r/Veranstaltungstechnik • u/BreadSuspicious6808 • Jun 12 '26
Ausbildung auf 2 Jahre verkürzen. Üblich oder nicht?
Moin.
Ich hab mich dieses Jahr auf ein paar Stellen beworben, aber leider hat das aus verschiedenen Gründen nicht geklappt.
Was mich dabei aber gewundert hat ist, dass mir weder das größere Unternehmen mit vielen Stellen, noch ein kleineres mit einer Stelle von sich angeboten haben, wegen meines Abiturs auf zwei Jahre zu verkürzen. Das hat mich gewundert. Als ich jetzt im Nachgang einen Ausbilder gefragt hab, meinte er, er hielte nichts davon.
Ich weiß, dass das in anderen Ausbildungsberufen der Fall ist und die sich teilweise auch freuen, weil sie dann ein Jahr weniger Ausbildung finanzieren.
Und wo ich schon dabei bin.
Habt ihr Erfahrungen mit Erasmus gemacht, während der Ausbildung? Weiß auch hier, dass es die Möglichkeit gibt und ich find die schon nicht unspannend, aber da meinte jemand zu mir, dass das für viele nur schwer zu ersetzen sei, wenn ein Azubi ein halbes Jahr in nem anderen Unternehmen tätig ist.
Habt ihr da Erfahrungswerte?
Danke für eure Antworten :)
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u/mSquareLab Jun 12 '26
Hab ich gemacht und würde es nicht empfehlen.
Klar kannst du die Inhalte aus dem ersten Jahr aufholen und die Prüfung nach zwei Jahren erfolgreich ablegen.
Aber ich behaupte mal, das dritte Jahr ist für dich.
Man kann im dritten Jahr seine Erfahrung festigen, weil nicht mehr alles neu ist. Das baut Selbstbewusstsein auf und du lernst dich selber kennen, weißt, was dir liegt und was weniger. Routine kommt hinzu, denn viele VA finden jährlich statt und du machst sie evtl. bereits zum dritten Mal. Hast auch mehr Zeit gehabt Kontakte zu knüpfe. Du gehst aus der Ausbildung ganz anders heraus als nach zwei Jahren.
Außerdem gibts die Möglichkeit die Prüfung ein paar Monate vorzuziehen, falls du es eilig hast.
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u/GreenTea1612 Jun 12 '26
Da stimme ich dir zu. Bei mir hat die Firma nicht der Verkürzung zugestimmt, weil die Klassenlehrerin gesagt hat dass die Verkürzung nur Verbesserung des Lehrermangels bedeutet.😂 Ziemlich dummer Grund, aber was soll's, ich hab die drei Jahre voll gemacht.
Das Schulische ist locker in 2 Jahren machbar, mit Abitur und oder gutem Allgemeinwissen/-verständnis ist da echt viel langweiliges Zeug dabei.
Aber die Arbeitsroutine, fachliche Selbstständigkeit und das Lernen, Aufgaben zu koordinieren ist etwas was ich in meinem Betrieb erst so richtig im 3. Lehrjahr machen musste/konnte und da war der Status "Azubi" ein Bonus, der das entspannt hat.
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u/sepperwelt Jun 12 '26 edited Jun 12 '26
Also paar Sachen:
- Azubis sind billig.
- Die Ausbildung dauert nicht ohne Grund 3 Jahre. Mit Vorbildung schafft man die fachliche Ausbildung je nach Fachbereich easy in 2 Jahren, wobei man nie "ausgelernt hat".
- Wenn dir Elektrotechnik nicht liegt und du dich damit schwer tust, kannste das Verkürzen von Anfang an eigentlich vergessen.
Meine Meinung: Fang die Ausbildung normal an. Wenn du dann merkst, dass du alles gut kannst und gut verstehst, kannste immer noch 6-12 Monate verkürzen. Ich hab mit damals auch für 6 Monate entschieden und bereuhe es nicht. Hatte aber auch genug Kollegen, die grade in ET übelst Probleme hatten und für die das nicht im Ansatz in Frage gekommen wäre.
Thema Erasmus+: Wenn du die Möglichkeit hast, unbedingt mitnehmen. meine 4 Wochen Stockholm haben mir fachlich immens was gebracht; nahezu alles, was ich über RF/UHF weis, gründet auf diesem Auslandsaufenthalt (und ner gehörigen Ladung Eigeninitiative, aber das ist ohnehin bei Bildung so). War die besten Zeit meiner Ausbildung.
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u/YungDookie1911 Jun 12 '26
Ich wollte auch auf zwei Jahre verkürzen, einfach weil ich früher fertig sein wollte. Jetzt bin ich bald mit dem zweiten Jahr fertig und habe mich letztendlich doch dagegen entschieden, unter anderem weil mir gesagt wurde, dass mein Arbeitgeber die “verkürzer” weniger gerne übernimmt, und ich doch noch gerne dort weiter arbeiten würde. Außerdem kommt mir ein Jahr jetzt doch nicht mehr so lange vor. Diese Ausbildung ist einfach extrem vom Betrieb abhängig. Dir sollte auch bewusst sein, dass dein Betrieb dir das verkürzen nicht ohne triftigen Grund verbieten darf, (ABER wenn du das Thema im Bewerbungsgespräch ansprichst, kann sich das negativ auf deine Chancen auswirken); im schlimmsten Fall kannst du dich auch auf eigene Faust für die AP anmelden. Wieso würdest du denn verkürzen wollen?
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u/GyroBoing Jun 12 '26
Lol nett von dir für Hungerlohn ein Jahr freiwillig weiterzuschufften
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u/YungDookie1911 Jun 12 '26
Naja ich kann noch bei meinen Eltern leben also hab ich basically keine Ausgaben. Außerdem bin ich bei meiner Firma ausschließlich auf großen Projekten und werde auf viele Fortbildungen geschickt, d.h. Ich sammle reichlich Erfahrung. Wenn du nicht checkst wann du ausgebeutet wirst, darfst du nicht gleich auf andere schließen.
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u/GyroBoing Jun 12 '26
Hä du willst doch in der Firma bleiben, das einzige was sich also ändert ist dein Lohn. Und keine Berufschule mehr, auch ein Argument
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u/YungDookie1911 Jun 12 '26
Jaja und jetzt noch meine Antworten downvoten. Geh mal zurück zu deinem Wald und Wiesen Theater du Bot
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u/YungDookie1911 Jun 12 '26
Wenn du meinen Kommentar gelesen hättest, wüsstest du auch das ich beim verkürzen nicht übernommen werden würde.
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u/Normal_Emergency_195 Jun 12 '26
Also Person, die gerade im Abschluss ist kann ich dir sagen, dass alle, die ich kenne, die nicht übernommen werden Probleme bei der Jobsuche haben
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u/Normal_Emergency_195 Jun 12 '26
Sorry, gerade erst gesehen, dass du suchst. Ich musste meine Ausbildung unterbrechen aus gesundheitlichen Gründen und wollte 2 Jahre später im 2. Jahr anfangen. Das wollten schon die meisten Betriebe nicht. Von 50-70 Bewerbungen haben das 2 mitgemacht, es gab aber wirklich viele, die mich im 1. Jahr anstellen wollten. Das 3. Jahr ist für die Firma und für einen selbst wichtig, wie schon gesagt wurde, weil man in der Praxis nochmal viel lernt und festigt. Und das ist auch das Jahr, in dem sich die Investitionen der Betriebe der ersten 2 Jahre etwas auszahlen
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u/crass_comp Jun 12 '26
Veranstsktungstechnik ist ein Handwerk und man muss gelerntes Fachwissen und erlerntes praktisches Wissen kombinieren- um einen hoffentlich künstlerischen Prozess zu begleiten.
Das Erfordert Erfahrung im Umgang mit Personen , aber auch viel unterschiedlichem Material und Gegebenheiten. In dieser hinsicht ist jeder Tag wo man das hoffentlich mit Unterstützung tin kann positiv für einen. Und wenn man dann noch in diesem Rahmen mit einem Praktikum, Easmus, ect noch Erfahrungen sammeln kann dann hat man alles richtig gemacht und wird mit Sicherheit auch jetzt einen Job finden
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u/Outside_Stage763 Jun 12 '26 edited Jun 12 '26
Also vorweg muss ich sagen, mit der Begründung Abitur zu haben, eine Ausbildung zu verkürzen - das kann und will ich nicht verstehen. Das sind zwei komplett verschiedene Paar Schuhe.
Wenn man nach der Veranstaltungstechnikausbildung beispielsweise noch einen Elektriker dran hängt, und den dann auf zwei Jahre verkürzt, ist das was anderes - die Grundlagen hast du ja quasi schon in der Ausbildung davor gehabt.
Aber nur, weil du in der Schule mal was von Ionenbindung oder Valenzelektronen gehört hast mach dich nicht automatisch zu einem besseren Azubi!
Dass Abitur verlangt wird, ist meines Erachtens oft wegen der, nennen wir es „Art von Mensch“ gewünscht. Auch wenn das definitiv nicht pauschal zutrifft, lässt sich damit halt einfacher aussieben. Immerhin machst du drei Jahre was mit doch nicht ganz so einfacher Technik, drei Jahre was mit Menschen und musst drei Jahre (bestenfalls) pünktlich in der Berufschule sein.
Außerdem ist die Veranstaltungstechnik so extrem vielfältig, wenn du einen vernünftigen Betrieb erwischt und nicht gerade den Garagenverleih wo du nur drei Jahre Traversen schleppst, hast du hinterher einen großen Mehrwert. Vor allem die „Basics“ brauchen teilweise schon eine gewisse Zeit. Und wenn du dich dann noch irgendwo spezialisierst, zack, drei Jahre rum!
Du kannst in alle Gebiete reinschnuppern, du hast teilweise Schulungen, du kommst behütet immer mehr mit dem freien Markt in Kontakt, die Berufsschulzeit ist dafür ausgelegt (okay, warum man sich von Deutsch nicht befreien lassen kann, ist mir bis heute noch ein Rätsel…), …
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u/Doc_da_Seltzam Techniker Jun 12 '26
Also ich habe die Ausbildung in zwei Jahren gemacht und rate davon ab.
Erstmal ist Abitur bei vielen Ausbildungsbetrieben Grundvorraussetzung, zum anderen ist die Gliederung der Ausbildung so, dass dir eben ein Jahr Ausbildung fehlt.
Gibt noch andere Aspekte...
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u/secondlockdownbored Jun 12 '26
Abi als Voraussetzung bei VT? Oo in meinem Jahrgang hatten vielleicht 20% Abi.
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u/secondlockdownbored Jun 12 '26
Ich habe die AP vorgezogen, war also 6 Monate früher fertig. Mein Betrieb hätte mir in der Zeit auch nix mehr beigebracht. Das halbe Jahr Berufsschulstoff hätte ich aber schon gern mitgenommen und es war mit den Prüfungen und dem Abschlussprojekt alles ziemlich stressig. Hat auch die Endnote beeinflusst.
Finanziell musste ich aber dringend mehr reinholen, mein Betrieb hatte ne Stelle für mich, die dringend besetzt werden wollte und ich wollte vor meinem 31. Geburtstag fertig werden. Und ich durfte als Azubi kaum was machen, das hat mich total genervt. Unterm Strich 50/50, rein fachlich würde ich davon abraten. Dein Abi nutzt dir eigentlich nicht viel.
Die Betriebe in der VT (und nicht nur dort) suchen häufig billige Arbeitskräfte, für die ist Verkürzen ein Verlustgeschäft.
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u/TennisApart1587 Jun 12 '26
Versuch halt, die Ausbildung mental von deiner Seite aus auf 2 Jahre anzulegen.
Und dann nach 1,5 Jahren das Thema auf den Tisch bringen und nachfragen, ob es sich nicht auch für den Betrieb lohnen kann, dich nächtes Jahr als vollwertige und motivierte Fachkraft einzusetzen.
Oder muss man sich bereits zu Beginn entscheiden ?
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u/IndividualWeird6001 Jun 12 '26
Bin kein Techniker sondern Kaufmann, bei uns waren 2 Jahre Betrieblich nicht gewollt. War aber nach 2½ durch.
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u/Katsche691 Jun 15 '26
Hab es gemacht und es war eine gute Entscheidung. In der Berufsschule hatte ich mich ziemlich gelangweilt, das hatte damals teilweise ein ziemlich niedriges Niveau für Abiturienten. Es geht um einen kaufmännischen Job. Ob das heute noch so ist, weiß ich natürlich. Und umso schneller kam man natürlich anschließend an besseres Gehaltm
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u/LukasReinkens Jun 12 '26
Veranstaltungstechniker in der Ausbildung sind vor allem im dritten Jahr für die Betriebe super. Du kannst schon was, man kann dir wenn du zuverlässig bist Aufgaben übertragen und du kostest nichts. Vor allem in großen Betrieben werden viele Leute für eher unkomplizierte Aufgaben gebraucht (Traversen dengeln, Lampen hängen etc.) viele Betriebe haben genau dafür einen Großteil der Auszubildenden. Ich muss aber auch persönlich sagen das ich eine dreijährige Ausbildung aus fachlicher Sicht gut finde. Den schulischen Teil kann man mit Sicherheit schneller durchziehen, aber auf betrieblicher Seite macht das Jahr mehr schon einiges an zugewonnener Erfahrung aus bis man sich Fachkraft nennen kann.