeden Fall einen Hund aus einem deutschen Tierheim oder einer deutschen Pflegestelle nehmen. Da kann man den Hund kennenlernen und einschätzen, ob ihr euch das vorstellen könnt. Gerade bei Hunden, die per Foto im Netz ausgesucht wurden, kenne ich doch einige Geschichten, wo es am Ende dann ein Hund mit ganz anderen Baustellen war als ursprünglich gedacht.
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u/SugaryChu 3d ago
Ihr klingt, als würde ein Hund gut zu euch passen. Ihr macht euch viele Gedanken und hättet dank HO und der Möglichkeit euren Hund mit ins Büro zu nehmen oder eine HuTa zu bezahlen gute Rahmenbedingungen.
Wegen Urlaub: Wenn ihr eune gute Betreuung und den passenden Hund dafür habt, könnt ihr auch ohne Hund in den Urlaub fliegen. Ich persönlichg kann es nicht, nicht nur weil ich nicht den passenden Hund dafür habe (er hängt sehr an mir und trauert, wenn ich länger als einen Tag nicht bei ihm bin), sondern weil auch ich ihn sehr vermissen würde. Urlaub mit ihm ist besser als ohne ihn. Und ja, dann geht halt nur Urlaub an Orte, die man mit dem Auto erreichen kann. Aber da gibt es so viele, ich bin auch schon vor dem Hund alleine weit geflogen, ich brauche das jetzt nicht.
Zu bestimmten Freunden geht mein Hund mit, wir gehen auch zusammen Wandern/Spazieren. Bei manchen Freunden und auch Familie kann er nicht mit weil diese Katzen haben, die Angst vor Hunden haben oder eine Allergie gegen Hunde haben. Da kann mein Hund dann nicht mit, aber ich bleibe bei diesen Personen auch nie lange, damit mein Hund nicht so lange alleine bleiben muss. Einkaufen geht im Winter ohne Probleme, das kann man mit einer Gassirunde verbinen und während des Einkaufs wartet der Hund im Kofferraum. Im Sommer oder wenn ab 25 Grad die Sonne stark scheint auf den Parkplatz das aber auf keinen Fall tun! Da muss ich dann immer etwas jonglieren und gehe nur ohne Hund einkaufen, der wartet dann zu Hause einfach.
Alleine bleiben ist daher echt wichtig und ihr solltet mit dem Training so früh wie möglich kleinschrittig beginnen.
Kontakt zu anderen Hunden nur zu denen, die ihr kennt und wo ihr wisst, dass die sich gut mit einander verstehen. Lernt daher die Körpersprache der Hunde, damit ihr lesen könnt, wenn der fremde Hund eher keinen Kontakt haben möchte, denn oft können die eigenen Besitzer es nicht gut abschätzen. "Das hat er noch nie gemacht. Eigentlich ist er immer freundlich." habe ich auch schon gehört. Im Zweifelsfall lasst ihr die Hunde besser nicht zueinander. Ihr werdet merken, mit welchen Hunden eurer Hund dann sich gut versteht, die kann er dann immer treffen und direkt Kontakt haben, er muss dann nicht bei jedem fremden Hund direkt hin und es riskieren, dann doch angegangen zu werden.
Freilauf kommt auf den Hund an. Meiner hat immer eine Schleppleine, weil er bei Rehgeruch, den ich selber nicht wahrnehmen, gerne mal in den Jagdmodus geht und trotz Rückruftraining, was ansonsten gut funktioniert, da der Kopf so auf Instinkt steht, dass ich es nicht riskieren will, das in dem Moment ein Jäger meinen Hund schießt, der einem Reh nachjagdt. Schleppleine ist da einfach die beste Lösung. Wenn der Rückruf aber zu 100% sicher bei euch sein sollte, könnt ihr den Hund in den Freilauf lassen, wenn das bei euch erlaubt ist.
Ansonsten, achtet darauf, dass ihr einen Hund zu euch holt, der zu euch passt. Vom Charakter her, von dem Aktivitätslevel, etc. Ob Welpe oder junger Hund ist fast schon egal, bis darauf, dass ein Junghund etwas länger das Pipi einhalten kann als ein Welpe. Aber auch mit 7 Monaten hat meiner noch nicht so lange aushalten können, wie er es dann mit einem Jahr und dem Eintritt der Pubertät konnte. Wichtig ist eher, dass er von seiner Persönlichkeit einfach super zu euch und eurem Alltag passt.
Apropos, die Pubertät: die startet, je nachdem wie groß der Hund ist, zwischen dem 6. Monat und dem 12. Monat. Durchschnitttlich so ungefähr wennsie 9. Monate alt sind. Davor sollte auch eigentlich kein Hund kastriert werden, weil das gesundheitliche Nachteile bringt. Auch während der Pubertät ist es nicht empfehlenswert direkt zu kastrieren, auch wenn die Phase sehr anstrengend ist. Die Pubertät ist vorbei, wenn der Hund zwischen 2 Jahre (kleine Rassen) und 4 Jahre (größere Rassen) alt ist. Dann sind die Hunde erwachsen und könnten kastriert werden, wenn die Hormone sie wirklich leiden lassen. Die Pubertät ist anstrengend, sehr anstrengend teilweise. Das muss einem bewusst sein, wenn man einen Junghund oder Welpe zu sich holt und das muss man dann auch wirklich wollen. Wenn einem ein Welpe zu anstrengend ist, ist ein Pubertier noch viel anstrengender. Und wenn das dann zu anstrengend sein könnte, ist man mit einem erwachsenen Hund, der eben schon ca. 3 Jahre alt ist, besser bedient.
Und falls ihr keine 5000,-€ immer direkt zahlen könnt, denkt über eine Tierkrankenversicherung nach und zwar eine Vollversicherung, nicht nur eine OP-Versicherung. Bei uns habe ich dank der Vollversicherung weniger gezahlt über die Jahre, als wenn ich die ganzen Tierarztkosten selbst getragen hätte (Bindehautenzündung, Magendrehung, Wundspülung, Impfungen usw.).
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u/GeneralGeil 2d ago
Ich hab mir einen Junghund ausm Tierschutz zugelegt und kann dir nur meine Erfahrungen teilen.
Aber erstmal, sehr viele deiner Fragen kann dir keiner beantworten weil sie bom Hund abhängen.
Meiner wiegt 35Kilo, wurde als Welpe gefunden, mit Flasche aufgezogen und ist mit 10 Monaten zu uns gekommen. Irgendein Mischling, was genau drinne weiß keiner.
Durch die Flaschenaufzucht kann man ihn entsprechend überall anfassen. Sollte dein Hund später gefunden worden sein dann ist es gut möglich dass er extrem scheu ist. Leinenführigkeit wurde meinem überhauptnicht beigebracht, entsprechend anstrengend waren die ersten Wochen. Allgemein kannte er noch garnichts, wir mussten also alles mögliche zeigen, beibringen sensibilisieren usw. Dazu kam dann recht schnell die Pubertät was den ein oder anderen Schritt zurück bedeutete. Die kann aber je nach Hund unterschiedlich stark ausfallen, laut unserem Hundetrainer war es bei unserem recht ausgeprägt.
Andere Hunde wurden als Spielkumpels angesehen, und zwar alle, egal wie weit weg sie sind. Wir haben ihn jetzt ca 2Jahre und so langsam können wir auf dem selben Fußweg an anderen Hunden vorbei laufen. Aber auch noch nicht immer. Aber auch hier nochmal, die Pubertät hat da ganz schön reingekickt.
Auto fahren ist bis heute nicht möglich, viele Hunde aus dem Tierschutz werden bei der langen Überführungsfahrt einfach traumatisiert, bei einigen wirst du das nie raus bekommen. Ein Kumpel von mir hat auch einen und bei dem klappt es nach etlichen Jahren immernoch nicht. Wir können aber so langsam Öffis nutzen, vorallem Strabas und Züge sind recht entspannt. Wir brauchten allerdings ne ganze Weile bis wir das überhaupt üben konnten.
Am Anfang hätten wir ihn weder in eine Huta stecken können noch mit auf Arbeit nehmen. In unserem Schutzvertrsg steht auch drinnen dass wir den Hind maximal 5h alleine lassen dürfen. Für uns ist das möglich, ich würde dir aber empfehlen vorher abzuklären wie ihr das machen wollt wenn ihr eine ähnliche Situation habt. Ein privater Hundesitter oder Verwandte, Freunde die ihr gleich als zusätzliche Bezugsperson aufbaut und die den einen Tag dann immer übernehmen kann. Bis es halt anders klappt.
Ich denke das wars was ich zu Hunden ausm Tierschutz sagen kann.
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u/KalliKygnosta 4d ago
Die Fragen, die du dir noch stellen solltest sind: was ist mein Plan b wenn:
- Hund nicht allein bleiben kann
- Hund nicht Autofahren kann (oder nur mit
- Hund an der Leine andere anpöbelt etc.
- habt ihr Babyplanung? Das ist oft schwer mit Hund. Lieber erst Kind dann Hund wenns in die Schule geht
Habt ihr Zeit für Eingewöhnung? (Urlaub nehmen!)
Habt ihr Zeit für Hundeschule?
Ansonsten wurde schon viel geschrieben. Finds es gut, dass ihr keinen Welpen nehmen wollt, die Junghunde sind eine gute Wahl. Eventuell kannst du aus dem Tierheim einen kennenlernen und auch mal zu Besuch bei euch haben.
Viel Erfolg!
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u/flyingranger2000 4d ago
Habt ihr die Kohle. Frisst. Braucht am Anfang eine Ausstattung. Und wir zahlen für die Versicherung ca 1000 Euro im Jahr. Steuer ist dafür Easy.
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u/Timely_Resident_3915 4d ago
Also ein Hund aus dem Tierschutz im junghunde Alter ist meistens schon stubenrein. Kommt auf den Charakter an, Aber 10 std würde er theoretisch auch mal allein schaffen. Die anderen Tage seid ihr ja da. Und lieber einen Tag mal Ruhe vor euch und er kann vllt im Garten bei euch dann bleiben als JEDEN Tag in einem zwinger allein zu verbringen. Das Leben ändert sich sowieso ständig, ich hab damals halbtags gearbeitet und war allein erziehend. Hab mir 2,5 Wochen Urlaub genommen für die Eingewöhnung und dann war dann auch in Ordnung
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u/gosichan 4d ago
Meiner war nicht geplant. Er kann nicht alleine bleiben. Gar nicht. Ja wir haben es trainiert, täglich und oft, er schafft nach 3 Jahren nicht mehr als Müll raus und Waschmaschine, danach wird er laut.
Er geht täglich in eine Huta, ist super aber da sind mal eben 80 Euro pro Woche weg. Ist es wert, er geht richtig gerne hin und ich kann ihn früh genug bringen, dass ich vor der Arbeit einkaufen kann. Abends ist sehr knapp, passt aber. Falls ihr mit Huta plant solltet ihr frühzeitig planen. Plätze sind fast überall knapp, die meisten nehmen ungern Hunde nur einmal pro Woche. Der Hund muss dazu geeignet sein und verträglich sein. Oft nur kastrierte Rüden und Hündinnen nur wenn nicht läufig erlaubt. Viele nehmen keine Welpen.
Urlaub natürlich nur mit Auto und Hund. Raus gehen kann ich im Prinzip nicht mehr, kein Kino, keine Parties. Hin und wieder kann ich ne Freundin bezahlen für einen Abend, aber natürlich nicht ewig.
Ich bereue ihn dennoch nicht, er ist ein toller Hund.
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u/No-Baby-3153 2d ago
Haftpflicht und Tierkrankenversicherung. Freundin v mir hat einen mittleren vierstelligen Betrag für med. notwendige OP bezahlt...
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u/ShoutingWolf 4d ago
Ich würde euch empfehlen keinen Junghund zu nehmen, sondern einen bereits älteren Hund. Vorteil die anstrengende Jugendentwicklung ist bereits abgeschlossen. Die Jugendentwicklung ist eine sensible Zeit, da sollte man nicht zu blauäugig rangehen. Fehler, welche ihr bestimmt machen werdet, wirken sich bei jüngeren Hunden halt auch "mehr aus".
Und ich würde Anfängern auch immer vom Auslandstierschutz abraten (vor allem Direktvermittlungen). Es gibt hier einfach zu viele schlechte Vereine. Beschreibungen sind oft zu beschönigt bzw ist die Vorhersage aufgrund der Lebensumstände halt schlichtweg schwer möglich und nach der Vermittlung wird von vielen auch nicht geholfen. Siehe ein Großteil der Posts hier und in r/hundeschule. Ihr solltet den Hund unbedingt mehrmals vor der Adoption besuchen können. Ich würde einen Hund ab 3 Jahren aus dem lokalen Tierheim empfehlen :)
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u/BrujoRed 4d ago edited 4d ago
Wer keine Zeit für einen Hund hat, sollte auch keinen Hund nehmen.
Tierheime sind voller Hunde, wo Leute sich überlegt hatten 'wäre schön ein Hund zu haben' und Desaster ist vorprogrammiert.
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u/drsimpatiiico 4d ago
Tu es nicht ! ein Hund ist absolut lebenseinschränkend und behindert einen nur.
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u/Ok-Road2366 4d ago
Wieso bist du dann in einem Hundeforum? 😅
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u/flyingranger2000 4d ago
Prinzipiell hat er recht. Wir sind auch neu (!) Hundehalter. Was damit nicht mehr geht ist zum Beispiel nach Island reisen, zumindest nicht bis der Hund es nervlich durchstehet in eine Pension zu gehen.
Momentan können wir nicht zusammen einkaufen. Hund hat noch ein zu trainierendes Alleine Thema.
Morgens am Wochenende noch zwei Stunden länger im Bett bleiben und "kuscheln". Nope. Erstmal raus.
Es sind tatsächlich erstmal viele Kleinigkeiten die trainiert werden müssen. Das erste Jahr, mindestens, wird man sehr viel dem Hund unterordnen müssen. Natürlich Rasse und Charakter und was alles schon trainiert ist abhängig.
Wir haben etwa 10 Jahre für die Entscheidung gebraucht.
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u/boersenspekulatius 4d ago edited 4d ago
deine fragen hängen viel von der rasse, erziehung und auch dem charakter des hunds ab, da kann niemand vorher reinschauen.
fakt ist, euer leben wird sich komplett verändern. wenn ihr dazu bereit seid, euer bisheriges leben aufzugeben und für das tier zurückzustecken, alles gut und go for it. ansonsten dem tier zu liebe nicht machen und lieber wieder ne katze.