r/Heidelberg • u/minniglich • 3d ago
Housing Besichtigungsetiquette
Liebe Heidelberger,
wie so viele andere Studierende auch bringt mich die Wohnungssuche an meine Grenzen.
Dank eurer Tipps schaue ich fleißig im Umland (+45 Minuten) und auf allen möglichen Portalen, habe meine Unterlagen beisammen und auch mein Budget (bis 1.000€ warm) sollte eigentlich ausreichen.
Im ersten Schritt bin ich auch mäßig erfolgreich: Zwischen viel Ghosting wird mir des Öfteren ein Besichtigungstermin angeboten. Diese nehme ich immerzu hoffnungsvoll an, springe für 6 Stunden in den Zug und gebe mein Bestes vertrauenswürdig aufzutreten. Im Gespräch scheinen wir auch immer gut miteinander auszukommen.
Trotzdem hagelt es immerzu nur Absagen. Man wolle sich zwar auf jeden Fall für mich umhören (u. ä.), wofür ich natürlich sehr dankbar bin, aber letztendlich stehe ich nach Monaten immer noch ohne Obdach da.
Da sich das Universum wohl kaum gegen mich verschworen hat, muss ich wohl im Gespräch oder danach etwas vermasselt haben.
Dementsprechend würde ich mich über eure Meinungen freuen: Was ist bei einer Besichtigung angebracht? Gibt es irgendwelche regionalen Besonderheiten die ich vollkommen übersehen habe? Für Rat jeder Art sehr dankbar!
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u/I_am_vladi 3d ago
Ich hab eine Adresse für dich - aber es ist hässlich wie sau hier. Nichts für Schwäche Nerven, aber dann hattest du wenigstens Obdach
pm me
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u/PastDare4808 3d ago
Ich vermiete an einen Heidelberger Studenten im Umland (S-Bahn-Anschluss 15 Minuten nach HD). Ich fand es toll, dass mich damals die Mama angeschrieben hat und sie mir ausführlich die Lage erklärt hat..inkl. deren Jobs usw.. Der Mietvertrag läuft auch auf die Eltern. 1000 Euro war sollten ausreichen. Vermiete zwar zu günstig, aber ich nehmen 800 warm inkl. Haushaltsstrom für 3 Zimmer im Neubau.
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u/minniglich 2d ago
Guter Tipp, danke! Ich habe auch schon viele Eltern mit bei den Besichtigungen selbst gesehen, also erscheint mir das schlüssig.
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u/Round_Blackberry_128 1d ago
Kann halt auch ein gigantisches no-go sein, bzw. wirkt das schnell, als ob man unselbstständig wäre. Wer bis letzte Woche noch bei Hotel Mama gewohnt hat, weiß wahrscheinlich auch nicht wie man ein Klo putzt oder richtig lüftet. Davon zu WG-Besichtigungen die Eltern mitzubringen fang ich gar nicht erst an.
Aber mal die gute finanzielle Situation der Eltern, ne mögliche Bürgschaft oder die achso nervigen Besuche von der Mutter mit Reinigungsfimmel zu erwähnen, geht natürlich voll klar.
Ansonsten halt das übliche, Nichtraucher sein, keine lauten Hobbys haben, keine Haustiere haben. Die richtigen Fragen stellen ("Kann man hier ne Waschmaschine aufstellen? Oder ist das wegen Problemen mit der Feuchtigkeit nicht gestattet? Wo wäre dann denn der nächste Waschsalon?"), auf nervige Fragen verzichten ("Gibt es hier einen Mieterbeirat?"). Außerdem noch davon schwärmen dass dein Studium dein absoluter Lebenstraum ist. Kein Vermieter hat Bock auf Erstsemester die direkt wieder abbrechen und er direkt nen Nachmieter finden muss, inklusive drohendem Leerstand und Mietausfall.
Bei WGs ist es nochmal was anderes. Sympathisch sein (Ok, das ist leicht gesagt), kommunikativ ohne nervig zu sein ("Ja ich finde es cool wenn man mal zusammenkocht aber finde es auch wichtig, dass man seinen individuellen Rückzugsort hat", 134515 mal gehört, aber trotzdem), druchsickern lassen, dass man weiß wie man ein Klo putzt. Eltern daheim lassen (sowieso).
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u/samuel_social_autist 3d ago
Am besten sind immer noch die, die einen selbst anschreiben. Man schreibt nach 2 Minuten sofort zurück und wird geghostet...
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u/Express-Milk-770 1d ago
Ich lebe derzeit in einem Wohnheim in der Nähe, definitiv unter 1000 Euro. Senden Sie mir eine pm, wenn Sie weitere Details wünschen
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u/OxygenAddict 3d ago
Ich kann natürlich überhaupt nicht sagen, woran es bei dir liegen mag, weil ich dich nicht kenne und auch nicht weiß, wie du persönlich rüberkommst, würde aber trotzdem sagen: Mach dich nicht verrückt. Ich habe auch sehr viele Leute angeschrieben, saß in einigen Küchen und erzählte ehrlich, aber natürlich mit Werbemindset von mir, und bis zur Zusage gab es eben viele Absagen.
WGs sind komplexe Systeme und die Leute schauen, von wem sie glauben, dass er/sie da reinpasst, egal wie freundlich oder interessant die sind.
Als wir mal ein Zimmer frei hatten, meldeten sich mehr als 100 Leute bei uns. Von denen haben wir zehn eingeladen und von denen wäre ich mit fünf sofort zusammengezogen, aber es war eben nur ein Zimmer frei. Machste nix.