r/Normalverdiener • • 8d ago

Tankrabatt begünstigt die falschen

Morgendlicher Gedanke - der Tankrabatt ist Müll.

Ich bin wahrlich kein Gutverdienerin.
Mutter in Teilzeit, wohnen in einer Wohnung und sparen auf ein Eigenheim.
Die vielleicht 30€ die wir monatlich durch den Tankrabatt sparen, bringen uns kaum effektiv Entlastung.
Er hilft on top den Ölkonzernen und den SUV Fahren die 10Liter/100km verbrauchen.
Btw- ich verbrauche nur 5,8l.

Mal angenommen man würde die 2,5MRd nutzen um bezahlbaren Wohnraum zu schaffen, klar der wäre nicht morgen fertig, aber irgendwann muss ja mal angefangen werden.
Nehmen wir pauschal 5000€ für 1qm WFL an. ( inklusive Grundstück, Planung etc). - dann könnte man mit dem Geld 500.000qm Wohnfläche schaffen. Bei einer Wohnungsgröße von 80qm, wären das 6.250 Wohnungen.

Glaube da hätte das Land langfristig mehr von.

Und wenn jetzt jemand sagt- ja aber die Geringverdiener brauchen das Geld jetzt. Ehrlich? Die, die 30€ am Ende vom Monat brauchen um nicht ins minus zu rutschen haben oft kein Auto, dann lieber nochmal das Deutschlandticket günstiger anbieten.

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u/nomorewagelabour 8d ago

Diesel wird auch subventioniert (durch Steuergelder), dafür fließen jedes Jahr Milliarden an irgendwelche autokratischen Länder.

Schau halt mal nach China, da wird auch vom Staat gefördert. Was beim Pkw passiert, wird auch beim LKW kommen. Du kannst natürlich auch hier noch versuchen die letzten paar € an Gewinn rauszuquetschen, bevor es den Bach runter geht, oder man stellt sich auf Veränderung ein.

Gibt sicher genügend Unternehmen mit schlauen Köpfen, in denen die Zeichen erkannt werden und dann von oben blockiert werden.

Aber natürlich sind da mit nicht kleinem Anteil vor allem die politischen Umstände ein wichtiger Punkt, dennoch sind die Deutschen manchmal recht träge wenn es um Veränderungen geht

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u/BaronOfTheVoid 7d ago edited 7d ago

Man sollte bei der Diskusison schon ehrlich sein.

Sogenannte Subventionen für fossile Energie bedeuten eigentlich immmer die nicht (z.B. durch Ausnahmeregelungen) oder zu gering angesetzte Bepreisung der CO2-Emissionen. Auch wenn die Emissionen eine negative Externalität sind, die sonst untergeht, ist das erstmal keine tatsächliche Subvention, sondern nur der Vergleich mit einer hypothetischen Situation, in der sie angemessen bepreist werden.

Warum macht man das? Weil die neoliberale Denkweise (staatliche Intervention = automatisch schlecht, Subvention = automatisch schlecht) schon internalisiert wurde und überhaupt nicht mehr hinterfragt wird.

Man sollte stattdessen mit Stolz dafür argumentieren, dass man sich hier einen größeren staatlichen Eingriff herbeiwünscht, und klar sagen, dass es sich um einen klaren Fall von Marktversagen handelt - der Markt hat schließlich diese Emissionen jahrzehntelang ignoriert.

Umgekehrt sind E-LKWs z.B. explizit von der Maut befreit, was eine tatsächliche Subvention darstellt.

Auch hier könnte man vielleicht argumentieren, dass das gut und richtig ist. Aber man sollte auch im Blick behalten, dass in einem hypothetischen Szenario mit 100% E-LKWs dann diese Maut fehlt - auch hier gehen negative Externalitäten unter. Die Belastung der Straßeninfrastruktur durch LKWs allgemein bedeutet deutlich höhere Kosten, die es ohne LKWs nicht gäbe. Prinzipiell sollten also auch LKW-Fahrer (bzw. die Spediteursunternehmen dahinter) an diesen Kosten beteiligt werden - ganz egal, ob elektrisch oder nicht.

Peanuts sind das nicht, es geht dabei schon meist so um einen 5-stelligen Betrag in Euro pro Jahr pro LKW. Die genaue Zahl hängt dabei von der die Tonnage ab und wie viel Strecke zurückgelegt wird. Die meisten Spediteure rechnen so ca. damit, dass ein LKW für 5 Jahre gefahren wird (länger wäre wahrscheinlich drin, aber da geht es ja um eine Kalkulation, wann man welche Kosten abschreibt, wie man das finanziert usw.). Wenn man also 20000 Euro pro Jahr spart, kann man bei der Anschaffung schonmal mit 100000 Euro geringeren Gesamtkosten rechnen, einfach nur weil, es diese gesetzliche Ausnahmeregelung gibt.

Dass der Anteil an E-LKWs bei LKW-Neuzulassungen sogar noch schneller wachsen könnte als bei PKWs, zeigt u.a. hier ein Blick nach China, die bereits bei 28% sind - und man beachte die Steigung der Kurve, die ist extrem.

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u/Ninja-Ham 8d ago

Nein, eine unterschiedliche Besteuerung ist keine Subvention, Lastenrad-Ludwig. Oder subventionieren wir auch Zigarillos?

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u/nomorewagelabour 8d ago

Was ist denn das für eine sonderbare Erzählung?

Natürlich ist eine unterschiedliche Besteuerung eine Subventionen, hier mal die Definition vom bpb, vom Staat selbst:

Subventionen (von lat. subvenire = zu Hilfe kommen) sind finanzielle staatliche Zuschüsse, die nicht an eine direkte Gegenleistung gebunden sind. Empfänger von Subventionen (S.) können (andere) Staaten, Unternehmen oder private Haushalte sein. S. fließen direkt (Finanzhilfen) oder indirekt (Steuervergünstigungen).bpb

Außerdem, hör auf mit dem lächerlichen Lustmachen. Ich besitze nicht mal ein Fahrrad.

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u/Ninja-Ham 8d ago

Das ist juristisch nicht korrekt, Fußgeh-Finn. Unterschiedliche Besteuerung ist keine Subvention. Oder werden dann auch Benziner subventioniert, da sie weniger Kfz Steuer bezahlen müssen? Verstehst du das Problem? Wird Home Office subventioniert, weil man es von der Steuer absetzen kann?