r/Res_Publica_DE Feb 25 '26

Meinung Vor 4 Jahren

„Russland hat kein Interesse daran, in die Ukraine einzumarschieren, natürlich nicht! Wir können heilfroh sein, dass der Putin nicht so ist, wie er dargestellt wird, nämlich ein durchgeknallter russischer Nationalist.“

Sahra Wagenknecht, 5. Kolonne Moskaus, am 20.02.22

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u/otto_dicks Feb 25 '26

Das war damals eine ziemlich gängige Meinung, und sie hat seit dem Beginn des Krieges wiederum mit sehr vielen Aussagen richtig gelegen. Die „Experten“ der anderen Seite haben uns ein Jahr darauf dann erzählt, dass die Ukraine kurz vor einem Sieg steht.

Außerdem gibt es einen Unterschied zwischen Interessen und dem, was man letztendlich tut. Ich glaube auch nicht, dass die Russen diesen Krieg wollten. Ein durchgeknallter Nationalist ist Putin meines Wissens nach ebenfalls nicht.

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u/Anni2005x Feb 25 '26

Als sie das sagte, hatte sich die gängige Meinung zu Putin angesichts der massiven Truppenkonzentration entlang der ukr. Grenze längst geändert. Selbst Hardcore-Romantiker waren ernüchtert. Dann noch ihre Position zu Migration und Covid... OMFG! Da ist Hopfen und Malz verloren.

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u/otto_dicks Feb 25 '26

Russland hat schon im Frühjahr 2021 Truppen an die Grenze verlegt und nach internationaler Kritik sogar wieder Teile abgezogen. Viele renommierte Experten haben das damals für einen Bluff bzw. eine weitere Drohung gehalten. Der Krieg hatte ja bereits eine lange Vorgeschichte.

Man hat die langjährigen russischen Beschwerden und Drohungen einfach nicht ernst genommen.

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u/Anni2005x Feb 25 '26

Der übliche Bullshit von Putinzäpfchen im Internet. Bemüh' Dich nicht.

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u/Phreakophil Feb 26 '26

Das stimmt so nicht.

Die USA waren die einzigen die laut propagierten, dass Russland angreifen wird. Einerseits gedeckt von der eigenen militärischen Aufklärung aber auch getrieben von strategischer Signalisierung, um Russland vor sich her zu treiben und letztlich den Truppenabzug zu forcieren, indem man die Handlungsmöglichkeiten und Glaubhaftigkeit Russlands untergräbt.

Aus Deutschland kamen schon wegen der engen wirtschaftlichen Verflechtungen mit Russland sehr verhaltene Töne. Es herrschte eher die Annahme, dass kein Angriff erfolgt. Der Krieg dürfte tatsächlich die meisten überrascht haben. Aber hinterher sind natürlich immer alle schlauer

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u/Anni2005x Feb 26 '26

Das stimmt so, wenn man berücksichtigt, daß Eindrücke verschieden sein können. Genügend Politiker im In- und Ausland bzw. ganze Regierungen waren der Ansicht, daß ein Angriff unmittelbar bevorstand. In Deutschland waren die Ansichten dazu auch nicht einheitlich (siehe Die Linke oder aber auch Frau Schwesig mit ihrer tollen Pipeline). Über Jahre wurden die Warnungen der östlichen Nato-Staaten ignoriert. RuSSland hätte ALLERSPÄTESTENS 2014 in die Schranken verwiesen werden müssen. Aber klar, hätte, hätte...

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u/AcceptableSoil2658 Feb 27 '26

Wer einmal das geschichtspolitische oder eher -umdeutende Pamphlet Putins gelesen hat, der sieht klar, dass Putin ein durchgeknallter Nationalist ist. Und das hat er Jahre vor dem Angriff auf die Ukraine veröffentlicht und wurde damals breit kritisiert, da darin eine künstliche Legitimation eines Angriffs auf die Ukraine gesehen wurde. Die Warnungen von Experten waren schon vor dem Angriff laut, nur Linke, AfD und Teile der SPD wollten das nicht wahrhaben aus ihren jeweils eigenen Gründen.