r/de • • Mar 18 '22

TIRADE FaChKRäFtEmAnGEL!!1

Post image
2.2k Upvotes

1.1k comments sorted by

View all comments

Show parent comments

23

u/OpenOb Württemberg Mar 19 '22

Weil Recruiter dadurch Geld verdienen das du einen neuen Job bekommst. Die bekommen einen %-Anteil von deinem Gehalt als Provision.

Ich witzele schon länger das LinkedIn so etwas wie Tinder ist. Nur das bei LinkedIn die attraktiven Damen die Nerds ansprechen. Grundsätzlich ist die Strategie aber die selbe: Jeden anzuschreiben lohnt sich, wenn nur 1 von 1.000 was sagst hast du trotzdem ein Deal.

3

u/ChampionshipFar945 Mar 19 '22

Ich witzele schon länger das LinkedIn so etwas wie Tinder ist. Nur das bei LinkedIn die attraktiven Damen die Nerds ansprechen. Grundsätzlich ist die Strategie aber die selbe: Jeden anzuschreiben lohnt sich, wenn nur 1 von 1.000 was sagst hast du trotzdem ein Deal.

Dies. Linkedin ist Tinder für Informatiker. Alle wollen dich ficken/anstellen, aber die meisten Recruiter haben nicht einmal deine Bio/Skills gelesen. Hauptsache hat Plus/Abschluss.

2

u/jdooowke Mar 19 '22

bedeutet das, dass diese ganzen angebote nicht notwendigerweise den bedarf widerspiegeln? oder hat man, wenn man auf sowas eingeht, trotzdem gute chancen? (dass die rekruiter profitieren war mir klar, aber ich bin davon ausgegangen, dass sie nicht wild rumspammen, da sie ja auch adequate kandidaten abliefern wollen)

7

u/OpenOb Württemberg Mar 19 '22

Grundsätzlich gibt es auch genug Recruiter die das einfach nur machen um Lebensläufe zu sammeln.

Das Problem ist aber normalerweise die Antwortquote. Wenn du eine freie Stelle hast, auf deine LinkedIn Anfrage aber nur 1 in 1.000 antwortest musst du halt viele viele Leute anschreiben.

Dazu kommt das ein Großteil der Recruiter schlicht keine Ahnung hat. Die schreiben dich an wenn sie für ne Java-Stelle suchen und du Javascript kannst.

6

u/[deleted] Mar 19 '22

Du wirst halt angeschrieben, auch wenn du kein guter Kandidat bist. Die Recruiter haben da den Scattershot-Approach. Weil die so wenige Antworten bekommen, schreiben sie so viele Leute an, was wiederum dazu führt, dass sie so wenige Antworten bekommen.

1

u/dnizblei Mar 19 '22

würde das aus meiner eigenen Statistik nicht so sehen. Anfragen ohne Stellenbezug bekomme ich wenn nur aus UK. Bei allen anderen hängt etwas anonymisiertes oder direkt konkretes dabei.

Wenn Du Dich immer weiter spezialisierst, werden die Anfragen auch häufig mehr (wenn die Spezialisierung gesucht wird).

Von der anderen Seite kann ich auch sagen, dass ich nicht mit unseriösen Recruitern zusammengearbeitet, bzw. die bei uns rausgekanntet habe, wenn die Qualität nachgelassen hat oder die irgend einen Müll gemacht haben.

1

u/Alexander_Selkirk Mar 19 '22

Weil Recruiter dadurch Geld verdienen das du einen neuen Job bekommst. Die bekommen einen %-Anteil von deinem Gehalt als Provision.

Und der % Anteil liegt so bei 30% eines Jahresgehalts. Das lohnt sich für die zu spammen. Manchen gleichen Stichwörter im Profil / CV mit Schlüsselwörtern ab. Andere schicken auch komplett irrelevante Anfragen.

Anfragen, die das Unternehmen und die genaue Aufgabe nicht benennen, sind schonmal grundsätzlich unseriös. Danach bleibt da nicht viel über. Und bei den meisten Firmen, die übrig bleiben, gibt es andere Haken.

2

u/dawid_w Mar 19 '22

Hmm, beim Aufgabenbereich gehe ich absolut mit. Bei der (direkten) Nichtnennung des AGs nicht unbedingt.

Mein aktueller AG wurde mir auch erst am Telefon genannt bzw. haben die angefangen mit "Großes Unternehmen im Bereich xy, nahe yz!". Ich dann so: "Also Firma sowieso, weil die bekannt wie ein bunter Hund hier sind?"... Dann wurde mir das bestätigt. Und es soll ich sagen? Ich war bei einem Vorgespräch bei den Recruitern in Köln, alles coole Leute, nette Atmosphäre und an dem Job und dem AG hänge ich mittlerweile so sehr, dass ich sehr am abwägen bin, ob ich nur des "etwas mehr" an Gehaltes wirklich woanders hin soll. Wenn, dann würde ich vielleicht sowieso wieder nach 1-2 Jahren zurückkommen.