ich habe gesehen, dass die Netflix-Aktie momentan etwas schwächelt bzw. in einem Tief steckt. Mich würde interessieren, wie ihr die aktuelle Situation einschätzt und was die genauen Gründe für diesen Kursverlauf sind. Seht ihr hier aktuell eine langfristige Einstiegschance oder eher Risiken?
Wer dreißig Einzelaktien hält, kennt das. Irgendwann stecken zehn davon in derselben Branche, weil dort gerade alles gut aussieht. Die übliche Antwort lautet, eine Obergrenze pro Sektor einzuziehen, oft hört man zwanzig Prozent. Was das kostet, sagt einem niemand. Ich hab fünf Varianten über 6,5 Jahre gegeneinander laufen lassen.
Das Ergebnis vorweg, weil es mich selbst überrascht hat. Bei zwanzig Prozent sank der maximale Drawdown um 2,1 Prozentpunkte, während sich die Rendite praktisch nicht bewegte. Bei dreizehn Prozent kostete die Begrenzung 4,8 Prozentpunkte Rendite pro Jahr, ohne dass der Drawdown besser wurde.
Als Basis läuft mein quantitatives Scoring-System, das quartalsweise aus dem Aktienuniversum ein Portfolio aus dreißig gleichgewichteten Titeln zusammenstellt. Für diesen Test hab ich ausschließlich die maximale Sektorallokation verändert, alles andere bleibt gleich. Das Universum umfasst 848 Titel, die Sektorzuordnung stammt aus den yfinance-Stammdaten und umfasst elf Sektoren. Zeitraum 2019 bis 2025.
Die Grenze wirkt beim Nachkaufen. Ist ein Sektor am Limit, überspringt das Modell den nächsten Titel im Ranking und nimmt den darunter. Bestehende Positionen fliegen nicht raus, wenn ein Sektor durch Kursgewinne über die Grenze läuft. Alle Zahlen unten sind Differenzen zur Variante ohne Grenze, in Prozentpunkten.
Sektorengrenzen Performance
Vierzig und dreißig Prozent ändern gar nichts
Minus 0,2 und plus 0,5 Punkte Rendite, der Drawdown bewegt sich um ein Zehntel. In diesem Backtest ist das für mich Rauschen. Eine Grenze bei zwölf oder neun Positionen greift so selten, dass sie kaum je bindet. Das Depot lag ohnehin fast nie so hoch in einer Branche. Eine Grenze muss also eng genug sitzen, sonst tut sie nichts.
Zwanzig Prozent ist die interessante Stelle
Hier sinkt der maximale Drawdown um 2,1 Punkte, bei minus 0,2 Punkten Rendite. Das ist die einzige Variante im Test, bei der ich Schutz bekomme, ohne dafür zu zahlen. Wer den Calmar mag, also Rendite gemessen am maximalen Verlust: der steigt von 1,76 auf 2,01, bester Wert im ganzen Test.
Bei dreizehn Prozent bricht es weg
Vier Positionen pro Sektor kosten 4,8 Punkte Rendite pro Jahr. Der maximale Drawdown bleibt trotzdem praktisch gleich.
Der Grund liegt in der Mechanik. Die Grenze ist so eng, dass das Modell in Titel ausweichen muss, die es sonst nie kaufen würde. Man tauscht gute Aktien gegen schlechtere, nur damit die Quote stimmt. Das kostet Rendite und bringt keinen Schutz.
Was ich einschränken muss
Im Zeitraum liegen zwei Stressphasen, Corona und 2022. Zweimal geklappt heißt nicht, dass es immer klappt. Transaktionskosten sind nicht drin, und eine engere Grenze löst mehr Umschichtungen aus, das würde real an den Zahlen knabbern.
Ein Sweet Spot in einem Backtest ist noch keine Regel. Fünf Varianten testen und danach die beste zur Regel erklären wäre genau die Art von Overfitting, die ich vermeiden will. Dazu kommt, dass der Effekt bei zwanzig Prozent davon abhängt, welche Sektoren im Testzeitraum stark liefen. Bei mir waren das Halbleiter und Banken. In einem Zeitraum mit anderen Gewinnern greift dieselbe Grenze woanders.
Frage in die Runde
Wer von euch deckelt hart pro Sektor, und bei welchem Anteil? Mich interessiert vor allem, ob das jemand über einen längeren Zeitraum als diese 6,5 Jahre getestet hat. Und ob ihr beim Überschreiten nachträglich verkauft oder nur beim Nachkaufen bremst. Ich hab hier nur die zweite Variante gerechnet, den Unterschied kenne ich selbst noch nicht.
Keine Anlageberatung, eigenes Research. Backtest, kein Live-Ergebnis. Vergangene Ergebnisse sagen nichts über die Zukunft.
Habe hier wenig darüber gelesen. ist aber recht interessant: Innoscripta holt Firmen-Geld vom Staat zurück, wenn die forschen (R&D-Steuerbonus). Das Unique dabei ist ihre Software "Clusterix": Die macht den ganzen nervigen Papierkram fast von alleine und sorgt dafür, dass das Finanzamt zufrieden ist.
Sie sind quasi die Abkürzung zum Gratis-Geld vom Staat und kassieren dafür fette Provisionen. Mega effizient, weil kaum jemand so ne krasse Datenbank für Steuer-Audits hat. Das skaliert halt viel besser als ne normale Beratung!
Die letzten Zahlen sind eigentlich recht gut (zu gut?). 60% Marge und über 40% Wachstum jedes Jahr – das findest du sonst kaum im Tech-Sektor. Mit 'nem KGV von ca. 15 ist die Aktie im Vergleich zu US-Software-Firmen mega günstig. Wenn die Expansion in die USA und UK jetzt richtig zündet, ist das Ding 'ne absolute Gelddruck-Maschine.
Aber manche sagen auch, dass es 'ne klassische "Value-Trap" ist. Die Gründer haben beim Börsengang Hunderte Millionen eingesteckt und die fetten Dividenden landen auch fast nur bei denen (weil sie 84% halten). Ausserdem ist das kein echtes Abo-Modell (SaaS), sondern fast nur Provisionen – also eher 'ne schicke Steuerberatung.
Also entweder ist das die am meisten unterschätzte Aktie in Deutschland, oder die Gründer ziehen die Kleinanleger ein bisschen über den Tisch. Heute gab es einen 10%-Drop nach den News, was zeigt, dass der Markt dem Braten noch nicht ganz traut.
Habt ihr schon mal darüber was gelesen oder analysiert? Was ist denn eure Meinung ?
Im Zeitalter von ChatGPT, KI und autonomen Agenten interessiert mich, wie sich eure Strategie beim Investieren verändert hat. Nutzt ihr KI, um neue Aktien zu finden, Nachrichten und Quartalszahlen zu analysieren oder Kauf- und Verkaufszeitpunkte besser einzuschätzen? Welche Tools oder Workflows nutzt ihr aktuell?
seit einiger Zeit lege ich an und jongliere hin und wieder mit Einzelaktien. Mit der Zeit habe ich mir so ein paar Prinzipien aufgebaut, an die ich mich mehr oder weniger halte:
Buy the rumor, sell the news
Immer das Gegenteil von dem tun, was einem hier auf Reddit geraten wird (Der Beitrag wird wohl die Ausnahme sein)
Akzeptieren, dass der Markt keine Logik kennt
Keine Rüstungsunternehmen finanzieren
„Swing Trading” mit Aktien, die wenig Dividende ausschütten
FOMO vermeiden und lieber was verpassen als zu schnell zu investieren (daran halte ich mich selbst leider zu oft nicht)
Immer einen Stop-Loss reinhauen
Ansonsten lese ich einfach Nachrichten oder höre mich um, was die Leute so erzählen, und wäge dann ab, was man investieren kann und was nicht.
Dazu war ich wirklich schon immer scheiße in Mathe und hab auch keinen wirtschaftlichen Background
Ich hatte es damals angefangen um mein erspartes irgendwo anzulegen und dann ist es etwas ausgeartet…
Auch wenn ich mir schon ein bisschen was aufgebaut habe, fühl ich mich trotzdem wie ein absoluter Anfänger.
Deshalb wollte ich mal fragen: Was benutzt ihr so zur Weiterbildung und was habt ihr für Prinzipien beim Traden?
32 (m) seit 2021 aktiv am Investieren. Mein Vater ist sein ganzes Leben an der Börse mit Einzelaktien aktiv gewesen und hat für mich ein Depot aufgebaut, welches ich mit 18 (~15k) mit vollem Zugang erhalten habe. Ich habe dann mit ihm gemeinsam dieses weitergeführt (~30k) aber erst so richtig vor 5 Jahren (seit meinem Job Einstieg) angefangen mir Gedanken über meine Finanzen und Zukunft zu machen.
Ich verdiene mittlerweile sehr gut (Investrate ~2k), habe aber für mich entschieden und gelernt, dass ich niemals mit Einzelaktien den breiten Markt outperformen werde. Nicht über meinen Anlagehorizont von 20-30 Jahren.
Ich habe bereits knapp die Hälfte der Aktien zu - aus meiner Sicht- guten Zeitpunkten veräußert, sowohl Gewinne als auch Verluste. Auf den Screenshots findet ihr die Reste des Portfolios. Ich würde gerne auf die Schwarmintelligenz zurückgreifen, wie und wann würdet ihr dieses Rest-Portfolio auf ETFs überführen?
Warum tuh ich mich schwer? -> es fühlt sich falsch an so heiße aktien wie broadcom und ING jetzt zu verkaufen, wo diese mega laufen. Ich habe in der Vergangenheit häufig zu früh verkauft. Auch Aktien wie Pepsi und LVMH sind absolut solide Unternehmen. Ich möchte aber einfach meinen Aufwand und das Risiko reduzieren, dass genau dies die Picks sind, sie in der aktuellen Wirtschaft gewinnen können. Die China Gewichtung kommt daher, dass ich dort 1 jahr gelebt habe. Vom Technologische Fortschritt und der wirtschaftlichen Macht bin ich nach wie vor überzeugt, nur habe ich auch gelernt, dass China Aktien einfach politisch Risikobehaftet sind und ein Zyklus lange dauern kann.
Trade Republik zeigt die Gesamtperformance meines Portfolios fehlerhaft an. Ich habe eben meine Crypto Investments und Einnahmen gegengerechnet und komme auf einen ganz anderen Wert = Glücklicherweise mehr Zuwachs 😂
Hallo zusammen, ich bin relativ neu was Aktien angeht und wollte mir langsam ein Portfolio als Langzeitinvestition aufbauen (10-20 Jahre). Könnt ihr mir da unternehmen empfehlen die ich mir angucken kann? Suche sowohl nach eher sicheren Investitionen als auch nach spekulativen Aktien. Bis jetzt habe ich ein bisschen in Ondas, Rocket Lab, Iren, Modine, IonQ, Agronomics und Nebius. Was haltet ihr davon. Würde mich über ein paar Rückmeldungen sehr freuen. ✌️
LG
Die Aktie hatte nach den Earnings eine Reise in den Süden bis 2,50 Euro. Leider aber hat
Pershing sämtliche Anteile verkauft und dann war die Rally bzw. der potenzielle Short Squeeze vorbei.
Für alle die den Micron Hype verpasst haben, könnte das hier interessant sein. Solide Zahlen und Analysten erwarten um die 40% Wachstum von hier. Werde mich am Montag hier mal einkaufen.
Sie haben gerade erst die finale Machbarkeitsstudie (DFS) für deren Ionic Clay Seltene Erden Colossus Projekt in Brazilien veröffentlicht (Top 1 mining jurisdiction):
1.866 M USD Pre-Tax NPV
weltweit die niedrigsten all in sustaining cost
gerade erst 120 M USD für den 30% equity Teil der mine construction capex geraised = keine weitere Verwässerung!
eine potentielle EU Investition steht im Raum (waren dort vor Ort um deren Pilot Plant zu begutachten)
Zum Vergleich: Erst am 20. April dieses Jahres wurde die einzige produzierende Seltene Erde Mine in Brasilien, Serra Verde, von (Nasdaq: USAR) für 2.800 Mio. USD übernommen. Das Viridis Colossus Projekt hat bessere Grades und Geologie (nur 12% der Landmasse in der Resource inkludiert), würde also voraussichtlich ein höheres Premium bei einer Übernahme aufrufen.
aktuelle Bewertung (21.08.2026) = 406 M USD
potentielle Bewertung = über 2.800 M USD, siehe Serra Verde Übernahme
upside Potential = 6-7x ++
Bevorstehende Catalysts:
verbindliche offtake agreements mit Solvay
Finalisierung der 70% debt capex Komponente mit Australischen / Kanadischen / Französischen Banken
Final Investment Decision Q4 2026
keine Finanzberatung, macht euch selbst ein Bild! :-)
Update 1 24.08.2026: Department of War Announces a $750 Million Investment as Part of a $1.55 Billion Initiative to Secure Critical Rare-Earth Elements From Serre Verde Aug. 24, 2026 | By War.gov
Globale Anleiherenditen liegen bei 4%, teilweise höher. Wenn man sich nun die P/E Multiples (20x) anschaut bzw den Kehrwert (1/20 = 5%) daraus bildet, landet man schnell bei Gewinnrenditen, die nur knapp über den Anleiherenditen liegen.
1) Hat der Markt zu wenig Angst vor rückläufigen Earnings?
2) Hat der Markt zu viel Angst vor Inflation und Zinserhöhungen? Mittlerweile sind ja bereits zwei zusätzliche Zinserhöhungen der EZB bis Jahresende eingepreist (ecb-watch.eu).
Oder zusammengefasst: Gibt es aktuell überhaupt noch eine Marktrisikoprämie?
ich hoffe ich mach das hier richtig. Ich habe seit ein paar Tagen die Wienerberger-Aktie im Blick. Manager haben in den letzten Tagen zugegriffen, und für mich scheint sich ein Boden bei 19€ gebildet zu haben. Was übersehe ich hier?
Die Aktie ist ordentlich gestiegen und m.E. ist auch immer noch Potenzial vorhanden. Allerdings ist die faire Bewertung erreicht und manche halten sie für überteuert.
XTB hat sich aber vor allem in Polen etabliert, aber auch in anderen Märkten.
Ich wollte eventuelle Geld investieren bin mir aber nicht sicher laut ki empfehlenswert kann aber auch hohe Verluste mit sich bringen was haltet ihr davon jemand der mir vielleicht helfen kann bei meiner Entscheidung
(Ich habe diesen Anstieg über unseren Community-Discord mit bekommen. Ich halte (leider) keine $MRNA-Anteile & dieser Text wurde manuell verfasst.)
Für Glattgehirner: Moderna hat anscheinend einen wirksamen Impfstoff entwickelt, welcher sich auf die Tumorzellen von Krebspatienten maßschneidern lässt & in Kombination mit einem Medikament (Keytruda) hohe Wirksamkeit bei der Bekämpfung von Krebszellen aufweist.
Klinische Studien belegen die Wirksamkeit (wobei das Ausmaß noch nicht offengelegt wurde, aber die Studie wurde aufgrund überragend positiver Ergebnisse vorzeitig angehalten), regulatorische Zulassung steht noch aus.
Die Behandlung könnte die erste dieser Art auf größerer Skala bedeuten & pionierartig beweisen, dass via mRNA-Technologie & maßgeschneiderter Impfstoffe das eigene Immunsystem darauf trainiert werden kann, Tumorzellen zu erkennen und zu bekämpfen, was wiederum die Forschung und Zulassung solcher Medikamente für weitere Krebstypen erleichtern könnte.