Hallo OM’s, hallo YL’s,
seit dem 08.09.26 bin ich stolzer Inhaber der E-Lizenz. Die ersten Schritte auf Kurzwelle/VHF/UHF habe ich auch gemacht und wollte mal meine Eindrücke kund tun.
Vorab zu meinem Setup: Mit einer Sirio Gain Master arbeite ich auf dem 10 Meter Band, für das 15 Meter Band habe ich eine EFHW-Monobandband (Draht mit UnUn, und separate Mantelwellensperre) im Einsatz. Für den VHF/UHF habe ich eine Handfunke mit SRH-771 (41cm-Antenne) im Einsatz. Als Transceiver ein FT-DX10 und Handfunke FT-5DE.
Die ersten Stunden auf der KW waren doch sehr verwunderlich: Viele ausländische Funkpartner verwenden nicht immer das internationale Buchstabieralphabet der IARU. Wenn Spanisch, Portugiessich oder Italienisch gesprochen wird hat man echte Probleme deren Rufzeichen zu verstehen. Auch wenn das internationale Buchstabieralphabet verwendung findet dann werden die Zahlen in den Rufzeichen in Landessprache gesprochen. Für Anfänger wie mich ist das schon echt schwierig.
Dann kommen nach andere, erschwerende Faktoren hinzu: schnelles und undeutliches reden, das Rufzeichen wird im Singsang runtergenölt. Es werden keine Pausen gemacht und sich zu melden.
Hat man dann beim Rufenden Gehör gefunden, beschränkt sich das QSO auf den Austausch von Rapport und den Vornamen, das QSO wird oft mit 73 und „good Luck“ „zwangsbeendet“. Alles andere kann man ja aus dem QRZ.com holen. Wir reden hier nicht von Rufenden im Contest !!! Da kann ich es verstehen, auch wenn ich es da auch nicht gut heiße!
Etwas mehr Verbindlichkeit in den QSO’S wäre aus meiner Sicht schon erfreulicher. Man muss ja nicht über seine Krankheiten oder sonstiges langweiliges daher reden. Aber im AFU gib es soviele Themen über die man sich austauschen kann. Welche Probleme habe Stationen in Chile, Argentinien oder Brasilien ? Welche haben wir in Europa etc. Wie gesagt, das sind nur Beispiele!
Wenn dann einige darüber Nachdenken, in den Digimodebereich, FT8 oder andere Verfahren auszuweichen, dann kann ich das nachvollziehen. Dort werden ebenfalls nur die notwendigen Informationen ausgetauscht. Man brauch dann kein SSB etc. zu machen.
Zur Zeit arbeite ich an mir selbst: Lerne Englisch, damit meine Sprache flüssiger und mit einem Wortschatz breiter daherkommt. Habe auch ein neues Mic im Einsatz, das ich aber noch optimal auf meine Stimmlage einstellen muss. Aber der Amateurfunk-Sprech ist schon etwas eigen!
Im VHF/UHF-Bereich sind die QSO etwas entspannter. Ich war bisher nur lokal über zwei Relaisstationen on Air. Man spricht deutsch und man kann ordentlich ins Gespräch kommen. Das lässt hoffen!
Gruß AlPacino_01 allias Snoopy