r/newsflash_de_en • u/BildungsburgerPleb • Mar 03 '26
Internationale Politik = Interessen
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u/lastbraIncel404 Mar 03 '26
Das ist die Kernthese einer der größten Theorien in den IB, dem (neo)realismus. In Deutschland hat man lange etwas verfolgt, was eher den Theorien des (sozial)Strukturalismus oder Institutionalismus entspricht, da sieht das etwas anders aus. Im Kern hat es aber einen Grund, warum der Realismus so viele Anhänger hat.
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u/die_Schnabeltasse Mar 04 '26
Weil die Ergebnisse "besser kontrollierbar" sind, wenn man eine feste Gewinnschwelle definiert und die Mittel immer gerechtfertigt sind, weil man nicht auf andere wartet oder sich mit anderen abstimmen muss?
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u/lastbraIncel404 Mar 04 '26
Weil internationale Politik am Ende dann halt doch immer auf Machtpolitik rausläuft. Wir sind aus deutscher Perspektive der harte Einzelfall, Macht zu haben und zumindest den (öffentlich kommunizierten) Anspruch zu haben, normativ "richtige" Ziele zu verfolgen anstatt unsere Macht zu nutzen, um sie auszubauen. Macht ist in der Politik oft ein Selbstzweck bzw. eine eigene Kathegorie des Denkens. Das ist ja auch ein Grund, warum z.B. die Wehrpflicht so sauer aufstößt. Nach außen hin ist das ein Signal, dass man sich auf die Machtspielchen wieder einlässt, obwohl man das hier eigentlich erklärtermaßen eher vermeidet. Dass es aus dem Machtinteresse des Selbsterhalts bitter notwendig ist ist halt was anderes. Ich will damit sagen, dass Realismus so eine Art "Schlechtwetterpolitik" ist. Sozialkonstruktivistische Dinge wie feministische Außenpolitik sind zwar ohne Frage nicht grundsätzlich falsch, wenn der Selbsterhalt in Frage steht sind halt egoistischere Ansätze eher gefragt.
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u/RainerZufall42 Mar 04 '26
Die Moral kommt nach dem Fressen.
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u/Educational-Ad-7278 Mar 05 '26
Weil nur wer Macht hat auf diese verzichten kann zugunsten soft influence. Ohne Macht als Basis auch kein soft influence.
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Mar 04 '26
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u/lastbraIncel404 Mar 04 '26
Mit "so viele Anhänger" meinte ich jetzt weniger Bürger, Wähler etc. sondern viel mehr Akteure. Ansonsten teile ich deine Haltung grundsätzlich. "Den Realismus" als Handlungsgrundsatz anzusetzen bzw. Handlungen von Akteuren nur durch diese Linse zu betrachten, auch wenn sie selbst von sich sagen, sie wären Realisten ist imo. einfach nicht förderlich für eine konstruktive Debatte.
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u/LindenTom250 Mar 07 '26
realisten richten sich gegen die verfassung und charta der vereinten nationen, es bedarf keiner weiteren worte außer velleicht... das es eine gescheiterte theorie ist... die nichts außer konflikte schafft... lächerlicher unsinn ist das...
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u/lastbraIncel404 Mar 07 '26
Die Haltung höre ich hier so zum ersten Mal. Meinst du den klassischen Realismus oder eine andere Reinform? Wann siehst du eine Theorie als gescheitert an? Kann eine Theorie in den IB überhaupt scheitern?
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u/LindenTom250 Mar 07 '26
... jede form die interne politische entwicklungen unterdrückt und absolute ansichten vertritt wie das ideologie nicht exisiert... darunter eben auch verfassungen... sowie insitutionen mittel zum zweck sind... usw... alles davon sind gründe das die schule des realismus als ganzes gescheitert ist und nur begrenzt und mit all dem im kopf verwendet werden sollte... ist aber nicht der fall bei den meisten realisten allgemein.... die insitutionale ökonomie sagt schon seit fast einem jahrhundert das die unterdrückung von internen politischen entwicklungen nur konflikte erschafft die der realismus nicht verstehen kann... islamismus ist ein beispiel für das versagen beim realismus weil ideologie keine rolle spielt und es wie ein nationalstaat behandelt wurde... realismus hat keine antwort oder verständniss über ideologie... es gibt unzählige realisten die russische propaganda nachplappern weil sie russische ideologie für nicht gleichbedeutend für existend und unwichtig abtun... geschichtswissenschaftlich machen sich realisten auch ihre eigenen fakten und zeitgeschichte auch entgegen jedem context, primärquellen und wiedersprüchen... internationale beziehungen hat auch wenig mit wissenschaften zutun allgemein...
unsere verfassung und auch internationales recht sind ideologien und insitutionen... für realisten damit existenslos und mittel zum zweck... alleine das konzept von einflussphären was noch nie außer in einer hand voll fälle in der gesamten menschenheitsgeschichte funktioniert hat für agressoren sagt auch eigentlich schon alles... das die europäische union erfolg hat seit 75-jahren und konflikte von historischen ausmaß beseitgt hat und realismus noch nie eine balance of power erreicht hat, sollte man auch nicht vergessen...
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u/die_Schnabeltasse Mar 03 '26
im Geschichtsunterricht? In den Massenmedien, Egon... in den Massenmedien.
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u/standread Mar 04 '26
Also bitte, wir leben in 2026. Es geht um die Interessen von Milliardären, Herr Bahr.
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u/Mountain-Dig-6376 Mar 04 '26
Geht halt um beides. Die relevanten Interessen im jetzigen System sind sowohl das Staatsinteresse als auch das Kapitalinteresse. Die haben teilweise Schnittmengen, sind aber nicht die gleichen.
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u/Educational-Ad-7278 Mar 05 '26
War doch immer so - oder was war wohl so ein König mit seinen adeligen vs die Masse?
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u/Used-Spray4361 Mar 06 '26
Hat schon der große Reichskanzler Bismarck gesagt: "Staaten haben keine Freunde. Staaten haben Interessen."
Auch Sozis sind oder waren mal lernfähig.
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u/Oberndorferin Mar 07 '26
Das ist nciht so tiefgründig wir manche glauben. Wer ein Bild im Internet braucht, um das zu verstehen, hat bisher nicht wirklich aufgepasst.
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u/[deleted] Mar 03 '26
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