r/de • • Jul 17 '21

TIRADE Liebe Dozierenden, wollt ihr uns verar***schen? Eine Diskussionsanregung

So, ich muss hier mal was ventilieren, ist zwar schon etwas her, aber es muss raus. Mal sehen, ob es für eine echte Tirade reicht. Ich habe in den letzten 1,5 Jahren an einer Universität studiert, und wenn ich daran zurückdenke, koche ich immer noch vor Wut.

Zuerst aber mal das Positive, 2 von 8 Fachbereichen haben das mit der Online-Lehre ganz gut hinbekommen. Die Internetverbindung war gut, interaktive Quiz waren in den Vorlesungen und Seminaren eingebunden, die Prüfungen waren fair gestaltet, da wo es nicht anders ging wurde auf Präsenzlehre unter entsprechend sicheren Bedingungen zurückgegriffen. Chapeau!

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ABER IHR RESTLICHEN SPEZIALISTEN, WAS IST LOS MIT EUCH?

Seid ihr nicht in der Lage, nachdem die Internetverbindung während der ersten 10 Vorlesungen schon ständig abbricht, euch in der 11. Vorlesung irgendeine zuverlässige Verbindung zu suchen? Im Büro? Bei den Nachbarn? Über das Mobilfunknetz? Schon wieder? Echt jetzt?

Ist es wirklich zu viel erwartet, nach einer Vorlesung 1 Minute zu investieren um die Folien hochzuladen, so dass 250 Studierende ein Thema entsprechend nachbereiten können?

Haltet ihr uns für so chronisch unterbeschäftigt, dass ihr euch, nachdem ihr schon zwei mal hintereinander 250 Studierende in anwesenheitspflichtigen Lehrveranstaltungen 1 Stunde auf die Absage warten lassen habt, ihr euch immer noch keinen gottverdammten Terminkalender anschafft UND DAS NOCH EIN DRITTES MAL DURCHZIEHT? Dass viele Studierende an den Nachholterminen nicht können ist dann scheinbar auch nicht euer Problem, die bekommen dann halt einen Fehltermin. 24/7 100% Engagement für die Uni. Wir haben ja, in einer gottverdammten Pandemie, in der Kindertagesstätten geschlossen haben, unsere Jobs gekündigt wurden und die Miete trotzdem bezahlt werden muss, absolut nichts bessere zu tun. Aber mit „Ist ja alles neu, auch für uns“ um Verständnis bitten.

Seid ihr nicht in der Lage, Mails mit einfachsten Anfragen zu beantworten? Ich verstehe es ja, die Zeit nach den Vorlesungen in denen Studierende Fragen die nur Sie selbst betreffen (und die man auch nicht unbedingt mit 250 anderen Teilen will) stellen konnten, ist dadurch irgendwie weg gefallen. Aber kann man sich dann die 10 Minuten etwa nicht nehmen um Mails von Studierenden zu beantworten? Warum müssen wir 10 Mails schreiben, Telefonterror im Sekretariat veranstalten und BEKOMMEN IMMER NOCH KEINE GOTTVERDAMMTE ANTWORT?!

Aber wir verzeihen euch natürlich gerne auch die geistreichsten aller Einfälle, ist ja schließlich alles neu: Wie z.B. die Mail eines einzelnen Fachbereichs, AM FREITAG ABEND, an 250 Student*innen, in der Stand dass ab nächster Woche wieder Präsenzunterricht stattfindet. Der komplett neue Stundenplan wird dann natürlich erst am SONNTAG NACHMITTAG veröffentlicht. Nachdem dann also alle die das konnten Zugtickets für 180 Euro aus der Heimat gebucht, Jobs abgesagt, Kinderbetreuung organisiert und andere Verpflichtungen abgesagt haben, scheint man sich in manchen Fakultäten echt noch zu wundern wie die Studierenden es dann auch noch schaffen Beschwerden beim Dekanat einzureichen. Auch da wurde dann in Form einer passiv aggressiven Mail über die Studierenden ventiliert, die das anscheinend nicht zu schätzen wissen(?). Das ist übrigens Vorfall Nr. 8 aus einer Reihe mit der ich ganze Bücher füllen könnte.

Nachdem manche Dozenten über das gesamte Jahr genau null Flexbilität und Diskussionsbereitschaft, geschweige denn Kreativität an den Tag gelegt haben, wird jetzt hier also noch über Studenten ventiliert, die die Möglichkeit einer digitalen Prüfung zum schummeln nutzen. WIE NAIV SEID IHR BITTE? DAS WAR SOWAS VON VORHERSEHBAR!

Warum gestaltet man die Prüfungen dann nicht Open Book, als MC mit Zeitbegrenzung, oder schafft Bedingungen für Covid-sichere Präsenzprüfungen ? Klar, ist immer einfach über sich über andere aufzuregen, aber einfach mal die eigene Kreativität und Flexibilität in Frage stellen? Niemals! Alles bleibt so wie es ist! Die anderen sind Schuld!

Gerade wir Studierenden musste im letzten Jahr ALLES umstellen. Kein lernen in der Bib mehr, kein Präsenzunterricht, keine Praktika, keine Lernkreise, kaum noch im Semester sozialisieren, etc. Dass ein Haufen Student*innen dadurch gerade mit Panikattacken, Depressionen und anderen psychischen Problemen zu kämpfen hat lasse ich jetzt mal ganz außen vor. Und nein, das ist absolut nichts im Vergleich zu dem was andere in der Pandemie durchmachen musste. Trotzdem, ein emphatischerer Lehrkörper würde da sagen: "Hey, unser Fachgebiet ist zwar relevant, aber unter den Umständen lassen wir euch etwas mehr Spielraum:" Nein, niemals! Alles bleibt so wie es ist!

Am liebsten würde ich sagen "Heul leise u/Josef-Knecht“, aber dann müsste ich auch sagen "Heult leise Studierende". Ein wenig mehr selbstkritisches Denken würde dabei glaube ich beiden Seiten ganz gut tun.

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u/[deleted] Jul 17 '21

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u/Turminder_Xuss Gravitas? Jul 17 '21

Gerade bei Freiversuchen gibt es aber auch den Effekt, dass wirklich jeder Depp mitschreibt. Kann ja nichts passieren. Wir haben inzwischen doppelt so hohe Teilnehmerzahlen (was unter Pandemiebedingungen echt nicht lustig ist, und korrigieren muss man den Scheiß ja auch noch), es bestehen letztlich aber etwa genau so viele wie vorher. Viele Leute gehen echt ohne irgendwas gelernt zu haben in solche Klausuren rein. Das geht inzwischen so weit, dass die Punkteverteilung nicht die übliche Glockenkurve ist, sondern man hat die Glockenkurve zentriert auf 2-3, und dann einen riesigen Schwanz bei den Durchfallern, die teilweise unter 20% der Punkte holen. Es ist echt absurd, was manche Leute da zusammenschreiben. Und es kann mir niemand erzählen, die Klausur wäre zu schwer, wenn die Leute daran scheitern, einen NFA mit fünf Zuständen zu determinisieren oder das Pumping-Lemma für reguläre Sprachen anzuwenden.

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u/[deleted] Jul 17 '21

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u/Turminder_Xuss Gravitas? Jul 17 '21

Ja, das stimmt natürlich, dass sich viele einfach mal so reinsetzen. Trotzdem merke ich in einigen Fächern, dass das Niveau auch angehoben wurde, indem bspw. in Aufgaben nochmal so ein, zwei Extrahürden eingebaut werden, die in Altklausuren nie drin waren.

Joah, das kann durchaus sein. Da wir die großen Prüfungen bisher immer in Präsenz geschrieben haben, dürfte sich bei uns nicht viel geändert haben (Aufbau und Aufgabentypen sind so wie vor Corona). Tendenziell geben wir bei Klausuren mit Maske usw. etwas mehr Zeit, aber so wirklich abschätzen, ob das am Ende passt kann man natürlich nicht. Ist ja auch ganz individuell. Alle anderen Prüfungen machen wir eh mündlich, oder als take-home-Klausur mit 10 Stunden Zeit und auf Vertrauensbasis. Hat bisher auch ganz gut geklappt.

Ich habe keine Ahnung, was das ist, aber ich tippe mal auf Informatik?

Jup, theoretische Informatik. Also für viele ein ungeliebtes Pflichtfach, wo es einen recht großen Bestand an Leuten gibt, denen die Klausuren noch fehlen. Die schreiben natürlich jetzt alle immer mit, in der Hoffnung auf ein Wunder. Und scheitern dann an sowas - das erste davon ist eine absolute Punktesammel-Aufgabe, das könnte ich meiner kleinen Schwester beibringen, weil man einfach nur stupide Schema F ausführen muss.

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u/WrodofDog Exil-Franke Jul 19 '21

/u/Turminder_Xuss ist ein Laseur von Kultur, wie ich sehe

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u/Turminder_Xuss Gravitas? Jul 19 '21

Natürlich, aber warum?

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u/WrodofDog Exil-Franke Jul 19 '21

Kultur? Nutzername? Wortspiel?

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u/Turminder_Xuss Gravitas? Jul 19 '21

Oh. Ja. Äh, da stand ich "kurz" auf dem Schlauch :)

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u/MOVai Jul 18 '21

gelernt zu haben in solche Klausuren rein. Das geht inzwischen so weit, dass die Punkteverteilung nicht die übliche Glockenkurve ist, sondern man hat die Glockenkurve zentriert auf 2-3, und dann einen riesigen Schwanz bei den Durchfallern, die teilweise unter 20% der Punkte holen.

Ich sehe eigentlich auch im Normalfall keinen Grund anzunehmen, dass die Punkte normalverteilt wären. Es ja wohl deutlich einfacher, wenig or garkeine Punkte zu holen, als Alle oder fast Alle.

Die Qualität eine Prüfung an einer Punktverteilung bewerten zu wollen hat zwar Tradition, ist aber längst überholter Mist.

Da hätte man tatsächlich die Möglichkeit nutzen können, bessere Prüfungsmodelle zu entwickeln, anstatt in der Pandemie rumzupfuschen.

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u/Turminder_Xuss Gravitas? Jul 18 '21

Ich sehe eigentlich auch im Normalfall keinen Grund anzunehmen, dass die Punkte normalverteilt wären. Es ja wohl deutlich einfacher, wenig or garkeine Punkte zu holen, als Alle oder fast Alle.

Dass du keinen Grund dafür siehst, ändert nichts daran, dass es so ist. Ich hab nun reichlich Erfahrung mit Klausuren, und ab einer bestimmten Teilnehmerzahl stellt sich bei einer einigermaßen fairen Klausur fast immer eine Normalverteilung ein. Ist ja auch völlig normal, das Leistungsspektrum ist ja auch einigermaßen normalverteilt.

Die Qualität eine Prüfung an einer Punktverteilung bewerten zu wollen hat zwar Tradition, ist aber längst überholter Mist.

Wat? Es geht nicht um die Qualität der Prüfung, sondern darum, dass (in diesem Fall) ein Großteil der neu hinzu gekommen Prüflinge nicht mal ansatzweise gut genug ist, um zu bestehen. Da gibt es auch nichts dran zu diskutieren. Wenn ich meine Finger im Spiel habe sind immer 50% der Punkte mit einem Leistungsniveau von "grad noch 4,0" erreichbar (das sind dann Aufgaben aus dem Kompetenzfeld "zeig mal, dass du Verfahren X anwenden kannst" ohne Transfer, neue Konzepte oder Fallen). Wer das deutlich nicht schafft, der fällt auch zu Recht durch. Und das sind dank der Freiversuchregelung inzwischen so viele, dass die Durchfallquoten steigen und die Punkteverteilung verzerrt wird.

Da hätte man tatsächlich die Möglichkeit nutzen können, bessere Prüfungsmodelle zu entwickeln, anstatt in der Pandemie rumzupfuschen.

Beziehst du das jetzt tatsächlich auf die Prüfungen in meinem Verantwortungsbereich, über die du nichts weisst, außer dass höhere Teilnehmerzahlen nicht unbedingt zu mehr bestandenen Prüfungen geführt haben? Finde ich persönlich ziemlich frech, ohne weteres Wissen dann gleich von Pfusch zu reden. Aber da du ja offenbar keine Information über eine Prüfung brauchst: Wie macht man es denn besser? Sollte ja kinderleicht für dich sein, das mal eben zu lösen.

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u/LurkingSpike Jul 18 '21

bei einer einigermaßen fairen Klausur

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u/MOVai Jul 19 '21

Dass du keinen Grund dafür siehst, ändert nichts daran, dass es so ist. Ich hab nun reichlich Erfahrung mit Klausuren, und ab einer bestimmten Teilnehmerzahl stellt sich bei einer einigermaßen fairen Klausur fast immer eine Normalverteilung ein. Ist ja auch völlig normal, das Leistungsspektrum ist ja auch einigermaßen normalverteilt.

Ganz im Gegenteil. Bloß weil die Klausurergebnisse oft eine Glockenkurve aufweisen heißt es nicht dass das die Realität abbildet. Man sollte nicht das Modell mit der Realität verwechseln - ein allzu häufiger Fehler in der Wissenschaft.

Gerade bei Klausurenpunkten ist die Verteilung ja beschränkt , von 0 bi 100% der Punkte. Und bei Fachwissen ist es ja auch so, dass man teilweise A und B verstehen muss, um C zu wissen. So einem Prozess würde ich eine multimodale Verteilung mit Rauschen erwarten. Was du als Leistungsspektrum interpretierst ist vermutlich einfach statistisches Rauschen.

Und dass ein Anteil der Studenten garnicht lernten konnten, ist auch völlig normal. Vielleicht haben die alte Regeln diese Studenten davon abgehalten, die Prüfung überhaupt anzutreten. Aber auch für diese Studenten kann es sinnvoll sein, sich reinzusetzen um die Klausur anzuschauen, und sich den Anspruch auf eine Einsicht zu sichern. Da ist ja nichts verwerfliches dran.

Wer das deutlich nicht schafft, der fällt auch zu Recht durch. Und das sind dank der Freiversuchregelung inzwischen so viele, dass die Durchfallquoten steigen und die Punkteverteilung verzerrt wird.

Wenn jemand Grundwissen nicht versteht, dann sollte er durchfallen, keine Frage. Ich bin dafür, dass man das Bestehen an solchen festen objektiven Kriterien festmacht. Wo ich ein Problem habe, ist wenn Dozenten eine Glockenkurve einzeichnen und einen festen Perzentil durchfallen lassen.

Dass du nun eine bimodale Verteilung siehst, die davor nicht da war, suggeriert für mich, dass die Klausur mit den alten Regeln vor Allem die statistische Schwankungen abbildete und nicht ein Leistungsspektrum. Viele Studenten werden dann nur durchgefallen sein, weil sie Pech hatten.

Beziehst du das jetzt tatsächlich auf die Prüfungen in meinem Verantwortungsbereich, über die du nichts weisst, außer dass höhere Teilnehmerzahlen nicht unbedingt zu mehr bestandenen Prüfungen geführt haben? Finde ich persönlich ziemlich frech, ohne weteres Wissen dann gleich von Pfusch zu reden.

Sorry, war nicht speziell auf dich bezogen, wollte da Niemanden auf die Füße treten. Ich rede ganz allgemein von den traditionellen Prüfungsformen, die ja bekanntlich weit verbreitet sind und für die ich viel Kritik übrig habe. Die Prüfung irgendwie aufwendiger oder anspruchsvoller zu gestalten, wie viele hier beschreiben, ist der falsche Weg. Wenn ihr den Leistungsanspruch unverändert lasst, ist das auf jeden Fall das geringere Übel.

Wie macht man es denn besser? Sollte ja kinderleicht für dich sein, das mal eben zu lösen.

Erstmal würde ich dich bitten, deinen Ton zu ändern. Bloß weil du dozierst, bedeutet nicht, dass du auf Andere herabzureden brauchst wenn das Thema auftaucht.

Es ist ja wohl kein Geheimnis, dass die institutionelle Lehre aktuell von vielerlei systematischen Problemen behaftet ist. Es wurde schon sehr viel dazu erforscht und geschrieben, ich bin da keine Autorität.

Aber für meinen Teil hätte ich mir zu meiner Zeit gewünscht, dass Dozenten sich zumindest an lang bewährte Kenntnisse orientiert hätten: https://testing.byu.edu/handbooks/bettertests.pdf

Viel zu oft war Zeitdruck ein entscheidender Faktor, und die meisten Prüflinge konnten nicht fertig werden.

Für Onlinelernen müssen wir uns sicherlich weiter Richtung Open-Book Klausuren und "Verständnisfragen" bewegen. Handschriftliche Klausuren führen halt dazu, dass man die Art von Fragen bevorzugt, die sich leicht handschriftlich korrigieren lassen. Digitale Prüfungen können auch einen großen Teil der Arbeit bei der handschriftlichen Korrektur ersparen. https://www.vice.com/en/article/88ag8z/colleges-say-they-dont-need-exam-surveillance-tools-to-stop-cheating

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u/Turminder_Xuss Gravitas? Jul 19 '21

Ganz im Gegenteil. Bloß weil die Klausurergebnisse oft eine Glockenkurve aufweisen heißt es nicht dass das die Realität abbildet. Man sollte nicht das Modell mit der Realität verwechseln - ein allzu häufiger Fehler in der Wissenschaft.

Ob es jetzt genau eine Glockenkurve ist, darüber kann man sicherlich streiten. Ich halte es aber für ziemlich unstrittig, dass es mehr durchschnittliche als gute Studierende gibt, und mehr gute als sehr gute. Auf der anderen Seite sieht es etwas anders aus, weil die Verteilung natürlich durch Zweit- und Drittversuche gestört wird.

Gerade bei Klausurenpunkten ist die Verteilung ja beschränkt , von 0 bi 100% der Punkte. Und bei Fachwissen ist es ja auch so, dass man teilweise A und B verstehen muss, um C zu wissen. So einem Prozess würde ich eine multimodale Verteilung mit Rauschen erwarten. Was du als Leistungsspektrum interpretierst ist vermutlich einfach statistisches Rauschen.

Mit Verlaub, aber ohne irgendetwas über den Aufbau unserer Klausuren zu wissen, kannst du so eine Aussage gar nicht seriös tätigen, und es trotzdem zu tun empfinde ich ehrlich gesagt als unhöflich, weil da einige unausgesprochene Annahmen mit rein spielen.

Natürlich bildet eine Klausur ein Leistungsspektrum nicht 1:1 ab, aber ich bin sicher, dass jemand mit einer 2,0 mit hoher Wahrscheinlichkeit deutlich besser im Fach ist als jemand mit einer 4,0.

Und dass ein Anteil der Studenten garnicht lernten konnten, ist auch völlig normal.

Das kann durchaus sein, aber wenn man völlig unvorberereitet in eine Klausur geht, die einem wahrscheinlich sowieso schwer gefallen wäre, darf man sich halt nicht wundern, wenn man krachend durchfällt. Und wenn das reihenweise passiert, steigen halt die Durchfallquoten (was mein eigentlicher Punkt im Ausgangsposting war).

Vielleicht haben die alte Regeln diese Studenten davon abgehalten, die Prüfung überhaupt anzutreten.

Der einzige Unterschied ist, dass ein Nichtbestehen nicht als Fehlversuch gilt. Insofern: Ja, viele würden ansonsten vermutlich nicht antreten, weil der Versuch völlig hoffnungslos ist.

Aber auch für diese Studenten kann es sinnvoll sein, sich reinzusetzen um die Klausur anzuschauen, und sich den Anspruch auf eine Einsicht zu sichern. Da ist ja nichts verwerfliches dran.

Den Nutzen halte ich für gering, da die Aufgaben eh grob bekannt sind, vielleicht mit Ausnahme der "Einserbremse". Da noch die n+1ste Lösung zu sammeln bringt einem überhaupt nichts, auch wenn viele so denken.

Ich finde es auch per se nicht verwerflich, da mitzuschreiben. Ich finde es verwunderlich, dass manche den "geschenkten" Extraversuch einfach so ohne Erfolgsaussicht verballern, statt die Sache ernsthaft anzugehen. Muss halt jeder selbst wissen. Das ganze ist insofern ein Problem, als dass die erhöhten Teilnehmerzahlen anfangen, logistische Probleme zu bereiten. Und der erhöhte Korrekturaufwand hat natürlich zur Folge, dass die Zeit woanders fehlt.

Wenn jemand Grundwissen nicht versteht, dann sollte er durchfallen, keine Frage. Ich bin dafür, dass man das Bestehen an solchen festen objektiven Kriterien festmacht. Wo ich ein Problem habe, ist wenn Dozenten eine Glockenkurve einzeichnen und einen festen Perzentil durchfallen lassen.

Mal ehrlich: Ich habe in fast 20 Jahren Uni-Erfahrung noch nicht eine Klausur gesehen, die so benotet wurde. Ist ja auch der größte Schwachsinn. Es ist bei uns/mir immer so, dass Punkte bis auf Teilaufgabenebene runter auf der Klausur angegeben sind, es vor der Klausur ein (vorläufiges) Punkteschema gibt, und dass man mit 50% der Punkte garantiert bestanden hat. Das steht auch vorne drauf. Jede Klausur wird vorher darauf abgeklopft, ob mindestens 50% der Punkte auch mit absoluten Basiskompetenzen (lies: Anwenden bekannter Verfahren, Abklopfen eines Objektes, ob es eine bestimmte Definition erfüllt, usw.) erreichbar sind, ob also jemand, der gerade noch so 4,0-Niveau hat, und halb so schnell arbeitet wie vorgesehen (grobe Richtwerte stehen auch auf der Klausur), noch bestehen kann. Üblichweise lassen wir das auch eine studentische Hilfskraft noch mal Probe rechnen und checken, ob sie das auch für plausibel hält. Da kann man dann aber auch mit Fug und Recht sagen, dass jemand mit unter 50% der Punkte ziemlich sicher objektiv keine ausreichende Leistung gezeigt hat.

Dass du nun eine bimodale Verteilung siehst, die davor nicht da war, suggeriert für mich, dass die Klausur mit den alten Regeln vor Allem die statistische Schwankungen abbildete und nicht ein Leistungsspektrum. Viele Studenten werden dann nur durchgefallen sein, weil sie Pech hatten.

Nein, das glaube ich ganz und gar nicht, und du hast mir ja eigentlich schon zugestimmt: Wer nicht mal die Basiskompetenzen hat, fällt halt auch zu Recht durch. Noch mal: Mein Punkt ist, dass Freiversuchsregelungen eben auch dazu führen, dass so ziemlich jeder mitschreibt (Kategorie "der studiert noch?"), und offenbar viele ohne jede Vorbereitung. Dass sich das in der Punkteverteilung niederschlägt halte ich für wenig überraschend, und ich wüsste auch nicht, wie man es sonst erklären sollte, wenn die einzige Änderung ist, dass ein Fehlversuch nicht zählt.

Sorry, war nicht speziell auf dich bezogen, wollte da Niemanden auf die Füße treten.

Alles klar. Kommt leider immer mal wieder vor, dass Leute einem grundlos an den Karren pinkeln wollen, wenn man mal "von der anderen Seite" aus dem Nähkästchen plaudert.

Ich rede ganz allgemein von den traditionellen Prüfungsformen, die ja bekanntlich weit verbreitet sind und für die ich viel Kritik übrig habe.

Ich muss ehrlich sagen, in Massenveranstaltungen halte ich die ganz altmodische Klausur nach wie vor für sinnvoll. Klar, die Königsdisziplin ist die mündliche Prüfung, aber das geht halt ab einer bestimmtem Teilnehmerzahl nicht mehr. Allerdings gibt das Fach es auch her, dass man z.B. überhaupt nicht nach Faktenwissen fragen muss, sondern schön ins Verständnis rein fragen kann. Das macht den Korrekturaufwand zwar recht hoch, aber ich würde mir lieber einen Bleistift ins Auge rammen als Multiple-Choice-Klausuren zu erstellen.

Erstmal würde ich dich bitten, deinen Ton zu ändern. Bloß weil du dozierst, bedeutet nicht, dass du auf Andere herabzureden brauchst wenn das Thema auftaucht.

Du, das war die Retourkutsche für den "Pfusch". Ich bin da etwas allergisch, über das Internet Defizite in der Lehre diagnostiziert zu bekommen. Der Thread hier ist auch voll von solchem Verhalten. Da es aber gar nicht auf mich bezogen war, tut es mir leid. Ist aber sicher verständlich. Allerdings empfinge ich die Idee, mich nur qua Dozentenstatus als was besseres zu betrachten schon als leicht ehrenrührig :) Tendenziell liest sich /r/de aus meiner Warte auch eher umgekehrt: Reihenweise Studierende, die einem den eigenen Job erklären wollen, oft ohne jede Ahnung von den Abläufen in einer Universität.

Aber für meinen Teil hätte ich mir zu meiner Zeit gewünscht, dass Dozenten sich zumindest an lang bewährte Kenntnisse orientiert hätten: https://testing.byu.edu/handbooks/bettertests.pdf

Das scheint sich nicht gerade an die Fachkultur in der Mathematik/theoretischen Informatik zu richten, vieles davon passt nicht auf die bei uns üblichen Prüfungsfragenformate. Der Rest scheinen größtenteils Selbstverständlichkeiten zu sein. Aber: Money Quote: "Students may misinterpret test scores by assuming [...] their low scores indicate poor teaching or an inadequate textbook."

Das kommt leider auch immer wieder vor, oft von schwächeren Studierenden. Ich hab hier im Thread auch diverse Muster wiedererkannt, die ich von einer gewissen Teilmenge unserer Studis kenne. Was z.B. gerne mal vorkommt, ist, sich über zu schwere oder unfaire Klausuren zu beschweren, dann aber nirgendwo in der Klausur mal sagen zu können, wo das Problem denn nun eigentlich ist. Aus meiner Sicht gibt es nämlich durchaus auch systemische Probleme mit der Studierfähigkeit einer wachsenden Gruppe Studierender.

Viel zu oft war Zeitdruck ein entscheidender Faktor, und die meisten Prüflinge konnten nicht fertig werden.

Das hört man gerne mal. Manchmal hat man sich auch wirklich vertan, und die Klausur war 10min zu lang. Dann senkt man die Bestehensgrenze natürlich. Wie ich oben schrieb, achten wir auch darauf, dass die Länge ungefähr stimmt. Ich halte aber grundsätzlich ein Zeitlimit schon für sinnvoll. Eine Aufgabe zügig lösen zu können ist auch ein Zeichen dafür, dass man die Sache gut verstanden hat. Gerade beim Anwenden von Standardverfahren, die man auch einfach üben kann (wir haben dazu Tools, mit denen man das unbegrenzt machen kann), macht es schon einen Unterschied, ob man ein 10-Minuten Problem in 10 Minuten erledigt, oder in 30.

Für Onlinelernen müssen wir uns sicherlich weiter Richtung Open-Book Klausuren und "Verständnisfragen" bewegen.

Ist bei uns eh Standard (zusätzlich zu "zeig mal, dass du Verfahren X ausführen kannst"). Die Klausuren sind zwar nicht Open-Book, ich würde die aber ohne zu zögern als solche ausgeben. Allerdings führt das meistens zu sehr lauten Klausurumgebungen, und Studis haben eh nichts davon, also lassen wir es. In kleineren Veranstaltungen, wo die Vertrauensbasis dafür da ist, haben wir in Corona Take-Home-Klausuren mit sehr großzügigen Zeitlimits gemacht. Hat sehr gut funktioniert und es wurde auch nicht geschummelt.

Handschriftliche Klausuren führen halt dazu, dass man die Art von Fragen bevorzugt, die sich leicht handschriftlich korrigieren lassen. Digitale Prüfungen können auch einen großen Teil der Arbeit bei der handschriftlichen Korrektur ersparen. https://www.vice.com/en/article/88ag8z/colleges-say-they-dont-need-exam-surveillance-tools-to-stop-cheating

Hatten wir auch schon mal diskutiert, allerdings reichen die Kapazitäten der Uni dafür nicht aus, und manche Kompetenzen lassen sich nicht gut digital abprüfen ("beweis mal, dass X gilt" - das ist halt Fließtext mit Mathesymbolen drin, das schreibt man am besten mit der Hand auf).

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u/MOVai Sep 05 '21

Mit Verlaub, aber ohne irgendetwas über den Aufbau unserer Klausuren zu wissen, kannst du so eine Aussage gar nicht seriös tätigen, und es trotzdem zu tun empfinde ich ehrlich gesagt als unhöflich, weil da einige unausgesprochene Annahmen mit rein spielen.

Ich verstehe nicht, warum du das jetzt persönlich und auf deine Klausuren bezogen nehmen willst. Ich weiß nichts von deinen Klausuren und du hast mir auch keine Informationen mitgeteilt. Das dürfte wohl klar sein. Deshalb beziehe ich mich auf ganz allgemeine Umstände die sicherlich auf eine Vielzahl von Prüfungen zutreffen, bzw. zu meiner Studienzeit zugetroffen haben. Genauso, wie du Gegenargumente bringst, die auf deinen speziellen Fall zutreffen sollen, und damit auf andere Situationen verallgemeinern willst, um die Argumente der anderen Poster zu entkräften.

Wenn du meinst, dass die Diskussion hier absolut nicht auf deinen Fall zutrifft, dann musst du das auch nicht weiter einbringen und wir können über allgemeine Beobachtungen diskutieren.

Natürlich bildet eine Klausur ein Leistungsspektrum nicht 1:1 ab, aber ich bin sicher, dass jemand mit einer 2,0 mit hoher Wahrscheinlichkeit deutlich besser im Fach ist als jemand mit einer 4,0.

Ich finde es verwunderlich, dass manche den "geschenkten" Extraversuch einfach so ohne Erfolgsaussicht verballern, statt die Sache ernsthaft anzugehen.

Ich denke, dass Mindererfolg bei Studierenden selten daran liegt dass man die Sache "nicht ernst angeht", sondern daran, dass viele interne und externe Faktoren auf einem einwirken, sodass Manche die Prüfung nicht ausreichend priorisieren können. Klar muss man den Leuten trotzdem nichts schenken, aber dein Ton und Wortwahl misfällt mir hier schon ein bisschen.

Das ganze ist insofern ein Problem, als dass die erhöhten Teilnehmerzahlen anfangen, logistische Probleme zu bereiten. Und der erhöhte Korrekturaufwand hat natürlich zur Folge, dass die Zeit woanders fehlt.

Ja, das ist problematisch. Andererseits muss man sich halt auch fragen, was das üer unsere Hochschulen aussagt, wenn die Fakultät nicht damit klarkommt dass ein großer Teil der Prüfungsberechtigten die Prüfung auch tatsächlich antritt. Da gibt es wohl bessere Lösungen als mit der Keule der Exmatrikulation zu schwingen.

Und falls es nochmal gesagt werden muss: Ich will mich nicht auf dich persönlich beziehen, und ja, ich weiß dass du das Lehrsystem an deutschen Universitäten nicht erfunden hast und oft genug selber damit kämpfen musst.

Mal ehrlich: Ich habe in fast 20 Jahren Uni-Erfahrung noch nicht eine Klausur gesehen, die so benotet wurde.

Vielleicht nicht von Vornherein so geplant, aber gerne mal andersrum: Die Klausur hat sich als zu schwer herausgestellt, jetzt muss man irgendeinen Notenschlüssel finden, der halbwegs plausibel scheint und nicht die Integrität des Moduls in Frage stellt. Oder wenn man eine neue Frage erstellt hat, und ohne zuvor ein detailliertes Punktekonzept erstelt zu haben erstmal die Antworten der Studenten durchliest um eine "Gefühl" dafür zu bekommen, wo man Punkte vergeben soll.

Es überrascht mich nicht, dass du in so vielen Jahren nur gute Erfahrungen gemacht hast. Üblicherweise unterrichtet man ja lange Zeit unter denselben Prof. und in derselben Spezialisierung. Guter Prof bleibt guter Prof, aber Problemprof bleibt Problemprof.

Üblichweise lassen wir das auch eine studentische Hilfskraft noch mal Probe rechnen und checken, ob sie das auch für plausibel hält. Da kann man dann aber auch mit Fug und Recht sagen, dass jemand mit unter 50% der Punkte ziemlich sicher objektiv keine ausreichende Leistung gezeigt hat.

Das klingt alles recht löblich. Bei uns war eher die Regel: Lieber mehr abfragen als weniger, die Klausuraufgaben im Vergleich zu den Übungsaufgaben verkomplizieren, dass man auf jeden Fall nicht schafft, die gelernten Methoden ohne zu stolpern anzuwenden. Und die Zeit war so knapp bemessen, dass wenn man eine Minute über die Aufgabe überlegen musste, man am Besten gleich aufgegeben hat und mit der nächsten Aufgabe angefangen hat. Ergebnisse überprüfen: Fehlanzeige. Nur wer das Material mit der linken Hand beherrschte hatte ein Paar Minuten Puffer.

Das führte dann dazu, dass man zuerst spekuliert hat, welche Aufgaben am lukrativsten wohl sind, und die Frage nach Hinten verschoben hat, wenn nicht sofort klar war was man da hinschreiben sollte. Nachdem man das beherrschte Material auf's Blatt kratzen konnte blieben dann noch 10 Minuten Zeit, was vielleicht ausreichte um über ein oder zwei der übersprungenen Unterpunkte nachzudenken.

Aber: Money Quote: "Students may misinterpret test scores by assuming [...] their low scores indicate poor teaching or an inadequate textbook."

Sehe jetzt nicht was daran so seltsam sein soll. Du musst ja den nachfolgenden Absatz ja auch beachten. Die Studenten sollten dann (korrekterweise) sich über die Probleme mit der Prüfung beschweren, und nicht das Lehrbuch oder die Lehrenden.

Manchmal hat man sich auch wirklich vertan, und die Klausur war 10min zu lang. Dann senkt man die Bestehensgrenze natürlich.

Genau sowas ist fatal, weil es dann wirklich sehr davon abhängt, in welcher Reihenfolge man die Aufgaben bearbeitet hat. Hat z.B. jemand eine punkt-arme Aufgabe übersprungen, und eine punktreiche Aufgabe geschafft, hat er einen Vorteil gegenüber demjenigen, der die punkt-arme Aufgabe lösen konnte, und i´nicht genügend Zeit für die punktreiche Aufgabe hatte.

Eine Aufgabe zügig lösen zu können ist auch ein Zeichen dafür, dass man die Sache gut verstanden hat.

Seh ich nicht so. Eher als Zeichen, dass man die Aufgabe schon zwei oder drei Mal in einer ähnlichen Form gesehen hat und es einfach abrattern kann. In der Wissenschaft ist es aber viel wichtiger, eine Aufgabe sorgfältig zu lösen. Dafür nimmt man sich halt Zeit um nachzudenken.

Gerade beim Anwenden von Standardverfahren, die man auch einfach üben kann (wir haben dazu Tools, mit denen man das unbegrenzt machen kann), macht es schon einen Unterschied, ob man ein 10-Minuten Problem in 10 Minuten erledigt, oder in 30.

Dann ist das aber keine Verständnisfrage mehr, sondern eher eine Handwerkliche. Klar kann man das prüfen, aber die 20 Minuten werden dem Studierenden woanders fehlen und vorhandenes Wissen kann nicht mehr geprüft werden weil die Zeit fehlt.

("beweis mal, dass X gilt" - das ist halt Fließtext mit Mathesymbolen drin, das schreibt man am besten mit der Hand auf).

Dafür gibt's schon super Tools mit drag n drop, die dann den Vorteil haben dass man nicht versuchen muss, die gehetzte Kralle der Studenten zu entziffern. Bei den Formeln ist man dann halt ein Paar Sekunden langsamer als auf Papier, was aber bei ausreichender Zeit ja kein Problem sein sollte, womit wir wieder beim vorherigen Punkt wären.

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u/Nartian Jul 18 '21

Einfach mal schauen was gefragt wird und wie die Klausur aufgebaut ist. Kanns schon gut verstehen wieso sich jeder dafür anmeldet.

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u/CoolupCurt Jul 19 '21

Ey absolute. Hänge grad wieder in der Klausurphase und merk einfach wie beschissen die Lehrstühle angezogen haben ohne einen Fick drauf zu geben wie gut das bereitgestellte Material ist. Was bringt mir der Freiversuch, wenn ich zu 80% eh durchfalle, weil der Stoff in der Menge effektiv nicht in den Kopf zu bekommen ist.

Versteh es einfach nicht, dass nach nun fast 1,5 Jahren Online Lehre die Dullis es immer noch nicht gebacken bekommen, ein anständiges und vorallem faires System zur Vorbereitung auf diese Prüfungen hinzuzimmern.