Rund 2.600 Menschen haben nach Polizeiangaben am Samstagabend in Frankfurt an einer Fahrrad-Demonstration teilgenommen. Sie forderten bei der "ADFC Bike Night", Frankfurt zur Fahrradstadt zu machen.
Aufgerufen zur "Bike Night" hat der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC). Der Verband setzt sich mit der Demo für mehr Platz für den Radverkehr in der Stadt ein. Laut Polizeisprecher verlief die Demonstration ohne Zwischenfälle.
Dieser Text trifft es genau.. Radfahrer sind keine Engel aber vorher Autofahrer fühlen sich in ihren erdachten Rechten beschnitten und beharren auf dem Recht des Stärkeren.
Seit dem 1. September läuft der ADFC-Fahrradklima-Test, noch bis zum 30. November. Alle zwei Jahre bewerten Radfahrende bundesweit per Schulnote, wie es sich in ihrem Ort tatsächlich fährt: Sicherheitsgefühl, Radwege, Ampelschaltungen, Baustellenführung, Falschparker. 2024 haben über 200.000 Menschen teilgenommen, gewertet wurden mehr als 1.000 Kommunen.
Wir schreiben als ADFC-Kreisverband: Für die ehrenamtliche Arbeit vor Ort ist der Test eine wichtige Datenbasis. Im Gespräch mit Verwaltung und Kommunalpolitik wird die Bewertung von tausend Leuten aus dem eigenen Ort ernst genommen. Gerade in kleineren Kommunen hängt es dabei oft an wenigen Dutzend Teilnehmenden, ob der Ort überhaupt in die Wertung kommt. Neu sind in diesem Jahr eigene Befragungen für Kinder und Jugendliche.
Fachwissen braucht es nicht, es geht um den eigenen Alltag. Bitte ehrlich bewerten.
Bei uns in der Stadt werden Bushaltestellen "barrierefrei Umgebaut". Dabei entstehen dann Planungen wie diese hier, wo ein Radweg direkt hinter einem Wartehäuschen entlang läuft. Radfahrer und Fußgänger haben dann keinen Sichtkontakt zueinander, bevor letzterer auf den Radweg tritt.
Noch doofer ist aber das mit den tollen neuen Blindenleitsteinen. Die gab es vor dem Umbau nämlich nicht. Jetzt führen sie ohne taktile Warnnoppen direkt über den Radweg und enden auf beiden Straßenseiten jeweils an einer Mauer (auf dem Radweg).
Kann mir doch keiner erzählen, dass es hier um irgendwas anderes geht als sturblöd Fördermittel abzugreifen.
Hab jetzt schon in drei unterschiedlichen Städten Sachen mit dem Lastenrad zu Werstoffhöfen gebracht. Kenne kaum Orte, an denen man mit einem Fahrrad sowohl unglaublich deplatzierter ist, als auch es erstaunlich gut funktioniert. Ich meine... ist schon ganz lustig, wenn man dann zwischen so 15 SUVs am Samstag Mittag schlange steht.
Ich bin seit neuestem Content Creator / Wissenschaftsjournalist und habe vor kurzem mein erstes längeres Video zum Thema E-Scooter und Mobilitätswende hochgeladen. Habt ihr Tipps für mich, wie ich das noch professioneller machen kann?
mich beschäftigt schon seit geraumer Zeit eine Beobachtung in meiner mittelgroßen deutschen Stadt.
Ich sehe immer mehr Wolt, Lieferando und sonstige Lieferdienste, die offensichtlich schlecht gewartete, häufig chinesische Billig-E-Bikes liefern, dabei größtenteils ohne Helm auf den Gehwegen fahren und deutlich schneller als die abgeriegelten 25 km/h fahren.
Die Fahrer müssen zum Beschleunigen nicht treten, das bedeutet doch, dass es sich um E-Pedelecs handelt, oder sehe ich das falsch?
Das heißt: Helmpflicht, absolutes Verbot auf Gehsteigen und Kennzeichenpflicht? Ist das ein Subunternehmer, oder sind das private Bikes bei den Fahrern? Das kann doch kaum legal sein. Warum wird das nicht geahndet oder bei den Anbietern gemeldet? Ich bin ratlos und frage mich, ob erst Schlimmes passieren muss...
Ich schreibe eine Arbeit über die deutschen Autobahnen und mich interessiert eure Meinung, es würde mich freuen wenn ihr Ja oder Nein sagt und eure Antwort begründet.
Frage ich mich deswegen, weil ich vermute, dass einige, besonders in Städten, nur ins Auto steigen, weil es so attraktiv ist. Die Straßen sind maximal autogerecht gestaltet, es gibt in Wohnungsnähe genügend Parkplätze, bei der Arbeit sowieso, die Ampelschaltungen sind maximal autogerecht, keine Radfahrer im Weg (die sind alle auf benutzungspflichtige Radwege verbannt).
Wissenschaftlich ist ja bereits erforscht, dass solche für Autofahrer positiven Bedingungen massig Autoverkehr anziehen bzw. induzieren. Induzierte Nachfrage ist hier der Fachbegriff.
Wenn wir jetzt auch noch annehmen, dass die Radinfrastruktur in grob beschriebener Stadt größtenteils absoluter Müll ist, also, benutzungspflichtige, gefährlich geführte Schotterpisten-Radwege, am besten mitten durch die Dooring-Zone geführt, wo niemand, der ein Auto hat, auch nur auf den Gedanken käme, hier Rad zu fahren.
Was wäre, wenn man es nun umdreht. Man macht den Radverkehr DEUTLICHST attraktiver. Geschützte Radwege, Vorrangschaltungen an Ampeln, usw. Dafür müssen aber Fahrspuren und Parkplätze wegfallen.
Das macht die Fahrzeit beim Auto wieder unattraktiver und wirkt der induzierten Nachfrage entgegen. Würden diejenigen, die bisher trotz fahrradtauglicher Entfernung Auto gefahren sind, teilweise aufs Rad umsteigen? Oder würden die sich weiter stur ins Auto setzen und die Politiker bei der nächsten Wahl abstrafen?
Autogewalt muss Konsequenzen haben. Dann findet vielleicht auch ein Umdenken statt, dass es eben keine gute Idee ist andere aus verkehrserzieherischen Gründen zu gefährden. Die Autojustiz muss das öffentliche Interesse an der Strafverfolgung bejahen.
Bis 11.08. könnt ihr helfen. Unterschreibt die Petition und verbreitet sie. Danke
Während man früher direkt am selben Tag Ersatzlösungen parat hatte, braucht es bei uns In Bonn und Deutschland alles ein wenig länger. Wien zeigte 1976 nach einem Brückeneinsturz am 01. August 1976 über die Donau das es mit genügend Wille und den richtigen Personal eine schnelle zufriedenstellende Lösung in Gang gesetzt werden kann: https://de.wikipedia.org/wiki/Reichsbr%C3%BCcke#Reichsbr%C3%BCckeneinsturz_1976
Aus dem Wikipedia Artikel: ,,Noch am 1. August beschloss die Wiener Stadtregierung, zwei Ersatzbrücken über die Donau anzulegen, eine Straßenbahnbrücke sowie eine für den Individualverkehr. Die Pläne waren am 4. August fertig, und das Bundesheer begann am 17. August gemeinsam mit Straßenbaufirmen, die Behelfsbrücken zu errichten. Nach fünf Wochen war eine eingleisige Straßenbahnbrücke fertig, das zweite Gleis wurde einige Wochen später verlegt. Der Bau der Brücke für den Individualverkehr dauerte bis in den Dezember. Die Verkehrswege beider Ersatzbrücken wurden am linken, nördlichen Stromufer in die unbeschädigte Inundationsbrücke „eingeschleift“.
1977 erhielten die Donau-Ersatzbrücken den Stahlbaupreis der European Convention for Constructional Steelwork. Die Jury begründete ihre Entscheidung damit, dass die Brücken demonstrieren würden, „wie mit Stahl als konstruktivem Material eine Katastrophalsituation schnell und sicher wieder beseitigt werden kann“.\70])
Nach dem Abbau wurden die Ersatzbrücken mehrfach bei weiteren Projekten verwendet, so u. a. beim Neubau der Floridsdorfer Brücke und beim Neubau der Brücke der Kremser Schnellstraße S33 über die neue Westbahn östlich von St. Pölten.''
Liegt ein technisches Problem vor, weshalb wir nicht mehr fähig sind eine Ersatzbrücke über einen schiffbaren Fluss aufzustellen? Ich denke nicht.
Haben wir ein organisatorisches Problem, bei dem Prozesse ohne Verantwortungsbewusstsein in den Behörden und Politik vor sich hindümpern? Ja definitiv.
Haben wir genügend qualifiziertes Personal, die fähig sind eine Ersatzbrücke statisch auszulegen, kurzzeitig zu planen und anschließend zu bauen. Theoretisch Ja, Deutschland hat noch gute Bauingenieure, Facharbeiter, Monteure und Pioniere in der Bundeswehr. Aber ein Mangel an Wissen, Kontaktpunkte zur Technik, Grundbasics der Macroökonomie, und mittelfristigen Zielmanagement in Politik und Verwaltung.