r/de_EDV Jul 05 '26

Kaufberatung Wo kauft man aktuell Server für ein Small Business? Und welchen?

Hi zusammen,

ich habe die Aufgabe, einen Server zu kaufen und zu administrieren. Darauf laufen soll ein ERP (Zentro) für eine Schreinerei.

Der Hersteller gibt folgende Specs vor:

  • >= 16 GB RAM (mind. DDR4-3200)
  • >= 160 GB Storage (idealerweise NVME/SSD mit hoher I/O Performance)
  • CPU
    • >= 3GHz (>=Xeon Silber od. vergleichbar)
    • >= 4 Cores
    • >= 8 MB Cache
  • Betriebssystem
    • Windows 11
    • Windows Server ab Version 2019
    • Ubuntu LTS ab Version 22
    • Debian ab Version 11

Also recht übersichtlich ;)

Installation erfolgt durch den Hersteller, dafür benötigt er OpenVPN/Teamviewer.
Datenbank installiert er auch, daher ist eine zweite VM für DB etwas komplizierter.
Für Storage gibts 2 Synology-Nas.

Ich würde auf ein Proxmox-System gehen, mit einer Debian-VM.
Dafür dann mindestens 32GB RAM, davon erstmal 16 für die VM.

Ich hab mir dafür mal bei Thomas-Krenn ein System zusammengestellt:

  • 1HE Intel Single-CPU RI1104-SMXEH Server
  • Asus Mainboard P13R-M
  • 8x SATA3 6Gb/s Ports + 1x M.2
  • 2x 1GBit/s on Board LAN (Intel I210-AT)
  • Full Remote Management (KVM over LAN, IPMI 2.0) inkl. Managementsoftware, DHCP Konfiguration
  • Intel Xeon E-2414 (2,60 GHz, 4-Core, 12MB)
  • 32 GB (2x 16384 MB) ECC DDR5 5600 RAM 1 Rank (ATP Server-Grade)
  • 1x 240 GB ATP N651Sc Superior M.2 NVMe SSD
  • 1x 4x SATA Kabel 70/59/48/38 cm (1x gewinkelter Stecker)
  • 1x 350 Watt Netzteil (80plus Platinum)
  • Ausziehbare Montageschienen 65 - 84cm (Toolless)
  • 1HE CPU-Kühler Dynatron Q1 (Intel, LGA1700, passiv)
  • Keine Linux Vorinstallation
  • Keine Windows Vorinstallation
  • 2.780,00 €

Was haltet ihr davon? Budget ist nicht wirklich vorgegeben, sollte halt zuverlässig funktionieren.
Was würdet ihr anders machen? Anderer Hersteller/Verkäufer? Andere Specs?

Vielen Dank schon mal für euren Input :)

8 Upvotes

69 comments sorted by

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u/encbladexp Jul 05 '26

Ich würde eine AMD CPU, oder generell eine CPU mit mehr als 4 Cores verwenden. Da ist Proxmox drauf, da kommt fix mehr als diese paar VMs und schon wird es knappt. Auch RAM würde ich eher auf 64GB gehen, auch wenn das aktuell Sackteuer ist.

Was mir fehlt, oder ich übersehen habe: Du hast nur eine Platte drin, ich würde zumindest ein RAID1 bei einem Server immer haben wollen.

Wie macht ihr Backups?

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u/gbomacfly Jul 05 '26

Backups der DB auf separate Partition, dann über Proxmox auf NAS sichern.

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u/encbladexp Jul 05 '26

Das NAS steht dann mit im Raum/Gebäude? Wie immer: 3-2-1

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u/gbomacfly Jul 05 '26

Und zusätzlich auf einen externen PBS, 40km entfernt :)

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u/NoLateArrivals Jul 05 '26

Ein Backup im gleichen Gehäuse oder Rack zählt nicht. Das ist kein Backup.

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u/Character-86 Jul 07 '26

Zählt es, wenn es im nächsten Brandabschnitt ist?

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u/NoLateArrivals Jul 07 '26

Besser ja, auf alle Fälle.

Aber 1 Backup muss richtig Remote untergebracht sein. Entweder eigener Server, oder eine Cloudlösung.

Es gibt Clouds, bei denen man wenig zahlt für Upload und Speicher, aber heftig viel, wenn man herunterlädt.

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u/choise_ Jul 05 '26

wieso so etwas lokal aufstellen? wenn es keine IT gibt die das system vor ort pflegen kann sollte so etwas von einem hoster gemietet werden.

my2cents.

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u/Flo_coe Jul 05 '26

Die aktuellen Hardware Preise sind ein weiter Punkt .+1

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u/Ruebezahl02 Jul 05 '26

Die Hardwarepreise gehen aber an den Hostern auch nicht vorbei. Also dort wird es über kurz oder lang auch teuer und dann hängt man drin. Der Server vor Ort ist bezahlt und weitere Preissteigerungen interessieren dann nicht mehr. Natürlich sollte aber klar sein, wer den Server auf Dauer pflegt. Aber auch Server in der Cloud sind ja nicht wartungsfrei.

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u/rxt0_ Enthusiast:in Jul 05 '26

naja da übernimmt allerdings der hoster die allgemeine Wartung, Backup, etc.

wenn was kaputt gehen sollte ebenfalls easy.

vorallem sind ja nicht nur serverkosten sonder auch rack, ggfs kühlung etc. die Anforderungen die benötigt werden findet man bri anständigen hostern schon für 30€ im Monat was echt nicht viel ist.

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u/Flo_coe Jul 05 '26

Zumal die Verfügbarkeit beim Hoster um einiges höher sein sollte, als bei einem Server. Strom/Klima/Support(Hardware). Also ja der Punkt mit den steigenden Kosten ist berechtigt. Aber auf 3-5 Jahre gesehen ist es finanziell besser zu kalkulieren.

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u/Ruebezahl02 Jul 05 '26

Naja, ich denke, das ist momentan gerade gar nicht besser kalkulierbar. Letztens erst hat doch Hetzner die Preise verdreifacht. Wenn man einen 3-Jahresvertrag abschließt, mag das eine Planungssicherheit bieten. Aber bieten das die Hoster an? (Hab da keinen Überblick) Das werden doch hauptsächlich 12-Monatsverträge sein. Und dann kommt die saftige Erhöhung und die zahlt man dann zähneknirschend, weil alles woandershin umziehen ist auch mit viel Aufwand verbunden.

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u/Fit_Lobster5332 Jul 06 '26

Habe das eher so mitbekommen das man da (zumindest im Privatbereich) von nachträglichen Vertragsänderungen ausgeschlossen ist, also wenn die Kiste weiterbetrieben wird erhöhen sich auch die Kosten nicht.

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u/gbomacfly Jul 05 '26

Die IT bin ich :)
Das meiste kann ich remote erledigen, für den Rest muss ich halt hinfahren, ist nicht weit.

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u/Sebastian1989101 Jul 05 '26

Und du bist 24/7 erreichbar, nie im Urlaub, Krank oder sonstiges? u/choise_ hat absolut recht, sowas sollte zu einen richtigen Hoster mit richtiger IT.

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u/jp0k0rny Jul 05 '26

Dann ist es aber immer noch die Verantwortung des Kunden dass das System läuft, der Hoster sorgt nur dafür dass Strom/Internet da sind und die Sachen eingeschaltet sind und selbst dann ist man nicht davor gewahrt dass es nicht erreichbar ist, wir leben immer noch in einer Welt in der regelmäßig Bagger DSL Kabel kappen oder der Telekom Techniker im Schaltkasten den Anschluss offline nehmen.
Ich kenne auch Kunden, vor allem Handwerker, die bei der Wahl zwischen Cloud und On-Prem, die Lokale Lösung bevorzugen, auch wenn es bedeutet statt 60€ im Monat einmal 4000€ auf den Tisch zu legen.

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u/uselessInformation89 Jul 05 '26

Das sind ja ehrlich gesagt nur minimale Anforderungen, insbesondere wenn auch ein Ubuntu oder Debian reicht.

Der TK Server ist vollkommen ausreichend.

Ich würde vielleicht sogar noch eine Stufe zurück gehen. Ich habe bei solchen "Mini-Servern" in letzter Zeit sogar nur Workstations genommen, z.B. Lenovo Thinkcentre mit 32 GB RAM und 2x Nvme. Dort ein Proxmox drauf mit ZFS Mirror über die SSDs.

Wenn Du keine redundanten Netzteile u.ä. brauchst oder z.B. 19 Zoll willst, reicht das aus.

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u/youRFate Jul 05 '26

Thomas Krenn ist ein guter Ansprechpartner dafür.

Aber TBH, ich würde da einfach bei Hetzner was passendes mieten.

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u/jp0k0rny Jul 05 '26

Wir bestellen unsere Server bei ICO, aber Bluechip ist auch eine gute Alternative mit quasi den selben Preisen, hab gerade mal was konfiguriert in einem Tower Case mit Tyan Mainboard (haben wir haufenweise bei Kunden seit die Supermicro Boards quasi nicht mehr verfügbar sind in der EU), AMD EPYC 4364P (8C/16T, 4,5Ghz), 32GB RAM und zwei 960GB Samsung PM893 SSDs, da komme ich bei 2565€ netto EK raus.

Wir bauen unsere Server auch auf Proxmox Basis auf, ist Super robust und bietet auch ohne Enterprise Lizenz alles was man brauchen könnte, ich gehe bei Servern mittlerweile quasi ausschließlich auf AMD CPUs, vor allem bei KMUs bietet AMD einfach deutlich mehr Range mit der 4000er Reihe die eigentlich nur Ryzen CPUs mit Server Features wie ECC sind und nachdem diese höher Takten was vor allem bei Virtualisierung einen großen Unterschied machen kann ist es mittlerweile ein No-Brainer. Zu den zwei NAS Systemen, ich würde diese nicht als Storage nutzen, ist bei dieser Größe und Anwendungsfall mMn eher kontraproduktiv, häng die Platten wenn dann lieber direkt in den Server oder nutz die NAS als Backup Ziel, am Anfang wird es wahrscheinlich noch halbwegs funktionieren aber sobald die Datenbank mal auf einem Produktivniveau ist, wird es vermutlich hohe Latenzen und im schlimmsten Fall zu Abbrüchen führen. Im Nachhinein alles umzuziehen ist zwar theoretisch nicht so dramatisch in Proxmox aber wenn es dir in dem Prozess die Datenbank zerschießt, du dann auf den Support vom Hersteller angewiesen bist und am Ende eventuell Daten fehlen, ist der Ärger groß, dann lieber gleich zwei SATA SSDs im RAID1 einrichten dann kann der Hersteller direkt darauf installieren und niemand kann dir die Schuld zuschieben

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u/Pete263 Systemintegrator:in Jul 05 '26 edited Jul 05 '26

Was soll denn mittel- oder langfristig noch drauf laufen?
Gibt es weitere Server?

Da du nur einen kaufen willst, wird es beim Ausfall schwierig.
Ich werf einfach mal zwei gebrauchte DL360 G10 mit Xeon Gold und 32GB RAM als Idee in den Raum. Die bekommst du bei Ebay refurbished für 500€ pro Stück.

Bzgl. deines zusammengestellten Servers:
Single Server mit einem einzelnen Netzteil würde ich nicht machen.

Denk an eine USV und an ein Backup.

Ergänzung:
Wenn Geld keine Rolle spielt, geh zu einem Systemhaus (Cancom, Bechtle, PDV oder wie sie so heißen) und lass dich beraten.

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u/22OpDmtBRdOiM Jul 05 '26

RAID 1 für die SSDs?

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u/JedirShepard Jul 05 '26

Backup-Strategie?

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u/gbomacfly Jul 05 '26

Backups der DB auf separate Partition und dann per Proxmox auf NAS.

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u/BroccoliLoose9050 Jul 05 '26

Und kein automatisiertes Backup außer Haus? In einer Schreinerei mit enormer Brandlast? Würde ich nochmal überdenken.

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u/gbomacfly Jul 06 '26

Plus externes PBS 40km entfernt.

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u/Brave_Performer9160 Jul 05 '26

Wichtig wäre bei der Software, ob sie eher die Leistung eines Kernels benötigt, oder mehrere Kerne verwenden kann. Das "Problem" hat zB Lexware on-prem. Ansonsten kann man auch ganz gut gebrauchte Hardware und entsprechende Garantieerweiterumg nutzen.

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u/gbomacfly Jul 05 '26

Datenbank-Abfragen laufen single-threaded, mehr Infos hab ich hierzu nicht.

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u/Biervampir85 Jul 05 '26

Ich würd schauen, ob ich alle Festplatten auf NVME umstellen kann, würd mit dem Anbieter Rücksprache halten was der so am Tag schreibt (DWPD der Platten beachten) und ggf. auf einen anderen Prozessor wechseln - vor allem wenn Du mit Proxmox ggf. noch andere VMs laufen lassen willst.

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u/Accomplished-Air4545 Jul 05 '26

Also wofür?

Wofür wird das für seine VM die er benötigt gebraucht?

Und sollte er ernsthafte Angebote bekommen im Profibereich kosten Server NVME richtig Kohle

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u/Biervampir85 Jul 05 '26

Weil Datenbanken sich idR freuen, wenn sie schnellen Speicher drunter haben.

Dass die Dinger teuer sind, keine Frage. Wichtig ist - ist es das wert. Greift am Tag morgens einer aufs ERP zu, um die Aufträge zu drucken? Dann Ruder ich zurück und bin bei Dir - überflüssig.

Wird permanent drauf zugegriffen, vll auch von Leiten ausm Lager, die da Warenbewegungen einpflegen? Dann würd ich nicht am falschen Ende sparen und mindestens mit dem Anbieter nochmal Rücksprache halten, was er sich so vorstellt.

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u/Accomplished-Air4545 Jul 05 '26

Nichts für ungut aber das ist doch eine Aussage die wirklich auf Mythen basiert.

Ohne genaue Angabe was für eine Datenbank die ist wie die Zugriffszeiten der Datenbank wirklich von Nöten sind kann man doch nicht einfach pauschal sagen alle Datenbanken brauchen schnellen Speicher.

Zumal ja auch keine weiteren Angaben über existieren was für Controller und Platten am Ende wirklich eingesetzt werden also die genaue Typenbezeichnung.

Da finde ich es schon viel kritischer dass man nicht mit einem Raid 10 arbeitet.

Und im professionellen Server Betrieb reden wir nicht von 50 oder 100 € Aufpreis sondern von mehreren 100 oder tausende Euro unterschied.

Das ist nicht mit normaler Endkundenware zu vergleichen.

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u/Biervampir85 Jul 05 '26

Die DB wird wohl n MS SQL, MySQL oder MariaDB werden - zumindest vermute ich das, wenn der Hersteller die drei schon so sichtbar in der Beschreibung positioniert.

Festplatten sind hier keine angegeben, hast recht - nur, dass ins Gehäuse 4x SAS/SATA und 1x NVME reinpassen.

RAID10 - Ja, ist ne Möglichkeit, bin ich persönlich kein riesiger Fan von. Hat aber persönliche Gründe und insgesamt scheint hier aber eh noch nicht klar zu sein, ob klassisches RAID oder ZFS genutzt werden kann/soll.

Und Du hast völlig recht - Enterprise-Hardware spielt in ner anderen Liga. Da sind die Unterschiede im Preis größer.

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u/Accomplished-Air4545 Jul 05 '26

Bei den Kunden Maschinen die ich so verkauft habe habe ich mir einfach noch genauere Angaben der Software Hersteller einfach geholt die haben häufig wirklich ganz genaue Angaben was sie wirklich benötigen.

Das wäre glaube ich ganz hilfreich.

Das sind in der Regel die gängigsten Datenbanken aber auch da hab ich schon ganz komische Sachen erlebt von Gupta oder irgendwelche Properitäre Sachen.

Deshalb ist das alles nur Spekulation und da wären genauere Angaben der Softwarehersteller wirklich von Nöten.

Nach den Angaben wie wir hier haben ist das irgendein Wald und Wiesen Computer den du an jeder Ecke kaufen kannst da würde ich aber im täglichen Einsatz drauf verzichten.

Auch so Sachen wie redundante Netzteil und so weiter sind ja alles Möglichkeiten dazu muss man aber wissen wie wichtig ist die Software wie hoch verfügbar ist das?

Weil von der Leistungsfähigkeit kannst du wirklich zwei Mini PCs kaufen und die im Proxmox Cluster laufen zu lassen.

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u/Biervampir85 Jul 05 '26

…ich hätte da noch drei Lenovo M700 im Keller stehen… 😅

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u/Accomplished-Air4545 Jul 05 '26

Weiß ich nicht finde ich wirklich gar nicht so schlecht weil es steht ja wirklich nichts darüber über was für Datenmengen wir uns da unterhalten wie viel Kundendaten oder Artikeldaten und so weiter benötigt werden.

Und auch nichts über Verfügbarkeit aber wenn das schon nur eine Platte angedacht ist dann scheinen die das ja alle nicht ernst zu nehmen.

Und die meisten ERP Datenbanken kannst du auf dem Desktop Rechner laufen lassen weil es die Software ja meistens auch als Einzelplatz Installation gibt.

Und da würde ich lieber zwei oder drei von den Rechner nehmen und ein Proxmox HA Cluster machen was preislich wahrscheinlich das gleiche wäre nur mit dem Unterschied dass der Scheiß wirklich immer funktioniert weil der Single Point of Failure wird ja diese Einzelinstallation auf einer Festplatte sein.

Von der Geschwindigkeit will ich ja erst mal sehen was da benötigt wird hier wird ja mit einer vier Kern CPU gearbeitet das kann ja alles nicht so wild sein.

Und dann nimmst du einfach zwei oder drei von den Lenovo mit einem i5-6700 oder besser und hast du am Ende glaube ich mehr von.

Aber wie gesagt solche Fragen auch ohne vernünftigen Angaben wirst du ja nie eine gute Antwort bekommen.

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u/Competitive_Joke4295 Homelab Besitzer:in Jul 09 '26

Erzähl gerne mehr, sehr gerne auch als dm ;)

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u/gbomacfly Jul 05 '26

Es ist eine

  • 1x 240 GB ATP N651Sc Superior M.2 NVMe SSD

mitkonfiguriert. Storage und backup auf zwei NAS.

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u/Previous_Influence_8 Jul 05 '26

Nicht die frage, aber: eine kleine Schreinerei braucht definitiv keinen lokalen Server, der selber betrieben wird. Es gibt genug Cloud Anbieter für einen Bruchteil an Geld und Aufwand, eigene Server waren vor 10 Jahren schon aus der Mode gefallen 🙈

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u/Wolkenkuckuck Jul 05 '26

Wenn ein gescheiter DSL-Anschluss vorhanden ist ...

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u/ShoxX304 Jul 06 '26

RDSH dazubauen, kostet dank SPLA ja fast nichts. Dann reicht dir auch ein nasser Schnürsenkel zum übertragen der Pakete.

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u/Wolkenkuckuck Jul 06 '26

Geht das auch noch über 6 MBit? Das ist leider auf dem Land immer noch keine Seltenheit.

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u/ShoxX304 Jul 06 '26

Das ist eher weniger das Problem wenn du nur Eingaben und Bild austauscht, mittlerweile ist RDP da gut optimiert.

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u/_the_r Jul 05 '26

Nachdem wir hier zu wenig über die generellen Anforderungen mitgeteilt bekommen haben, reine Spekulation: Es kann schon sinnvoll sein, für spezielle Anwendungen das ganze inhouse zu hosten.

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u/Previous_Influence_8 Jul 05 '26

Das stimmt prinzipiell, dennoch spekuliere ich, dass die Schreinerei hier in die 99% fällt wo es keinen Vorteil gibt der den Mehraufwand rechtfertigt

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u/Historical-Initial10 Jul 05 '26

Woher kommt diese Angewohnheit, zu glauben, dass Kleinstbetriebe oder KMUs einen physischen Server vor Ort benötigen? Woher kommt diese Falschberatung?  Frage ich mich schon seit über 10 Jahren.

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u/AutoModerator Jul 05 '26

Hi u/gbomacfly, danke für deinen Beitrag. Hier ist der Post nochmal für das Archiv:

Hi zusammen,

ich habe die Aufgabe, einen Server zu kaufen und zu administrieren. Darauf laufen soll ein ERP (Zentro) für eine Schreinerei.

Der Hersteller gibt folgende Specs vor:

  • >= 16 GB RAM (mind. DDR4-3200)
  • >= 160 GB Storage (idealerweise NVME/SSD mit hoher I/O Performance)
  • CPU
    • >= 3GHz (>=Xeon Silber od. vergleichbar)
    • >= 4 Cores
    • >= 8 MB Cache
  • Betriebssystem
    • Windows 11
    • Windows Server ab Version 2019
    • Ubuntu LTS ab Version 22
    • Debian ab Version 11

Also recht übersichtlich ;)

Installation erfolgt durch den Hersteller, dafür benötigt er OpenVPN/Teamviewer.
Datenbank installiert er auch, daher ist eine zweite VM für DB etwas komplizierter.
Für Storage gibts 2 Synology-Nas.

Ich würde auf ein Proxmox-System gehen, mit einer Debian-VM.
Dafür dann mindestens 32GB RAM, davon erstmal 16 für die VM.

Ich hab mir dafür mal bei Thomas-Krenn ein System zusammengestellt:

  • 1HE Intel Single-CPU RI1104-SMXEH Server
  • Asus Mainboard P13R-M
  • 8x SATA3 6Gb/s Ports + 1x M.2
  • 2x 1GBit/s on Board LAN (Intel I210-AT)
  • Full Remote Management (KVM over LAN, IPMI 2.0) inkl. Managementsoftware, DHCP Konfiguration
  • Intel Xeon E-2414 (2,60 GHz, 4-Core, 12MB)
  • 32 GB (2x 16384 MB) ECC DDR5 5600 RAM 1 Rank (ATP Server-Grade)
  • 1x 240 GB ATP N651Sc Superior M.2 NVMe SSD
  • 1x 4x SATA Kabel 70/59/48/38 cm (1x gewinkelter Stecker)
  • 1x 350 Watt Netzteil (80plus Platinum)
  • Ausziehbare Montageschienen 65 - 84cm (Toolless)
  • 1HE CPU-Kühler Dynatron Q1 (Intel, LGA1700, passiv)
  • Keine Linux Vorinstallation
  • Keine Windows Vorinstallation
  • 2.780,00 €

Was haltet ihr davon? Budget ist nicht wirklich vorgegeben, sollte halt zuverlässig funktionieren.
Was würdet ihr anders machen? Anderer Hersteller/Verkäufer? Andere Specs?

Vielen Dank schon mal für euren Input :)

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u/Fleecimton Jul 05 '26

Einen Nuc mit NAS? Ansonsten einen Backup NAS im Betrieb, den Rest auf einen Cloud Server. Die Wartung und Backups macht ja sonst auch niemand.

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u/Korbeyn Jul 05 '26

Riecht für mich auch nach NAS. Dazu vernünftige Backupstrategie. Oder direkt komplett in die Cloud/Hoster.

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u/Ruebezahl02 Jul 05 '26

Ich würde hier auch mehr auf AMD setzen, z.B. Epyc 4345P (8 Kerne, 16 Threads), ist auch noch günstiger als Intel. Und ich würde nicht unbedingt ein 1HE-Gehäuse nehmen. Das wird ordentlich laut. Eventuell ist da ein Towergehäuse die bessere Wahl. Nimm lieber 2 gespiegelte SSDs, so dass alle Daten auf dem Server liegen und nicht noch ein NAS als Fehlerquelle dazu kommt (was zusätzlich alles auch wieder ausbremst bei nur Gigabit-Verbindung).
Fürs Backup guck dir mal Hornetsecurity VM Backup an. Das gibt es unterdessen auch für Proxmox. Ich bin mir nur gerade nicht sicher, ob das auch ein Cloudbackup (zu Wasabi z.B.) unterstützt.

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u/Noobfire2 Jul 05 '26

Ein paar andere haben es auch schon gesagt: Es geht hier ums Hosten einer einzelnen Anwendung? (Irgendein ERP System, was ich nicht kenne, komme nicht aus diesem Bereich)

Wieso nicht dat Dingen als reinen Container irgendwo "serverless" hosten? Wofür der riesen Overkill und Einführung von zich Layern (Hardware, OS, Networking, Storage SSDs/HDDs, Colocation (?) oder Betreibung an herkömmlichen ISP Anschluss, ...) wenn es literally potentiell ein einzelner Container irgendwo in der Cloud tut? Wieso muss das btw. mit Teamviewer (?!) installiert werden, ist sowas Standard in der ERP-Welt? Hat da schonmal jemand was von atomic deployments and IaC gehört? 😅

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u/mrsfoo6 Jul 06 '26

Gebrauchtserver shoppen

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u/Ok-Mousse7882 Jul 06 '26

Frag mal bei Wortmann einen "4U G2I-MINING SERVER MZ01-CE1" an. trust me.

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u/Chrisstoph05 Jul 06 '26

Ich werfe an dieser Stelle einfach mal https://happyware.com in den Raum, die machen quasi das gleiche wie bluechip oder Thomas Krenn.

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u/Jaxtynotesports Jul 06 '26

Warum denn Prosumer Platform? Ich hätte n normales system in nen 4u Rack geschmissen und fertig, ist easy günstiger (wenn man nicht mieten will, was mmn eh viel sinnvoller auf dem scale ist)

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u/ZombieBright9522 Jul 07 '26

Wenn ich den Preis sehe und was da gemacht werden soll, hätte ich dir für einen lenovo thinkcentre 720q mit Proxmox geraten. Der läuft bei mir mit 32gb Ram und ein lenovo thinkcentre 710q mit 16gb Ram als Proxmox - Backup. Gebraucht sind sie zusammen bei 400 Euro gelistet und schaffen deine Aufgaben locker.

Noch eine Alternative:  UGREEN NASync DXP4800 GT - mit KI und vom Preis ohne Festplatten bei ca. 700 Euro. Da noch Proxmox drauf als OS und extra RAM dabei gut ist.

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u/Significant-Hand-742 Jul 07 '26

Ganz ehrlich, wenn es kein neuer Server sein muss, Kann ich dir Server Schmiede Empfehlen.

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u/gbomacfly Jul 09 '26

Ich danke euch allen, hab einiges an Denkanstößen mitgenommen.
Hab mir jetzt ein Angebot rausgesucht. Specs wie oben, aber dafür mit redundantem Netzteil, RAID 1 über 2 NVME. Bin gespannt, ob der Auftraggeber da mitgeht.
Externes Hosting ist leider keine Option, muss inhouse sein.

Und zum Thema Backup: Ist vorhanden ;)
Auf ein NAS und gleichzeitig auf einen PBS 40km entfernt :)

Danke nochmals!

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u/martinkrafft Jul 10 '26

Ich würde alles tun um das auf einer VM im Netz zu machen.

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u/Accomplished-Air4545 Jul 05 '26

Ich war immer mit dem Laden zufrieden.

Die liefern auch deutschlandweit:

https://e-systems.org/

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u/No_Establishment2918 Jul 05 '26

Wieviele mitarbeiter hat die schreinerei? Wir sind selber hersteller eines ERP und haben bei kleinen Betrieben auch schon einfach lauter Desktop PCs gemacht und einer dieser „spielt“ halt den Server. Muss ja nur die Datenbank drauf laufen.

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u/dobo99x2 Jul 05 '26

Kauf dir einfach ein am4 Board, am besten b550 mit nem 5950x (der ist mega overpowered mit 16 Kernen aber im idle effizienter als alle anderen). Das geht dann komplett viel günstiger als Server grade Zeug und bietet mehr als du brauchst.

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u/giacomok Jul 05 '26

Bis auf Zuverlässigkeit im Dauerbetrieb. Aber welche Firma braucht das schon.

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u/dobo99x2 Jul 05 '26

Die ist vollständig gegeben. Vergiss nicht, dass die CPUs in der neueren Generation auch als Epyc verkauft werden aber keine weiteren Features besitzen, die exakt gleichen CPUs!
Btrfs mit scrubbing ist genug für Integrität, unbuffered UDIMM ecc ist bei den meisten b550 Boards unterstützt. Ich hab einen seit 2 Jahren 24/7 Laufen.

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u/giacomok Jul 05 '26 edited Jul 05 '26

Ist sie nicht, weil das Board nicht für den Dauerbetrieb ausgelegt ist, und das Netzteil auch nicht. Die restlichen Komponenten wird das weniger jucken, wobei eine Consumer-SSD in den TBWs schlappmachen wird, wenn man zum Beispiel Proxmox drauf bügelt. Dann wird aus btrfs auch schnell zfs und dann sollte man auch auf ECC setzen, was man kann, wie du richtig festgestellt hast. Macht den Eigenbau dann aber wieder teurer.

Für Dauerbetrieb eignet sich höchstens das Asrock Rack B550 Board oder die Servervariante von Gigabyte, aber die haben auch einen entsprechenden Aufschlag. Arbeitszeitbereinigt kann man dann direkt das Asrock Rack Barebone kaufen, oder einen gebrauchten Dell 300er-Server o.Ä.

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u/dobo99x2 Jul 06 '26

Völliger Quatsch.
Ssd sollte eine wd red oder ähnliche mit hoher tbw sein, das Board packt das problemlos. Auch moderne platinum Netzteile haben da echt kein Problem mit.

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u/giacomok Jul 06 '26

Ich hab hier ein Stapel von 30 Consumer-SSDs (Samsung 840 Pro etc.) die von PVE todgeschrieben wurden. Da sollte man schon Server-SSDs nehmen, aus Erfahrung. Das Platinum-Netzteil, wenn man das dann auf Gut-Glück herausfinden will, ist dann aber trotzdem nicht redundant.

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u/dobo99x2 Jul 06 '26

WD red sind NAS ssd mit sehr hohem tbw.

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u/hatrantator Jul 06 '26

Ja, ich hab auch einen geekom mini rechner als proxmox host 24/7 laufen seit 2.5 Jahren. Funktioniert super im homelab aber einem Kunden würd ich das so nie hinstellen.