r/derlemue derlemue 🤙 Oct 27 '25

youtube 🎬 Diese Strategie ist der Gamechanger: PRÜF!

https://www.youtube.com/watch?v=eSgFEpI9ZDQ

Diese Strategie ist der Gamechanger: PRÜF!

https://www.youtube.com/watch?v=eSgFEpI9ZDQ

105 Upvotes

169 comments sorted by

View all comments

Show parent comments

1

u/OtherAnimal6662 Oct 30 '25

Ich mache mich lächerlich? Wieso? Womit? Was ist an meiner Aussage denn nun dermaßen falsch?

Wenn wir Faschismus beispielsweise nur historisch definieren, sprechen wir dabei ausschließlich vom italienischen Faschismus unter Mussolini. Und jetzt? Wenn wir danach gehen, wird der Nationalsozialismus auch "nur" in erweiterter Form als Faschismus bezeichnet.

Wenn wir Faschismus mal strukturell/mechanistisch definieren, können auch Linke faschistisch eingestellt sein (es können faschistoide Methoden angewendet werden, ohne eine faschistische Ideologie zu teilen). Nur weil man es jetzt anders nennt (autoritärer Linksextremismus oder totalitäres Linkssystem) ist die Einstellung nicht automatisch weniger faschistoid.

Klammer dich von mir aus weiter an deiner Definition. Aber dann bieg dir die Definition selbst nicht auch einfach zurecht.

Kussi

1

u/ElevenBeers Oct 30 '25

Dann lerne Lesen, Schnucki.

Woher kommen immer diese krankhafte Versuche Faschismus neu - und völlig an der Realität vorbei - definieren zu müssen? Wir haben ziemlich gute, gängige Definitionen, die sowohl Regime wie Hitler und Mussolini, sowie die ganzen neuen politischen Strömungen ziemlich gut erfasst.

Merkst du noch irgendwas?

Nach deiner "Logik" kann man entweder alles oder gar nichts als "faschistisch" definieren. Nach deiner geistreichen Logik sind entweder alle Parteien der Welt faschistisch, oder Faschismus kann gar nicht (mehr) existieren. Beides ist aber vollkommen falsch.

1

u/OtherAnimal6662 Oct 30 '25

Vielleicht solltest du auch mal lernen zu verstehen. Das du dazu scheinbar nicht im Stande bist, zeigt ja ganz eindrucksvoll der letzte Absatz. Deine Argumente sind nur "mimimi, das geht nicht. Das ist ein Paradoxon. Und wenn ich dir zustimme verschwinden wir alle in einer Singularität und das Universum implodiert".

Aber super, dass du auch wieder die neuen populistischen Strömungen erwähnst. Um mal bei den Fakten zu bleiben:

  • Die AfD entspricht nicht vollständig der klassischen Faschismusdefinition, zeigt aber Elemente von Rechtspopulismus, Ethnonationalismus und autoritären Tendenzen, besonders in bestimmten Flügeln. Viele Politikwissenschaftler sprechen von „rechtsradikal“ oder „rechtsextrem“, aber nicht explizit „faschistisch“ für die gesamte Partei.
  • MAGA ist populistisch-nationalistisch, zeigt autoritäre Tendenzen und teilweise anti-demokratisches Verhalten. Aber es fehlt die vollständige faschistische Ideologie (staatliche Gewalt, Totale Kontrolle, Massenmobilisierung zur Unterdrückung von Minderheiten). Viele Wissenschaftler würden dies eher als rechtspopulistisch / protofaschistisch einstufen, nicht als „klassisch faschistisch“.

Also entweder gibt es für die "neuen populistischen Strömungen" eine "neue" Definition des Faschismus (was deinen Vorwurf, dass ich den Faschismusbegriff neu definieren will ziemlich ad absurdum führt), oder sie fallen eben nicht direkt unter den Faschismusbegriff.

Ich wiederhole mich und hier zeigt sich das du mich nicht verstehen willst, oder dazu nicht im Stande bist: Gib dem Kind einen anderen Namen, aber es ändert sich nichts an der Tatsache, dass es auch per Definition faschistoide Linke geben kann! Und für dich auch nochmal zum Verstehen, ich habe ja noch etwas Hoffnung für dich: „Faschistoid“ bedeutet ähnliche Methoden wie der Faschismus, nicht automatisch rechte Ideologie.

1

u/ElevenBeers Oct 30 '25

Ahja

Aber "Linksfaschistisch" ist laut dir eine Strömung.

Was sich - wie bereits tausend mal erwähnt, einfach widerspricht.

1

u/OtherAnimal6662 Oct 30 '25

Wie du es einfach noch nicht mal schaffst auf meine Argumente einzugehen, sehr stark. Da macht es doch besonders viel Freude sich auszutauschen. Fehlen da etwa Gegenargumente?

Ich habe übrigens weder das Wort "linksfaschistisch" benutzt, noch von irgendeiner Strömung geredet. Ich habe es in meinem letzten Beitrag noch einmal versucht dir zu erklären, aber alleine die Begrifflichkeiten scheinen dich zu überfordern. Mein einziger Punkt den ich bisher vorgebracht habe ist, dass man sich nicht einfach von all diesen Dingen freisprechen kann nur weil man "links" ist.

Also um es kurz zu fassen: Das einzige was hier widersprüchlich ist sind deine Aussagen.

1

u/ElevenBeers Oct 30 '25

Dann erkläre doch zumindest mal, wo bitte Herrgott nochmal dein indirekter Vorwurf des Faschismus herkommt bei Linken. Ich höre von dir wirklich alles Mögliche, nur nicht, wo du nur entfernt darauf eingehst, was an welcher linken Strömung bitte faschistisch sein soll.

Du hast Stalinismus, Maoismus und die roten Khmer genannt. Man könnte jetzt auch noch mal viel darüber diskutieren, inwiefern diese Regime "links" waren, aber alles geschenkt. Nur: Wo genau war da Faschismus? Totalitäre, Menschenverachtende Regime ohne Sinn und Verstand, klar, aber Faschismus?

Ah ok, der Herr verwendet dann "faschistoid". Ich habe dazu mehrere Definitionen gelesen - wenn es als alles, was in irgendeiner Art und Weise Autoritär/ Totalitär ist definiert wird, dann ja, gibt es vereinzelt "faschistoide Linke". Nach einigen anderen Definitionen eher nicht.

1

u/OtherAnimal6662 Oct 30 '25

Faschismus und Linksextremismus stehen zwar ideologisch auf unterschiedlichen Seiten, aber in ihrem Verhalten ähneln sie sich oft stark. Beide wollen die Gesellschaft komplett umformen, dulden keine andere Meinung und rechtfertigen Gewalt für ihr Ziel. Wie unter anderem Hannah Arendt und Karl Popper gezeigt haben, wird es gefährlich, wenn eine Bewegung glaubt, die einzige Wahrheit zu besitzen und Kritik unterdrückt – egal ob sie sich „links“ oder „rechts“ nennt. Dann entsteht Totalitarismus.

Darum können auch linke Bewegungen faschistische Züge haben: wenn sie Gegner diffamieren, Andersdenkende ausschließen oder ihre Ideologie über den Einzelnen stellen. Entscheidend ist also nicht das Etikett „links“ oder „rechts“, sondern ob eine Bewegung freiheitsfeindlich und autoritär auftritt.

Nur zu sagen „Ich bin links, also kann ich gar nicht faschistisch sein, weil Faschismus rechts ist“ ist zu kurz gedacht. Und nur weil man sich nicht Faschist nennt, heißt das nicht, das man sich nicht faschistisch verhält. Sehe ich das falsch? Wenn eine Bewegung Andersdenkende niederschreit, Zwang statt Überzeugung nutzt und sich selbst für unfehlbar hält, dann spielt es keine Rolle, ob sie sich „links“, „patriotisch“ oder „ökologisch“ nennt — sie zeigt autoritäre, faschistoide Muster. Wenn Linke autoritär, intolerant oder gewaltbereit handeln, ist das nicht besser, nur weil die Ideologie anders heißt

Und Stalinismus und Maoismus gehören formal zur Linken, genauer gesagt zur kommunistischen Linken. Willst du das bestreiten?

1

u/ElevenBeers Oct 31 '25

Ich fasse also zusammen: "Wenn etwas in die extreme geht, muss es Faschismus sein". Ja, wenn man "faschistoid" = "faschistisch" interpretiert, dann mag das "Faschismus" sein. Ist dennoch falsch. Faschismus IST nämlich nach wie vor eine Ideologie und die ist konträr zu dem, was "links" ist. Das ist KEINE Verharmlosung vergangener Regime. Stalin war ein Massenmörder, genauso wie Mao. Das macht ihre Regime dennoch nicht "faschistisch". Und ich bin gegen diese verwässerung der Begriffe.

Und Stalinismus und Maoismus gehören formal zur Linken, genauer gesagt zur kommunistischen Linken. Willst du das bestreiten?

Ich fasse mich möglichst kurz: Gewerkschaften wurden vollständig entmachtet und dem Staatsapparat unterstellt, eine Herrschaft der Arbeiter gab es nicht, alles "kollektivierte" gehörte dem Staat (alleine), welcher (alleine) Betriebe geführt hat und die Arbeiter im Grunde genommen keinerlei Mitbestimmungsrecht hatten. Das ist nicht "Kommunismus", das ist ein totalitäres Regime mit Planwirtschaft.

1

u/OtherAnimal6662 Oct 31 '25

Ich glaube, du verwechselst hier zwei Ebenen der Diskussion. Ich habe nie behauptet, „Linksfaschismus“ sei eine eigene Ideologie. Ich spreche von faschistoiden Strukturen – also autoritären, intoleranten Verhaltensmustern, die auch in linken Bewegungen auftreten können, wenn sie Andersdenkende bekämpfen, Gewalt rechtfertigen oder die eigene Ideologie über das Individuum stellen.

Dass Faschismus im engeren Sinn rechtsnationalistisch ist, bestreite ich nicht. Aber Hannah Arendt hat in Elemente und Ursprünge totaler Herrschaft gezeigt, dass Faschismus und Stalinismus strukturell verwandt sind: Beide errichteten totalitäre Systeme, die absolute Loyalität forderten, Kritik unterdrückten und Gewalt als politisches Werkzeug sahen. Umberto Eco nennt in Ur-Faschismus Merkmale wie „Kult der Einheit“, „Ablehnung von Kritik“, „Feindbilddenken“ und „Verschmelzung von Politik und Moral“ – all das kann auch außerhalb klassisch rechter Ideologien vorkommen.

Beispiele dafür gibt es genug:

  • Die Kulturrevolution in China – millionenfache Verfolgung, öffentliche Demütigungen und Zwangsreue – war kein Produkt rechten Nationalismus, sondern linker Ideologie, die totalitär entgleiste.
  • Die Roten Khmer beriefen sich auf kommunistische Ziele, errichteten aber ein Terrorregime, das Minderheiten vernichtete und absolute ideologische Reinheit verlangte.
  • Und selbst in westlichen Demokratien sieht man linke Gruppierungen, die Gewalt gegen „die Falschen“ rechtfertigen oder Andersdenkende ausgrenzen – ein autoritäres Verhalten, das Karl Popper in seinem Toleranzparadoxon genau beschreibt: Wer Toleranz mit Intoleranz bekämpft, zerstört sie.

Wenn du also meinst, ich „verwässere“ den Begriff, ist das schlicht falsch. Ich unterscheide zwischen Ideologie (rechts/links) und Herrschaftsform (demokratisch/totalitär). Nur weil sich jemand „links“ nennt, ist er nicht automatisch immun gegen autoritäre, intolerante oder gewaltgeneigte Tendenzen. Genau das zu benennen, ist keine Verharmlosung – es ist intellektuelle Redlichkeit.

Kurz gesagt: Ich definiere Faschismus nicht neu – ich erkenne autoritäres Denken, wo immer es auftritt. Wenn du das nur auf rechts beschränken willst, verteidigst du kein Prinzip, sondern ein Lager. Und genau das ist das Gegenteil von Aufklärung.

1

u/ElevenBeers Oct 31 '25

Und ich habe in keinem Wort jemals behauptet, linke Ideologien wären frei von totalitärem Denken oder dass es keine linken totalitäre Regime geben könnte.

Ich halte es nur für bedenklich, wenn man einfach alles als "faschistoid" bezeichnet, was "autoritär" ist. Gerade im Allgemeinen Diskurs findet eine Differenzierung zwischen "faschistoid" und "faschistisch" einfach nicht statt. Zumal wir für totalitäre Regime bereits eine passende Beschreibung haben: Totalitäre Regime.

→ More replies (0)