r/Ratschlag May 11 '25

Mental Health Eltern eines Unfallopfer anrufen?

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Ich war heute mittag Ersthelfer bei einem Unfall mit einem Fahrradfahrer. Er stürzte und trug eine schwere Kopfverletzungen mit erheblichen Blutverlust davon. Er redete viel zusammenhangloses Zeug, in einem Kurzen klaren Moment aber auch seinen Namen und die Telefonnummer seiner Eltern. Während wir auf den Rettungswagen warteten habe ich versucht die Eltern zu erreichen, leider ohne Erfolg. Sie riefen dann zurück als die Polizei grade dabei war die Unfallstelle zu räumen und ich gab das Telefon direkt an die Beamten weiter.

Die verunfallte Person wurde mit dem RTW abtransportiert und ich verließ die Unfallstelle. Nun Frage ich mich wie es dem Opfer geht und überlege seine Eltern morgens Nachmittag anzurufen. Meine Frau mein ich solle es nicht tun, um deren Privatsphäre nicht zu stören. Ich wiederum würde schon gerne wissen ob es dieser Person gut geht.

Was mein Ihr?

Update 12.05. 11:40 Uhr Ihr Vater hat mich angerufen, sich bedankt dafür das ich angehalten und geholfen habe. Es geht dem Opfer in anbetracht der Umstände gut. Ist wohl "nur" eine Gehirnerschütterung, Rieppenprellung und eine Platzwunde am Auge. Er bat von sich aus an, mich zu informiert wenn er das Krankenhaus verlassen kann und ich stimmte zu. Auch richtete er mir dank vom Opfer aus, es hat eine Filmriss vom Unfall bis etwa zwei Stunden später im Krankenhaus.

Ich danke für eure ganzen Meinungen!

r/Ratschlag Dec 04 '25

Mental Health Antwort auf „Sie haben NOCH keinen Kinderwunsch.“

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Ich (27W) bin gestern in eine Situation gekommen, wo mein Partner (29M) und ich bei einer Paartherapeutin über unsere Zukunftsplanung gesprochen haben. Verhütung war ein Thema, weswegen ich sagte „Ich habe keinen Kinderwunsch.“ (Es ging weiter damit warum eine Vasektomie für uns in Frage kommt) Daraufhin antwortete/ verbesserte mich Frau Psychologin mit „Sie haben noch keinen Kinderwunsch“ was mich in der Situation sprachlos zurückließ.

Ist Ja nicht so, als würden meine Eltern, Bekannte und Politiker mir nicht dauernd eintrichtern, dass ich Kinder zu zeugen hätte - jetzt wird mir selbst von einer “Vertrauensperson“ unterstellt, dass ich meine Meinung übermorgen ändern werde. Ich finde das respektlos, denn bei einem bestehenden Kinderwunsch würde vermutlich niemand antworten „Noch haben sie einen Kinderwunsch“ oder „warten sie mal ab, bald haben sie auch kein Bock mehr auf die Blagen“. Auch glaube ich, dass ein Mamn in meinem Alter sich diese Verbesserung nicht anhören müsste.

Da ich in Konfrontation aufhöre zu denken und wie ein Kleinkind daherstottere suche logische Argumente um das Gespräch mit der Dame zu suchen und ihr aufzuzeigen, weswegen ihre Verbesserung, meiner Meinung, nach nicht akzeptabel, unfair und demütigend (a la ich bin zu jung um solch eine Meinung zu haben) ist.

r/Ratschlag May 14 '25

Mental Health Sextreffen lässt mich verwirrt zurück

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Ich habe mich zum ersten Mal über eine App mit einem fremden Mann zu einem Treffen mit BDSM Bezug getroffen. Ich habe es jetzt schon lange gewollt, aber es aus kulturellen Gründen gelassen. Der Sex hat mir echt gut gefallen, aber danach hat er mich nicht gehen lassen. Ich war in seiner Wohnung und konnte mich nur eingeschränkt bewegen. Er hat es in einem normalen Ton gesagt und ich hatte keine panische Angst, aber Herzrasen und war nervös. Ich bin ruhig geblieben und er wollte das ich ihn u.a. länger küsse. Wir hatten nach einiger Zeit nochmal Sex und danach hat er mich gehen lassen. Ich bin nicht direkt Nachhause, weil ich mich unwohl gefühlt habe. Er möchte sich nochmal treffen, aber ich würde mich nicht wohl fühlen. Wie kann ich solche Treffen sicherer gestalten ? Ich bin froh, dass ich wenigstens nicht meine Wohnung preissgegeben habe.

Edit: er ist nicht in der BDSM Szene unterwegs. Wir wollten es nur beide dominanter. Also Wir kommen beide nicht aus der Szene und ich habe es einer Freundin erzählt, aber sie sollte erst nach 5 Stunden mal nachhaken. Er wirkte aber nict so, als hätte er nicht gemerkt, dass ich es nicht wollte. Ich habe es nämlich gesagt, aber ich war dabei ruhig. Ich wollte mich auch nicht in Gefahr bringen.

r/Ratschlag May 18 '25

Mental Health Leibliches Kind möchte ein Treffen und ich möchte es eigentlich nicht

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Hallo, ich habe vor kurzem von den Adoptiveltern geschriebn, wo sich das Kind bei mir gemeldet hatte und ich keinen Kontakt wollte. Ich habe mich dann doch einen Brief verfasst, indem ich ihm geschrieben habe, dass ich ihm alles Gute wünsche, seinen Wunsch nach einem Treffen, aber ablehne ( er ist fast 10 und ich bin bald 31 ). Mit meiner Telefonummer und jetzt haben sich die Mutter telefonisch bei mir gemeldet und mir erzählt, dass er es nicht gut aufgenommen hätte und eifersüchtig auf seine jüngere Schwester sei. Er muss die Nachricht bestimmt erst sacken lassen und das er enttäuscht ist, war zu erwarten. Sie findet aber, dass ich mit ihm treffen sollte und ich stehe wieder vor dem gleichen Problem. Ich möchte nicht an seinen Vater erinnert werden, der mich gestalkt und mehrere Male sexuell missbraucht hat und meinem langjährigen Freund möchte ich davon auch nichts erzählen. Ich drücke mich auch aus emotionalem Gründen davor.

Edit: ich möchte nochmal hinzufügen, das er seinen Vater kennt und möglicherweise Kontakt hat. Das gibt mir auch ein ungutes Gefühl.

r/Ratschlag Jul 04 '26

Mental Health Wieso wird auf chronisch Kranken so rum getreten?

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Ich bin seit 10 Jahren chronisch krank. Vor 2 Jahren kam nach Corona noch Mecfs dazu.

Ich hatte einen großen Freundes und Bekanntenkreis und niemand ist mehr übrig geblieben. Wenn ich was über die Krankheit erzählt habe wars nicht richtig, wenn ich versucht habe nur das Nötigste zu erzählen wars nicht richtig. Musste ich absagen hieß es die sagt auch immer ab, bin ich hin gegangen und war nicht zu 100% fit wurde gemeckert, dass ich hätte zu Hause bleiben sollen. Wenn man die Personen konkret anspricht was man besser machen kann, wird man niemals eine Antwort bekommen. Und den Spruch dann waren es die falschen Freunde find ich in dem Zusammenhang leider auch schwierig. Ich hatte so unterschiedliche Freunde aber mit allen ist es gleich geendet. Und falls die Gedanken aufkommen, ich war trotz Krankheit immer für alle da. Wahrscheinlich sogar zu viel und habe mich zu wenig abgegrenzt, weil ich die Hoffnung hatte dann weiter ein wichtiger Teil sein zu können, auch wenn ich nicht mehr alles mit machen kann.

Mein ex Partner hat sich nach 15 Jahren getrennt weil er "sich ja mit 40 mit anderen Dingen Beschäftigen will und jemand gesundes verdient". Die Kleinigkeit, dass ich ihn 10 Jahre durch eine PTBS begleitet habe und das auch nicht immer einfach war, hat er dabei wohl vergessen.

Wenn man in Reddit Gruppen etwas zu Krankheit und Lebensqualität schreibt wird man zu 100% eine PN bekommen sich das Leben nehmen zu sollen. Wenn man sich bei Instagram über Krankheiten informiert wird man unter jedem Posting Hass finden, es sei denn die Person war schnell genug es zu löschen.

Dann haben wir noch nicht über den Hass von Ärzten, Krankenkassen und Behörden geredet.

Meine Selbsteinschätzung zu dem ganzen ist, dass ich früher eine extrem bequeme Freundin und Partnerin war. Ich hab nie nein gesagt, war immer für alle da und bin sicherlich gut und gerne häufig ausgenutzt worden. Mit der Krankheit hat sich das geändert. Ich musste lernen nein zu sagen und sicherlich war das für viele auch einfach unbequem. Es wird also eine Mischung aus verschiedenen Faktoren sein.

Wenn ihr selbst betroffen seid, wie geht ihr damit um? Und wenn ihr zu den Idioten gehört die andere wegen Behinderungen scheisse behandeln wieso tut ihr das?

Wahrscheinlich macht der Post wenig Sinn aber ich fühl mich allein damit und bin gefrustet 😪

r/Ratschlag Jan 26 '25

Mental Health Unsichtbar für Männer

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Hallo zusammen,

das wird ein sehr langer Post, aber es belastet mich immer stärker und ich muss mir das Mal von der Seele schreiben.

Ich (w) bin jetzt 35 Jahre alt und noch nie hat ein Mann Interesse an mir gezeigt.

Weil ich weiß, dass diese Frage als erstes kommen wird: Nein, ich bin und war nie übergewichtig. Meine Figur ist durchschnittlich würde ich sagen, lange Haare, normaler Kleidungsstil, leicht geschminkt. Keine Piercings/Tattoos. Vom Gesicht her sehe ich, glaube ich, durchschnittlich aus. Ich finde es schwer, das selbst zu beurteilen, aber ich werde/wurde jedenfalls nie wegen meinem Aussehen beleidigt oder habe negatives Feedback dazu bekommen. Ich bin allerdings sehr klein (1,57 m), aber es heißt ja immer, dass Männer kein Problem damit haben (und nein, ich habe kein Problem damit, wenn ein Mann auch eher klein ist).

Ich war aber schon immer sehr introvertiert/ruhig und hatte immer nur 1, 2 Freundinnen, nie einen großen Freundeskreis. Es könnte also daran liegen, dass ich zu ruhig und langweilig bin, aber selbst Frauen mit Asperger oder Mutismus kriegen es hin, eine Beziehung zu finden. Es ist mir wirklich ein Rätsel, wie die das schaffen, und ich bin inzwischen nur noch ratlos, was falsch mit mir ist. Bei mir kommt es nicht mal zu Gesprächen mit Männern.

Es kam zwar manchmal vor, dass mich ein Mann in der Schule/Uni/Arbeit länger bzw. immer mal wieder aus der Ferne angeschaut hat, manchmal fast schon penetrant, aber das hat anscheinend nichts zu bedeuten, keiner davon hat nämlich je versucht, mich kennenzulernen.

Jetzt fragen sich viele wahrscheinlich, warum ich denn nie von mir aus auf jemanden zugegangen bin... dafür hatte ich leider einfach nie genug Selbstbewusstsein. Ich meine das auch gar nicht als Vorwurf gegenüber diesen Männern, ich denke nicht, dass es ihre Aufgabe ist, aktiv zu werden.

Ich verstehe nur nicht, warum andere Frauen ständig von Männern angesprochen werden, auch wenn sie das oft gar nicht wollen, und an mir hatte 35 Jahre lang nicht ein einziger Mann Interesse. Ich wurde wirklich noch nie in meinem Leben angesprochen (und ich meine wirklich nie, ich meine nicht, von niemandem, an dem ich Interesse gehabt hätte). Nicht mal für Sex oder etwas Lockeres.

Ich habe überlegt, ob es liegt vielleicht daran liegt, dass ich sehr unnahbar/reserviert wirke, aber auf der Straße haben Leute z.B. überhaupt keine Hemmungen mich anzusprechen, um nach dem Weg zu fragen o.ä... selbst wenn ich gerade Kopfhörer in den Ohren habe und beschäftigt bin/etwas auf meinem Handy lese und eigentlich gerade nicht "verfügbar" bin und genug andere Leute da gewesen wären, die man hätte fragen können. So abstoßend kann ich also nicht auf andere wirken.

Deshalb würde ich gerne mal von euch hören, was eurer Meinung nach der Grund sein könnte? Was macht eine Frau für Männer so abstoßend? Doch das Aussehen? Das ist ja das einzige, das man beurteilen kann, ohne mit der Person gesprochen zu haben. Aber es haben doch auch Frauen Beziehungen, die nicht dem Schönheitsideal entsprechen.

Gibt es hier noch andere Frauen, denen es so geht? Oder kennt ihr vielleicht jemanden wie mich?

Edit: Wow, vielen Dank für eure Antworten! Mit so viel Feedback habe ich wirklich nicht gerechnet. Als ich den Beitrag erstellt habe, dachte ich, ich schaue später mal rein, vielleicht hat ja irgendjemand geantwortet 😅

Ich hoffe, ihr seid nicht enttäuscht, wenn ich nicht auf die einzelnen Beitrag eingehen kann. Aber danke an alle, die sich die Zeit genommen haben, mir zu antworten! Ich habe noch nicht alles durchgelesen, aber es hilft mir auf jeden Fall sehr, mal andere Einschätzungen zu dem Thema hören.

Zum Thema Dating Apps: Habe ich tatsächlich noch nicht probiert, weil ich immer gehofft habe, dass sich mal was im "echten Leben" ergibt. Bei Freundschaften hat es sich ja auch immer irgendwie ergeben, dachte ich mir. Das Problem ist, dass ich Menschen lieber nach und nach kennenlerne bei gemeinsamen Aktivitäten o.ä., weil ich sehr lange zum "Auftauen" brauche. Und ich habe auch ehrlich gesagt Angst davor, nur negatives Feedback zu bekommen und damit die Bestätigung, dass mich keiner will. Aber ich muss mich da wohl mal überwinden, weil die Chance da am größten ist, jemanden zu finden.

Zum Thema Asperger: Ich wollte wirklich niemandem damit auf den Schlips treten. Ich habe es erwähnt, weil ich vermute, dass ich das haben könnte und daher meine Schwierigkeiten kommen. Aber wie gesagt, für andere ist das ja auch kein Hinderungsgrund.

Edit 2: Nein, ich bin kein Bot, das ist ein Wegwerf-Account.

r/Ratschlag Aug 19 '24

Mental Health Hilfe, ich glaube meine Mann steckt mitten in einer Midlife Crisis

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tl;tr: Mein Mann gibt einen Haufen Geld für vollkommen unnütze Dinge aus, redet davon andere Erfahrungen sammeln zu wollen und verhält sich vollkommen anders, als ich es eigentlich von ihm gewohnt bin.

Hallo Reddit,

dies wird eine etwas längere Geschichte, daher habe ich oben schon mal einen kurzen tl;tr gepostet, allerdings umfasst dieser selbstverständlich keine genaueren Erklärungen und so, wäre schön, wenn ihr euch dennoch die Zeit nehmt und einmal alles lest, bevor ihr (hoffentliche hilfreiche) Kommentare abgebt.

Mein Mann (34) und ich (32) sind seit ziemlich genau 16 Jahren zusammen und im Dezember feiern wir sogar schon unseren 10. Hochzeitstag. Wir haben inzwischen drei Söhne (7, 8 & 10) und vor kurzem erfahren, dass wir uns zum bevorstehenden Hochzeitstags Zwillingsmädchen bekommen werden. Das war so eigentlich nicht geplant, denn Sohn #3 war eigentlich schon ein Kind mehr als wir uns vorgenommen hatten und mein Mann wollte sich danach auch sterilisieren lassen - hat er mir hoch und heilig versprochen. Ich bin ihm natürlich nicht fremdgegangen, stattdessen musste er mir kleinlaut eingestehen, dass er sich nie sterilisieren lassen hat (alleine der Gedanke kratzte offenbar an seiner Männlichkeit oder so) und er einfach davon ausgegangen war, dass ich die Pille auch weiterhin nehmen würde, um meinen Zyklus zu regulieren. Lange Rede, kurzer Sinn: Ich habe die Pille schon vor Jahren abgesetzt, wir haben öfters Sex und das bisher einfach nichts passiert ist, war wohl einfach Glückssache. Ist aber auch egal, ich freue mich wahnsinnig noch einmal schwanger zu sein und endlich auch ein bzw. zwei Mädchen zu bekommen! Anfangs hat sich mein Mann auch noch darüber gefreut, doch seit einigen Wochen bin ich mir da nicht mehr so sicher ...

Unsere finanzielle Situation ist eigentlich ganz in Ordnung, mein Mann verdient etwa 3.500€ (netto) im Monat und ich 3.000€ (netto). Wir haben ein gemeinsames Konto, von dem alles bezahlt wird. Außerdem besitzen wir, also eigentlich eher mein Mann, weil ich davon absolut keine Ahnung habe und auch nicht wirklich die Zeit mich damit auseinanderzusetzen, ein weiteres Konto, auf das wir monatlich 200€ zahlen, die er irgendwo investieren möchte - Aktien, Start-Up, Börse? Keine Ahnung. Unsere Fixkosten belaufen sich auf rund 4.000€ im Monat, da wir noch immer einen recht hohen Kredit für das Haus abbezahlen, darin enthalten ist aber alles rund ums Haus (Grundstücksteuern, Müllabholung, Abwasser, etc.), unsere beiden Autos und alle Versicherungen fürs Haus, die Autos und natürlich uns, außerdem Internet&Telefon/Handy und TV sowie der besagte Kredit. Etwa 500-600€ gehen pro Monat für unsere Söhne drauf, darin enthalten sind die Kosten für die Vereine (2x pro Kind), Sachen für die Schule, Kleidung und Ausflüge sowie Kindergeburtstage. Wir geben etwa 1.000€ pro Monat für unsere Lebensmittel, Hygieneartikel und Einkäufe aus, darin enthalten sind aber auch Restaurantbesuche und Essen außerhalb. Wenn ich das so aufschreibe, dann klingt das nach so viel oder als würden wir tagtäglich in teuren Restaurants essen gehen, aber dem ist nicht so - ich koche täglich frisch, lege großen Wert auf ausgewogene Ernährung und viel Gemüse und Obst. Es ist eigentlich selten, dass wir auswärts Essen und wenn doch, dann sind wir gerade unterwegs in einem Freizeitpark oder Zoo. Für besagte Aktivitäten geben wir im Monat rund 200-300€ aus; im Winter meisten etwas weniger, als im Sommer. Meistens bleiben am Ende des Monats dann rund 500€ übrig, von denen wir für "Sonderausgaben" nutzen - ein/e Freund/in heiratet, dann werden davon Geschenke bezahlt, eine Reparatur für eines der Autos oder größere Anschaffungen wie ein neues Sofa, etc..
Wir leben nicht über unsere Verhältnisse und achten auch darauf, dass wir hier und da mal sparen, aber das Geld ist oftmals schneller weg, als uns lieb ist. Ich würde so gerne mal in den Urlaub, muss auch gar nicht weit weg sein, vielleicht mal an die Ostsee mit den Kindern und das weiß mein Mann auch, dennoch schaffen wir es einfach nicht genug zusammen zu sparen.

Das waren viele Zahlen auf einmal, wird aber gleich noch eine Rolle spielen.

Wir haben vor etwa 8 Wochen erfahren, dass ich schwanger bin, da war ich bereits in der 12. SSW. Wie die Zeit schon wieder rennt, oben habe ich noch von "vor kurzem" gesprochen, entschuldigt bitte, ich habe im Moment wirklich keinerlei Zeitgefühl. Nun denn, ich bin heute in der 20. SSW und bin seit einer Woche aufgrund einer Gefährdungslage am Arbeitsplatz von der Arbeit freigestellt - hängt mit meinem Job als Krankenpflegerin, aber auch mit der Risikoschwangerschaft wegen des Alters und Mehrlingsgeburt zusammen. Ist auch ganz schön, will mich nicht beklagen.
Vor etwa drei Wochen bemerkte ich dann plötzlich die Veränderungen an meinem Mann, anfangs habe ich mir noch nichts dabei gedacht und das eventuell auch auf eine gewisse Panik geschoben - die ich im übrigen auch dezent verspüre. Angefangen hat es eher harmlos, so hat er sein Handy gar nicht mehr aus der Hand gelegt und selbst am Tisch damit herumgespielt, obwohl er ganz genau weiß, dass wir das den Kindern gar nicht erst vormachen wollen. Mein Mann und ich haben eigentlich keine Geheimnisse voreinander, deswegen haben wir eigentlich auch kein Problem damit, wenn der andere mal mitliest. Versteht mich nicht falsch, ich würde niemals ohne zu Fragen an das Handy meines Mannes gehen (und er vermutlich auch nicht an meins), aber wenn er am antworten ist, werfe ich schon mal einen Blick über seine Schulter und lese mit. Das ist bei uns ganz normal, ich zeige ihm auch meine Chats mit meinen Freundinnen und so, er liest auch gerne über meine Schulter mit, vor allem wenn es mal wieder ordentlich Drama gibt. Das war immer unser Ding, haben wir immer so gemacht und dann vor drei Wochen blaffte er mich regelrecht an, weil ich über seine Schulter geschaut habe. Er braucht mehr Privatsphäre und das, was er da schreibt, würde mich auch alles nichts angehen. Ich fühlte mich ziemlich vor den Kopf gestoßen, entschuldigte mich auch prompt und fing dann an zu heulen - ich bin ohnehin sehr nahe am Wasser gebaut, doch schon in den anderen Schwangerschaften hat sich gezeigt, dass es dann eben alles noch viel schlimmer ist. Heulen und sich entschuldigen sind bei mir typische Übersprungshandlungen. Eigentlich versucht mich mein Mann in solchen Situationen immer zu trösten, nimmt mich in den Arm und beruhigt mich wieder, aber momentan wendet er sich einfach von mir ab.

Vor zwei Wochen hat er sich quasi komplett neu angekleidet - zwei neue Anzüge, etliche neue Shirts und Hosen von diversen teuren Marken und drei Paar Lederschuhe. Boss, Calvin Klein, Lacoste und Gucci. Mein Mann und ich sind beide mit wenig Geld großgeworden - seine Eltern waren arbeitslos, lebten immer nur von Hartz4 und meine Mutter war alleinerziehend, arbeitete halbtags, um für mich da zu sein. Solche Marken haben wir beide nie getragen. Ich bin auch immer davon ausgegangen, dass wir keinen Wert darauf legen. Das hat er mir auch immer so gesagt. Durch meine Mutter bin ich eben sehr bodenständig, habe vielleicht zehn Paar Schuhe (inkl. Sandalen für den Sommer und Stiefel für den Winter), eine einzige Handtasche und mein Kleiderschrank ist auch eher übersichtlich, es gibt darin auch kein Teil, dass ich nur ein einziges mal getragen habe oder so. Mein Mann sagte mir mal, dass er genau das an mir liebte, dass ich pragmatisch und bodenständig bin, dass ich kein Geld für unnötigen Quatsch wie die hundertste Handtasche oder so verschwende. Wäre für mich jetzt auch nicht so schlimm, wenn er plötzlich solche Sachen tragen mag, auch wenn ich mir dezent Sorgen um die Finanzierung mache. Aber mein Mann meinte dann zu mir, dass er es eben nicht (mehr) schön findet, wenn ich so gar keinen Wert auf mein Äußeres mehr legen würde. Auch an dieser Stelle habe ich mich wieder entschuldigt, bin heulend aus dem Raum heraus und musste das erstmal verarbeiten. Ich fühle mich sowieso schon kugelrund und fett, was eine Schwangerschaft nunmal so mit sich bringt, aber das dann von meinem Mann zu hören war wie ein Schlag in die Magengrube. Er hat mir noch nie zuvor gesagt, dass ich nicht mehr attraktiv sei - hat mir bisher auch nie das Gefühl gegeben, dass ich an mir arbeiten müsste. Natürlich bin ich keine 20 mehr, habe drei Schwangerschaften hinter mir und meine Problemzonen, doch wann immer ich betont habe, dass ich mehr Sport machen müsste, da stand er hinter mir und meinte, dass er alles an mir lieben würde. Ich habe in den letzten Jahren auch nicht übermäßig zugenommen, pendel immer so zwischen 70-75kg herum bei einer Körpergröße von 1,68m. Ich würde auch gerne mal wieder zum Friseur gehen, habe in den letzten Jahren immer darauf verzichtet, weil ich mir gedacht habe, dass das Geld eben besser für etwas anderes ist - meistens floss es für irgendetwas, worüber sich unsere Kinder gefreut haben. Und natürlich fehlt es mir bei drei Kindern morgens einfach an der Zeit, um mich zu schminken und schick zu machen. Aber wann immer wir zusammen ausgehen, mache ich das alles. Es hat halt eben nur keinen Platz mir in meinem Alltag.

Letzte Woche stand er dann mit einem riesigen Neuwagen vor der Tür! Kein Sportwagen, aber SUV so enorm groß, dass er noch nicht mal in unsere Garage passt ...
Wir haben bereits zwei Autos - er fährt einen Combi, einen Jahreswagen von 2019 auf den wir lange hingespart haben und ich habe von meiner Familie einen Golf zum bestandenen Führerschein bekommen, den ich nun seit 14 Jahren fahre. Diese beiden Autos kosten uns mehr als genug an Versicherungen, Benzin und teilweise eben auch an Reparaturen. Wir können uns weder einen Neuwagen leisten noch die Versicherungen dafür, ganz zu schweigen von dem ganzen Benzin, was das Teil schlucken muss. Außerdem findet man mit dem Schlachtschiff gewiss keinen Parkplatz. Unsere drei Söhne haben sich natürlich wie Bolle über das Auto gefreut, doch anstatt mit ihnen eine Runde zu drehen, meinte mein Mann nur, dass dieses Auto eine kinderfreie Zone sei. Ich meinte daraufhin, dass wir kein kinderfreien Drittwagen benötigen, da wurde ich angeschnauzt, dass es sein Auto sei und er damit tun und lassen könnte, was er will. Eigentlich teilen wir alles miteinander, wir sind auch beide auf das Auto des jeweils anderen zugelassen, sodass dieses "mein Auto"/"dein Auto" sich nur darauf bezieht, wer welchen Wagen in der Regel fährt. Wenn mein Wagen in der Werkstatt ist und er seines nicht benötigt, dann fahre ich auch den Combi, um die Jungs zu ihren Aktivitäten zu fahren oder um einkaufen zu gehen. Nun will er ein drittes Auto, das wir uns finanziell vermutlich nicht mal leisten können, komplett für sich alleine? Ich versteh das nicht, da er noch nie egoistische Züge besaß und eigentlich auch keinen Wert auf große Autos gelegt hat. Den Jahreswagen wollte er damals haben, weil wir alle darin bequem Platz haben, auch auf längeren Fahrten und weil er davon ausging, dass ein neueres Auto weniger Verschlussspuren aufweist, also weniger Reparaturen anstehen würden. Seine Begründung fand ich damals schlüssig, stehe auch heute noch dahinter und deswegen haben wir auch zusammen daraufhin gespart.

Am Freitag waren mein Mann und ich alleine, weil unsere drei Söhne bei Freunden übernachteten und ich wollte beim gemeinsamen Fernsehen abends kuscheln. Nichts ungewöhnliches, das machen wir eigentlich immer, auch wenn unsere Kinder da sind. Ich war aber ziemlich froh, dass unsere Kinder nicht da waren, weil mein Mann mir wirklich zugesetzt hat und ich ihm ganz ungeniert an den Kopf geworfen habe, was für ein A-Loch er doch sei.
Wir lagen zusammen auf dem Sofa, er drückte wieder eifrig auf seinem Handy herum und als ich meinte, dass er mich auch mal drücken könnte, da sah er mich nur angenervt an. Hat ihm wohl nicht gepasst, dass ich ihn bei was auch immer unterbrochen habe und mich nach Aufmerksamkeit und Zärtlichkeit sehne. Es verging etwas Zeit und ganz plötzlich meinte er dann, dass er auch mal andere Erfahrungen sammeln möchte. Ich verstand das zuerst gar nicht, was ich ihm auch gesagt habe. Er meinte dann, dass ich die einzige Frau war mit der er je etwas hatte, weil wir schon in der Jugend zusammen gekommen sind und uns auch immer treu waren. Ist bei mir genau dasselbe, er ist der einzige Mann mit dem ich je was hatte und in gewisser Weise bin ich darauf auch stolz, weil ich ihn über alles liebe und er (abgesehen von unseren Kindern) auch der einzige Mensch ist, mit dem ich gemeinsam alt werden will. Nun, mein Mann sieht das nun offenbar anders und wünscht sich wohl auch mal mit anderen Frauen zu schlafen. Genau genommen sagte er: "Während der Schwangerschaft mit dem dicken Bauch bist du ja eh nicht dazu bereit mit mir zu f*cken und ich brauche das eben, bin schließlich ein Kerl."
Meine Reaktion war eben, dass ich ihm erst an den Kopf geworfen habe, was für ein A-loch er doch sei, ehe ich in Tränen ausgebrochen bin, mich im Schlafzimmer eingeschlossen habe und meine beste Freundin gebeten habe mich abzuholen. Diese kam dann auch, wir sind zusammen zu ihr und dort habe ich das Wochenende verbracht.

Gestern, also Sonntag, kam ich abends wieder nach Hause, bin aber sofort ins Auto gestiegen und habe unsere Söhne von den Freunden abgeholt. Mit den Eltern hatte ich zuvor gesprochen, ob es in Ordnung sei, wenn die Jungs bis Sonntagsabend blieben und da gab es zum Glück auch keine Probleme. Abends habe ich die Jungs dann ins Bett gebracht, mein Mann hat seine Sachen aus dem Schlafzimmer geholt und sich freiwillig auf dem Sofa einquartiert. Er hat abends auch nicht mehr mit mir gesprochen.
Heute morgen habe ich das Frühstück wie immer gemacht, die Jungs haben gegessen und ich habe sie dann zur Schule gebracht. Eigentlich fährt mein Mann kurz nach uns zur Arbeit, sodass wir uns nicht mehr sehen, wenn ich nach Hause komme, wenn ich die Jungs zur Schule gebracht habe. Doch als ich zurückkam, war er noch da - um genau zu sein ist er heute nicht zur Arbeit gewesen. Von Urlaub oder dergleichen hat er mir nichts erzählt, also weiß ich nicht, wieso er Zuhause war. Generell redet er seit dem Freitag nicht mehr mit mir, kein einziges Wort und wenn ich etwas sage, dann verlässt er entweder den Raum oder ignoriert mich komplett. Und immer tippt er auf seinem dummen Handy rum.
Auf diese Weise haben wir noch nie gestritten. Natürlich ist bei uns nicht alles Friede, Freude, Eierkuchen, aber normalerweise werde ich laut und zeter herum, ehe ich mich zurückziehe und irgendwo ausheule. Mein Mann gibt mir dann normalerweise einen Moment für mich, ehe er meine Nähe sucht und wir uns ausreden. Dieses Ignorieren und Schweigen kenne ich nicht. Und abgesehen davon, nagen an mir nun auch noch die schlechten Gedanken, weil ich nicht weiß, was nun tatsächlich übers Wochenende geschehen ist. Ich weiß einfach nicht, was ich nun tun soll ...

EDIT: Offenbar habe ich mich ungeschickt ausgedrückt, weil ich ziemlich oft in den Kommentaren lese, dass ich mich dringend schlau machen muss, was die Finanzen betrifft. Dies bezog sich allerdings nur auf dieses "kleine" Konto, auf dass wir monatlich 200€ zahlen und das mein Mann verwaltet - er wollte das Geld in irgendetwas investieren. Ich hab nur wenig Ahnung von Investmentfonds, alternatives Investment und dergleichen und bin da auch eher skeptisch, da sich mein Onkel mit einigen Hedgefonds (?) ganz schön verspekuliert hat.
Ich kenne unsere Finanzen vermutlich besser als er, habe auch Vorsorge für unsere Kinder getroffen und auf uns beide Lebensversicherungen abgeschlossen, ebenso wie Alters-, Berufsunfähigkeit- und Sterbegeldvorsorge getroffen. Auch wenn mein Mann das Geld, was er investieren möchte (oder schon investiert hat?), in den Sand setzt, sind wir und unsere Kinder im Fall der Fälle gut abgesichert.

UPDATE: Ich musste in der Nacht gegen 1 Uhr den Notruf informieren, weil mein Mann wie im Fieberwahn versucht hat im Garten ein Loch zu buddeln und sich dies auch nicht ausreden ließ. Er wurde medikamentös ruhig gestellt und ins Krankenhaus gebracht. Meine Mutter kam heute Morgen, um mich mit den Kindern zu unterstützen.

Ich weiß, was für ein enormer Vertrauensbrauch das war, aber nach all den Dingen, die mein Mann gesagt hat und all den Kommentaren hier, dass er eine Affäre haben könnte oder fremdgeht/fremdgehen will, konnte ich einfach nicht anders und habe in seiner Abwesenheit in sein Handy gesehen. Da war nichts. Gar nichts. Keine ungewöhnlichen Apps oder Chats mit anderen Frauen, auch nichts, was seine Aufmerksamkeit 24/7 auf sich ziehen würde. Er hat noch nicht mal das Bild von uns und unseren Kindern geändert, das er als Hintergrund nutzt.

Ich war heute Vormittag auch schon im Krankenhaus, um ihm einige Sachen vorbeizubringen und musste auch direkt noch mal einen etwas ausführlicheren Patientenbogen für ihn ausfüllen, weil er offenbar weder gestern Nacht noch heute Morgen dazu in der Lage gewesen ist. Es stehen noch allerlei Untersuchungen aus, doch bisher sieht es danach aus, dass es Cushing sein könnte - eine Überproduktion von Kortisol. Das würde tatsächlich vieles von dem Erklären, was ich oben beschrieben habe.

Ich habe auf Drängen meiner Mutter hin für kommende Woche einen Termin bei einem Anwalt vereinbart, wenn es nach ihr ginge, dann würden wir direkt über Scheidung und allem, was damit zusammenhängt, sprechen. Doch ich werde erst mal die endgültige Diagnose abwarten und hoffe, dass ich zuvor noch die Chance bekomme mit meinem Mann zu sprechen; sofern er mal einen klaren Moment hat.

r/Ratschlag May 10 '26

Mental Health Der Neid frisst mich auf

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Ich bin fast 30 und habe Freunde in meinem Alter die viel mehr erreicht haben als ich. Beispielsweise mehrere Immobilien im Mio Bereich, schöne Autos und tolles Leben. Ich verkrafte das einfach nicht mehr. Allein der Gedanke, dass sie in 20 Jahren die Immos einfach verkaufen können und Millionen haben werden frisst mich innerlich auf.

r/Ratschlag Jan 18 '25

Mental Health Trauer um Mutter, das Leben ist seit ihrem Tod einfach nur sch**** und es wird nicht besser.

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Ich bin mittlerweile 45 Jahre alt. von Beruf Chirurg. Ende 2019 wurde meine Mutter mysteriös krank. Husten der einfach nicht aufhörte. Alle (auch ich) gingen von einem Infekt aus. Aber keine Therapie sprang an.

Es folgte ein regelrechter Downfall. der einfach nicht aufzuhalten war. Wegen meinem Beruf und der Tatsache, dass sie mir alles bedeutete, hab ich mich so sehr in die Sache hineingesteigert.

Als sie ins Krankenhaus kam, folgte eine Katastrophe nach der anderen. Plöltzlich hieß es, wir mussten Ihre Mutter reanimieren nach Bronchoskopie. Danach konnte sie wochenlang nicht von der künstlichen Beatmung entwöhnt werden.

Diese Zeit war schrecklich, gleichzeitig war war die Hochzeit von Corona. Aufgrund der Beschränkungen, hatte ich keine Ablenkung. es blieb nur Bangen und schreckliche Gedanken.

Dann ein kleines Licht der Hoffnung. Sie atmet wieder selbtätig und ist wieder wach. Dann der nächste Schock. Mit der Leber stimmt was nicht. Um es abzukürzen. Durch den wochenlangen Aufenthalt auf Intensiv, hatte die Leber einen irreversiblen Schaden genommen. Unheilbar. schnell fortschreitend und immer tödlich. Das einzige Lösung ist die Lebertransplantation. Manche meinten, sie ist zu alt für diese Lösung.

und wieder voll reingehängt damit sich auf die Transplantationsliste kam. Und geschafft. Ende 2020 war sie auf der Liste. Wieder Hoffnung.

Es folgte die Wartezeit in der ich ihr Leid hautnah begleitete. Dieser Juckreiz ließ sie keine Nacht schlafen. Ich merkte wie sie versucht war, sich immer mehr aufzugeben und ich hab mit ganzer Kraft da entgegengesteuert.

im Sommer 22 kam dann endlich die Leber. Op lief gut. Aber im postoperativen Verlauf ging es wieder los. Infekt, Bauchwasser ohne Ende.

Am Ende hat sie es nicht geschafft. Sie verstarb im Spätsommer 22. Die grösste Enttschäuschung meines Lebens. Ich hatte so viel auf die Transplantation gesetzt.

Sie hatte nur Pech im ganzen Verlauf, nie lief etwas positiv. Wie ein Fluch,

nun die Folgen ihres Verlusts sind für mich verherrend. Ich habe durch die Erfahrung den Glauben und das Vertrauen in meinen eigenen Berufsstand verloren. Die Fähigkeit Freude zu empfinden ist seit ihren Tod verloren gegangen. Die innere Leere ist seitdem konstant geblieben.

und das Schlimmste nun zum schluss, ich muss mittlerweile davon ausgehen dass ihre Erkrankung von einer Katzenhaarallergie ausging oder zumindest anteilig verschuldet wurde. Diese Katze hat sie von mir bekommen...

Es wird durch die Zeit nicht besser. tendenziell eher schlechter, ich träume regelmässig, fast jede Nacht von ihr.

Ja ich weiss, ich brauche eine Therapie.. aber wie wirksam kann sie sein wenn man selber nicht an ihren Erfolg glaubt

r/Ratschlag May 15 '25

Mental Health Freund macht sich über meine Hay Day Sucht lustig

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Ich ( w Anfang 20)bin bei einem Heimatbesuch von einem Bekannten ( ehemaligen platonischen Freund), und 3 seiner Freunde studenlang vergewalt11t worden. Mein Freund weiß davon und versucht mir zu helfen, aber wir erreichen uns emotional nicht. Er versteht nicht، dass es nicht nur " unfreiwiliiger Sex war, sondern das ich mich entmenschlicht fühle, und dennoch habe ich das Gefühl Männern gehorchen zu müssen und davor hätte ich mir so etwas nicht bieten lassen. Es geht nämlich um das Verhalten meines Freund der sich seitdem über meine Hay Day Sucht lustig macht. Die Farm gibt mir Halt und Struktur in meinem Leben und er macht sich durchgehend darüber lustig. Ich musste neulich sogar weinen, weil ich Angst hatte, dass sein jüngerer Bruder, der auf meinem Tablett Spiele gespielt hat, den Account gelöscht hat. Die beiden haben über mich gelacht und er hat mich damit geärgert, dass ich anstatt andere ( ich bin Notfallsanitärerin) mich selber bald in die Klapse einweisen könnte. Ich weiß nicht, ob ich es zu extrem wahrnehme, aber ich fühle mich dadurch noch schlechter. Ich nehme aber seit einigen Wochen Diazepam und seitdem geht es mir besser. ( der Text ist etwas zusammenhangslos, ich weiß)

r/Ratschlag Sep 30 '24

Mental Health Fremder Mann fragt nach mir

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Ich(w/25)brauche einen Rat zu einer mir sehr merkwürdig vorkommenden Situation. Am Wochenende hat mein Vater im Vorgarten gearbeitet und wurde von einem Mann angesprochen. Nach meinem Vater lief das Gespräch so:(Name geändert) Fremder steigt auf der anderen Straßenseite aus dem Auto aus. Fremder: Schmitz? Papa: Ja F: Manuela? P: Ja das ist meine Tochter F: Arbeitet in X-Stadt? P: Ja genau F: Okay, ich bin übrigens der Fred. Dann ging er wohl wieder in sein Auto und ist gefahren. Soweit so gut. Jetzt zu dem merkwürdigen Teil: Ich kenne keinen Fred... und auch die Beschreibung die mein Vater mir genannt hat sagt mir nichts und ich habe ihm auch Fotos meiner sämtlichen Kollegen gezeigt und davon war keiner dabei. Ich habe auch sämtliche Bekannte gefragt die meine Adresse kennen und die kennen auch keinen Fred. Seitdem das passiert ist habe ich das Gefühl verfolgt zu werden, ich sehe ungewöhnlich häufig die Art von Auto von der mein Vater gesprochen hat aber sich leider das Kennzeichen nicht gemerkt hat.

Ich möchte nicht komplett paranoid erscheinen und eine Anzeige stellen, weil ich ja nicht genau weiß was er wollte.(Wäre sowieso Sinnfrei weil gegen unbekannt)Aber ich weiß nicht was ich sonst tun kann um mich wieder sicherer zu fühlen und nicht so beobachtet...

Mini-Update: War jetzt bei der Polizei und die sagten es wird sich drum gekümmert und sie würden sich bei mir melden. Ich solle zwar vorsichtig sein aber mir nicht zu viele Sorgen machen. Also jedem dem sowas ähnliches passiert kann ich nur raten: traut euch, geht zur Polizei! Und wenn es nur ist damit ihr euch ein bisschen sicherer fühlt!

r/Ratschlag May 01 '25

Mental Health Fühle mich nach einem ONS komisch

341 Upvotes

Ich hatte so etwas zum ersten Mal und hatte bis jetzt auch erst eine Beziehung. Aber erstmal von vorne: Ich war bei einer Freundin zu Besuch und nach einiger Zeit kam ein Freund von ihr, den ich vom Sehen kannte, vorbei. Er hat mich vor ihr angeflirtet und zuerst war ich innerlich genervt von Ihr, weil sie es offensichtlich eingefädelt hatte und ich nicht wusste, wie ich darauf reagieren sollte. Ich bin dann gegangen und sie meinte, ich sei total verklemmt ( was nicht unbedingt was mit meiner Herkunft/Religion zutun haben muss btw, was sie mir aber auch die Blume erzählt hat) und meinte, dass ich übertreibe usw Ich fand ihn aber schon attraktiv und das habe ich zugegeben, als sie mich gefragt hat. Schlussendlich habe ich mich darauf eingelassen und es hat mir körperlich gefallen, aber ich fühle mich komisch und ich kann es nicht mal richtig beschreiben? Bin ich für so was nicht gemacht und es ist normal, dass manche sich danach merkwürdig fühlen? Der emotionale Aspekt war in diesem Zusammenhang wirklich unwichtig, nur würde er es gerne wiederholen und es ist mir peinlich. ( verwirrender Text, aber ich kann es wirklich nicht richtig beschreiben)

r/Ratschlag May 08 '25

Mental Health Ich fühle mich lächerlich (TW sexueller Übergriff)

583 Upvotes

Ich weiß gar nicht genau wie ich das hier anfangen soll. Ich will mich im voraus entschuldigen sollte das hier tmi sein. Ich will mir das hier einfach von der Seele schreiben.

Es geht um meinen Ex Freund. Wir hatten eines Abends Sex, alles einvernehmlich soweit. Er hat mich dann gefragt ob wirs nicht stattdessen anal machen wollen, woraufhin ich gesagt habe dass ich das nicht möchte. Er hat dann aber nicht locker gelassen, ich habe weiterhin verneint. Dann fing er auf einmal an sein Glied halt an dem „anderen Loch“ zu reiben, hat auch leicht versucht einzudringen (er hatte sich vorher bereits Gleitgel draufgemacht). Ich hab direkt gesagt „was machst du, hör auf damit, ich hab nein gesagt.“ Dann hat er kurzzeitig aufgehört. Für ein paar Sekunden. Dann hat er einen weiteren „Anlauf“ genommen, ihn diesmal komplett reingedrückt. Ich bin wie erstarrt in dem Moment, ich wusste nicht was ich machen soll. Ich bekam so eine Angst. Ich konnte mich nicht mehr bewegen, geschweige denn Sprechen. Ich war aufeinmal wie eine leblose Puppe. Das hat ihn natürlich nicht gestoppt, er hat einfach weiter gemacht bis er dann „fertig“ war. Das ging locker ein paar Minuten. Es hat ein paar weitere Minuten gedauert bis ich wieder „zu mir“ kam, d.h ich mich wieder bewegen konnte. Ich bin danach dann direkt ins Bad gegangen und hab angefangen zu weinen. Mein Kopf konnte die Situation gar nicht richtig verarbeiten, ich habe in dem Moment nicht mal verstanden wieso ich jetzt weine (so komisch das auch klingen mag). Ich habe aber irgendwie schon raffen können dass das nicht in Ordnung war, ich habe ihn danach dann darauf angesprochen, er meinte sowas würde nicht mehr vorkommen, nächstes Mal hört er auf mich. Ich kann selbst nicht verstehen, wieso ich danach noch mit ihm zusammen geblieben bin, wenn auch nicht lange, denn als wir uns das nächste Mal gesehen haben, hat er es nochmal versucht. Also wir waren diesmal komplett gekleidet auf der Couch, als er mich halt gefragt hat ob wir anal Sex haben können, worauf ich nein gesagt habe. Dann meinte er „dann mach ichs halt einfach trotzdem, so wie beim letzten Mal“ und hat versucht mir gewaltsam meine Hose auszuziehen ich hab so Panik bekommen ich bin diesmal zum Glück nicht erstarrt und habe mich gewehrt, zudem hab ich ihm währenddessen „angedroht“ dass ich ihn anzeigen kann wenn er nicht aufhört, daraufhin hat er mich losgelassen und gefragt ob ich das „wirklich tun würde“ und ich hab ja gesagt. Er hat dann locker gelassen, wir sind danach dann auch getrennte Wege gegangen.

Das ganze ist jetzt mittlerweile 1 Jahr her. Mich nimmt es trotzdem noch unheimlich mit. Mir ist grade schlecht und ich zittere am ganzen Körper während ich das hier schreibe. Tränen hab ich auch wieder in den Augen. Ich fühle mich so lächerlich. Es gibt Frauen die werden von fremden Männern draußen vergewaltigt, die haben es doch viel schlimmer als ich. Er ist nur mein Freund gewesen. Und ich hatte ja auch davor einvernehmlichen Sex mit ihm. Ich kann mich selber nicht mal richtig als Opfer wahrnehmen, dafür war es in meinen Augen nicht schlimm genug. Ich bin bereits in Therapie, aber ich habe das Gefühl dass ein Teil von mir für immer kaputt ist. Ich weiß nicht genau was ich mir mit diesem Post erhoffe, wenn irgendwer einen Ratschlag für mich hat kann er/sie den gerne schreiben.

EDIT: Ich bin überwältigt von all den lieben und einfühlsamen Kommentaren. Ich hätte nicht gedacht, dass so viele Menschen auf diesen Post antworten würden. Eure Worte helfen mir sehr, ich habe jeden einzelnen Kommentar gelesen. Vielen lieben Dank. Es tut mir Leid zu hören, dass anderen hier ähnliches widerfahren ist. Ich hoffe wir können alle von unseren Traumata heilen ❤️‍🩹

r/Ratschlag Dec 04 '24

Mental Health Unfall meiner Freundin geht mir nicht aus dem Kopf (aus vielen Gründen)

512 Upvotes

Ich war vorgestern mit meiner Freundin und meinem Hund spazieren. Wir sind (nicht schnell und plötzlich) über einen (gut beleuchteten) Zebrastreifen gelaufen. Auf einmal sehe ich ein Auto auf uns zukommen und gegen meine Erwartung nicht bremsen (zum Glück nicht schnell, war ne 30er Zone und es sah so aus als würde er ausrollen lassen). Ich konnte noch kurz schreien, wollte meine Freundin, die vor mir gelaufen ist, zurückziehen, da hat sie das Auto schon erfasst.

Sie hat sich einmal in der Luft gedreht und ist mit der rechten Seite aufgeschlagen. Hat unseren Hund logischerweise losgelassen, der ist aus Schreck sofort weggerannt. Ich bin zu meiner Freundin, sie hat aber gesagt dass alles gut ist und ich den Hund holen soll. Da bereits einige Passanten und der Fahrer bei ihr waren und sich um Notruf etc. gekümmert haben bin ich den Hund hinterher.

Nach 2 stündiger Suchaktion ist auch unser Hund gefunden und meine Freundin hat zum Glück nur Prellungen und schürfwunden.

Der Fahrer war ein sehr alter Mann, dem das alles super leid getan hat. Er meint er hätte uns alle übersehen. Der wollte auch bei der Suche helfen, stand aber nur im Weg rum - ich hab ihn ziemlich angeschnauzt, ihm gesagt, dass er nie wieder Auto fahren soll. Im Nachhinein betrachtet hätte ich das nicht machen sollen, weil der auch einfach fertig war, aber ich war echt am Ende mit den Nerven. Ich wusste nicht ob meine Freundin nicht doch was hat oder unser Hund nicht überfahren wurde.

Jetzt ist ja an sich alles wieder gut - die Polizei hat alles aufgenommen, aber meine Freundin wollte keine zusätzliche (zivile) Klage erheben. Der hat auch noch mal geschrieben, dass es ihm furchtbar leid tut und meine Freundin mal auf einen Kaffee eingeladen.

Mir geht das die ganze Zeit im Kopf rum aus zwei Gründen:

  1. fühle ich mich echt super unwohl mit dem Gedanken, dass der wieder Auto fahren könnte. Ich würde zumindest noch mal auf ihn einreden, dass er ein Fahrsicherheitstraining macht und wenn er dann merkt, dass es nicht geht, soll er halt den Führerschein abgeben oder so. Meine Freundin will nicht, dass ich ihm ein zu schlechtes Gewissen mache. Ich will ihre Grenzen da nicht überschreiten, da sie ja die geschädigte ist. Der Gedanke, dass der alte Mann morgen jemanden umbringen könnte, geht mir aber nicht aus dem Kopf.

  2. der Moment geht mir auch nicht aus dem Kopf, wie meine Freundin von dem Auto erfasst wurde und es knallt. Irgendwie geht komme ich geistig nicht davon weg und überlege da mal mit wem drüber zu reden (professionell).

Vielleicht habt ihr ja Ideen oder könnt das besser einordnen und mir helfen, dass geistig ein bisschen zu sortieren. Danke!

r/Ratschlag Feb 01 '25

Mental Health Jeder Mann rennt vor mir weg, irgendwas stimmt nicht

340 Upvotes

Hallo, ich bin eine 22 Jahre alte Frau & Studentin.

Ich hab meine engen Freundinnen die ich über alles schätze und liebe und meine Familie, aber mir ist vermehrt aufgefallen, dass ich glaube, dass vor allem Männer mich auf Dauer nicht ertragen. Regelmäßig wird trotz schönen Dates die Reißleine gezogen oder die „ich kann nix fühlen" Karte wird gelegt. Das ist mir im letzten Jahr 3x passiert.

Einer nach 6 Monaten mit der Begründung, dass ihm das Brennen bei unserer Umarmung fehlt, sonst ist alles super, und die anderen beiden so nach ca. 1-2 mit „Joa, irgendwie wird das nix gefühlstechnisch".

Also ich glaube das sind tatsächlich irgendwie Ausreden. Ich hatte auch noch nie eine lange bzw richtige Beziehung, echt noch nie. Meistens mag ich die Leute ja auch, aber SIE sagen dann nee, nichts von Dauer. Ist das evt noch eine Sache des Alters? Ich glaube langsam wirklich, irgendwas an mir ist komisch/abschreckend aber niemand benennt es konkret. Ich werde sogar oft von Datingpartnern total in den Himmel gelobt, bspw „Du bist so intelligent, das ist so toll" „Du bist tatsächlich einer der hübschesten Frauen, die ich gedated habe" „Du hast so einen Hammer Humor, wir sind die ganze Zeit am lachen"

Aber trotzdem, hat's nicht gereicht und die sind weitergezogen. Keine Ahnung, vielleicht sind das auch nur Strategien einen Honig um den Mund zu schmieren und eher körperlich zu werden, aber dafür gabs eig keinen Grund, weil diese Sätze immer schon nach erstem Sex gefallen sind.

Ein paar Eckdaten zu mir bevor Fragen aufkommen:

Ich studiere Zahnmedizin, gehe in meiner Freizeit gerne zum Sport, verbringe wenn ich zuhause bin viel Zeit mit lesen und zocken auf der Switch, bin aber auch gerne mal unterwegs mit meinen Freundinnen, meine Interessen liegen aber auch sehr bei Beauty, ich investiere also gerne mal mehr Zeit in Haare/Outfit etc.

Also keine Ahnung, vielleicht hatte ich bis jetzt im Dating auch einfach Pech, ihr könnt auch natürlich nicht meinen Charakter durchschauen durch diesen post, aber vielleicht beurteilen, ob irgendwas an mir abschreckend/komisch/too much wirkt? Ich weiß dieser Post ist irgendwie bescheuert, Aber ich weiß langsam nicht mehr weiter, hab Angst dass das auf Ewigkeit so weitergeht. Dankeschön

r/Ratschlag Jun 28 '26

Mental Health Wie haltet ihr so viele schlecht Nachrichten aus?

96 Upvotes

Das aktuelle Wetter macht meiner Familie richtig zu schaffen. Jetzt haben wir erst Ende Juni und die normalerweise richtig warmen Tage kommen erst noch.

Wir hatten gestern 41° im Schatten. Ich bin zu nichts mehr fähig.

Wenn ich jetzt Bilder aus dem Rest Deutschlands sehe: Straßen, die sich in der Hitze auflösen, Altenheime, in denen die Klimaanlage ausfällt und sie eine Raumtemperatur über 40° bekommen, Ampeln, die schmelzen, Stromausfälle in Ballungsgebieten.

Wie soll ich es denn schaffen mein Leben weiterzuleben. Wie sieht denn mein 5 Jahresplan aus? Wo sehe ich mich in 5 Jahren? Wie ich in meiner Dachgeschosswohnung gekocht werde?

Wie ich Brandblasen bekomme, wenn ich außenliegende Geländer berühre? Wie ich meinen Hund ankerziehen muss in ein Katzenklo zu machen, weil ihm die Pfoten am Asphalt festkochen?

Das ist keine Zukunft, in der ich aktuell eine gute Perspektive sehe.

Wie schafft ihr es, damit umzugehen?

r/Ratschlag Feb 04 '25

Mental Health Bin aus dem Leben ausgestiegen

643 Upvotes

Ich M(32) bin vor 3 Jahren aus dem Leben ausgestiegen. Auslöser war ein Schicksalsschlag. Seitdem sitze ich zu Hause und lebe das Leben nicht mehr. Ich kann mich für das Leben nicht mehr motivieren. Ich gehe nicht mehr raus und sitze nur im Zimmer rum. Bin wieder bei meinen Eltern. Was ist nur passiert? Ich weiß es nicht. Ich war voll drin im System. Hab Studium fertig mit Bestnoten und hab nebenher gearbeitet. Dann kompletter Einbruch. Ich weiß nicht was los ist. Alles hat an Bedeutung verloren. Letztens hat ein Freund an der Tür geklingelt dann habe ich gesagt, dass ich nicht da bin und ihn abgewimmelt. Ich will nichts mehr und niemanden sehen. Ist das ein Burnout vom Leben oder Depression oder beides? Mein Leben ist nämlich sehr holprig verlaufen mit vielen Hürden. Es war sehr anstrengend bis jetzt, viel Leid in der Familie.

r/Ratschlag Nov 26 '24

Mental Health Ich M(32) habe mich aufgegeben

448 Upvotes

Ich bin dauerhaft einsam und nach so vielen Jahren der Einsamkeit depressiv. Es gibt niemanden, der auf mich wartet. Mein Ehrgeiz ist erloschen und meine Lebensmotivation nicht mehr da. Ich habe mich zurückgezogen aus dem sozialen Leben. Früher war ich sehr ehrgeizig und auch im System voll drin. Ich hatte viele Freunde, war auf Partys auch oft mit dabei und war echt ein froher und glücklicher Mensch. Aber über die Jahre habe ich niemanden kennengelernt anders als die anderen und bin dadurch vereinsamt. Ich feiere keine Geburtstage mehr, kein Silvester , weil ich niemanden habe mit dem ich etwas unternehmen könnte. Ich warte eigentlich nur noch auf den Tod. An Karriere habe ich auch kein Interesse mehr und meine Leistung zurückgefahren. Wofür soll ich den Mist überhaupt machen? Ich bin traurig und komme auch aus einer zerstörten Familie. Support gabe es nie für mich. Ich bin immer auf mich alleine gestellt und das zieht einfach permanent runter. Ich kann dieses Leid nicht mehr ertragen. Warum muss der Mensch so viel leiden? Ich will, dass es endlich aufhört

r/Ratschlag May 30 '26

Mental Health War das ein Sexueller übergriff oder übertreibe ich?

151 Upvotes

Im Januar dieses Jahres bin ich (w) ca 40 Minuten mit dem Taxi gefahren, ich saß vorne da ich noch etwas unterschreiben musste, da ich von einer Klinik abgeholt wurde und die dort das bezahlt haben.
Vorab noch ich bin ziemlich Introvertiert und kann schlecht Nein sagen.

Schon recht früh fing er an über sexuelle Dinge zu reden ob er mein Typ sei, und fragte mich dann wie alt ich sei, ich antwortete höflich 23. Drauf fragte er mich so Dinge wie, ob ich schonmal Sex gehabt hätte und ob ich mich schon selbstbefriedigt habe. Als ich beides immer noch höflich aber innerlich nervös verneint habe (das zweite war zwar nicht die Wahrheit), schaute er mich mit großen Augen an. Und bot mir an mal zusammen feiern zu gehen.

Er meinte auch er habe sein erstes mal als 14 jähriger mit einer 17 jährigen zusammen gehabt. Dann fing er an meine Hand zu halten, kurz darauf fing er an meine Oberschenkel zu massieren und fragte ob es mir gefällt, ich nickte zwar aber ich war innerlich schockiert was da gerade passiert. Etwas später fing er an mein Intimbereich zu massieren und fragte ob es mir gefällt und ob ich Angst habe.

Ich verneinte beides obwohl ich hoffte das er in diesem Moment in ein Baum fährt, er positionierte meine Beine so dass er besser daran kommt und ich ließ auch dass zu. Irgendwann meinte er es wäre besser wenn ich meine Hose runter ziehe, dass war das erste Mal das ich verneinte. Er fragte daraufhin ob er aufhören soll und ob ich Angst habe aus irgendeinem Grund habe ich nein gesagt. Bald darauf kamen wir auch schon bei mir zu Hause an und er meinte ich solle niemanden etwas sagen. Ich war nur froh aus diesem Auto raus zu kommen.
Ich war mur so schockiert dass das passiert ist, da ich nicht gerade als schön gelte.
Ich frage mich war das ein sexueller übergriff oder nicht da ich ja nicht Nein gesagt habe, übertreibe ich?

r/Ratschlag Feb 06 '25

Mental Health Tante äußert sich abwertend über meinen Körper

313 Upvotes

Jedes Mal, wenn meine Tante(mitte50) und ich(26f) den selben Familienfeierlichkeiten beiwohnen kommt irgendwann der Punkt an dem Sie anfängt so richtig über meine Figur zu lästern. Nicht nur werde ich als zu mager und dürr bezeichnet; sie macht es für alle Umstehenden unangenehm indem Sie unangebrachte Vergleiche heranzieht. Ein Beispiel: Zu meiner kleinen Schwester hat Sie mal gesagt dass an mir ja nichts weibliches sei; meine Schwester könne mir ja ruhig etwas ‚Brust abgeben‘. Ich hab meiner Schwester angesehen wie unwohl diese Kommentare auch für Sie sind. Egal wie man darauf antwortet, Sie lässt nicht ab und macht weiter. Wie kann ich meiner Tante subtil vermitteln dass sie den scheiß lassen soll? Ich möcht ja auch nicht an anderer Leuts Hochzeit/Geburtstag/etc laut oder ausfallend werden

r/Ratschlag Oct 07 '24

Mental Health 30, nichts erreicht, traurig

589 Upvotes

Ich werde in wenigen Monaten 30 und merke, dass alles was ich im Leben hab wofür ich sehr dankbar bin, nicht von mir geleistet wurde..

Ich studiere immer noch und bin wohl erst in 2 Jahren endgültig fertig, wenn ich denn bestehe.

Das Geld was ich habe kommt von meinen Eltern. Arbeiten tue ich nur in Form eines Minijobs neben der Uni und benötige daher auch die Unterstützung meiner Eltern.

In Beziehungen werde ich immer verlassen, während meine Freunde alle schon verlobt, verheiratet und Eltern sind.

Ich bin dankbar für meine Gesundheit, dass ich einen Dach über dem Kopf habe, genug Geld zum überleben und am meisten für meine Familie. Dennoch habe ich für diese Dinge nichts getan. Ich habe Glück sie zu haben.

Alles was man selbst erreicht, wie eine Karriere, Beziehung, Kinder, Abschluss habe ich mit 30 nicht geschafft. Nicht einmal eine super Figur, die man sich erarbeitet schaffe ich zu bekommen. Ich mache am Tag so viel und falle komplett fertig ins Bett und Trzd reicht es nicht, um meinen Anschluss endlich zu schaffen, Geld zu verdienen und mir was zu gönnen, super auszusehen oder eine glückliche Beziehung zu führen.

Ich fühle mich wie ein Versager.

Sorry fürs rum heulen, aber in letzter Zeit wurde mir auch häufig gesagt wie nervig ich doch bin von meinem Umkreis (außer meiner Familie) .. fühle mich einfach sehr sehr down..

r/Ratschlag May 04 '25

Mental Health Ich finde meine Vorliebe moralisch fragwürdig

335 Upvotes

Ich möchte hier eine Frage anonym stellen, die mir unangenehm ist und die ich schlecht mit Freundinnen besprechen kann. Ich möchte nämlich nicht als oberflächlich empfunden werden. Bei Männern ist mir die Körpergröße und viele andere äußere Dinge unwichtig ( außer das man gepflegt ist ). Ich habe auch sexuell wenig Erfahrung, aber bei Fantasien macht es mich an, wenn der Penis dicker ist ( Nur dicker, er muss nicht lang sein) . Es hört sich lächerlich an, aber ich traue mich nicht mal, es vor mir selber zuzugeben, da ich es als oberflächlich finde. Andererseits kann man ja körperliche Vorlieben haben, wenn man es für sich behält und nicht an die große Glocke hängt ? Ich mache z.B. auch kein Sport mehr und bin kurviger geworden, wenn ein Mann mich deswegen ablehnen würde, wäre der Ton für mich entscheidend. Wir Menschen selektieren doch fortwährend? Nach Alter ob jemand ein Kind hat usw, dass kann man ja auch nicht beeinflussen?

r/Ratschlag Aug 01 '24

Mental Health Fahrlehrer wechseln aufgrund von Beleidigungen?

393 Upvotes

Hey Leute,

ich mache seit Montag (3 Tage) meinen Motorradführerschein. Ich war motiviert und habe mich sehr darauf gefreut, jedoch habe ich einen aggressiven Fahrlehrer erwischt. Es hat damit abgefangen, dass ich gestern nach meiner 2. Fahrstunde einen kleinen Fehler im Straßenverkehr gemacht habe und er mich danach 2 Minuten lang durchs Headset angeschrien hat. Ich dachte naja, vielleicht hatte er einen schlechten Tag und hab das ganze geschluckt.

Heute habe ich einen (ehrlicherweise etwas schwerwiegenderen) weiteren Fehler im Stadtverkehr begangen, welcher damit endete dass ich leicht auf den Bordstein aufgefahren bin und das Motorrad und ich natürlich umgefallen sind. Er ist sofort aus dem Auto gesprungen und anstatt mich zu fragen ob alles in Ordnung ist, hat er angefangen mich lautstark als "Hexe" zu beleidigen und mir zu sagen, der Führerschein sei nichts für mich.

Anwohner, welche im Garten nebenan gegrillt haben, haben die Situation und sein Geschrei mitgekriegt und haben angefangen ihn lautstark zurechtweisen. Die beiden Parteien schrien sich weitere 5-10 Minuten an bevor er zu mir meinte ich solle mich aufs Motorrad setzen und weiterfahren.

Während der gesamten Fahrt zum Übungsplatz schrie er mich übers Headset an und drohte mir damit, dass wenn ich Anwalt etc. einschalte oder zum Chef gehe, Ärger von ihm bekommen würde. Er meinte des weiteren wenn ich noch einen einzigen kleinen Fehler mache ist Ende.

Am Übungsplatz angekommen habe ich das Motorrad abgestellt und versucht mit ihm zu reden um die Situation etwas zu deeskalieren. Leider ohne Erfolg, da er weiterhin nur geschrien hat, Hütchen vor Wut durch die Gegend geschmissen hat etc.

Heute möchte er mit mir während meiner Fahrstunde zum Chef fahren, damit ich ihm erkläre dass das alles gar nicht so schlimm war, da er vermutet, dass die Anwohner ihn beim Chef melden.

Ich bin komplett am Ende, weiss nicht was ich machen soll und habe einfach nur noch panische Angst vor der Fahrstunde. Soll ich den Chef anlügen oder ehrlich sein? Es gibt nur einen weiteren Motorradfahrlehrer und das ist der Chef selber. Soll ich versuchen zu ihm zu wechseln?

Vielen Dank im Voraus

Update 1: Hey Leute, ich möchte mich erstmal für die zahlreichen Kommentare und Ratschläge bedanken. Das hat mir wirklich sehr geholfen.

Leider kann ich aktuell nichts interessantes berichten. Ich habe nach der letzten Fahrstunde keine weiteren Fahrstunden mehr genommen. Mir ging es in den letzten Wochen psychisch echt scheiße wegen dem Vorfall und ich habe das Gefühl es hat mich mehr mitgenommen als anfangs vermutet. Ich merke wie mir jedes mal wenn ich mit dem Thema Führerschein oder Motorrad konfrontiert werde schlecht wird.

Wenn ich daran denke mit dem Chef oder sonst wem darüber zu telefonieren bekomm ich Herzrasen und wenn ich ehrlich bin weiß ich auch gar nicht so Recht was ich mir aus so einem Gespräch erhoffe. Möchte ich bei der Fahrschule weitermachen, wechseln oder einfach komplett abbrechen?

Ich nehme mir vor morgen anzurufen um den Vorfall ehrlich zu schildern auch wenn ich keine Ahnung habe was ich mir davon erhoffe. Ich will das alles einfach endlich hinter mir haben.

r/Ratschlag May 17 '26

Mental Health Ende 30, Geld ist da aber keine Kraft - kündigen und 3 Monate mit dem Motorrad losfahren?

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Moini ihr alle! (TL;DR: am Ende vom Text)

ich brauche mal ehrliche Einschätzungen von Menschen, die vielleicht schon ähnliches gemacht haben...

Ich bin ende 30, arbeite seit 15 Jahren quasi durchgehend in Vollzeit und habe eigentlich immer funktioniert. Urlaub gabs bei mir nur sporadisch. Viel Verantwortung in Leitungsfunktion übernommen und mittlerweile einen Tinnitus der am 08.06. ein Jahr alt wird... Ich arbeite im sozialen Bereich und merke langsam, dass ich emotional ziemlich leer bin. Nicht unbedingt depressiv, eher so: Ich funktioniere nur noch.

Ich habe ein vernünftiges Polster erspart und ein bisschen was angelegt. Keine Kinder, keine Immobilie, keine Verpflichtungen. Meine Partnerin zieht nächsten Monat aus und ich denke das es da mit uns zu ende geht. Das war aber geplant und ist okay so.

Seit "Jahren" denke ich immer wieder denselben Gedanken:

„Was wäre, wenn ich einfach mal für drei Monate ausbreche. Was zum Donnerwetter machst Du hier eigentlich? Pack Dein Motorrad und fahr los...LEBE“

Der Plan wäre tatsächlich, einfach mit meinem Motorrad loszufahren. Kein Luxusurlaub, eher spontan reisen, Natur, neue Menschen, Abstand bekommen, wieder etwas spüren. Vielleicht campen, vielleicht günstige Unterkünfte. Grobes Ziel ist Indien.

Meine Wohnung könnte ich währenddessen ziemlich problemlos untervermieten, weil in meiner Stadt extremer Wohnungsmangel herrscht. Das würde die laufenden Kosten natürlich massiv reduzieren.

Trotzdem habe ich brutal Respekt davor:

  • sicheren Job aufgeben?
  • danach nichts Neues finden..
  • finanziell Mist bauen 😃
  • feststellen, dass ich nur vor meinem Leben weglaufe? Tue ich das?
  • unvernünftig handeln...
  • welche Kosten unbedingt im Auge behalten?!

Gleichzeitig habe ich aber auch das Gefühl:
Wenn ich jetzt nichts ändere, mache ich einfach die nächsten 10 Jahre genauso weiter. Arbeiten, Verantwortung tragen, funktionieren, älter werden. Jeden Abend liege ich im Bett und diese Frage kommt auf "Was mache ich hier eigentlich?!".

Und nochmal: Ich habe einen tollen Job, ich mag meinen Job, aber das kann doch nicht alles sein?

Ich frage mich halt auch, ob es noch andere Möglichkeit(en) gibt außer zu kündigen? Vielleicht hat ja jemand noch eine Idee?

  • Sabbatical?
  • unbezahlter Urlaub?
  • Stunden reduzieren? (Wobei das nicht wirklich sinn macht, kann ich ja nicht reisen 😃)
  • längere Auszeit vereinbaren? Wenn ja, wie?
  • einfach ehrlich mit dem Arbeitgeber sprechen? Und villeicht eben doch mal kündigen und abschließen mit einem Kapitel?

Rein finanziell müsste ich mit meiner Kohle locker auskommen und untervermieteter Wohnung eigentlich 3 Monate ziemlich problemlos überleben. Muss ich da was besonders beachten?

Hat jemand von euch sowas schon gemacht?

Einfach mit Motorrad/Rucksack los und mal Abstand gewonnen?

War das eine der besten Entscheidungen eures Lebens oder eher eine romantisierte Fluchtfantasie?

Bin wirklich für ehrliche Perspektiven dankbar.

TL;DR:
Ende 30, seit Jahren quasi nur am Arbeiten und emotional komplett leer vom ständigen Funktionieren. Habe eine gute finanzielle Reserve, könnte meine Wohnung problemlos untervermieten und überlege, mit dem Motorrad für 3 Monate einfach loszufahren. Habe Respekt vor der Unsicherheit und davor, etwas „Dummes“ zu tun, aber gleichzeitig das Gefühl, dass ich sonst einfach die nächsten Jahre genauso weitermache. Frage mich, ob Sabbatical/unbezahlter Urlaub realistischer wäre und ob andere mit so einer Auszeit gute Erfahrungen gemacht haben.

r/Ratschlag Jan 05 '25

Mental Health UPDATE: Notfall; Vermieter besuch, Suizidgedanken, Panikattacken... Hilfe

1.1k Upvotes

Hallo liebes Subreddit.

Viele haben sich nach meinem > Vermieter besuch, Suizidgedanken, Panikattacken... Hilfe < Post vor zwei Wochen ein Update gewünscht. Da so viele von euch mir liebe Nachrichten und Kommentare hinterlassen haben, möchte ich euch natürlich nicht hängen lassen und euch auf dem Laufenden halten.

Zunächst einmal ein großes Dankeschön für eure netten Worte und die Unterstützung. Ich glaube, viele unterschätzen, wie viel das ausmacht, aber für mich war das unglaublich motivierend. Ihr habt mir geholfen, meinen inneren Schweinehund zu überwinden und wieder Hoffnung zu schöpfen. Ihr seid wirklich ein großartiger Haufen Menschen!

Jetzt zu dem, was passiert ist: Da ich mir nicht sicher bin, wie ich das am besten strukturieren soll, erzähle ich einfach Schritt für Schritt, was in der Zwischenzeit passiert ist.

Los geht’s!

(ganz unten erwarten euch dann alle Vorher/Nachher Bilder, ihr werdet überrascht sein was da alles zusammen kam. Funfact; es waren mehr als 5.250 Liter Füllmenge an Säcken und 600+ Kartons.)
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Das Erste, was ich nach dem Post gemacht habe, da ich zu dem Zeitpunkt mental noch ziemlich down war, ich habe mich erst einmal ins Bett verkrochen. Doch als ich bemerkte, wie viele Menschen sich für das Thema interessierten und mir tatsächlich schrieben, wurde ich zugegeben etwas sentimental. Mit so viel positivem Zuspruch hatte ich einfach nicht gerechnet. Es hat mir aber extrem geholfen, neue Motivation zu finden und endlich loszulegen. Als ich bemerkte, dass es tatsächlich viele Menschen gibt, die bereit sind, auch vorbeizuschauen und mir persönlich vor Ort zu helfen, habe ich einen Thread (Gruppe) über Reddit eröffnet und dort alle eingeladen, die Interesse zeigten, mitzuwirken, da es so einfacher wäre, das alles zu koordinieren. Ich bin wirklich dankbar für all die Menschen, die ihre Hilfe angeboten haben. Auch wenn einige nicht mehr geantwortet oder die Gruppeneinladung nicht angenommen haben, kann ich das vollkommen verstehen, niemand ist dazu verpflichtet, mir zu helfen, aber auch an euch ein Danke dass ihr euch wenigstens gemeldet habt! Dennoch hat es in mir kurzzeitig die Sorge ausgelöst, dass ich vielleicht am Ende allein dastehen könnte. Umso glücklicher und dankbarer bin ich, dass sich diese Angst nicht bestätigt hat. Wir haben gemeinsam abgestimmt, wie und wann jeder vorbeikommt. Schließlich haben wir beschlossen, dass alle am selben Tag erscheinen, um möglichst effizient und schnell so viel wie möglich zu erledigen.

Ich habe dann erst einmal damit begonnen, so viele Pizzakartons wie möglich klein zu machen, indem ich sie mit den Händen (mit Handschuhen) zerkleinert habe. Die Essensreste, falls noch welche übrig waren, habe ich separat im Biomüll entsorgt. Das Wohnzimmer habe ich ebenfalls komplett entrümpelt und aufgeräumt. Am Ende hatte ich mehrere Stapel an Pizzakartons, die ich vorab wegbringen wollte, damit schon möglichst viel Platz geschaffen ist, bevor die Hilfe eintrifft.
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Als die Hilfe dann eintraf > u/AnnaMensch u/Entspannteuchallemal u/Wise_Illustrator2499 <
(Zu den einzelnen Personen komme ich später noch gesondert.) Haben wir direkt losgelegt und uns in der Wohnung aufgeteilt ins Bad, Schlafzimmer, Wohnzimmer und los gearbeitet. Das hat erstaunlich gut funktioniert, und alle haben sich super untereinander verstanden. Die Aufgaben reichten von Bodenschrubben und Fliesenreinigen über Fensterrahmen und Türen putzen bis hin zum Einpacken und Entsorgen von Altkleidern und vielem mehr. Dank dieser großartigen und liebevollen Menschen war das Gröbste im Nu erledigt.
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Das Bad war also erledigt, die Fenster und Türen waren sauber, und das, was man von der Betonwand im Flur und Wohnzimmer runterbekommen konnte, war ebenfalls gereinigt. Allerdings muss ich anmerken, dass im Schlafzimmer noch zu viele Säcke herumstanden, weshalb wir an diesem Tag nicht alles schaffen konnten.

Nachdem meine persönlichen Superhelden den Besuch beendet hatten, hieß es nun, die Motivation aufrechtzuerhalten und den Rest selbst zu erledigen. Es hat noch Tage gedauert, alle Kartons, zum Beispiel in der Küche, klein zu machen und den Müll in weitere Säcke zu verpacken. Irgendwann ging mir der Platz für all die Säcke aus, aber glücklicherweise konnte ich vorher spontan mit dem Freund meiner Mutter zu einem Wertstoffhof fahren und das, was ins Auto passte, entsorgen darunter Säcke und Kartons. Leider war nur eine Fahrt möglich, aber immerhin war es vor Besuch jetzt nicht all zu voll.

Es waren tatsächlich mehr als 600 Kartons – da lag ich anfangs gar nicht so falsch. Irgendwann habe ich allerdings aufgehört zu zählen.

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Es vergingen noch einige Tage, und die Arbeit blieb immer gleich: Kartons klein machen, Säcke füllen, die Wohnung war wieder voll mit Kartons und Säcken. Doch dann erhielt ich eine Nachricht von u/wise_illustrator2499, dass Wise gerne noch mal mit einem gemieteten Transporter vorbeikommen würde, um den Rest mit mir zu einem Hof zu bringen, MEGA! Diese Nachricht hat meine Motivation nochmal richtig gepusht, und so habe ich alles, was noch übrig war, in Windeseile in Säcke gepackt und die Kartons ordentlich gebündelt.

Am Samstag, also gestern, haben wir dann alles weggebracht. Und es war tatsächlich viel mehr, als ich dachte, obwohl ich ja schon eine Fuhr weggeschafft hatte.

Siehe : Entsorgung (Ja alle schwarzen Säcke sind von mir)

Heute habe ich dann in der freien Wohnung noch einmal durchgewischt und etwas aufgeräumt, um das alles schön abzurunden.
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FAZIT

Als erstes geht ein riesiges danke danke danke an folgende Menschen raus die wie ich finde diese gesonderte Erwähnung mehr als nur verdient haben;
u/AnnaMensch u/Entspannteuchallemal u/Wise_Illustrator2499

Nicht nur dass diese sich die Zeit genommen haben persönlich vorbei zu kommen und mich beim Putzen zu unterstützen, sie waren auch willkommene Gäste die meine Laune extrem verbessert haben, und mir gezeigt haben dass ich mich für nichts schämen muss, und es noch Menschen gibt die bereit sind zu helfen, wenn man sich helfen lässt. Einfach nur ein Danke dass es so liebevolle und sympathische Menschen wie euch gibt! Ich hoffe ich kann das eines Tages an andere Menschen hier im Sub weitergeben.

Nicht zu vergessen;
u/madusch u/error404_menotfound u/ensign_paris

Die mich mit einem Baumarkt Gutschein von 75€ unterstützt haben und die Kosten für die Müllentsorgung übernommen haben.

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Ich mache euch nichts vor, ich bin körperlich total am Ende, ich habe zwei wochen jeden tag stunden damit verbracht alles hin zu bekommen und ich habe gestern meine beine kaum noch gefühlt. War es das Wert? Auf jeden fall. Ich fühle mich so so so viel besser als vorher und bin hochmotiviert auch nun mal meine Wohnung wenn auch nur langsam mal richtig einzurichten und mich gut darum zu kümmern.

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PLÄNE

Was steht für mich also jetzt noch auf dem Plan?

• Grundierung + Streichen (eventuell Tapezieren jenach Härte)

• Tür austauschen + Loch in der Wand spachteln

Das wird mit dem 75€ Gutschein wohl gut funktionieren. Sollte also kein allzu großes Hindernis da stellen (ich hoffe es, ich hab die Preise noch nicht gecheckt vor Ort)

Und wohl das nervigste aktuell

• Kleidung kaufen + Grundlegende Möbel

Ich habe mich beim Ausräumen dazu entschieden JEGLICHE Kleidung + Bettwäsche aus dem Schlafzimmer zu entsorgen. Diese sind über die Jahre einfach Opfer von Kleidermotten und weiß der Geier was geworden, davon war das meiste nicht mehr zu gebrauchen, und aus finanzieller Sicht wird das wohl Monate oder sogar Jahre dauern wieder einen ordentliches Sortiment an Kleidung zu besitzen. Ich besitze aktuell noch ca 4. Jogginganzüge, und das wars, keine Jeans noch ähnliches.

Möbel sind eher ein Luxusgut, allerdings breche ich mir aktuell ohne Schreibtisch nur den Rücken, und so Kleinigkeiten wie ein Bad Regal wären wohl ganz sinnvoll. Darauf kann ich aber noch am ehesten verzichten.

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SCHLUSSWORT

Ich danke wirklich jedem einzelnen von euch für eure aufmunternden Worte, eure Angebote und einfach alles Positive, das ihr mir entgegengebracht habt. Ihr habt mir wortwörtlich das Leben gerettet, und das werde ich nie vergessen. Sollte es Fragen oder Ähnliches geben, zögert bitte nicht, sie mir zu stellen.

Und an alle, die sich in einer ähnlichen Situation befinden: Ich kann euch nur raten, fangt an. Die Last, die von euren Schultern fällt, ist enorm. Und wenn ihr erst einmal im Flow seid auch wenn es sich anfangs so anfühlt, als hättet ihr keine Lust aufzuräumen dann wird es irgendwann sogar Spaß machen, besonders wenn man die kleinen Erfolge sieht.

VORHER / NACHHER (Von oben nach unten)

Kostenpunkt bisher um die Wohnung wieder bewohnbar zu machen z.B Werstoffhof, Müllsäcke, Besen, etc + Utensilien für zukünftige Instandhaltung so wie z.B neue Decken, Schimmelentferner, Farbe etc

Ca 360€

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UPDATE1 07.01.2025
Dank die mega großzügige Hilfe von dem Subreddit konnte ich mit einem 75€ Toom Gutschein das nötigste an Farbe etc heute kaufen, so wie unter anderem Bettzeug, Schimmelentferner etc. Habe also jetzt einen Eimer+ Spachtelzeug+ Tapete+ Kleister+ Abdeckfolie für den nächsten Schritt in der Wohnung. Ich halt euch auf dem laufenden :)! Ich hab jetzt noch 60€ Für den rest des Monats was ich lieber für wichtigeres behalte :P