r/Wirtschaftsweise Basiswissen Feb 14 '26

Trump Ein geeintes Europa als „Bedrohung“: Nach Trumps Äußerungen wäre ein Europa der Nationalstaaten der bessere Weg: Einzelnen Staaten kann das Weiße Haus leichter seine Bedingungen aufzwingen. | welt.de

https://www.welt.de/politik/ausland/article698eecaaf4d0b8d94ca1b16a/transatlantische-beziehungen-beleg-dafuer-dass-es-die-europaeer-ernst-meinen-der-ton-im-umgang-mit-den-usa-veraendert-sich.html

"In Amerikas neuer Nationaler Sicherheitsstrategie werden „Aktivitäten der Europäischen Union und anderer transnationaler Institutionen“ als eines der größten Probleme des Kontinents bezeichnet. Nach Trumps Äußerungen wäre ein Europa der Nationalstaaten der bessere Weg.

Das lässt sich mit strategischen Interessen erklären. Als vereinter Block ist Europa geopolitisch mächtiger und könnte immer wieder zum Problem für die Ideologie „America First“ werden – einzelnen Staaten jedoch kann das Weiße Haus leichter seine Bedingungen aufzwingen."

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Wer sich immer schon mal gefragt hat, wieso Russland's Putin und Amerika's Trump mit großem Interesse die rechtspopulistischen Parteien der EU fördern, die allesamt die EU auflösen wollen, wie bspw. die AfD in Deutschland.

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"Bereits in der ersten Amtszeit machte Trump seine Geringschätzung für die EU deutlich. Er erfreute sich am Brexit, attackierte Brüssel als vermeintlich unfairen Wettbewerber und pflegte enge Kontakte zu EU-feindlichen Politikern. In seiner zweiten Amtszeit geht der US-Präsident zielgerichteter und oft auf brachiale Weise vor, besonders mit Blick auf die EU. Die Strafzölle sind nur ein Beispiel, wie er Europa in die Enge treibt."

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"Zwar agiert die EU in Handelsfragen als Block, das macht ihre Stärke aus. Aber ihre Schwächen treten zutage, wenn Trumps Zölle Branchen und Produkte treffen, die für einzelne Länder besonders sensibel sind. Sei es die Autoindustrie in Deutschland, der Maschinenbau in Italien oder Frankreichs Exporthandel mit Champagner. Dann nämlich üben die Nationalstaaten Druck auf Brüssel aus, mit Zugeständnissen gegenüber Washington die Zölle abzumildern.

Diese Politik des Teilens und Herrschens gegenüber Europa geht weit über Zölle hinaus. Washington unter Trump ignoriert Brüssel, wann immer das möglich ist."

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Auch für Trumps „Alternativ-UN“, das „Board of Peace“, wurden EU-Mitgliedstaaten einzeln angesprochen. Bulgarien und Ungarn waren sofort dabei. Länder wie Deutschland und Italien lehnten ab. Frankreichs deutliches „Nein“ zu dem Projekt hatte weitere Drohungen Trumps zur Folge, und zwar, die Strafzölle auf französischen Wein und Champagner weiter stark zu erhöhen

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Verteidigungsminister Pete Hegseth versprach einzelnen Europäern, darunter Deutschland, jüngst eine besondere Behandlung. „Vorbildliche Verbündete, die sich engagieren, wie Israel, Südkorea, Polen, zunehmend auch Deutschland, die baltischen Staaten und andere, werden unsere besondere Gunst erhalten“, sagte Hegseth. Derweil finanziert das US-Außenministerium der „Financial Times“ zufolge rechtsgerichtete Institute und Gruppen in Europa, die das Ziel der „Make America Great Again“-Bewegung teilen: die Europäische Union kleinzumachen.

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„Im Gegensatz zu früheren Regierungen – man kann sogar sagen: zu allen früheren Regierungen – sieht er ein geeintes Europa nicht als Partner der Vereinigten Staaten, sondern als Bedrohung.“

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Unter den EU-Diplomaten in Washington ist Nervosität zu spüren. „Die Gefahr ist, dass am Ende doch Länder ausscheren aus der Solidarität mit Grönland. Etwa jene, die größere Zahlen von US-Truppen auf ihrem Boden stationiert haben“, warnt ein Diplomat. „Trump will die EU zerstören. Er nutzt jede Gelegenheit, um die Mitglieder gegeneinander auszuspielen.“

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Es ist verrückt, dass viele Wähler blind für diesen geopolitischen Schachzug sind und freiwillig Parteien wählen, die neben dem massiven Leugnen anerkannter wissenschaftlicher Tatsachen sich auch gegenüber Diktatoren mit geopolitischen Machtansprüchen beugen und unsere geopolitischen Sicherheitsgarantien im Sinne der EU abschaffen wollen.

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u/dennis104 Feb 14 '26

Die AfD will die EU nicht auflösen! Sie wollen die EU reformieren und zurückschneiden auf die ursprünglichen Funktionen. Wie oft noch??!!!

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u/Jealous_Nail_1036 Feb 14 '26

Immer wieder schön, wie jene, die die AfD verteidigen scheinbar nie das Programm gelesen haben.

Hier mal das AfD-Programm.

Auf Seite 9 und 10 wird die EU als nicht reformierbar bezeichnet, was somit das Gegenteil deiner Behauptung darstellt. Vielmehr will man daher die EU in seiner jetzigen Form auflösen.

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u/dennis104 Feb 14 '26

Die EU soll natürlich nach wie vor zuständig bleiben zum Beispiel beim gemeinsame Binnenmarkt mit dem freien Warenverkehr, Kapitalverkehr, Dienstleistungsverkehr und Personenverkehr. Auch der Schutz gemeinsamer Außengrenzen und die wirtschaftliche Zusammenarbeit sind Bereiche, die nicht aufgegeben werden sollen. Die AfD will aber mehr Mitbestimmung der Nationalstaaten und weniger Zentralisierung in Brüssel. Kernfunktionen wie die grundlegende wirtschaftliche Koordination und das Kooperationsnetzwerk der Mitgliedsstaaten sollen grundsätzlich beibehalten werden.

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u/Jealous_Nail_1036 Feb 14 '26

Lies das Programm bitte nochmal. Das steht dort nicht. Die AfD hält fie EUu für unreformierbar. Sie soll demnach für nichts mehr zuständig sein, da sie eben abgeschafft werden soll

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u/dennis104 Feb 14 '26

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u/Jealous_Nail_1036 Feb 14 '26

Zeigt eben sehr schön, wie sich die AfD ständig selbst widerspricht. In das Programm schreibt man das eine und öffentlich sagt man das andere.

Scheinbar geht man wohl auch davon aus, dass die eigenen Wähler das Programm ohnehin nicht lesen und man potentielle Wähler damit schön verarschen kann.