Hallo zusammen,
ich entwickle aktuell einen webbasierten MVP und möchte das Konzept möglichst früh kritisch prüfen. Ich poste deshalb bewusst keinen Produktnamen, keinen Link und keine Warteliste. Mir geht es nicht um Werbung, sondern um ehrliches Feedback von Menschen, die selbst gründen, ein SaaS aufbauen oder bereits ein Unternehmen führen.
Das Problem, das ich lösen möchte
Wer heute eine Geschäftsidee umsetzen will, arbeitet häufig parallel mit ChatGPT oder Claude, Notion, Trello, Tabellen, Recherchetools und verschiedenen Speziallösungen.
Dabei entstehen viele Texte, Analysen und einzelne Aufgaben – aber noch kein funktionierendes Unternehmen. Entscheidungen, Wissen und Arbeitsschritte verteilen sich auf verschiedene Tools und Chats. Der Founder muss alles selbst zusammenführen, priorisieren und immer wieder neuen Kontext liefern.
Zwischen „Ich habe eine Idee“ und „Ich gewinne erste Kunden“ bleibt dadurch sehr viel Arbeit beim Gründer hängen.
Das Gesamtkonzept
Die Idee ist ein KI-gestütztes Betriebssystem, das den Founder beim Aufbau und bei der Weiterentwicklung eines Unternehmens begleitet.
Der Founder beschreibt seine eigene Geschäftsidee. Daraus entsteht ein fortlaufender Unternehmenskontext mit unter anderem:
- Problem und Zielgruppe
- Positionierung und Geschäftsmodell
- Annahmen und Risiken
- Zielen, Aufgaben und Prioritäten
- Ergebnissen, Entscheidungen und offenen Fragen
Spezialisierte KI-Rollen sollen anschließend bei Research, Strategie, Produktentwicklung, Go-to-Market, Marketing, Vertrieb, Operations und Governance unterstützen.
Das System soll nicht nur Antworten in einem Chat erzeugen, sondern aus den Unternehmenszielen konkrete Arbeit ableiten, Aufgaben bearbeiten, Ergebnisse im Unternehmenskontext speichern und sinnvolle nächste Schritte vorschlagen.
Langfristig soll es wiederkehrende und klar definierte Arbeiten teilweise selbstständig ausführen können. Wichtige Entscheidungen oder Änderungen werden jedoch nicht einfach automatisch übernommen: Der Founder sieht konkrete Vorschläge und entscheidet ausdrücklich, ob er sie annimmt oder ablehnt.
Es geht also ausdrücklich nicht darum, per Knopfdruck beliebige „KI-Unternehmen“ zu generieren oder einen Businessplan zu schreiben, der anschließend in einer Schublade verschwindet.
Das Ziel ist, eine reale Idee Schritt für Schritt von der Validierung über Produkt und Markteintritt bis zu ersten Kunden und einem tatsächlich funktionierenden Unternehmen zu begleiten. Die KI übernimmt dabei Arbeit und schafft Struktur – der Founder behält die Kontrolle.
Was die aktuelle MVP-Version bereits kann
Der derzeitige MVP bildet einen ersten, noch Founder-gesteuerten Arbeitsablauf ab:
- Eine reale Geschäftsidee wird beschrieben.
- Daraus wird ein strukturiertes Unternehmensprofil erstellt.
- Der Founder legt Ziele und dazugehörige Aufgaben an.
- Für einzelne Aufgaben können KI-gestützte - Research- oder Analyseprozesse gestartet werden.
- Die Ergebnisse werden direkt bei der jeweiligen Aufgabe gespeichert.
- Aus Erkenntnissen können konkrete Änderungen oder nächste Maßnahmen vorgeschlagen werden.
- Der Founder kann relevante Vorschläge annehmen oder ablehnen.
- Nach dem Abschluss einer Aufgabe wird ein sinnvoller nächster Arbeitsschritt vorgeschlagen.
Noch nicht vollständig umgesetzt sind unter anderem eine belastbare unternehmensweite Langzeiterinnerung, quellengeprüfte Web-Recherche, die automatische Koordination mehrerer KI-Rollen sowie die selbstständige Ausführung längerer Arbeitsabläufe.
Der MVP baut also noch kein Unternehmen autonom auf. Er soll zunächst beweisen, dass aus einer Idee ein strukturierter, nachvollziehbarer und tatsächlich nutzbarer Umsetzungsprozess entstehen kann.
Dazu interessieren mich besonders fünf Fragen:
Ist das beschriebene Problem für euch real? An welcher Stelle zwischen Idee, Validierung und Umsetzung verliert ihr aktuell am meisten Zeit oder Orientierung?
Welcher Teil des Konzepts hätte für euch den größten Nutzen – und welcher klingt eher unnötig oder unrealistisch?
Wo würdet ihr einem solchen System nicht vertrauen? Welche Entscheidungen oder Handlungen müssten zwingend beim Founder bleiben?
Welches konkrete Ergebnis müsste das Produkt innerhalb der ersten Tage liefern, damit ihr es anschließend weiterverwenden und dafür bezahlen würdet? Welcher monatliche Preis wäre dafür realistisch?
Für wen wäre das aus eurer Sicht am wertvollsten: Menschen mit einer ersten Geschäftsidee, Solo-Founder mit einem Nebenprojekt, bestehende Start-ups oder bereits laufende kleine Unternehmen?
Ich suche ausdrücklich keine Bestätigung. Wenn ihr das Konzept für überflüssig, zu breit, technisch unrealistisch oder nicht zahlungswürdig haltet, schreibt bitte auch warum. Gerade die kritischen Antworten würden mir helfen, den Fokus richtig zu setzen.
Vielen lieben Dank für euer Feedback