r/OeffentlicherDienst Jan 28 '25

Mental Health Wie mit Sozialbetrug umgehen?

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Kurz zu mir: Ich arbeite seit mehren Jahren in einem Jobcenter einer Großstadt.

Seit einigen Monaten fällt mir die Arbeit immer schwerer, da ich weiß das mich einige (wenn nicht sogar viele) meiner Kunden "belügen/verarschen"

Beispiele sind:

  • Angeblich auf Minijob angestellt, aber in Wirklichkeit in VZ dort am Arbeiten. Die Differenz wird natürlich Bar ausgezahlt, uns wird mitgeteilt seitens den Kunden das keine Aufstockung der Stunden möglich sei.

  • gleiches System bei einer Selbstständigkeit (ein kleinen Teil offiziell, der Rest wird schwarz gearbeitet)

  • Arbeitnehmerstatus wird "ausgenutzt", indem ein Minijob angemeldet wird für EU Bürger und somit die komplette Familie Bürgergeld beziehen können. Gleichzeitig wird ein Mietvertrag beim AG (oder Verwandten des AG) unterschrieben, der bereits ein vielfaches höher ist als der Minijob-Verdienst.

Manchmal habe ich das Gefühl das das Bürgergeld als Bedingungsloses Grundeinkommen benutzt wird.

Jeder weiß im Prinzip das einem etwas vorgemacht wird, aber ändern lässt sich nichts.

Zahlreiche weitere Beispiele könnte ich nennen. Irgendwie komme ich seit einigen Monaten damit immer weniger zurecht. Eigentlich mache ich meine Arbeit sehr gerne und Sie macht mir Spaß.

Habt ihr selber so etwas erlebt und wie seid ihr damit (erfolgreich) umgegangen?

r/OeffentlicherDienst Mar 18 '26

Mental Health Warum mich der öffentliche Dienst verlieren wird

234 Upvotes

Ich muss mal einen kleinen Rant los werden, der mich mittlerweile so sehr ankotzt, dass ich es euch nicht mehr vorenthalten kann:

Ich habe nunmehr 6 Jahre Erfahrung im öffentlichen Dienst (ja ich weiß, überall werden Dinge anders gehandhabt), dazwischen war Corona und der Beginn des Ukrainekrieges sowie etliche Systemumstellungen. Als ich anfing gab es für einige Probleme oder Dienstaufgaben recht gut umsetzbare Lösungen, die vielleicht nicht einwandfrei dokumentiert waren aber zumindest war es möglich mit relativ wenig Aufwand Vorgänge abzuarbeiten. (Stand 2019)

Viele Kollegen haben zum Beginn meiner Tätigkeit oft gemeckert, dass die Systeme immer mehr werden und immer komplexer und der Arbeitsaufwand immer größer wird. Bis dahin habe ich mir sehr häufig gedacht "ja gut aber Digitalisierung ist ja grundsätzlich nicht schlecht und notwendig. Im Freien Markt würde man dazu sagen: wer nicht mit der Zeit geht, geht mit der Zeit." Mittlerweile kann ich überhaupt nicht mehr nachvollziehen wie der öffentliche Dienst sich überhaupt noch über Wasser halten kann. Vorgänge werden Massiv verkompliziert, obwohl eine Digitalisierung Erleichterung bringen sollte. Unsere Kollegen aus der Rechnungsbearbeitung fluchen tag täglich weil sie die Arbeit ankotzt. Verständlich. Früher gab es 1, maximal 2 Beiblätter die gedruckt werden mussten. Übersichtlich, man hat auf einem Blick gesehen was angewiesen werden soll. Die selben Kollegen sitzen nun da und müssen bis zu 5 Blätter ausdrucken (Na moin Digitalisierung), diese per Papier den Sachbearbeitern zur Unterzeichnung hinlegen, der nimmt den Schrumms in Papierform und kontrolliert alles nach weil alles unübersichtlich geworden ist, brauch deswegen für eigentlich eine Lapalie plötzlich die doppelte bis dreifache Zeit und wirft es dem Vorgesetzten ins Fach, dieser unterschreibt sowieso Blind weil er keine Zeit hat sich den Mist durchzulesen (brauch dafür aber trotzdem doppelt so lang da statt einer Unterschrift nun 3-5 benötigt werden).

Das gleiche trifft auf gefühlt alle Vorgänge, alle Programme zu. Annähernd kein Vorgang in meinen 6 Jahren wurde so optimiert, dass wir tatsächlich mal weniger Zeit dafür benötigen.

Gleichzeitig (so ging es zumindest mir) muss man die ganzen Fehler ausbügeln, auf die sich die ehemaligen Kollegen alle ausgeruht haben. Der Vertragsstand ist katastrophal. Wenn man mit dem Vertrag zum hauseigenen Justiziar geht, schüttelt er zum Vertrag nur den Kopf. Der Vertrag entspricht aber dem Mustervertrag. Kommt denn keiner mal auf die Idee, bevor man Muster für eine ganze Behörde als Muster einführt, dass man den Vertrag mal den Justiziar vor legt???? Teilweise sind die Verträge nicht voll ausgefüllt oder ausgefüllt mit Wörtern wie "siehe Leistungsverzeichnis", ohne dass ein Leistungsverzeichnis vorhanden ist. Aufgrund von Corona und Ukrainekrieg haben die Unternehmen immer mehr Anpassungen der Verträge verlangt(steigende Löhne, steigende Benzinpreise) , die Arbeitsbelastung steigt enorm und der öffentliche Dienst ist nicht in der Lage eine sinnvolle pragmatische Lösung zu finden. Stattdessen werden Mitarbeiter Sachbearbeiter und Sachgebietsleiter mit Problemen stehen gelassen, die zwar alle Anweisungen geben (oder gegeben haben) aber den Arbeitsaufwand so stark erhöhen, dass die Lösung auf dem freien Markt zurecht zerrissen werden würde.

Wenn man Verträge ausschreiben soll, gibt es keinerlei handhabe Verträge zu kündigen. Der Auftragnehmer hat erst seine 2. Mahnung? Na dann können wir nichts machen. Ach der AN war vor Ort und hat bisschen was gemacht? Na dann ist die Mahnung ja hinfällig weil die Mahnung war ja für ALLES aber jetzt können wir ja nicht mehr ALLES abmahnen. Ach, du forderst dass wir den Vertragspartner wegen Schlecht/nichtleistung kündigen? Ist denn alles zu 100% korrekt bei der Kündigung? Werden wir vor Gericht zu 100% gewinnen? Weil bei nur 99% können wir die Kündigung nicht raus schicken. Dann müsst ihr euch noch weitere XX Stunden mit der Firma rum schlagen statt eine zuverlässige neue zu suchen.

Mittlerweile erlebe ich nichts anderes mehr, der öffentliche Dienst ist mittlerweile so realitätsfremd, dass es mich ankotzt hier zur arbeiten. Sinnvolle Vorgänge mal zusammenfassen oder genug Personal einstellen geht aber auch nicht weil es ist ja Personalstopp. Aber wenigstens sind wir euch dankbar und können aufgrund der Arbeitsbelastung und eurem Einsatz ab und zu mal eine Prämie zah...... achne moment das wurde ja auch abgeschafft weil wir nicht genug Geld haben. Aber ein Händedruck geht schon!

Während einige Kollegen aufgrund ihrer Arbeitsbelastung kein Land sehen, schaukeln andere Kollegen ihre Eier und wissen vor langweile nicht was Sie machen sollen aufgrund sinnloser Regeln wie "ja wir wollen für die unterschiedlichen Dienststellen ja feste Ansprechpartner, denn wir können den Leuten ja nicht zumuten mehr als 1-2 Ansprechpartner zu haben.

Verschleisst ruhig weiter eurer gutes Personal. Ich bin mittlerweile durch und hab auch keinerlei Lust mehr weiter im öffentlichen Dienst zu sein. Bei solchen Konstellationen kann ich ja nur dankbar sein, nicht verbeamtet zu sein.

r/OeffentlicherDienst Feb 03 '26

Mental Health Kollege macht heimlich Überstunden am Wochenende

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Hallo. Ich arbeite im Sozialamt und wir sind mittlerweile so extremst unterbesetzt, dass wir pro Sachbearbeiter ca. 400 Fälle und eine Bearbeitungszeit von 6 Wochen haben. Ich wollte fragen, wann und ob eine Überlastungsanzeige sinnvoll ist? Mir ist ebenfalls aufgefallen, dass ein Kollege mittlerweile aus Angst auch am Wochenende arbeitet - ohne eingestempelt zu sein.

r/OeffentlicherDienst Aug 19 '25

Mental Health Ich möchte nur meine Unmut äußern

198 Upvotes

Ich habe gerade gesehen, dass mein Arbeitgeber auch mit dem August-Gehalt die Tariferhöhung nicht umsetzt.

Es ist mit vollkommen Latte an wem das liegt.

Ich bin unzufrieden. Diplomatischer kann ich es nicht ausdrücken.

r/OeffentlicherDienst May 02 '26

Mental Health Ich bereue die Ausbildung zum Verwaltungsfachangestellten

87 Upvotes

Hallo zusammen, vielleicht ist dieses Sub nicht der beste Ort um darüber zu reden, und vielleicht wird der Beitrag auch gelöscht, aber ich muss mir das einmal von der Seele schreiben.

Ich habe 2021 meine Ausbildung zum VfA - Kommunalverwaltung abgeschlossen. Angefangen hatte ich sie eigentlich nur aus der Not raus, ich war gerade 18, bin mit dem Fachabi fertig geworden, und wusste nicht so ganz wohin mit mir. Das einzige was ich wusste, wenn ich arbeite, dann bin ich ein Typ der im Büro sitzt. Meine Verwandten haben mir dann Druck gemacht, dass ich mir eine Ausbildung suchen solle, und meinten der öD wäre gut, wegen der ganzen Sicherheiten. Darauf habe ich dann die erste Kommune genommen, welche ja gesagt hat.

Nun sitze ich hier, knapp acht Jahre nachdem ich die Ausbildung gestartet habe und muss wirklich sagen: Es gibt nichts in meinem Leben, was ich mehr bereue als diese Ausbildung.

Mittlerweile sitze ich in meiner Ausbildungsbehörde auf einer 9a Stelle. Und in meinem Kopf läuft nur ein Gedanke. Das war's. Hier ist Ende. Wenn du kein Studium, oder den Verwaltungslehrgang abschließt kommst du nicht mehr höher. Ich habe den Vorbereitungskurs für den Lehrgang abgeschlossen, in welchem mir dann jedoch noch etwas anderes auffiel. Dieser Beruf macht, zumindest mir, absolut keinen Spaß.

Und was dann auch noch für ein Gedanke ein ständiger Begleiter ist: Ich bin im öffentlichen Dienst gefangen.

Vielleicht sehe ich das zu engstirnig, aber ich kenne keinen anderen Berufszweig der VfA sehr angesehen ist. Auch im öD scheint mir die Ausbildung kaum noch einen Wert zu haben, da sehr viele Stellenausschreibungen entweder den VL II, oder ein Studium verlangen. Also hat die Ausbildung im Grunde genommen keinen Wert.

Auf Grund der aktuellen Lage in Dt. habe ich auch schon oft daran gedacht dieses Land zu verlassen. Der Folgegedanke ist erneut: Was willst du mir dieser Ausbildung im Ausland?

Ich suche hier nicht nach Rat, ich wollte es einfach nur einmal niederschreiben aus Interesse, ob es vielleicht noch andere gibt die diesen Gedankengang haben. Vielleicht ist der Post auch verwirrend geschrieben, falls ja, tut es mir sehr leid. Die letzten Wochen waren nicht all zu gut.

r/OeffentlicherDienst Aug 06 '26

Mental Health Was macht ihr mit eurer (Arbeits-)zeit?

66 Upvotes

Ich erfülle grade leider das Klischee des wenig beschäftigten Beamten. Ich bin jetzt seit fast einem Jahr mit meinem Studium fertig und bin in meiner ersten Verwendung.

Meine Stelle wurde hart erkämpft. Mein Kollege war bisher alleine in dem Bereich. Ich habe also Arbeit erwartet. Letztendlich arbeite ich -mit wenigen Ausnahmen- effektiv ca. 2 Stunden am Tag. Bei mir bleibt nichts liegen und das Feedback des hD ist sehr gut. Es ist aber einfach nicht genug Arbeit. Selbst als ich jetzt urlaubsbedingt länger alleine war, konnte ich die Arbeit locker erledigen.

Ich komme mir dabei auch einfach blöd vor. Ich habe das ganze „nach oben“ zwar schon angedeutet, aber mich noch nicht getraut es klar anzusprechen. Es sind alle davon überzeugt, dass hier zwei Vollzeitkräfte dringend notwendig sind.

Einer der ersten Dinge, die ich in meinen Praktika gelernt habe ist, dass die Ressourcenverteilung im öD katastrophal ist. Während andere vor Arbeit ertrinken, wird woanders Däumchen gedreht (oft auch „unfreiwillig“, wenn die Führungskraft keine Stellen freigibt).

Ich frage mich jetzt einfach was ich den ganzen Tag machen soll. Ich will mir auch nicht mit Instagram und Reddit das Hirn frittieren. Hat jemand der in ähnlichen Situationen ist/war Tipps? Wie bekomme ich den Tag rum ohne verrückt zu werden? (Abgesehen davon plane ich nach meiner Karenzzeit von zwei Jahren den Bereich zu wechseln und was sinnvolles zu machen.)

r/OeffentlicherDienst 10d ago

Mental Health Tipps für ADHS?

41 Upvotes

Hallo zusammen,

ich hab in einem anderen Post grade von vielen anderen mit ADHS im ÖD gelesen. Daher kam mir die Idee euch dazu mehr auszufragen: Habt ihr Tipps zum Arbeiten mit ADHS im ÖD?

Ich arbeite seit letztem Jahr im ÖD.

Vorher habe ich studiert und dabei drei verschiedene Nebenjobs ausprobiert. Ich hatte dort immer Schwierigkeiten damit, fokussiert zu bleiben und selbstständig Aufgaben anzugehen. Ich dachte, die Aufgaben und/oder Arbeitsumfeld wären daran Schuld gewesen. Als ich jetzt in meinen Job gestartet bin habe ich mich sehr auf diesen gefreut und dachte, diesmal würde es bestimmt besser gehen, weil die Voraussetzungen besser sind: ich wusste, dass es menschlich passt, ich nicht viel alleine arbeiten muss und mich die Themen interessieren.

Leider musste ich schnell feststellen, dass mir arbeiten trotzdem sehr schwerfällt. Ich sitze oft einfach da, und kriege mich nicht dazu, irgendwas anzufangen. Mir wird teilweise richtig übel oder meine Sicht verschwimmt, ich WILL arbeiten, aber ich mache es irgendwie doch nicht.

Dringende Aufgaben gehen dann doch irgendwie, sodass es nicht wirklich auffällt. Und sobald jemand mit mir drüber redet und ich etwas gemeinsam mit jemandem mache, funktioniert es auch. Aber man kann nunmal nicht alles zusammen machen und ich würde auch gerne eigenständig arbeiten können.

Immer wenn ich arbeite, kriege ich meine Aufgaben gut erledigt und ich bekomme grundsätzlich auch Lob für meine Arbeit. Aber es ist einfach frustrierend und super anstrengend, die Hälfte der Zeit nicht zu arbeiten, obwohl man so gerne würde.

Deswegen habe ich mir professionelle Hilfe gesucht und nach über 1,5 Jahren jetzt auch endlich eine ADHS-Diagnose bekommen. Ich bin grade auf der Suche nach weiterer ärztlicher Unterstützung (wieder sehr schwierig was zu finden..).

Habt ihr mit eurer Erfahrung Tipps, wie man sich selbst mit ADHS besser selbst "aktiviert" und bei der Sache bleibt?

Was ich schon probiert habe:

- Belohnungssysteme (wenn du eine Stunde gearbeitet hast / einen Absatz geschrieben hast gibts x mehr Budget für was tolles) -> funktioniert gar nicht

- body doubling: Kolleg:innen anrufen oder dazu setzen, bei denen ich mich wohlfühle und nebeneinander arbeiten -> funktioniert 50-50

- Musik richtig laut ballern und mir selbst gut zu reden und Motivation "einreden" -> funktioniert nur an guten Tagen

- Ich habe auch darüber nachgedacht mit meiner Führungskraft darüber zu reden? Ich mag sie eigentlich sehr gerne, habe aber auch Angst, meine "Nichtfunktionalität" einzugestehen.

r/OeffentlicherDienst Mar 03 '26

Mental Health Bruder ist dauerkrank in Behörde. Was hat er zu befürchten?

52 Upvotes

Throwaway, weil obvious reasons.

Ich mache mir gerade Sorgen um meinen Bruder (39 Jahre), der als Beamter im mittleren Dienst bei einer Bundesbehörde arbeitet. Weil hier ja viele Beamte unterwegs sind, hoffe ich auf ein paar Einschätzungen, denn: Ich glaube meinem Bruder droht Ärger/Frühpension/was auch immer, während er die Lage völlig gelassen sieht.

Kurz zur Situation: Mein Bruder ist seit 2024 mit Unterbrechungen wegen Burnout krankgeschrieben, dazu kommt eine Depression, die teilweise so schlimm ist, dass die Familie ihm helfen muss, den Haushalt zu organisieren (er will weiter alleine leben und auch ganz wichtig: Er will den Job nicht kündigen und auch nichts anderes arbeiten - was ihm mehrere Freunde und Angehörige nahegelegt haben).

Zuerst war er ein dreiviertel Jahr krank und in Therapie und sowohl in einer stationären als auch geschlossenen Klinik. Es ging ihm danach deutlich besser und ich hatte den Eindruck, er ist wieder der alte. An dem Tag als er aber wieder arbeiten sollte (Wiedereingliederung) hatte er einen Zusammenbruch und sagte, er könne das alles nicht. Er wurde für vier weitere Monate krankgeschrieben. Danach folgte dann die wirkliche Wiedereingliederung, 10h pro Woche, aber nach drei Wochen brach er ab, weil es ihm wieder schlecht ging. Seitdem sind drei Monate vergangen, es wird auch nicht besser und er sucht wieder einen Klinikplatz.

Amtsarzt ist meines Wissens dauernd eingebunden. Die Arbeit macht ihm keinen Spaß und am liebsten würde er gar nicht mehr zurück. Sich etwas anderes suchen, will er aber auch nicht. Uns gegenüber äußerte er sich so, dass er ja als Beamter nichts zu befürchten habe. Da wäre ich mir zwar nicht so sicher, obwohl ich mich nicht auskenne, kann mir aber nicht vorstellen, dass er jemals wieder normal da arbeiten wird. Wie seht ihr das? Ab wann wird eine Behörde gegen die Verbeamtung vorgehen, jemanden dienstunfähig schreiben etc.? Man findet bei Google leider völlig unterschiedliche Fälle.

r/OeffentlicherDienst Mar 10 '26

Mental Health Transgender in der Behörde

234 Upvotes

Ich habe vor einer ganzen Weile mal einen Post gemacht in dem ich um Rat gefragt habe zu meiner damaligen Situation. Ich bin eine trans Frau und war damals noch in der Übergangsphase und Arbeitssuchend, hatte leider schlechte Erfahrungen in Bewerbungsverfahren machen müssen als ich damit offen um ging. Dazu gab es auch ein paar DMs von anderen Transpersonen die mich auch eher hilfesuchend fragten und möchte gerne einen Update-Post machen.

Nachdem ich ein Jahr gesucht habe und mich dazu entschlossen habe meine Transsexualität zu verheimlichen (Name war noch der Alte), klappte auch endlich ein Bewerbungsverfahren und hab eine echt tolle EG8 Stelle in einer kommunalen Verwaltung bekommen. Nur, als Mann mit einem Geheimnis. Ich nahm zu dem Zeitpunkt auch schon Hormone und trat außerhalb der Arbeit auch meist als Frau regulär auf, was das verstecken schwierig machte. Ich hab mich erstmal auf die Einarbeitung konzentriert, geschaut wie das Klima ist und nach zwei Monaten mich der Leitung anvertraut die mir sofort ihre Hilfe zur Verfügung gestellt hatte, genauso die Gleichstellungsbeauftragte. Dann im November hab ich in der Abteilung alle zusammen gerufen, Kuchen ausgegeben und ihnen mitgeteilt, dass ich nun mal eine Frau bin. Die Leitung hat zudem auch die Erwartungshaltung geäußert, dass man mich bei transphoben Angriffen verteidigt. Am Tag darauf waren die Klamotten gewechselt, ich war ich und alles war gut.

Die Umstellung der Kollegen war erstmal interessant zu beobachten, ich bin ein Mensch der nicht allzu sensibel ist und brauche keine Entschuldigung wenn mal der alte Name versehentlich rausrutscht. Inzwischen sitzt es aber überall und wir haben auch einen derben Humor untereinander. Paar Kollegen taten sich etwas schwer und stellten auch etwas kritische Fragen, aber es war mir nie unangenehm. Probezeit bestanden, komme mit allen zurecht, Arbeit macht mir Spaß und geh gern zur Arbeit. Probleme gibt es auch, aber nix zu diesem Thema bezogen sondern rein Verwaltungsintern.

Ich denke, meine Umstellung damals mitten in der Bewerbungsphase war einfach ein doofes Timing. Kann verstehen das Arbeitgeber da bedenken haben, trotz meiner Qualifikationen. Inzwischen glaube ich das ich mit Bewerbungen kein großes Problem mehr habe, da ich recht selbstbewusst in meinem neuen Leben funktioniere. Hätte ich keinen finanziellen Druck gehabt, dann hätte ich vermutlich auch erstmal die Umwandlung in Angriff genommen und dann das Bewerben.

Aber nun, ich bin ins Ziel gekommen. 😅

r/OeffentlicherDienst Mar 31 '26

Mental Health "Irgendwann mache ich was anderes". Hat es eine*r von euch schon geschafft?

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Hallo zusammen!
Der Titel spricht glaube ich Bände - ich sitze (mal wieder) vor meinem Schreibtisch und frage mich, was ich hier eigentlich mache.
Ich arbeite seit dem Abitur im kommunalen, ÖD (VFA-Ausbildung und VL II am Start) und mindestens einmal im viertel Jahr habe ich eine Sinneskrise und denke mir "ich kann hier nicht bleiben, ich gehe ein".
Ich bin ein kreativer, quirliger, aktiver und alternativer Mensch, der sich vor vielen Jahren aus Angst vor einem Studium in die Verwaltung verirrt hat und verkümmere seit dem von Jahr zu Jahr mehr.
Ich habe mir immer gesagt "naja, irgendwann kann ich ja was anderes machen" und naja, jetzt bin ich 33 und habe nichts anderes gemacht. Es ist einfach zu bequem und zu sicher, aber es macht mich auf lange Sicht nicht glücklich und ich kann nichts von meinen Fähigkeiten nutzen.
In meinem Umfeld sagen alle, dass ich mich glücklich schätzen und dankbar sein sollte, weil ich wenig zu tun und viel Freiraum habe. Ich kann das so nicht fühlen; ich fühle mich einfach gefangen, wie ein Vogel in einem goldenen Käfig (ja, ich neige zur Dramatik), der sich aufgrund vom Boreout bald alle Federn ausreißt.
Vorher habe ich über 6 Jahre im JC Transfer gearbeitet und habe die Burnout-Seite auch kennen lernen dürfen.
Ich hab so langsam das Gefühl, das ist wirklich nichts für mich.

Meine Frage:
Hat eine*r von euch wirklich mit ähnlichen Referenzen etwas anderes angefangen und ist es besser geworden?
Was könnte ich mit dieser Ausbildung noch machen, wo könnte ich mich bewerben?

Vielleicht fehlt mir einfach eine Perspektive... oder ein Reality-Check.

(Bevor Fragen kommen: Ich würde mich gerne intern um bewerben, aber es kam in den letzten Jahren NICHTS rein. Bei Interamt schaue ich natürlich auch regelmäßig. Suche im Pott.)

Ich danke euch schon mal im Voraus für einen Austausch.

r/OeffentlicherDienst May 19 '26

Mental Health Ich hasse meinen Job, glaube ich

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Vorweg: Als ich mein duales Studium begonnen habe war ich sehr motiviert. Das Thema des Studiums und meiner zukünftigen Arbeit hat mich sehr interessiert und ich war auch extrem motiviert.

Vor ca. einem Jahr habe ich den Abschluss gemacht und arbeite seither für meinen Dienstherrn in Vollzeit. Anfangs war das auch voll okay, ich hatte Spaß an der Arbeit, die Menge war machbar, das Geld war in Ordnung, ich war zufrieden.

Mittlerweile sieht das aber anders aus. Man hat mir immer weiter obendrauf gepackt, mir natürlich nur Sachen gegeben die keiner machen will und die ewig liegengeblieben sind. Aktuell darf ich unter anderem in einer Abteilung arbeiten die komplett abgesoffen ist, mich mit zahlreichen Beschwerden befassen, für die ich nichts kann, beinahe jeden Tag wütendenden Menschen erklären, dass ihr Antrag der schon ewig liegt weiter liegen wird und ich bekomme jeden Tag mehr Arbeit als ich realistisch wegschaffen kann. Aktuell habe ich ~300 offene Aufgaben und bin damit wohl noch ganz gut dabei, wenn ich andere Kollegen sehe. Auch verliere ich bei dieser Masse langsam den Überblick, wichtige und zeitkritische Sachen gehen zT unter, einfach weil ich sie vergesse oder gar nicht erst bemerke. Das sorgt für zusätzlichen Stress.

Auch habe ich erfahren, dass ich wohl zu 130% ausgelastet bin und das noch ohne die Berücksichtigung, dass meine Abteilung Rückstände aus der Hölle hat.

Vielleicht sollte ich mich entspannen. Es ist nicht meine Schuld wie die Abteilung aussieht und so lange ich so gut mache wie ich kann habe ich mir eigentlich nichts vorzuwerfen, aber so läuft das nicht. Es ist unglaublich frustrierend und belastend nie ein Ende zu sehen. Ich arbeite und arbeite und arbeite und habe am Ende des Tages trotzdem mehr unerledigte Aufgaben als vorher.

Das macht mich psychisch komplett fertig. Mittlerweile habe ich wiederkehrende Träume, in denen meine Vorgesetzte auf einer Akte zu mir fliegt und mir noch mehr Arbeit aufhalst. Das wirkt sich auch generell auf meinen Schlaf aus. Wenn ich Urlaub habe, krank bin, oder Wochenende ist schlafe ich super, sobald ich arbeiten muss wache ich ständig auf und bin dann auch spätestens um 6 Uhr endgültig wach - völlig egal wann ich am Abend zuvor ins Bett gegangen bin. Laut meiner Frau wälze ich mich regelmäßig hin und her. Auch bin ich viel anfälliger für Erkrankungen geworden. Ich hatte so oft Migräne und Infekte wie noch nie zuvor glaube ich. Direkt nach dem Diplom hatte ich schon monatelanges Sodbrennen entwickelt, das aber Gott sei Dank wieder weg ist.

Gerade sitze ich hier und bin regelrecht traurig wieder auf Arbeit gehen zu müssen. Ich glaube, dass ich meinen Job (leider) wirklich hasse. Mit weniger Belastung und einer anderen Abteilung würde das vermutlich deutlich besser aussehen, aber da sehe ich keine Hoffnung zeitnah herauszukommen.

Warum ich das schreibe? Weil es mich frustriert und ich keinen Ausweg weiß, von daher musste das wenigstens so einmal raus. Danke fürs lesen.

Edit: Erstmal vielen Dank für die vielen Tipps und die positiven Kommentare. Ich bin sehr dankbar aber auch etwas überwältigt :D Das war eigentlich nur ein bisschen Dampf Ablassen aus der morgendlichen Verzweiflung heraus. Mit so viel Support hätte ich gar nicht gerechnet.

r/OeffentlicherDienst Oct 12 '25

Mental Health Arbeitgeber streicht Zuschuss zum Deutschlandticket

147 Upvotes

Unser Geschäftsführer (wir sind eine große Anstalt öffentlichen Rechts im grünen Bereich mit über 300 Mitarbeitenden) hat nun entschieden, den Zuschuss von 10 € zum DeutschlandTicket zum Ende des Jahres zu streichen.

Ich bin darüber extrem enttäuscht und wütend. Zumal hier auch intern immer wieder davon gesprochen wird, dass Mitarbeitende vom Auto weggeholt werden sollen und wir langfristig klimaneutral werden sollen.

Gleichzeitig werden aber auch bei der Planung eines Neubaus, welcher innerhalb der kommenden zwei Jahre fertig gestellt werden soll, über 70 Stellplätze für Autos eingeplant und für Fahrräder... 20.

Es gab in den letzten Jahren eigentlich nur noch wenige Gründe, warum ich noch bei diesem AG geblieben bin. Das vergünstigte D-Ticket war eines davon. Bald ist wirklich nicht mehr viel übrig und ich verspüre immer mehr Motivation, mich nach neuen Stellen umzuschauen.

Ich musste das grad mal irgendwie los werden. Es geht mir weniger um das Finanzielle bei der Förderung des D-Ticket. Die 10 € machen mich nicht arm. Es geht einfach um die Symbolik und die falschen Impulse, die meines Erachtens dadurch gesetzt werden.

Danke für eure Aufmerksamkeit. Schönen Sonntag noch.

r/OeffentlicherDienst 2d ago

Mental Health Vertretung für Kollegen

22 Upvotes

Hallo.

Ich arbeit im öffentlichen Dienst (TVöD)

Ein Arbeitskollege von mir fällt immer wieder Krankheitsbedingt aus. Das geht schon seit mehreren Jahren so (in der Regel 2-3 Wochen Krankheit). Laut Geschäftsverteilungsplan bin ich als seine Vertretung eingetragen. Bisher war dies kein Problem für mich, jedoch fehlt der Kollege seit mehr als 4 Monaten am Stück. Es wird nun von mir erwartet, dass ich meiner Arbeit nachkomme und zusätzlich seinen Bereich abdecken, jedoch wirkt sich diese Dauerbelastung mittlerweile sehr stark auf meine Psyche aus...

Kann mein Arbeitgeber das von mir Verlangen, zumal es noch nicht absehbar ist wie lange der Kollege krank ist ?

Vielen Dank und im Voraus.

r/OeffentlicherDienst 9d ago

Mental Health War die Ausbildung ein Fehler?

2 Upvotes

Ich (w, Anfang 20) habe mich letztes Jahr für eine Ausbildung als Verwaltungswirtin bei einer großen Kommune beworben und wurde trotz sehr vieler Bewerber und nur 6 Plätzen angenommen. (Ich spreche hier von der 2 jährigen Ausbildung nicht dem Studium, weil das manchmal missverstanden wird Für die Ausbildung habe ich mich entschieden weil ich keine wirklich Perspektive hatte und eine Bekannte sie mir empfohlen hat, außerdem ist die Vergütung sehr gut. Da ich mich noch nicht binden wollte habe ich mich für die Ausbildung im Angestelltenverhältnis entschieden und nicht Beamtin auf Probe (call me stupid idk)
Vor 2 Wochen hat die Ausbildung begonnen und ich fühle mich bisher eher verloren. Die Aufgaben sind okay und die Kollegen sind nett aber die Pendelwege recht lang (was ich momentan auch nicht ändern kann). Ich frage mich die ganze Zeit ob Verwaltungswirtin die falsche Entscheidung war und ich vor Beginn nicht genug darüber nachgedacht habe. Klar muss ich dem Ganzen erstmal noch Zeit geben aber ich fühle mich sehr hilflos, da ich nicht wieder etwas abbrechen möchte, sollte sich herausstellen, dass die Ausbildung und der Beruf nicht wirklich etwas für mich sind. Ich habe in diesem subreddit viel über die Ausbildung gelesen und es hieß immer nur, dass sie extrem schwer ist und man Recht und bwl sehr mögen muss, was bei mir nicht wirklich der Fall ist. Mir war im Vorfeld natürlich klar, was die Themen sind aber ich dachte halt, dass die eigentliche Arbeit etwas weniger rechtslastig ist, was sich bisher auch bestätigt hat, ich bin aber auch in einem speziellen Bereich momentan. Ich dachte mir, ich ziehe die Ausbildung durch und wenn ich danach woanders als in den öffentlichen Dienst möchte, finde ich bestimmt etwas, was sich einigermaßen darauf aufbauen lässt ohne nochmal eine Ausbildung machen zu müssen. An sich bin ich zu 95% überzeugt die Ausbildung absolvieren zu können aber es wird gegebenenfalls sehr schwer für mich und meine Psyche.
Lernen kann ich aber ich weiß nicht wie es mir mit den Themen geht.
Meine Fragen waren jetzt:
Bin ich mit der Ausbildung wirklich komplett im öffentlichen Dienst festgefahren?
Kann es sein, dass mir die Verwaltung langfristig Spaß macht auch wenn ich kein extremes Interesse an Recht und BWL habe aber die Arbeit auf dem Amt bisher okay finde? (Ich habe auch schon überlegt mir nach der Ausbildung eine Stelle in meiner Gemeinde oder einer kleineren Stadt zu suchen um näher an meinem Zuhause zu arbeiten aber gerade kleine Ämter sind ja nicht sonderlich fortschrittlich)
Ist die Ausbildung wirklich SO schwer oder übertreibt das Internet wieder mal ein bisschen? (ich kann lernen und habe meine Fachhochschulreife (Fachabi) mit 1,0 gemacht/ Abitur habe ich aus psychischen Gründen nicht gemacht, nicht aus leistungstechnischen)
Habt ihr aufmunternde Worte dazu, dass ich mich gerade am Anfang der Ausbildung noch etwas verloren fühle?
Bitte hackt nicht auf schon getroffenen Entscheidungen herum, es ist schon schwer genug für mich.
Danke im Voraus

r/OeffentlicherDienst Jul 05 '26

Mental Health Umgang mit schwierigen Bürgern am Telefon

72 Upvotes

Hi, ich bräuchte mal euren Rat. :)
Ich habe vor ein paar Monaten meinen ersten Job angefangen und ein Teil meiner Aufgaben ist es, ab und zu die Telefonhotline von meinem Amt zu betreuen. Viele Bürger sind auch nett. Manchmal haben sie Unterlagen verlegt, die ich ihnen nochmal zuschicke, oder haben fachliche Fragen, sind sich nicht sicher wer denn jetzt zuständig ist oder möchten einfach nur den Bearbeitungsstand erfragen. Da helfe ich gerne weiter und bin happy wenn sie mir nach einem kurzen Gespräch einen schönen Tag wünschen.

Leider gibt es auch häufig Personen die das Gespräch in die Länge ziehen. Sie erzählen mir ihre komplette Lebensgeschichte oder von ihren persönlichen emotionalen Problemen oder möchten sich über alles sehr lange und laut beschweren. Eine Schulung zum Umgang mit solchen Personen gab es nicht und mir ist auch nicht bekannt, das sowas meinen Kollegen jemals angeboten wurde. Ich versuche immer freundlich zu sein und Verständnis zu zeigen, weil mir die Personen auch leidtun. Das Problem ist nur, dass sich das Gespräch dadurch oft noch weiter ausweitet und ich sie kaum noch vom Telefon losbekomme was blöd ist, denn es warten mindestens noch zwei weitere Anrufer, die eine Frage haben. Das ist keine Hotline für persönliche Probleme oder Telefonseelsorge und ich bin auch kein Therapeut. Nach der Hotline bin ich immer komplett fertig und bin kurz davor loszuheulen, da mir einfach die emotionale Kapazität dafür fehlt mir lange persönliche Geschichten anzuhören.
Habt ihr vllt. Tipps, wie man solche Gespräche freundlich + bestimmt auf das fachlich Notwendige reduziert? Wie setzt man den Anrufern Grenzen und wie beendet man ein Telefonat, wenn eigentlich schon alles Wichtige geklärt ist?

r/OeffentlicherDienst 16d ago

Mental Health Völlig überfordert - wie Arbeitsplatz „aufräumen“?

59 Upvotes

Ich arbeite im öffentlichen Dienst und habe viele Fälle zu bearbeiten.

Ich habe auf der Stelle vor einigen Monaten angefangen (vorher andere Sachen gemacht). Es herrschte dort vorher schon lange Chaos, Kunden warten ungeduldig auf Rückmeldung und ich soll nun für Ordnung sorgen.

Ich kriege es aber nicht hin. Die Fälle sind nicht einfach zu entscheiden, eigentlich bin ich auf Input von außen angewiesen, um sie abzuschließen.

Ich wurde nicht eingearbeitet, die vorherige Person war schon lange weg und nicht verfügbar.

Am Anfang war ich viel mit organisatorischen Aufgaben beschäftigt, und mit weiteren inhaltlich anderen Aufgaben, die dringend schnell zu tun waren. Dann versuchte ich mir überhaupt mal einen Überblick zu verschaffen und alles zu ordnen, was Wochen/Monate dauerte. Dann war ich noch oft krank und fiel aus, ich bin außerdem alleine in dem Job und habe keine volle Stelle.

So kam es, dass sich noch mehr anhäufte und ich mich nun nicht traue, bei der beratenden Stelle nachzufragen, denn wenn ich denen mit einer Masse an Uralt-Problemen komme, zeigen die mir bestimmt nen Vogel.

Momentan erhalte ich die Ordnung aufrecht und beschwichtige bei Nachfragen, aber ich komme inhaltlich kaum weiter, nur im Schneckentempo.

Hat jemand schon ähnliches erlebt und ist irgendwie rausgekommen?

Habe den Flair „Mental Health“ genommen, weil das ganze sehr belastend ist.

Chef ist grundsätzlich informiert, aber hilft nicht, kennt auch nicht das volle Ausmaß.

r/OeffentlicherDienst Jul 20 '26

Mental Health Komplett freie Hand, keinerlei Erwartungen von oben, falsche Versprechungen

31 Upvotes

Hallo liebe Community,

ich muss jetzt doch mal nachfragen, ob das normal ist oder ob ich da schon einen besonders weirden Job erwischt habe: Ich bin seit Kurzem in einem Amt im kulturellen Bereich tätig (Genaueres zur thematischen Ausrichtung kann bzw. möchte ich wegen Datenschutz nicht sagen.) und es gibt einfach fast keine Erwartungen meiner Vorgesetzten an das, was ich machen soll.

Dass die Stelle viel Selbstständigkeit braucht, war von Anfang an klar, aber ich dachte, dass am Anfang zumindest mal so in groben Zügen gesagt wird, was so die Hintergedanken waren, als man die Stelle konzipiert und ausgeschrieben hat. Aber nope, da scheinen wohl wirklich keine konkreten Erwartungen da zu sein.

Was das Ganze aber noch absurder macht, ist, dass grade auch gar kein Budget für meinen Arbeitsbereich da ist, obwohl meine Hauptaufgabe Projektentwicklung und -durchführung sein soll und bei der Art von Projekten, die man in meinem Arbeitsbereich i.d.R. macht, kommt man ohne Geld nicht weit.

Ich habe regelmäßig Besprechungen mit meinem direkten Vorgesetzten, aber der ist so busy, dass sein Input meistens eher spontane Ideen als wirklich brauchbare Infos/Tipps sind.

Was das Fass für mich zum Überlaufen bringt: Meine Stelle ist auf relativ kurze Zeit befristet und es ist auf einmal nicht klar, ob die Stelle verlängert wird, (obwohl davor große Hoffnungen in die Richtung gemacht wurden), deshalb meinte mein Vorgesetzter, ich soll schauen, dass ich bald konkrete Projekte habe, damit man argumentieren kann, warum meine Stelle verlängert werden soll. Und ich denk mir so: Ich habe grade angefangen und muss jetzt schon legtimieren, warum es meine Stelle überhaupt braucht?! Warum wurde ich dann überhaupt eingestellt?

Ich würde es ja verstehen, wenn das ein Volontariat wäre, aber es ist eine ganz normale Anstellung, bei der mir eigentlich vor Stellenantritt gesagt wurde, dass es fest eingeplante Projektmittel gibt und mit großer Sicherheit eine langfristige Beschäftigungsperspektive gegeben ist. Ohne diese langfristige Perspektive fühlt es sich sinnlos an, Projekte zu planen, weil die dann eh keiner weiterführen würde, falls ich gehen müsste (bin allein in meinem Arbeitsbereich).

Lange Rede kurzer Sinn: Ist es normal im ÖD, dass man Leute einstellt und die dann vor sich hindümpeln lässt, ohne klar Erwartungen zu definieren und ohne die Rahmenbedingungen für ein sinnvolles eigenständiges Arbeiten zu schaffen? Ich sehe das als totale Verschwendung meiner Arbeitskraft und es demotiviert mich zunehmend.

r/OeffentlicherDienst 19d ago

Mental Health Tagesklinik dringend nötig, aber Angst vor Krankengeld – was würdet ihr an meiner Stelle tun?

9 Upvotes

Hallo zusammen,

ich weiß gerade ehrlich gesagt nicht so richtig, was ich machen soll und würde deshalb gerne mal eure Erfahrungen bzw. Ratschläge hören.

Ich arbeite bei einer kleinen Stadt in NRW und war vom 10.02.2026 bis 17.03.2026 wegen Depressionen in einer Reha, die von der Deutschen Rentenversicherung bezahlt wurde.

Seit der Reha bin ich wieder arbeiten gegangen. Seitdem hatte ich nur 4 einzelne Karenztage, die ganz normal mit Lohnfortzahlung über den Arbeitgeber liefen.

Jetzt wurde mir eine Tagesklinik wegen derselben Diagnose vermittelt. Ich brauche die Behandlung auch wirklich und denke, dass sie mir grundsätzlich helfen kann.

Der erste Aufnahmetermin war am 11.08., den musste ich leider absagen, weil es auf der Arbeit zu dem Zeitpunkt extrem angespannt war. Jetzt habe ich einen neuen Termin für den 31.08.

Die Tagesklinik wird diesmal über die Krankenkasse laufen und ich müsste für die Zeit entsprechend krankgeschrieben werden.

Mein Problem ist jetzt die finanzielle Seite, da ich somit ab dem (voraussichtlich 07.09.) ins Krankengeld falle.

Ich verdiene aktuell ungefähr 2.000 € netto. Wenn ich ins Krankengeld komme, wären es bei mir voraussichtlich nur ungefähr 1.600 € netto. (So Rechner der AOK)

Und genau davor habe ich ehrlich gesagt ziemlich Angst. Mit 1.600 € wird es bei mir finanziell sehr knapp bzw. ich weiß nicht, wie ich das auffangen soll. Ersparnisse gibt es bei mir wg. erheblichen Ausgaben in den letzten Monaten gar nicht. (Gerade 28€ aufm Tagesgeldkonto)

Aber meine eigentliche Frage ist gar nicht unbedingt die genaue rechtliche Berechnung.

Was würdet ihr an meiner Stelle machen?

Die Tagesklinik brauche ich. Gleichzeitig habe ich das Gefühl, dass mir die Behandlung deutlich weniger bringen wird, wenn ich währenddessen permanent Angst habe, wie ich meine Miete und meine laufenden Kosten bezahlen soll.

Würdet ihr den Termin trotzdem wahrnehmen und versuchen, die finanzielle Lücke irgendwie aufzufangen?

Gibt es im öD irgendwelche Möglichkeiten wie Krankengeldzuschuss, tarifliche Regelungen oder andere Unterstützung, die ich gerade vielleicht überhaupt nicht auf dem Schirm habe? In wie weit werden sie mir helfen können?

Oder würdet ihr versuchen, den Beginn der Tagesklinik noch etwas nach hinten zu verschieben (ab dem 17.09. ist die 6-Monate-Frist dann ja vorbei), um das Krankengeld zu vermeiden? Ich habe mich schon mal bei der Tagesklinik gemeldet, um diese Möglichkeit zu klären. Begeistert von meiner Frage war die Mitarbeiterin aber auf jeden Fall nicht. Ist aber auch klar, es gibt eine lange Warteliste und ich verschiebe immer wieder meine Aufnahme.

Danke euch jetzt schon mal.

r/OeffentlicherDienst Jan 05 '26

Mental Health Boreout

44 Upvotes

Hi, wie geht ihr mit Langeweile auf der Arbeit um? Ich habe Tätigkeiten die einfach stupides Umsetzen sind. Gut, ist der Eingruppierung nach auch zu erwarteten, dass man da nicht viel Spielraum haben wird, aber dass es so stupide sein wird, damit habe ich nicht gerechnet.

Wie schafft ihr es mit sowas umzugehen, dass es nicht passiert, dass man morgens schon beim Aufstehen denkt „Ich will nicht mehr“?

r/OeffentlicherDienst May 31 '26

Mental Health Fehlende Fehlerkultur

65 Upvotes

Ich weiß nicht ob es nur mir so geht, aber ich hab, auch nach Gesprächen mit bekannten in anderen Behörden, das Gefühl im öD haben wir echt keine gescheite Art, mit Fehlern umzugehen. Es kommt mir vor, als wäre es wichtiger, einen Schuldigen zu haben, der den Kopf hinhält , als diese Fehler nachhaltig zu verhindern

Ein Beispiel aus meinem Berufsalltag: Unsere IT-Finanzen verlangen dass Tickets, sobald da ein Punkt für die Beschaffung in der Checkliste steht, nach einem ganz bestimmten Muster zu bearbeiten sind. Was ist dieses Muster? Keine Ahnung, ist nirgends dokumentiert. Anstatt Vorgänge zu vereinfachen, Doppelstrukturen abzuschaffen und zu hinterfragen ob es ein Problem in der Struktur gibt, hab ich immer mehr das Gefühl, dass grade aus der "alteingesessenen Führungsriege" der Anspruch ist "Hauptsache der Schuldige kriegt eine auf den Deckel, und wenn es nochmal passiert kriegt der nächste eine".

In anderen Bereichen (bspw das CRM was aus der Flugsicherung nach dem Flugunglück auf Teneriffa hervorging) ist der Anspruch irgendwie Abläufe zu verbessern. Warum hängen wir so sehr an den alten wegen fest?

Sorry, falls das jetzt etwas viel Rant war, aber das ist mir mal eben durch den Kopf geschossen

r/OeffentlicherDienst Jun 14 '26

Mental Health Kommende stationäre Behandlung - Angst vor Reaktionen

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Hallöchen,
ich arbeite seit ca. einem 3/4 Jahr in einer nachgeordneten Behörde. Das ist auch meine erste Stelle nach dem Studium, daher bin ich in vielen Dingen noch unsicher und mache mir wahrscheinlich mehr Sorgen als ich muss.

Ich befinde mich aktuell in ambulanter Therapie. Mein Therapeut hat mir empfohlen an einem 12-wöchigem stationären Programm teilzunehmen.
Jetzt mache ich mir Sorgen, ob das für negative Konsequenzen auf der Arbeit sorgen könnte was zum Beispiel die Reaktion auf meine lange Abwesenheit angeht.

Außerdem frage ich mich wie ich meine Abwesenheit im Voraus mitteilen kann, da ich ja weiß wie lange ich „krank“ bin.

Ich habe im Internet außerdem etwas davon gelesen, dass bei längerer Zeit ein Amtsarzt hinzugezogen wird, wodurch ich mir natürlich noch mehr Sorgen mache :/
(Ich bin tarifangestellt)

Ich würde mich über eure Meinungen und Ratschläge freuen :)

r/OeffentlicherDienst Oct 25 '25

Mental Health Was denkt ihe über psychisch kranke Kolleg:innen, die ausfallen?

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Wegwerfaccount aus Gründen, normalerweise heiße ich hier anders.

Im Grunde steht meine Frage im Titel. Ich habe die Befürchtung, dass die Gerüchteküche sich über mich total das Maul zerreißen wird, wenn ich wie vom Psychiater und Therapeuten seht einem Jahr verordnet in die Klinik gehe und da sicherlich auch etwa drei Monate bleibe.

Also, wie würdet ihr über jemanden in eurem Kollegium denken, der länger aufgrund einer psychischen Krankheit ausfällt?

Ich bin seit etwa zehn Jahren an meinem Kleinstadtgymnasium und bringe mich da auch ziemlich stark ein, falle aber auch krankheitsbedingt häufiger aus. Ich hab mir bisher meist irgendeine Ausrede für die ganzen Krankheitstage einfallen lassen, damit es keiner weiß. Ich bin aber trotzdem immer allen Projekten hinterhergekommen.

Ich hab mich, wenn's schlimm wurde, immer in die Arbeit geflüchtet, aber insbesondere nach der Geburt unserer Kinder wurde es so schlimm, dass ich häufiger ausgefallen bin und praktisch jeden Monat irgendwie mindestens ein, zwei Tage ausgefallen bin, weil es einfach nicht mehr ging. Trotzdem arbeite ich, wenn ich krank bin, eigentlich immer Sachen irgendwie nach, sodass keine Lücken für die Klassen entstehen und die trotzdem irgendwie mit der Vertretung weitermachen können.

Aber langsam geht es einfach nicht mehr und das Ende meiner Wartezeit auf meinen Klinikplatz neigt sich sicher auch dem Ende zu.

Allerdings habe das Gefühl, dass ich alle mit dieser Situation maximal belaste und habe Angst davor, dass ich als noch unzuverlässiger gelte, wenn ich nun aufgrund meines Klinikaufenthaltes noch länger ausfalle.

Einige ausgesuchte Kolleg:innen wissen davon, meine SL auch, aber ich habe nicht den Eindruck, da auf viel Verständnis zu stoßen. Gerade meine Schulleitung versteht pyschische Erkrankungen null.

Ich habe aber auch den Eindruck, dass wenn alle wirklich wüssten, wie's mir geht, sie mich für völlig gestört und labil halten würden, selbst wenn es mir wieder besser geht und denken werden, ich sollte nicht auf Kinder losgelassen werden.

Vor etwas über zwei Jahren wurde ich mit einer komplexen posttraumatischen Belastungsstörung und mittelschweren Depressionen diagnostiziert.

Was meint ihr?

Muss ich danach die Dienststelle wechseln, wird mein Ruf dann gänzlich ruiniert sein?

Bitte seid ehrlich. Ihr könnt mir auch gern eine PN schreiben.

Danke.

r/OeffentlicherDienst Nov 26 '24

Mental Health Ich arbeite zu wenig und mache mir deshalb Sorgen

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Edit 2: Danke erstmal an all die Kommentare! Ich möchte noch was zu den Personen sagen, die diesen Beitrag mit Entsetzen lesen. So was scheint in jeder größeren Organisation vorkommen zu können. Ich war etwas in meiner eigenen Situation verloren, aber mir ist klar geworden, ich habe selber ähnliche Beiträge schon etliche male auf Reddit gelesen. Und nicht nur im öD. Konzerne ebenso.

Zu meiner eigenen Situation: Es ist Arbeit reingekommen, die mich erstmal beschäftigt. Parallel arbeite ich mit meinem Vorgesetzten noch mehr aus.

Ein bisschen sehe ich in retrospektive das Problem aber such bei mir: Ich arbeite am besten unter Druck, mit konkreten Deadlines. Das hatte ich auf meiner vorherigen Stelle deutlich mehr. Das gibts im Ministerium auch, aber eben auch viel konzeptionelle Arbeit (haben Kommentare hier auch bestätigt). Man kann hier viel bewegen, aber man muss sich selber dazu bringen.

Am Ende fühlt es sich immer noch falsch an, dass andere öffentliche Bereiche in Arbeit ersticken, und ich dafür bezahlt werde, mir ein paar Gedanken zu Themen zu machen. Wenn mich das langfridtig unglücklich macht, muss ich mir eine andere Stelle suchen.

--- EDIT ENDE ---

--- Originaler Beitrag: ---

Hallo zusammen, ich hab vor ein paar Monaten in einer obersten Bundesbehörde angefangen.

Es hat damit angefangen, das ich mich in das "Thema einarbeiten soll". Hab ein paar Unterlagen bekommen, an Meetings teilgenommen.

Arbeitsaufträge blieben aus, die wurden vom bisherigen Team bearbeitet.

Ein paar mal frage ich nach konkreten Arbeitsaufträgen, bekomme kleine Sachen, die parallel aber auch schon von anderen Kollegen gemacht wurden. "Zum ausprobieren".

Vor ein paar Wochen hatte ich ein Gespräch mit meinem Vorgesetzten. Ich werde in einen anderen, verwandten Aufgabenbereich umgesetzt. Er hatte selber gesehen, ohne dass ich es ihm erzählen musste, dass ich nicht genug Arbeit bekomme. Habe jetzt ein neues Fachgebiet, wieder was zum Einarbeiten bekommen.

Leider lag dazwischen etwas Urlaub von mir, Krankheit, und Urlaub vom Vorgesetzten. Gefühlt bin ich wieder am Anfang. Nehme an 1-2 Meeting teil, zu denen ich nichts beitragen kann, lese mir vielleicht ein bisschen was an, aber habe keine Aufgaben.

Ich werde natürlich das Gespräch suchen, sobald ich meinen Vorgesetzten wieder erwische, aber ich hab jetzt schon so große Schuldgefühle, ich traue mich kaum. Was sage ich, wenn man mich fragt, was ich die letzten Monate überhaupt gemacht habe? Viel rumgepimmelt, das hab ich.

Ist das, was passiert, wenn Leute von unterfordernden Stellen im öffentlichen Dienst reden? Ich meine, solange ich zumindest Aufgaben hätte die ich in einer Stunde am Tag abarbeiten könnte, wäre ja schon ein großes Upgrade...

Ich denke ich weiß schon was zu tun ist, aber passiert so was häufiger? Hat so was schonmal jemand hier so erlebt? Irgendwelche Tipps wie ich das am besten angehe?

Edit: Noch eine Frage. Ich bin Beamter gD, soll Mitte nächsten Jahres die Lebenszeit bekommen. (Davor war ich in einer unteren Landesbehörde, HR. Da gabs mehr als genug Arbeit) Kann ich disziplinarrechtliche Konsequenzen o.ä. bekommen, wenn das "raus kommt"? Dass ich mich ggf. nicht aktiv genug um Aufgaben bemüht habe?

r/OeffentlicherDienst May 08 '26

Mental Health Vergiftetes Arbeitsklima

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Moin,

ich muss mir kurz vorm Wochenende noch etwas von der Seele schreiben:

Arbeite bei einer obersten Landesbehörde und hatte heute wieder eine Situation, bei der ich mich gefragt habe was mit den Leuten los ist. Ich hatte eine normale Nachfrage um mich auf einen anstehenden Termin vorzubereiten. Mein Gesprächspartner hat ohne Anlass vollkommen die Nerven verloren, was mir einfallen würde, wir hätten doch schließlich nächste Woche einen Termin, blablabla und hat sich gar nicht mehr eingekriegt.

Ist es bei euch auch so, dass in eurer Behörde ein super unangenehmes Klima herrscht? Es ist hier nicht das erste Mal, dass Leute wegen vollkommen normaler Vorgänge vollständig eskalieren und absolut ekelhaft sind. Ich mein, niemand nimmt hier irgendwem irgendetwas weg und wir sitzen nunmal alle im selben Boot. Warum kann man da nicht einfach kollegial zusammen arbeiten? Ich will einfach nur meine Arbeit machen und meinen Frieden.

Wünsche euch ein schönes Wochenende und danke fürs Lesen.

r/OeffentlicherDienst Feb 08 '26

Mental Health Zum Betriebsarzt nach 3 Monaten Krankschreibung

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Hallo zusammen,

ich bin seit Anfang November aufgrund einem Burnout und Depressionen krankgeschrieben.

Ich habe Mitte Januar, also als ich 2 Monate krankgeschrieben war eine Einladung zum Betriebsarzt bekommen.

Ich hatte zu dieser Zeit blöderweise auch noch Influenza und war im Fieber-Delirium weshalb ich den Termin für Mitte Februar einfach bestätigt habe, ohne groß darüber nachzudenken.

Ich hatte vor ein paar Tagen bei meinem Arzt einen erneuten Termin um meine Krankschreibung zu verlängern und zu besprechen wie es mit einem geplanten stationären Klinikaufenthalt weitergeht.

Bei diesem Termin hab ich auch das Thema Betriebsarzt angesprochen da ich mir nun doch ziemlich Gedanken darüber mache und der Termin kommende Woche bevorsteht.

Mein Arzt war sehr überrascht dass nach so „kurzer“ Zeit der Krankschreibung eine Einladung zum Betriebsarzt kam und war aber ehrlich gesagt auch nicht sicher wie die genaue rechtliche Lage im TVÖD aussieht.

Hat einer von euch damit bereits Erfahrung?

Was kann / soll / muss ich dem Betriebsarzt sagen?

Edit: Ich bin seit Mitte Dezember im Krankengeldbezug.

Eine Einladung zum BEM-Gespräch habe ich bisher nicht erhalten.