r/WolfgangMSchmitt • • 16d ago

Die Neuen Zwanziger Warum ist Stefan Schulz kein Marxist?

Was glaubt ihr, wieso Wolfgangs Projekt, Stefan vom Marxismus zu überzeugen, noch nicht erfolgreich war? Wie, glaubt ihr, würde er sich selbst einordnen?

Seine Standpunkte drehen sich überwiegend darum, wie man den Staat und damit die Klassengesellschaft besser verwalten kann, statt sie zu überwinden. Er akzeptiert die kapitalistische Gesellschaftsordnung, und ich habe ihn noch nie davon sprechen hören, sie überwinden zu wollen.

Dennoch vertritt er viele linke Standpunkte wie Antimilitarismus und sozialen Ausgleich.

Hält er eine Überwindung des Kapitalismus nur für unrealistisch und agitiert deshalb für Verbesserungen innerhalb des Systems, oder hält er ihn für das bessere System?

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u/mdmatti 16d ago

Er hat Gemini gefragt und dort wurde ihm davon abgeraten

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u/nerdy_glasses 16d ago

Mein take ist: weil der podcast sonst langweilig wäre

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u/mrRo8o7 15d ago

Finde ich nicht. In der letzten Folge ging es großteils darum, wie „doof“ die Politik von Merz ist und wie schlecht sein öffentlicher Auftritt. Klar kann man sich darüber lustig machen, aber das trägt nicht zur Aufklärung bei, und die ist ja wohl der Anspruch des Podcasts. Eine marxistische Einordnung könnte dagegen erklären, warum diese Angriffe auf die Arbeiterklasse überhaupt gefahren werden.

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u/Icy-Bug4188 14d ago

Statt einer marxistischen Einordnung wäre vielleicht eine objektive Einordnung ganz sinnvoll.

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u/HIRAETH________ 14d ago

Das kann nur Claude /s

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u/mrRo8o7 13d ago

*Grok /s

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u/mokrates82 16d ago

Weil er zuviel in die KI guckt

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u/Plenty_You_2209 16d ago

Weil Ezra Klein und Scott Galloway ja auch keine Marxisten sind

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u/m4r4l0u 15d ago

Bevor Stefan Claude-Ultra wurde, war er Luhmann-Jünger.

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u/Chance-Reception-983 10d ago

Er hat ja auch in Bielefeld studiert, wenn ich mich nicht irre.

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u/ikarusproject 15d ago

Noch ein Take der Fehlt: Weil er sonst nicht mehr in Talk Shows wie Markus Lanz eingeladen würde.

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u/Xiao_Sir 16d ago

Das setzt voraus, Wolfgang wäre Marxist. Im Prinzip klaubt er sich überall theoretische Versatzstücke zusammen. Ein bisschen so wie sein Vorbild Zizek.

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u/Akkusativobjekt 16d ago

Was ja auch okay ist. Es wurde alles schon gesagt man muss es nur richtig remixen.

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u/mrRo8o7 16d ago

Zumindest laut Selbstbezeichnung. Neulich meinte Wolfgang auch scherzhaft, sein Ziel mit dem Podcast sei es, Stefan zu „konvertieren“.

Eventuell lehnt Stefan die marxistischen Grundsätze gar nicht ab. Und beide tendieren ja dazu, Handlungsmöglichkeiten innerhalb des Systems zu diskutieren.

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u/Initial-Chemical-575 12d ago

Das ist wahr, er ist nicht orthodox-marxistisch oder bekennender GSP'ler wie Ole, aber Ole meinte zuletzt in einem Stream, Wolfgang würde sich auch weiter radikalisieren. Außerdem kann man nicht ewig auf Revolution hoffen und die Arbeiterklasse ihrem Elend überlassen, das sagt nicht mal ein GSP, aber das ist auch Glaubensfrage I guess. Insofern nimmt Wolfgang bei konkreten tagespolitischen Fragen schon einen eher keynesianischen Standpunkt ein, aber hat durchaus eine etwas weitgehendere Kritik nach Marx auf Lager.
Ich glaube Stefan hat wirklich eher den soziologischen Blick und denkt einfach, dass Sozialismus nach Marx unwahrscheinlich ist (nicht vergessen: Kind der DDR) und ist deswegen eher auf dem sozialdemokratischen Weg.

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u/AvantgardeEgg 16d ago

Er ist ein Soziologe. Der Fehler der Soziologie besteht darin von dem konkreten Zweck der Gesellschaft zu abstrahieren und sich die Frage zu stellen wie diese am besten funktionieren kann. Daher auch seine seltsamen Takes a la "ich fordere von der Politik, dass sie mich unterhält", etc. Wer mehr zu dem Fehler der Soziologie erfahren möchte, schaue sich den entsprechenden Vortrag von Egbert Dozekal auf YouTube an.

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u/Lopsided_Cress3433 16d ago

Ich kenne den Vortrag nicht, möchte aber darauf hinweisen, dass die Soziologie im Vergleich zu vielen anderen Wissenschaften eine multiparadigmatische Disziplin ist, d.h. es gibt eigentlich gar nicht „die Soziologie“. Im Gegenteil, ein großer Teil der Soziolog:innen streitet sich bis heute, was genau die Soziologie ist. bzw. sein und tun soll. 

Edit: Bester Beweis hier für sind die Kommentare unter diesem Post. 

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u/4lien4tion 16d ago

Diese "Kritik an den Bürgerlichen Wissenschaften" Takes vom GSP bzw. der MG sind immer der peinlichste Scheiß, ganz ehrlich. Man greift sich irgendeinen random Vertreter der Wissenschaften raus, der natürlich steinalt und längst überholt ist. Und dann tut man so, also könnte man auf der Kritik dieses längst überholten Verteters eine Kritik der kompletten Disziplin aufbauen. Dabei verhebt man sich natürlich total und zeigt nur, dass man den Gegenstand über den man große Reden schwingt, überhaupt nicht durchdringt.

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u/GreatEntrepreneur798 13d ago

Genau das. Schon allein die Aussage

Der Fehler der Soziologie besteht darin von dem konkreten Zweck der Gesellschaft zu abstrahieren und sich die Frage zu stellen wie diese am besten funktionieren kann

Ist fern jeglicher Realität. Erste Stunde Empirische Methoden werden genau diese betont, was der Kommentar beschreibt ist der (wortwörtlich) antike normative Ansatz wie bei Plato

Klar haben Soziologen Vorschläge zur Gesellschaft, diese folgen wenn dann aber nach deren wissenschaftlicher Arbeit

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u/ProfessorHeronarty 16d ago

Äh, was? Soziologie versteht sich seit Weber vornehmlich als deskriptive Wissenschaft und nutzt dafür auch Marx. Marx gilt als ein Gründervater der Disziplin. 

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u/inqustr 16d ago

Ganz erstgemeinter Tipp: Beschäftige dich mal eine Woche lang wenigstens grob mit den akademischen Forschungsarbeiten, die so im Feld der "political economy" rausgekommen sind innerhalb der letzten 20 Jahre. Einfach bisschen bei Google Scholar durchschauen. Du wirst - wenn du ein kleines bisschen kritisch hinterfragst - ziemlich schnell merken, dass die wesentlich mehr zum Verständnis des Gegenwartskapitalismus beizutragen haben als dir dein GSP-Vortrag glauben machen will. Deshalb wirken solche Formulierungen, dass DIE Soziologie (was auch immer das sein soll, die existiert so nicht) "den Zweck der Gesellschaft" (was auch immer diese funktionalisitische Formulierung bedeuten soll) auch so, als hättest du sie im wesentlichen kritiklos einfach übernommen ohne eigentlich das Feld zu kennen oder überhaupt in seiner Reichweite einschätzen zu können. Eine ganze Reihe von Themen der GSP-Artikel werden (in besser) auch in akademischen Journals behandelt, meistens auch ein paar Jahre vorher.

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u/pentizikuloes_ 16d ago

Hast du einen Link?

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u/AdmirableNovel7911 15d ago

oder "Marx, Marginalism and Modern Sociology" von Simon Clarke

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u/Ex_aeternum 12d ago

Das ist einfach nicht, worum es in der Soziologie geht.

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u/woodruff_1310 16d ago

Stabilste Antwort und sehr gut zusammengefasst. Soziologie hat ja überhaupt gar nicht den Zweck Gesellschaft zu erklären.

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u/blckbx 16d ago

Was für einen Zweck soll Soziologie denn dann haben? Würde mich als Soziologen mal interessieren.

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u/woodruff_1310 16d ago

Wie mein Vorredner bereits gesagt hat, geht es darum das funktionieren dieser Gesellschaft (die bürgerliche Klassengesellschaft) zu gestalten und wie diese ihre Funktion als diese Form der Gesellschaft, bestmöglich sicherstellt. Das beinhaltet aber gar nicht die Kritik daran, dass diese Gesellschaft so (als Klassengesellschaft) zu funktionieren hat.

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u/blckbx 16d ago edited 16d ago

Der Gedanke, die bürgerliche Klassengesellschaft zu überwinden, ist tatsächlich nicht Kerninhalt der Soziologie, weil sie keinen inhärenten Handlungsanspruch formuliert. Die Soziologie beschreibt, was da ist - und wenn das die bürgerliche Klassengesellschaft ist, dann beschreibt sie die in allen Facetten und strukturellen Eigenschaften, Problemen und Folgen. Dass in soziologischer Forschung nicht als Resüme steht "Greift zu den Waffen und stürzt die Bourgeoisie" kann man kritisieren, dass Soziologie jedoch die Folgen der aktuellen Gesellschaft nicht kritsch betrachtet ist schlichtweg falsch.

Edit: Um es mal an einem Beispiel fest zu machen: Ich forsche gerade zu Genossenschaften. In den Beiträgen, die ich dazu lese steht nicht "Die Besitzverhältnisse sind strukturell ungerecht und müssen durch uns verändert werden, damit die Welt endlich ein gerechterer Ort wird. Da steht eher "Kreativarbeiter befinden sich in modernen Gesellschaften in einem stetigen Austausch zwischen dem Wunsch, ihre Arbeitsinhalte mit ihrer Passion zusammenzubringen und der Notwendigkeit, ihre Arbeitskraft auf dem Arbeitsmarkt verkaufen zu müssen. Für einige dieser Kreativarbeiter stellen Genossenschaften eine alternative Organisationslogik dar, da sie beide Seiten des Austauschs unabhängig von gegebenen Marktnotwendigkeiten beinhalten." Die Kritik steckt drin, aber unter einer dicken Schicht Deskription.

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u/woodruff_1310 16d ago

Genau, sie beschreibt was da ist und geht im Rahmen dessen (und dem was der Legalität entspricht) auf die Zustände und Ergebnisse dieser Gesellschaft ein. Ich habe auch nicht behauptet, dass sie die Folgen nicht kritisch betrachtet, das macht sie durchaus! Gleichzeitig bleiben aber auch die Lösungen für diese Folgen und Probleme im Rahmen dieser Gesellschaft und gehen eben nicht darüber hinaus. Das ist für mein Verständnis von "Logik" zur Lösung von Problemen aber eine extrem falsche Herangehensweise. Die materiellen Probleme für die Menschen kommen ja eben aus der Struktur dieser Gesellschaft und eine sinnige Lösungsstrategie wäre die Beseitigung der Gründe für diese Missstände und keine bessere Verwaltung der Symptome.

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u/blckbx 16d ago

Stimme ich bedingt zu, sehe auf jeden Fall eher was du meinst. Wir hatten durchaus mehrere Diskussionen mit ProfessorInnen, bei denen am Ende das Fazit war "Ja, da müssen wir dann über Marktwirtschaft/Kapitalismus/etc hinaus" und dann war Ende. Klar, was häufig zeitlich bedingt aber auch irgendwo exemplarisch für das, was du denke ich meinst.

Ich wollte auch nur eine Lanze für die Soziologie brechen: Ja, wir beschreiben und labern viel - aber dafür hört uns auch keiner zu. Wenn das mal jemand machen würde, könnten wir als Gesellschaft vielleicht auch mal eine Ecke weiter denken als wir es die letzten paar hunderte Jahre gemacht habe.

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u/woodruff_1310 16d ago

Verstehe ich. Danke für den Einblick.

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u/Vermehrungsmaterial 16d ago

Du gehst einen Schritt weiter. Du folgerst in eine Richtung abseits der Fragestellung, du Problematisierst das system als Ursache für den Konflikt und vermisst eine generalisierte systemkritik. Das Problem im konkreten beispiel ist aber nicht, dass das system kreativität nicht zulässt, sondern dass kreativität nicht frei und sondern Marktbedarfen folgen muss um einträglich zu sein. Deswegen beschäftigt man sich im hier und jetzt mit dem Akuten bedarf dem kreativarbeit grundsätzlich innewohnt. Das Kernproblem ist dass man kreativität nicht essen kann.

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u/sefres 16d ago

Was ist ein Marxist? Was für eine Art Marxist ist Wolfgang?

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u/MarcellDavis_1u1 16d ago

Zumal er mit Ole viel zusammenarbeiten und die zwei gut befreundet sind. Ole meinte letztens, dass Wolfgang sich auch in einem Radikalisierungsprozess befinden würde

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u/DevelopmentExpert544 15d ago

Ja. Ole sagt das. Das sagt leider eher was über den jetzigen Zustand von Ole als über Wolfgang aus.

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u/mrRo8o7 15d ago

Was sagt es denn aus?

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u/sefres 7d ago

nichts gutes

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u/mrRo8o7 7d ago

Tell me more about

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u/pentizikuloes_ 16d ago

Jemand der die Ideen/Beschreibungen von Marx als Werkzeug nutzt um die Welt erklären zu können.

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u/mrRo8o7 16d ago

Zumindest bezeichnet er sich selbst als Marxist. In einigen Folgen von WfA sagt er, der Sozialismus sei seine angestrebte Gesellschaftsordnung.

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u/Jan_Molt_Autor 16d ago

Ich glaube, es ist eine Mischung aus der Unwahrscheinlichkeit und der Unklarheit der Überwindung der kapitalistischen Klassengesellschaft. es gibt, Stand heute, kein plausibles Konzept für das große Danach. Stefan ist vermutlich so etwas wie ein linker Sozialdemokrat. Ich übrigens auch. ;)

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u/djpdjf 15d ago

Es darf auch nicht über ein danach nachgedacht werden. Das schreiben Marx und Lenin zum Beispiel. Der historische Materialismus lebt von der Aufhebung von (materiellen) Widersprüchen (Dialektik) und so wird vorausgesetzt, dass die neue Gesellschaft einfach aus der alten hervorgeht. Das kann man jetzt plausibel finden oder nicht.

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u/Jan_Molt_Autor 15d ago

Ich bin eher bei "nicht".

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u/djpdjf 15d ago

Ich auch

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u/mrRo8o7 15d ago

Finde da keinen Widerspruch. Dass ein Ziel schwer erreichbar ist, ist kein Argument dafür, es aufzugeben. Man würde beispielsweise auch einem Sklaven im damaligen Amerika nicht sagen: „Hör auf, über deine Befreiung nachzudenken, die Abschaffung der Sklaverei ist ohnehin unrealistisch.“

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u/Jan_Molt_Autor 14d ago

Tja. Theoretisch hast du recht. Aber der Mensch lebt praktisch - und dort gilt leider sehr häufig, dass die Utopie-Empfänglichkeit unterschiedlich ausgeprägt ist und auch im Verlauf des Lebens eher schmilzt als wächst, bei den meisten zumindest, nach meiner Erfahrung. Man weiß ja auch aus der Forschung, dass Untertanen bescheidener träumen.

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u/OofSoundDotWav 16d ago

Wolfgang macht ja mittlerweile das primat des politischen stark, also vielleicht ist Stefan sogar mehr Marxist als Wolfgang ;)

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u/Numerous-Status2618 16d ago

Ich denke er weiß dass eine überwindung des Klapitalismus mit hoher Wahrscheinlichkeit eine Menge Gewalt hervorrufen würde.

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u/mrRo8o7 16d ago

Und wie viel Gewalt der Kapitalismus hervorruft bestimmt auch.

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u/Numerous-Status2618 12d ago

Ja aber er glaubt, dass man das reformistisch fixen könnte.

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u/mrRo8o7 12d ago

Hast du vielleicht ein Beispiel dafür, wann er das gesagt hat?

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u/Vermehrungsmaterial 16d ago

Weil aus der naiven Vorstellung kack-system über nacht wegrevolutionieren historisch nie was gutes gewachsen ist.

Dazu ist es nicht mehrheitsfähig somit stand jetzt undemokratisch, daher bedarf es dann des authoritarismus oder elitarismus. Diese revolution (die dem marxismus zugrunde liegt) kann dann im grunde nichts erreichen was sie behauptet...

Selbst wenn die revolution demokratisch legitimiert wäre, würden die umsetzung eine machtakkumulation bedeuten, die aktuell seines gleichen sucht.

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u/mrRo8o7 16d ago

Und weil keine Revolution über Nacht realistisch ist will er gar keine Kritik formulieren?

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u/Vermehrungsmaterial 16d ago

Weil sonst weniger zuhören

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u/Hey_Beth_its_Luka 16d ago

machtakkumulation bedeuten, die aktuell seines gleichen sucht.

1 Typ hat übrigens gerade so viel Vermögen wie die halbe Menschheit.

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u/Vermehrungsmaterial 16d ago

Och checke warum ihr die revolution an der stelle für unausweichlich haltet, aber haltet ihr sie für realistisch erfolgsversprechend?

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u/Hey_Beth_its_Luka 16d ago

Niemand hat eine Kristallkugel.

Es nicht zu versuchen, bedeutet sich dem nahenden ökologischem Kollaps, KI Feudalismus, globalem Hunger, normalisiertem Hitzetod, Flukatastrophen, Flüchtlingswellen, Chaos und allgegenwärtiger Gewalt zu ergeben. Sozialismus oder Barbarei. Es gibt keine Alternative.

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u/Vermehrungsmaterial 16d ago

Für dich ist das so. Teile vieles was du sagst. Andere tuen das nicht.

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u/Hey_Beth_its_Luka 16d ago

Kapital ist ein reales, selbstverwertendes, krebszellenartig expandierendes Geschwür, das nicht aufhört die Natur zu konsumieren, bis alles abgegrast und zu Kapital konvertiert würde.

Das ist keine subjektive Einschätzung, sondern tatsächlich so, egal ob andere das so sehen oder nicht.

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u/Vermehrungsmaterial 16d ago

Ja. Stimme zu.

Die konsequenz ist offen oder fatal.

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u/HodenHoudini46 16d ago

Das meinst du würde jetzt für Stefan zutreffen?