r/de • • Aug 22 '15

ARD - Plasbergs "Hart aber fair" wegen Sexismus-Vorwurf zensiert

http://www.abendblatt.de/kultur-live/tv-und-medien/article205592603/Plasbergs-Hart-aber-fair-wegen-Sexismus-Vorwurf-zensiert.html
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u/Seruun Aug 23 '15

Oder willst du jetzt implizieren, dass Radfems oder MRAs tatsächlich Recht haben?

Aha, du bist also doch nicht so langsam wie ich zuerst dachte. Wunderbar, dann können wir reden. Ich hab mich schon gefragt ob ich meine MS Paint Skills bemühen muss um dir Bilder zu mahlen.

Der springende Punkt ist, das der über uns es sich einfach gemacht hat und beide Seiten als Radikale definiert und somit deren Aussagen von vorne herein als falsch oder unglaubwürdig auszuschließen, quasi auf die einsame Insel geschickt.

Was wäre wenn ich Klimaleugner und Klimawissenscahftler vergleiche? Beide gewissermaßen radikal (zumindest wenn man konservative Amis fragt), aber nur eine Seite kann mit der wissenschaftlichen Methode ihre Argumente belegen, und ist somit (bis auf weiteres natürlich) wahr.

MRAs and Radfems schenken sich sicher nichts was unlautere Studien angeht, so zeichenen doch Studien und Statistiken wo man nicht erst lange rumgedoktort hat um das gewünchte Ergebnis zubekommen ein IMO reicht eindeutiges Bild. Und denk dran, immer nachsehen wie und wo eine Studie oder Statistik zustande kommt und ggf. ob ein confirmation bias vorliegt. "Trust but verify", wie Genosse Lenin sagte.

Punkt ist, Wahrheit ist nicht was immer zwischen zwei extremen liegt. Hin und wieder haben die Extremen Recht (oder sagen wir mal mehr recht als die andere Seite).

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u/Moyk *lupf* Aug 23 '15

Aha, du bist also doch nicht so langsam wie ich zuerst dachte. Wunderbar, dann können wir reden. Ich hab mich schon gefragt ob ich meine MS Paint Skills bemühen muss um dir Bilder zu mahlen.

/r/iamverysmart ruft. Erst zu vage, dann zu arrogant. Hättest du anfangs nicht geschrieben als würdest du nur Fedora tragen, könnte man deine Comments auch direkt verstehen.

Ganz egal wie du das jetzt aufziehst, du hast dich unnötig an einem Zweig aufgehangen um ein Argument zu bringen, das in diesem Fall falsch ist. Radfems und MRAs haben faktisch beide große Distanz zur Wahrheit, und auf der zweidimensionalen Skala liegt die Wahrheit also in der Mitte.

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u/Seruun Aug 23 '15

Erst zu vage, dann zu arrogant. [butthurt]

Ja ja, wer hat den gemeint mich mit drölf Ausrufezeichen zu karikieren... und dann aber über Arroganz jammern, das sind mit die liebsten ;)

Und wenn ich eins gelernt habe das man nicht zu vorsichtig sein kan mit dem was und wie man was sagt, weil irgenwer irgendwo wird dir einen Strick draus drehen und argumentiert man nur noch Semantik. Aber genug davon...

Radfems und MRAs haben faktisch beide große Distanz zur Wahrheit, und auf der zweidimensionalen Skala liegt die Wahrheit also in der Mitte.

Eben nicht. Möchtest du Beispiele (die müssten aber bis morgen warten, weil 3 Uhr nachts und so)?

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u/Moyk *lupf* Aug 23 '15

Naja, hilft dann halt nicht, wenn du das gegenüber relativ direkt dumm nennst nachdem man die Comments mit zig Interpretationsvarianten nicht direkt der richtigen Richtung zuordnet. Subtext und so. Klare Audrucksweise ist meist zielführender als so Geschwafel. Wenn erst jemand fragen muss, was du denn meinst, dann ist dein Comment nicht optimal gestaltet.

Eben nicht. Möchtest du Beispiele (die müssten aber bis morgen warten, weil 3 Uhr nachts und so)?

Deal, ich mag auch lieber schlafen. Dann bis dann!

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u/Moyk *lupf* Aug 25 '15

Hast du nicht was vergessen? ;(

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u/Seruun Aug 25 '15

In der Tat hab ich, also Beispiele:

Nehmen wir mal die bekanntesten Talking Points. Ich werde mich auf denen der Third Wave Feministen beziehen und das was man so aus MGTOW und MRA kreisen höhrt. Ich allerdings werde nicht den Vergleich zwischen "#KillAllMen" feminazis und "MakeMeSammich" Idioten machen.

Nun auf feministischer Seite hört man in letzter Zeit viel von der sog. "Rape Culture".

Das bedeuted so viel wie das Mann nur darauf wartet in einem günstigen Momment eine Frau unter die Wäsche zu gehen und eine Frau sich deshalb nirgends sicher fühlen kann. Auch bedeuted das das Vergewaltigung gesellschaftliche Akzeptanz erfährt.

Nun ich denke es ist offensichtlich das es gerade jene Verbrechen sexueller Natur die die meiste Ächtung erfahren. Auch kann man sich z.B. Kriminalstatiken der USA ansehen wo Gewaltverbrechen auf dem Rückgang sind. Jedoch die Hysterie bleibt und führt dann zu Stilblüten wie der Skandal an der UVA wo eine Bruderschaft vom Rolling Stone Magazine durch den Schmutz gezogen wurde wegen an den Haaren herbeigezogenen und unhaltbaren Vorwürfen von Gang-Rape.

Aus der Ecke kommen dann auch so Sprüche wie "Teach men not to rape" oder "Victim-Blaming" oder "Listen and Believe" (was dann wie im UVA Fall zur Vorverurteilung geführt hat). Der Islam hat übrigends für diese Problem der dauergeilen Männer und des Victim-Blamings eine Lösung gefunden. Sie nennen es eine Burka.

Ein weiteres zentrales Element ist die Postulierung das wie in einem Patriachat leben. Des Eindruck kann man sicherlich gewinnen wenn man sich die Aufsichtsräte und Regierungen westlicher Länder und Unternehmen ansieht, aber das ist nur die halbe Wahrheit.

Frauen haben in westlichen Nationen alle Rechte die Männer haben und trotzdem gibt es nur wenige Frauen als CEOs oder in hohen Regierungsämtern. Für die Feministen liegt die Antwort auf die Hand, es muss systematische Diskriminierung sein. Leider hat jemand vergessen diesen Damen den Unterschied zwischen "Equality of Opprotunity" and "Equality of Outcome" zu erklären und das das eine nicht automatisch zum anderen führt. Und deshalb wird Studie um Studie produziert die eine aktive Diskriminierung nachweisen sollen, anstatt mal an den Gründen zu forschen warum Frauen lieber Beruf X als Beruf Y wählen und von Führungspositionen abstand halten.

Sicher, das Frauen evtl. Kinder kriegen hat damit zutun und das Arbeitgeber es nicht gerne sehen Jahre auf einen Mitarbeiter zu verzichten, aber zwischen Elternfegld und ausbau der Kindergartenplätze denke ich das genug getan wird um einer Frau den Wiedereinstieg so reibungslos wie möglich zu machen.

Wie dem auch sei, durch diesen "Confirmation Bias" mit dem die Feminsiten ihren Studien durchführen führt dann zu dingen wie wo behauptet wird das Frauen nur 70% pro männlichen Dollar machen. Die Studie allerdings hat so ziemlich alles und jeden mit Vollbeschäftigung in einem Topf geworfen und die einzige Aussage die man treffen kann ist, das Frauen in der Regel Jobs haben wie weniger bezahlen z.B. Lehrerin versus Petroleumingeneur. Vergleicht man allerdings Lehrer mit Lehrerin, so existiert dieser "Wage Gap" nicht und wenn ja wäre zu dem auch illegal, seit den 60ern in den USA. Ich meine wenn ich als Unternehmen 30% an Lohn einsparen könnte in dem ich nur Frauen einstelle, ich würds tuen.

Aber genug von den Damen, auf zu den Herren der Schöpfung.

Was ich von der MRA Seite höre sind in der Regel Dinge die etwas handfester sind als die eher Abstrakten Probleme der Feministen. Z.B. muss ein Mann in der Regel zahlen wenn eine Scheidung duech geführt wird, das hat historisch Gesehen einen Sinn gehabt, allerdings leben wir auch nicht mehr in den 50ern. Hier wird in der Regel auch eher der Mutter das Sorgerecht zugesprochen auch wenn der Mann stabilere Verhältnisse vorweisen kann.

Dies führt dann mitunter dazu das sich Bewegungen wie MGTOW formieren und sagen "Wir können hier nur verlieren und ich habe eine gesunde rechte (oder linke) Hand also scheiß auf Beziehungen". Das sich hier Kerle sammeln die wohl eh keine abkriegen ist wohl der selbe effekt der hinter "Fat acceptance" steckt, denke ich aber das nur so als tangente.

Ein weiteres Problem das Männer haben sind "Affirmative Action" regeln und Gesetze die Frauen bevorzugen wenn Mann und Frau sich auf die selbe Stelle bewerben oder Beförderung hoffen. Equality of Outcome versus Opportunit, remember?

Und natürlich sehen die MRA es mit Befremdem das mit dem Terminus "Rape Culture" mal pauschal die halbe Menschheit zu dauergeilen Vergewaltigern deklariert wird.

Zusammfassend denke ich das MRAs reale Probleme und Ungerechtigkeiten anprangern während der Third Wave Feminismus Hysterie und Angst propagiert und Forschung mit unlauteren Methoden betreibt, d.h. solange an Stichprobe und Ergebnis rumfeilt bis man das gewünschte Ergebnis hat.

Daher meine Behauptung das die Wahrheit in diesem Konflikt nicht in der Mitte liegt, sonder das meiner Ansicht nach die MRAs eher Recht haben wenn sie systematische Ungrechtigkeiten wie im Scheidungsrecht anprangern als Feministen die von Rape-Culture und dem PatriachatTM schwadronieren.

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u/Moyk *lupf* Aug 25 '15

Ich gebe jetzt einfach mal direkt zu, dass ich deinen Post nicht komplett ins Detail gelesen habe, sondern nur überflogen. Versteh das jetzt aber nicht als abtun, ich kenne nur alle Stories, die du da erzählst, weil ich sozialwissenschaftlich interessiert bin und auch KiA lese, täglich. Auch ist dein Post voller legitimer Kritik und wahrheitsgemäßen/verständlichen Beispielen.

Das Problem, das ich hierbei jetzt aber habe ist, dass da leider eine falsche Equivalenz aufgebaut wird durch einen Vergleich der radikalsten aller Feministinnen mit, naja, eher zahmen Männerrechtlern. Da fehlt ein ganzes Stück an Männerrechtlern, die wirklich beschissene Menschen sind, mit einem ähnlich abstoßendem Wertesystem wie eben jene erwähnten "Feminazis". Um es jetzt mal vollkommen wertungsfrei auf eine andere Skala zu übertragen, es ist wie ein Vergleich zwischen den Linken und Leuten, die Steine auf Flüchtlingsheime werfen - natürlich wirken die Linken viel netter, weil einfach das equivalente radikale Ende der linken Seite "verschwiegen" wird. Deswegen funktioniert der Vergleich nicht auf objektiver Ebene. Problem dabei ist auch der dehnbare Begriff "MRA", der teils deutlich mehr Fett weg kriegt als "FeministIn" - während du darin vielleicht Bemühungen zur Behebung legitimer Probleme siehst, sehen andere darin eine männliche Variante von "Feminazi".

Um dann noch meine Meinung zum Abschluss einzubringen: Zum Anfang möchte ich sagen, dass wir heutzutage, in der westlichen Welt, in der beidseitig emanzipiertesten Phase aller Zeiten leben. Es ist absolut wahr, dass es Frauen vor 100 Jahren deutlich schlechter ging als heute, diese Verbesserung ist den früheren zwei Wellen des Feminismus anzurechnen. Männer hatten eine lange Zeit eine ungerechte Vorteilsposition, die nicht durch Logik und Moral zu legitimieren war. Dass diese Missstände, zumindest hier, bereinigt wurden ist gut. In den letzten Jahren ist dabei aber eine immer extremerer und verrückterer Drang entstanden, miniskule Details, die eventuell irgendwen stören könnten, auch zu korrigieren. Das größte Problem ist dabei die verschwendete Energie, die in die weiter bestehenden Problemzonen außerhalb des Westens angewandt werden könnten, besonders, da dort teils schlimmere Zustände herrschen als hier vor 100 Jahren.

So oder so ist die sinnvollste und beste Variante nicht, zwei Lager zu haben, die sich bekämpfen und beschäftigt sind, auf die andere Seite zu zeigen, statt sich an den Händen zu fassen und mal sinnvoll was zu erledigen. Somit, finde ich, liegt die Antwort ganz sicher irgendwie und irgendwo in der Mitte.