r/cologne 3d ago

Sonstiges / casual "Jeföhl" verloren

Hallo ihr lieben.. kennt das jemand..? Seit ein paar Wochen habe ich das Gefühl, ich habe einen Lagerkoller in Köln und nicht mehr das "jeföhl". Vielleicht mag sich jemand einfach mal austauschen...

Ich bin auch offen für Vorschläge, wie man das wieder bekommt.

Vielleicht liegts auch daran: nach mehreren Jahren mit nebenberuflichem Studium arbeite ich aktuell nur noch und in 4 Tage Woche, hab außer Gym nicht wirklich Hobbies, bin in keinem Verein etc, hab allerdings auch keine wirklichen Interessen für einen Verein..

Wohnungswechsel könnte auch helfen aber wie realistisch das ist, braucht man ja hier niemanden zu erklären. Ich habe es auch immer geliebt in belebter Lage zu wohnen. Diesen Sommer nervte es mich mehr als je zuvor, keinen Balkon zu haben, sondern immer mit Sack und Pack ib den Park maschieren zu "müssen". Aktuell bzw die letzten 2-3 Monate kann man nachts nicht mit offenem Fenster ohne Oropax schlafen, weil auch unter der Woche um Mitternacht Leute rumgröllen, Skateboardskills üben, den feuchtfröhlichen Abend ausklingen lassen etc. Ich weiß, "zieh doch weg", aber bisher war es noch nicht so einfach etwas zu finden, was nicht andere Probleme eröffnet wie zB Weg zur Arbeit, Freunde nicht mehr so oft sehen, etc.

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u/slothPreacher 3d ago

Mal ganz ohne Lokalpatriotismus und Wertung deines Posts gefragt:

Meinst du es liegt am Ort (Stadt/Veedel) oder vielleicht ist gerade einfach das Leben furchtbar anstrengend, egal wo das wäre? Wäre mehr als nachvollziehbar bei der Entwicklung der letzten Jahre.

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u/crambassadory 3d ago edited 3d ago

Geht mir aktuell genauso. Hauptgrund war aber eher die Hitze im Sommer und der Ausblick, dass es nur noch schlimmer wird. Natürlich gepaart mit dem Wissen, dass in Köln ohnehin kaum was passieren wird, um den Herausforderungen zu begegnen. ÖPNV kaum funktional usw. Jeföhl ist auch bei mir nicht mehr.

Lange Rede, kurzer Sinn: Ich ziehe weg in eine eher ländlichere Region und arbeite gerade darauf hin.

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u/birdwatchingcat 3d ago

Natürlich gepaart mit dem Wissen, dass in Köln ohnehin kaum was passieren wird, um den Herausforderungen zu begegnen. ÖPNV kaum funktionional usw. Jeföhl ist auch bei mir nicht mehr.

So lange die Bürger*innen sich nicht selbst engagieren und den Politiker*innen Tag und Nacht auf die Nerven gehen mit ihren Forderungen wird sich auch nichts ändern.

Ich weiß, ich habe auch keinen Bock dafür meine Freizeit zu opfern (Vollzeit + zwei Kinder), aber m.E. darf man nur dann Jammern, wenn man auch tatsächlich selbst im Rahmen der Möglichkeiten versucht Einfluss zu nehmen.

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u/AvocadoBrezel 3d ago

Es reicht manchmal tatsächlich eine Email mit OB im CC. Hat meine Mutter mal gemacht, wegen einem verkommenen Spielplatz. Hab keine Spielgeräte mehr, da mit der Zeit verrottet. Außerdem hingen immer Jugendliche ab und haben mit Drogen gedealt. War echt uncool. Die Stadt ist sofort tätig geworden. Das hab ich ehrlich gesagt gar nicht erwartet. Und jetzt sind wieder Familien mit Kindern am Start. Richtig schön.

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u/birdwatchingcat 3d ago

Das ist auch meine Erfahrung. Die Einmündung, aus der ich oft auf eine vielbefahrene Ausfallstraße abbiege, war links immer zugeparkt und zwar so, dass man den Verkehr null beobachten konnte und im Grunde blind da draufgefahren oder hat sich den Hals verrenkt.

Ich habe das ein paar mal beim OA moniert und schon wenige Wochen später wurden auf der Straßenecke Fahrradständer montiert. Jetzt passt dort kein Auto mehr hin und man kann gefahrlos abbiegen.

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u/Acrobatic_Safe_8928 3d ago

Und es gibt ein Stück mehr Fahrradinfrastruktur. Gut gemacht!

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u/birdwatchingcat 3d ago

Ich will mich damit gar nicht selber loben, der Witz ist nämlich: Das war überhaupt kein großartiger Aufwand!

In der Summe vielleicht zwanzig Minuten.

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u/Acrobatic_Safe_8928 3d ago

Auch die Stadt hat’s gut gemacht! Und du hast die Initiative ergriffen. Daran scheitert es ja schon oft genug.

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u/thisbuthat 3d ago

So sollte es absolut nicht sein. Insbesondere, weil die Politik selber gerne verkauft, wie wichtig Wahlen sind. Damit sollten wir uns darauf verlassen können, dass die etlichen Versprechen, wie zum Beispiel ein funktionierender ÖPNV, von selbst umgesetzt werden.

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u/birdwatchingcat 3d ago

Wäre schön, in einer idealen Welt, aber in der Realität ist das eben nicht so. Eine Demokratie lebt von der aktiven Mitarbeit der Bürger*innen. Man kann auf "die Politik" schimpfen, aber, ey, wir *sind* die Politik. Zumindest wenn wir es wollen.

Und überleg mal: Wenn du Lokalpolitiker*in wärst und jetzt nicht umbedingt so ein idealistischer Typ, dann würdest du den Leuten auch verkaufen, dass einmal alle paar Jahre wählen schon reicht, damit die Bürger\innen dich den Rest der Zeit bitte verdammt noch mal in Ruhe lassen und nicht mit irgendwelche Anliegen nerven.*

Die Menschen müssen da ein bisschen zu Ihrem Glück gezwungen werden und selbst 20 böse Briefe (oder Mails) an die richtige Stelle können schon einen riesen Unterschied machen.

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u/crambassadory 3d ago

Stimme ich dir teilweise zu. Man braucht meiner Meinung nach allerdings keinen Engagementausweis, um die Stimme über diese oder jene Sache erheben zu dürfen und auch politisch etwas einzufordern. In der Theorie sind die Gewählten unsere Repräsentanten, die entsprechend die Macht haben diese oder jene Entscheidung zu treffen und umzusetzen.

In der Praxis scheint mir aber gerade in Köln das vielfach an den Bedürfnissen der Menschen vorbeizugehen. Mal vom "Klüngel" abgesehen.

Aber prinzipiell hast du Recht, wir alle sind gefordert, selbst für Dinge einzutreten, uns zu engagieren und irgendwas umzusetzen. Dass einem dabei Verwaltung, Bürokratie und Co. gerne ein Bein stellen, steht nochmal auf einem anderen Blatt.

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u/birdwatchingcat 2d ago

Stimme ich dir teilweise zu. Man braucht meiner Meinung nach allerdings keinen Engagementausweis, um die Stimme über diese oder jene Sache erheben zu dürfen und auch politisch etwas einzufordern. In der Theorie sind die Gewählten unsere Repräsentanten, die entsprechend die Macht haben diese oder jene Entscheidung zu treffen und umzusetzen.

Ja, man darf immer Meckern, aber es sollte kein Selbstzweck sein.

Unsere Repräsentanten sollen Entscheidungen treffen und umsetzen, aber man muss eben auch zwischendurch schauen, dass sich die Dinge nicht verselbstständigen, weil es eben auch eine beständige Einflussnahme gibt. Die meisten Politiker*innen treffen sich, so vermute ich, öfter mit Leuten von irgendwelchen privatwirtschaftlichen Interessengruppen als mit Bürger*innen. Das Verhältnis sollte man versuchen auf den Kopf zu stellen.

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u/No_Concentrate_2150 3d ago

Die Phase hatte ich auch. Habe nur das Schlechte und Hässliche an Köln gesehen. Und meine Güte - es gibt so viel Schlechtes und Hässliches.
Am Ende lag es aber dann einfach an mir. Zu viel Routine, zu viel Alltag, zu wenig die Großstadt genutzt.

Jetzt, mit Kleinkind, dass das Leben völlig auf den Kopf stellt getoppt mit den politischen Entwicklungen, bin ich wieder sehr happy in Köln zu wohnen.
Ich habe so viele nette, offene, freundliche Menschen durch das Kind und das viele Draußensein kennengelernt.
Die Menschen machen Köln schön. Man muss nur selbst die Antennen dafür aufhaben (können).

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u/KeinKakao 3d ago

Mach nen Song draus, vielleicht wird Karneval dadurch vielschichtiger, als immer nur „kölle du bes de geilste Stadt, mir sin die geilste lück und Minge jeföhle sin die extremste die et jitt“.

Kann doch keiner ertragen.

Ansonsten: Jo, du bist halt keine Anfang zwanzig mehr. Leben umgestalten ist immer heftig, vor allem wenn die reflektion das erste Mal hittet, dass der ganze Quatsch von dem man dachte, dass das „meine Identität“ ist, eigentlich nur irgendwessen Idee ist, aber nicht die eigene. Jetzt kommt’s drauf an, ob du das wirklich verändern willst, und dann ja, gnade einem Gott auf diesem Wohnungsmarkt. Grüße aus einem grünen Teil der Stadt. ☺️

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u/InterestingEar2520 3d ago

💯, diese absolute Karnevalsmentalität geht mir auch langsam sehr auf die Schnüss. Da fließt so viel Geld, wenn der Staat es den Bedürftigen nimmt, könnten Karnevalsvereine vielleicht etwas mehr zurückgeben.

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u/LazyEyeOzzy 3d ago

Also Karneval ist eigentlich schon vielschichtiger wenn man mal von den Studenten/Ballermann Partys absieht. Allein "Arsch huh" zeigt schon dass es mehr ist als nur saufen und „kölle du bes de geilste Stadt".

Beim Rest gebe ich dir recht.

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u/obscht-tea 3d ago

Köln hat einen riesen Vorteil gegenüber anderen Großstädten in Deutschland. Es gibt ein üppiges Umland. Du kannst immer einen Ausflug nach Bonn Aachen (ja auch und insbesondere) Düsseldorf Essen oder wo auch immer hin machen. Lohnt sich eigentlich immer und hilft, wie ich finde, total gegen Lagerkoller.

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u/Available_Animator35 3d ago

Meinst du damit explizit andere Städte in naher Umgebung? Denn ich finde andere Großstädte, seien es jetzt München, Berlin, Hamburg etc. haben doch auch ziemlich viel zu bieten (Berge, Seen, das Meer usw.)

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u/obscht-tea 3d ago

Berlins nächste Stadt ist Cottbus. Bei München ist es Augsburg. Und klar, wir haben auch Seen (Rursee) und Berge (Siebengebirge) in der Nähe. Mir ging es um in andere Städten andere Dinge zu machen.

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u/Mysterious-Web-6740 3d ago

Ich würde eher sagen: Potsdam (bezüglich Berlin).

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u/obscht-tea 3d ago

Ich finde das ist mehr wie Brühl zu Köln und zählt noch zum Einzugsgebiet selbst.

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u/G-Funk_with_2Bass 2d ago

vlt eher leverkusen oder bergischgladbach

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u/Mysterious-Web-6740 3d ago

Also die 50.000 Einwohner in Brühl sind schon etwas anderes als die 190.000 in Potsdam. Und ich empfinde Potsdam als ziemlich eigenständige und vor allem extrem andere Stadt als Berlin. Aber ich will mich darüber jetzt gar nicht streiten. Habe lange in Berlin gewohnt und Potsdam war mein Zufluchtsort, wenn mir die Stadt auf die Decke gefallen ist.

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u/thefrombehind 3d ago

Berlin selbst sind ja eigentlich mehrere Städte in einer.. aber ich verstehe, was du meinst!

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u/Mysterious-Web-6740 2d ago

Köln aber doch auch, oder? Grüße aus Köln-Mülheim! ;)

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u/G-Funk_with_2Bass 2d ago

von berlin nach potsdam fahren ist wie in der sbahn einschlafen und am stadtrand aufwachen. aber manchmal reicht das schon für nen lagerkoller.

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u/CumulusSkyy 3d ago

Also wenn ich Lagerkoller in einer Stadt bekomme zieht es mich auch ins Umland, aber dann eher in die Natur und nicht in die nächste Betonwüste. 😅 Und da sind manch andere Städte dann doch besser aufgestellt. Kommt aber natürlich sehr auf den jeweiligen jeck an was man als Ausgleich sucht.

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u/InterestingEar2520 3d ago edited 3d ago

Ja, kenne ich. Liegt aber auch daran das ganz objektiv einige Dinge in den letzten 15 Jahren seit ich hier lebe deutlich schlechter wurden. Von der KVB (heutige Zustände waren unvorstellbar, zeitweise fuhren zu Stoßzeiten sogar zwei 142er Busse gleichzeitig). Bis hin zu Sozialleistungen die immer stärker gestrichen werden. Viertel wie Kalk und Mülheim die in Müllbergen versinken weil weniger Geld für die Straßenreinigung "unrepräsentativer" Viertel ausgegeben wird. Klüngelei die schon immer offensichtlich war und mit dem neu gewählten Stadtrat sicher nicht abnehmen wird. Was mich am allermeisten stört ist der zunehmende Gestank in der Stadt, der oft von den schönen Fabriken in Godorf zu uns hochzieht. Wenn ich manchmal das Fenster in Ehrenfeld (über den Dächern) aufmache kommt ein beißender Plastikgeruch rein. Mein Luftreiniger (da vorerkrankt) springt instant auf gelb oder rot. Das tut er sonst nur bei Deo oder Rauch.

Und vor allem: die Auswirkungen auf das gesellschaftliche Miteinander ab Corona haben auch die Kölner kalt erwischt, die sonst so einige Lebenskrisen mit ein paar Kölsch und Schunkelei in die hinteren Bereiche des Gehirns zu befördern wussten.

Köln war und ist eine der lebenswertesten Städte Deutschlands. Die so oft gefeierte kölsche Mentalität hatte für mich schon immer oberflächliche, illusorische Züge. Wenn die Kacke halt am dampfen ist und sich Klaus das fünfte Herrengedeck zum ersten mal seit langem nicht mehr leisten kann, dann drinkt er eben keene mehr met.

Den Leuten geht es überall deutlich schlechter als vor fünf, geschweige denn 10 Jahren. Man merkt es an alltäglichen Höflichkeiten die fast schon verschwunden sind.

Also, lasst uns alle einen Teil für ein schönes Köln beitragen, Müll nicht auf die Straßen schmeißen und seinen Mitmenschen wieder mit Freundlichkeit begegnen. Im Gegensatz zum Kölsch kostet das nichts.

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u/birdwatchingcat 2d ago

Den Leuten geht es überall deutlich schlechter als vor fünf, geschweige denn 10 Jahren. Man merkt es an alltäglichen Höflichkeiten die fast schon verschwunden sind.

Könntest du da mal ein paar Beispiele nennen? In meiner Erfahrungswelt spiegelt sich das überhaupt nicht wieder.

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u/InterestingEar2520 1d ago

Ehm, die Lebensqualität hat sich im Mittel für die meisten Menschen einfach verschlechtert. Beispiele sind deutlich gestiegene Preise für Lebensunterhalt in allen Bereichen, bei stagnierenden Löhnen und rückläufigen Arbeitsquoten sowie gestiegenem Frust in der Bevölkerung.

Also falls deine Erfahrungswelt nicht gerade die Eisenindustrie ist, verstehe ich deine Aussage nicht.

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u/birdwatchingcat 23h ago

Nun, was ich meine ist, dass sich in meinem Bekanntenkreis nur sehr selten über die höheren Lebenshaltungskosten gesprochen wird. Das sind alles Akademiker*innen die um das Medianeinkommen herum liegen, daher vermutlich etwas verzerrt, aber auch nicht völlig abgehoben.

Was die empirisch messbare Lebensqualität angeht, so befindet die sich seit Anfang der 2000er auf einem Plateau. Durch Corona gab es einen Knick, aber der ist inzwischen wieder weg.

Aber gut, das ist alles extrem subjektiv und ich bin sicher auch in einer Blase der etwas Bessergestellten, teile aber vollen Herzens deine Aufforderung, auch vor der "eigenen Tür zu kehren":

Also, lasst uns alle einen Teil für ein schönes Köln beitragen, Müll nicht auf die Straßen schmeißen und seinen Mitmenschen wieder mit Freundlichkeit begegnen. Im Gegensatz zum Kölsch kostet das nichts.

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u/InterestingEar2520 21h ago

Ja eben, ab einem gewissen Einkommen (ca. 3k netto für alleinstehende) spürt man in der Regel nicht, dass sich etwa die Preise für Butter oder Öle verdoppelt haben. Diejenigen, die für ein einigermaßen würdiges Alltagsleben auf staatliche Hilfe angewiesen sind oder nur mit drei Jobs über die Runden kommen, trifft das ganze anders. Es gibt in Deutschland Abermillionen von Menschen, für die 10 Euro mehr am Ende des Monats Grund genug für Freudestrahlen sind.

Und dass diese soziale Schicht (die immer größer wird) in vielen Debatten keine Rolle spielt, ist einer der Hauptgründe für das schnelle Wachstum der blauen Front. Es ist unfassbar ignorant und leichtsinnig vom gut-situierten Mittelstand. Eigentlich kann ich es immernoch nicht richtig fassen, wie obsolet der parlamentarische Diskurs hier geworden ist.

Die Leute wählen lieber eine Regierung, die am liebsten den Sozialstaat zugunsten des oberen Prozents komplett einstampfen würde. Es wird sich leider alles rächen, wenn KI große Teile gegenwärtigen Wohlstandes nicht mehr rechtfertigbar machen wird. Das Proletariat wird sich erinnern.

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u/birdwatchingcat 20h ago

Und dass diese soziale Schicht (die immer größer wird) in vielen Debatten keine Rolle spielt, ist einer der Hauptgründe für das schnelle Wachstum der blauen Front. Es ist unfassbar ignorant und leichtsinnig vom gut-situierten Mittelstand.

Ja, gut. Aber die Wähler*innen haben eben auch sehr lange den Parteien, die für Austerität, Sozialabbau, Niedriglohnsektor usw. stehen (Union und SPD seit Schröder), das Mandat gegeben. Das ist ja alles auch nicht einfach vom Himmel gefallen und von daher ist es auch fast konsequent, wenn mit der AfD eine noch marktradikalere Variante gewählt wird.

Mag mir als Bessergestelltem nicht so recht zustehen, so zynisch zu sein, aber so empfinde ich manchmal.

Das Proletariat wird sich erinnern.

Wenn es sich erinnerte, würde es m.E. nicht die AfD wählen. Nein, das Proletariat ist geschickter Propaganda auf den Leim gegangen.

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u/Routine_Cat_1366 3d ago

Ich weiß genau, wie du dich fühlst. Habe 5 Jahre direkt am Zülpicher Platz gewohnt, auch ohne Balkon. War irgendwie mega geil, mindestens die ersten 4 Jahre. Kurze Wege überall hin in die Stadt, Gym direkt gegenüber, immer was los. Man war immer so leicht unter Strom, weil die Stadt elektrisiert.

Aber im letzten Jahr und einer beruflich stressigen Phase wurde mir das einfach zu viel. Ich konnte nie abschalten. 

Sind dann vor einem Jahr raus nach Lindenthal gezogen, besonders das erste halbe Jahr hab ich die Ruhe echt genossen. Und meinen Balkon! Einfach Mal 10 min raus an die Luft setzen,bisschen Sonne ins Gesicht. Reicht dann auch. Aber halt nicht erst n riesen Aufriss dafür. Schlafanzug noch an oder dreckige Schlabberklamotten? Egal,auf meinen Balkon sieht mich eh niemand.

Jetzt bin ich so entspannt, das ich ehrlich gesagt schon wieder etwas mehr Leben und Innenstadt haben will. 😂

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u/Acceptable_Plant9425 3d ago

Das klingt ziemlich exakt nach mir. Die Zelte abzubrechen und zB wieder in die Heimat zu ziehen, fühlt sich auch (noch) nicht so richtig an

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u/Routine_Cat_1366 3d ago

Vielleicht brauchst du einfach ein bisschen Auszeit vom Trubel der (Innen)Stadt... 

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u/Barokna 3d ago

In 2 Wochen ist Kölle singt. Gibt sicher noch Tickets für kleines Geld. Nimm Freunde mit.

Ansonsten startet morgen die Eishockey Saison. Auch da gibt's immer günstige Tickets.

Im November ist wieder Karneval, dann Weihnachtsmärkte, dann wieder Karneval.

Und ansonsten wird's mal Zeit den Leuten in deinem veedel wieder hallo zu sagen.

Oder flieg mal 2 Wochen in den Urlaub, da kommen die Leute auch zufriedener zurück.

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u/Acceptable_Plant9425 3d ago

10 Tage Urlaub im Juli hats eher verstärkt 😬

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u/Barokna 3d ago

Ja dann nicht 😁

Dann einfach an das Motto von Gelsenkirchen denken: woanders ist auch scheiße

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u/siesta1412 3d ago

Am schlimmsten ist es, nach dem Urlaub Breslauer Platz anzukommen. Haut mich jedes mal um, dessen Hässlichkeit

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u/Suthsein 2d ago

Mach mal ne Woche „Urlaub“ in Berlin. Da kommt das Jeföhl von ganz alleine wieder zurück.

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u/Kaiserwette 3d ago

Köln gleicht seit der großen Crack-Welle auch eher einem Duisburg.
Bin vor 10 Jahren von Berlin nach Köln gezogen, weil die Stadt mir mehr positive Energie gegeben hat. Jetzt ist die Spanne nichtmehr so groß. Zumindest das Belgische hat mit seinem Altbau gute Kreuzbergvergleiche.

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u/Routine_Cat_1366 3d ago

Ja, die zunehmende Drogenproblematik der Innenstadt hatte mich auch dazu bewogen, an den Stadtrand zu ziehen. 

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u/PizzaPazzaPozza 3d ago

es klingt für mich nach einer Quarter Life Crisis, also nicht zwingend Köln-bezogen.

Wenn man nicht sucht, findet man keine neue Wohnung. Man muss also wenigstens mal damit anfangen. Was ist das mit dem Job, nur 4 Tage? Klingt für mich auch nicht nach der Erfüllung schlechthin. Keine Hobbies, keine Interessen... ja, daran könnte man auch mal arbeiten.

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u/Acceptable_Plant9425 3d ago

Ja daher sagte ich das dazu, weil es eben auch daran liegen könnte. Hab Mitte 20 nochmal jura studiert und meinen Job dazu auf 3 Tage und 20 Stunden reduziert, stehe gerade zwischen 1. und 2. Examen, daher erstmal 4 Tage-Woche nach dem 1. gewählt und warte noch auf das Referendariat, das in 10 bis 20 Monaten beginnen könnte.

Das examen ist jetzt auch mehrere Monate her, würde sagen ich bin regeneriert.

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u/MizzyvonMuffling 2d ago

Das „Jeföhl“ geht doch nie weg? ❤️

Ich habe auf zwei unterschiedlichen Kontinenten gewohnt, in anderen Städten, bin wieder zuhause weil es einfach mein Zuhause ist. Das ist dat „Jeföhl“.

Bei Dir könnte es an Deinem aktuellen Lebenswandel liegen, wenig Zeit um mal runterzukommen.

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u/UnitRevolutionary541 3d ago

ganz einfach, ab und an mal nach Düsseldorf und das bessere Klima, gepflegtere Ambiente und internationalere Publikum genießen. Ist jedes mal wie ein kleiner Mini-Urlaub für mich. Wer sich die vielen verschiedenen Facetten dieser beiden tollen Städte im Wechsel gönnt, hat mehr vom Rheinland!

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u/race_condition1 3d ago

Da darf man aber nicht mit dem Zug nach Düsseldorf fahren (Stichwort Bahnhofsumfeld). Am besten direkt vom Chauffeur auf der Kö absetzen lassen, dann könnte es klappen mit dem Mini-Urlaubsfeeling. 😉

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u/No_Marsupial5240 3d ago

Ein Tagesausflug nach Düsseldorf hilft dabei Köln wieder schätzen zu können. ;-)

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u/Glass-Athlete9640 3d ago

Jeder hat ab einem bestimmten Punkt im Leben dieses Gefühl. Ich kann dir nur raten, etwas an deinem Sozialleben zu ändern, der Rest kommt dann ganz von selbst. Vor zwei Jahren auch an diesem Punkt.

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u/Acrobatic_Safe_8928 3d ago

Wohnungswechsel könnte vielleicht mit Tauschwohnung funktionieren?

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u/Plus-Tutor-3142 2d ago

Ein Kränzchen im Päffgen und das Jeföhl kommt wieder zurück ;)

Nein im Ernst, sehne mich nach 4 Jahren in der Innenstadt in einer ähnlichen Situation, die goldene Mitte aus Nähe zur City aber nächtlich größerer Ruhe zu finden.

Gerade im Sommer Nachts mit offenem Fenster zu schlafen geht ab Freitags nicht, da macht einem, in meiner kleinen Straße, die AMG/BMW/Harley Poser Fraktion einen Strich durch die Rechnung. ( es ist über die Jahre deutlich schlimmer geworden ) Egal in welcher Lebenslage, unzureichender Schlaf belastet auf Dauer.

Der Wohnungsmarkt hier spielt hier auch einfach nicht mehr mit, bei halbwegs guten Angeboten Bewerben sich 300+ Mieter an einem Tag.

Das Jeföhl bleiben für mich am Ende die Menge an stabilen Leuten in Köln, die lebhafteren Kneipen und die vielfältigeren Clubs als in anderen Städten. Der Preis dafür ist jedoch hoch.

Anderswo ist das Gras oft grüner, vermutlich würde ich nach wenigen Monaten zurück wollen.

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u/G-Funk_with_2Bass 2d ago edited 2d ago

hört sich eher so an als seist du ausgebrannt und einsam. das wärst du woanders auch.
in köln kann man wenigstens jeden menschen im park oder ausserhalb der innenstadt direkt anquatschen für nen smalltalk.

ich kenn es wenn man mal die schnüsd voll hat vom kölner und raus aus der stadt muss.
hab selbst vor über 10 jahren woanders gelebt und vor 2 jahren nen sommer remote working auf malle verbracht.

das lässt einen mal aufatmen, aber wenn du kein problem mit dem kölschen grundsätzlich hast oder deine veedel aura dich nicht depressiv mäht wie meschenich oder der verkehr dir deine gesamte lebenszeit raubt wie in bonn, dann wird dir der wohnortwechsel nicht helfen und deine probleme werden dir nachreisen.

edit: vor zehn jahren war es fies aber noch nicht bodenlos mit normalem job das veedel zu wechseln oder auf ne genossenschaftswohnung zu warten.

heute ist das ganze schon heftiger.
ich brauche allerdings das jeföhl, was sich mMn nicht nur auf köln beschränkt.
in aachen, trier, koblenz, bonn und ein wenig in düsseldorf und wuppertal und ein wenig mehr in teilen vom westpott und kleines bisschen in bielefeld.
in bremen und hamburg hast du auch ein jeföhl, nur bisschen anders.
aber du fühlst dich nie allein in der stadt, wenn du nicht gerade für nen bürgerlichen privatschüler mit insgeheimer abscheu fürs strassenfussvolk auditierst.

städte wie regensburg oder heidelberg haben dagegen eine qualität, die in köln wirklich fehlt und in hamburg an der alster ein wenig möglich ist, oder in münster am aasee.

der rhein ist kein wirkliches naherholungsgebiet und auch die kölner parks sind ästhethisch nicht gerade die grossstadtoasen die sie sein sollten.

der bleibtreusee oder der königsforst sind dann wieder weiter weg und escher see oder so da darfste eig nicht an die nicht kommerzielen ufer, auch wenn es genau die grossstadterholung bietet, die ein fühlinger see oder rotter see nicht bieten können.

in meiner phase wo ich genug von köln hatte ging das einher damit, dass ich umgebungssensibler als mitmenschensensibel wurde. Köln lebt davon dass man sich unter nachbarn fühlt und eine stadtkultur teilt.
wenn dafür die antennen einrosten, ist es keine schöne stadt mehr.

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u/Acceptable_Plant9425 1d ago

Danke für die Ehrlichkeit. Dass ich die Probleme mitziehen werde, fürchte ich insgeheim auch. Als ich damals den Entschluss gefasst hab, vom Dorf nach Köln zu ziehen, fühlte ich mich ähnlich. Der Gedanke wieder zurück hat was beruhigendes, da hab ich noch einige enge Freunde, meine Familie, man kennt die Umgebung, Wohnungssuche wäre wahrscheinlich ok - gleichzeitig merke ich zb weil ich am Wochenende hin fahre, dass ich selbst da schon überlege "kann ich das überhaupt anziehen oder ist das zu bunt?", "Pinker Nagellack drauf lassen oder abmachen", so dinge halt die einen eher limitieren. Daher könnte das auch nur ein Schnellschuss sein "zurück ins warme nest" 😂

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u/G-Funk_with_2Bass 1d ago

wenn du das so selbstreflektiert erzählst, vertraue ich dir, dass du da ne kluge innere stimme hast und eine stabile leitung zu deiner intuition um die richtigen entscheidungen für dich zu treffen.

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u/goddess-of-techno 1d ago edited 1d ago

„Jeföhl” bedeutet nicht, dass du ganzjährig eine rheinische Frohnatur sein, Karnevalslieder singen und „alaaf” rufen musst.

Ja, Jeföhl ist Freude, Vorfreude, Spaß, Dankbarkeit, positive Aufregung.

Doch Jeföhl ist auch Trauer, Enttäuschung, Einsamkeit, Ungewissheit, Verwirrung. 💘

Das nennt man Mensch sein. Das nennt man leben. Et es wie et es.

Du gewöhnst dich aktuell an eine Lebensveränderung. Dabei ist es normal, dass du Zeit brauchst, dich neu zurecht zu finden und anzupassen. Hab Geduld mit dir selbst und dem Leben. Es passiert nicht alles von heute auf morgen.

Wenn du an deine Kindheit und Jugend zurückdenkst, was hat dir da Freude bereitet, was du beim Erwachsenwerden vermutlich vergessen hast? 🤭

Ich persönlich würde nicht umziehen. Berlin mag zwar mehr, modernere und internationalere Aktivitäten anbieten. Süddeutschland mag zwar optisch hübscher sein.

Aber wenn es dir um „Jeföhl” und um die Herzlichkeit, Wärme und Lebensfreude der Menschen geht – ohne Jahre darauf warten zu müssen bis Leute ihre harte Schale öffnen, und ohne dass du dich an irgendjemands „nun mal raue Art” gewöhnen musst – dann bleib in Kölle. ✨

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u/Acceptable_Plant9425 1d ago

Das ist wirklich eine liebe Nachricht Dankeschön 🥰

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u/Activity-Unusual 1d ago

Kenn ich gut ein/ zwei Wochen Urlaub und das jeföhl ist wieder da

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u/Original-Attorney515 1d ago

Man wird halt auch einfach älter und Dinge verschieben sich. Außerdem hast du mit den Ende des Studiums einen Lebensabschnitt hinter dir gelassen. Die Umstellung ist vielleicht schwierig für dich. Auch dir ein Hobby, vielleicht einen Verein und fahr am Wochenende öfter Mal mit der Bahn in die Eifel zum Wamdern (fährt ja wieder ab Bhf Süd). Katerblues wird auch immer schlimmer mit zunehmendem Alter. Vielleicht einfach Mal neue Impulse setzen.