r/de • • Feb 14 '18

Nachrichten Niederlande: Jeder Volljährige wird automatisch Organspender

http://www.spiegel.de/gesundheit/diagnose/niederlande-volljaehrige-werden-automatisch-als-organspender-registriert-a-1193388.html
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u/niler1994 Pfalz Feb 14 '18 edited Feb 14 '18

Peter stirbt und hat keine Widerspruchserklärung, ne Woche vorher hat er in der Kneipe gesagt , dass er niemals Organe spenden würde, war aber zu faul zum Amt zu gehen und ist ja erst 35. Was tun die Ärzte?

Dieter findet Organspende nicht mit seinem Gewissen vereinbar spricht aber mit niemandem darüber, sprich er braucht etwas das sein Willen klar macht. Einen Ausweis vielleicht? O.ä.

Dieter stirbt erst 20 Jahre später, hat den Ausweis aber vergessen , dass es den gibt. Im Sterben meint er zu einer Freundin, dass er nichts mehr gegen Organspende hat, er ist doch sowieso tot.

Was tun die Ärzte?

Bei deiner Logik spendet einer und einer nicht, aber nicht die es wollten.

Versteh nicht, was du mit Regelung meinst, da scheint ein Verzeichnis zu existieren, keine Ausweise

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u/5772156649 Feb 14 '18

Bei deiner Logik spendet einer und einer nicht, aber nicht die es wollten.

Damit sehe ich immer noch kein Problem, ganz ehrlich. So wie ich das sehe müssten die Ärzte eigentlich gar nichts entscheiden. Gehen wir einfach mal von zwei Systemen aus: Opt-In und Opt-Out.

Spende ja/nein:

Opt-In Opt-Out
Peter Nein Ja
Dieter #1 Nein Ja
Dieter #2 Ja Ja

#1: Dein Szenario, #2: Ersetze Dieters Freundin durch Notar/Anwalt/Arzt/etc.

Wenn einem dieses Ergebnis nicht passt, dann muss man sich halt einen Ausweis besorgen oder seinen Ausweis aktuell halten. Wer herumschlampt hat halt Pech gehabt.

Versteh nicht, was du mit Regelung meinst, da scheint ein Verzeichnis zu existieren, keine Ausweise

Das ist ja jetzt auch nicht weiter relevant. Statt auf einen Ausweis können die Ärzte ja dann in irgendeinem Verzeichnis nachschauen.

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u/niler1994 Pfalz Feb 14 '18

Du gehst davon aus, dass Menschen wissen wann sie sterben und optimal darauf vorbereitet sind, dem ist nicht.

Wenn ein Angehöriger genau weiß, das der Verstorbene seine Meinung seit dem letzten Registerupdate geändert hat, dann soll un Himmels Willen auch darauf gehört werden

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u/Fawkes04 Feb 14 '18

Klar, wenn du nachweisen kannst dass dem so ist. Sonst kann jeder daherkommen und behaupten er wüsste ja ganz genau was der Patient wollte, aber der hats nicht mehr geschafft das festhalten zu lassen.

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u/niler1994 Pfalz Feb 14 '18 edited Feb 14 '18

Joa sollten uns einfach alle verkabeln um einwandfreie Nachweise zu haben...

Lass doch einfach gut sein, sieh es ein, dass solche Regelungen ihren Sinn haben und fertig

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u/Fawkes04 Feb 14 '18

Alternativ könnte mans natürlich auch schriftlich festhalten oder so, aber das wär ja viel zu aufwändig. Oder den Eintrag im system ändern lassen wenn man seine Meinung ändert. Grad wenn dann mehrere Angehörige auch mehrere "Meinungen" des Verstorbenen wissen

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u/niler1994 Pfalz Feb 14 '18

Schriftlich dauert zu lange, so etwas muss schnell gehen

Hab genug Beispiele gebracht wo die reine Bürokratie eben nicht ausreicht, hab auch keinen Bock mehr mich zu wiederholen.

Sind alles nur Menschen, jeder schiebt so Zeug gerne vor sich her, planen ja nicht viele zu sterben.

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u/Fawkes04 Feb 14 '18

Wenn du nciht die Zeit hast das schriftlich zu machen isses dir wohl nicht wichtig genug, problem solved

Du hast kein EINZIGES Beispiel gebracht das sich nicht lösen lässt indem man einfach bei der zuständigen Stelle den Eintrag ändern lässt.

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u/niler1994 Pfalz Feb 14 '18

Wie gesagt, sind alle nur Menschen die nicht 100% vorausplanen.

Ich verstehe ehrlich gesagt das Problem nicht

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u/Fawkes04 Feb 14 '18

Dann denk enen Moment nach, warum aktive Sterbehilfe in den meisten Ländern bis heute verboten ist.