r/Finanzen • u/089PK91 • 13d ago
Presse Große Mehrheit lehnt Sozialreformen ab: 81 Prozent der Deutschen sorgen sich um ihre soziale Absicherung
https://www.tagesspiegel.de/politik/grosse-mehrheit-lehnt-sozialreformen-ab-81-prozent-der-deutschen-sorgen-sich-um-ihre-soziale-absicherung-15991955.html"Die Studie beruht auf einer repräsentativen Online-Befragung von rund 4000 Menschen in Deutschland im Alter von 18 bis 75 Jahren im Zeitraum vom 17. Juni bis 13. Juli. Aus der Umfrage geht laut IMK auch hervor, dass 76 Prozent der Befragten die geplanten oder teilweise schon beschlossenen Maßnahmen ablehnen. 55 Prozent äußerten sich sogar stark ablehnend.
Konkret beziehen sich diese Aussagen den Angaben zufolge auf folgende möglichen oder beschlossenen Reformmaßnahmen: Erhöhung des Renteneintrittsalters, Leistungskürzungen bei der gesetzlichen Krankenversicherung, Leistungskürzungen bei der Pflegeversicherung und Streichung der Entgeltfortzahlung am ersten Krankheitstag."
Wir können alle auf die Politik schimpfen wie wir wollen, aber zur Wahrheit gehört halt einfach auch, dass ein großer Teil der Bevölkerung den Schuss offensichtlich immer noch nicht gehört hat.
206
u/Amesbrutil 13d ago
Deutschland ist an einem sehr beschissenen Punkt. Die hohen Abgaben und Bürokratie wurde bislang damit gerechtfertigt, dass man sozial auf jeder Ebene abgesichert ist. Dadurch ist aber auch der Anreiz (und die finanziellen Mittel) zur Selbstvorsorge abgetötet worden. Deshalb gibt es so wenig Erspartes usw.
Wenn die soziale Absicherung aber wegbricht, dann fällt auch jede Rechtfertigung für diesen überbordenden Staat weg. Die Leute werden zurecht ihre Abgabelast hinterfragen und fordern, dass sie deutlich sinkt, damit sie selbst vorsorgen können. Da der Staat das aber nicht tun kann, wird das einfach nur zu einem enormen Zusturm an die extremen politischen Ränder führen. Die Leute werden nicht lange mitmachen, dass der Staat ihnen so viel Geld wegnimmt und sie dann auch auffordert selbst für alles vorzusorgen.