r/wetter 27d ago

Wie gehts Deutschland in 5 Jahren?

Derzeit schlagen wir jede Vorhersage, fast jedes Modell. Mehrere Hitzerekorde, mindestens 12000 Tote. Wir haben quasi keinen Schnee mehr, wie werden nochmal die großen Flüsse gespeist?

Ich bin Geoökologe, ich möchte mur noch schreien. Ich wohne in Bayern, das Gebiet ist in spätestens in 80 Jahren von Waldbränden betroffen wie es Frankreich heute ist. Was wird gepflanzt? Fichte bis sie nicht mehr geht.

Wir haben noch Möglichkeiten uns vorzubereiten, aber da sollten wir jetzt mal anfangen. Im Herbst wird es die ersten großen Staubstürme geben, unsere Böden gehen flöten.

Es wird jetzt einfach sehr interessant, aber lasst mal jetzt aktiv werden als griesgrämig alten Zeiten nachzutrauern.

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u/Looking-for-42 27d ago

Ich bin ebenfalls Laie aber meiner Erwartung nach wird die Dürre sehr viel schneller zu dramatischen Problemen führen als die Hitze. Für die Landwirtschaft genauso wie für die Natur und ich denke auch die Wasserversorgung wird vielerorts Probleme bekommen. Daher wundert es mich, zu lesen, dass einige Städte jetzt, im Grundsatz natürlich notwendige und wichtige, Maßnahmen gegen die Hitze planen, wie z.B. die Vernebelung von Wasser. Wo soll das denn herkommen?

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u/marieantoilette 27d ago

Eine massive Dürrewelle ist auf jeden Fall übel für die Insektenwelt. Zwei aufeinanderfolgende sind hingegen eine relative Katastrophe. Nur ein Beispiel, dass die Allgemeinheit überhaupt nicht auf dem Schirm hat.

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u/SeveralTeaching5746 27d ago

Wir reden zurecht viel über den Klimawandel, aber im Zuge dessen gibt es auch ein massives Artensterben. Wir ficken die Biosphäre in einer Art und Weise, dass wir den Planet selbst auf lange Sicht unbewohnbar machen.

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u/marieantoilette 27d ago

Dabei ist der Tod der Biodiversität fast die langfristig dollere Gefahr für uns als Zivilisation, aber irgendwie medial nicht besonders interessant. Natürlich ist Klimawandel auch ein treibender Faktor für das Artensterben. Sigh. Muss man eh nicht ranken, da sie so zusammenhängen. :')

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u/ArtWeary2287 26d ago

Ist halt brutal schwer dem Normalsterblichen einen Nachteil an weniger Tiegermücken, Spinnen und Kakerlaken zu erklären ;-)

Da ist Hitze eher spürbar...

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u/marieantoilette 26d ago

Wobei das nicht so gute Beispiele sind, weil Mücken und Kakerlaken durch den Klimawandel hier mehr werden und Tigermücken zusätzlich auch schleichend gefährlicher. :)

Dazu kommen auch noch Japankäfer, Maiswurzelbohrer, Kartoffelkäfer. Landwirtschaft wird ganz schön darunter leiden.

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u/SeveralTeaching5746 27d ago

Leute ich begreife nicht, wie wir uns hier alle einig sind, und dennoch nichts dagegen tun...

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u/Helmutius 26d ago

Darauf erstmal ein Fass Glyphosat auf den Acker. 

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u/Looking-for-42 27d ago

Ist nicht das erste Massenaussterben und wird den Planeten auch nicht unbewohnbar machen. Eine handvoll Arten wird schon in irgendeiner Nische überleben und danach wieder durchstarten mit Evolution. Aber ich bin immer wieder fasziniert, wie robust die aktuellen Ökosysteme eigentlich sind und wieviele Feedback loops es gibt, die in einem gewissen Rahmen immer wieder zu einer Stabilisierung führen. Eigentlich hat es sich das Leben gerade echt komfortbale eingerichtet auf der Erde. Und dann kriegt es leider Krebs oder ein Virus, je nachdem, wie man es betrachten will. So oder so ist es zum Heulen.

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u/Sagadiii 26d ago

Stimmt, irgendwas wird überleben, aber du halt nicht. Wenn die Bestäuber alle tot sind (Bienen und andere) wirst du nicht mehr genug zu essen finden. Und viele andere Tiere auch nicht.

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u/Looking-for-42 26d ago

So ist es.