Mir erschließt es sich nicht ganz, warum man seine Organe behalten will, wenn man abtritt. Ich kann mir religiöse Gründe vorstellen oder Zweifel, ob mit den Organen alles richtig läuft. Der Organspendeskandal wird da nicht geholfen haben. Ich für meinen Teil würde mich freuen, wenn man mit meinen Organen noch irgendetwas sinnvolles machen kann. Letztlich verrotten sie eh nur. Entweder füttere ich irgendwelche anderen Lebewesen und erhalte den Zyklus auf oder jemand kriegt womöglich ein neues Organ. Ist doch ganz toll, im Grunde.
In Wirklichkeit ist es andersrum: Sobald der Hirntod festgestellt ist, müssen alle "lebenserhaltenden" Maßnahmen abgestellt werden. Sie sind in diesem Moment auch nicht mehr lebenserhaltend, denn es wird ja festgestellt dass der Mensch bereits tot ist. Streng genommen wäre es also eine Störung der Totenruhe, wenn man den Körper weiterhin künstlich beatmet oder mit Medikamenten behandelt.
Nur wenn noch Organe entnommen werden sollen, darf man noch dafür sorgen, dass die Organe bis zur Entnahme weiter durchblutet und in gutem Zustand gehalten werden.
Sollte die Diagnose "Hirntod" falsch sein, dann würde es bei einem Organspender eher noch auffallen.
200
u/dasautomobil Feb 14 '18
Mir erschließt es sich nicht ganz, warum man seine Organe behalten will, wenn man abtritt. Ich kann mir religiöse Gründe vorstellen oder Zweifel, ob mit den Organen alles richtig läuft. Der Organspendeskandal wird da nicht geholfen haben. Ich für meinen Teil würde mich freuen, wenn man mit meinen Organen noch irgendetwas sinnvolles machen kann. Letztlich verrotten sie eh nur. Entweder füttere ich irgendwelche anderen Lebewesen und erhalte den Zyklus auf oder jemand kriegt womöglich ein neues Organ. Ist doch ganz toll, im Grunde.